DE3626479A1 - Dachtraeger fuer dachrinnenlose kraftfahrzeuge - Google Patents
Dachtraeger fuer dachrinnenlose kraftfahrzeugeInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen Dachträger für dachrin
nenlose Kraftfahrzeuge mit zwei teleskopartig verlängerbaren
Querträgern, die auf endseitgen, mit Klemmpratzen versehenen
Fußstützen mit Keilpolstern auf dem Dach aufsetzbar sind,
wobei jeder Querträger aus zwei auf ein vorzugsweise vier
kantiges Innenrohr aufgeschobenen, die Fußstützen tragenden
Außenrohren besteht, von denen wenigstens eines auf dem Innen
rohr gleitend verschiebbar geführt durch eine axiale Spann
schraube verstellbar ist.
Während Dachträger für Kraftfahrzeuge mit einer Dachrinne
durch Vorsehen einer schneidenförmigen Fußstütze, die in die
Dachrinne eingreift und einer dagegen verspannbaren Klemm
pratze praktisch für alle Fahrzeugtypen mit Dachrinnen ge
eignet sind, sind die bislang erhältlichen Dachträger für
dachrinnenlose Kraftfahrzeuge so ausgebildet, daß für jeden
Fahrzeugtyp ein gesonderter Dachträger vorrätig gehalten
werden muß, der jeweils an die besondere Dachform des Fahr
zeugs angepaßt ist. Dies gilt auch für einen aus der deutschen
Patentschrift P 34 28 154.1 bekanntgewordenen Universal-Dach
träger, da auch hierbei die Fußstütze mit dem Keilpolster an
die unterschiedlichen Dachformen angepaßt sein muß. Darüber
hinaus hat es sich in der Praxis als störend erwiesen, daß
alle bisherigen Dachträger für dachrinnenlose Kraftfahrzeuge
eine gegenüber dem Stützfuß verstellbare Klemmpratze benötigen.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde einen Dachträger
der eingang genannten Art so auszugestalten, daß er bei verein
fachten Aufbau sehr einfach an unterschiedliche Kraftfahr
zeuge anpaßbar ist.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist erfindungsgemäß vorgesehen,
daß die Fußstützen aus einem mit dem Außenrohr fest verbun
denen Lagerteil und einem daran schwenkbar angelenkten Kopf
stück bestehen, an dem auswechselbar das Keilpolster sowie
eine feste, die Klemmpratze bildende Anlageschiene befestigt
sind.
Die erfindungsgemäße Unterteilung der Fußstütze in ein festes
Lagerteil und ein daran angelenktes Kopfstück ergibt die
Möglichkeit einer sehr einfachen Anpassung der Fußstütze an
unterschiedliche Dachformen, wobei zur Einstellung einer
unterschiedlichen Neigung des Kopfstücks und seiner Auflage
fläche zur Anpassung an entsprechende seitliche Dachschrägen
des Kraftfahrzeugs eine sich am Kopfstück abstützende An
schlagschraube im Lagerteil vorgesehen sein kann.
Um eine noch weitergehende Anpassung an die jeweilige Dachform
zu gewährleisten ist darüber hinaus vorgesehen, daß die die
Klemmpratze bildende jedoch fest am Kopfstück befestigte An
lageschiene auswechselbar ist, beispielsweise mittels Schrau
ben am Kopfstück gehaltert ist, und daß auch das Keilpolster
auswechselbar gehaltert ist. Auf diese Art und Weise ist es
lediglich notwendig, daß der Handel einige unterschiedliche
Anlageschienen und Keilpolster vorrätig hält, die beim Verkauf
jeweils passend für das gewünschte Kraftfahrzeug am Kopfstück
befestigt werden. Es bedarf aber nicht mehr wie bei den bis
herigen starren Fußstützen eines Auswechselns der gesamten
Fußstützen wenn nicht eines Vorrätighaltens sogar des gesamten
Dachträgers.
Von besonderer Bedeutung ist in diesem Zusammenhang der Weg
fall der bisherigen verstellbaren Klemmpratze. Stattdessen
ist nurmehr die starre Anlageschiene vorgesehen, die die
jeweilige Türleibung oder Fensterleibung des Kraftfahrzeugs
untergreift, wobei die Verspannung des Dachträgers ausschließ
lich über die Spannschrauben erfolgt, welche die Außenrohre
mit den Fußstützen gegenüber dem das Dach überbrückenden
Innenrohr verschieben und damit die Verspannung bewirken.
Zur Befestigung des Keilpolsters kann in Weiterbildung der
Erfindung eine angeformte in eine Schwalbenschwanznut des
Kopfstücks eingreifende Halteleiste vorgesehen sein, wobei
ein Lappen des Keilpolsters derart verlängert ausgebildet
ist, daß er die Anlageschiene lose überdeckt. Durch das lose
Überdecken sind jederzeit die Befestigungsschrauben der An
lageschiene zugängig, so daß diese unabhängig vom Keilpolster
ausgewechselt werden kann.
Zur schwenkbaren Lagerung des Kopfstücks kann in weiterer
Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen sein, daß das Kopf
stück zwei mit Abflachungen versehene, in durch einen Schlitz
nach außen offene Lageröffnungen einsetzbare Lagerzapfen ver
sehen ist. Die reduzierte Breite der Lagerzapfen im Bereich
der Abflachungen entspricht der Schlitzweite, so daß durch
sie das Einsetzen gewährleistet ist, während nach der an
schließenden Verschwenkung des Kopfstücks in die Betriebs
stellung ein Wiederaustreten aus dem Schlitz durch die an
sonsten größere Breite der dann verdrehten Lagerzapfen verhin
dert ist.
Zur Schaffung einer aerodynamisch günstigen, optisch gefälligen
Verkleidung der Fußstützen in Verbindung mit einer Diebstahl
sicherung, die ein Abnehmen des Dachträgers verhindert, ist
ein Dachträger erfindungsgemäß gekennzeichnet durch eine das
Lagerteil und den Anlenkabschnitt des Kopfstücks überdeckende,
durch einen verschließbaren Drehriegel festlegbare Abdeck
kappe. Durch die aufgesetzte Abdeckkappe, deren Drehriegel
in Schlitze der Seitenwangen des Lagerteils eingreifen kann,
ist sowohl der Anlenkabschnitt des Kopfstücks, als auch ins
besondere die Spannschraube zur Verstellung der Fußstützen
mit den Außenrohren auf dem Innenrohr verdeckt und somit für
einen Unbefugten unzugänglich.
Um die notwendige Querverspannung mit Hilfe der Spannschrau
ben aufbringen zu können, die eine ausreichende Sicherung
des Dachträgers am Dach des Kraftfahrzeuges gewährleistet,
andererseits aber auch keine Überlastung und damit ein Aus
reißen des Gewindes befürchten läßt, kann gemäß einem weite
ren Merkmal der Erfindung vorgesehen sein, das dem mit einem
Innensechskant oder dergleichen versehenen Kopf der in eine
Gewindebohrung eines Querstücks des Innenrohrs eingreifenden
Spannschraube und der Abstützplatte des Lagerteils eine
elastische Polsterscheibe zwischengeordnet ist, wobei die
Ausbildung bevorzugt so getroffen ist, daß das Lagerteil
eine Bohrung zur verdeckten Aufnahme des Befestigungsschrau
ben-Kopfes aufweist, während diese so bemessen ist, daß bei
maximal zulässiger Verspannung die Stirnfläche des Kopfes mit
der vorderen Stirnfläche der Bohrung gerade fluchtet. Man
schraubt also die Befestigungsschraube immer so weit ein, daß
die Stirnfläche ihres Kopfes mit der Stirnfläche des Lager
teils, welche die Bohrung zur Aufnahme der Spannschraube ent
hält, gerade fluchtet und hat dann die Gewähr, daß eine aus
reichende Spannkraft zur Halterung des Dachträgers vorhanden
ist, andererseits aber auch noch nicht die Gefahr einer Über
lastung der Spannvorrichtung gegeben ist.
Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung
ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines Aus
führungsbeispiels sowie anhand der Zeichnung. Dabei zeigen:
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht eines auf ein Kraft
fahrzeugdach aufgesetzten erfindungsgemäßen Dach
trägers,
Fig. 2 ein auseinandergezogener Längsschnitt durch eine
zweiteilige Fußstütze,
Fig. 3 eine teilweise aufgebrochene Seitenansicht der Fuß
stütze im Anlenkbereich ihres Kopfstücks und
Fig. 4 eine teilweise aufgebrochene Seitenansicht eines
Kopfstücks in Explosionsdarstellung mit abgenommenem
Keilpolster und abgenommener Anlageschiene.
Der in Fig. 1 auf das Dach 1 eines Kraftfahrzeugs aufgesetzte
Dachträger umfaßt ein das Fahrzeugdach überbrückendes Innen
rohr 2, dessen vierkantige Außenabschnitte 3 in Außenrohren 4
gleitend verschiebbar gelagert sind, die ihrerseits fest mit
den eigentlichen Fußstützen 5 verbunden sind. Die Fußstützen
5 bestehen dabei aus einem starr mit den Außenrohren 4 verbun
denen Lagerteil 6 und einem schwenkbar daran angelenkten Kopf
stück 7, welches seinerseits auswechselbar ein Keilpolster 8
und eine die Klemmpratze zum Untergreifen der Türleibung bil
dende Anlageschiene 9 trägt. Die Befestigung des Keilpolsters
8, von dem jeweils unterschiedliche Formen zur Anpassung an die
verschiedenen Dachformen vorgesehen sind, erfolgt mit Hilfe
einer angeformten Halteleiste 10, die in eine Schwalbenschwanz
nut 11 des Kopfstücks 7 eingreift. Die Befestigung der Anlage
schiene 9 erfolgt zweckmäßigerweise mit Hilfe von Befestigungs
schrauben 12, wobei ein Lappen 13 des Keilpolsters die An
lageschiene 9 lose überdeckt, so daß durch Wegklappen dieses
Lappens die Befestigungsschrauben 12 zugängig sind. Durch
Vorsehen unterschiedlicher Keilpolster 8 und unterschied
licher Anlageschienen kann in Verbindung mit einer unter
schiedlichen Anstellung des Kopfstücks 7 gegenüber dem
Lagerteil 6, was mit Hilfe der Anschlagschraube 14 möglich
ist, eine einfache Anpassung des Dachträgers an alle Kraft
fahrzeugtypen durchzuführen. Die Anschlagschraube 14 wird
dabei in eine Gewindebohrung 15 des Lagerteils 6 eingeschraubt
und stützt sich mit ihrem freien Ende auf einer Anlagefläche
16 des Kopfstücks 7 ab. Die schwenkbare Anlenkung des Kopf
stücks am Lagerteil 6 erfolgt mit Hilfe von Lagerzapfen 17
mit einseitigen Abflachungen 18, die in entsprechender
Schrägstellung ein Einschieben in die Lagerbohrungen 19 am
Lagerteil 6 ermöglichen, die durch einen Schlitz 20 nach
außen offen sind. Die Breite des Schlitzes 20 entspricht
dabei der Breite der Lagerzapfen 17 im Bereich der Abflachun
gen. In der gegenüber der Einschubstellung verdrehten Be
triebsstellung des Kopfstücks 7 am Lagerteil 6 ist ein Wieder
austreten der Lagerzapfen 17 durch den Schlitz 20 nicht mehr
möglich.
Die Festlegung des Dachträgers am Dach 1 des Kraftfahrzeugs
erfolgt ausschließlich mit Hilfe der Spannschrauben 21, die
eine Verschiebung des Außenrohrs 4 gegenüber dem Innenrohr
3 bewirken. Das Innenrohr 3 ist dabei mit einem Querstück 22
mit Innengewinde 23 versehen, in welches der Gewindeabschnitt
24 der Spannschraube eingreift. Der mit einem Innensechskant
oder dergleichen versehene Kopf 25 der Spannschraube 21 stützt
sich über eine elastische Polsterscheibe 26 aus Gummi, Kunst
stoff od. dgl. an der Abstützplatte 27 des Lagerteils 6 ab.
Dabei ist die Ausbildung so getroffen, daß das Lagerteil eine
Bohrung 28 zur Aufnahme der Polsterscheibe und des Kopfes
25 aufweist, die so bemessen ist, daß bei der gewünschten
maximal zulässigen Verspannung die Polsterscheibe 26 gerade
soweit zusammengedrückt ist, daß die Stirnfläche 26 des
Kopfes mit der die Bohrung 28 umgebenden Stirnfläche 30
fluchtet. Auf diese Art und Weise kann der Benutzer sehr
einfach erkennen, wann er den Dachträger ausreichend fest
am Dach verspannt hat, so daß er einerseits sicher gehaltert
ist, andererseits auch noch keine Gefahr besteht, daß durch
zu starkes Andrehen der Spannschrauben diese abgerissen
werden oder eine sonstige Beschädigung des Spannsystems
erfolgen könnte.
Das Lagerteil 6 und der Anlenkabschnitt des Kopfstückes 7
werden durch eine Abdeckkappe 32 vollständig überdeckt, die
einen abschließbaren Drehriegel 33 aufweist. Der durch Be
tätigung des Zylinderschlosses 34 drehverstellbare Drehriegel
33 greift in der Betriebsstellung in die Schlitze 35 der
Seitenwangen 36 des Lagerteils 6 ein. Bei aufgesetzter Ab
deckkappe - mit 37 sind Griffmulden bezeichnet - sind die
Spannschrauben 21 unzugänglich, so daß ein Lösen des Dach
trägers vom Dach des Kraftfahrzeugs durch Unbefugte nicht
möglich ist.
Claims (8)
1. Dachträger für dachrinnenlose Kraftfahrzeuge mit zwei
teleskopartig verlängerbaren Querträgern, die auf end
seitigen mit Klemmpratzen versehenen Fußstützen mit
Keilpolstern auf dem Dach aufsetzbar sind, wobei jeder
Querträger aus zwei auf ein vorzugsweise vierkantiges
lnnenrohr aufgeschobenen, die Fußstützen tragenden
Außenrohren besteht, von denen wenigstens eines auf
dem Innenrohr gleitend verschiebbar geführt durch eine
axiale Spannschraube verstellbar ist, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Fußstützen (5) aus einem mit dem
Außenrohr (4) fest verbundenen Lagerteil (6) und einem
daran schwenkbar angelenkten Kopfstück (7) besteht, an
dem auswechselbar das Keilpolster (8) sowie eine feste
die Klemmpratze bildende Anlageschiene (9) befestigt
sind.
2. Dachträger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
ein Lappen (13) des Keilpolsters (8) die Anlageschiene
(9) lose überdeckt.
3. Dachträger nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeich
net, daß das Keilpolster (8) mit einer angeformten Halte
leiste (10) in eine Schwalbenschwanznut (11) des Kopf
stücks (7) eingreift.
4. Dachträger nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch ge
kennzeichnet, daß das Kopfstück (7) zwei mit Abflachungen
versehene, in durch einen Schlitz (20) nach außen offene
Lageröffnungen (19) einsetzbaren Lagerzapfen (17) ver
sehen ist.
5. Dachträger nach einem der Ansprüche 1 bis 4, gekennzeich
net durch eine sich am Kopfstück (7) abstützende Anschlag
schraube (14) im Lagerteil (6).
6. Dachträger nach einem der Ansprüche 1 bis 5, gekennzeich
net durch eine das Lagerteil (6) und den Anlenkabschnitt
des Kopfstücks (7) überdeckende durch einen verschließ
baren Drehriegel (33) festlegbare Abdeckkappe (32).
7. Dachträger nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch ge
kennzeichnet, daß dem mit einem Innensechskant od. dgl.
versehenen Kopf (25) der in eine Gewindebohrung (23)
eines Querstücks (22) des Innenrohrs (3) eingreifenden
Spannschraube (21) und der Abstützplatte (27) des Lager
teils (6) eine elastische Polsterscheibe (26) zwischen
geordnet ist.
8. Dachträger nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß
das Lagerteil (6) eine Bohrung (28) zur verdeckten Auf
nahme des Befestigungsschrauben-Kopfes (25) aufweist,
so bemessen ist, daß bei maximaler Verspannung die Stirn
fläche des Kopfes (29) mit der vorderen Stirnfläche (30)
der Bohrung (28) fluchtet.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19863626479 DE3626479A1 (de) | 1986-08-05 | 1986-08-05 | Dachtraeger fuer dachrinnenlose kraftfahrzeuge |
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Publications (2)
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|---|---|
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| DE3626479C2 DE3626479C2 (de) | 1992-04-09 |
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ID=6306724
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19863626479 Granted DE3626479A1 (de) | 1986-08-05 | 1986-08-05 | Dachtraeger fuer dachrinnenlose kraftfahrzeuge |
Country Status (1)
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