DE3600203A1 - Verfahren zur regelung eines schleifprozesses in einem pressenschleifer - Google Patents
Verfahren zur regelung eines schleifprozesses in einem pressenschleiferInfo
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Description
Verfahren zur Regelung eines Schleifprozesses in einem Pressenschleifer
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Regelung eines Schleifprozesses in einem Pressenschleifer,
in dem ein Holzsatz in wenigstens einer Tasche mittels einer in der Tasche beweglichen Pressplatte an einen
rotierenden Schleifstein gepresst wird, wobei in bestimmten Abständen die scheinbare erzeugte Stoffmenge
an verschiedenen Messpunkten eines SchleifSchlages der
Pressplatte berechnet wird, und zwar unter Berücksichtigung auch der während des SchleifSchlages entstandenen
Veränderungen der Dichte des HolzSatzes an den Messpunkten, und der in dieser Weise berechnete Wert
mit dem Aufgabenwert der erzeugten Stoffmenge verglichen
wird und der Schleifvorgang des Holzsatzes zum Erreichen des Aufgabewerts der erzeugten Stoffmenge reguliert wird.
Mechanischer Stoff wird allgemein in sogenannten Pressenschleifern hergestellt, in denen die Holzsätze <
in den Taschen mittels eines Belastungszylinders und
einer Pressplatte an einen rotierenden Schleifstein <*
gepresst werden. Zum Schaffen einer erforderlichen Abkühlung und Schmierung und zum Abtransportieren des
Stoffes wird der Schleifstein mit Wasser bespritzt.
Es ist allgemein bekannt, dass die Herstellung mechanischen Stoffes anlässlich vieler gelegentlich
variierenden Faktoren unstabil ist. Solche Faktoren sind z.B. Variationen in der Qualität, Grosse und
Feuchtigkeit des Holzes, die Reinheit der Steinoberfläche, die Qualität des Steins, die Figuration, d.h.
die Schärfe der Steinoberfläche, die Abnutzung der schleifenden Oberfläche, die das Holz an den Stein
pressende Kraft usw. Die Unstabilität äussert sich u.a. in Variationen in der Dichte sowie der Qualität und
Feinheit des Stoffes. Als Mass der Feinheit des Stoffes
wird konventionell ein sog. CSF-Wert gebraucht, der mit den vielen Qualitätseigenschaften des Stoffes gut
korreliert.
Die meisten von den obengenannten Grossen können auf kurze Sicht am wesentlichen konstant gehalten werden.
Bei den bekannten Regelungslösungen wird z.B. die Motorleistung oder die Bewegungsgeschwindigkeit der Pressplatte
standardisiert, und zwar durch Regelung des hydraulischen Druckes. Dabei variiert die wirkliche
Mengenleistung, d.h. die erzeugte Stoffmenge pro Zeiteinheit, weil man festgestellt hat, dass die Dichte eines
Holzsatzes sich während eines SchleifSchlages verändert. Dieser Faktor wird in der FI-Auslegeschrift 64 666 behandelt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Mengenleistung, d.h. die erzeugte Stoffmenge pro Zeiteinheit,
so zu regeln, dass der gestellte Aufgabewert anlässlich der später angeführten Gründe und in der
später angeführten Weise erreicht wird.
Eine Änderung der erzeugten Stoffmenge beeinflusst den CSF-Wert des Stoffes so, dass wenn die erzeugte Stoffmenge
vermehrt wird, der CSF-Wert grosser wird, und dass wenn diese Menge vermindert wird, der CSF-Wert entsprechend
kleiner wird. Die obenerwähnten Veränderungen sind prinzipiell in Figur 1 gezeigt. In Figur 1 wird
auch die Situation mit verschiedenen Standardschärfen des Steins gezeigt. Die Veränderungen sind eine Folge
des Einflusses der Friktion zwischen dem Schleifstein
und dem zu schleifenden Holz auf das Lignin des Holzes. Wenn die erzeugte Stoffmenge vermehrt wird, erwärmt die
zugenommene Friktion beim Wachsen der Kraft zwischen dem Holz und dem Stein das Holz mehr, wobei das Lignin
in grösserem Grad als früher weicher wird und die Fasern leichter und somit höher und langer lose werden,
was zu einem erhöhten CSF-Wert führt. Die Verminderung
der erzeugten Stoffmenge hat einen entgegengesetzten Effekt.
Wie wir auf Grund des Obigen feststellen können, äussern sich die Variationen in der erzeugten Stoffmenge/
d.h. in der Mengenleistung, in entsprechenden Variationen in der Stoffqualität, und weil man in der
Praxis anlässlich der verschiedenen Schärfen und Abnutzung der Schleifsteine Stoff aus verschiedenen
Schleifmaschinen vermischen muss, damit der CSF-Wert standardisiert und ein Schleifen nach Produktionsbedarf
bei verschiedenen Schleifmaschinen gestartet werden kann, ist es sehr wesentlich, dass die Unstabilität des
Prozesses und die Variation in der Stoff- und dadurch auch in der Papierqualität durch Regelung der wirklichen
erzeugten Stoffmenge minimiert werden können.
Bis jetzt bekannte typische Weisen zur Regulierung eines Pressenschleifers sind Drucksteuerung, Leistungssteuerung,
Geschwindigkeitssteuerung und die Steuerung des spezifischen Verbrauchs an Energie.
Durch Drucksteuerung hat man versucht, den auf den Belastungszylinder der Pressplatte wirkenden hydraulischen
Druck während des ganzen Schleifprozesses konstant zu halten. Durch Leistungssteuerung hat man
wieder versucht, die Drehgeschwindigkeit des Schleifsteins konstant zu halten und durch Geschwindigkeitssteuerung hat man entsprechend versucht, die Laufgeschwindigkeit
der Pressplatte konstant zu halten. Die Leistungs- und Drucksteuerung weisen eine herkömmliche
Schwäche auf, die sich in grossen Variationen in "Freeness" und dadurch in Qualität äussert, und die
Schwäche der Geschwindigkeitssteuerung der Pressplatte besteht in grossen Variationen in der Leistung und der
wirklichen erzeugten Stoffmenge, welche Variationen zu grossen Variationen in CSF-Werten führen.
Bei der Regulierung des Schleifprozesses zur
Standardisierung des spezifischen Verbrauchs an Energie wird auf die Regulierung die bekannte gegenseitige Abhängigkeit
zwischen dem CSF-Wert des Holzschliffes und des spezifischen Verbrauchs an Energie angewendet. Das
Ergebnis der Regulierung ist nach dem Verfahren der FI-Auslegeschrift
64 666 wesentlich verbessert worden, und zwar unter Berücksichtigung der durchschnittlichen und
normalisierten Verdichtung des zu schleifenden Holzsatzes während eines SchliefSchlages. Bei der Regulierung
des spezifischen Verbrauchs an Energie wird im Prinzip ein ausserordentlich gleichmässiges CSF-Ergebnis erreicht,
aber wenn die wirliche und berechnete Satzverdichtung in dem betreffenden Regulieraugenblick
einander nicht vollständig entsprechen, so wird nicht immer eine ausreichende erzeugte Stoffmenge, d.h. eine
ausreichende Mengenleistung, erreicht.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Regulierung eines Schleifprozesses zu
schaffen, das die Nachteile der vorbekannten Verfahren nicht aufweist. Dies wird mittels eines erfindungsgemässen
Verfahrens erreicht, das dadurch gekennzeichnet ist, dass der berechnete Wert der scheinbaren erzeugten
Stoffmenge im Verhältnis zu dem während des Schleifschlages benutzten hydraulischen Druck korrigiert wird.
Die Erfindung basiert auf der Feststellung, dass die Verdichtung des Holzsatzes während des Schleifschlages,
der von einer sog. Satzdichtekurve oder Satzdichtefunktion dargestellt wird, abgesehen von der Lage
der Pressplatte auch von dem benutzten hydraulischen Druck, d.h. von der Kraft abhängig ist, mit der die
Pressplatte an das Holz gepresst wird.
Die Grundeinsicht der Erfindung ist, die Steilheit der Satzdichtekurve auf Grund des benutzten hydraulischen
Drucks zu berechnen und diese Kurve dann in einer an sich bekannten Weise zum Erreichen des Aufgabewerts
der erzeugten Stoffmenge zu gebrauchen. Der Aufgabewert
kann z.B. der Festwert der Produktion usw. sein. Der beim Berechnen zu benutzende hydraulische Druck kann
z.B. mittels des durchschnittlichen Niveaus des hydraulischen Drucks bestimmt werden oder alternativ von den
Faktoren ausgehend/ auf Grund deren der hydraulische Druck oder das Niveau des hydraulischen Drucks bestimmt
wird, wie z.B. von der Schärfe des Steins, den Aufgabewerten der erzeugten Stoffmenge usw.
Jß Im folgenden wird die Erfindung unter Hinweis
auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben, wobei
Figur 2 einen zur Anwendung des erfindungsgemässen
Verfahrens geeigneten Schleifer schematisch zeigt,
Figur 3 das Messen der Laufstrecke der Pressplatte schematisch zeigt,
Figur 4 den Satzverdichtungskoeffizienten als Funktion der relativen Lage der Pressplatte zeigt,
Figur 5 die Abhängigkeit der Satzdichte von der Lage der Pressplatte und von dem Niveau des hydraulischen
Drucks zeigt,
Figur 6 eine Ausführungsform der Erfindung
prinzipiell zeigt,
Figur 7 den Einfluss der Steinschärfe auf das durchschnittliche Niveau des hydraulischen Drucks bei
einer konstanten erzeugten Stoffmenge zeigt,
Figur 8 den Einfluss der erzeugten Stoffmenge
und der Schleifmaschinenleistung auf das durchschnittliche Niveau des hydraulischen Drucks zeigt, und
Figur 9 den Einfluss der Geschwindigkeit der Pressplatte auf das durchschnittliche Niveau des hydraulischen
Drucks zeigt.
Die in Figur 1 der Zeichnung gezeigte Schleifmaschine von einem vorzugsweise unter kontinuierlichem
üeberdruck fungierenden Typ umfasst einen Rahmen 101, einen drehbar am Rahmen gelagerten Schleifstein 102,
der an seinen entgegengesetzten Seiten zwei Taschen
aufweist. In den beiden Taschen fungiert eine mittels eines hydraulischen Zylinders 104 verschiebbare Pressplatte
105. Oberhalb den beiden Taschen kann eine vertikale Zuführungstasche für einen in die Tasche zuzuführenden
Holzsatz 106 vorgesehen werden. Die Zuführungstasche wird in Figur 2 nicht gezeigt. Auf den
Schleifstein wird Spritzwasser über ein Mundstück 107 geleitet. Unterhalb des Schleifsteins ist ein Trog 108
für geschliffenen Stoffbrei vorgesehen und aus dem Trog leitet ein Auslassrohr 109 zu einer Stelle für weiteren
Gebrauch.
Zuerst wird die Situation beobachtet, wo nur eine Tasche schleift. Die erzeugte Stoffmenge M ist gleich
das von der Pressplatte verdrängte Taschenvolumen multipliziert mit der Dichte des Holzsatzes in der Tasche.
Während dieser Beobachtungsperiode t ist also M = A χ X χ Dw χ Kt (I)
wobei
A = Querschnittsfläche der Tasche
X, = Laufstrecke der Pressplatte während der Periode t
D = durchschnittliche Dichte eines Holzsatzes w
in der Tasche während des Schleifens K, = Korrektionskoeffizient der Holzsatzdichte,
d.h. Satzdichtekoeffizient, der von der Lage der Pressplatte und von dem während des
Schleifschlages benutzten hydraulischen Druck anhängig ist.
Die Laufstrecke der Pressplatte kann mittels einer relativen Lage gezeigt werden. Figur 3 zeigt prinzipiell
die Bewegung der Pressplatte während des Schleifens. Die Grosse des Holzsatzes variiert u.a. deshalb, dass die
Formen der einzelnen Stämme und die Anordnung der Stämme in der Zuführungstasche beim Füllen variieren. Wenn die
Pressplatte am Anfang eines SchleifSchlages an das Holz
geschoben wird, führen die variierenden Grossen der Holz-
sätze dazu, dass die Lage der Pressplatte am Anfang des Schleifens je nach Püllvorgang variiert. Diese Lage kann
z.B. mittels eines Impulsgebers gemessen werden. Die Schlusslage der Pressplatte ist dagegen immer dieselbe,
weshalb sie als O-Punkt angesehen werden kann, mit dem die Lage der Pressplatte verglichen wird. Gleicherweise
wird die durchschnittliche Lage Xfc der Pressplatte während
der Beobachtungsperiode bestimmt und die durchschnittliche, relative Lage X . der Pressplatte berechnet
Xt
ASt " X
Die durchschnittliche Lage X. der Pressplatte kann beispielsweise durch Messen der Pressplattenlage in der
Mitte der Beobachtungsperiode bestimmt werden. Alternativ kann die Pressplattenlage am Anfang und Ende der Beobachtungsperiode
gemessen werden und ein Mittelwert dafür berechnet werden. Wenn erwünscht, kann die Lage der
Pressplatte auch an mehreren Punkten gemessen werden und eine genaue durchschnittliche Lage für die Pressplatte
nach verschiedenen mathematischen Verfahren berechnet werden.
Figur 4 zeigt ein Beispiel für die Abhängigkeit der relativen Satzdichte, d.h. des Satzdichtekoeffizienten
K, von der relativen Lage der Pressplatte, und aus der Kurve geht ein Satzdichtekoeffizient K, hervor, der der
relativen Lage der Pressplatte für jede Beobachtungsperiode t entspricht. Der Satzdichtekoeffizient kann
natürlich in jeder beliebigen, mit der Lage und Bewegung der Pressplatte vergleichbaren Weise ausgedrückt werden,
die den Wert des Koeffizienten mit einer praktisch gesehen ausreichenden Genauigkeit gibt. Dabei kann als
Vergleichszahl z.B. die absolute Lage der Pressplatte in der Tasche, die Laufstrecke der Pressplatte in der
Tasche nach dem Anfang des SchleifSchlages o.dgl. ge-
braucht werden.
Zum Schaffen einer Kurve gemäss Figur 4 muss also die Lage der Pressplatte an ausreichend vielen Punkten
gemessen werden und die wirkliche erzeugte Stoffmenge an den betreffenden Messpunkten (Stoffmenge = Durchfluss
χ Dicke) berechnet werden. Entsprechend muss die scheinbare erzeugte Stoffmenge auf der Basis des Querschnitts
A der Tasche, der durchschnittlichen Dichte D
des Holzsatzes und der relativen Laufstrecke der Pressplatte berechnet werden. Als durchschnittliche Dichte
kann ein empirischer Wert D = 294 kg/m benutzt werden. Auf der Basis der obenerwähnten Auskünfte ist es möglich,
die obengenannte Satzdichtekurve zu bilden, die als Beispiel in Figur 4 gezeigt wird. Mittels der Vertikalachse
wird dabei das Verhältnis zwischen der wirklichen erzeugten Stoffmenge und der scheinbaren erzeugten Stoffmenge
und mittels der Horizontalachse die relative Lage der Pressplatte bezeichnet. Es ist klar, dass für den
Graph der Satzdichte in der Praxis eine auf vielseitigen praktischen Experimenten basierende endgültige Form
gesucht werden muss. Beim Formen der Kurve müssen die verschiedenen Werte natürlich kommensurabel gemacht
werden, und wenn es nötig ist, muss eine Schätzung auf der Basis der Messergebnisse benutzt werden, wie in der
FI-Auslegeschrift 64 666 festgestellt ist.
Gemäss der Erfindung hat man bemerkt, dass die in der obenerwähnten Weise geschaffene Satzdichtekurve
nicht nur von der Lage der Pressplatte abhängig ist, sondern auch von dem während des SchleifSchlages benutzten
hydraulischen Druck. In Figur 5 ist die Form der Satzdichtekurve prinzipiell auf zwei verschiedenen
Niveaus des hydraulischen Drucks gezeigt. Wie aus Figur 5 ersichtlich ist, ist die Kurve auf hohem Niveau
des hydraulischen Drucks erheblich steiler als die Kurve auf niedrigem Druckniveau. Aus diesem Grund er-
hält der Korrektionskoeffizient Kfc der Holzsatzdichte
verschiedene Werte je nach dem benutzten hydraulischen Druck. Die Grosse des Korrektionskoeffizienten Kfc beeinflusst
die Grosse der berechneten scheinbaren erzeugten Stoffmenge M,. Aus diesem Grund kann das beste
mögliche Resultat nicht nach dem Verfahren der FI-Auslegeschrift 64 666 erreicht werden, denn eine auf
einem fehlerhaften Wert von M, basierende Regelung kann nicht zu dem besten möglichen Resultat führen.
Das Wesentliche bei dem erfindungsgemässen Verfahren
besteht somit darin, dass bei der Bestimmung des Korrekstionskoeffxzienten der Holzsatzdichte, d.h. des
Satzdichtekoeffizienten, ausser der Lage der Pressplatte auch die Abhängigkeit von dem benutzten hydraulischen
Druck berücksichtigt wird. Der in der obenerwähnten Weise erhaltene Korrektionskoeffizient wird beim Berechnen
der nach der Formel (I) erzeugten Stoffmenge benutzt.
Der Wert dieser Stoffmenge wird danach mit dem entsprechenden Aufgabewert der erzeugten Stoffmenge verglichen,
und auf der Basis einer eventuellen Abweichung wird der Schleifprozess zum Erreichen des Aufgabewerts
der erzeugten Stoffmenge, d.h. der Mengenleistung, reguliert.
Verschiedene Faktoren tragen in der Praxis zu einer Veränderung des Niveaus des hydraulischen Drucks
bei, welches Niveau die Grosse des Korrektionskoeffizienten
der Holzsatzdichte beeinflusst. In Figur 7 ist z.B. die Wirkung der Steinschärfe auf das durchschnittliche Niveau
des hydraulischen Drucks bei einer konstanten Mengenleistung prinzipiell angeführt. Aus Figur 7 ist ersichtlich,
dass wenn der Stein stumpf wird, das Aufrechthalten einer konstanten Mengenleistung ein höheres
durchschnittliches Niveau des hydraulischen Drucks voraussetzt als was bei einem scharfen Stein der Fall ist.
Eine Erhöhung der Mengenleistung, d.h. der erzeugten
Stoffmenge, und dadurch eine Erhöhung des Istwerts der
Schleifmaschinenleistung tragen auch zu einem erhöhten durchschnittlichen Niveau des hydraulischen Drucks bei.
Diese Sache ist in Figur 8 prinzipiell gezeigt. Der Istwert der Geschwindigkeit der Pressplatte hat auch
eine erhöhende Wirkung auf das durchschnittliche Niveau des hydraulischen Drucks. Diese Sache ist in Figur 9
gezeigt. Die obenerwähnten Faktoren müssen somit beim Bestimmen der Grosse des Korrektionskoeffizienten der
Holzsatzdichte berücksichtigt werden.
In Figur 6 ist eine mögliche Ausführungsform
der Erfindung prinzipiell gezeigt. In Figur 6 wird die
Bewegung der Pressplatte 105 des Pressenschleifens durch
Regulierung des auf den hydraulischen Zylinder der Pressplatte wirkenden Drucks gesteuert. Die Laufstrecke der
Pressplatte 105 während des Schleifens wird mit#einem
die Lage der Pressplatte anzeigenden Signal gemessen. Die Messung kann gleicherweise wie in der FI-Auslegeschrift
64 666 angeführt mittels Impulsgeber 112 ausgeführt werden, die die Geschwindigkeit der Pressplatte
messen,aber auch andere bekannte Verfahren zum Messen der Lage, der Laufstrecke und der Geschwindigkeit der
Pressplatte können angewendet werden. Die genannten Impulsgeber können z.B. von dem Typ Litton Servotechnik,
G 70 SSTLB1-1000-05PX, BRD, sein. Der hydraulische Druck wird seinerseits an dem auf den hydraulischen
Zylinder der Pressplatte 105 wirkenden Druck mittels eines Druckmessers 114 gemessen. Ein Regelkreis 116
berechnet mittels eines separat bestimmten Algorithmus die Steilheit der Satzdichtekurve und danach auf der
Basis der Pressplattenlage den dem betreffenden Messaugenblick t entsprechenden Korrektionskoeffizienten
Kt der Dichte und berechnet die dem Messaugenblick t
entsprechende scheinbare erzeugte Stoffmenge M.. Ausserdem vergleicht der Regelkreis 116 diesen Wert M.
mit dem entsprechenden Aufgabewert der erzeugten Stoff-.menge.
Auf der Basis des Unterschieds zwischen diesen Werten und bei Bedarf auf der Basis eines separat bestimmten
Regelalgorithmus wird die Laufstrecke der Pressplatte 105 mittels eines Regelventils 117 des
hydraulischen Drucks zo gesteuert, dass die erzeugte Stoffmenge pro Zeiteinheit, d.h. die Mengenleistung, den
dafür gestellten Aufgabewert erreicht.
Die in der Zeichnung beschriebenen Beispiele sind keineswegs beabsichtigt, die Idee der Erfindung zu beschränken,
sondern die Beispiele sind beabsichtigt, nur die Grundidee der Erfindung zu veranschaulichen. Was
die Einzelheiten betrifft, kann das erfindungsgemässe
Verfahren im Rahmen der Patentansprüche sogar bedeutend variieren. Im Beispiel der Figur 6 ist zum Beispiel
nur eine Tasche dargestellt, aber es ist klar, dass die Erfindung auch dann angewendet werden kann, wenn die
übrigen Taschen des Schleifers schleifen. Auch ist es klar, dass die Steilheit der Satzdichtekurve, welche
Kurve die Grosse des Korrekstionskoeffizienten der Dichte
beeinflusst, ausser auf der Basis des Niveaus des hydraulischen Drucks auch auf der Basis der Faktoren
berechnet werden kann, die das Niveau des hydraulischen Drucks bestimmt. Solche Faktoren sind u.s. die Schärfe
des Steins, der Aufgabewert der erzeugten Stoffmenge, d.h. der Mengenleistung, usw., wie oben angeführt ist.
Die Konstruktion des Regelkreises 116 ist auch in keiner Weise beschränkt. Der Regelkreis 116 kann zum Beispiel
mittels herkömmlicher Analogietechnik verwirklicht werden, aber am vorteilhaftesten doch unter Benutzung
eines Mikroprozessors oder eines Computers.
Claims (3)
1. Verfahren zur Regelung eines Schleifprozesses in einem Pressenschleifer, in dem ein Holzsatz (106) in
wenigstens einer Tasche (103) mittels einer in der Tasche beweglichen Pressplatte (105) an einen rotierenden Schleifstein
(102) gepresst wird, wobei in bestimmten Abständen die scheinbare erzeugte Stoffmenge an verschiedenen Me sspunkten
eines SchleifSchlages der Pressplatte berechnet wird, und zwar unter Berücksichtigung auch der während
des SchleifSchlages entstandenen Veränderungen der Dichte des Holzsatzes (106) an den Messpunkten, und der in dieser
Weise berechnete Wert mit dem Aufgabenwert der erzeugten Stoffmenge verglichen wird und der Schleifvorgang des
Holzsatzes zum Erreichen des Aufgabewerts der erzeugten Stoffmenge reguliert wird, dadurch gekennzeichnet
, dass der berechnete Wert der schein- H,
baren erzeugten Stoffmenge im Verhältnis zu dem während ' des Schleifschlages benutzten hydraulischen Druck ««
korrigiert wird.
2. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet , dass als Graph des hydraulischen
Drucks das durchschnittliche Niveau des hydraulischen Drucks während eines SchleifSchlages benutzt
wird.
3. Verfahren nach Patentanspruch 1 oder 2,
nach dem an den verschiedenen Messpunkten eines Schleif-Schlages
der Pressplatte (105) die erzeugte Stoffmenge gemessen wird, die scheinbare erzeugte Stoffmenge auf
der Basis der Querfläche der Tasche (103) , der Lage der
Pressplatte und der geschätzten durchschnittlichen Dichte des Holzsatzes (106) berechnet wird, die Abhängigkeit
des Verhältnisses zwischen der wirklichen erzeugten Stoffmenge und der scheinbaren erzeugten Stoffmenge von
der Lage der Pressplatte (105) bestimmt wird und das in <\
dieser Weise erhaltene Verhältnis beim Schleifen von danach folgenden Holzsätzen als Korrektionskoeffizient
der berechneten scheinbaren erzeugten Stoffmengen an den Messpunkten eines SchleifSchlages der Pressplatte benutzt
wird, die Abweichung der in der obenerwähnten Weise berechneten erzeugten Stoffmenge vom dem Aufgabewert der erzeugten Stoffmenge berechnet wird, und die
Stellwerte der Schleifmaschine in die Richtung zum Vermindern der erwähnten Abweichung zum Erreichen des Aufgabewerts
der erzeugten Stoffmenge während des ganzen SchleifSchlages reguliert wird, dadurch gekennzeichnet
, dass beim Bestimmen des Verhältnisses zwischen der wirklichen erzeugten Stoffmenge
und der scheinbaren erzeugten Stoffmenge, welches Verhältnis als Korrektionskoeffizient (K ) dient, auch die
Abhängigkeit dieses_ Verhältnisses von dem während des SchleifSchlages benutzten hydraulischen Druck bestimmt
wird.
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1986
- 1986-01-07 DE DE19863600203 patent/DE3600203A1/de not_active Withdrawn
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3741804A1 (de) * | 1987-12-10 | 1989-06-22 | Voith Gmbh J M | Verfahren zur regelung eines holzschleifers |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| CA1261434A (en) | 1989-09-26 |
| FI69882C (fi) | 1986-12-31 |
| US4688725A (en) | 1987-08-25 |
| FI850338A0 (fi) | 1985-01-25 |
| FI69882B (fi) | 1985-12-31 |
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