DE3700212A1 - Verfahren und vorrichtung zum dosierten austragen eines viskosen mediums, insbesondere eines klebers - Google Patents
Verfahren und vorrichtung zum dosierten austragen eines viskosen mediums, insbesondere eines klebersInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum
dosierten Austragen eines viskosen oder flüssigen Mediums
mittels eines mit einer bestimmten Vorschubgeschwindigkeit
bewegten, ein Auslaßventil aufweisenden Spritzgerätes,
das von einem Dosiergerät mit einem in einen Zylinder
verschiebbaren Plunger gespeist wird.
Weiterhin betrifft die Erfindung eine Vorrichtung zum
dosierten Austragen eines viskosen Mediums, insbesondere
zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens,
bestehend aus einem Dosiergerät mit einem in einen
Zylinder verschiebbaren Plunger sowie einem mit dem
Dosiergerät verbundenen Spritzgerät mit einem Auslaß
ventil.
Derartige Vorrichtungen werden insbesondere dazu
verwendet, mittels eines beweglichen Roboterarmes auto
matisch Klebstoff in definierten Bahnen auf zu verkle
bende Teile dosiert aufzubringen. Hierzu weist das
Dosiergerät in der Regel einen hydraulisch angetrie
benen Plunger auf, der in einen mit dem dosiert auszu
tragenden Kleber gefüllten Zylinder verschoben wird
und den Kleber so durch Verdrängung herausdrückt. Da
bei wird der Hydraulikdruck auf einem bestimmten Wert
konstant gehalten, der an die Vorschubgeschwindigkeit
des Roboterarms, d. h. des an diesem angeordneten Spritz
gerätes, angepaßt ist. Dies ist jedoch insofern von
Nachteil, daß Systemänderungen, wie z. B. eine nicht
konstante Viskosität des Klebers, zu Unregelmäßigkei
ten der Austragsmenge/Zeit führen können, d. h. bei
steigender Viskosität wird die Kleberbahn dünner und
kann sogar durch Abriß Unterbrechungen aufweisen, und
bei sinkender Viskosität tritt zu viel Kleber aus.
Es wird folglich keine konstante Dosierung erzielt.
Weiterhin treten auch Schwierigkeiten in der Öffnungs
phase des Auslaßventils des Spritzgerätes auf. Der
Hydraulikdruck zum Antrieb des Plungers ist nämlich
auch in diesem Moment an eine konstante Vorschubge
schwindigkeit des Spritzgerätes angepaßt, die jedoch
in der Regel nicht mit der tatsächlichen Vorschubge
schwindigkeit übereinstimmt.
Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe
zugrunde, ein Verfahren der beschriebenen Art anzu
geben, das eine absolut konstante Dosierung des
Mediums unter allen Betriebsbedingungen gewährleistet.
Weiterhin soll eine Vorrichtung zur Durchführung des
erfindungsgemäßen Verfahrens angegeben werden, die
sich durch einfachen Aufbau sowie Störungsunanfälligkeit
auszeichnet.
Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß ein
der Vorschubgeschwindigkeit in Abhängigkeit von der
Austragsmenge/Zeit angepaßter Wert der Austragsge
schwindigkeit als Sollwert erzeugt wird und mit einem
der Verschiebegeschwindigkeit des Plungers entspre
chenden Istwert der Austragsgeschwindigkeit in einem
Vergleicher verglichen wird und der Ausgangswert des
Vergleichers die Verschiebegeschwindigkeit des Plungers
regelt. Durch diese erfindungsgemäße Regelung erfolgt
somit eine automatische Anpassung der Verschiebege
schwindigkeit des Plungers an die jeweils vorliegen
den Systemgrößen, wodurch eine konstante Dosierung
erreicht wird. Dabei ist es für die Öffnungsphase des
Auslaßventils besonders vorteilhaft, wenn vor dem Öff
nen des Auslaßventils ein der Vorschubgeschwindigkeit
in Abhängigkeit von der Austragsmenge/Zeit angepaßter
Wert des am Auslaßventil anstehenden Druckes des Mediums
als Sollwert erzeugt wird und mit dem tatsächlichen
am Auslaßventil vorhandenen Istwert des Druckes in
einem Vergleicher verglichen wird und der Ausgangswert
des Vergleichers den vom Plunger erzeugten Druck auf
das Medium regelt. Hierdurch ist auch zu Beginn des
Austragens unmittelbar die gewünschte Austragsmenge
gewährleistet.
Eine Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen
Verfahrens zeichnet sich dadurch aus, daß das Dosierge
rät einen den Verschiebeweg des Plungers erfassenden
Weggeber aufweist, der über ein Differenzierglied mit
einem Vergleicher verbunden ist, der über ein Proportional-
Regelventil den Druck bzw. die Ölmenge auf einen den Plunger
antreibenden Kolben regelt. Durch Anpassung des Druckes
bzw. der Ölmenge wird die Verschiebegeschwindigkeit des
Plungers konstant gehalten.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungsmerkmale der Erfin
dung sind in den Unteransprüchen enthalten.
Anhand der Zeichnungen soll im folgenden die Erfindung
beispielhaft näher erläutert werden. Dabei zeigen:
Fig. 1 einen Längsschnitt durch ein erfindungsge
mäßes Dosiergerät,
Fig. 2 eine vergrößerte Detailansicht des Bereichs
II gemäß Fig. 1,
Fig. 3 eine vergrößerte Detailansicht des Bereichs
III gemäß Fig. 1,
Fig. 4 eine vergrößerte Detailansicht des Bereichs
IV gemäß Fig. 1,
Fig. 5a eine vergrößerte Detailansicht des Bereichs
V gemäß Fig. 1,
Fig. 5b einen Schnitt längs der Linie C-C gemäß
Fig. 5a,
Fig. 6 einen Längsschnitt durch ein erfindungsge
mäßes Spritzgerät,
Fig. 7 einen Schnitt längs der Linie VII-VII
gemäß Fig. 6,
Fig. 8 einen Schnitt längs der Linie VIII-VIII
gemäß Fig. 6,
Fig. 9 und 10 Blockschaltbilder zur Erläuterung des er
findungsgemäßen Verfahrens.
Wie sich aus Fig. 1 ergibt, weist das erfindungsgemäße
Dosiergerät einen Zylinder 1 mit einer Zylinderbohrung 2
auf. An der Oberseite des Zylinders 1 ist eine Kolben
vorrichtung 3 angeflanscht, und an dem gegenüberliegen
den Ende des Zylinders 1 befindet sich eine Einlaßven
tilvorrichtung 4. Die Zylinderbohrung 2 dient zur Auf
nahme eines viskosen Mediums, insbesondere eines Kle
bers. Die Kolbenvorrichtung besteht aus einem Kolben
gehäuse 5, in dem ein Kolben 6 mit einem Plunger 7
verschiebbar geführt ist. Der Plunger 7 ist derart aus
gebildet, daß er in die Zylinderbohrung 2 eintaucht,
wenn der Kolben 6 in Richtung auf den Zylinder 1 ver
schoben wird. Dabei ist der Außendurchmesser des zylindri
schen Plungers 7 derart kleiner als der Innendurchmesser
der Zylinderbohrung 2, daß im eingetauchten Zustand des
Plungers 7 ein Ringspalt zwischen dem Plunger 7 und der
Wandung der Zylinderbohrung 2 vorhanden ist. In diesem
Ringspalt steigt das durch den Plunger verdrängte Material
nach oben. In dem am Zylinder 1 angrenzenden Ende des
Kolbengehäuses 5 ist ein Zentrierring 8 eingesetzt und
mit dem Kolbengehäuse 5 mittels nicht dargestellter
Schrauben verbunden. Dieser Zentrierring 8 besteht vor
zugsweise aus Bronze. Der Zentrierring 8 weist eine Füh
rungsbohrung 9 für den Plunger 7 auf. Innerhalb des Zen
trierrings 8 ist eine um den Plunger 7 herum verlaufende
Ringkammer 10 ausgebildet. Der Plunger 7 ist in bezug
auf den Kolbenhub des Kolben 6 derart dimensioniert,
daß er auch in der obersten Kolbenstellung, wenn der
Plunger 7 vollständig aus der Zylinderbohrung 2 heraus
gefahren ist, noch mit seinem freien Ende innerhalb des
Zentrierrings 8 geführt ist und bis in den Zylinderkopf
12 hineinragt. Durch die unterschiedliche Dimensionierung
des Durchmessers des Kolbens 6 und des Plungers 7 wird
eine Druckübersetzung aufgrund der unterschiedlich wirk
samen Flächen erreicht.
In der Kopffläche des Zylinderkopfes 12 ist ein Dicht
ring 13 in einer vorgeformten ringförmigen Ausnehmung 14
angeordnet, der eine Abdichtung des Spaltes zwischen
dem Zentrierring 8 und dem Zylinderkopf 12 bewirkt
sowie eine umfangsgemäße Abdichtung des Plungers 7.
Die Ausführung des Dichtrings 13 ist weiter unten in
bezug auf Fig. 2 beschrieben. Oberhalb der Ringkammer
10 ist innerhalb des Zentrierringes 8 eine Ringnut 15
mit einer Umfangsdichtung 16 ausgebildet, wie zu Fig. 4
näher beschrieben ist. Die Zylinderbohrung 2 weist un
mittelbar unterhalb des Zylinderkopfes 12 eine radiale
Auslaßbohrung 17 mit einem Anschluß für eine nicht dar
gestellte Leitung auf. Die Verbindung zwischen dem Zylin
der 1 und dem Kolbengehäuse 5 erfolgt über Schraubbolzen
18, die in einem äußeren Umfangsflansch 19 des Zylinder
kopfes 12 geführt sind und in eine auf der Außenseite
des Kolbengehäuses 5 auf ein Außengewinde 20 aufgeschraub
te Überwurfmutter 22 eingeschraubt werden.
Das Kolbengehäuse 5 ist an seiner dem Zentrierring 8
gegenüberliegenden Oberseite durch einen Gehäusedeckel
23 verschlossen, wobei zwischen dem Gehäusedeckel 23
und dem Kolben 6 in der in Fig. 1 gezeigten obersten
Kolbenstellung ein Druckraum 24 vorhanden ist, in den
über eine im Druckraum 24 mündende Zuleitungsbohrung
25 ein Druckmedium, insbesondere eine Hydraulikflüssig
keit eingeleitet wird. Die Zuleitungsbohrung 25 ist
an ein Proportional-Regelventil 26 angeschlossen, das
seinerseits mit dem Druckmittelanschluß verbunden ist.
Der Kolben 6 weist an seinem Umfang in einer Nut 27
einen Dichtungsring 28 auf, der weiter unten zu Fig.
3 näher beschrieben ist. Die Nut 27 ist an ihrer dem
Gehäusedeckel 23 zugekehrten Seite durch einen Kol
benring 29 verschlossen, der vorzugsweise aus Aluminium
besteht und zum Spannen des Dichtringes 28 dient. Der
Kolbenring 29 weist in seiner längs der Innenwandung
des Kolbengehäuses 5 gleitenden Umfangsfläche einen
Kolbenführungsring 30, vorzugsweise aus Polytetrafluor
äthylen auf. Der Kolbenring 29 ist mittels Schrauben
31 auf dem Kolben 6 befestigt. Auf dem Gehäusedeckel
23 ist ein Geber 32 befestigt, der mit einem Geber
rohr 33, einem sogenannten Anticorodal-Rohr, in eine
Innenbohrung 34 des Plungers 7 hineinragt. Bei dem
Geber 32 handelt es sich vorzugsweise um einen be
rührungslosen Wegaufnehmer, mit dem die Messung des
Weges in Abhängigkeit von der Zeit möglich ist. Der
Kolben 6 und das Kolbengehäuse 5 sind vorzugsweise
aus Stahl gefertigt und der Zylinder 1 vorzugsweise
aus Aluminium.
In dem Zentrierring 8 befindet sich eine Be- und Ent
lüftungsbohrung 35 zum Innenraum des Kolbengehäuses
5, die mit einem Luftfilter versehen sein kann. Zu
dem ist es möglich, über diese Belüftungsbohrung den
Innenraum im Falle von Leckagen zu entleeren. Die im
Zentrierring 8 befindliche Ringkammer 10 ist mit einem
Trennmittel gefüllt, wodurch verhindert wird, daß Luft
in den Innenraum des Zylinders 1 eindringen kann. Die
Ringkammer 10 ist über eine Füllbohrung 36 von außen
füllbar. Es kann auch noch eine zweite Anschlußbohrung
zur Ringkammer 10 vorgesehen sein, so daß dann das
Trennmittel umgepumpt werden kann, wodurch eine Kon
trolle der Dichtigkeit durchgeführt werden kann.
Darüber hinaus kann durch das Umpumpen des Trenn
mittels ein Kühleffekt erreicht werden.
Wie insbesondere aus Fig. 5 ersichtlich ist, wird die
Zylinderbohrung 2 von unten über eine radiale Zulei
tung 37 gefüllt. Dabei endet die Zuleitung 37 in
einer Bohrung 39 einer Abschlußbuchse 40, in der ein
Abdichtbolzen 41 der Einlaßventilvorrichtung 4 ver
schiebbar geführt ist. Die Bohrung 39 endet in einer
Ringstufe 42 der Zylinderbohrung 2. In diese Ring
stufe 42 paßt ein Ansatz 43 am freien Ende des
Plungers 7, so daß in der unteren Verschiebestellung
des Plungers der Ansatz 43 in die Ringstufe 42 ein
greift, wodurch das in der Ringstufe befindliche
Medium vollständig herausgedrückt wird. Die Ab
schlußbuchse 40 sitzt in einer Bohrung im Gehäusebo
den und ist umfangsgemäß abgedichtet. Diese Bohrung
im Gehäuseboden endet in der Ringstufe 42. Innerhalb
der Abschlußbuchse 40 befindet sich eine Ringkammer
44 zur Aufnahme eines Trennmittels. Die Ringkammer
44 ist über eine Eingangsbohrung 45 und eine Ausgangs
bohrung 46 zugänglich, die durch den Zylinderboden
und die Abschlußbuchse 40 verlaufen, so daß das Trenn
mittel umgepumpt werden kann. Die Abdichtung des Ab
dichtbolzens 41 erfolgt beidseitig der Ringkammer 44,
und zwar auf der der Zylinderbohrung zugekehrten Sei
te vorzugsweise durch eine federvorgespannte Lippen
dichtung 47, die zu Fig. 2 beschrieben, und auf der
gegenüberliegenden Seite vorzugsweise durch einen
Viton-O-Ring 48 (Viton ist ein elastischer Kunststoff
aus Vinylidenfluorid und Hexafluorpropylen). Inner
halb der Bohrung 39 ist eine abgeschrägte Ringfläche
49 ausgebildet, die mit der Umfangsfläche eines Konus
50 am freien Ende des Abdichtbolzens 41 einen Dicht
sitz bildet. Der Abdichtbolzen 41 ist einendig mit
einem Kolben 51 verbunden, der in einem Zylinderge
häuse 52 geführt ist. Das Zylindergehäuse 52 ist über
vier Halteschrauben 53 am Boden des Zylinders 1 be
festigt, so daß eine schnelle und leichte Montage und
Demontage der Einlaßventilvorrichtung möglich ist,
die vorzugsweise als 2/5-Wegeventil ausgebildet ist.
In Fig. 2 ist die vorgespannte Lippendichtung darge
stellt, wie sie beim Dichtungsring 13 und bei der Dich
tung 47 zum Einsatz kommt. Sie besteht aus einem im
Querschnitt etwa U-förmigen Dichtungsring 55, wobei
die freien Enden der senkrechten U-Schenkel 56 auf
einanderzu gerichtete Fortsätze 57 aufweisen. Zwischen
den U-Schenkeln ist ein Federelement 58 eingesetzt,
das die U-Schenkel auseinanderspreizt, so daß eine
Anlage gegen den Plunger 7 bzw. den Abdichtbolzen 41 erfolgt.
Der Dichtungsring 55 ist derart angeordnet, daß die senkrechten
U-Schenkel 56 etwa parallel zur Längsachse des Zylinders 1 verlau
fen. Als Material für den Dichtungsring 55 wird vorzugswei
se Polytetrafluoräthylen verwendet.
In Fig. 3 ist der Aufbau des Dichtungsrings 28 gezeigt.
Dieser besteht aus einem im Querschnitt U-förmigen
Dichtring 60, vorzugsweise aus Polytetrafluoräthylen,
dessen senkrechte U-Schenkel 61 horizontal, d. h. etwa
senkrecht zur Zylinderlängsachse verlaufen. In die von den U-Schen
keln gebildete Kammer ist ein sogenannter Quat-Ring 62 eingelagert.
Der Dichtring 60 wird von einem O-Ring 63 umfaßt, der
zur Erzeugung einer Vorspannung dient.
Fig. 4 zeigt den Aufbau der Umfangsdichtung 16. Diese
besteht aus einem innenliegenden Abstreifring 64, vorzugs
weise aus Polytetrafluoräthylen, mit einer inneren Ab
streifkante 65, die das Ende eines in Richtung auf
den Zylinder 1 ansteigenden Konusabschnitts ist, und
aus einem außenliegenden O-Ring 66 zum Erzeugen einer
radialen Vorspannung.
Mit der Auslaßbohrung 17 des Zylinders 1 ist über eine
nicht dargestellte Leitung ein Spritzgerät 70, siehe
Fig. 6, verbunden. Dieses Spritzgerät 70 besteht aus
einem Kolbengehäuse 71, in dem ein Kolben 72, und zwar
in einem Druckraum 73, verschiebbar geführt ist. An
dem Kolben 72 ist ein Ventilstößel 74 befestigt, der
in einer Zwischenwand 75 im Kolbengehäuse 71 geführt
ist und durch diese verläuft. Im Bereich der Zwischen
wand 75 ist der Ventilstößel zylinderförmig ausgebildet.
An den Zylinderabschnitt 76 des Stößels 74 schließt
sich ein verjüngter Stößelabschnitt 77 an. Am freien
Ende dieses Abschnitts 77 sitzt ein Ventilkopf 78 mit
einem kegelstumpfförmigen Abschnitt 79, der als Dicht
fläche ausgebildet ist. Dabei ist der Verlauf des ke
gelstumpfförmigen Abschnitts derart, daß sich sein
Durchmesser, ausgehend vom Abschnitt 77, vergrößert.
An den kegelstumpfförmigen Abschnitt 79 schließt sich
ein zu einer Spitze verjüngender Abschnitt 80 an. Wie
sich aus Fig. 6 in Kombination mit Fig. 8 ergibt,
wird der Druckraum 73 einerseits durch die Bohrung
81 und andererseits durch die Einlaßbohrung 82 wechsel
weise mit einem Druckmedium, insbesondere mit Druck
luft, beaufschlagt, wodurch der Kolben 72 und damit der
Stößel 74 hin und her verschoben werden. Unterhalb der
Zwischenwand 75 in Richtung auf den Ventilkopf 78
befindet sich im Gehäuse 71 eine Kammer 83, die über eine Einlaß
bohrung 84 mit der an dem Auslaß 17 des Zylinders 1 angeschlossenen
Verbindungsleitung verbunden ist. Der kegelstumpf
förmige Abschnitt 79 wirkt mit einer im Gehäuse 71
ausgebildeten Dichtfläche 85 zusammen. Dabei erfolgt
der Übergang von der Kammer 83 zur Dichtfläche 85 in
einem kegelstumpfförmigen Abschnitt 85 a, dessen Durch
messer sich in Richtung auf den Ventilkopf 78 ver
ringert. Die in der Kammer 83 druckbeaufschlag
te Fläche des Abschnitts 79 des Ventilkopfes 78 ist
derart bemessen, daß sie etwa gleich groß ist mit der
am Übergang zwischen dem Zylinderabschnitt 76 und
dem verjüngten Abschnitt 77 vorhandenen Ringfläche
86, so daß die wirksamen Druckflächen etwa gleich
groß sind, so daß sich die auf sie wirkenden Innen
drücke etwa aufheben, so daß damit von dem Kolben 72
nur noch die Stellkräfte aufzubringen sind. Im Innern
der Kammer 83 erfolgt somit quasi ein Druckausgleich.
In der Zwischenwand 75 ist eine den Zylinderabschnitt
76 umgebende Ringkammer 87 ausgebildet, in die zwei
Mittelbohrungen 88, 89 münden, siehe Fig. 8. Durch
diese Bohrungen 88, 89 kann Trennmittel in die Ring
kammer 87 eingeleitet werden, so daß verhindert wird,
daß Luft in die Kammer 83 eindringen kann. Hierzu ist
zusätzlich beidseitig der Ringkammer 87 eine Abdich
tung des Zylinderabschnitts 76 vorgesehen, wobei die
untere Abdichtung 90, die der Kammer 83 zugekehrt ist,
aus einer vorgespannten Lippendichtung, wie in Fig.
2 dargestellt ist, besteht. Die dem Kolben 72 zuge
kehrte Abdichtung 91 entspricht der Ausführungsform,
wie in Fig. 4 dargestellt. Wie aus Fig. 7 zu erkennen
ist, endet in der Kammer 83 eine weitere Bohrung 92,
in die ein Druckgeber, der nicht dargestellt ist, ein
gesetzt ist. Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung
des Spritzgerätes ergibt sich eine leichte Bauweise,
wobei das erfindungsgemäße Spritzgerät schnell an
steuerbar ist, da von dem Kolben lediglich die Ver
stellkräfte aufgebracht werden müssen und insgesamt
auch nur geringe Massekräfte wirken.
Im folgenden soll das erfindungsgemäße Verfahren anhand
der Fig. 9 und 10 erläutert werden.
Fig. 9 zeigt die erfindungsgemäße Regelung während
des Austragens des Mediums, d. h. bei geöffnetem Aus
laßventil des Spritzgerätes. In diesem Fall werden
über den Weggeber 32 dem Weg s des Plungers 7 entspre
chende Signale erzeugt, die in einem Differenzierer 101
durch Differenzierung über die Zeit t in der Verschie
begeschwindigkeit v des Plungers 7 entsprechende Signale
umgeformt werden. Diese Signale werden in einem Umsetzer
102 in Signale umgeformt, die der Austragsgeschwindigkeit
des Mediums entsprechen und als Istwert einem Verglei
cher 103 zugeführt werden. Von einem Sollwertgeber
104 werden Sollwert-Signale erzeugt, die der Vorschub
geschwindigkeit des Spritzgerätes in Abhängigkeit von
der Austragsmenge/Zeit entsprechen. Ein Umsetzer 105
formt diese Signale in der Soll-Austragsgeschwindigkeit
des Mediums entsprechende Signale um, die dem Vergleicher
103 zugeführt werden. Der Vergleicher 103 vergleicht
die Ist- und Sollwerte der Austragsgeschwindigkeit
miteinander und erzeugt Ausgangssignale, die über das
Proportional-Regelventil 26 die Verschiebegeschwindig
keit des Plungers 7 regeln. Damit erfolgt stets eine
automatische Anpassung des Istwertes an den Sollwert
der Austragsgeschwindigkeit des Mediums, was eine
absolut konstante Austragsmenge gewährleistet.
Da bei geschlossenem Auslaßventil keine Verschiebung,
d. h. Wegänderung des Plungers auftreten kann, ist
für diesen Zustand eine in Fig. 10 dargestellte Druck
regelung vorgesehen. Dabei wird ein der Vorschubge
schwindigkeit des Spritzgerätes in Abhängigkeit von
der Austragsmenge/Zeit angepaßter Wert des am Aus
laßventil anstehenden Druckes des Mediums mittels eines
Sollwertgebers 104 a als Sollwert erzeugt und mit dem
tatsächlichen, mittels des Druckgebers 106 aufgenomme
nen, am Auslaßventil des Spritzgerätes 70 vorhandenen
Istwert des Druckes in dem Vergleicher 103 a verglichen.
Der Ausgangswert des Vergleichers 103 a regelt über
das Proportional-Regelventil 26 den vom Plunger 7 er
zeugten Druck auf das Medium. Hierdurch tritt bereits
im Öffnungsmoment des Auslaßventils eine exakt dosierte
und an die Vorschubgeschwindigkeit angepaßte Menge
des Mediums aus dem Spritzgerät aus.
Zweckmäßigerweise wird beim Öffnen des Auslaßventils
die Druckregelung gemäß Fig. 10 abgeschaltet und die
Weg- bzw. Geschwindigkeitsregelung gemäß Fig. 9 ein
geschaltet (beim Schließen des Auslaßventils entspre
chend umgekehrt). Dies kann zum Beispiel durch einen
mit dem Auslaßventil zusammenwirkenden Umschalter (nicht
dargestellt) erfolgen.
Die Erfindung ist nicht auf die in der Zeichnung darge
stellten Ausführungsbeispiele beschränkt, sondern um
faßt auch alle im Sinne der Erfindung gleichwirkenden
Merkmale. Insbesondere kann anstelle der räumlich
getrennten und über eine Leitung miteinander verbundenen
Dosier- und Spritzgeräte auch eine kompakte Baueinheit
vorgesehen sein.
Claims (40)
1. Verfahren zum dosierten Austragen eines viskosen
oder flüssigen Mediums mittels eines mit einer bestimm
ten Vorschubgeschwindigkeit bewegten, ein Auslaßventil
aufweisenden Spritzgerätes, das von einem Dosiergerät
mit einem in einen Zylinder verschiebbaren Plunger
gespeist wird,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein der Vorschubgeschwindigkeit in Abhängigkeit
von der Austragsmenge/Zeit angepaßter Wert der Aus
tragsgeschwindigkeit als Sollwert erzeugt wird und
mit einem der Verschiebegeschwindigkeit des Plungers
entsprechenden Istwert der Austragsgeschwindigkeit
in einem Vergleicher verglichen wird und der Ausgangs
wert des Vergleichers die Verschiebegeschwindigkeit
des Plungers regelt.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Verschiebegeschwindigkeit des Plungers durch
Differenzieren des Verschiebeweges des Plungers
über die Zeit in einem Differenzierer erhalten wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß vor dem Öffnen des Auslaßventils ein der Vor
schubgeschwindigkeit in Abhängigkeit von der Aus
tragsmenge/Zeit angepaßter Wert des am Auslaßventil
anstehenden Druckes des Mediums als Sollwert erzeugt
wird und mit dem tatsächlichen am Auslaßventil vor
handenen Istwert des Druckes in einem Vergleicher
verglichen wird und der Ausgangswert des Vergleichers
den vom Plunger erzeugten Druck auf das Medium regelt.
4. Verfahren nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß beim Öffnen des Auslaßventils die Druckregelung
abgeschaltet wird.
5. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche
1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Regelung der Verschiebegeschwindigkeit bzw.
des Druckes mit einem Proportional-Regelventil er
folgt.
6. Vorrichtung zum dosierten Austragen eines viskosen oder
flüssigen Mediums, insbesondere zur Durchführung des
Verfahrens nach einem oder mehreren der Ansprüche 1
bis 5, bestehend aus einem Dosiergerät mit einem
in einen Zylinder verschiebbaren Plunger sowie
einem mit dem Dosiergerät verbundenen Spritzgerät
mit einem Auslaßventil,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Dosiergerät einen den Verschiebeweg des
Plungers (7) erfassenden Weggeber (32) aufweist,
der über einen Differenzierer (101) mit einem Ver
gleicher (103) verbunden ist, der aufgrund eines
Vergleichs mit einem Sollwert über ein Proportional-
Regelventil (26) den Druck auf einen den Plunger
(7) antreibenden Kolben (6) regelt.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Dosiergerät einen Zylinder (1) mit einer
Zylinderbohrung (2) zur Aufnahme des viskosen Me
diums aufweist, wobei an der Oberseite des Zylin
ders (1) eine Kolbenvorrichtung (3) mit einem Kol
bengehäuse (5) angeflanscht ist, in dem ein Kol
ben (6) mit dem daran befestigten und in den Zylin
der (1) verschiebbaren Plunger (7) geführt ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Plunger (7) zylindrisch mit einem derart
kleineren Außendurchmesser als der Innendurchmesser
der Zylinderbohrung (2) ausgebildet ist, daß in
der in den Zylinder (1) verschobenen Stellung des
Plungers (7) zwischen diesem und der Wandung der
Zylinderbohrung (2) ein Ringspalt ausgebildet ist.
9. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche
6 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß in dem an den Zylinder (1) angrenzenden Ende
des Kolbengehäuses (5) ein Zentrierring (8), vorzugs
weise aus Bronze, eingesetzt ist, der eine zentri
sche Führungsbohrung (9) für den Plunger (7) aufweist
und vorzugsweise mit dem Kolbengehäuse (5) ver
schraubt ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß innerhalb des Zentrierringes (8) eine den Plun
ger (7) umschließende Ringkammer (10) zur Aufnahme
eines Trennmittels ausgebildet ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß in die Ringkammer (10) mindestens eine nach außen
führende Bohrung (36) mündet.
12. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche
9 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Plunger (7) in bezug auf den Kolbenhub des
Kolbens (6) derart dimensioniert ist, daß er auch
in der obersten Kolbenstellung, d. h. wenn der Plun
ger (7) vollständig aus der Zylinderbohrung (2) heraus
verschoben ist, noch mit seinem freien Ende innerhalb
des Zentrierringes (8) geführt ist und bis in den
Zylinderkopf (12) hineinragt.
13. Vorrichtung nach einem oder mehreren der An
sprüche 7 bis 12,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Kolben (6) und der Plunger (7) unterschied
liche oder gleiche Querschnittsflächen aufweisen.
14. Vorrichtung nach einem oder mehreren der An
sprüche 7 bis 13,
dadurch gekennzeichnet,
daß zur Abdichtung des Spaltes zwischen dem
Zentrierring (8) und dem Zylinderkopf (12) so
wie zur umfangsgemäßen Abdichtung des Plungers
(7) in der Kopffläche des Zylinderkopfes (12)
ein Dichtring (13) in einer unterhalb der Ring
kammer (19) vorgeformten ringförmigen Ausnehmung
angeordnet ist.
15. Vorrichtung nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Dichtungsring (13) als vorgespannte Lippen
dichtung ausgebildet ist, die aus einem im Quer
schnitt etwa U-förmigen Dichtungsring (55) besteht,
wobei die freien Enden der senkrechten U-Schenkel
(56) aufeinanderzu gerichtete Fortsätze (57) auf
weisen, zwischen den U-Schenkeln ein diese auseinan
derspreizendes Federelement (58) eingesetzt ist und
der Dichtungsring (55) derart angeordnet ist, daß
die senkrechten U-Schenkel (56) etwa parallel zur
Längsachse des Zylinders (1) verlaufen.
16. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche
7 bis 15,
dadurch gekennzeichnet,
daß oberhalb der Ringkammer (10) innerhalb des
Zentrierringes (8) eine Ringnut (15) ausgebildet
ist, in der eine den Plunger (7) umschließende
Umfangsdichtung (16) angeordnet ist.
17. Vorrichtung nach Anspruch 16,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Umfangsdichtung (16) aus einem innenliegenden
Abstreifring (64) mit einer vom Ende eines in Rich
tung auf den Zylinder (1) ansteigenden Konusabschnittes
gebildeten inneren Abstreifkante (65) sowie aus einem
außenliegenden O-Ring (66) zum Erzeugen einer radialen
Vorspannung besteht.
18. Vorrichtung nach einem oder mehreren der
Ansprüche 7 bis 17,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Zylinderbohrung (2) unmittelbar unterhalb
des Zylinderkopfes (12) eine radiale Auslaßbohrung
(17) vorzugsweise mit einem Anschluß für eine Lei
tung aufweist.
19. Vorrichtung nach einem oder mehreren der
Ansprüche 7 bis 18,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Zylinder (1) mit dem Kolbengehäuse (5) über
Schraubbolzen (18) verbunden ist, die in einem äuße
ren Umfangsflansch (19) des Zylinderkopfes (12)
geführt und in eine auf der Außenseite des Kolben
gehäuses (5) auf ein Außengewinde (12) aufgeschraub
te Überwurfmutter (22) eingeschraubt sind.
20. Vorrichtung nach einem oder mehreren der
Ansprüche 7 bis 19,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Kolbengehäuse (5) an seiner dem Zentrier
ring (8) gegenüberliegenden Oberseite durch einen
Gehäusedeckel (23) verschlossen ist, wobei zwi
schen dem Gehäusedeckel (23) und dem Kolben (6)
in dessen oberster Kolbenstellung ein Druckraum
(24) vorhanden ist, in den über eine im Druck
raum (24) mündende Zuleitungsbohrung (25) ein
Druckmedium, insbesondere eine Hydraulikflüssig
keit eingeleitet wird.
21. Vorrichtung nach Anspruch 20,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Zuleitungsbohrung (25) an ein Proportional-
Regelventil (26) angeschlossen ist, das seinerseits
mit dem Druckmittelanschluß verbunden ist.
22. Vorrichtung nach einem oder mehreren
der Ansprüche 7 bis 21,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Kolben (6) an seinem Umfang in einer Nut
(27) einen Dichtungsring (28) aufweist, der vor
zugsweise aus einem im Querschnitt U-förmigen
Dichtring (60) besteht, dessen senkrechte U-Schen
kel (61) horizontal, d. h. etwa senkrecht zur
Zylinderlängsachse verlaufen, wobei in die von
den U-Schenkeln (61) gebildete Kammer ein soge
nannter Quat-Ring (62) eingelagert ist und der
Dichtring (60) von einem O-Ring (63) zur Erzeugung
einer Vorspannung umfaßt ist.
23. Vorrichtung nach Anspruch 22,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Nut (27) des Kolbens (6) an ihrer dem
Gehäusedeckel (23) zugekehrten Seite durch einen
zum Spannen des Dichtringes (28) dienenden Kolben
ring (29) verschlossen ist, wobei der Kolbenring
(29) mittels Schrauben (31) an dem Kolben (6) be
festigt ist und in seiner längs der Innenwandung
des Kolbengehäuses (5) gleitenden Umfangsfläche
einen Kolbenführungsring (30) aufweist.
24. Vorrichtung nach einem oder mehreren der
Ansprüche 6 bis 23,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Weggeber (32) als berührungsloser Weg
aufnehmer ausgebildet ist, der mit einem Geber
rohr (33) in eine Innenbohrung (34) des Plungers
(7) hineinragt.
25. Vorrichtung nach einem oder mehreren der
Ansprüche 7 bis 24,
dadurch gekennzeichnet,
daß in dem Zentrierring (8) eine Be- und Ent
lüftungsbohrung (35) zum Innenraum des Kolben
gehäuses (5) angeordnet ist, die vorzugsweise mit
einem Luftfilter versehen ist.
26. Vorrichtung nach einem oder mehreren der
Ansprüche 7 bis 25,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Zylinder (1) an seinem unteren, dem Kol
bengehäuse (5) abgekehrten Ende eine radiale Zulei
tungsbohrung (37) aufweist, die in einer axialen
Bohrung (39) einer Abschlußbuchse (40) mündet,
in der ein Abdichtbolzen (41) einer Einlaß
ventilvorrichtung (4) verschiebbar geführt
ist.
27. Vorrichtung nach einem oder mehreren der
Ansprüche 7 bis 26,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Bohrung (39) in einer Ringstufe (42) der
Zylinderbohrung (2) endet, in die ein Ansatz (43)
am freien Ende des Plungers (7) in dessen unterer
Verschiebestellung eingreift.
28. Vorrichtung nach Anspruch 26 oder 27,
dadurch gekennzeichnet,
daß innerhalb der Abschlußbuchse (40) eine den
Abdichtbolzen (41) umschließende Ringkammer (44)
zur Aufnahme eines Trennmittels angeordnet ist,
wobei die Ringkammer (44) vorzugsweise über eine
Eingangsbohrung (45) und eine Ausgangsbohrung
(46) zugänglich ist, die durch den Zylinderboden
und die Abschlußbuchse (40) verlaufen.
29. Vorrichtung nach einem oder mehreren
der Ansprüche 26 bis 28,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Abdichtbolzen (41) beidseitig der Ring
kammer (44) mittels Dichtringen abgedichtet ist,
wobei der auf der der Zylinderbohrung (2) zugekehr
ten Seite angeordnete Dichtring vorzugsweise als
analog zu dem Dichtungsring (13) ausgebildete
Lippendichtung (47) und der auf der gegenüberlie
genden Seite angeordnete Dichtring vorzugsweise
als Viton-O-Ring (48) ausgebildet ist.
30. Vorrichtung nach einem oder mehreren
der Ansprüche 26 bis 29,
dadurch gekennzeichnet,
daß innerhalb der Bohrung (3) eine abgeschrägte
Ringfläche (49) ausgebildet ist, die mit der
Umfangsfläche eines Konus (50) am freien Ende des
Abdichtbolzens (41) einen Dichtsitz bildet.
31. Vorrichtung nach einem oder mehreren der
Ansprüche 26 bis 30,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Abdichtbolzen (41) einendig mit einem
Kolben (51) verbunden ist, der in einem Zylinder
gehäuse (52) geführt ist, das vorzugsweise über
Halteschrauben (53) am Boden des Zylinders (1)
befestigt ist.
32. Vorrichtung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Spritzgerät (70) aus einem Kolbenge
häuse (71) besteht, in dem in einem Druckraum
(73) ein Kolben (72) verschiebbar geführt ist,
wobei an dem Kolben (72) ein Ventilstößel (74)
befestigt ist, der in einer Zwischenwand (75)
im Kolbengehäuse (71) geführt ist und durch die
se hindurch verläuft.
33. Vorrichtung nach Anspruch 32,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Ventilstößel (74) im Bereich der Zwischen
wand (75) zylinderförmig ausgebildet ist, daß
sich an diesen Zylinderabschnitt (76) ein verjüng
ter Stößelabschnitt (77) anschließt und daß am
freien Ende dieses Abschnitts (77) ein Ventilkopf (78)
sitzt, der einen sich ausgehend vom Abschnitt
(77) im Durchmesser vergrößernden kegelstumpf
förmigen Abschnitt (79) aufweist, an den sich
ein zu einer Spitze verjüngender Abschnitt (80)
anschließt.
34. Vorrichtung nach Anspruch 32 oder 33,
dadurch gekennzeichnet,
daß in den Druckraum (73) Bohrungen (81, 82)
zum wechselweisen Beaufschlagen des Kolbens (72)
mit einem Druckmedium, insbesondere mit Druckluft,
münden.
35. Vorrichtung nach einem oder mehreren der
Ansprüche 32 bis 34,
dadurch gekennzeichnet,
daß unterhalb der Zwischenwand (75) in Richtung
auf den Ventilkopf (78) im Gehäuse (71) eine
Kammer (83) angeordnet ist, die über eine Ein
laßbohrung (84) mit dem Auslaß (17) des Zylinders
(1) verbunden ist.
36. Vorrichtung nach einem oder mehreren der
Ansprüche 32 bis 35,
dadurch gekennzeichnet,
daß der kegelstumpfförmige Abschnitt (79) des
Ventilkopfes (78) mit einer im Gehäuse (71)
ausgebildeten Dichtfläche (85) zusammenwirkt,
wobei vorzugsweise der Übergang von der Kammer
(83) zur Dichtfläche (85) in einem kegelstumpf
förmigen Abschnitt (85 a) erfolgt, dessen Durch
messer sich in Richtung auf den Ventilkopf (78)
verringert.
37. Vorrichtung nach einem oder mehreren
der Ansprüche 32 bis 36,
dadurch gekennzeichnet,
daß die in der Kammer (83) druckbeaufschlagte
Fläche des Abschnittes (79) des Ventilkopfes (78)
etwa gleich der am Übergang zwischen dem Zylinder
abschnitt (76) und dem verjüngten Abschnitt (77)
vorhandenen Ringfläche (86) ist.
38. Vorrichtung nach einem oder mehreren
der Ansprüche 32 bis 37,
dadurch gekennzeichnet,
daß in der Zwischenwand (75) eine den Zylinder
abschnitt (76) des Ventilstößels (74) umgebende
Ringkammer (87) zur Aufnahme eines Trennmittels
ausgebildet ist, wobei in die Ringkammer (87)
vorzugsweise zwei Bohrungen (88, 89) von außen
münden.
39. Vorrichtung nach Anspruch 38,
dadurch gekennzeichnet,
daß beidseitig der Ringkammer (87) jeweils eine
Abdichtung des Zylinderabschnittes (76) vorge
sehen ist, wobei die der Kammer (83) zugekehrte
untere Abdichtung (90) vorzugsweise aus einer
analog zum Dichtungsring (13) ausgebildeten
Lippendichtung besteht, und die dem Kolben (72)
zugekehrte Abdichtung (91) vorzugsweise analog
zu der Umfangsdichtung (16) ausgebildet ist.
40. Vorrichtung nach einem oder mehreren der
Ansprüche 32 bis 39,
dadurch gekennzeichnet,
daß in die Kammer (83) eine Bohrung (92) mündet,
in die ein Druckgeber einsetzbar ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19873700212 DE3700212A1 (de) | 1987-01-07 | 1987-01-07 | Verfahren und vorrichtung zum dosierten austragen eines viskosen mediums, insbesondere eines klebers |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19873700212 DE3700212A1 (de) | 1987-01-07 | 1987-01-07 | Verfahren und vorrichtung zum dosierten austragen eines viskosen mediums, insbesondere eines klebers |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3700212A1 true DE3700212A1 (de) | 1988-07-21 |
| DE3700212C2 DE3700212C2 (de) | 1992-05-27 |
Family
ID=6318485
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19873700212 Granted DE3700212A1 (de) | 1987-01-07 | 1987-01-07 | Verfahren und vorrichtung zum dosierten austragen eines viskosen mediums, insbesondere eines klebers |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3700212A1 (de) |
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| EP1327482A3 (de) * | 2002-01-15 | 2005-05-18 | Harold J. Engel | Pumpe |
| DE102014217892A1 (de) | 2014-09-08 | 2016-03-10 | Volkswagen Aktiengesellschaft | Verfahren zum automatisierten Auftragen eines viskosen oder flüssigen Mediums auf Bauteile und Dosiervorrichtung zur Durchführung des Verfahrens |
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| DE3700212C2 (de) | 1992-05-27 |
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