DE3634449A1 - Vorrichtung zur steuerung oder regelung eines mengenstromes eines gas- bzw. dampffoermigen oder fluessigen mediums - Google Patents
Vorrichtung zur steuerung oder regelung eines mengenstromes eines gas- bzw. dampffoermigen oder fluessigen mediumsInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Vorrichtung zur Steuerung oder Regelung
eines Mengenstromes eines gas- bzw. dampfförmigen oder
flüssigen Mediums, das durch eine mit einem Druckregler und
einer Drosselstelle versehene Leitung strömt.
Ein Druckregler regelt die Druckdifferenz eines Mediums. In
erster Näherung gilt:
Dabei ist:
V= Volumenstrom K₁= Konstante Δ p= Druckdifferenz ρ= Dichte
V= Volumenstrom K₁= Konstante Δ p= Druckdifferenz ρ= Dichte
Danach entspricht einer bestimmten Druckdifferenz bei konstanter
Dichte ρ ein bestimmter Volumenstrom V. Ferner gilt:
Dabei ist:
= MengenstromK₂= Konstante
ρ₀= Normdichte
Danach entspricht bei konstanter Dichte der Volumenstrom eines
Mediums einem bestimmten Mengenstrom. Wird dabei der Volumenstrom
konstant gehalten, bleibt automatisch auch der Mengenstrom
konstant.
Dies ist nicht mehr der Fall, wenn sich die Dichte des Mediums,
z. B. infolge von Temperaturschwankungen, ändert. Zur Konstanthaltung
des Mengenstroms müssen Dichteänderungen bei der Regelung
berücksichtigt werden, d. h., es muß bisher ständig eine
aufwendige Dichtemessung stattfinden.
Die Notwendigkeit, einen Mengenstrom möglichst konstant zu halten,
ergibt sich z. B. bei der Brennstoffzufuhr zu Gasbrennern,
wenn deren Wärmebelastung gehalten werden soll. Den
Brennern muß pro Zeiteinheit eine bestimmte Brennstoffmenge und
damit Wärmemenge zugeführt werden. Aufgrund von Umgebungseinflüssen
kann die Temperatur des Brennstoffes und damit dessen
Dichte schwanken.
Weiterhin stellt sich das Problem, bei der Herstellung von Gasgemischen
die einzelnen Mengenströme oder das Verhältnis der
Mengenströme konstant zu halten. Dabei müssen pro Zeiteinheit
die jeweiligen Mengen konstant gehalten oder im konstanten Verhältnis
zueinander zusammengeführt werden. Konstante Gasgemische
werden z. B. zur Pfrüfgaserzeugung oder beim Ablauf chemischer
Reaktionen benötigt.
Bei der Verbrennung von Brennstoffen sind zwei Mengenströme,
nämlich Brennstoff und z. B. Verbrennungsluft, in Abhängigkeit
voneinander, daher in einem bestimmten Verhältnis, zu steuern
oder zu regeln. Es besteht das Problem, dieses Verhältnis unabhängig
von Schwankungen eines oder beider Mengenströme aufgrund
von Dichteänderungen möglichst konstant zu halten.
Zur Regelung des Brennstoff-Verbrennungsluftverhältnisses verwendet
man sog. Gleichdruckregelungen. Dabei wird der Druck und
damit der Mengenstrom der Verbrennungsluft in Abhängigkeit vom
Wärmebedarf z. B. über ein motorisch verstellbares Drosselorgan
verändert. Der Luftdruck wird als Führungsgröße auf einen Druckregler
in der Gasleitung gegeben, so daß dessen Druck dem veränderlichen
Luftdruck nachgeführt wird. Für den Fall, daß sich
die Dichte von Luft und/oder Brenngas, z. B. durch Einsatz eines
nachgeschalteten Rekuperators ändert, ist es bekannt, Meßblenden
in einem oder beiden Strömen anzuordnen und deren Differenzdrücke
als Führungsgrößen auf den Druckregler in der Gasleitung
zu geben (z. B. DE-OS 30 36 638). Auf diese Weise haben
aus Temperaturänderungen resultierende Druckänderungen, die
hinter, d. h. stromab der Meßblenden stattfinden, keinen Einfluß
auf das Mischungsverhältnis von Brenngas und Verbrennungsluft.
Temperaturänderungen eines Stromes oder beider Ströme stromauf
der Meßblenden führen jedoch zu ungewollten Schwankungen des
Mischungsverhältnisses, die bisher nicht oder nur durch aufwendige
Maßnahmen kompensiert werden konnten.
Änderungen der Gasbeschaffenheit, d. h. der Zusammensetzung,
machen es ebenfalls notwendig, den Gasmengenstrom oder das Brenngas-
Verbrennungsluftverhältnis zu steuern oder zu regeln.
Weiterhin besteht das Bedürfnis, das Mischungsverhältnis beliebig
oder in Abhängigkeit von bestimmten Betriebszuständen, beispielsweise
dem Anfahrzustand, veränderbar zu machen.
Der Erfindung liegt dementsprechend die Aufgabe zugrunde, eine
Vorrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen, mit der es
auf einfache Weise möglich ist, den Mengenstrom eines Mediums
oder das Verhältnis von Mengenströmen zweier Medien in Abhängigkeit
von Stör- und/oder Steuergrößen zu steuern oder zu regeln.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist die Vorrichtung nach der Erfindung
dadurch gekennzeichnet, daß stromauf oder stromab einer
Drosselteile bzw. stromauf oder stromab einer Drosselstelle in
einer weiteren Leitung für ein weiteres Medium eine Impulsleitung
mit mindestens zwei hintereinander liegenden Strömungswiderständen
abzweigt, wobei das Verhältnis der Druckdifferenzen
der beiden Strömungswiderstände in Abhängigkeit von Stör- und/oder
Steuergrößen veränderbar ist, und daß aus dem Druck zwischen
den Strömungswiderständen ein Signal gebildet wird, das
auf den Druckregler einwirkt.
In Abhängigkeit von der Störgröße Temperatur verändert sich das
Druckverhältnis der beiden Strömungswiderstände aufgrund bekannter
physikalischer Gesetze. Der Druckabfall an einem Strömungswiderstand
ist je nach dessen Charakter abhängig von der Dichte
oder der Viskosität - die sich bekanntlich mit der Temperatur
ändern - des strömenden Mediums.
Wenn der Strömungswiderstand laminaren Charakter besitzt,
d. h., wenn die Strömung durch den Widerstand laminar ist, wie
z. B. im Falle eines Kapillarröhrchens, ändert sich der Druckabfall,
d. h., die Druckdifferenz über dem Strömungswiderstand,
in Abhängigkeit von der Viskosität. Hat dagegen die Strömung
durch den Widerstand turbulenten Charakter, wie z. B. bei einer
Blende oder Düse, ändert sich der Druckabfall in Abhängigkeit
von der Dichte des die Meßblende durchströmenden Mediums.
Erfindungsgemäß sind sowohl laminare als auch turbulente Strömungswiderstände
gleichermaßen geeignet, und zwar auch in gemischter
Zusammenstellung. Ein laminarer Strömungswiderstand in
Form einer Kapillare erzeugt von der Funktion her ein größeres
Signal als ein turbulenter Strömungswiderstand in Form einer
Blende oder Düse. Letztere sind jedoch in der Praxis besser zu
handhaben.
Das Mischungsverhältnis von zwei Mengenströmen wird durch die
folgende Gleichung beschrieben
Dabei ist:
P= absoluter DruckΔ P= Druckdifferenz über einem turbulenten StrömungswiderstandT= absolute TemperaturK₃= Konstante
Index 1= 1. Medium
Index 2= 2. Medium
Beispielsweise bei Normalbetrieb von Gasbrennern kann man in
erster Näherung davon ausgehen, daß das Verhältnis der absoluten
Drücke P₁/P₂ in der Luft- und Gasleitung vor den relevanten
Drosselstellen konstant ist. Mit einer Druckregeleinrichtung,
z. B. mit einem Gleichdruckregler, wird normalerweise das Verhältnis
der Druckdifferenzen Δ P₁/Δ P₂ konstant geregelt. Danach
können Dichteänderungen, die das Mengenverhältnis beeinflussen,
durch Kompensation der Temperaturen oder des Temperaturverhältnisses
T₂/T₁ eliminiert werden. Dabei muß die
Druckdifferenz (Glchg. 1) bzw. das Verhältnis der Druckdifferenzen
(Glchg. 3) derart gesteuert bzw. geregelt werden, so daß
der Mengenstrom bzw. das Mengenstromverhältnis nahezu konstant
bleiben.
Weiterhin ist das Verhältnis der Druckdifferenzen der beiden
Strömungswiderstände durch Ansteuern von außen veränderbar,
wenn mindestens ein Strömungswiderstand ansteuerbar ausgeführt
ist. Bei der Regelung beispielsweise eines Brenngasmengenstromes
für einen Gasbrenner können die Regelabweichungen aller
meßbaren relevanten Verbrennungsgrößen als Ansteuersignale verwendet
werden. Verbrennungsgrößen sind beispielsweise der O₂-,
CH₄-, CO-Gehalt im Abgas oder die Flammentemperatur. Regelgröße
kann auch das Mischungsverhältnis λ sein. Weiterhin besteht die
Möglichkeit, das Mischungsverhältnis beliebig oder in Abhängigkeit
von bestimmten Betriebszuständen, beispielsweise dem Anfahrzustand,
zu verändern. Die erfindungsgemäße Regelung ist
einfach und preiswert, weil nur auf die kleinen Mengenströme in
der Impulsleitung eingewirkt wird.
Bei Änderung des Verhältnisses der Druckdifferenzen der beiden
Strömungswiderstände ändert sich der Druck zwischen den beiden
Strömungswiderständen. Dieser Druck kann erfaßt und in ein elektrisches
Kompensationssignal zur Ansteuerung des Druckreglers
umgewandelt werden. Besonders vorteilhaft ist es jedoch, wenn
der Druck zwischen den Strömungswiderständen den Druckregler
als pneumatisches Signal direkt beaufschlagt. Bestehende Gleichdruckregelsysteme
zur Regelung des Brenngas-Verbrennungsluftverhältnisses
bei Gasbrennern oder auch Vordruckregler können
dann auf sehr einfache Weise zu einer erfindungsgemäßen Vorrichtung
umgerüstet werden.
Bei der Regelung bzw. Konstanthaltung eines einzigen Mengenstromes
und der Kompensation von Temperaturänderungen des Mediums,
ist es ausreichend, in der Impulsleitung einen seiner Größe
nach in Abhängigkeit von der Temperatur des Mediums veränderbaren
und einen seiner Größe nach durch Thermostatisierung konstanten
Strömungswiderstandes anzuordnen.
Wenn die Umgebungstemperatur beispielsweise in einem klimatisierten
Raum konstant ist, kann der seiner Größe nach konstante
Strömungswiderstand auch auf Umgebungstemperatur gehalten werden.
Bei der Regelung von zwei Mengenströmen in Abhängigkeit voneinander
ist einer der Strömungswiderstände seiner Größe nach
in Abhängigkeit von der Temperatur des Mediums veränderbar,
während der andere Größe nach in Abhängigkeit von der
Temperatur des weiteren Mediums veränderbar ist. Temperaturänderungen
sowohl des einen als auch des anderen Mediums werden
kompensiert und führen nun nicht mehr zu unzulässigen Schwankungen
des Mischungsverhältnisses.
Ein Strömungswiderstand verändert seine Größe bzw. der Druckabfall
an ihm ändert sich in Abhängigkeit von der Temperatur eines
Mediums, indem der Strömungswiderstand und/oder der Teilstrom
in der Impulsleitung in Wärmeaustausch mit dem Medium steht
bzw. stehen. Beispielsweise kann der Strömungswiderstand und/
oder die Impulsleitung im Strömungsweg des Mediums angeordnet
werden. Der Strömungswiderstand kann auch einen Wärmetauscher
aufweisen, der mit dem Medium beaufschlagt wird, auf dessen
Temperatur der Strömungswiderstand und/oder der Teilstrom in
der Impulsleitung gehalten werden soll.
Besonders vorteilhaft ist es, wenn der stromauf in der Impulsleitung
liegende Strömungswiderstand auf der Temperatur des
Mediums in derjenigen Leitung, von der die Impulsleitung abzweigt,
gehalten wird, während der stromab liegende Strömungswiderstand
im Wärmeaustausch mit dem weiteren Medium steht.
Wenn der stromauf in der Impulsleitung angeordnete Strömungswiderstand
in der Nähe der Abzweigstelle der Impulsleitung von
der Leitung liegt, nimmt der Strömungswiderstand die Temperatur
des strömenden Mediums an, ohne das besondere Wärmeaustauschmaßnahmen
erforderlich sind.
Bei einer vorteilhaften Ausführungsform ist mindestens ein Strömungswiderstand
elektrisch beheizbar. Auf diese Weise kann der
Wärmeaustausch des Strömungswiderstandes oder des Teilstroms in
der Impulsleitung mit einem Medium ersetzt oder verstärkt werden.
Außerdem kann ein Strömungswiderstand über die elektrische Beheizung
besonders einfach angesteuert und so der Mengenstrom
eines Mediums in Abhängigkeit von Steuergrößen z. B. Verbrennungsgrößen
gesteuert oder geregelt werden.
Wird mit elektrisch ansteuerbaren Strömungswiderständen
gearbeitet, so ergibt sich der besondere Vorteil, daß mehrere
Strömungswiderstände beispielsweise in parallelen Brennersystemen
über ein gemeinsames Referenzsignal gleichzeitig angesteuert
und die Brenngasströme gleichzeitig geregelt werden können.
Ein Strömungswiderstand in Form einer Kapillare kann auf einfache
Weise mit Strom beheizt werden, indem die Kapillare in
Form eines Heizleiters ausgebildet ist, an den direkt eine Niederspannung
anlegbar ist.
Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung ist
dadurch gekennzeichnet, daß mindestens ein Strömungswiderstand
einen veränderbaren freien Strömungsquerschnitt aufweist.
Beispielsweise kann der Strömungswiderstand eine aus Kunststoff
bestehende Blende sein, deren Temperaturausdehnungskoeffizient
besonders groß ist. Die Temperaturänderungen des die Blende
durchströmenden Mediums führen zusätzlich zu einer Veränderung
des freien Strömungsquerschnittes, so daß die Veränderung der
Größe des Strömungswiderstandes verstärkt wird.
Weiterhin besteht über die Veränderung des freien Strömungsquerschnittes
eine weitere einfache Möglichkeit der Ansteuerung
Strömungswiderstandes.
Der ansteuerbare Strömungswiderstand kann als Iris- oder Segment-Blende,
als Drosselventil oder als motorangetriebene Drosselklappe
oder dergl. ausgebildet sein.
Bei Versuchen hat sich als vorteilhaft herausgestellt, daß die
Impulsleitung stromab der Drosselstelle direkt oder indirekt in
derjenigen Leitung mündet, von der sie abzweigt.
Die Kompensationswirkung kann durch eine zusätzliche Impulsleitung
verstärkt werden. Durch Beaufschlagung der Membran des
Druckreglers derart, daß die Kompensationssignale in die gleiche
Richtung wirken, entsteht die Verstärkungswirkung.
Weiterhin ist es baulich vorteilhaft, wenn der Druckregler mit
entsprechenden Ein- und Auslässen direkt in den Strömungsweg
der Impulsleitung zwischen die Strömungswiderstände geschaltet
ist.
Die Erfindung wird im folgenden anhand bevorzugter Ausführungsbeispiele
im Zusammenhang mit der Zeichnung näher erläutert.
Die Zeichnung zeigt in
Fig. 1 bis 5,
schematische Darstellungen von Ausführungsbeispielen der Erfindung.
Der Aufbau der Regelvorrichtung ist bei allen Ausführungsbeispielen
ähnlich, und entsprechende Teile sind in allen Fig.
mit gleichen Bezugsziffern bezeichnet.
Die Ausführungsformen nach Fig. 1 kann zur Konstanthaltung des
Brenngasmengenstromes für einen Gasbrenner verwendet werden
oder zur Konstanthaltung eines Gasmengenstromes, beispielsweise
zur Erzeugung von Gasgemischen.
Eine Gasleitung 1 ist mit einem Druckregler 2 und einer Drosselstelle
3 z. B. in Form einer Blende oder eines Stellenventils
versehen. Stromauf der Drosselstelle 3 zweigt eine Impulsleitung
4 ab, in der Strömungswiderstände 5 und 6 angeordnet
sind.
Es handelt sich beispielsweise um Kapillarröhrchen, in denen
eine laminare Strömung entsteht. Während sich die Größe des
Strömungswiderstandes 6, d. h. sein Druckabfall entsprechend
der jeweiligen Gastemperatur einstellt, ändert sich die Größe
des Strömungswiderstandes 5 nicht, da er in üblicher Weise
thermostatisiert ist.
Eine Arbeitsmembran 7 des Druckregler 2 ist auf der einen Seite
vom Druck zwischen den Strömungswiderständen 5 und 6 und auf
der anderen Seite vom Druck stromab des Strömungswiderstandes 5
beaufschlagt. Die Impulsleitung 4 endet stromab der Drosselstelle
3 in der Gasleitung 1. Es ist auch möglich, die Oberseite
der Membran dem Luftdruck auszusetzen. Der Gasstrom in
der Impulsleitung muß dann stromab des Strömungswiderstandes 5
in die Umgebung abströmen.
Nach Fig. 2 werden zwei Mengenströme in Abhängigkeit voneinander
geregelt, z. B. Brenngas und Verbrennungsluft für einen
Gasbrenner.
Die Arbeitsmembran 7 des Druckreglers 2 in der Gasleitung 1 ist
einerseits vom Ausgangsdruck des Druckreglers 2 und andererseits
von dem Druck zwischen den Strömungswiderständen 5 und 6
in der Impulsleitung 4 beaufschlagt. Die Impulsleitung 4 zweigt
hier von einer Luftleitung 8, die ein Gebläse 9 aufweist, vor
einer Drosselstelle 10 ab. Hinter dem Gebläse 9 befindet sich
eine in Abhängigkeit vom Wärmebedarf motorisch verstellbare
Drosselklappe 10′. Während sich die Größe des Strömungswiderstandes
5 entsprechend der jeweiligen Lufttemperatur einstellt,
ändert sich die Größe des Strömungswiderstandes 6 in Abhängigkeit
von der Gastemperatur, da mit Hilfe eines nicht dargestellten
Wärmetauschers die den Strömungswiderstand 6 durchströmende
Luft auf Gastemperatur gebracht wird. Die Impulsleitung
4 endet hinter der Drosselstelle 10 in der Luftleitung 8.
Brenngas und Verbrennungsluft werden in einer Mischvorrichtung
11 zusammengeführt.
Nach Fig. 3 zweigt die Impulsleitung 4 von der Gasleitung 1 ab
und endet auch in dieser hinter der Drosselstelle 3. Die Strömungswiderstände
5 und 6 werden von Brenngas durchströmt. Bei
diesem Ausführungsbeispiel wird die Oberseite der Arbeitsmembran
7 von dem Druck zwischen den Strömungswiderständen 5 und 6
beaufschlagt, während ihre Unterseite über eine Steuerleitung 12
mit dem Druck aus der Luftleitung 8 beaufschlagt ist. In diesem
Fall ändert sich die Größe des Strömungswiderstandes 6 in Abhängigkeit
von der jeweiligen Gastemperatur, während sich die
Größe des Strömungswiderstandes 5 mit Hilfe eines Wärmetauschers
in Abhängigkeit von der Lufttemperatur ändert.
Nach Fig. 4 weist der Druckregler 2 eine Arbeitsmembran 7 auf,
deren Unterseite mit dem Druck zwischen den Strömungswiderständen
5 und 6 beaufschlagt wird. Der Druckregler 2 ist hier direkt
in den Strömungsweg der Impulsleitung 4 zwischen die Strömungswiderstände
5 und 6 geschaltet. In diesem Fall wird der Strömungswiderstand
6 mit Hilfe eines Wärmetauschers auf die Gastemperatur
und der Strömungswiderstand 5 ebenfalls mit Hilfe
eines Wärmetauschers auf Lufttemperatur gebracht. Die Oberseite
der Arbeitsmembran 7 wird mit dem Druck der in der zweiten Impulsleitung
4′ liegenden Strömungwiderstände 5′ und 6′ beaufschlagt.
Die beiden zwischen 5 und 6 sowie 5′ und 6′ entstehenden
Kompensationsdrücke wirken in die gleiche Richtung, wodurch
eine Verstärkungswirkung entsteht.
In Fig. 5 ist schematisch die Regelung eines bzw. mehrerer paralleler
Brenner dargestellt. Im Abgasstrom des Brenners 13
wird über eine nicht dargestellte Meßeinrichtung beispielsweise
eine Lambda-Sonde, ein Signal erzeugt, das in einem Rechner
ausgewertet, ausgegeben und in ein Regelsignal umgewandelt wird.
Das die Regeleinrichtung 14 verlassende elektrische Signal wird
auf die ansteuerbaren Strömungswiderstände 5 und 6 gegeben. Die
Strömungswiderstände sind in nicht dargestellter Art und Weise
in Form von Heizleitern ausgebildet, an die direkt das Signal
in Form einer Niederspannung angelegt wird. Wie schematisch
angedeutet, können weitere Strömungswiderstände in parallelen
Brennereinrichtungen angesteuert werden.
Claims (11)
1. Vorrichtung zur Steuerung oder Regelung eines Mengenstromes
eines gas- bzw. dampfförmigen oder flüssigen Mediums,
das durch eine mit einem Druckregler (2) und einer Drosselstelle
(3) versehene Leitung (1) strömt,
dadurch gekennzeichnet,
daß stromauf oder stromab dieser Drosselstelle (3) bzw.
stromauf oder stromab einer Drosselstelle (10) in einer
weiteren Leitung (8) für ein weiteres Medium eine Impulsleitung
(4) mit mindestens zwei hintereinander liegenden
Strömungswiderständen (5, 6) abzweigt, wobei das Verhältnis
der Druckdifferenzen der beiden Strömungswiderstände
in Abhängigkeit von Stör- und/oder Steuergrößen veränderbar
ist, und daß aus dem Druck zwischen den Strömungswiderständen
(5, 6) ein Signal gebildet wird, das auf den
Druckregler (2) einwirkt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Druck zwischen den Strömungswiderständen (5, 6)
den Druckregler (2) als pneumatisches Signal beaufschlagt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß einer der Strömungswiderstände (6) seiner Größe nach
in Abhängigkeit von der Temperatur des Mediums veränderbar
ist, während der andere Strömungswiderstand (5) seiner
Größe nach durch Thermostabilisierung konstant ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß einer der Strömungswiderstände seiner Größe nach in
Abhängigkeit von der Temperatur des Mediums veränderbar
ist, während der andere seiner Größe nach in Abhängigkeit
von der Temperatur des weiteren Mediums veränderbar ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß der stromauf in der Impulsleitung (4) liegende Strömungswiderstand
(5) auf der Temperatur des Mediums in derjenigen
Leitung (8), von der die Impulsleitung (4) abzweigt,
gehalten wird, während der stromab liegende Strömungswiderstand
(6) in Wärmeaustausch mit dem weiteren Medium
steht.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß mindestens ein Strömungswiderstand (5, 6) elektrisch
beheizbar ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Strömungswiderstand (5, 6) als Kapillare in Form
eines Heizleiters ausgebildet ist, an den direkt eine Niederspannung
anlegbar ist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß mindestens ein Strömungswiderstand (5, 6) eine veränderbaren
freien Strömungsquerschnitt aufweist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Impulsleitung (4) stromab der Drosselstelle (3, 10)
direkt oder indirekt in derjenigen Leitung (1, 8) mündet,
von der sie abzweigt.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß zur Verstärkung der Kompensationswirkung eine zustäzliche
Impulsleitung (4′) vorgesehen ist.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Druckregler (2) mit entsprechenden Ein- und Auslässen
direkt in den Strömungsweg der Impulsleitung (4)
geschaltet ist.
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