DE3138366C2 - - Google Patents
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Lagerung des
angetriebenen Rades eines Kraftfahrzeuges gemäß
Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Eine solche Lagerung ist bereits durch die US-PS 29 06 558
(Fig. 4) bekanntgeworden. Bei dieser bekannten Konstruk
tion endet die Welle in einem Gelenk, dessen Außenteil als
Nabe für die zweireihige Wälzlagerung dient. Die freie
Stirnseite ist mit einer radial zentrierenden Stirnver
zahnung versehen, in die eine komplementäre Gegenverzah
nung eines an der Radfelge angenieteten Zahnrings ein
greift. In die Mantelfläche des Außenteils des Gelenks
ist eine Innenlaufbahn für die zweireihige Wälzlagerung
unmittelbar eingearbeitet. Sie weist weiterhin eine
Sitzfläche für einen Laufring, der die zweite Innenlauf
bahn der Wälzlagerung trägt, sowie einen Gewindeabsatz
auf, auf dem eine Nutmutter zur axialen Befestigung und
zur Anstellung des Laufringes aufgeschraubt ist. Eine
in ein Innengewinde des Außenteils des Gelenkes einge
schraubte Mutter drückt das Rad in die Stirnverzahnung
des Außenteiles des Gelenkes.
Bei dieser bekannten Ausführung weist das Außenteil des
Gelenkes eine äußerst kompliziert ausgebildete Mantel
fläche mit vielen unterschiedlichen Abschnitten, wie
Laufbahn, Sitzfläche und Gewindeabschnitte, auf, die eine
aufwendige Fertigung bedingt. Auch ist zur axialen Befe
stigung und Anstellung des Wälzlagers eine zusätzliche
Mutter notwendig. Um eine dreh- und lagesichere Befesti
gung des Rades zu erreichen, ist die Radfelge sehr kom
pliziert ausgeführt und weist sowohl einen angenieteten
Zahnring als auch einen radial führenden Aufnahmering auf.
Diese Ausführung wird zusätzlich noch dadurch verteuert,
daß - bei verschiedenen auf der Nabe zu befestigenden
Rädern - jede Radfelge mit diesen zusätzlichen Ringen aus
gestaltet sein muß. Weiterhin erstreckt sich die zur Befe
stigung des Rades am Außenteil des Gelenkes benötigte
Mutter radial sehr weit nach außen und weist zusätzlich
mehrere "Ohren" auf, um die Mutter einschrauben zu können.
Diese überstehenden "Ohren" erhöhen die Verletzungsgefahr.
Aus der DE-OS 19 15 932 ist eine Radlagerung bekannt, bei
der der Innenring eines zweireihiges Wälzlagers auf einem
auf dem Außenteil des Gelenkes befindlichen Lagersitz auf
geschoben und durch eine auf einen Gewindeabschnitt des
Außenteils aufgeschraubte Mutter gegen eine Schulter ge
spannt und gesichert ist. Als Mutter dient hier ein Rad
flansch, in dessen Axialbohrung ein Gewinde eingschnit
ten ist. Um zu verhindern, daß der Radflansch während
des Betriebes vom Gewindeabschnitt des Außenteils des Ge
lenkes abgedreht wird, wird die Stirnseite des Außenteils
nach dem Aufschrauben des Radflansches umgebördelt.
Bei dieser Konstruktion besteht die Gefahr, daß der Bör
delrand dem Radflansch doch eine zumindest geringe Dreh
bewegung erlaubt, wodurch die Verspannung des Wälzlager-
Innenringes aufgehoben wird. Die Folge wäre eine Gleit
bewegung zwischen Innenring, Außenteil des Gelenkes und
Radflansch, wodurch rasch bleibende Schäden eintreten
würden. Darüber hinaus ist es auch nicht möglich, ein
defektes Wälzlager auszutauschen, weil hierzu der Bördel
rand abgeschliffen und damit der Außenring des Gelenkes
zerstört werden müßte.
Schließlich ist aus der DE-OS 30 14 446 eine weitere Rad
lagerung bekannt, bei der der Innenring des zweireihigen
Wälzlagers auf beiden Stirnseiten mit einer Verzahnung
versehen ist. Sowohl das Außenteil des Gelenkes als auch
der Radflansch, zwischen denen der Innenring angeordnet
ist, weisen jeweils korrespondierende Verzahnungen auf.
Die Teile werden durch eine auf einen Gewindeabschnitt
des Außenteils aufgeschraubte Mutter axial zusammenge
spannt.
Diese Ausführungsform erlaubt zwar eine verdrehgesicherte
und demontierbare Verbindung der Teile, macht aber eine
die Konstruktion verteuernde Sonderausführung des Wälz
lagers erforderlich. Da weiterhin der Radflansch die
Zentrierfläche für das Rad und/oder eine Bremsscheibe
aufweist, größtenteils aber auf dem Gewindeabschnitt
des Außenteils gelagert ist, ist auch die radiale
Führung des Rades relativ unsicher.
Die vorliegende Erfindung hat die Aufgabe, eine Rad
lagerung gemäß Oberbegriff des Patentanspruchs 1 zu
schaffen, bei der die Einzelteile und insbesondere das
Außenteils des Gelenkes eine einfache und leicht zu
bearbeitende Form erhalten und bei der darüber hinaus
auch die Zahl der Einzelteile, insbesondere der zur
Verbindung und Festlegung der Teile der Radlagerung
verringert wird.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im Kenn
zeichen des Patentanspruchs 1 angegebenen Merkmale
gelöst.
Durch diese Maßnahme ist einerseits die Mantelfläche des
Außenteils des Gelenkes nur mit der Sitzfläche für das
Wälzlager zu versehen und deshalb leicht zu bearbeiten.
Andererseits wird zur Verbindung und Festlegung der Teile
sowie zur Anstellung des Wälzlagers nur ein einziges
Schraubelement benötigt. Das Wälzlager wird dabei durch
den Gewindebolzen, der den Radflansch mit dem Außenteil
des Gelenkes über die Stirnverzahnung drehfest verbin
det, gleichzeitig in axialer Richtung verspannt und da
mit angestellt. Es bedarf somit für das Wälzlager keiner
zusätzlichen Befestigungselemente mehr.
Da der Radflansch an einer Stirnseite mit einer Stirn
verzahnung versehen und über diese mit dem Außenteil
des Gelenkes drehfest verbunden wird, kann das Rad je
derzeit gelöst werden, ohne daß die Verbindung der
übrigen Teile beeinflußt werden muß. Nach einem weiteren
Merkmal zur Ausgestaltung der Erfindung kann der Gewindebolzen am Außen
umfang eine Zentrierfläche für das Rad und/oder eine
Bremsscheibe aufweisen, so daß eine zuverlässige radiale
Führung ohne zusätzliche Teile gewährleistet ist.
Nach einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung weist der
Gewindebolzen eine zentrale Bohrung mit einer Mehr
kantfläche zum Eingriff eines Befestigungsschlüssels
auf. Auf diese Weise hat der Gewindebolzen in radialer
Richtung nur eine geringe Erstreckung, wobei durch die
innenliegenden Angriffsflächen für ein Befestigungswerk
zeug zusätzlich noch die Verletzungsgefahr verringert
wird.
Die Erfindung soll nachstehend anhand eines in der
Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles
näher beschrieben werden.
Die Zeichnung zeigt eine Lage
rung eines angetriebenen Rades für ein Kraftfahrzeug im
Schnitt.
Das nicht näher dargestellte Rad 1 ist an einem mit am
Umfang verteilten Bohrungen 2′ versehenen Radflansch 3
angeschraubt, der seinerseits mit dem Außenteil 4 eines
homokinematischen Gelenkes 5 drehfest verbunden ist. Die
aneinanderliegenden Stirnseiten 6 und 7 des Radflansches
3 und des Außenteiles 4 sind mit je einer Stirnverzahnung
8 und 9, die miteinander im Eingriff stehen, versehen.
Zwischen einer Schulter 10 des Außenteiles 4 und einer
Schulter 11 des Radflansches 3 ist der zweiteilige Innen
ring 12, 12′ eines Wälzlagers 13 angeordnet. Beide Innen
ringteile 12, 12′ sitzen auf einer gemeinsamen in die
Mantelfläche 14 des Außenteiles 4 eingearbeiteten Sitz
fläche 15. Der einteilige Außenring 16 des Wälzlagers 13
ist mit einem radialen Flansch 17 versehen, der am Umfang
verteilte Bohrungen 18 aufweist, über welche die Radlage
rung am nicht dargestellten Fahrzeugrahmen befestigt wird.
Zur Verbindung des Radflansches 3 mit dem Außenteil 4
des homokinetischen Gelenkes 5 ist sowohl der Rad
flansch 3 als auch das Außenteil 4 mit einer Bohrung 19
bzw. 20 versehen, in die ein Gewinde 21 bzw. 22 einge
arbeitet ist. Beide Gewinde haben unterschiedliche Ge
windesteigungen, und zwar ist die Steigung des Gewindes
22 größer als die des anderen. In die zueinander fluch
tenden Bohrungen 19, 20 ist ein Gewindebolzen 23 mit zwei
Gewindeabschnitten 24 und 25 mit unterschiedlicher Ge
windesteigung eingesetzt. Der Gewindebolzen 23 weist
eine zentrale Bohrung 26 mit einer Mehrkantfläche 27
zum Angriff eines (nicht dargestellten) Befestigungs
schlüssels auf. Beim Einschrauben des Gewindebolzens
23 in die Gewinde 21 und 22 werden der Radflansch 3
und das Außenteil 4 gegeneinander bewegt, so daß die
Stirnverzahnungen 8 und 9 ineinandergreifen. Gleichzei
tig werden die beiden Innenringteile 12, 12′ des Wälzla
gers 13 gegeneinander verspannt und dabei das Wälzlager
13 eingestellt oder vorgespannt.
Der Gewindebolzen 23 weist am Mantel eine Zentrierfläche
28 für das Rad 1 auf. An dem dem homokinetischen Gelenk 5
gegenüberliegenden Ende ist in der Bohrung 26 des Gewin
debolzens 23 eine Abdeckkappe 29 eingesetzt, die das
homokinetische Gelenk 5 nach außen hin abdichtet.
Claims (3)
1. Lagerung des angetriebenen Rades eines Kraftfahrzeuges,
bei der die Antriebswelle über eine ein Gelenk und eine
Radbefestigung umfassende Nabe drehfest mit dem Rad und
drehbar über eine Wälzlagerung mit dem Fahrzeugrahmen
verbunden ist, wobei das Gelenk auf seinem radialen
Außenumfang mit dem Wälzlager, an seinem axial nach außen
weisenden Außenteil an der freien Stirnseite mit einer
Stirnverzahnung, in die eine mit dem Rad in Verbindung
stehend, komplementäre Stirnverzahnung eingreift, sowie
einer Bohrung mit Innengewinde versehen ist, in welche
ein Gewindebolzen einschraubbar ist, gekennzeichnet durch
die zumindest teilweise an sich bekannten Maßnahmen, daß
- a) zur Radbefestigung ein Radflansch (3) vorgesehen ist, der an seiner axial inneren Stirnseite (6) mit einer Schulter (11) zur Anlage des andererseits an einer Schulter (10) am Außenumfang des Gelenkes (5) abgestützten Innenringes (12, 12′) des Wälzlagers (13) und der komplementären Stirnverzahnung (8) zum Eingriff in die Stirnverzahnung (9) des Gelenkes (5) sowie mit einer durchgehenden zentralen Bohrung (19) mit Gewinde (21) versehen ist, und
- b) zum gemeinsamen Verspannen die Bohrung (19) des Radflansches (3) und die dazu fluchtende Bohrung (20) des Gelenkes (5) Gewinde (21, 22) unterschiedlicher Gewindesteigung aufweisen, in das der ein passendes Differentialgewinde (24, 25) aufweisende Gewindebolzen (23) einschraubbar ist.
2. Lagerung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der Gewindebolzen (23) am Außenumfang eine
Zentrierfläche (28) für das Rad (1) und/oder eine
Bremsscheibe aufweist.
3. Lagerung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß der Gewindebolzen (23) eine zentrale
Bohrung (26) und eine Mehrkantfläche (27) zum Eingriff
eines Befestigungsschlüssels oder dgl. aufweist.
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: SKF GMBH, 8720 SCHWEINFURT, DE |
|
| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
| 8125 | Change of the main classification |
Ipc: B60B 27/04 |
|
| D2 | Grant after examination | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |