DE10016883B4 - Kraftfahrzeug - Google Patents
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Abstract
Kraftfahrzeug mit einem Vorderbau (2) und mit einer Karosserie (11), die sich an den Vorderbau (2) anschließt, wobei der Vorderbau (2) und die Karosserie (11) jeweils separate Bauteile sind, wobei an dem Vorderbau (2) und an der Karosserie (11) Verbindungsstellen (13a–13g, 14a–14g) so ausgebildet sind, dass der Vorderbau (2) durch eine Zusammenfügung in senkrechter Richtung an der Karosserie (11) montierbar ist, wobei die Verbindung zwischen dem Vorderbau (2) und der Karosserie (11) an den dafür vorgesehenen Verbindungsstellen (13a–13g, 14a–14g) über eine Verschraubung (20) erfolgt, durch die ein Toleranzausgleich möglich ist, wobei obere Verbindungsstellen (13a, 13b) des Vorderbaues (2) sich in Höhe eines an der Karosserie (11) ausgebildeten Türgelenks befinden, wobei untere Verbindungsstellen (13c , 13d) des Vorderbaues (2) in Höhe eines Schwellers (17) der Karosserie (11) vorgesehen sind, wobei Verbindungsstellen (13e, 13f, 13g) des Vorderbaues (2) jeweils an Längsträgern (15, 16) des Vorderbaues (2) ausgebildet sind, wobei die jeweilige Verschraubung (20) über jeweils einen Kegel (24) und eine dazu passende kegelförmige Aufnahmeöffnung (23) erfolgt und wobei der Kegel (24) ein Innengewinde (26) aufweist, in das eine Schraube (27) eingreift.
Description
- Die Erfindung betrifft ein Kraftfahrzeug gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
- Es ist bereits ein Kraftfahrzeug bekannt, bei dem der Vorderbau an der Karosserie integriert ist. Dies hat den Nachteil, dass der Bauraum zur Montage der einzelnen Bauteile, wie beispielsweise des Antriebes, festgelegt ist.
- Aus
DE 37 02 619 C2 ist bereits ein Kraftfahrzeug bekannt, bei dem in einer Vormontagestufe an einer Karosserie ein Vorderrahmen angeordnet ist, der die seitlichen Kotflügel mit den Radhäusern, Aufnahmen für die Feder- und Dämpfermittel für die Vorderachskonstruktion sowie vordere und hintere, in Höhe eines Unterbaus ausgebildete Querträger aufweist. Der Vorderrahmen umschließt einen Motorraum, der durch zwei Seitenwände, eine den Fahrzeuginnenraum abschließende Stirnwand und die Querträger begrenzt ist. Bei der Herstellung des Kraftfahrzeuges wird ein Unterbau mit montierten Sitzen, einem Bodenbelag und einer Hinterachskonstruktion mit der vormontierten Karosserie über einen am Unterbau befindlichen Klebekanal verklebt. Anschließend wird eine aus einem Unterrahmen und einem Antriebsaggregat bestehende Funktionseinheit separat mit dem Unterboden und dem Vorderrahmen verbunden. Die Funktionseinheit wird dazu von unten in den durch den Vorderrahmen ausgebildeten Motorraum eingefügt. Danach wird die Funktionseinheit mit dem Vorderrahmen und mit Längsträgern des Unterbaus verschraubt. - Aus der
DE 33 15 646 A1 ist ein Kraftfahrzeug bekannt, bei dem eine vormontierte Baueinheit für den Cockpit-Bereich von oben in den Bereich zwischen dem Vorderbau und dem Fahrgastinnenraum eingesetzt wird. - Aus der
DE 4330559 A1 ist ein Kraftfahrzeug in Modulbauweise bekannt. Das Kraftfahrzeug besteht aus einer Fahrgastzelle und einem Frontmodul. Das Frontmodul hat ein sich über die gesamte Breite des Fahrzeugbodens erstreckendes Bodenteil. Dieses Bodenteil hat zwei Querträger und zwei Längsträger. Ferner weist das Frontmodul zum Beispiel einen Motor, eine Armaturentafel, einen Fahrersitz und eine Vorderachse auf. Die Befestigung des Frontmoduls mit der Fahrgastzelle erfolgt durch eine Klebeverbindung. - Aufgabe der Erfindung ist es, ein Kraftfahrzeug anzugeben, dessen Bauweise im Bereich des Vorderbaus veränderbar ist.
- Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
- Bei dem erfindungsgemäßen Kraftfahrzeug ist der Vorderbau als ein separates Bauteil ausgebildet, so dass unterschiedliche Vorderbauten an die gleiche Karosserie befestigbar sind. Dadurch ergeben sich Gestaltungsmöglichkeiten in der Wahl unterschiedlich großer Antriebe, das heißt Motoren und damit verbundene Getriebe-Kupplungseinheiten.
- Ferner kann der jeweilige Vorderbau aus einem anderen Material als die damit zu verbindende Karosserie bestehen. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass der erfindungsgemäße Vorderbau mit den entsprechenden Bauteilen vormontierbar ist. Vorteilhafterweise sind die Verbindungsstellen zwischen dem Vorderbau und der Karosserie so ausgebildet, dass der Vorderbau mit der Karosserie in senkrechter Richtung montierbar ist.
- In einer vorteilhaften Ausführungsform sind an dem Vorderbau ein Achsträger und/oder ein Motorträger, beispielsweise durch eine Schweißverbindung, befestigt. Die Verbindung zwischen dem Vorderbau und dem Kraftfahrzeug erfolgt in einer vorteilhaften Ausführungsform durch Schraubverbindungen, die einen Toleranzausgleich ermöglichen. Dies ist vorteilhafterweise durch eine Kegelbuchsen-Verschraubung möglich.
- In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist der Vorderbau elastisch an der Karosserie gelagert.
- Eine Ausführungsform der Erfindung wird nachstehend anhand der Zeichnungen beispielshalber beschrieben. Dabei zeigen:
-
1 eine Seitenansicht eines vormontierten, separaten Vorderbaus vor der Verbindung mit einer Karosserie eines Kraftfahrzeuges, -
2 eine perspektivische Ansicht von vorne des in der1 gezeigten Vorderbaus vor der Montage an der oberhalb des Vorderbaus angeordneten Karosserie, -
3 eine perspektivische Ansicht von oben auf die Struktur des in der1 gezeigten Vorderbaus, bei dem jeweils ein Querträger für den Motor und für die Vorderachse integriert ist und -
4 eine Schnittansicht von der Seite einer Kegelbuchsen-Schraubverbindung. - Die
1 zeigt einen Vorderbau2 eines Kraftfahrzeuges1 , der komplett mit einer Vorderachse3 , daran angeordneten Rädern4 , einem Antrieb5 , der aus einem Motor6 , einem Getriebe7 und einer Kupplung8 besteht, einem Kühler9 und einem Stoßfänger10 vormontiert ist. Oberhalb des Vorderbaus2 ist eine Karosserie11 angeordnet. - Zur Montage des Vorderbaus
2 an die Karosserie11 wird in der gezeigten Ausführungsform der Vorderbau2 entsprechend dem Pfeil12 senkrecht in z-Richtung angehoben, bis der Vorderbau2 zumindest an den dafür vorgesehenen Verbindungsstellen13a bis13g am Vorderbau bzw. an den Verbindungsstellen14a bis14g an der Karosserie11 anliegt. Danach erfolgt in der gezeigten Ausführungsform die Verschraubung des Vorderbaus2 an der Karosserie11 . - Aus der Darstellung der
2 geht hervor, dass die Verbindungsstellen13a bis13g am Vorderbau2 und die Verbindungsstellen14a bis14g an der Karosserie11 symmetrisch zu einer Fahrzeuglängsachse x angeordnet sind. - Die
3 zeigt die Struktur des in den1 und2 gezeigten Vorderbaus2 . Der Vorderbau2 weist zwei Längsträger15 ,16 auf, an denen die Verbindungsstellen13e und13f sowie13g ausgebildet sind. Weitere Verbindungsstellen13a ,13b befinden sich in Höhe eines oberen, nicht dargestellten, an der Karosserie11 ausgebildeten Türgelenks, während die unteren Verbindungsstellen13c und13d in Höhe eines Schwellers17 vorgesehen sind. An dem Vorderbau2 sind als Querträger ein Vorderachsträger18 sowie ein Motorträger19 in die Struktur des Vorderbaus2 integriert. Durch die Querträger18 ,19 erfolgt eine Versteifung des Vorderbaus2 , so dass in einem Crash-Fall eine hohe Energieabsorption möglich ist. - Die
4 zeigt eine Ausführungsform einer Verschraubung20 zwischen der Karosserie11 und dem Vorderbau2 . Die Verschraubung20 weist in der in der Karosserie11 ausgebildeten Verbindungsstelle14 eine in der Karosserie11 , beispielsweise in einem Träger, befestigte Buchse21 auf. In der gezeigten Ausführungsform ist an dem unteren Ende22 der Buchse21 , das einer im Vorderbau2 ausgebildeten Verbindungsstelle13 gegenüberliegt, eine kegelförmige Aufnahmeöffnung23 ausgebildet. - In dem Vorderbau
2 ist an der dazu gegenüberliegenden Verbindungsstelle13 ein Kegel24 , beispielsweise in einem Träger15 ,16 des Vorderbaus2 befestigt. Der Kegel24 weist ein überstehendes Ende25 auf, das der Form der Aufnahmeöffnung23 der Verbindungsstelle14 angepaßt ist. In der vorliegenden Ausführungsform ist das überstehende Ende25 konusförmig, so dass ein Toleranzausgleich möglich ist. - Der Kegel
24 weist ein Innengewinde26 auf, in das eine Schraube27 verschraubbar ist.
Claims (4)
- Kraftfahrzeug mit einem Vorderbau (
2 ) und mit einer Karosserie (11 ), die sich an den Vorderbau (2 ) anschließt, wobei der Vorderbau (2 ) und die Karosserie (11 ) jeweils separate Bauteile sind, wobei an dem Vorderbau (2 ) und an der Karosserie (11 ) Verbindungsstellen (13a –13g ,14a –14g ) so ausgebildet sind, dass der Vorderbau (2 ) durch eine Zusammenfügung in senkrechter Richtung an der Karosserie (11 ) montierbar ist, wobei die Verbindung zwischen dem Vorderbau (2 ) und der Karosserie (11 ) an den dafür vorgesehenen Verbindungsstellen (13a –13g ,14a –14g ) über eine Verschraubung (20 ) erfolgt, durch die ein Toleranzausgleich möglich ist, wobei obere Verbindungsstellen (13a ,13b ) des Vorderbaues (2 ) sich in Höhe eines an der Karosserie (11 ) ausgebildeten Türgelenks befinden, wobei untere Verbindungsstellen (13c ,13d ) des Vorderbaues (2 ) in Höhe eines Schwellers (17 ) der Karosserie (11 ) vorgesehen sind, wobei Verbindungsstellen (13e ,13f ,13g ) des Vorderbaues (2 ) jeweils an Längsträgern (15 ,16 ) des Vorderbaues (2 ) ausgebildet sind, wobei die jeweilige Verschraubung (20 ) über jeweils einen Kegel (24 ) und eine dazu passende kegelförmige Aufnahmeöffnung (23 ) erfolgt und wobei der Kegel (24 ) ein Innengewinde (26 ) aufweist, in das eine Schraube (27 ) eingreift. - Kraftfahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Vorderbau (
2 ) aus einem unterschiedlichen Material wie die Karosserie (11 ) hergestellt ist. - Kraftfahrzeug nach den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Vorderbau (
2 ) durch am Vorderbau (2 ) befestigte Querträger (18 ,19 ) für eine Vorderachse (3 ) und/oder einen Motor (6 ) versteift ist. - Kraftfahrzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Vorderbau (
2 ) vor der Montage mit der Karosserie (11 ) vollständig mit den erforderlichen Bauteilen und Aggregaten (Vorderachse (3 ), Rädern (4 ), Motor (6 ), Getriebe (7 ), Kupplung (8 ), Kühler (9 ), Stoßfänger (10 )) vormontierbar ist.
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