Die Erfindung bezieht sich auf eine Wellenlagerung nach dem
Oberbegriff des Anspruchs 1.
Zweireihige Schrägwälzlager müssen in vielen Anwendungsfällen
bei der Montage axial vorgespannt bzw. mit einem bestimmten
Spiel versehen werden, damit sich eine betriebssichere
Wellenlagerung ergibt. Um dies zu ermöglichen ist es allgemein
bekannt, beide Innenringe mit Schiebesitz auf der Welle
anzuordnen und die mit der Welle verbundenen Anschläge für die
Innenringe axial gegeneinander zu verspannen. Dieser Schiebesitz
bewirkt aber bei vielen Anwendungsfällen wesentliche Nachteile.
Wegen dieses Schiebesitzes können sich nämlich die Innenringe
auf der Welle drehen, was grundsätzlich unerwünscht ist, da sich
dies auf die Funktionsfähigkeit der Konstruktion sehr negativ
auswirken kann. Außerdem kann bei Anschlägen mit
Drehverbindung zur Welle ein Loslösen dieser Anschläge
verursacht werden.
Zur Vermeidung dieser Mängel wird in der
Kugellagerzeitschrift 194, Seite 26 und 27 vorgeschlagen, den
einen Innenring mit fester Passung einzubauen. Der andere
Innenring behält aber eine lose Passung, so daß für diesen die
obigen Nachteile bleiben. Nun wird zwar in der DE-OS 33 06 267
gelehrt, den losen Innenring am festen Innenring abzustützen.
Hier erfolgt dies aber in komplizierter Weise durch eine flexible
Abstandshülse.
Es ist daher Aufgabe dieser Erfindung eine Wellenlagerung nach
dem Oberbegriff des Anspruchs 1 so weiter zu verbessern, daß
mit einfachen Mitteln eine ausreichende Befestigung der
Innenringe auf der Welle ermöglicht wird.
Die Erfindung wird im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1
dargestellt. Anspruch 2 enthält eine spezielle Ausgestaltung.
Mit Hilfe der kennzeichnenden Merkmale nach Anspruch 1 wird
es möglich, eine drehfeste Verbindung zwischen den Innenringen
des Wälzlagers und der Welle zu erreichen, wobei trotzdem eine
axiale Verschiebung des einen Innenrings zum Zwecke der
Erlangung einer bestimmten Spieleinstellung möglich ist. Der mit
Preßsitz auf der Welle sitzende Innenring bewirkt nämlich eine
drehfeste Verbindung zwischen diesen Teilen. Der zweite
Innenring ist wegen der axialen Nachstellmöglichkeit mit
Schiebesitz aufgebracht. Damit aber auch dieser Innenring
drehfest angeordnet ist, besitzt er ein Stirnprofil, das
formschlüssig in ein entsprechendes Stirnprofil des anderen
Innenrings eingreift. Dabei wird die axiale Bewegung der beiden
Innenringe gegeneinander dadurch ermöglicht, daß axiale
Relativbewegungen zugelassen werden, indem im Bereich der
Stirnprofile ein axialer Spalt vorgesehen ist.
In der AT-PS 2 92 395 werden zwar Innenringe gezeigt, die eine
ineinandergreifende Verzahnung besitzen, die ganze Anordnung
ist aber axial verspannt, so daß sie sich so verhält, als wäre sie
einstückig ausgebildet. Insofern kann hiermit die hier gestellte
Aufgabe nicht gelöst werden.
Die Befestigung der Innenringe auf der Welle erfolgt nach einer
bevorzugten Ausführung dadurch in einfacher Weise, daß auf der
einen Seite der Welle eine Schulter vorhanden ist, während auf
der anderen Seite ein mit der Welle z. B. über ein Gewinde
verbundenes Halteelement vorgesehen ist.
Die Erfindung wird anhand eines Querschnitts durch eine
Getriebelagerung für Kraftfahrzeuge im einzelnen erläutert.
In einem Getriebegehäuse 1 sind zwei gegeneinander
anstellbare Kegelrollenlager 2 und 3 befestigt.
Diese bestehen jeweils aus den Außenringen 4, 5,
die über Kegelrollen 6 und Käfige 7 mit den Innen
ringen 8, 9 drehbar verbunden sind. Letztere sind
auf der Mantelfläche einer Zahnradwelle 10 ange
ordnet. Axial erfolgt die Befestigung der Innen
ringe 8 und 9 auf der einen Seite durch eine Wel
lenschulter 11 und auf der anderen Seite durch ein
Halteelement 12 in Form eines Winkelrings, der über
ein Gewinde 13 mit der Welle 10 verbunden ist.
Der Innenring 8 wird erfindungsgemäß mit Preßsitz
auf der Welle 10 angeordnet. Um eine axiale Anstel
lung zu ermöglichen, wird der zweite Innenring 9
mit Schiebesitz auf der Welle 10 angeordnet. Damit
sich dieser zweite Innenring 9 nicht drehen kann,
besitzt er ein Stirnprofil 14, das in ein ent-
sprechendes Stirnprofil 15 des anderen Innenrings 8
eingreift. Die zum Anstellen erforderliche axiale
Relativbewegung wird durch Anbringung eines axialen
Spaltes 16 im Bereich der Stirnprofile 14 und 15
ermöglicht.
Die Montage der Wellenlagerung wird in folgender
Weise durchgeführt:
Zunächst werden die Außenringe 4 und 5 im Gehäuse 1
mit Preßsitz angeordnet. Danach erfolgt die Montage
des rechten Innenrings 8 mit den Rollen 6 und dem
Käfig 7 auf der Welle 10 ebenfalls mit Preßsitz.
Diese Einheit wird dann von rechts in das Gehäuse 1
eingebracht, bis die Rollen 6 an dem Außenring 4
zur Anlage kommen.
Von links wird dann der Innenring 9 mit den Rollen
6 und dem Käfig 7 hinzugefügt. Letzteres ist leicht
möglich, da der Innenring 9 mit Schiebesitz auf der
Welle 10 angeordnet ist. Die axiale Befestigung und
Anstellung erfolgt dann mit Hilfe der Winkelbüchse
12, deren einer Schenkel 12′ an der Stirnseite des
Innenrings 9 zur Anlage kommt. Bei einer bestimmten
in bekannter Weise ermittelbaren Drehposition der
mit Gewinde 13 an der Welle 10 befestigten Winkel
büchse 12 wird dann die gewünschte Vorspannung bzw.
ein bestimmtes Spiel erreicht. Diese Maßnahme wird
durch die Stirnprofile 14, 15 nicht behindert, da
hier noch ein axialer Spalt 16 vorgesehen ist.