DE2152453A1 - Verfahren und vorrichtung zur oberflaechenbehandlung von werkstuecken - Google Patents
Verfahren und vorrichtung zur oberflaechenbehandlung von werkstueckenInfo
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Classifications
-
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Description
METALIGESELLSCHAFT Prankfurt(M) ,19.10.1971
Aktiengesellschaft Hs/DrEhd/GI
prov. Nr. 68 24 M
Verfahren und Torrichtung zur Oberflächenbehandlung von. Werkstücken
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Oberflächenbehandlung von Werkstücken mit festen und
gegebenenfalls flüssigen Bearbeitungsmitteln, wobei das
G-emisch von Werkstücken und Bearbeitungsmitteln durch ein strömendes Medium in einem Behälter bewegt wird.
Die Oberflächenbearbeitung kann dabei zum Beispiel im Entgraten, Kantenrunden, Schleifen, Polieren und dergleichen
bestehen. Zu dieser Oberflächenbearbeitung werden in der Regel Schleif- oder Polierkörper verschiedener, dem Verwendungszweck
angepasster Größe aus Metall, Keramik, Kunststoff, keramik- oder kunststoffgebundenen Schleifmitteln
und dergleichen verwendet. Die Werkstücke können aus beliebigem Werkstoff, wie zum Beispiel Metall, Kunststoff
und dergleichen, bestehen. Nach dem Verfahren der Erfindung können sowohl kleine Y/erkstücke, wie zum Beispiel
Uhrenteile, vorzugsweise aber Werkstücke von größeren Abmessungen und größerem Gewicht, wie zum Beispiel Stanateile,
Kugellagerteile, Gehäuseteile, Staubsaugerteile, Ventilgriffe, Verriegelungsgriffe, Möbelgriffe, Zinkdruck-
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gußteile, zum Beispiel für die Automobilindustrie, und dergleichen behandelt werden. Pur die Bearbeitung
solcher Werkstücke mittels Schüttungen loser Schleifoder Polierkörper der obengenannten Art hat man bisher
zum Umwälzen des Gemisches aus Behandlungskörpern und Werkstücken umlaufende Trommeln, vibrierende Behälter
oder solche Behälter verwendet, bei denen die untere Trommelhälfte in Rotation versetzt wurde, während die
feststehende obere Trommelhälfte zum Abbremsen und Zurückleiten des Gemisches in die untere Trommelhälfte diente.
Manche dieser Apparate haben den Nachteil, daß die Bearbeitungszeiten zu lang sind. Alle diese Apparate haben
den Nachteil, daß sie einen hohen Kraftaufwand erfordern und der Verschleiß - besonders im Antriebsbereich relativ
hoch ist.
Durch die DL-PS 29 010 sind ein Verfahren und eine Vorrichtung bekannt, bei der die Bearbeitung von Werkstücken
durch Vermischen mit festen Bearbeitungsmitteln und Bewegen des Gemisches mittels Preßluft durchgeführt wird.
Diese Art der Bearbeitung ist jedoch nur für die Bearbeitung von sehr kleinen Teilen, wie zum Beispiel Kleinteilen der
Uhrenindustrie durchführbar.Außerdem konnte sich dieser
Vorschlag in der Praxis nicht durchsetzen, weil die Relativbewegung
zwischen Werkstücken und Bearbeitungsmitteln dabei nur unkontrolliert und damit das Bearbeitungsergebnis
sehr unterschiedlich ist. Störend ist bei diesem und den
anderen bekannten Verfahren außerdem die starke Geräuschentwicklung. - · .
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Aufgabe der Erfindung ist es, diese Nachteile zu beseitigen, Kraftaufwand und Verschleiß der Apparaturen
sowie die Lärmentwicklung gegenüber den bekannten Verfahren zu verringern und das Bearbeitungsergebnis bei
der Bearbeitung von Werkstücken beliebiger, in Trommeln mittels loser Schüttungen von Bearbeitungsmitteln bearbeitbarer
Werkstücke zu verbessern und zu beschleunigen.
Diese Aufgabe wird gelöst, indem Flüssigkeitsstrahlen mit
so hohem Druck und in solcher Richtung und in Gegenwart einer solchen Flüssigkeitsmenge auf das im Bearbeitungsbehälter befindliche Gemisch von Bearbeitungsmitteln und
Werkstücken zur Einwirkung gebracht werden, daß dieses eine in einer bestimmten Richtung verlaufende Fördeibewegung
und gleichzeitig eine etv/a um die Mittelachse des Gemischstromes umlaufende UmwälzBewegung ausführt.
Für die Lösung der genannten Aufgabe und die Verkürzung der Bearbeitungbzeit der Yferkstücke ist es von besonderer
Bedeutung, daß eine Flüssigkeit verwendet wird und diese in relativ großer Menge im Behälter vorhanden ist und
bei dem Verfahren nach der Erfindung ständig in gleichen Mengen pro Zeiteinheit zu- und wieder abgeführt wird,
so daß der Flüssigkeitsstand im Bearbeitungsgefäß konstant bleibt.
Y/ährend bei den bekannten Verfahren, bei denen Vibratoren
verwendet werden, immer darauf geachtet v/erden mußte, daß die Flüssigkeit nur in Mengen vorhanden war, die die Bearbeitung
nicht dadurch behinderte, daß das der Flüssigkeit innewohnende Trägheitsmoment eine Schleifwirkung verhinderte,
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ist das Verfahren nach der Erfindung zweckmäßig in der Weise durchzuführen, daß das Niveau der Piüssigkeitsmenge
Im Behälter über der Bearbeitungsmasse liegt, tberraschend
war, daß nach dem erfindungsgemäßen Verfahren die im Behälter befindliche Flüssigkeit die Sohleifwirkung nicht
etwa .hemmt, sondern selbst zur Bearbeitung der Werkstücke mit beiträgt. Nach den bisher bekannten Verfahren war die
Flüssigkeit nur als Mittel zum Waschen, der Bearbeitungsk
masse und als Transportmittel für den Abrieb benutzt ™ worden, während sie jetzt/die weitaus wichtigere Aufgabe
der Bearbeitung mit erfüllt.
Als Flüssigkeit können Wasser, organische Lösungsmittel, wie zum Beispiel Petroleumfraktionen, Halogen» oder insbesondere
Fluorkohlenwasserstoffe, und andere verwendet werden. Den Flüssigkeiten setzt man zweckmäßig Chemikalien
zu, um eine Lösung mit Reinigungs- und Inhibitorwirkung zur Verhinderung der Korrosion der Y/erkstücke zu erhalten.
Zusätzlich oder anstelle dieser Chemikalien können die Flüssigkeiten noch Chemikalien alkalischer oder saurer
Art enthalten, die eine chemische Verstärkung oder Ver- ^ minderung der mechanischen Schleifwirkung verursachen.
Zusätze dieser Art sind bei der Haßbearbeitung nach dem Stand der Technik bekannt.
Die Flüssigkeit wird unter Druck über mehrere über den Umfang des Bearbeitungsbehälters verteilte Düsen eingebracht,
Behälterform und Anordnung sowie Richtung der Düsen können ·
dabei so aufeinander abgestimmt sein, daß durch die Düsen selbst im wesentlichen nur die Förderbewegung bewirkt wird
und die Umwälzbewegung im wesentlichen durch die Behälterform.
Dies ist ζμιη Beispiel der Fall, wenn sie so ange-
/*,insbesondere als Energieträger,
_ c
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ordnet sind, daß die Flüssigkeitsstrahlen in horizontaler Richtung und im spitzen Winkel zur Behälterv/andung
in das Innere des Behälters gerichtet sind und der Behälter zum Beispiel die Form eines bauchigen Kessels
besitzt·
In einer besonders zweckmäßigen Ausführungsform werden mehrere Flüssigkeitsstrahlen mit unterschiedlicher Strahlrichtung
auf das Gemisch aus festen Bearbeitungsmitteln und Werkstücken zur Einwirkung gebracht. Dies bewirkt,
daß die gleichzeitig stattfindenden Förder- und TJmwälzbewegungen
im wesentlichen unabhängig von der Behälterform allein durch die Flüssigkeitsstrahlen erfolgen. Dabei sind
die Flüssigkeitsstrahlen über den gesamten Förderweg des Gemischstromes verteilt, zum Teil horizontal, zum Teil
abweichend von der Horizontalen schräg nach oben und zum Teil schräg nach unten gerichtet. Einer der Hauptvorteile
dieser Arbeitsweise ist ein besonders geringer Verschleiß der Apparatur und eine besonders hohe Bearbeitungsgeschwindigkeit.
Die Intensität der Bearbeitung hängt in weitem Maße von dem Druck ab, mit dem die Flüssigkeitsstrahlen auf den
Gemischstrom gerichtet werden. Der anzuwendende Druck kann bei dem Verfahren 5 bis 100 kg/cm- betragen. Der vorteilhafteste
Druckbereich liegt zwischen 20 und 75 kg/cm . Der Grad der Intensität kann durch'die Regulierung des
Druckes sehr genau den unterschiedlichen Bedingungen angepaßt werden. Die Bearbeitung erfolgt sehr intensiv und
dabei durch die große Flüssigkeitsmenge jedoch relativ schonend.
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Auch die Anzahl der Flüssigkeitsstrahlen und der Winkel, mit dem die Flüssigkeitsstrahlen auf den Gemischstrom
gerichtet werden, haben Einfluß auf die Bearbeitungsintensität. Sowohl der anzuwendende Flüssigkeitsdruck als
. auch die Zahl und Richtung der Flüssigkeitsstrahlen richten sich nach der Größe und Füllung des Bearbeitungsbehälters,
Mit Rücksicht hierauf können auch Flüssigkeitsdrücke von
ρ ρ
weniger als 5 kg/cm als auch von mehr als 100 kg/cm
für befriedigende Intensität und Schnelligkeit der Verarbeitung ausreichend bzw. erforderlich sein.
' Jon Bedeutung für den Gemischstrom und. seine Förder- und
.Umwälzbewegungen ist auch die Menge der verwendeten ;
Flüssigkeit, die zweckmäßig die in Umwälzung befindliche Masse wenigstens bedeckt.
Die aus dem Behälter ausströmende Flüssigkeit kann im Kreislauf geführt werden, indem sie in. einem ausreichend
bemessenen Behälter aufgefangen, durch einen Filter oder Hydrozyklon von Feststoffen gereinigt und wieder durch die
Düsen in den Bearbeitungsbehälter über eine Druckpumpe zugeführt wird.
Nach der Fertigbearbeitung können Werkstücke mit hohem * Strömungswiderstand von den Bearbeitungsmitteln dadurch
getrennt werden, daß am Boden des Bearbeitungsbehälters ein
Sieb geöffnet wird, durch das die Bearbeitungsmittel mit der Flüssigkeit hindurchgeschwemmt werden, während die Y/erketüeke
im Bearbeitungsgefäß verbleiben.. Die Trennung erfolgt bei wendelförmigen Bearbeitungsbehältern zweckmäßig duroh
eine am höchsten Punkt des Wendeis anbringbare Separiereinrichtung zur selbsttätigen Rückführung der Bearbeitungsmittel in den Bearbeitungsvorgang durch Schwerkraft und zur
Abführung der bearbeiteten Werkstüöos. Bei ringförmigen Bearbeitungsbehältern
kann dazu ein Damm oder eine schräg nach oben führende Förderbahn geschoben werden,wobei die Förderbewegung
durch Flüssigkeitsstrahlen aus entsprechend angeordneten Düsen bewirkt wird. „ ,
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Bei Gemischen von spezifisch unterschiedlichem Gewicht können nach der Fertigbearbeitung der Flüssigkeit Mittel
zugesetzt werden, die zur Aufschäumung führen,and wodurch die leichteren Teile von den schwereren getrennt und mit
der Flüssigkeit aus dem Behälter geschwemmt werden.
Eine weitere Möglichkeit der Trennung der fertig bearbeiteten
Werkstücke von den Bearbeitungsmitteln besteht darin, die gesamte Beschickungsmasse durch eine Bodeiiöffnung
des Bearbeitungsbehälters auszuspülen und dann mechanisch - zum Beispiel über Siebe - oder magnetisch
cn trennen.
Für die Durchführung des Verfahrens nach der Erfindung
können mit Vorteil Vorrichtungen \rerwendet werden, die
aus einem Behälter bestehen, in dessen Wandungen über den gesamten Umfang verteilt mehrere Düsen angeordnet und im
spitzen Winkel zur Behälterwandung in das Behälterinnere
gerichtet sind. Der Behälter muß dann außerdem über seine Wände und gegebenenfalls auch über den Boden verteilte,
vorteilhaft durch Siebe abgedeckte Abflußöffnungen für
das strömende Medium besitzen.
Für die Trennung der fe sten Bearbeitungsmittel von den Yferkstücken durch Aufschäumung ist es vorteilhaft, wenn
der Bearbeitungsbehälter am oder in der Nähe des oberen Randes des Behälters Überlaufkanäle besitzt.
Ferner ist es für die Regulierung der Bearbeitungsintensität
und Bearbeitungsgeschwindigkeit von Vorteil, wenn die Düsen unä/oder Abflußöffnungen einzeln oder
gruppenweise für die Zufuhr der Flüssigkeit zu regulieren, zu öffnen und au schließen sind.
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Pur den Bearbeitungsbehälter der Vorrichtung nach der
Erfindung können verschiedenartige Formen gewählt werden. So können zum Beispiel Behälter verwendet werden, d.ie die
Form eines umgekehrten oben offenen Kegelstumpfes, einer
Kugel, einer Halbkugel, eines Ringes, eines Zylinders, einer wend elf örmigen Rinne und andere besitzen. Der Querschnitt
dieser Behälter kann kreisförmig oder polygonal sein oder auch eine aus diesen Formen kombinierte Form
besitzen. Als besonders zweckmäßig hat sich die Verwendung eines ringförmigen Behälters mit im Querschnitt etwa halbkreisförmigem
Boden erwiesen.
Bei vielen der möglichen Behälterformell genügt ee, wenn
mehrere Düsen in der Nähe des Bodens etwa in gleicher horizontaler Ebene angeordnet sind. Die aus diesen Düsen
austretenden Flüssigkeitsstrahlen verleihen dann dem Gemisch aus Werkstücken und festen Bearbeitungsmitteln eine
Förderbewegung rund um eine vertikale Mittelachse mit einer Geschwindigkeit, die ein Hochsteigen des Gemisches
an der Behälterwandung bewirkt. Von einer bestimmten Höhe ab fällt das Gemisch dann nach Verbratich der durch die
Flüssigkeitsstrahlen verliehenen Kraft in Richtung der " Mittelachse und nach unten in den Behälter zurück, so daß
hierdurch die Umwälzbewegung entsteht« Dies ist insbesondere
bei den Behältern mit der Form einer Halbkugel, einer Kugel und eines stehenden Zylinders möglich, wenn der Behälter
keinen zu großen Durchmesser besitzt. Die kombinierte Förder- und Umwälzbewegung kann bei diesen Behältern verbessert
werden, wenn die Düsen schräg von unten nach oben gerichtet sind.
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Bei aehr großen Behältern der genannten Art und insbesondere
bei Behältern von der Form einer ring- oder wendelförmigen Rinne oder eines liegenden Rohres und
ähnlichen ist es vorteilhaft, die Düsen zum l'eil, vorzugsweise
in der Reihenfolge abwechselnd, horizontal, schräg von unten nach oben und gegebenenfalls an der gegenüberliegenden
Seite der Rinne oder dergleichen schräg von oben nach unten au richten. Insbesondere bei der letztgenannten
Ausführungsform ist es namentlich bei größeren Behältern zweckmäßig, die Düsen in mehreren verschiedenen
Ebenen am Umfang des Behälters und gegebenenfalls zum Teil auch am Boden des Behälters anzuordnen. Die letztgenannte
Ausführungsform ist immer dann zu empfehlen, wenn die
Bewegungen des Gemischstromes im wesentlichen unabhängig von der Behälterform gestaltet werden sollen.
Bei der folgenden Beschreibung der schematischen Abbildungen wird die Erfindung beispielsweise dargestellt:
Abb. 1 ist eine perspektivische Darstellung einer Vorrichtung nach der Erfindung.
Abb. 2 ist eine Draufsicht auf eine erfindungsgemäße Vorrichtung mit ringförmigem Bearbeitungsbehälter.
Abb. 3 ist ein senkrechter Schnitt III-III durch die
Vorrichtung nach Abb. 2.
Abb. 4 ist ein Teilschnitt"IV-IV durch die Vorrichtung
nach Abb. 2.
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- ίο -
Durch das Ansaugrohr 17 saugt die mit dem Motor 1 angetriebene Pumpe 2 die Flüssigkeit 11 aus dem Auffangbehälter
5 durch die Rohrleitung 3, die mit eil em Regel-. ventil 4 ausgestattet ist, in die Druckleitung 7 mit
einem Druck von etwa 25 kg/cm . Von dort verteilt sich die Flüssigkeit auf die ebenfalls mit einem Regelventil
versehenen sechs Düsen 8, durch die sie in den Arbeitsbehälter 6 einströmt. Der Arbeitsbehalfetsr ist ringförmig
ausgestattet mit nach außen gewölbten Wänden 18. Das
^ Verhältnis von Höhe zu Breite des Arbext abehält ers beträgt
™ ' etwa 1 : 2. Er faßt ca. 50 1,
Die Flüssigkeit, der eine für Schleifarbeiten übliche
nicht schäumende Salzmischung von 10 g/l beigefügt ist7
tritt in einem im Verhältnis zur Wandung des Bearbeitungsbehälters spitzen Winkel aus und trifft auf das im Bearbeitungsbehälter
befindliche Gemisch von Bearbeitungskörpern und Werkstücken. Bs handelt sich um ca, 35 kg
kegelförmige kunststoff gebundene Schleifkörper - jeder mit
einer Höhe von 10 mm und einem gleichgroßen Durchmess ar
der Grundfläche - und ca. 2 kg Werkstücke aus Aluminiumblech in der Größe von je 50 χ 20 χ 2 mm,
Das Gemisch ist ca. 10 cm hoch von der Flüssigkeit überdeckt.
Es bewegt sich durch die kinetische Energie der durch die Düsen eingespritzten Flüssigkeitsstrahlen in
der gleichen Richtung vorwärts, in der es von den Strahlen getroffen wird, durch den Bearbeitungsbehälter. Dui^c'h die
' Wölbung der Wandung des Bearbeitungsbeiiälfcers und die sum
Teil nach oben gerichteten Dii3en entsteht gleichseitig eine Umwälzbewegung" des Gemisches von außen nach innen
etwa um die Mittelachse der Vorwärtsbewegung, ε- daß die
i ι
309818/GiSi»
mspfc
Werkstücke und die Bearbeitungskörper immer wieder miteinander
in Berührung kommen, intensiv durchmischt werden und die Werkstücke durch die dabei erzielte Relativbewegung zwischen diesen und den Bearbeitungskörpern entgrated
und geschliffen werden. Am oberen Rand des Bearbeitungsbehälters befinden sich zwei mit je einem Sieb
14 versehene Überläufe 9, durch die die überschüssige Flüssigkeit ~ nachdem sie ihre kinetische Energie abgegeben
hat - durch das Überlaufrohr 15 abfließt in den Auffangbehälter 5 tmd von dort wieder durch das Ansaugrohr
17 in den geschilderten Kreislauf gelangt· Bs werden in diesen Kreislauf pro Minute ca. 800 1 Flüssigkeit
durch den Bearbeitungöbehälter geführt. Nach ca. 50
Minuten ist der vorher an den Werkstücken befindliche vom Stanzen herrührende Grat entfernt, die Kanten sind
leicht gerundet und das Werkstück ist allseitig gut bearbeitet.
Zum Entleeren des Bearbeitungsbehälters wird die Flüssigkeitszufuhr
unterbrochen und danach eine Klappe 16 an dessen Boden geöffnet, so daß die im Arbeitsbehälter befindliche
Flüssigkeit in den Auffangbehälter abfließt und die Beschickungsmasse durch die Entleervorrichtung 10
aus dem Bearbeitungsbehälter ausgetragen wird. Die Beschickungsmasse wird über eine geeignete Separiervorrichtung
in Werkstücke und Schleifkörper getrennt und die Bearbeitungskörper
werden durch bekannte Fördereinrichtungen dem Bearbeitungsbehälter nach Schließen der Bodenklappe
wieder sugefüllt. Der Bear-beitungsbehälter ruht auf den
Ständern 12. 13 ist ein Schnitt durch die Druckleitung
Patentansprüche
309818/0334
Claims (1)
- P at ent an s prttcheVerfahren zur Oberflächenbehandlung von W irks tii eic en mittels festen und gegebenenfalls flüssigen Bearbeitungsmitteln, wobei das Gemisch von Werkstücken , und Bearbeitungsmitteln durch ein strömendes Medium in einem Behälter bewegt wird, dadurch gekennzeicliiiet, daß Fltissigkeitsstrahlen mit so hohem Druck und in solcher Richtung und in Gegenwart einer solchen Flüssigkeitsmenge im Behälter auf das im Behälter P befindliche Gemisch zur Einwix-kung gebracht werden,daß das Gemisch eine in einer bestimmten Richtung verlaufende Förderbewegung und gleichzeitig eine etwa um die Mittelachse des Gemisehstromes umlaufende Umwälzbewegung ausführt.2« Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sich soviel Flüssigkeit in dem Bearbeitungsbehälter befindet, daß die in Umwälzung befindliehe Masse mindestens damit bedeckt ist.3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn-L· zeichnet, daß die Flüssigkeit etwa in gleichen Mengenpro Zeiteinheit zu- und abgeführt wird.4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3» dadurch. gekennzeichnet t daß mehrere Flüssigkeitsstrahlen mit unterschiedlicher Strahlrichtung auf das Gemisch aus festen Bearbeitungsmitteln und Werkstücken derart zur Einwirkung gebracht werden, daß die gleichzeitig stattfindenden Ford er- und Umwälzbewegungen im wesentlichen unabhängig von der Behälterform durch die Flüscigkeitsstrahlen bewirkt werden.- 13 -30 9 818/0384 0R|G1NÄL ιΝδΡεσΓΕΡ5. Verfahren nach einem der Anspruch? 1 bia 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Flüssigkeit mit einem Druck von 5 bis 100 kg/cm , vorzugsweise von 20 bis 75 kg/cm in den Behälter eingeführt wird»6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5» dadurch gekennzeichnet, daß nach Fertigbearbeitung der Werkstücke die spezifisch leichteren festen Bearbeitungsmittel in dem Bearbeitungsbehälter durch die Flüssigkeit, der gegebenenfalls nach Beendigting des Bearbeitungsvorgangs Aufsohäummittel zugesetzt wird, von den Werkstücken getrennt und miller Flüssigkeit oberhalb der Werkstücke aus dem Behälter geschwemmt werden.7. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Ansprüchen 1 bis 6, bestehend aus einem Behälter mit Einrichtungen zum Zuführen eines strömenden Mediums unter Druck und zum Abführen des strömenden Mediums aus dem Behälter, dadurch gekennzeichnet,daß in den Behälterwandungen über den gesamten Umfang des Behälters und gegebenenfalls auf den Boden des Behälters verteilt mehrere .Düsen angeordnet und im spitzen Y/inkel zur Behälterwandung in das Behälterinnere gerichtet sind und der Behälter über die Wände und gegebenenfalls den Boden verteilte durch Siebe abgedeckte Abflußöffnungen für die durch die Düsen zugeführte Flüssigkeit besitzt.8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß am oder in der Nähe des oberen Randes des Behälters Überlauf kanal e. angeordnet sind.- 14 -818/03849. Vorrichtung naoh Anspruch 7 oder 8, dadurch gckenn- . zeichnet, daß die Düsen und/oder Abflußöffnungeneinzeln oder gruppenweise für die Zufuhr bzw. Abfuhr der Flüssigkeit offen- bzw. schließbar sind.10. . Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 his 9,dadurch gekennzeichnet, daß die Düsen schräg tob unten nach oben gerichtet sind.11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 9iP dadurch gekennzeichnet, daß die Düsen in gleichmäßiger Reihenfolge abwechselnd horizontal, schräg von unten nach oben und gegebenenfalls an der gegenüberliegenden Behälterwand schräg von oben nach tinton gerichtet sind.12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Düsen in mehreren verschiedenen Ebenen am Umfang des Behälters unc1 gegebenenfalls zum Teil auch am Boden des Behälters angeordnet sind.13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Boden des Behälters eine im Querschnitt etwa halbkreisförmige Form aufweist.Ί g / :* ORIGINAL INSPECTED
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