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Vorgefertigtes Schalungselement
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Die Erfindung betrifft ein vorgefertigtes Schalungselement für Wände,
Decken od.dgl. zur Verfüllung mit Ortbeton, mit zwei durch Abstandhalter distanziert
verbundenen Schalwänden, von denen eine aus bewehrtem Beton, und die zweite aus
einem demgegenüber leichten Material besteht.
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Vorgefertigte Schalungselemente für Kellerwände, Außenwände und Dächer,
durch die die Arbeitszeiten an der Baustelle wesentlich verringert werden können,
sind in verschiedenen Ausführungen bekannt. Im allgemeinen stellen diese verlorene
Schalungen dar, wobei das Material für die einzelnen Schalwände nach unterschiedlichen
Gesichtspunkten ausgewählt wird.
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Hinsichtlich der Herstellung, des Transportes und der Aufstellung
an der Baustelle ist es günstig, möglichst leichtgewichtige Schalungselemente zu
schaffen. So zeigt etwa die WO-OS 80/ 00859 durch gitterträgerartige Abstandhalter
miteinander beweglich verbundene Schalungsplatten aus leichtem Material, die während
des Transportes von der Fertigungsstätte zur Baustelle zusammengeklappt werden können.
Die Abstandhalter sind von Halteteilen umgriffen, die an den Innenseiten der Schalplatten
befestigt sind.
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Da die Abstandhalter an den Schalplatten anliegen und nicht vollständig
vom Beton eingeschlossen sind, sind sie der Rostgefahr ausgesetzt. Nach dem Durchrosten
der Stäbe fehlt eine feste Verbindung zwischen dem Beton und den Schalplatten, sodaß
sie sich lösen können. Des weiteren sind sie nicht überall einsetzbar, da etwa bei
Kellerwänden und schlechter Feuchtigkeitsisolierung die Schalplatten in Mitleidenschaft
gezogen werden. Nach der DE-OS 32 14 502 sind derartige leichte Schalplatten mittels
nichtrostender Befestigungselemente an den Abstandhaltern fixiert, die zusätzlich
in den Füllbeton eingebunden werden, sodaß sie in jedem Fall fest mit dem Beton
verbunden bleiben. Beschädigungen und Ver-
änderungen durch Fechtigkeit sind selbstverständlich auch hier
gegeben.
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Die beschriebenen Probleme treten bei Schalungselementen nicht auf,
die beidseitig bewehrte Betonplatten als Schalwände aufweisen, wie sie etwa dem
DE-GbM 76 04 899, veröffentlicht am 10.6.1976, zu entnehmen sind. Als Abstandhatler
dienen hier Gitterträger, die in beide Schalwände eingebunden sind. Abgesehen von
dem wesentlich höheren Gewicht, das die Verwendung von Hebezeugen für den Transport
und die Aufstellung unbedingt erforderlich macht, ergibt sich der entscheidende
Nachteil der Betonplattenschalungselemente aus den Problemen und Schwierigkeiten
der Herstellung. Hiezu ist es erforderlich, nach Fertigstellung einer Betonplatte
mit hochstehenden Abstandhaltern, die üblicherweise in horizontalen Formen erfolgt,
diese zu wenden und mit den nach unten ragenden Abstandhaltern in die mit Beton
gefüllte Form der zweiten Betonplatte zu tauchen. Das Wenden der erstgefertigten
Betonplatte bereitet dabei die besonderen Schwierigkeiten, da der Beton noch nicht
seine Festigkeit erreicht hat.
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Anstelle der Vorfertigung der Schalungselemente ist die Verbindung
einzelner Betonplatten an der Baustelle daher ebenfalls bekannt geworden (AT-PSen
266 402, 325 261).
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Ein Schalungselement der eingangs genannten Art zeigt die DE-OS 24
34 894, bei dem eine Beton- und eine leichte Nichtbetonplatte vorgesehen sein können.
Die Verbindung der beiden Platten erfolgt dabei über ein Gitterwerk aus gewellten
Drähten oder Stäben, die jeweils an der Innenseite der Platten festgeklebt sind.
Diese Art der Verbindung erfordert eine relativ komplizierte Fertigungseinrichtung
und muß dem Ortbetondruck bei der Füllung standhalten. Vor allem bei der Befestigung
der zweiten Schalplatte kann die ausreichende Festigkeit jeder
einzelnen
Klebestelle nicht so ohne weiteres vorausgesetzt werden. Außerdem ist beim Transport
und bei der Handhabung des Schalungselementes Vorsicht geboten.
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Die Erfindung hat es sich nun zur Aufgabe gestellt, ein stabiles Schalungselement
der eingangs genannten Art zu schaffen, das einfach herstellbar und sowohl für Kellerwände,
aufsteigende Außenwände S Dachplatten einsetzbar ist, wobei eine stabile Verbindung
der Schalplatten über die Abstandhalter erzielt wird.
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Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß jeder Abstandhalter
einerseits, wie an sich bekannt, in die Betonplatte eingebunden und andererseits
mit der Leichtplatte, an der er innenseitig anliegt, durch ein von außen eingesetztes
Befestigungselement verbunden ist.
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Durch diese Ausbildung werden die oben angeführten Bedingungen in
bestmöglicher Weise erfüllt. Bei der Herstellung der Schalungselemente stellt die
Leichtplatte einen ohne maschinelle Hilfe handhabbaren Teil dar, der mit den Abstandhaltern
äußerst einfach, in einer dem seitlichen Fülldruck widerstehenden Weise verbunden
wird, da die Befestigungselemente von der Außenseite der Leichtplatte her eingesetzt
werden. Durch die Einbindung der Abstandhalter in die Betonplatte ist natürlich
auch dort die erforderliche Festigkeit der Verbindung gegeben. Die Betonplatte gewährt
weiters eine ausgezeichnete Stabilität während des Transportes und bei der Aufstellung,
wobei aber das Gewicht des Schalungselementes gegenüber einem mit= beidseitiger
Betonplatte wesentlich reduziert ist. Die erforderlichen Hebezeuge können daher
geringer ausgelegt sein.
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Gemäß der Erfindung sieht ein erstes Herstellungsverfahren vor, daß
an der Leichtplatte mehrere Abstandhalter befestigt
werden und die Leichtplatte mit nach unten ragenden Abstandhaltern
in eine mit Beton gefüllte Horizontalschalform eingesetzt und nach Erhärtung der
Betonplatte entschalt wird.
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Die Leichtplatte übt daher in dieser Ausführung in der Anfangsphase
der Herstellung eine zusätzliche Funktion aus: sie dient zur Positionierung und
Halterung der Abstandhalter bis zu deren Einbindung in der Betonplatte.
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In einer bevorzugten Ausführung ist dabei vorgesehen, daß jeder Abstandhalter
leichtplattenseitig ein Innengewinde aufweist, in das eine lösbare Befestigungsschraube
eingesetzt ist, wobei die Leichtplatte eine nach Ortbetonfüllung abnehmbare, wiederverwendbare
Schalplatte bildet.Vor allem ein derartiges Schalungselement läßt sich für Kellerwände
und sonstige Wände in feuchter Umgebung einsetzen, da nach Abnahme der Leichtplatte
eine monolithische Betonwand gegeben ist. Die Wiederverwendung der Leichtplatte
reduziert des weiteren die Herstellungskosten für das Schalungselement.
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Wurde die Betonplatte an der Rauminnenseite angeordnet, können Deckenelemente
meist ohne eigene Randunterstellung aufgelegt werden, sodaß ein zügiger Baufortschritt
gewährleistet ist. Durch die Verwendung der Betonwand als verlorene Schalung und
die spezielle Verbindung zu den Abstandhaltern sind keinerlei Schalungshilfen, wie
Stützen, Streben, Verspreizungen od.dgl. für die abnehmbare Leichtplatte notwendig,
sodaß auch im Vergleich zu herkömmlicher Schalweise mit zwei abnehmbaren Schalplatten,
oder auch im Vergleich zu vorgefertigten Schalungselementen mit zwei verlorenen
Leichtplatten wIrtschaftliche Vorteile gegeben sind.
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Eine erste Ausführung des Abstandhalters sieht vor, daß der Abstandhalter
im wesentlichen T-förmig ausgebildet ist und vorzugsweise aus Bewehrungsdraht besteht,
wobei der Querbalken in die Betonplatte eingebunden ist und der Mittelteil leiehtplattenseitig
eine Gewindehülse aufweist. Derartige Abstandhalter können beispielsweise durch
Zerteilen
einer Baustahlmatte bzw. Abfallstreifen hergestellt werden, an denen Gewindehülsen
festgeschweißt werden. Da die Abstandhalter in größeren Stückzahlen benötigt werden,
können sie aber mittels geeigneter Vorrichtungen eigens gefertigt werden, wobei
eine Kaltformung der Gewindehülse denkbar ist.
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Um beim Einsetzen der Abstandhalter in den Beton einerseits die nötige
Distanz des Querbalkens zur späteren Außenfläche der Betonplatte festzulegen und
andererseits keine luftzugänglichen Metallteile in der Außenfläche auszubilden,
ist weiters vorgesehen, daß dem Mittelteil gegenüberliegend ein kunststoffumhüllter
Distanzfortsatz vom Querbalken absteht.
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In einer zweiten Ausführung kann der Abstandhalter auch einen durchgehenden
Kanal aufweisen, der von einem das Befestigungselement für die Leichtplatte bildenden
Schraubbolzen durchsetzt ist, dessen Kopf außenseitig an der Leichtplatte und dessen
Mutter außenseitig an der Betonplatte anliegt. Diese Ausführung eignet sich vor
allem für Wände oder Deckplatten, bei denen durchgehende Kanäle erwünscht oder belanglos
sind, wenn nach Erhärtung des Ortbetons die Befestigungselemente entfernt werden,
beispielsweise um sie gegen andere zu ersetzen, die für die Anbringung von Verkleidungselementen
oder deren Traggerüsten erforderlich sind.
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Die Transportstabilität der erfindungsgemäßen Schalungselemente kann
gemäß einer weiteren Ausführung dadurch erhöht werden, daß der Abstandhalter eine
Umhüllung aus Beton aufweist, die in die Betonplatte eingebunden ist.
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Durch die Betonumhüllung erhalten unabhängig von der Dicke der Schalungselemente
die Abstandhalter jene Knickfestigkeit, die deren horizontale Lagerung gestattet
und die auch Seitenkräfte während des Transportes aufnehmen kann.
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Aus Gründen der besseren Einbindung der Abstandhalter in die Betonplatte
ist in einer Ausführung vorgesehen, daß die Betonumhüllung in einem Abstand vor
dem Querbalken endet, der etwa der Dicke der Drähte der Betonplattenbewehrung entspricht.
Wird die Leichtplatte nach der Erhärtung des Ortbetons entfernt, so soll die Gewindehülse
nicht in der Außenfläche liegen. Aus diesem Grund ist es von Vorteil, wenn die Betonumhüllung
die Gewindehülse überragt, sodaß die nach Abnahme der Leichtplatte verbleibenden
Löcher verspachtelt werden können. In einer anderen Ausführung, in der gegebenenfalls
auch auf die Betonumhüllung verzichtet werden kann, ist die Gewindehülse von einer
Beilagscheibe aus nichtrostendem Material, beispielsweise Asbestzement, überdeckt.
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Ein bevorzugtes Verfahren zur Herstellung von erfindungsgemäßen Schalungselementen,
die insbesondere wieder für die Fertigung von Kellerwänden vorgesehen sind, von
denen die Leichtplatten wieder ent-fernt werden, sieht vor, daß an die Leichtplatte
eine Bewehrungsmatte der Betonplattenbewehrung angelegt, mehrere mit der Betonumhüllung
versehene Abstandhalter durch die entsprechenden Gitteröffnungen der Bewehrungsmatte
gesteckt, und mittels der Befestigungsschrauben befestigt werden, anschließend die
Bewehrungsmatte bis zur Anlage an die Querbalken der Abstandhalter von der Leichtplatte
abgehoben und durch Verdrehen der Abstandhalter um etwa 450 zwischen dem Querbalken
und der Grundfläche der Betonumhüllung festgeklemmt wird, worauf die Leichtplatte
und die verschiebegesicherte Bewehrungsmatte in die mit Fließbeton gefüllte Horizontalschalform
eingedrückt wird. Für die Befestigung der Abstandhalter ist es dabei günstig, die
Leichtplatte stehend anzuordnen, um einerseits die Bewehrungsmatte anlehnen und
die Abstandhalter montieren und andererseits die Befestigungsschrauben einsetzen
zu können. Für die Festlegung der Bewehrungsmatte
der Betonplattenbewehrung
ist in einer bevorzugten Ausführung vorgesehen, daß die Betonumhüllung als Pyramidenstumpf
ausgebildet ist, wobei die Seitenlängen der Grundfläche jeweils kleiner und deren
Diagonale größer als die Seitenlängen der Gitteröffnung der Bewehrungsmatte sind,
wobei die Länge des Querbalkens des Abstandhalters zumindest der Diagonale der Gitteröffnung
entspricht.
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Erfindungsgemäße Schalungselemente können problemlos auch mit Isolierschichten
vorgefertigt werden. Eine Außenisolierung der Betonplatte läßt sich beispielsweise
durch Einlage einer entsprechenden Isolierplatte oder -schicht auf den Grund der
Horizontalschalform erzielen, auf die Beton eingefüllt wird. Eine weitere Isolierschicht
an der gegenüberliegenden Seite kann in einfacher Weise dadurch erzielt werden,
daß die Leichtplatte mit ihrer Innenseite an einer Isolierplatte anliegt, die die
Gewindehülse umschließt, wobei die gegebenenfalls vorgesehene Beilagscheibe in die
Außenseite der Isolierplatte eingelassen ist. Wird die Leichtplatte abgenommen,
so bildet die Isolierplatte die Außenfläche, die beispielsweise als Putzträger dienen
kann. Als Isolierplatten eignen sich vor allem zementgebundene Holzwollplatten,
wobei deren im Vergleich zur Größe des Schalungselementes im allgemeinen kleineren
Formate kein Problem hinsichtlich der Fixierung ergeben, da die in Abständen von
beispielsweise 50 bis 70 cm angeordneten Abstandhalter die Halterung der Isolierplatten
an den Leichtplatten bewirken.
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In einer weiteren Ausführung des erfindungsgemäßen Schalungselementes
ist vorgesehen, daß der Abstandhalter durch einen an sich bekannten Gitterträger
gebildet ist, der leichtplattenseitig einen Blechgurt aufweist. Für die Befestigung
der Leichtplatte am Blechgurt der Gitterträger eignen sich insbesondere Schrauben
mit Bohrspitzen, sodaß weder in der Leichtplatte noch im Blechgurt Vorbohren von
Löchern erforderlich
ist. Verbleibt die Leichtplatte als zweite
verlorene Schalplatte, so kann der Kopf des Befestigungselementes in die Außenseite
der Leichtplatte versenkt sein.
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Nachstehend wird nun die Erfindung anhand der beiliegenden Zeichnungen
in mehreren Ausführungsbeispielen näher beschrieben, ohne darauf beschränkt zu sein.
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Die Fig. 1 zeigt eine Schrägansicht eines erfindungsgemäßen Schalungselementes
für die Herstellung einer Ortbetonaußenwand, die Fig. 2 und 3 Horizontalschnitte
durch zwei verschiedene Ausführungsbeispiele, die Fig. 4 einen Schnitt durch ein
drittes Schalungselement für die Herstellung einer Ortbetondachplatte und die Fig.
5 einen Schnitt durch ein weiteres Ausführungsbeispiel.
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Ein erfindungsgemäßes Schalungselement besteht aus einer eine verlorene
Schalwand bildenden Betonplatte 2 und einer eine verlorene oder eine abnehmbare
Schalwand bildenden Leichtplatte 1, die untereinander durch Abstandhalter 3 verbunden
sind. Ist dle Leichtplatte 1 abnehmbar, so besteht sie insbesondere aus üblichen
hölzernen Schalplatten und ist nach Erhärtung des in den Zwischenraum eingefüllten
Ortbetons für die Herstellung weiterer Schalungselemente mehrfach wiederverwendbar.
Wie aus Fig. 1 ersichtlich, ist für die Herstellung einer Ortbetonaußenwand die
Leichtplatte 1 höher als die Betonplatte 2, die dem Raum zugekehrt aufgestellt wird,
und ein Auflager für vorgefertigte Deckenelemente bildet.
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Dadurch werden Randunterstellungen für die Deckenelemente völlig erübrigt
bzw. wesentlich reduziert. Der höherstehende Teil der Leichtplatte 1 bildet gleichzeitig
die Deckenrandschalung, wobei bei abnehmbarer Leichtplatte 1 der Überstand der dicksten
auszuführenden Decke entspricht, sodaß keine unterschiedlichen Größen erforderlich
sind.
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Eine erste Ausführung ist in Fig. 2 im Schnitt gezeigt. Die Betonplatte
2 ist mit einer Baustahlmatte als Plattenbewehrung 12 versehen. In Abständen von
beispielsweise 70 cm stehen aus der Betonplatte 2 Schwerbetonabstandhalter 3 hoch,
die eine Bewehrungseinlage in T-Form aufweisen. Der Querbalken 5 des T liegt unterhalb
der Plattenbewehrung 12 und ist über einen vorzugsweise kunststoffumhüllten Distanzfuß
8 von der Unterseite der Betonplatte 2 distanziert.
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Vom Querbalken 5 erstreckt sich der Mittelteil 6 des T nach oben und
weist eine Gewindehülse 7 am Ende auf. Eine Betonumhüllung 11 in Form eines Pyrmaidenstumpfes
umgibt den Mittelteil 6, wobei zum Querbalken 5 ein Abstand in der Dicke der Plattenbewehrung
12 verbleibt und die Gewindehülse 7 an der anderen, verjüngten Seite vertieft angeordnet
ist. Die verjüngte Deckfläche des Pyramidenstumpfes liegt an der Innenseite der
Leichtplatte 1, wobei in die Gewindehülse 7 von außen eine Befestigungsschraube
4 eingesetzt ist, deren Kopf unter Zwischenlage einer Beilagscheibe 18 sich an der
Außenseite der Leichtplatte 1 abstützt. Die Grundfläche der pyramidenstumpfförmigen
Betonumhüllung 11 ist geringfügig kleiner als die Gitteröffnung der Plattenbewehrungsmatte
12, die im allgemeinen quadratisch sein wird. Die Grundfläche der Betonumhüllung
weist aber andererseits eine Diagonale auf, die größer als die Seitenlänge der Gitteröffnung
der Plattenbewehrungsmatte 12 ist. Der Querbalken 5 der Einlage des Abstandhalters
3 besitzt hingegen eine Länge, die größer als die Diagonale der Gitteröffnung ist.
Diese Maßverhältnisse ermöglichen eine besonders vorteilhafte Fertigung der Schalungselemente:
Die Leichtplatte 1 wird stehend angeordnet und die Bewehrungsmatte, die die spätere
Plattenbewehrung 12 bildet, daran angelehnt. Nach dem Bohren der Löcher für die
Befestigungsschrauben 4 werden die mit der Betonumhüllung 11 vorgefertigten Abstandhalter
mit der Deckfläche des Pyramidenstumpfes durch die entsprechenden Gitteröffnungen
der Plattenbewehrung durchgeführt und mittels der Befestigungsschrauben
4
fixiert. Die Pyramidenstumpfform der Betonumhüllung 11 erleichtert dabei nicht nur
deren Entformung in den Schalformen nach ihrer Herstellung, sondern auch das Einführen
in die Gitteröffnungen, da die Deckfläche zwangsläufig kleiner als die Grundfläche
ist. Sobald alle Abstandhalter 3 fixiert sind, wird die Bewehrungsmatte der Plattenbewehrung
12 entlang der Betonumhüllungen 11 verschoben, bis die Bewehrungsmatte in die Zwischenräume
zwischen den Betonumhüllungen 11 und dem Querbalken 5 eintreten.
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Nun wird jeder Abstandhalter 3 um etwa 450 verdreht, wodurch die Bewehrungsmatte
zwischen den Querbalken 5 und den Betonumhüllungen 11 im Abstand zur Leichtplatte
1 fixiert ist. Wie aus der Fig. 2 ersichtlich, in der die Betonumhüllung 11 diagonal
geschnitten ist, überragt die Betonumhüllung 11 mit ihrer Grundfläche die Stäbe
der Gitteröffnung der Plattenbewehrung 12 ebenso wie der Querbalken 5 an der anderen
Seite. Die nun auf diese Weise mit den Abstandhaltern 3 versehene Leichtplatte 1
wird nun händisch in eine Horizontalschalform, die mit Fließbeton in der gewünschten
Dicke der Betonplatte 2 gefüllt ist, eingetaucht, wobei die Distanzfortsätze 8 auf
dem Schalboden aufstehen. Die gewünschte Lage der Plattenbewehrung 12 ist damit
gegeben, da sie wegen der Querbalken 5 nicht absinken und wegen der Betonumhüllungen
11 nicht hochgedrückt werden kann. Nach Erhärten der Betonplatte 2 wird das Schalungselement
aus der Form entnommen und kann an der Baustelle zur Errichtung der Wand aufgestellt
werden.
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Dabei stellt die Betonumhüllung sowohl während der Lagerung, während
des Transportes und während der Aufstellung die nötige Stabilität gegen Knick- und
Seitenkräfte sicher.
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Nach Erhärten des eingefüllten Ortbetons können, wenn erwünscht, die
Befestigungsschrauben 4 gelöst und die Leichtplatte 2 abgenommen werden, sodaß eine
ausschließlich aus Beton gebildete Wand verbleibt und das Schalungselement daher
vor allem für Kellerwände geeignet ist. Für aufsteigende bzw.
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nicht der Feuchtigkeit ausgesetzte Wände kann die Leichtplatte 1
auch
als verlorene Schalwand verbleiben. In diesem Fall ist es günstig, den Kopf der
Befestigungsschrauben 4 in die Leichtplatte zu versenken und sie aus korrosionsbeständigem
Material zu fertigen, wie dies auch in Fig. 5 gezeigt ist.
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Fig. 3 zeigt in gleicher Schnittdarstellung wie Fig. 2 ein Schalungselement
mit zwei durch Isolierplatten 14,15 gebildeten Isolierschichten. Die Isolierplatte
14 an der Außenseite der Betonplatte 2 wird vor dem Einfüllen des Betons in die
Horizontalschalform eingelegt, wobei eine zusätzliche Verbindung meist unnötig ist.
Die Isolierplatte 14 an der Innenseite der Leichtplatte 1 wird durch die Betonumhüllungen
11 gehalten, -aus denen in diesem Fall die Endstücke der Mittelteile 6 der Abstandhaltereinsätze
vorragen und an denen die Gewindehülsen vorgesehen sind. Die leichtplattenseitige
Fläche der Gewindehülse 7 ist dieser Ausführung nach durch eine in die Isolierplatte
14 eingelassene Beilagscheibe 13 überdeckt. Es wäre auch hier möglich, die Gewindehülse
7 innerhalb der Betonumhüllung 11 anzuordnen und längere Befestigungsschrauben 4
zu verwenden. Bei der Herstellung des Schalungselementes wird an die Leichtplatte
1 zuerst die Isolierplatte 14 und anschließend die Betonplattenbewehrung 12 angelegt
und in weiterer Folge wie oben beschrieben vorgegangen. Speziell bei dieser Ausführung
wird die Leichtplatte 1 abgenommen und wiederverwendet werden, womit die Ortbetonwand
beidseitig eine Isolierplattenschicht aufweist, die beispielsweise als Putzträger
dient.
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Fig. 4 zeigt einen Schnitt durch ein Ortbetondachplattenschalungselement
mit etwas geändertem Aufbau. Zum einen umfaßt die Betonplattenbewehrung 12 auch
Gitterträger als Zugzonenbewehrung und zum anderen sind in den Abstandhaltern 3
Kanäle 9 vorgesehen, die beispielsweise von nicht gezeigten Rohrstücken gebildet
sind und von einer quaderförmigen oder zylindrischen Betonumhüllung 11 umgeben sind,
die
auch die Betonplatte 2 vollständig durchsetzt. Die Befestigung der Leichtplatte
1 erfolgt durch Schraubbolzen 10, die leichtplattenseitig eingesetzt werden und
betonplattenseitig mittels Muttern fixiert werden.
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Nach Erhärtung des Ortbetons werden die Muttern gelöst und die Schraubbolzen
nach außen durchgestoßen, worauf die Leichtplatte 1 abgenommen werden kann. Sie
kann auch an Ort und Stelle verbleiben und als Dachschalung und Träger für Dachleisten
dienen. Ebenso ist es möglich, die Schraubbolzen 10 gegen andere auszutauschen und
mit diesen ein Traggerüst oder die Dacheindeckung direkt zu fixieren. Bei der Herstellung
des Schalungselementes werden die Gitterträger in den Beton eingesetzt und anschließend
die mit den Abstandhaltern 3 bestückte Leichtplatte 1 eingetaucht, wobei diese bis
zum Boden der Schalform absinken. Ebenso ist es möglich, auch die Abstandhalter
3 gleichzeitig mit den Gitterträgern in die Schalform einzusetzen und anschließend
den Fließbeton für die Betonplatte 2 einzufüllen. Die Leichtplatte 1 wird dann mittels
der Schraubbolzen 10 befestigt.
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Fig. 5 zeigt eine weitere Ausbildung, in der ebenfalls wieder Gitterträger
als Abstandhalter 3 dienen und einen Teil der Betonplattenbewehrung 12 bilden. Die
Obergurte 16 der Gitterträger sind aus Blech gebogen, in das von der Außenseite
der Leichtplatte 1 her Schrauben 17 mit Bohrspitze eingeschraubt werden. Dargestellt
ist ein Schalungselement mit einer verlorenen Leichtplatte 1, sodaß die Schrauben
17 versetzt sind. Es ist jedoch auch eine Ausführung gemäß Fig. 2 mit lösbaren Schrauben
und wiederverwendbarer Leichtplatte 1 möglich. Die Herstellung des Schalungselementes
kann ebenfalls wieder auf zwei Arten erfolgen. Die Abstandhalter 3 können zuerst
an der Leichtplatte 1 fixiert und dann gemeinsam in den Beton der Betonplatte 2
getaucht werden. Sie können aber auch zuerst in die Betonplatte 2 eingelegt werden
und nach Erhärten der
Betonplatte 2 wird die Leichtplatte 1 aufgelegt
und die Schrauben 17 von außen in die Blechobergurte 16 eingeschraubt.
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In den Ausführungen liegt ein leicht herstellbares, gut transportier-
und handhebbares Schalungselement vor, bei dem eine Betonplatte 2 als verlorene
und eine Leichtplatte 1 wahlweise als verlorene oder wiederverwendbare Schalplatte
je nach Verwendungszweck gegeben ist.