DE10221654B4 - Querträger für ein Kraftfahrzeug - Google Patents
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Abstract
Querträger für ein Kraftfahrzeug
mit einem Halter (2) zum Befestigen der Lenksäule (5), der Pedallerie (4)
und/oder anderer in diesem Bereich befindlicher Teile, gekennzeichnet
durch eine Verstärkung
(10, 20), insbesondere auf der Fahrerseite, wobei die Verstärkung (10) als
durchgehendes Bauteil bzw. Rohr zwischen Tunnel (14) und A-Säule (15)
ausgeführt
ist.
Description
- Die Erfindung betrifft einen Querträger für ein Kraftfahrzeug.
- Derartige Querträger dienen dazu, die A-Säulen oder andere Bauteile an den Seiten eines Kraftfahrzeugs miteinander zu verbinden. Sie können zusätzlich mit dem Tunnel und/oder der Stirnwand verbunden sein.
- Aus der
DE 197 15 069 C2 , auf die Bezug genommen wird, ist ein derartiger Querträger bekannt. Er befindet sich zwischen zwei seitlichen Randbereichen einer Fahrzeugstruktur. Der Querträger ist in wenigstens zwei miteinander lösbar in Verbindung stehende Teilabschnitte unterteilt. Durch die Unterteilung des Querträgers in zwei oder mehr Teilabschnitte können die Transportmöglichkeiten des gesamten Konstruktionselements verbessert werden, weil die Unterteilung auch im Hinblick auf eine Minimierung des benötigten Frachtvolumens vorgenommen werden kann. Der Querträger nachDE 197 15 069 C2 erstreckt sich im wesentlichen in der Höhe der Unterkante der vorderen Windschutzscheibe des Kraftfahrzeugs. Er ist rohrartig ausgebildet und mit den A-Säulen auf beiden Seiten des Kraftfahrzeugs verbunden. - Aus der
DE 42 32 846 A1 , auf die ebenfalls Bezug genommen wird, ist ein weiterer Querträger nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 bekannt. Dieser Querträger erstreckt sich über die Breite des Kraftfahrzeug-Innenraumes und besteht aus drei Leichtmetall-Strangpreßteilen, nämlich zwei Seitenteilen mit einem geschlossenen Kastenprofil und einem mit diesen verschweißten Mittelteil mit einem etwa L- förmigen Querschnitt, welches die inneren Enden der Seitenteile überlappt. Der Querträger ist an den A-Säulen der Fahrzeugkarosserie befestigt. - Aus der
EP 0 546 671 A1 , auf die ebenfalls Bezug genommen wird, ist ein weiterer Querträger bekannt. - Ein Querträger nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 ist aus der
DE 195 47 858 C1 bekannt. - Aufgabe der Erfindung ist es, einen verbesserten Querträger der eingangs angegebenen Art vorzuschlagen.
- Diese Aufgabe wird durch einen Querträger mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Der Querträger umfaßt einen Halter zum Befestigen der Lenksäule, der Pedallerie und/oder anderer in diesem Bereich befindlicher Teile. Bei diesen Teilen kann es sich insbesondere um einen oder mehrere Modulträger, den Lenkstockhebel, die Lenkung, eines oder mehrere Steuergeräte und/oder einen oder mehrere Kniefänger handeln. Erfindungsgemäß ist eine Verstärkung vorgesehen, insbesondere auf der Fahrerseite. Die Verstärkung ist als ein durchgehendes Bauteil bzw. Rohr zwischen Tunnel und A-Säule ausgeführt. Dadurch erhöht sich die dynamische und statische Steifigkeit, was zu einer Erhöhung des Fahrkomforts führen kann.
- Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen beschrieben.
- Die Verstärkung kann als Rohr ausgestaltet sein. Das Rohr kann einen kreisrunden oder runden Querschnitt aufweisen. Möglich sind allerdings auch andere Querschnitte, beispielsweise ein Profilquerschnitt.
- Vorzugsweise ist die Verstärkung durch Biegen oder Streckbiegen hergestellt.
- Nach einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung ist die Verstärkung als Gußteil oder als Schweißunterbaugruppe oder als Hybrit ausgeführt.
- Vorteilhaft ist es, wenn an dem Halter die Lenksäule, die Pedallerie und ein oder mehrere Modulträger befestigbar oder befestigt sind. In diesem Fall ermöglicht es der Halter, Lenksäule, Pedallerie und Modulträger über eine Schnittstelle miteinander zu verbinden.
- Die Befestigungen der Lenksäule, der Pedallerie und/oder des oder der Modulträger kann durch Schweißverbindungen und/oder Klebeverbindungen und/oder andere Verbindungen erfolgen.
- Der Querträger ist vorzugsweise aus zwei Halbschalen gefertigt.
- Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung ist dadurch gekennzeichnet, daß der Querträger in Z-Richtung und/oder in Y-Richtung verschiebbar ist. Der Querträger kann während des Einbaus im Fahrzeug in Z-Richtung und/oder in Y-Richtung verschoben und danach endgültig fixiert werden. Dabei ist es vorteilhaft, wenn der Querträger in Y-Richtung und/oder in X-Richtung befestigbar, insbesondere verschraubbar, ist.
- Vorzugsweise sind Ausgleichselemente zum Toleranzausgleich vorgesehen.
- Nach einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung ist eine Luftführung mit dem Querträger verbunden. Die Luftführung liegt vorzugsweise in dem Querträger. Dies ist insbesondere dann von Vorteil, wenn der Querträger aus zwei Halbschalen gefertigt ist. Vorzugsweise ist die Luftführung mit dem Querträger verklebt.
- Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachstehend anhand der beigefügten Zeichnung im einzelnen erläutert. In der Zeichnung zeigt
-
1 einen Querträger in einer perspektivischen Ansicht, -
2 den Querträger gemäß1 einschließlich der Lenksäule und der Pedallerie, -
3 eine als Rohr ausgestaltete Verstärkung für den Querträger in einer perspektivischen Ansicht, -
4 die Verstärkung gemäß3 im teilweise montierten Zustand, -
5 die Verstärkung gemäß3 und4 mit weiteren Montageteilen, -
6 die Verbindung des Querträgers mit der A-Säule auf der Fahrerseite, -
7 die Verbindung des Querträgers mit der A-Säule auf der Beifahrerseite, -
8 die Verbindung der als Rohr ausgestalteten Verstärkung mit einer Halbschale des Querträgers, -
9 einen Querschnitt des aus zwei Halbschalen bestehenden Querträgers und -
10 eine in dem Querträger liegende Luftführung in einer perspektivischen Ansicht. - In
1 ist ein Querträger1 dargestellt. An diesem Querträger1 ist ein Halter2 befestigt, an den die Lenksäule, die Pedallerie und ein Modulträger befestigbar sind. Dementsprechend kann der Halter2 als integrierter Pedallerie- und Lenksäulen-Halter bezeichnet werden. Er ist mit mehreren Schrauben an dem Querträger1 befestigt und zusätzlich nach der Verschraubung verklebt. An dem Halter sind fer ner Preßbolzen zum Befestigen anderer Komponenten wie beispielsweise Sicherungskasten, ECU etc., vorhanden. - Der in
1 gezeigte Teilabschnitt ist in dieser Form vormontiert. - In
2 ist die Pedallerie4 und die Lenksäule5 über ein integrierendes Befestigungselement6 an dem Halter2 befestigt. - Der Querträger
1 besteht in der aus9 ersichtlichen Weise aus einer unteren Halbschale7 und einer oberen Halbschale8 , die an ihren einander zugewandten Enden Laschen aufweisen, die durch einen Klebstoff9 miteinander verklebt sind. - In den
3 bis5 ist eine als Rohr ausgebildete Verstärkung10 dargestellt. Die3 zeigt die vormontierte Einheit, bestehend aus der Verstärkung10 und zwei Haltern11 , mit denen diese Einheit in der aus4 ersichtlichen Weise mit dem Querträger1 verbunden werden kann. Ferner wird das Ende12 der Verstärkung10 mit dem Querträger1 verbunden, insbesondere verschraubt13 . Die5 zeigt die Anordnung mit dem Halter2 und dem integrierenden Befestigungselement6 . - Wie aus den
1 bis5 ersichtlich ist die als Rohr ausgestaltete Verstärkung10 ein durchgehendes Bauteil zwischen Tunnel14 und A-Säule15 . Das dem Ende12 gegenüberliegende Ende der Verstärkung10 ist eine Tunnelverstärkung. Das Ende12 der Verstärkung10 liegt im Bereich der Befestigungsvorrichtung für die A-Säule15 . Das Rohr der Verstärkung10 weist einen im wesentlichen runden Querschnitt auf. Die Verstärkung10 ist daraus durch Biegen oder Streckbiegen hergestellt. - Die
6 zeigt Montageelemente zum Befestigen des Querträgers1 an der A-Säule15 auf der Fahrerseite. Mit dem Querträger1 ist ein Winkel16 verbunden, an dem ein Toleranzausgleichselement17 vorgesehen ist, welches einen Toleranzausgleich in Y-Richtung ermöglicht. Der Querträger1 wird durch eine Schraubverbindung19 in X-Richtung mit der A-Säule15 verschraubt. Ferner besteht eine Ver schiebemöglichkeit in Z-Richtung. Nach der Verschiebung in Y-Richtung erfolgt eine Verschraubung in dieser Richtung. - Die
7 zeigt eine entsprechende Befestigung mit der A-Säule der Beifahrerseite, wobei entsprechende Bauteile mit entsprechenden Bezugszeichen versehen sind. - Die
8 zeigt die Verbindung einer als Rohr ausgestalteten Verstärkung20 auf der Beifahrerseite, die mit der unteren Halbschale7 des Querträgers1 verbunden ist. Das deformierte Ende der Verstärkung20 wird mit der oberen Halbschale8 verklebt. -
10 zeigt eine Luftführung21 , die mit dem Querträger1 verbunden ist. Die Luftführung21 liegt in dem Querträger1 . Sie ist mit den Halbschalen7 und8 des Querträgers1 verklebt. - Bei dem erläuterten Ausführungsbeispiel ist ein Halter vorhanden, der es ermöglicht, Pedallerie, Lenksäule und Modulträger über eine Schnittstelle (integrierendes Befestigungselement
6 ) miteinander zu verbinden. Der Halter kann als Gußteil (Al oder Mg oder St) oder als Schweißunterbaugruppe (Al oder St) oder als Hybrit ausgeführt sein. Die Verbindung zu den Anbauteilen kann über Schweißverbindungen, Klebeverbindungen oder andere Verbindungen erfolgen. - Als Verstärkungen
10 ,20 werden Rohre verwendet. Zur Versteifung auf der Fahrerseite wird ein durchgehendes Rohr10 zwischen Tunnel14 und A-Säule15 eingesetzt. Dadurch erhöht sich die Steifigkeit. Die Verstärkung ist als gebogenes Rohr oder Profil aus Al oder St oder einem sonstigen geeigneten Werkstoff ausgeführt . Als Fertigungsverfahren kommen Biegen oder Streckbiegen oder auch andere Fertigungsverfahren in Betracht. - Die dargestellte Art der Befestigung im Bereich der A-Säule ermöglicht es, das Modul während des Einbaus im Fahrzeug in Z-Richtung und Y-Richtung zu verschie ben und danach endgültig zu fixieren. Durch Ausgleichselemente ist eine Verschraubung in Y-Richtung und X-Richtung möglich. Hierdurch wird eine Versteifung und somit eine Verbesserung der Steifigkeit erreicht.
- Die Luftführung ist als Kunststoffkanal ausgestaltet. In Verbindung mit der Klebetechnologie ist es möglich, ohne eine Deformation des Kunststoffkanals die Teile zu fügen. Gleichzeitig kann durch zusätzliche Fügestellen die Gesamtstruktur versteift werden.
Claims (13)
- Querträger für ein Kraftfahrzeug mit einem Halter (
2 ) zum Befestigen der Lenksäule (5 ), der Pedallerie (4 ) und/oder anderer in diesem Bereich befindlicher Teile, gekennzeichnet durch eine Verstärkung (10 ,20 ), insbesondere auf der Fahrerseite, wobei die Verstärkung (10 ) als durchgehendes Bauteil bzw. Rohr zwischen Tunnel (14 ) und A-Säule (15 ) ausgeführt ist. - Querträger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstärkung (
10 ,20 ) als Rohr ausgestaltet ist. - Querträger nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstärkung (
10 ,20 ) durch Biegen oder Streckbiegen hergestellt ist. - Querträger nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstärkung (
10 ,20 ) als Gußteil oder als Schweißunterbaugruppe oder als Hybrid ausgeführt ist. - Querträger nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Halter (
2 ) die Lenksäule (5 ), die Pedallerie (4 ) und ein oder mehrere Modulträger befestigbar oder befestigt sind. - Querträger nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigung durch Schweißverbindungen und/oder Klebeverbindungen erfolgt.
- Querträger nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Querträger (
1 ) aus zwei Halbschalen (7 ,8 ) gefertigt ist. - Querträger nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Querträger (
1 ) in Z-Richtung und/oder in Y-Richtung verschiebbar ist. - Querträger nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Querträger (
1 ) in Y-Richtung und/oder in X-Richtung befestigbar, insbesondere verschraubbar, ist. - Querträger nach Anspruch 8 oder 9, gekennzeichnet durch Ausgleichselemente zum Toleranzausgleich.
- Querträger nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine Luftführung (
21 ) mit dem Querträger (1 ) verbunden ist. - Querträger nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Luftführung (
21 ) in dem Querträger (1 ) liegt. - Querträger nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Luftführung (
21 ) mit dem Querträger (1 ) verklebt ist.
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