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B e s c h r e i b u n g Verfahren und Einricht#ung#z#um Nutzbarmachen
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einer Hilfs-Datenspeichereinheit bei einem Datenverarbeitungssystem
mit getrennten Programm- und Daten-Speichereinheiten.
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Die Erfindung bezieht sich allgemein auf Datenverarbeitungssysteme
und insbesondere auf ein Verfahren und eine Einrichtung zum Erweitern des verfügbaren
Speichers zum Speichern von Daten bei Datenverarbeitungssystemen, bei denen die
Datenspeichereinheit und die Programmspeichereinheit gesondert sind.
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Es ist bekannt, Datenverarbeitungseinheiten mit gesonderten Programmspeichereinheiten
und Datenspeichereinheiten auszurüsten. Diese Architektur, die als Harvard-Architektur
bezeichnet wird, schafft bestimmte Leistungssteigerungen dadurch, daß die Befehlsabrufoperation
und die Befehlsausführungsoperation bequem in einer Folge von Unteroperationen ausgeführt
werden können, was auch als "pipelining" bezeichnet wird.
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Es ist auch bekannt, eine Modifizierung der Harvard-Architektur einzusetzen,
die einen Weg vom Datenspeicher des Datenverarbeitungssystems zur Programmspeichereinheit
vorsieht. Zu dem vom Datenverarbeitungssystem gesetzten Befehl können spezielle
Befehle hinzugefügt werden, um es
dem Datenverarbeitungssystem zu
ermöglichen, von diesem Datenweg Gebrauch zu machen. Ein Beispiel für solch ein
Datenverarbeitungssystem ist der Mikroprozessor TMS 32010 von Texas Instruments.
Bei diesem Datenverarbeitungssystem hat der spezielle Befehl zum Lesen von Daten
aus der Programmspeichereinheit und zu der Datenspeichereinheit die mnemotechnische
Bezeichnung TBLR, während der spezielle Befehl zum Schreiben von Daten aus der Datenspeichereinheit
in die Prgrammspeichereinheit die mnemotechnische Bezeichnung TBLW aufweist. Das
Merkmal der Überführung von Daten aus der Datenspeichereinheit zur Programmspeichereinheit
hat sich als sehr nützlich erwiesen, ist aber mit dem Nachteil behaftet, daß in
der Programmspei -chereinheit gespeicherte Datensignalgruppen, wenn sie zu das Systenprogramm
bildenden Signalgruppen hinzugefügt werden, zwangsweise durch die Größe des Programmspeichers
beschränkt sind, wodurch auch die Programmgröße und -flexibilität Beschränkungen
erfahren.
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Es bestand daher ein Bedürfnis für ein mit der Harvard-Architektur
ausgerüstetes Datenverarbeitungssystem, das von der Flexibilität spezieller Befehle
zur Überführung von Datensignalgruppen zwischen der Programmspeichereinheit und
der internen Datenspeichereinheit Gebrauch machen kann, ohne Beschränkunge an der
Programmgröße herbeizuführen.
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Demgemäß besteht ein Ziel der Erfindung darin, ein verbessertes Datenverarbeitungssystem
zu schaffen.
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Ein weiteres Ziel der Erfindung besteht darin, ein verbessertes Datenverarbeitungssystem
zu schaffen, das eine modifizierte Harvard-Architektur aufweist.
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Ein weiteres Ziel der Erfindung besteht darin, zusätzlichen
Speicherraum
für eine Datenverarbeitungseinheit zu schaffen, die eine modifizierte Harvard-Architektur
besitzt.
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Ein weiteres Ziel der Erfindung besteht auch noch darin, einen Hilfs-Datenspeicher
zu schaffen, der für die Überführung von Datensignalgruppen zwischen dem Datenspeicher
einer Datenverarbeitungseinheit und der Hilfs-Speichereinheit verwendet werden kann.
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Diese und weitere Ziele werden gemäß der Erfindung durch ein Datenverarbeitungssystem
erreicht, bei dem die interne Da tenspeichere inhei t und die Programmspeichereìnheit
typischerweise getrennt benutzt werden, während gleichwohl unter der Steuerung spezieller
Befehle ein Datenweg zur Überführung von Daten zwischen den beiden Speichereinheiten
geschaffen wird. Es wird eine Hilfs-Speichereinheit hinzugefügt, die die gleiche,
Adressengestaltung wie die Programmspeichereinheit aufweist. Es wird eine Einrichtung
beschrieben, die dazu dient, die Hilfs-Datenspeicherein heit zu aktivieren und die
Programm-Speichereinheit zu entaktivieren, wenn die speziellen Befehle identifiziert
sind. Auf diese Weise können die in der Hilfs-Datenspeichereinheit gespeicherten
zusätzlichen Datensignalgruppen der internen Datsnspeichereinheit der Datenverarbeitungseinheit
verfügbar gemacht werden.
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Diese uni weitere Ziele der Erfindung ergeben sich in näheren Einzelheiten
aus der nachstehenden Beschreibung eines Ausführungsbeispieles anhand der Zeichnung.
In der Zeichnung zeigt: Fig. 1 ein schematisches Blockschaltbild einer Einrichtung,
in der die Erfindung verwirklicht ist, Fig. 2 ein Ablaufdiagramm der verschiedenen
Signale der
erfindungsgemäßen Einrichtung, und Fig. 3 ein Ablaufdiagramm
der die Überführung von Daten anz#eigenden Systemsignale.
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Gemäß Fig. 1 kann eine Datenverarbeitungseinheit 10, die eine interne
Datenspeichereinheit 101 aufweist, an eine Datenhauptleitung 15 und an eine System-Adressenhauptleitung
14 angeschlossen werden. Die Datenverarbeitungseinheit 10 legt auch ein Taktsignal
an eine Eingangsklemme eines invertierenden Verstärkers 27 und an eine Taktklemme
eines Multivibrators 23 vom D-Typ an. Die Ausgangsklemme des invertierenden Verstärkers
27 ist an eine Taktklemme eines Multivibrators 22 vom D-Typ und an eine Taktklemme
eines Multivibrators 24 vom D-Typ angeschlossen.
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Eine logische UND-Torschaltung 20 empfängt an einer invertierten Klemme
ein in Fig. 1 als COMPEs bezeichnetes invertiertes Steuer-oder Freigabesignal. Das
invertierte Ausgangssignal der UND-Torschaltung 20 liegt an einer invertierenden
Steuer- oder Freigabeklemme einer Befehlsidentifizierungseinhet 16 und an einer
invertierten Eingangsklemme einer Befehlsidentifizierungseinheit 17 an.
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Die invertierende Ausgangsklemme der Befehlsidentifizierungseinheit
16 ist an eine invertierende Klemme einer logischen ODER-Torschaltung 21 angeschlossen,
und eine invertierende Ausgangsklemme der Befehlsidentifizierungseinheit 17 ist
mit einer invertierenden Eingangsklemme einer logischen ODER-Torschaltung 21 verbunden.
Die Befehlsidentifizierungseinheit 16 und die Befehlsidentifizierungseinheit 17
sind beide an die System-Datenhauptleitung 15 angeschlossen. Die Ausgangsklemme
der logischen ODER-Torschaltung 21 ist mit der D-Klemme der Multivibratoreinheit
22 vom D-Typ verbunden , während die Ausgangsklemme Q des Multivibrators 22 ein
Signal Q1 an die D-Klemme des Multivibrators 23 vom D-Typ anlegt. Die invertierte
Ausgangsklemme
des Multivibrators 22 vom D-Typ, die mit Q1 bezeichnet ist, ist mit einer ersten
Eingangsklemme einer logischen UND-Torschaltung 26 verbunden. Die Ausgangsklemme
Q des Multivibrators 23 vom D-Typ ist an eine D-Klemme des Multivibrators 24 vom
D-Typ und an eine erste Eingangsklemme einer logischen ODER-Torschaltung 25 angeschlossen.
Eine Ausgangsklemme Q des Multivibrators legt ein Signal Q3 an eine zweite Eingangsklemme
der logischen ODER-Torschaltung 25 an, während die invertierende Ausgangsklemme
Q3 an den Hilfs-Datenspeicher 12 angelegt ist.
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Das invertiert Ausgangssignal der logischen ODER-Torschaltung 25 liegt
an einer invertierenden Klemme der logischen UND-Torschaltung 20 und an einer zweiten
Eingangsklemme der logischen UND-Torschaltung 26 an. Ein invertiertes Ausgangssignal
von der logischen UND-Torschaltung 26 ist an die Programmspeichereinheit 11 angeschlossen.
Die Hilfs-Datenspeichereinheit 12 und die Programmspeichereinheit 11 sind beide
mit der Datenhauptleitung 15 und der System-Adressenhauptleitung 14 verbunden.
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Die Fig. 2 zeigt ein Ablaufdiagramm für drei Zyklen einer Leseoperation.
Das COMPEN-Signal geht auf ein negatives logisches Niveau , das die Identifizierungseinheiten
16 und 17 aktiviert. Die Identifizierung eines passenden Befehls durch die Einheiten
16 und 17 bewirkt, daß das Ausgangssignal der ODER-Torschaltung 21 ins Positive
geht.
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Während des nächsten Taktzyklus wird das Signal Q1 ein positives logisches
Niveau und Q1 wird zu einem negativen logischen Niveau. Das Programmsteuersignal
geht hoch wodurch die Programmspeichereinheit dagegen gesperrt wird, entweder auf
die Adressensignalgruppe oder die Opcode-Siqnalgruppe auf der Datenhauptleitung
anzusprechen. Zur gleichen Zeit während der Änderung des Taktzyklus während der
Mitte der Periode nimmt das Ausgangssignal Q2 des Multivibrators 23 vom D-Typ einen
positiven logischen Wert
während des in der Mitte liegenden Taktüberganges
an und verbleibt für ein ganzes Taktintervall auf dem positiven Wert. Das Ausgangssignal
des Multivibrators 24 erhält während der dritten Taktperiode ein positives logisches
Niveau , und es hat während des restlichen Betriebes einen negativen logischen Wert.
Der Ausgang der invertierten ODER-Torschaltung 25 nimmt während der dritten Taktperiode
ein negatives logisches Niveau an. Der Programmspeicher wird während des zweiten
und des dritten Zyklus durch das Ausgangssignal der invertierenden UND-Torschaltung
26 entaktiviert, während der Hilfs-Datenspeicher 12 während des dritten Taktzyklus
aktiviert wird. In Fig. 3 sind das die Speicherprogrammeinheit 11 sperrende Signal
PROG CS und das den Datenspeicher aktivierende Signal DATA CS gezeigt.
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Erläuterungshalber sind die Signale auf der Adressen leitung sowie
die Signale auf der Datenleitung für diese Operation für die Leseoperation dargestellt.
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Arbeitsweise der bevorzu#t#en#Ausführun#s#form Wie oben erläutert,
sind in einer in der Harvard-Architektur verwirklichten Datenverarbeitungseinheit
die Datenspeichereinheit und die Programmspeichereinheit gesondert.
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Diese Trennung kann Verbesserungen der Leistungsfähigkeit des Datenverarbeitungssystems
herbeiführen, die allgemein bekannt sind. Wie aus Fig. 1 ersichtlich, sind der Programmspeicher
11 und die interne Datenspeichereinheit 101 der Datenverarbeitungseinheit 10 getrennte
Einheiten, wobei die interne Datenspeichereinheit durch gesonderte Adressen- und
Daten-Hauptleitungen an den Rest der Datenverarbcitugseinhcit (ALU) 10 angeschlossen
ist. Es sind auch weitere elektrische Verbindungen wie die Takt-HauptLeitung und
die Steuersignal-Hauptleitung vorhanden, doch brauchen diese Hilfs-Signalübertragungsbauteile
für das Verständnis der vorliegenden Erfindung nicht erläutert zu
werden.
Um den für die Datensignalgruppen zur Verfügung stehenden Speicherraum zu erweitern,
ist die Hilfs-Datenspeichereinheit 12 an die Adressenhauptleitung 14 und an die
Datenhauptleitung 15 angeschlossen. Um sicherzustellen, daß der spezielle Lesebefehl
und der spezielle Schreibbefehl verwendet werden, müssen der Hilfs-Datenspeicher
12 aktiviert und die normalerweise zugängliche Programmspeichereinheit 11 entaktiviert
werden. Um dies zu erreichen, wird die Datenhauptleitung 15 durch eine Befehlsidentifizierungseinheit
16 und die Befehlsidentifizierungseinheit 17 zur Identifizierung jedes der speziellen
Befehle, d.h. des Lesebefehls und des Schreibbefehls, überwacht.
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Eine an die logische UND-Torschaltung 20 angeschlossene Steuerleitung
gibt die Hilfs-Speichereinheit durch Aktivieren der Befehlsidentifizierungseinheit
16 und 17 durch eine logische UND-Torschaltung 20 frei. Diese Steuerleitung erlaubt
im Bedarfsfalle die normale Operation des speziellen Lesebefehls und des speziellen
Schreibbefehls.
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Wenn einer der speziellen Befehle aus der Speichereinheit 11 abgerufen
wird, werden die Befehlsidentifizierungseinheiten 16 und 17 aktiviert, die ein Signal
über die Torschaltung der Multivibratoreinheit 22 vom D-Typ anlegen.
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Die drei Multivibratoren 22, 23 und 24 vom D-Typ schaffen Signale
zur Entaktivierung der Programmspeichereinheit 11 und zur Aktivierung der Hilfs-Datenspeichereinheit
12 während des dritten Taktzyklus des speziellen Befehles.
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Es findet so eine Übertragung einer Angabe oder von Daten zwischen
dem Datenspeicher der Datenverarbeitungseinheit 10 und der Hilfs-Datenspeichereinheit
12 ohne Einbeziehung der Programmspeichereinheit 11 statt, wie dies sonst im normalen
Betriebe der Fall wäre. Während des dritten Taktzyklus des speziellen Befehls wird
die Torschaltung 20 entaktiviert, um einen möglichen Konflikt beim Zugang zur Hilfs-Datenspeichereinheit
12 oder zur Programm-Speichereinheit 11 zu verhindern. Nach dem dritten Taktzyklus
des
speziellen Befehls wird die Schaltung in ihren ursprünglichen
Zustand zurückgeführt, und die logische UND-Torschaltung 20 kann erneut für eine
anschließende Identifizierung spezieller Lese- und Schreibbefehle freigegeben werden.
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An dem vorstehend erläuterten Ausführungsbeispiel können vielerlei
Abwandlungen vorgenommen werden, ohne daß der Rahmen der Erfindung überschritten
wird.