DE3638858A1 - Elektrolumineszenzvorrichtung - Google Patents
ElektrolumineszenzvorrichtungInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine
Elektrolumineszenzvorrichtung gemäß dem Oberbegriff des
Anspruchs 1, und im spezielleren auf eine Befestigungs
konstruktion von Leitungsanschlüssen, die von einer
transparenten Elektrode und einer Gegenelektrode weg
geführt sind.
In Anbetracht des Fortschritts bei den Materialien und der
Technologie von Elektrolumineszenzvorrichtungen und auf
grund der Entwicklung einer relativ hellen Elektrolumines
zenzvorrichtung, hat die Verwendung der Elektrolumines
zenzvorrichtungen in der letzten Zeit zugenommen. Insbe
sondere wurde eine Elektrolumineszenzvorrichtung des
Dispersions-Typs geschaffen, die kostengünstig ist und eine
hohe Luminanz bzw. Leuchtkraft besitzt, und somit hat sich
der Anwendungsbereich vergrößert und zieht nun beträchtliche
Aufmerksamkeit auf sich.
Fig. 3 zeigt eine Ansicht von unten auf ein teilweise
weggebrochen dargestelltes Beispiel einer Elektrolumines
zenzvorrichtung des Standes der Technik, und Fig. 4 zeigt
eine Schnittansicht entlang der Linie A-A der Fig. 3. Wie
in den Fig. 3 und 4 zu sehen ist, sind eine aus Aluminium
folie gebildete Gegenelektrode 1, eine transparente Elektrode
2, die durch Aufbringen einer dünnen Schicht eines Misch
oxids aus In oder Sn auf ein transparentes Flachstück
gebildet ist, sowie eine Lumineszenzschicht 3 vorgesehen,
die aus einer Pulverschicht aus ZnS-Mn oder ZnS-Cu gebildet
ist. Die Gegenelektrode 1, die Lumineszenzschicht 3 und die
transparente Elektrode 2 sind in dieser Reihenfolge zur
Bildung eines Lumineszenzteils laminatartig miteinander
verbunden. Die Bezugszeichen 4 und 5 bezeichnen Leitungs
anschlüsse, die aus Metallfolie, wie z.B. Phosphorbronze,
gebildet sind. Der Leitungsanschluß 4 ist unter Verwendung
von elektrisch leitfähigem Klebstoff 6 mit der unteren
Oberfläche der transparenten Elektrode 2 verbunden.
Gleichermaßen ist der Leitungsanschluß 5 unter Verwendung
eines elektrisch leitfähigen Klebstoffs 6 mit der unteren
Oberfläche der Gegenelektrode 1 verbunden. Das Lumineszenz
teil der Laminatkonstruktion, das aus der Gegenelektrode 1,
der Lumineszenzschicht 3 und der transparenten Elektrode 2
gebildet ist, sowie ein Teil der Leitungsanschlüsse 4 und
5 sind mit einer oberen und einer unteren flachstück
artigen Schutzlage 7 bzw. 8 bedeckt, die aus einer
thermoplastischen Folie, wie z.B. aus Polyäthylen, gebildet
sind. Endbereiche der flachstückartigen Schutzlagen 7 und 8
sind z.B. durch Heißsiegeln fest miteinander verbunden,
um dadurch dem Lumineszenzteil eine feuchtigkeitsdichte
Ausbildung zu verleihen. Außerdem sind die beiden Leiter
anschlüsse 4 und 5 mit entsprechenden nicht gezeigten
Leitungsdrähten verlötet, und zwar an Bereichen, die sich
außerhalb der Schutzlagen 7 und 8 befinden. Die Lumines
zenzschicht 3 ist dazu ausgelegt, Licht zu emittieren,
wenn eine Spannung von außen her durch die Leitungs
anschlüsse 4 und 5 an die Gegenelektrode 1 und die
transparente Elektrode 2 angelegt wird.
Bei einer weiteren Konstruktion, bei der kein leitfähiger
Klebstoff 6 verwendet wird, ist es bekannt, die Leitungs
anschlüsse 4 und 5 mittels eines Klebebands an der
Gegenelektrode 1 und der transparenten Elektrode 2 zu
befestigen.
Bei der herkömmlichen Elektrolumineszenzvorrichtung, die die
mittels des leitfähigen Klebstoffs 6 mit den Leitungs
anschlüssen 4 und 5 verbundenen beiden Elektroden 1 und 2
aufweist, wird der leitfähige Klebstoff 6 jedoch dadurch
zubereitet, daß man Silber mit einem klebenden Kunststoff
material verbindet, und somit ist es nicht möglich, eine
sehr hohe Klebefestigkeit zu erzielen. Wenn die
Elektrolumineszenzvorrichtung z.B. für ihren Einsatz
gebogen wird, besteht die Möglichkeit, daß ein Verbindungs
bereich getrennt bzw. gespalten wird, wodurch sich eine
schlechte elektrische Kontaktgabe ergeben kann.
Wenn andererseits bei der herkömmlichen Elektrolumines
zenzvorrichtung, die anstelle des leitfähigen Klebstoffs
das Klebeband verwendet, die Länge der Leitungs
anschlüsse 4 und 5 kurz ist, wird insbesondere das Klebe
band beim Anlöten der Leitungsdrähte durch Wärme
beeinflußt oder aber durch Oxidation einer Kontaktfläche
zwischen den beiden Elektroden 1 und 2 und den Leitungs
anschlüssen 4 und 5 beeinflußt. Als Ergebnis hiervon wird
die Klebefestigkeit des Klebebands reduziert, wodurch die
Möglichkeit einer schlechten elektrischen Kontaktgabe
entsteht.
Wenn bei der vorstehend genannten Konstruktion des Standes
der Technik die Dicke der Leitungsanschlüsse 4 und 5 sehr
klein ausgebildet wird, um dadurch die feuchtigkeitsdichte
Ausbildung zu steigern, wird außerdem die Festigkeit
der Leitungsanschlüsse reduziert, und es besteht die Gefahr,
daß die Leitungsanschlüsse leicht brechen. Wenn im Gegen
satz dazu die Dicke der Leitungsanschlüsse 4 und 5 etwas
größer ausgebildet wird, um dadurch die Festigkeit zu
verbessern, kann jedoch die feuchtigkeitsdichte Ausbildung
verlorengehen, wodurch die Lebensdauer der Elektrolumines
zenzvorrichtung verkürzt wird.
Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht in der
Schaffung einer Elektrolumineszenzvorrichtung, die verbesserte
Klebeeigenschaften der Leitungsanschlüsse gegenüber der
transparenten Elektrode und der Gegenelektrode schaffen
kann, hinsichtlich ihrer feuchtigkeitsdichten Ausbildung
verbessert ist und die außerdem so ausgebildet ist, daß
die Gefahr eines Brechens der Leitungsanschlüsse
vermindert ist.
Eine Lösung dieser Aufgabe ergibt sich aus dem Kennzeichen
des Anspruchs 1.
Gemäß der vorliegenden Erfindung sind Leitungsanschlüsse,
die mit einem externen Eingangselement zu verbinden sind,
auf beiden Oberflächen einer dünnen Isolierlage musterartig
ausgebildet und mit ihren Enden zwischen einer transparenten
Elektrode und einer Gegenelektrode angeordnet. Die beiden
Elektroden sowie die Leitungsanschlüsse sind durch einen
elektrisch leitfähigen, thermischen Klebstoff miteinander
verbunden.
Die Leitungsanschlüsse sind durch die Isolierlage
verstärkt, und somit können sie kaum brechen, obwohl ihre
Dicke sehr klein ausgebildet ist. Außerdem läßt sich
die Klebefestigkeit zwischen der transparenten Elektrode
und dem einen Leitungsanschluß sowie zwischen der Gegen
elektrode und dem anderen Leitungsanschluß durch die
Verwendung des elektrisch leitfähigen thermischen Klebstoffs
steigern.
Bevorzugte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus
den Unteransprüchen.
Die Erfindung und Weiterbildungen der Erfindung werden im
folgenden anhand der zeichnerischen Darstellungen eines
Ausführungsbeispiels noch näher erläutert. In den
Zeichnungen zeigen:
Fig. 1 eine Schnittansicht des Hauptteils einer Elektro
lumineszenzvorrichtung gemäß einem bevorzugten
Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung;
Fig. 2 eine teilweise weggebrochen dargestellte Draufsicht
auf Fig. 1 von unten;
Fig. 3 eine teilweise weggebrochen dargestellte Draufsicht
auf eine Elektrolumineszenzvorrichtung des Standes
der Technik von unten; und
Fig. 4 eine Schnittansicht entlang der Linie A-A der
Fig. 3.
Im folgenden wird nun auf die Fig. 1 und 2 Bezug genommen,
die eine Schnittansicht des Hauptteils einer Elektro
lumineszenzvorrichtung gemäß einem bevorzugten Ausführungs
beispiel der vorliegenden Erfindung bzw. eine teilweise
weggebrochen dargestellte Draufsicht auf die Vorrichtung
von unten zeigen. Wie in diesen Figuren zu sehen ist, sind
eine dünne Isolierlage 9, Leitungsanschlüsse 10 und 11,
die nach Art eines streifenförmigen Musters auf beiden
flachseitigen Oberflächen der Isolierlage 9 ausgebildet sind,
sowie ein elektrisch leitfähiger Klebstoff 12 vorgesehen.
Dabei sind den in den Fig. 3 und 4 gezeigten Teilen
entsprechende Teile mit denselben Bezugszeichen bezeichnet.
Wie in Fig. 1 und 2 zu sehen ist, ist die Isolierlage 9
z.B. aus Kunststoff gebildet und besitzt eine Dicke von ca.
0,1 bis 0,2 mm. Die streifenartig ausgebildeten Leitungs
anschlüsse 10 und 11 sind z.B. aus Kupferfolie, Kohle
pulver oder Silberpulver hergestellt und besitzen eine
Dicke von 0,1 mm oder weniger. Die Leitungsanschlüsse 10
und 11 sind durch Verwendung einer Drucktechnik oder
dergleichen auf beiden Oberflächen der Isolierlage 9
nach Art von streifenförmigen Mustern ausgebildet. Der
Endbereich der Isolierlage 9 ist zwischen eine Gegen
elektrode 1 und eine transparente Elektrode 2 eingeführt.
Der in Fig. 1 obere Leitungsanschluß 10 ist unter
Verwendung des leitfähigen thermischen Klebstoffs 12 mit
der unteren Oberfläche der transparenten Elektrode 2
verbunden, während der untere Leitungsanschluß 11 unter
Verwendung des leitfähigen thermischen Klebstoffs 12 mit
der oberen Oberfläche der Gegenelektrode 1 verbunden ist.
Der leitfähige thermische Klebstoff 12 wird dadurch gebildet,
daß man eine Metallfolie mit einem thermoplastischen
Kunststoff mischt bzw. beschichtet oder man Kohlenstoff in
thermoplastischen Kunststoff mischt. Eine Klebefestigkeit
wird dadurch erzielt, daß man den Anwendungsbereich bzw.
Klebebereich des Klebstoffs 12 erwärmt, wobei die
Klebefestigkeit größer ist als die des eingangs genannten
Klebstoffs, der durch Verbinden von Silber mit klebendem
Kuststoffmaterial geschaffen ist. Da außerdem der
Klebebereich des Klebstoffs 12 in einem Abstand von der
Lumineszenzschicht 3 angeordnet ist, wie dies in Fig. 1
gezeigt ist, wird die Lumineszenzschicht 3 beim Erwärmen
des Klebebereichs des Klebstoffs nicht beeinflußt, und somit
besteht keine Möglichkeit, daß eine ungleichmäßige
Lumineszenz erzeugt wird. Ein Lumineszenzteil, das durch
Zusammenlaminieren der Gegenelektrode 1, der Lumineszenz
schicht 3 und der transparenten Elektrode 2 gebildet ist,
sowie ein Teil der auf seinen beiden Flachseiten mit
den Leitungsanschlüssen 10 und 12 versehenen Isolierlage 9
sind mit einer oberen und einer unteren flachstückartigen
Schutzlage 7 bzw. 8 bedeckt, die aus einer thermoplastischen
Folie, wie z.B. aus Polyäthylen, gebildet sind. Die
flachstückartigen Schutzlagen 7 und 8 sind an jedem ihrer
Endbereiche z.B. durch Heißsiegeln fest miteinander
verbunden. Außerdem sind die beiden Leitungsanschlüsse
10 und 11 mit entsprechenden, nicht gezeigten Leitungs
drähten verlötet, und zwar an Bereichen, die von den
Schutzlagen 7 und 8 nach außen geführt sind, bzw.
sich außerhalb derselben befinden. Die Lumineszenzschicht
3 ist dazu ausgelegt, Licht zu emittieren, wenn eine
Spannung von außen her durch die Leitungsanschlüsse 10 und
11 an die Gegenelektrode 1 und die transparente Elektrode 2
angelegt wird.
Bei dieser Anordnung kann selbst dann, wenn die
Elektrolumineszenzvorrichtung gebogen wird, kaum ein
Brechen bzw. Trennen des Verbindungsbereichs zwischen den
Leitungsdrähten und den Elektroden erfolgen, und zwar aufgrund
der Verwendung des elektrisch leitfähigen thermischen
Klebstoffs 12, der eine hohe Klebefestigkeit besitzt. Beim
Verlöten der Leitungsanschlüsse 10 und 11 mit den Leitungs
drähten besteht außerdem keine Gefahr, daß die Klebe
festigkeit durch den Einfluß von Wärme reduziert wird. Somit
ist es möglich, eine Stabilität bezüglich der Qualität
der erfindungsgemäßen Elektrolumineszenzvorrichtung bei
verschiedenen Benutzungsarten sicherzustellen, bei denen
die Elektrolumineszenzvorrichtung gebogen wird oder die
Leitungsanschlüsse verkürzt ausgebildet sind. Da die
Leitungsanschlüsse 10 und 11 auf beiden Oberflächen der
Isolierlage 9 als Streifen aus
gebildet sind, wirkt außerdem eine jede externe Kraft, wie
z.B. eine auf die Leitungsanschlüsse 10 und 11 ausgeübte
Zugkraft oder Biegekraft, auf die Isolierlage 9 als Ganzes.
Als Konsequenz hiervon können die Leitungsanschlüsse 10 und 11
kaum brechen, und zwar selbst dann nicht, wenn die Dicke der
Leitungsanschlüsse 10 und 11 äußerst dünn ausgebildet ist,
um die feuchtigkeitsdichte Ausbildung der Elektrolumineszenz
vorrichtung zu steigern.
Claims (3)
1. Elektrolumineszenzvorrichtung mit einem Lumineszenz
bereich, der durch eine transparente Elektrode, eine
Gegenelektrode und durch eine dazwischen angeordnete
Lumineszenzschicht gebildet ist, und mit einer flach
stückartigen Schutzeinrichtung zum abdichtenden Bedecken
des Lumineszenzbereichs, wobei die Lumineszenzschicht
dazu ausgelegt ist, durch das Anlegen einer Spannung
zwischen den beiden Elektroden Licht zu emittieren,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine dünne Isolierlage (9) vorgesehen ist,
daß mit einem externen Eingangselement verbundene Leitungs
anschlüsse (10, 11) auf beiden Oberflächen der Isolierlage
(9) musterartig ausgebildet sind, daß die Enden der Leitungs
anschlüsse (10, 11) zwischen der transparenten Elektrode (2)
und der Gegenelektrode (1) angeordnet sind, und daß beide
Elektroden (2, 1) durch elektrisch leitfähigen thermischen
Kunststoff (12) mit den Leitungsanschlüssen (10, 11) verbunden
sind.
2. Elektrolumineszenzvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß ein durch den elektrisch
leitfähigen thermischen Klebstoff (12) gebildeter Ver
bindungsbereich der Leitungsanschlüsse (10, 11) von
der flachstückartigen Schutzeinrichtung (7, 8) abgedichtet
umschlossen ist, und daß sich der Verbindungsbereich an
einer von der Lumineszenzschicht (3) beabstandeten Stelle
befindet.
3. Elektrolumineszenzvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß der Endbereich der Isolierlage
(9) zwischen die transparente Elektrode (2) und die Gegen
elektrode (1) geführt ist, daß die Isolierlage (9) aus
einem Kunststoffmaterial besteht und eine Dicke von 0,1
bis 0,2 mm aufweist, und daß die Dicke der Leitungs
anschlüsse (10, 11) 0,1 mm oder weniger beträgt.
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
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| Country | Link |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| D2 | Grant after examination | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |