DE3618671A1 - Ablaufgarnitur fuer einen wc-spuelkasten mit voll- und teilspuelung - Google Patents
Ablaufgarnitur fuer einen wc-spuelkasten mit voll- und teilspuelungInfo
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- E03D—WATER-CLOSETS OR URINALS WITH FLUSHING DEVICES; FLUSHING VALVES THEREFOR
- E03D1/00—Water flushing devices with cisterns ; Setting up a range of flushing devices or water-closets; Combinations of several flushing devices
- E03D1/02—High-level flushing systems
- E03D1/14—Cisterns discharging variable quantities of water also cisterns with bell siphons in combination with flushing valves
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Description
Spülkästen mit Teil- und Vollspülung sind in verschiede
nen Ausführungen bekannt. Diese Spülkästen sind im Was
serverbrauch wesentlich sparsamer als die Spülkasten,
die bei jeder Spülung vollständig ent
leert werden.
So ist in der DE-OS 24 12 780 ein Spülkasten offenbart,
bei dem zum Auslösen einer Teilentleerung der Ventilkör
per in einen Schwebezustand angehoben wird, derart, dass
der Ventilkörper nach dem Loslassen der Betätigungstaste
nach kurzer Zeit auf den Ventilsitz fällt, bevor der Spül
kasten ganz entleert ist. Da die Spülwassermenge einer
Teilspülung stark schwankt ist es nicht zu vermeiden, dass
oft mit zuwenig Wasser gespült wird, was aus hygienischen
Gründen bedenklich ist.
Weiter ist in der GB-A 2 077 790 ein Spülkasten bekannt
geworden, bei dem zum Auslösen einer Teilspülung das Ueber
laufrohr gehoben und gleichzeitig ein Schwimmer entriegelt
wird. Der Schwimmer sinkt dann mit der Wasseroberfläche
und schliesst das Ventil nach dem Auslaufen der Spülwas
serteilmenge. Da gleichzeitig zwei Hebel betätigt werden
müssen, ist die Auslösung der Spülung umständlich. Auch
besteht die Gefahr, dass der Schwimmer auf dem Ventilrohr
verklemmt. Durch die WO 85/00 047 ist weiter ein Spül
kasten bekannt, bei dem eine Teilentleerung durch einen
zusätzlichen Schwimmer bewerkstelligt wird, der in mittle
rer Höhe am Ventilrohr befestigt ist. Nachteilig ist hier
insbesondere, dass der zusätzliche Schwimmer den Druck
des Ventilrohrs auf dem Ventilsitz vermindert, was zu
Dichtigkeitsproblemen führt. Der Erfindung liegt deshalb
die Aufgabe zugrunde, eine Ablaufgarnitur nach dem Ober
begriff des Anspruchs 1 zu schaffen, welche diese Nachtei
le vermeidet und die dennoch funktionssicher und kosten
günstig hergestellt werden kann. Die Ablaufgarnitur soll
so ausgebildet sein, dass wiederholbar mit exakt der glei
chen Wassermenge gespült werden kann.
Erfindungsgemäss wird dies nach dem Kennzeichen des Patent
anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen ergeben
sich aus den abhängigen Patentansprüchen.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend an
hand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 ein Ablaufventil teilweise im Längsschnitt,
teilweise in Ansicht,
Fig. 2a und 2b Teilansichten des Ablaufventils,
Fig. 3 eine Draufsicht auf eine Ablaufgarnitur sowie
ein Spülkasten in Teildarstellung, und
Fig. 4 eine perspektivische Darstellung eines Teils
der Ablaufgarnitur.
Das Ablaufventil weist ein Gehäuse 11 auf, das unten über
einen nach innen gerichteten Flansch 8 in einen Stutzen 1
übergeht, der ein Aussengewinde 2 aufweist. Der Boden 4
des hier nur schematisch dargestellten Spülkastens 30 ist
mit einer Oeffnung 18 versehen, durch die der Stutzen 1
hindurchgesteckt ist. Mit einer auf dem Aussengewinde 2
sitzende Mutter 3 wird das Gehäuse 11 auf dem Boden 4 be
festigt, wobei eine unter dem Flansch 8 liegende Dichtung
7 zur Abtichtung dient.
Im Gehäuse 11 befindet sich ein Schwimmergefäss 12 mit
einer Auslauföffnung 10. Im Schwimmergefäss 12 ist ein
Schwimmer 13 enthalten, der infolge seines Auftriebes oben
auf eine Haube 44 drückt, die an einem Ventilrohr 14 an
geformt ist.
Das Gehäuse 11 weist mehrere grosse Fenster 9 auf, durch
welche das im Spülkasten 30 vorhandene Wasser hindurch
treten kann. Auf das Gehäuse 11 ist ein Deckel 43 gesetzt,
der eine Bohrung aufweist, durch die das Ventilrohr 14
hindurchtritt. Am Ventilrohr 14 ist unten ein Ventilteller
6 angebracht, der mit dem Ventilsitz 5 zusammenarbeitet,
der am Flansch 8 vorgesehen ist. Das Ventilrohr 14 ist
oben mit einem Bügel 19 verbunden, in den zwei Hebel 23 und
24 eingreifen, die in üblicher Weise je mit einer im
Deckel des Spülkastens 30 gelagerten Drückertaste 31 bzw.
32 betätigbar sind. Es sind hier auch andere Betätigungs
vorrichtungen wie beispielsweise Zugknöpfe, Hebelfallen
sowie eine Fernauslösung denkbar. Am Bügel 19 ist ein
Schwenkhalter 20 befestigt, der in die zwei in Fig. 1
strichpunktiert dargestellten Schwenklagen verschwenkbar
ist. Ein Lager 22 lässt die genannten Schwenkbewegungen zu,
fixiert jedoch den Schwenkhalter 20 in der Längsrichtung
des Ventilrohres 14. Der Schwenkhalter 20 weist seitlich
zwei Arme 21 auf, die von unten je mit einem Hebel 23 bzw.
24 beaufschlagbar sind. Bei einer Betätigung des Hebels 24
mittels der Drückertaste 32, wird der Schwenkhalter 20 in
die in Fig. 1 strichpunktiert dargestellte linke Schwenk
lage geschwenkt. Bei der Betätigung des Hebels 23 mittels
der Drücktaste 31 schwenkt der Schwenkhalter 20 in die in
Fig. 1 strichpunktiert dargestellte rechte Schwenklage.
In der rechten Schwenklage befindet sich das obere Ende
des Schwenkhalters 20 unmittelbar unter einem hakenför
migen Mitnehmer 17, der an seinem unteren Ende mit einem
Gewichtkörper 26 verbunden sind. Wird der Schwenkhalter
20 in der genannten Schwenklage durch den Hebel 23 weiter
angehoben, ergreift er den Gewichtkörper 26 und hebt die
sen zusammen mit dem Ventilrohr 14 in die in Fig. 2b ge
zeigte Stellung an. Wird hingegen der Hebel 24 betätigt,
so schwenkt das obere Ende des Schwenkhalters 20 vom Mit
nehmer 17 weg. Bei einem weiteren Anheben des Schwenkhal
ters 20 wird das Ventilrohr 14 in die in Fig. 2a gezeigte
Stellung angehoben, während der Mitnehmer 17 mit dem Ge
wichtkörper 26 nicht angehoben werden.
Der Gewichtkörper 26 weist ein zylindrisches Gestell 16
mit Beinen 16 a auf, die auf dem Deckel 43 der Schwimmer
anordnung abgestellt sind. Am Gestell 16 ist ein mit ei
nem Aussengewinde versehenes Rohr 16 b angeformt, durch
welches das Ventilrohr 14 mit viel Spiel hindurchtritt.
Auf das Rohr 16 b istein Becher 15 aufgeschraubt, der
im Boden eine vergleichsweise kleine Austritts
öffnung 15 b aufweist. Der Mitnehmer 17 weist einen hori
zontalen Arm 17 a auf, der über einen Stab 17 b mit einem
Ring 17 c verbunden ist, welcher auf das Rohr 16 b aufge
schraubt ist. Wie die Fig. 4 zeigt, erstreckt sich der
Arm 17 a in horizontaler Richtung bis zur Längsachse des
Ventilrohres 14 und weist einen Schlitz 25 auf, durch den
der Bügel 19 nach oben durchtreten kann.
Nachfolgend soll die Arbeitsweise der Ablaufgarnitur er
läutert werden.
Um eine Vollspülung auszulösen, wird mit der Drückertaste
32 der Hebel 24 betätigt. Dieser schwenkt den Schwenkhal
ter 20 und hebt gleichzeitig das Ventilrohr 14 in die in
Fig. 2a gezeigte Stellung an. Der Gewichtkörper 26 wird
hingegen nicht bewegt und bleibt auf dem Deckel 43 stehen.
Die Drückertaste 32 wird losgelassen, sobald das Ventil
rohr 14 ganz angehoben und das Ablaufventil somit voll
ständig geöffnet ist. Unter der Wirkung des Schwimmers
13 bleibt das Ablaufventil so lange offen, bis der Spül
kasten vollständig entleert ist. Nach der Spülung kehrt
das Ablaufventil wieder in die in Fig. 1 gezeigte neutra
le Ausgangsstellung zurück und der Spülkasten 30 wird
durch ein hier nicht dargestelltes Einlaufventil wieder
aufgefüllt.
Um eine Teilspülung auszulösen, wird mit der Drückertaste
31 der Hebel 23 betätigt. Die Drückertaste 31 ist schma
ler ausgebildet als die Drückertaste 32, so dass optisch
sofort augenfällig wird, welche Drückertaste für die Teil
spülung vorgesehen ist. Der betätigte Hebel 23 schwenkt
den Schwenkhalter 20 in die in Fig. 2b gezeigte Stellung
und hebt das Ventilrohr 14 zusammen mit dem Gewichtkörper
26 an. Die Drückertaste 31 wird losgelassen, sobald das
Ventilrohr 14 und der Gewichtkörper 26 ganz angehoben sind.
Wie die Fig. 2b deutlich zeigt, hält der Schwenkhalter 20
den Gewichtkörper 26 in der angehobenen Stellung, so dass
dieser auf dem Ventilkörper 14 lastet und nach unten drückt.
Das zusätzlich mit dem Gewichtkörper 26 belastete Ventil
rohr 14 bewegt sich nun vergleichweise schnell nach unten
und schliesst das Ablaufventil bevor der Spülkasten ent
leert ist. Bei einer gesamten Spülwassermenge von 9 Litern
beläuft sich die Teilspülmenge beispielsweise auf 3 Liter.
Nach der Teilspülung wird der Spülkasten durch das Ein
laufventil wieder selbständig nachgefüllt, so dass der
Spülkasten wieder für eine Voll- oder Teilspülung bereit
ist. Da das Ablaufventil nach dem Drücken der Taste 31
selbsttätig und von aussen unbeeinflussbar arbeitet, wird
jedesmal mit der genau gleichen Wassermenge gespült.
Die Oeffnungszeit des Ablaufventils bei der Teilspülung
und damit die verwendete Spülwassermenge kann verkürzt
oder verlängert werden, indem der Becher 15 a auf dem Rohr
16 b nach oben bzw. nach unten geschraubt wird. Die optima
le Teilspülmenge kann damit ohne Hilfswerkzeuge in einfa
cher Weise exakt eingestellt werden. Bei einer einfachen
Ausführung kann der Gewichtkörper 26 mit dem Mitnehmer 17
aus einem Stück geformt sein. Eine Materialersparnis am
Gewichtkörper 26 ergibt sich durch die becherförmige Aus
bildung des Körpers 15 a. Dieser ist mit Wasser gefüllt,
das im Fall eine Teilspülung ebenfalls als Gewicht wirkt.
Claims (10)
1. Ablaufgarnitur für einen WC-Spülkasten, mit
einer Betätigungsvorrichtung (23, 24, 31, 32) für Voll-
und Teilspülung und einem Ablaufventil mit einem anhebba
ren Ventilrohr (14), das eine Schwimmeranordnung (10 bis
13) für die Vollspülung aufweist, dadurch gekennzeichnet,
dass beim Auslösen der Teilspülung ein Gewichtkörper (15,
16) angehoben wird, der während der Spülung auf dem Spül
rohr (14) lastet und dieses gegen die Auftriebskraft der
Schwimmeranordnung (12, 13) nach unten auf den Ventilsitz
(5) bewegt, während bei der Vollspülung der Gewichtkörper
(15, 16) nicht auf dem Ventilrohr (14) lastet.
2. Ablaufgarnitur nach Anspruch 1, dadurch ge
kennzeichnet, dass der Gewichtkörper (15, 16) am Ventil
rohr (14) angeordnet ist.
3. Ablaufgarnitur nach einem der Ansprüche 1 bis
2, dadurch gekennzeichnet, dass der Gewichtkörper (15,
16) in Ruhestellung auf dem Gehäuse (11, 43) der Schwim
meranordnung (12, 13) ruht.
4. Ablaufgarnitur nach einem der Ansprüche 1 bis
3, dadurch gekennzeichnet, dass der Gewichtkörper (15, 16)
rohrförmig ausgebildet und koaxial zum Ventilrohr (14)
angeordnet ist.
5. Ablaufgarnitur nach einem der Ansprüche 1 bis
4, dadurch gekennzeichnet, dass der Gewichtkörper (15, 16)
aus einem Ständer (16) und einem höhenverstellbaren Teil
gewichtkörper (15) besteht.
6. Ablaufgarnitur nach Anspruch 5, dadurch ge
kennzeichnet, dass der Teilgewichtkörper (15) becherför
mig ausgebildet ist.
7. Ablaufgarnitur nach einem der Ansprüche 1 bis
6, dadurch gekennzeichnet, dass am oberen Ende des Ventil
rohres (14) ein sich nach oben erstreckender Schwenkhal
ter (20) befestigt ist, der in einer ersten Schwenklage
beim Anheben des Ventilrohres (14) einen am Gewichtkörper
(15, 16) befestigten Mitnehmer (17) ergreift und der in
einer zweiten Schwenklage beim Anheben des Ventilrohres
(14) ausser Eingriff mit dem Mitnehmer (17) steht.
8. Ablaufgarnitur nach einem der Ansprüche 1 bis
7, dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigungsvorrich
tung zwei getrennt betätigbare Hebel (23, 24) aufweist,
wobei der eine Hebel (23) bei seiner Betätigung des Schwenk
halter (20) in seine erste Schwenklage und den andere
Hebel (24) bei seiner Betätigung den Schwenkhalter (20)
in die zweite Schwenklage schwenkt.
9. Ablaufgarnitur nach Anspruch 8, dadurch ge
kennzeichnet, dass die Hebel (23, 24) durch je eine im
Deckel des Spülkastens (30) gelagerte Drückertaste (31,
32) betätigbar sind.
10. Ablaufgarnitur nach Anspruch 9, dadurch ge
kennzeichnet, dass die Drückertasten (31, 32) in Grösse
und/oder Form unterschiedlich ausgebildet sind.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH284985A CH670850A5 (de) | 1985-07-02 | 1985-07-02 |
Publications (2)
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| DE3618671A1 true DE3618671A1 (de) | 1987-01-15 |
| DE3618671C2 DE3618671C2 (de) | 1993-05-06 |
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| DE (1) | DE3618671A1 (de) |
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Also Published As
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