DE3623869A1 - Vorrichtung zum gleitschleifen von werkstuecken - Google Patents
Vorrichtung zum gleitschleifen von werkstueckenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Gleitschleifen
von Werkstücken, insbesondere Holzteilen im unbehandelten
oder grundierten Zustand, im Trockenverfahren, bestehend
aus einem Werkstücke und Schleifkörper aufnehmenden, federnd
gelagerten Behälter und einem den Behälter in eine Umwälzbe
wegung versetzenden Vibrationsantrieb.
Bei der Bearbeitung von Holzteilen ist es nicht nur erforderlich,
Kanten zu brechen, sondern es müssen auch abstehende Fasern
umgebogen und die obersten Flächen geglättet werden, um für
nachfolgende Lackauftragsvorgänge gute Voraussetzungen zu
schaffen. Diese Schleif- und Glättvorgänge werden häufig von
Hand durchgeführt. Um den erheblichen Arbeitsaufwand bei Hand
bearbeitung zu verringern, wird auch bereits versucht, das
Glätten von insbesondere bereits grundierten Holzteilen mittels
des bekannten Gleitschliffverfahrens durchzuführen, wobei als
Schleifkörper Holzteile und auch Kunststoffelemente verwendet
werden.
Nachteilig ist dabei, daß auch nach erfolgter Gleitschleifbe
handlung die Holzteile in relativ aufwendiger Weise und in
Handarbeit gesäubert werden müssen, um einen anschließenden
einwandfreien Lackauftrag zu ermöglichen.
Ferner ist ungünstig, daß sich in Bohrungen, die in den Holz
teilen bereits vorhanden sind, Schleifkörperteile absetzen, die
wiederum in aufwendiger Weise entfernt werden müssen.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Vorrichtung
der eingangs angegebenen Art in der Weise auszubilden, daß
nach Beendigung des Gleitschleifvorgangs die bearbeiteten
Holzteile unmittelbar und praktisch ohne zusätzliche Zwischen
arbeitsgänge weiterbearbeitet werden können.
Gelöst wird diese Aufgabe im wesentlichen dadurch, daß in der
Wandung des Behälters zumindest ein in der Umwälzbahn des Ge
misches gelegener Teilbereich siebartig ausgebildet und mit
einer Absaugung verbunden ist.
Durch die während des Bearbeitungsvorgangs erfolgende Absaugung
wird nicht nur verhindert, daß sich an den zu bearbeitenden
Teilen Staub absetzt, der anschließend wieder manuell entfernt
werden muß, sondern es wird auch in überraschender Weise die
Bearbeitungsgüte wesentlich erhöht, so daß die Weiterverarbeitung
der Teile unmittelbar erfolgen kann und die optimalen Vorraus
setzungen für den nachfolgenden Lackauftrag gegeben sind.
Vorzugsweise ist die Größe der siebartigen Bereiche verstellbar,
wodurch den speziellen Bearbeitungsbedingungen jeweils Rechnung
getragen werden kann. Sichergestellt ist aber stets, daß im
Verlauf des Umwälzvorgangs des Gemisches praktisch alle Schleif
körper und zu bearbeitenden Teile an Absaug-Siebbereichen vor
beikommen und Staub sowie störender Abrieb sofort entfernt wird.
Die Siebbereiche können dabei als Loch- oder Schlitzsiebe, bzw.
Kombinationen davon ausgebildet sein.
Nach einer Ausführungsvariante der Erfindung kann auch ein zu
mindest zum Teil doppelwandiger Behälter vorgesehen sein, bei
dem die behälterinnenseitige Wand als Absaugsieb ausgebildet ist
und der zwischen den beiden Wänden gelegene Raum eine Absaug
kammer bildet.
Nach einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung
sind die Sieböffnungen so gewählt, daß die Siebbereiche gleich
zeitig eine Unterkorn-Aussiebung erbringen. Die über die Sieb
bereiche wirksame Saugkraft hat dabei zur Folge, daß die klein
teiligen Unterkornanteile bevorzugt in Richtung der Absaug-Siebe
bewegt und unmittelbar entfernt werden.
Insbesondere bei größeren Anlagen, bei denen sich beispiels
weise häufig zwei bis drei Tonnen Gemisch im Arbeitsbehälter
befinden, ist es von Vorteil, zumindest eine aus dem Arbeits
behälter abgezweigte, durch eine Sieb-, Wasch- und Trockenstation
führende und wieder in den Behälter mündende Bypass-Strecke für
die Schleifkörper vorzusehen, wobei in dieser Bypass-Strecke
eine besonders wirksame Unterkorn-Aussiebung durchführbar ist.
Im Zusammenwirken mit der erfindungsgemäß vorgesehenen Absaugung
erbringt diese Lösung besonders vorteilhafte Bearbeitungser
gebnisse aufgrund der sehr wirksamen Kleinteil- und Staubent
fernung trotz der großen Gemischmenge.
Nach einer Alternativ- oder gemeinsam mit der bereits beschriebenen
Absauganordnung können zur Schleifstaubentfernung in den Be
arbeitungsbehälter vorzugsweise periodisch einschwenkbare Saug
rohrelemente vorgesehen sein. Diese Saugrohrelemente erstrecken
sich zweckmäßiger Weise in Behälterlängsrichtung bzw. in Lauf
richtung des Gemisches und bestehen aus geschlossenen Rohrab
schnitten, die mit einer Vielzahl von Ansaugöffnungen versehen
sind.
Um das Herausheben der bearbeiteten Teile, das teilweise
einen hohen Kraftaufwand erfordert, zu erleichtern, werden
im Arbeitsbehälter vorzugsweise Aushebehilfen in Form von
Stangen oder Heberosten vorgesehen, die beispielsweise mit
tels Zylinder, Kolbenanordnungen, Kettenzügen und dergleichen
betätigbar sind.
Bei verschiedenen Gleitschleifmaschinen ist es auch möglich,
durch Drehrichtungsumkehr der Antriebsvibratoren zu erreichen,
daß die Teile aus dem Gemisch auftauchen und dann leicht her
ausgenommen werden können.
Die Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die
Zeichnung beispielsweise beschrieben; in der Zeichnung zeigt:
Fig. 1 eine schematische Prinzipdarstellung eines gemäß der
Erfindung ausgebildeten Arbeitsbehälters einer Gleit
schliffvorrichtung, und
Fig. 2 eine schematische Querschnittsansicht einer alternativen
Ausführungsform.
Die Fig. 1 zeigt einen geradlinigen Arbeitsbehälter 1, der
federnd gelagert und mit Vibratoren in üblicher Weise in
Schwingung versetzt ist.
Dieser zur Trockenbearbeitung von Werkstücken bestimmte und
dazu Schleifkörper in Form von Holzstücken oder Kunststoff
teilen enthaltene Behälter 1 ist über seine Länge mit mehreren
Siebbereichen 2 versehen, die ganzflächig an eine Absaugleitung
3 angeschlossen sind. Die in der Zeichnung gezeigte Anordnung
der Siebbereiche 2 besitzt keinerlei einschränkende Bedeutung.
Wesentlich ist vielmehr, daß das während des Betriebs wendel
förmig umgewälzte Gemisch aus Schleifkörpern und zu bearbeitenden
Teilen wiederholt an Absaug-Siebflächen 2 vorbeikommt und auf
diese Weise sichergestellt wird, daß praktisch der gesamte
sich während der Bearbeitungsvorgänge bildende Staub unmittel
bar aus dem Arbeitsbehälter entfernt wird und damit zum einen
staubfreie, bearbeitete Teile entnommen werden können und zum
anderen die Oberflächengüte dieser bearbeiteten Teile von be
sonders hoher Qualität ist.
Die Querschnittsansicht nach Fig. 2 zeigt eine Alternative, bei
der der Arbeitsbehälter 1 bodenseitig doppelwandig ausgebildet
ist, wobei die innere Wandung 4 zumindest auf einem wesentlichen
Teil die Form eines Loch- und/oder Schlitzsiebes besitzt. Der
zwischen dieser inneren Wand 4 und der Außenwand des Behälters
1 gelegene Raum 7 ist als Absaugraum ausgebildet und mit einer
entsprechenden Saugleitung 3 verbunden.
In Ergänzung oder alternativ zu den beschriebenen Möglichkeiten
können auch mehrere Saugrüsselelemente 5, 6 verwendet werden,
die vorzugsweise periodisch in das sich in Umwälzbewegung be
findende Gemisch eingetaucht, bzw. in den Behälter eingeschwenkt
werden können.
Als Saugrüssel eignen sich als besonders einfache und widerstands
fähige Elemente geschlossene Rohrabschnitte 5, die sich in Längs
richtung des Behälters erstrecken und an ihrem Umfang mit einer
Vielzahl von Ansaugöffnungen versehen sind.
Diese Saugrohranordnungen werden innerhalb des Arbeitsbe
hälters 1 derart plaziert, daß praktisch sämtliche Teile
des Gemisches während ihres Durchlaufs vorzugsweise mehr
mals in die entsprechenden Saugbereiche gelangen.
Claims (13)
1. Vorrichtung zum Gleitschleifen von Werkstücken, insbesondere von
Holzteilen im unbehandelten oder grundierten Zustand, im
Trockenverfahren, bestehend aus einem Werkstücke und Schleif
körper aufnehmenden, federnd gelagerten Behälter und einem
den Behälter in eine Umwälzbewegung versetzenden Vibrations
antrieb,
dadurch gekennzeichnet,
daß in der Wandung des Behälters (1) zumindest ein in der Um
wälzbahn des Gemisches gelegener Teilbereich (2) siebartig
ausgebildet und mit einer Absaugung (3) verbunden ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß mehrere im Umwälzweg des Gemisches gelegene sieb
artige Bereiche (2) gegeneinander versetzt in unterschied
lichen Behälterhöhen angeordnet sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Größe der siebartigen Bereiche (2)
verstellbar ist.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Siebbereiche (2) als
Loch- oder Schlitzsiebe ausgebildet sind.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß der Behälter (1) zumindest in seinem Endbereich
- in Bewegungsrichtung des Gemisches gesehen - einen siebartigen
Boden (4) aufweist, unter dem ein Absaugraum (7) ausgebildet
ist.
6. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Sieb
öffnungen so groß gewählt sind, daß die Siebbereiche gleich
zeitig Unterkorn-Aussiebbereiche bilden.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß zusätzlich zu dem Absaug-
Siebbereichen in die Behälterwand Unterkorn-Aussiebflächen
integriert sind.
8. Vorrichtung, insbesondere nach einem der vorhergehenden An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zur
Schleifstaubentfernung in den Arbeitsbehälter (1) insbesondere
periodisch einschwenkbare Saugrohrelemente (5) vorgesehen sind.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeich
net, daß die Saugrohrelemente (5) sich in Behälterlängs
richtung, bzw. in Laufrichtung des Gemisches erstreckende Rohr
abschnitte mit einer Vielzahl von Ansaugöffnungen aufweisen.
10. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß an der Oberseite des Arbeits
behälters eine insbesondere großflächig und verschwenkbar aus
gebildete Feinstaubabsaugung vorgesehen ist.
11. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß zumindest eine aus dem Ar
beitsbehälter (1) abgezweigte, durch eine Sieb-, Wasch- und
Trockenstation führende und wieder in den Arbeitsbehälter
mündende Bypass-Strecke für die Schleifkörper vorgesehen ist.
12. Vorrichtung, insbesondere nach einem oder mehreren der vor
hergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß im Arbeitsbehälter (1) eine Aushebehilfe, insbesondere in
Form einer Stangen- oder Rostanordnung vorgesehen ist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeich
net, daß die Aushebehilfe durch eine Hilfskraftanordnung
vertikal verfahrbar ist.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE19863623869 DE3623869A1 (de) | 1986-07-15 | 1986-07-15 | Vorrichtung zum gleitschleifen von werkstuecken |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (2)
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Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0649705A1 (de) * | 1993-10-22 | 1995-04-26 | Sintobrator, Ltd. | Trockengleitschleifenvorrichtung |
| CN103481177A (zh) * | 2012-06-07 | 2014-01-01 | 柯马杜股份有限公司 | 精加工由多种材料制成的部件的系统 |
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3623869C2 (de) | 1988-06-16 |
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