Die Erfindung betrifft einen in einem Bohrloch eines Be
festigungsgrundes, beispielsweise Beton, Mauerwerk oder dgl.,
einzumörtelnden Halte- und Traganker mit einem aus dem Befe
stigungsgrund herausragenden Tragabschnitt zur Halterung
mindestens einer festzulegenden Platte oder dgl. entspre
chend den Merkmalen des Gattungsbegriffes des Anspruches 1.
Derartige Anker werden z. B. zur Befestigung von Verklei
dungsplatten an Fassaden verwendet, wozu in die Fassade -
dem Befestigungsgrund - Bohrlöcher eingebracht werden, in
die die Anker mit einem Befestigungsabschnitt eingemörtelt
werden. An dem aus dem Befestigungsgrund herausragenden
Tragabschnitt werden die Verkleidungsplatten - Naturstein
platten, Kunststoffplatten oder dgl. - aufgelagert.
Ein bekannter Anker dieser Art weist einen Längsabschnitt
aus einem S-Profil auf, das hochstegig eine sichere Bela
stungsaufnahme gewährleistet (vgl. Prospekt der Firma Kremo,
Krefeld). Der tragende Querschnitt, d. h. die in Richtung der
wirkenden Traglast in Projektion gesehene Tragfläche des
Längsabschnitts, die die Belastung über den Zementmörtel in
den Befestigungsgrund einleitet, ist relativ schmal. Ein An
ker mit einem zum Hochsteg des S-Profils horizontalen Trag
abschnitt eignet sich ausschließlich für den Einsatz in Ho
rizontalfugen der zu haltenden Platten, da bei einer Drehung
dieses Ankers um 90° zwar der Tragabschnitt zum Eingriff in
eine Vertikalfuge geeignet ist, nun aber das S-Profil nicht
mehr hochstegig belastet wird, da der Hochsteg horizontal
liegt; der horizontal liegende Hochsteg ist aber erheblich
belastungsschwächer. Es ist daher erforderlich, für Horizon
talfugen und Vertikalfugen unterschiedliche Anker bereitzu
halten, was Herstellungskosten und Lagerhaltung beträchtlich
erhöht.
Aus der DE-OS 35 56 493 ist ein Verankerungsbolzen zum Ein
setzen in eine Bohrung bekannt, der einen über die ganze
Bolzenlänge durchgehenden, zentralen oder ihn am Umfang um
schlingenden Kanal zum Einbringen von Klebstoff aufweist.
Der Kanal mündet am Ende des Verankerungsbolzens, so daß der
Klebstoff in der Nähe des Verankerungsgrundes aus dem Kanal
austreten kann und nun unter Preßdruck in dem Hohlraum zwi
schen Bohrungswand und Bolzenoberfläche zur Bohrlochöffnung
zurückströmen kann. Um eine optimale Benetzung der Bohr
lochwandung und des Bolzens sowie eine gute Durchmischung
des Klebstoffes mit Staub oder Bohrlochmehl zu erreichen und
um ferner Trennschichten zu vermeiden, sind auf der Ober
fläche des Bolzens Vorsprünge, beispielsweise in Schrauben
linienform, angeordnet, die als Schikanen bzw. Wirbelstege
für den zurück zur Bohrlochöffnung strömenden Kleber wirken
sollen.
Ausgehend von dem eingangs erwähnten gattungsgemäßen Stand
der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen
Halte- und Traganker anzugeben, der sowohl für Plattenver
tikal- als auch für Plattenhorizontalfugen ohne Einschrän
kung verwendbar und leicht einbaubar ist.
Diese Aufgabe wird bei einem Halte- und Traganker mit den
Merkmalen des Gattungsbegriffes durch die im kennzeichnenden
Teil des Anspruches 1 genannten Merkmale gelöst.
Der erfindungsgemäße Anker hat unabhängig von der Einbaulage
ein großes Widerstandsmoment und demgemäß eine hohe Tragfä
higkeit. Er kann leicht in seiner Lage unterschiedlichen
Bohrlochtiefen durch bloßes Ablängen eines entsprechenden
Rohrprofiles angepaßt werden. Der Anker ist einfach in
seinem konstruktiven Aufbau und billig als Massenartikel
herzustellen, da die in Längsrichtung liegenden Unebenheiten
des Rohrprofiles in einfacher Weise durch Verformungen des
Rohrmantels hergestellt werden können. Dadurch, daß das dem
Befestigungsgrund zugewandte Ende des Längsabschnittes als
Verdrängerteil für den im Bohrloch befindlichen Zementmörtel
bzw. Beton ausgebildet ist, derart, daß im hinteren Bereich
eine lückenlose Verfüllung des Spaltes zwischen dem Anker
und der Bohrlochwandung gegeben ist, wird der Zementmörtel
oder Beton vom Ende des Ankers zur Bohrlochwandung hin
verdrängt und damit verpreßt, wodurch eine hohe Festigkeit
gewährleistet ist. Bei symmetrischer Anordnung der Verfor
mungen hat der Traganker in jeder um 90° gedrehten Einbaula
ge seine volle Tragfähigkeit. Dies gilt insbesondere dann,
wenn die Verformungen außerhalb des Bereiches der Tragebene
(Y-Y) und der Horizontalebene (X-X) liegen; die Y-Y-Achsebe
ne und die X-X-Achsebene also frei von Verformungen gehalten
sind, da der Profildurchmesser des Rohrprofiles bei dieser
Ausführung nicht beeinträchtigt wird.
Ein und derselbe Traganker ist somit für Vertikal- wie auch
für Horizontalfugen einsetzbar, wobei die Einbaulage in der
Horizontal- und der Vertikalfuge auch um 180° gedreht sein
kann. Der Längsabschnitt kann auch noch vor Ort auf jede be
liebige Einbaulänge gekürzt werden.
Bei einer zweckmäßigen Ausführungsform ist zwischen dem
Längsabschnitt und dem Tragabschnitt ein konischer Übergang
vorgesehen, wodurch eine hohe Stabilität bei günstigem Wi
derstandsmoment gegeben ist. Dabei kann im Bedarfsfall der
Übergangsabschnitt mit Verstärkungsrippen versehen sein.
Eine weitere Möglichkeit besteht darin, im Tragabschnitt in
Längsrichtung des Ankers verlaufende, symmetrisch zur Trag
ebene Y-Y liegende Hohlrippen vorzusehen, die auch symme
trisch zur Horizontalebene ausgeformt sein können.
Die Aufsattelfläche des Längsabschnitts des Ankers, welche
die Belastung in den Befestigungsgrund einleitet, entspricht
der in Richtung der wirkenden Gewichtskraft gesehenen Pro
jektion des Rohrabschnittes. Sowohl das Widerstandsmoment
des vorzugsweise geschlossenen Rohrprofiles als auch dessen
Aufsattelfläche ist im Vergleich zu dem bekannten S-Profil
größer, so daß bei gleichen Belastungen der erfindungsgemäße
Traganker einfacher, kleiner und damit materialsparender
ausgebildet sein kann. Ein in seinen Abmessungen kleiner
ausgebildeter Halte- und Traganker benötigt auch kleinere
Bohrlöcher im Befestigungsgrund, so daß auch deren Befesti
gung vor Ort einfach und mit leichterem Werkzeug sowie mit
geringerer Menge an Zementmörtel durchgeführt werden kann.
Wird ein den Abmessungen eines bekannten S-Profils entspre
chend dimensionierter erfindungsgemäßer Anker verwendet,
kann der erfindungsgemäße Anker höheren Windkräften (Sog-
und Druckkräften sowie Biegebelastungen) standhalten, so daß
größere Sicherheitsreserven bei gleichen Bohrlochabmessungen
erzielbar sind.
In Weiterbildung der Erfindung sind die Verformungen in sich
etwa diametral gegenüberliegenden Umfangsabschnitten des
Rohrprofils angeordnet. Die Verformungen können auch symme
trisch zu einer Winkelhalbierenden des von den Ebenen einge
schlossenen Winkels liegen.
Die Verformungen selbst sind vorzugsweise Vertiefungen und/
oder Erhöhungen in der Rohrprofilwandung, so z. B. Dellen,
Zahnungen, Wellen, Noppen oder Warzen. Die Verformungen sind
vorteilhaft in Längsrichtung des Längsabschnitts hinterein
ander liegend vorgesehen; es kann auch eine Anordnung neben
einander zweckmäßig sein.
In bevorzugter Ausführung ist der Traganker aus einem ein
teiligen Rohrprofil geformt, dessen eines Ende derart ver
preßt wird, daß ein mit einem konischen Übergang an den
Längsabschnitt anschließender Tragabschnitt gebildet ist,
der in einer der Ebenen - vorzugsweise der Horizontalebene -
liegt. Die im Tragabschnitt in Längsrichtung eingeformten
Hohlrippen erhöhen sein Widerstandsmoment gegen Abknicken.
Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Unteran
sprüchen, erläutert durch Beschreibung und Zeichnungen, die
Ausführungsbeispiele der Erfindung zeigen und die nachfol
gend im einzelnen näher beschrieben sind. Es zeigen:
Fig. 1 eine perspektivische Darstellung des erfindungs
gemäßen Halte- und Tragankers in einem ersten
Ausführungsbeispiel,
Fig. 2 eine perspektivische Darstellung eines zweiten
Ausführungsbeispiels des Ankers,
Fig. 3 eine perspektivische Darstellung eines dritten
Ausführungsbeispiels des Ankers mit offenem Rohr
profil,
Fig. 4 eine perspektivische Darstellung eines weiteren
Ausführungsbeispiels des Ankers mit einer
Schraubhalterung,
Fig. 5 eine perspektivische Darstellung eines Ausfüh
rungsbeispiels mit zur Rohrachse abgekröpftem
Tragabschnitt,
Fig. 6 einen Schnitt längs der Linie A-A in Fig. 1,
Fig. 7 einen Schnitt längs der Linie B-B in Fig. 2,
Fig. 8 einen Schnitt längs der Linie C-C in Fig. 3,
Fig. 9 eine Frontansicht auf den in einer Plattenhori
zontalfuge liegenden Tragabschnitt eines Ankers
nach Fig. 3,
Fig. 10 eine Frontansicht auf den in einer Plattenverti
kalfuge liegenden Tragabschnitt eines Ankers nach
Fig. 2,
Fig. 11 eine perspektivische Ansicht eines im Befesti
gungsgrund eingemörtelten Ankers nach Fig. 1 mit
in einer Vertikalfuge der Platten liegendem Trag
abschnitt,
Fig. 12 eine perspektivische Ansicht eines im Befesti
gungsgrund eingemörtelten Ankers nach Fig. 1 mit
in einer Horizontalfuge der Platten liegendem
Tragabschnitt,
Fig. 13 eine perspektivische Ansicht eines Ankers nach
Fig. 4 mit einer die zu haltende Platte durch
setzenden Befestigungsschraube,
Fig. 14 eine Seitenansicht eines weiteren Ausführungsbei
spiels eines Ankers mit einer zur Horizontalebene
geneigt liegenden Aufsitzfläche des Tragab
schnitts und zwischen Aufsitzfläche und Platte
liegendem Ausgleichskeil,
Fig. 15 eine Draufsicht auf den Ausgleichskeil nach
Fig. 14,
Fig. 16 eine Draufsicht auf die Aufsitzfläche des Ankers
nach Fig. 14,
Fig. 17 eine Seitenansicht eines weiteren Ausführungsbei
spiels des erfindungsgemäßen Ankers mit einem den
Haltedorn bildenden, rechtwinklig abgewinkelten
Tragabschnittsende,
Fig. 18 ein der Fig. 17 ähnliches Ausführungsbeispiel des
Ankers mit einem abgekröpften, schräg aufwärts
gerichteten, dornbildenden Tragabschnittsende,
Fig. 19 eine Seitenansicht eines Halte- und Tragankers
mit an dessen vorderem Endabschnitt festgelegtem,
aus einem Winkeleisen gebildeten Tragabschnitt.
Die dargestellten Halte- und Traganker, im folgenden nur
Anker genannt, bestehen im wesentlichen aus einem vorderen
Tragabschnitt 2 mit einer Halterung 3 und einem in einem
Bohrloch 31 eines Befestigungsgrundes 30 (Fig. 12) einzu
mörtelnden Längsabschnitt 4. Der Längsabschnitt 4 und der
Tragabschnitt 2 des Ankers 1 sind durch einen konischen
Übergangsabschnitt 5 miteinander verbunden.
Der erfindungsgemäße Anker 1 ist aus einem geschlossenen
Rohrprofil, vorzugsweise einem Stahlrohrprofil, gebildet,
das beliebigen Querschnitt aufweisen kann. Bevorzugt wird
ein mehrkantiges, ovales, insbesondere im Querschnitt
kreisförmiges Rohrprofil verwendet. Die gezeigten Aus
führungsbeispiele gehen von einem kreisrunden Querschnitt
des Rohrprofils aus.
Ein derartiges abgelängtes Rohrprofil wird an einem Ende
radial derart zusammengepreßt, daß die in der Vertikal
ebene (Y-Y-Ebene) einander gegenüberliegenden Umfangs
abschnitte des Rohrprofils dicht aneinanderliegen und den
Tragabschnitt 2 bilden. Aufgrund des dicht verpreßten
Tragabschnitts 2 (Fig. 1) kann an diesem Ende des Rohr
profils kein Wasser in den Anker eindringen.
Im Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 weist der Tragabschnitt
2 eine obere Aufsitzfläche 6 für die zu haltende Platte P
(Fig. 12) auf, wobei im Tragabschnitt 2 lotrecht ein Halte
dorn 7 befestigt ist. Der Tragabschnitt liegt in der
X-X-Achsebene (Fig. 6) des Rohrprofils und weist eine quer
zur Längsmittelachse des Ankers 1 gemessene Breite auf, die
größer als der Durchmesser des Rohrprofils bzw. des Längs
abschnitts 4 ist. Der konisch ausgebildete Übergangsab
schnitt 5 zwischen dem Längsabschnitt 4 und dem Tragab
schnitt 2 gewährleistet einen fließenden, belastungsstarken
Übergang; der Übergangsabschnitt verläuft in der Y-Achse
des Rohrprofils konisch verjüngt von dem Durchmesser des
Längsabschnitts zur Dicke des Tragabschnitts 2, während er
sich in der X-Achse von dem Durchmesser des Längsabschnitts
4 auf die größere Breite des Tragabschnitts 2 konisch er
weitert. Eine derartige Ausbildung gewährleistet eine hohe
Stabilität gegen Zug-, Druck- und Biegekräfte.
Vorzugsweise weist der Tragabschnitt 2 (Fig. 1) nur eine
obere Aufsitzfläche 6 auf, während auf der anderen Breit
seite des Tragabschnitts 2 der Übergangsabschnitt 5 zur
vorderen Kante 21 des Tragabschnitts 2 konisch verjüngt
ausläuft, wodurch der Tragabschnitt 2 gegen Abknicken ver
stärkt ist. Zwecks Erhöhung der Steifigkeit kann der koni
sche Übergangsabschnitt 5 mit Verstärkungsrippen 5′ verse
hen sein. Mit der erfindungsgemäßen Ausbildung wird
zugleich erreicht, daß kleinere Querschnitte bei den Ankern
als bei bekannten Ankern verwendet werden können, wodurch
nicht nur Material eingespart, sondern auch die Herstellung
vereinfacht wird, beispielsweise dadurch, daß die Bohrungen
in dem Anker in einfacher Weise durch Stanzen und nicht
durch Bohren, was teurer ist, hergestellt werden können.
Das Rohrprofil des Längsabschnitts 4 weist über dessen
Länge hintereinanderliegende Unebenheiten, wie Verformungen
10 und/oder Erhöhungen in Form von Ansätzen, wie Warzen,
Noppen, Plättchen usw. auf. Im Ausführungsbeispiel sind als
Verformungen 10 Vertiefungen, nämlich Dellen, vorgesehen.
Vorteilhaft sind die Unebenheiten, also die Verformungen 10
und/oder erhabene Ansätze, symmetrisch zur Horizontalebene
X-X und/oder zur lotrechten Ebene Y-Y des Rohrprofiles an
geordnet.
Wie im Schnitt A-A (Fig. 6) herausgestellt, liegen die
Unebenheiten, nämlich die Verformungen 10 in Form von
Dellen, außerhalb der Achsebenen Y-Y bzw. X-X. Bezogen auf
den in Fig. 1 dargestellten Anker und der in Fig. 12 ge
zeigten Einbaulage ist mit Y-Y die lotrechte Tragebene
bezeichnet, während X-X die hierzu rechtwinklig liegende
Horizontalebene angibt. Beide Ebenen schneiden sich genau
auf der Längsmittelachse des Ankers bzw. Rohrprofils. Der
Tragabschnitt liegt in der Horizontalebene, auf der der
Haltedorn 7 lotrecht steht.
Bei dem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung sind
die Verformungen - vgl. Fig. 6 - außerhalb der Achsebenen
Y-Y bzw. X-X vorgesehen; sie sind in Fig. 6 etwa auf zwei
Uhr und sieben Uhr angeordnet. In dieser bevorzugten Aus
führungsform sind die Verformungen in sich etwa diametral
gegenüberliegenden Wandungsabschnitten des Rohrprofils als
Dellen ausgebildet. Dabei liegt jede Verformung bzw. Delle
10 symmetrisch zu einer Winkelhalbierenden 11 des zwischen
den Ebenen Y-Y bzw. X-X jeweils eingeschlossenen rechten
Winkels.
Neben den als Dellen 10 ausgebildeten Verformungen sind
grundsätzlich Erhebungen und/oder Vertiefungen als Ver
formungen geeignet. So sind Zahnungen, Wellungen, Noppen
oder Warzen, Plättchen zweckmäßige Ausbildungen. Sowohl
profilquerschnittsverändernde Verformungen wie in oder auf
die Profilwandungen ein- oder aufgearbeitete Verformungen
(ohne Änderung des Profilquerschnitts) sind vorteilhaft.
Das offene freie Ende 9 des Längsabschnitts 4 ist - vgl.
Fig. 1 - vorteilhaft durch Verformen verjüngt, damit der
Anker 1 leicht in ein mit Zementmörtel oder Beton gefülltes
Bohrloch 31 (vgl. Fig. 12) eingetrieben werden kann, wobei
der Zementmörtel oder Beton von dem verjüngten Ende 9 zur
Bohrlochwandung verpreßt wird. Die konische Verjüngung des
Endes 9 gewährleistet diesem eine hohe Festigkeit.
Vorteilhaft kann das verjüngte Ende 9 durch eine auf oder
in das Ende 9 des Längsabschnitts 4 geschobene, verjüngte
Kappe 8 gebildet sein. Die Kappe 8 bzw. das verjüngte Ende
ist vorteilhaft kegelig spitz zulaufend (Fig. 2), konisch
oder schneidenartig auslaufend (Fig. 1) ausgebildet. Auch
andere, eine Verdrängung des Zementmörtels bzw. Betons ge
währleistende Gestaltungen sind zweckmäßig.
Der erfindungsgemäße Anker nach Fig. 1 wird in ein mit
Zementmörtel oder Beton ausgefülltes Bohrloch 31 eines
Befestigungsgrundes 30 getrieben (Fig. 12), wobei das
verjüngte Ende 9 den Zementmörtel zur Bohrlochwandung
verdrängt und eine lückenlose Verfüllung des Spaltes
zwischen dem Anker und der Bohrlochwandung gewährleistet.
In der Einbaulage nach Fig. 12 ist der Anker 1 so ange
ordnet, daß der Tragabschnitt 2 in einer Horizontalfuge 32
zwischen zwei zu halternden Platten P 1 und P 2 eingreift und
die Tragseite 34 der Platte P 1 auf der zugewandten Auf
sitzfläche 6 des Tragabschnitts 2 aufliegt. Die Aufsitz
fläche 6 ist in Längsrichtung des Ankers 1 möglichst tief
ausgebildet, so daß deren innere Kante K 2 nahe dem Be
festigungsgrund 30 liegt. Auf diese Weise kann die innere
Kante K 1 der zu halternden Platte P 1 nahe am Befesti
gungsgrund gelagert werden, wodurch der wirksame Hebelarm
des aus dem Befestigungsgrund 30 herausragenden Anker
abschnitts und damit die Biegebelastung möglichst klein
gehalten werden kann. Auf diese Weise kann das Rohrprofil
entsprechend kleiner dimensioniert werden, wodurch sich
Materialeinsparungen ergeben. Es ist daher vorteilhaft, den
Abstand a zwischen den Kanten K 1 und K 2 zu minimieren.
Die auf der Aufsitzfläche 6 abgestützte Platte P 1 wird
durch den lotrechten Haltedorn 7, der in ein mit Mörtel
gefülltes Bohrloch in der Tragseite 34 der Platte P 1 ein
greift, in ihrer Lage gehalten. Auf der der Aufsitzfläche 6
gegenüberliegenden Seite des Tragabschnitts 2 greift der
Haltedorn 7 in die Halteseite 35 der darunter liegenden
Platte P 2 ein. Hierzu ist in der Halteseite 35 ein Bohrloch
vorgesehen, in das eine Kunststoffbuchse mittels Zement
mörtel eingesetzt ist. Der Haltedorn 7 greift axial mit
Spiel in die Kunststoffbuchse 36, so daß die mit geringem
Abstand zu Tragabschnitt 2 liegende Platte P 2 vertikale
Ausgleichsbewegungen aufgrund von Temperaturausdehnungen
ausführen kann.
Die erfindungsgemäße Ausbildung des Ankers 1 mit den im
Rohrprofil vorgesehenen Verformungen 10 gewährleistet einen
sicheren Sitz des eingemörtelten Ankers 1 im Bohrloch 31.
Der Anker kann hohe Zug- und Druckkräfte aufnehmen, da der
Mörtel bzw. Beton in die Vertiefungen 10 greift und einen
Formschluß herstellt. Die in der Tragebene Y-Y wirkende
Plattenlast wird über eine große Sattelfläche - die proji
zierte Rohrprofilfläche - in den Befestigungsgrund 30
eingeleitet, wobei aufgrund des in der Tragebene unver
formten Rohrprofils ein hohes Widerstandsmoment gegen
Knickbelastungen gegeben ist.
Aufgrund der Anordnung der Verformungen 10 außerhalb der
Bereiche der Achsebenen Y-Y bzw. X-X kann derselbe Anker 1
auch - wie in Fig. 11 dargestellt - zur Halterung von
Platten P 3, P 4 in Vertikalfugen 33 eingesetzt werden. Die
in Fig. 12 angegebene Horizontalebene X-X bildet nun die
lotrechte Tragebene, während die in Fig. 12 dargestellte
Tragebene Y-Y nunmehr eine Horizontalebene bildet. Aufgrund
der erfindungsgemäßen Ausgestaltung ist die Sattelfläche
des Ankers - die die Tragbelastung in dem Befestigungsgrund
einleitet - wiederum die projizierte Rohrprofilfläche, die
dieselbe Größe hat wie bei dem um 90° eingebauten Anker
nach Fig. 12. Da auch die Tragebene in Fig. 11 der unver
formte Rohrquerschnitt ist, ist die Tragbelastung des
Ankers genauso groß wie bei einem um 90° gedrehten Einbau
nach Fig. 12.
Der Tragabschnitt 2 greift in Fig. 11 mit seitlichem Spiel
in die Vertikalfuge 33, wobei der Haltedorn 7 beidseitig
des Tragabschnitts 2 mit axialem Spiel in Bohrungen der
Platten P 3, P 4 liegt.
Das Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 unterscheidet sich von
dem nach Fig. 1 in einer veränderten Ausbildung des Trag
abschnitts und einem durch eine spitzkeglige Kappe 8 ver
schlossenen Längsabschnitt 4.
Die Verformung des vorderen Rohrprofils zum Tragabschnitt 2
ist derart vorgesehen, daß beidseitig der Längsmittelachse
des Tragankers hohle Rippen 3 ausgebildet sind, zwischen
denen die Wandungen des Rohrprofils aneinanderliegen. Die
Hohlrippen sind - wie Fig. 7 zeigt - symmetrisch zur
Y-Y-Achsebene angeordnet und ferner symmetrisch zur
X-X-Achsebene ausgebildet. Sie dienen der Versteifung des
Tragabschnitts gegen Abknicken und setzen sich vorteilhaft
im konischen Übergangsabschnitt 5 fort. In der in Fig. 7
dargestellten Lage ruht die Platte nicht wie bei den Aus
führungsbeispielen der Fig. 1, 3 und 5 sowie 9 und 12
flächig, sondern wellenlinienförmig auf den parallel
liegenden Aufsitzlinien 6′, 6′.
Eine Einbaulage des Ankers 1 nach Fig. 2 ist in Fig. 10
dargestellt. Der Tragabschnitt 2 liegt in einer Vertikal
fuge 33 mit Spiel zwischen zwei Platten P, wobei jeder
Plattenrand mit geringem horizontalem Abstand zum Trag
abschnitt 2 bzw. dessen Versteifungsrippen 3 liegen. Der
Haltedorn 7 greift wieder seitlich in entsprechende Boh
rungen in den Platten P, wobei ein axiales Spiel zum
Ausgleich von Temperaturausdehnungen vorgesehen ist.
Im Ausführungsbeispiel des Ankers nach Fig. 3 ist das freie
Ende 9 des Längsabschnitts 4 offen gehalten. Der Tragab
schnitt 2 ist wiederum mit symmetrisch zur Y-Y-Achsebene
angeordneten Versteifungsrippen 3 ausgeformt. Auf der einen
Seite des Tragabschnitts 2 ist eine ebene Aufsitzfläche 6
gebildet, wozu die Hohlrippen ausschließlich auf der der
Aufsitzfläche abgewandten Seite des Tragabschnitts 2 aus
gebildet sind.
In Fig. 9 ist der Anker nach Fig. 3 in einer Einbaulage für
eine Horizontalfuge dargestellt. Die obere Platte P 1 liegt
mit ihrer Tragseite auf der Aufsitzfläche 6 auf und ist in
ihrer Lage durch einen in die Tragseite einragenden Dorn 7
gesichert. Die untere Platte P 2 liegt mit ihrer Halteseite
mit Abstand zum Tragabschnitt 2, wobei der Dorn 7 mit
axialem Spiel in eine Bohrung der Halteseite sichernd
eingreift.
Im Ausführungsbeispiel nach Fig. 4 - das bis auf den Trag
abschnitt dem nach Fig. 1 entspricht - ist der freie End
abschnitt 13 des Tragabschnitts 2 zu einem Befestigungs
flansch 12 abgewinkelt, in dem eine Befestigungsschraube 14
festlegbar ist. Der Befestigungsflansch 12 liegt - wie in
Fig. 13 gezeigt - mit einer vertikalen Anlagefläche 22 an
der Rückseite der zu halternden Platte P an. Die Befesti
gungsschraube 14 durchragt die Platte P und wird in den
Befestigungsflansch 12 eingeschraubt, bis die Platte
zwischen der vertikalen Anlagefläche 22 und dem Kopf der
Befestigungsschraube festgespannt ist.
Der Anker nach dem Ausführungsbeispiel in Fig. 5 weist
einen abgekröpften Tragabschnitt 2 auf, der parallel und
versetzt zur X-X-Achsebene liegt. Die Verlagerung des Trag
abschnitts 2 ist durch eine entsprechend abgekröpfte
Ausbildung des konischen Übergangsabschnitts 5 gewähr
leistet. Ein derartiger Anker 1 kann einerseits nach
träglich über einer schon gesetzten Platte im Befestigungs
grund eingebracht werden, da das einzubringende Bohrloch
oberhalb der bereits montierten Platte liegt. Der Anker ist
ferner für den unteren Abschluß einer Gebäudeverkleidung
einsetzbar, da das Bohrloch bzw. der Anker selbst durch die
anzuordnende Platte vollständig verdeckt wird.
Der Anker in der Ausführungsform nach den Fig. 14 bis 16
weist einen Tragabschnitt 2 auf, der symmetrisch zur
X-X-Achsebene und zur Y-Y-Achsebene ausgebildet ist.
Beidseitig des Tragabschnitts 2 sind Aufsitzflächen 6 aus
gebildet, die zur vorderen Kante 21 des Tragabschnitts 2
abfallen; die Aufsitzflächen 6 schließen mit der Hori
zontalebene X-X einen spitzen Winkel ein. Zwischen einer
Aufsitzfläche 6 und der aufsitzenden Platte P ist ein
Ausgleichskeil 15, vorzugsweise ein Kunststoffkeil, ange
ordnet, dessen Keilwinkel dem Neigungswinkel der Aufsitz
fläche 6 zur X-X-Achsebene entspricht. Die einander zuge
wandten Flächen von Ausgleichskeil 15 und Tragabschnitt 2
sind - zur Erhöhung des Reibkoeffizienten - aufgerauht,
vorzugsweise gezahnt ausgebildet. Der Ausgleichskeil ist -
nach Aufsetzen der Platte P - in Längsrichtung des Ankers 1
verschiebbar, so daß eine genaue Höhenpositionierung der
aufsitzenden Platte P eingestellt werden kann. Die auf
sitzende Platte P ist wiederum durch einen Haltedorn 7 in
ihrer Lage gesichert, wobei der Ausgleichskeil 15 einen
mittigen, zur Spitze des Keils offenen Schlitz 23 aufweist,
in dem der Haltedorn 7 liegt.
Im Ausführungsbeispiel nach Fig. 17 ist der freie Endab
schnitt 13 des Tragabschnitts 2 rechtwinklig abgebogen und
bildet einen vorzugsweise flächigen Haltedorn, der - wie im
Ausführungsbeispiel nach Fig. 12 - in eine Aufnahme in der
Tragseite einer zu haltenden Platte P eingreift.
Im Ausführungsbeispiel nach Fig. 18 ist der Tragabschnitt 2
unmittelbar am konischen Übergangsabschnitt 5 rechtwinklig
nach unten abgebogen, während der freie Endabschnitt 13 des
Tragabschnitts 2 wieder aufrecht nach oben - unter einem
Winkel von etwa 45° - verlaufend abgebogen ist. Diese Aus
führung eignet sich zum Eingriff in ein in der Rückseite
einer Platte P vorgesehenen, schräg nach innen und oben
verlaufenden Aufnahme 24, wobei die gesamte Verankerung der
Platte P von dieser vollständig verdeckt wird.
Der Halte- und Traganker im Ausführungsbeispiel nach Fig.
19 weist einen am Rohrprofil befestigten Tragabschnitt in
Form eines Winkeleisens 16 auf. Das eine Schenkelende 17
ist dabei an dem aus dem Befestigungsgrund herausragenden
Ende des Längsabschnitts festgelegt, während das andere
Schenkelende 18 einen lotrechten Haltedorn 7 trägt, der in
eine Aufnahme in der Tragseite der zu haltenden Platte P
eingreift.