DE3690660C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren
zur automatischen Herstellung von Lebensmitteln in Stückform
aus teigartigen Substanzen, wobei ein die Zutaten für die teig
artige Substanz enthaltender Beutel verwendet wird. Die Erfin
dung betrifft ferner einen flexiblen verschließbaren Beutel,
der zum Einsatz bei dem erfindungsgemäßen Verfahren bzw. in der
Vorrichtung zu seiner Durchführung geeignet ist.
In der prioritätsälteren, aber nicht vorveröffentlichten
EP 01 13 327 A2 sind eine Vorrichtung und ein Verfahren sowie
ein flexibler Beutel nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs
1, 7 bzw. 11 offenbart. In dieser Druckschrift ist erwähnt, daß
die Vorrichtung mit einer Lochkarte programmiert werden kann,
die von einer Programmiereinrichtung ausgewertet wird, die
sodann in den kompletten Produktionsablauf steuert. Es ist nicht
offenbart, ob die Lochkarte mit dem Beutel körperlich verbunden
ist oder nicht. Dessenungeachtet muß eine solche Lochkarte aber
vom Benutzer manuell in die entsprechende Programmiereinrich
tung eingeführt werden. Ein vollautomatischer Herstellungsvor
gang ist daher nicht möglich.
In der NL 84 03 013 A ist eine Kaffeemaschine zur Zuberei
tung von Kaffee aus Kaffeepulver beschrieben. Dabei ist an dem
den Pulverkaffee enthaltenden Beutel ein Karton lösbar befe
stigt, der mit einer maschinenlesbaren Magnetkennzeichnung ver
sehen ist. Nach dem Öffnen des Beutels wird der Pulverkaffee in
einen Filter eingebracht, und der Wasserbehälter der Kaffeema
schine wird mit einer entsprechenden Wassermenge gefüllt. So
dann wird die vom Beutel abgetrennte Magnetkarte in einen
Schlitz der Kaffeemaschine eingeschoben. Die Kaffeemaschine hat
eine Vergleichsleseeinrichtung, die den in der Magnetkarte ent
haltenen Code mit einem Standardcode der Maschine vergleicht,
um die Kaffeemaschine in Gang zu setzen, wenn die beiden Codes
identisch sind. Wenn der auf der Magnetkarte enthaltene Code
und der Standardcode der Kaffeemaschine voneinander abweichen,
beispielsweise weil der Kaffee von einem Wettbewerber stammt,
dann wird die Kaffeemaschine nicht eingeschaltet. Außerdem wird
der Code gelöscht, sobald die Magnetkarte in die Öffnung der
Kaffeemaschine eingeführt und diese eingeschaltet worden ist.
Mit dieser Magnetkarte läßt sich daher die Kaffeemaschine nicht
erneut in Gang setzen, um Kaffee zu verarbeiten, der nicht aus
einem mit einer entsprechenden Magnetkarte versehenen Beutel
stammt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung
und ein Verfahren zu schaffen, die bzw. das eine vollautomati
sche Herstellung von Lebensmitteln in Stückform aus teigartigen
Substanzen ermöglicht, indem eine selbsttätige Programmierung
entsprechend den in dem Beutel enthaltenen Zutaten erfolgt, so
daß der Knet-, Gär-, Vorwärm- und Backvorgang optimiert wird.
Die Lösung dieser Aufgabe ist in den Patentansprüchen 1
bzw. 7 angegeben.
Ein zum Einsatz bei dem erfindungsgemäßen Verfahren bzw.
in der Vorrichtung zu seiner Durchführung geeigneter Beutel ist
im Patentanspruch 11 angegeben.
Einige Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den
Zeichnungen dargestellt und werden nachfolgend näher erläutert.
Fig. 1 zeigt einen Schnitt durch eine erste Aus
führungsform der Backvorrichtung,
Fig. 2 ist ein Schnitt nach der Linie II-II in Fig. 1,
Fig. 3 ist ein Schnitt nach der Linie III-III in Fig. 2,
Fig. 4 zeigt einen Schnitt durch eine zweite Aus
führungsform der Backvorrichtung,
Fig. 5 zeigt einen Teil des Backofens von Fig. 4,
Fig. 6 ist eine perspektivische Darstellung eines in
der erfindungsgemäßen Backvorrichtung verwen
deten Beutels,
Fig. 7 zeigt einen Schnitt durch eine dritte Aus
führungsform, die abweichende Mittel zum
Spreizen der Rollen hat, und
Fig. 8 ist eine Einzelheit ähnlich wie Fig. 5 für die
Ausführungsform nach Fig. 7.
Die gezeigte Backvorrichtung ist grundsätzlich von der
in der EP-A-01 13 327 beschriebenen Bauart und besteht aus
Haltemitteln 11, einem daran befestigbaren flexiblen Beutel
12 und einer kombinierten Teigzubereitungs- und Wärmebehand
lungsstation 13, 14. Die ganze Anordnung befindet sich inner
halb eines wärmeisolierten Gehäuses 15.
Der flexible Beutel 12, von dem eine Ausführungsform
in Fig. 6 gezeigt ist, wird als Transportverpackung für die
trockenen Zutaten vom Hersteller zum Verbraucher und als Ge
fäß während der Zubereitung des Teiges und möglicherweise
auch während des Backvorgangs verwendet. Der Beutel 12 muß
daher einer rauhen mechanischen Behandlung standhalten und
enthält vorzugsweise auch einen zweiten Beutel oder einen ge
trennten Raum, in dem die für die Zubereitung des Teiges er
forderliche Flüssigkeit enthalten ist. Die Kammern, welche die
trockenen Zutaten und die Backflüssigkeit enthalten, sind
voneinander getrennt, beispielsweise durch eine Schweißnaht,
die zerstört wird, wenn der Knetvorgang beginnt. Wahlweise
kann die Flüssigkeit für den Teig auch durch ein Mundstück
zugeführt werden, insbesondere, wenn es sich lediglich um
Wasser handelt. Der Beutel 12 ist an mindestens zwei Halte
mitteln 11 befestigt, die so geformt sind, daß die Endstücke
der Öffnung des Beutels zwischen Klemmbacken 17 eingeklemmt
werden können.
Eine Programmeinheit unterbricht die Teigzubereitung
nach einer empirisch bestimmten Teigzubereitungsdauer, so daß
eine Überbearbeitung des Teiges erfolgt, die zu einem trocke
nen Brot führen könnte. Die Heizeinrichtung 23 in der Wärme
behandlungsstation 14 kann während der Zubereitung des Teiges
ständig eingeschaltet werden, um eine geeignete Gärdauer zu
erzielen. Der Teig kann wiederholt zum Gären gebracht werden,
was möglicherweise durch erneute Knetvorgänge unterbrochen
wird, je nachdem, welches Programm in der Programmeinheit ge
speichert ist. Wenn der Gärprozeß des Teiges abgeschlossen ist,
dann erfolgt der Backvorgang unmittelbar in der kombinierten
Teigzubereitungs- und Wärmebehandlungsstation 13, 14.
Die in Fig. 1 gezeigte Ausführungsform umfaßt eine
kombinierte Teigzubereitungs- und Wärmebehandlungsstation 13,
14, die aus zwei Gehäusehälften 81, 82 besteht, von denen die
eine Gehäusehälfte 81 ortsfest ist, wogegen die andere Ge
häusehälfte 82 gegenüber der ortsfesten Gehäusehälfte verla
gerbar oder verdrehbar ist. Bei der gezeigten Ausführungs
form ist die bewegliche Gehäusehälfte 82 um ein vertikales
Gelenk verdrehbar, so daß die Teigzubereitungs- und Wärmebe
handlungsstation 13, 14 und die Haltemittel zugänglich sind.
Das Mischen der Zutaten und die Teigzubereitung wird
bewirkt, indem der obere Endbereich des Beutels 12 an einer
Halteeinrichtung 11 an einem oberen drehbaren Zylinder 84 be
festigt wird, während das untere Ende des Beutels in ähnlicher
Weise an einer anderen Halteeinrichtung 11 an einem unteren
drehbaren Zylinder 85 befestigt wird. Die Zylinder 84 und 85
werden mit einem (nicht gezeigten) umsteuerbaren Motor um
eine Umdrehung verdreht, woraufhin die Drehrichtung des Mo
tors geändert wird. Auf diese Weise wird der Beutel aufwärts
und abwärts bewegt. Der Beutel muß eine obere und eine untere
schlitzförmige Öffnung 86 zwischen den Gehäusehälften 81 und
82 passieren, die lediglich einen im wesentlichen leeren Beu
tel durchläßt. Das bedeutet, daß der Beutelinhalt - der Teig
- abwechselnd gegen den oberen und unteren Teil der Innen
wände des Backofens 14, wo der Schlitz 86 angeordnet ist,
geknetet wird. Um die Reibung zwischen dem Beutel und dem
Rand zwischen dem Schlitz und der Innenwand zu verringern,
sind diese Teile mit Rollen 88a und 88b versehen.
Praktische Versuche haben gezeigt, daß mit dieser über
aus einfachen Einrichtung der Teig selbst dann überaus wirk
sam vermischt und geknetet wird, wenn er verhältnismäßig
zäh ist.
Die Beutel mit den Zutaten werden vorzugsweise her
metisch verschlossen geliefert, und wenn das Backrezept die
Teigzubereitung und/oder den Backvorgang unter atmosphärischen
Bedingungen erfordert, dann ist es zweckmäßig, eine Perfora
tions- und/oder Schneideinrichtung 89 vorzusehen, die den
Beutel an einer bestimmten Stelle perforieren kann, so daß
der Innenraum des Beutels mit der Atmosphäre in Verbindung
steht.
Bei der in den Fig. 1 bis 3 gezeigten Ausführungsform
ist eine Backform 28 in der kombinierten Teigzubereitungs-
und Wärmebehandlungsstation 13, 14 angeordnet. Die Backform
28 besteht ebenfalls aus zwei Teilen, die beispielsweise
längs der gleichen Trennungslinie wie die Gehäusehälften 81,
82 zu Reinigungszwecken schwenkbar miteinander verbunden sind.
Es ist überlicherweise erforderlich, den Beutel 12
während des Misch- und Knetvorgangs wegen der Gasentwicklung
in dem Teig zu entlüften. Die eine Rolle 88a eines jeden
Paares von Rollen 88, zwischen denen der Beutel 12 hindurch
bewegt wird, ist daher in einer geneigten länglichen Nut 100
verlagerbar, so daß, wenn der Beutel 12 von dem zugeordneten
Zylinder 84 oder 85 abgewickelt wird, das betreffende Paar
von Rollen 88 einige Millimeter auseinanderrücken kann, damit
Gas zwischen den beiden Rollen 88a und 88b und aus dem Beutel
heraus, beispielsweise durch Perforationen 118 (Fig. 6) ent
weichen kann. Das gegenüberliegende Paar von Rollen 88 wird
zur gleichen Zeit gegen den Beutel 12 gepreßt, um dessen
Öffnung zu verschließen. Falls sich Teig zwischen den Rollen
88a und 88b hindurchbewegen sollte, so kann er sich zurückbe
wegen, wenn der Beutel 12 von dem Zylinder 84 oder 85 abge
wickelt und die Rollen 88a und 88b auseinanderbewegt werden.
Eine ähnliche Wirkung kann auch auf andere Weise er
zielt werden, beispielsweise indem eine der Rollen 88 eines
jeden Rollenpaares 88 federbelastet und durch einen Elektro
magnet betätigbar ist.
Eine Schneideinrichtung 89 in Form eines Heizdrahtes
dient zum Öffnen des Beutels 12 nach Beendigung des Misch-
und Knetvorgangs. Der Teig wird sodann aus dem Beutel 12 he
rausgedrückt und in der Backform 28 verteilt, wenn der Beutel
auf den rotierenden Zylinder 85 aufgewickelt und aus der Teig
zubereitungs- und Wärmebehandlungsstation 13, 14 beseitigt
wird, bevor der Gärvorgang stattfindet.
Mehrere Sensoren, beispielsweise Fotozellen 101 sind
angeordnet, um zu ermitteln, wie hoch der Teig aufgeht, um
festzustellen, wann der Gärvorgang ausreichend ist. In den
Wänden der Teigzubereitungs- und Wärmebehandlungsstation 13,
14 und in der Backform 28 sind Öffnungen 102 gegenüber den
Fotozellen 101 angeordnet.
Ferner ist ein die Temperatur in der Teigzubereitungs-
und Wärmebehandlungsstation 13, 14 ermittelnder Temperatur
fühler 103 vorgesehen.
In der Teigzubereitungs- und Wärmebehandlungsstation
13, 14 ist ein Dampferzeuger 104 angeordnet, um in diese
Station Dampf während und/oder nach dem Backvorgang einzulei
ten, damit das Brot eine krustige und/oder glänzende Ober
fläche erhält. Der Dampferzeuger 104 (siehe auch Fig. 4) be
steht aus einem Heizstab 105 und einem Rohr 106, das mit einer
Perforation 121 versehen ist und mit einem Wasserbehälter 122
durch ein Ventil 123 verbunden ist, das die Zufuhr von Wasser
zu dem Dampferzeuger 104 steuert. Durch eine mit einem Deckel
124 verschlossene Öffnung kann Wasser nachgefüllt werden. Der
in den Dampferzeuger 104 erzeugte Dampf kann durch einen
Schlitz 125 entweichen.
Bei der in den Fig. 4 und 5 gezeigten Ausführungsform
wird die Belüftung des Beutels 12 durch einen von einer Feder
108 belasteten Hebelarm 109 bewirkt, der die von einer Feder
110 belastete Rolle 88a betätigt. Die andere Rolle 88b ist
ortsfest. Der Hebelarm 109 hat eine an der Rolle 88a anliegen
de Fläche 111, und er ist auf seiner der Rolle 88 zugekehrten
Seite mit einer kleinen Ausnehmung 112 versehen, die eine
Schrägfläche aufweist, längs der sich eine Rolle 113 bewegen
kann, die an einem als Andrücknocken 114 ausgebildeten Betäti
gungsorgan befestigt ist. Der Andrücknocken 114 ist an der
Nabe des Zylinder 84 drehbar befestigt, und er wird durch ei
nen an dem Zylinder 84 befestigten Antriebszapfen 115 betätigt.
Zwei Anschläge 116 und 117 begrenzen die Bewegung des Andrück
nockens 114.
In der in Fig. 4 gezeigten Position ist die Rolle 113
des Andrücknockens 114 in der Ausnehmung 112 des Hebelarms 109
angeordnet, der in dieser Stellung keinerlei Druckkraft auf
die Rolle 88a ausübt, die demzufolge von der Feder 110 gegen
die ortsfeste Rolle 88b gedrückt wird. Wenn der Zylinder 84
im Gegenuhrzeigersinn verdreht wird, dann wird der Beutel 12
zwischen den Rollen 88a und 88b, die gegeneinander gepreßt
werden, nach oben bewegt, und wenn der Antriebszapfen 115 den
Andrücknocken 114 erreicht, dann wird dieser zusammen mit dem
Zylinder 84 bewegt, bis er den Anschlag 117 erreicht. Die Rolle
113 wird sodann aus der Ausnehmung 112 heraus und längs der
Schrägfläche derselben bewegt, wobei der Hebelarm 109 nach
unten gedrückt wird und eine Druckkraft auf die Rolle 88a aus
übt, die sodann eine kleine Entfernung von der ortsfesten Rolle
88b wegbewegt wird (Fig. 5).
Die Drehrichtung des Motors wird sodann geändert und
der Zylinder 84 im Uhrzeigersinn verdreht, während der Hebel
arm 109 in der in Fig. 5 gezeigten Position verbleibt, bis
der Antriebszapfen 115 den Andrücknocken 114 erreicht und die
sen in die in Fig. 4 gezeigte Position drückt, in der der He
belarm 109 die Rolle 88a freigibt. Während der Zeitdauer, wo
der Beutel 12 vom Zylinder 84 abgewickelt wird, werden die
Rollen 88a und 88b demzufolge gespreizt, was die Belüftung
des Beutels und/oder die Rückkehr von eventuellen Teigresten,
die der Beutel möglicherweise mitgenommen hat, in den Beutel
ermöglicht.
Das Gas kann aus dem Beutel 12 durch Perforationen 118
(Fig. 6) entweichen, die vor der Verwendung des Beutels mit
einem Klebeband 119 oder dergleichen verdeckt sind. Wahlweise
kann die den Beutel 12 verschließende Oberkante abgerissen
werden, bevor der Beutel zwischen den Klemmbacken 17 an den
Zylindern 84 und 85 befestigt wird (Fig. 1). Eine oder beide
Klemmbacken 17 können mit einer Riffelung oder ähnlichen Un
ebenheiten versehen sein, so daß Gas dazwischen entweichen
kann.
Unmittelbar gegenüber dem oberen Zylinder 84 ist ein
Strichcode-Abtaster 120 (siehe Fig. 6) angeordnet, der einen
auf dem oberen Bereich des Beutels 12 angeordneten oder auf
gedruckten Strichcode 121 entziffern kann. Der Strichcode 121
enthält das Backprogramm, wie z. B. die Misch- und Knetdauer,
die Geschwindigkeit der Zylinder, die Gärzeit und -temperatur,
die Backzeit und -temperatur, die Dampferzeugung usw. Der
Strichcode-Abtaster 120 schaltet die Programmeinheit ein, die
den gesamten Arbeitsvorgang steuert. Es ist wichtig, daß der
Strichcode 121 vor dem Aufwickeln des Beutels 12 auf den Zylin
der 84 gelesen wird, weil dadurch der Beutel gedehnt und der
Strichcode beschädigt werden kann.
Der Strichcode-Abtaster umfaßt vorzugsweise einen CCD
(ladungsgekuppelte Einrichtung) Linienbildabtaster, wie z. B.
das von der Firma Fairchild Camera and Instrument Corporation,
4001 Meranda Avenue, Palo Alto, Californien vertriebene Sensor
element Fairchild CCD III 256. Der Ausgang des Abtasters wird
der Programmeinheit zugeführt, die irgendeinen im Handel er
hältlichen geeigneten Mikroprozessor umfassen kann, um eine
gespeicherte Programmsteuerung zu schaffen, die für das zu
backende Brot oder dergleichen geeignet ist. Bei dem Knet-
und Backvorgang gibt es verschiedene Veränderliche. Bei einem
typischen Brotherstellungsvorgang wird der Beutel beispiels
weise anfänglich zwischen den Rollen bewegt, um den Wasserbeu
tel oder die Dichtung zu zerstören, woraufhin der Beutel in
Ruhe gehalten wird, während das Wasser in die trockenen Zuta
ten eindringt. Sodann beginnt das Kneten, das kontinuierlich
bei einer hohen Geschwindigkeit oder mit Unterbrechungen bei
einer geringen Geschwindigkeit durchgeführt werden kann. Nach
dem ersten Knetvorgang folgt normalerweise eine Ruheperiode,
während der der Teig aufgeht. Dem kann sich eine zweite Knet-
und Aufgehperiode anschließen, nach oder während der Backvor
gang beginnt. Der Backvorgang wird über eine bestimmte Zeit
dauer und -temperatur fortgesetzt, während wahlweise Dampf
eingeleitet werden kann.
Die Dauer aller dieser Vorgänge muß eingestellt werden.
Es ist eine weite Abwandlung der Parameter zulässig, was von
der Art des zu erzeugenden Brotes und der Art des verwendeten
Mehls abhängt. Insbesondere treten Unterschiede in Abhängig
keit vom Mengenverhältnis von Weizen- und Roggenmehl auf. Die
erforderlichen Parameter lassen sich nur empirisch wirkungs
voll bestimmen.
Wie erkennbar besteht daher ein Bedürfnis, die Ma
schine über die Werte dieser Parameter zu informieren. In der
Praxis ist es möglich, daß die Maschine verschiedene Einstel
lungen bestimmter Werte für einen Bereich von Broten enthält,
wobei es lediglich erforderlich ist, die Maschine anzuweisen,
die geeignete Einstellung auszuwählen. Abwandlungen dieser
Einstellungen können dadurch erhalten werden, indem die Ma
schine angewiesen wird, eine Einstellung auszuwählen, aber
einen oder auch zwei der Parameter zu verändern.
Der Strichcode-Abtaster 120 liest den Strichcode 121
auf dem Beutel, um von dem Beutel eine Information hinsicht
lich der für diesen speziellen Beutel erforderlichen Para
meter zu erhalten. Der Code wird gelesen, während der Beutel
die Oberfläche des oberen drehbaren Zylinders 84 umgibt, so
daß er gleichmäßig gedehnt und zuverlässig abgelesen werden
kann, aber noch nicht durch das Kneten gedehnt ist, wodurch
der Strichcode beschädigt werden könnte. Da der Beutel durch
den Motor mit einer eingestellten Geschwindigkeit angetrie
ben wird, bewegt sich der Strichcode mit einer gleichförmigen
Geschwindigkeit unter dem Abtaster 120 vorbei, was ebenfalls
zu einem zuverlässigen Ablesen beiträgt.
Der auf dem Beutel abgelesene Code oder eine andere
Kennzeichnung besteht vorzugsweise aus zwei Teilen. Der erste
oder der Klassifizierungsteil dient zur Feststellung daß der
Beutel für diese Art von Maschine geeignet ist und von dieser
Maschine verarbeitet werden kann. Diese erste Kennzeichnung
ermöglicht daher eine Programmierung des Mikroprozessors durch
die zweite Kennzeichnung oder den zweiten Teil der Strichco
dierung. Die zweite Kennzeichnung oder die Anleitungskennzeich
nung informiert sodann den Mikroprozessor über die geeignete
Backfolge für diesen Beutel. Der Mikroprozessor spricht nur
dann auf die zweite Kennzeichnung an, wenn der Abtaster die
erste Kennzeichnung ordnungsgemäß ermittelt hat.
Die Gesamtlänge der Strichcodierung kann in der Größen
ordnung von 30 Zeichen liegen. Wenn der erste Teil der Strich
codierung das erwähnte Klassifizierungskennzeichen ist, dann
können überlicherweise die ersten fünf bis fünfzehn Zeichen das
erste Kennzeichen bilden und dieses kann einer den jeweiligen
Lieferanten des Beutels gemäß einem standardisierten Artikelnumerierungsschema
bezeichnenden Zahl entsprechen. Die übri
gen Zeichen bilden das zweite oder das Anleitungskennzeichen.
Bei dem verwendeten Code kann es sich zweckmäßigerweise um
den als zwei aus fünf Zwischenzeilencode handeln.
Anstelle der Strichcodierung können auch andere Mittel
für das erwähnte Klassifizierungskennzeichen und/oder das An
weisungskennzeichen verwendet werden. Das eine Kennzeichen
kann ein Strichcode sein, und das andere Kennzeichen kann ein
charakteristisches Zeichen oder eine Figur sein. Wie dies vor
stehend erwähnt wurde, kann das Anweisungskennzeichen alle
für das Kneten und Backen erforderlichen Parameter enthalten,
oder es kann einen ausgewählten Parameter einer Vielzahl vor
programmierter Parameter bezeichnen. Welches Verfahren gewählt
wird, hängt in gewisser Weise von der Anzahl der Zeichen des
Anweisungskennzeichens ab.
Die Schneideinrichtung 89 der Ausführungsform nach Fig.
4 besteht aus einem Bimetallteil, das sich bei Erwärmung ver
biegt und mit dem Beutel in Berührung gelangt und diesen ab
schneidet. Der Beutel 12 wird sodann auf den Zylinder 85 auf
gewickelt, während der Teig in der Backform 28 verbleibt.
Wahlweise wird die Befestigung des Beutels 12 am obe
ren Zylinder 84 nach Beendigung des Knetvorgangs gelöst, und
der Beutel wird auf den unteren Zylinder 85 aufgewickelt,
während gleichzeitig der Teig aus dem oberen offenen Ende des
Beutels herausgedrückt wird. Die Klemmbacken 17 können bei
spielsweise durch einen Elektromagnet betätigt werden. In
diesem Fall kann die Schneideinrichtung 89 entfallen.
Um zu verhindern, daß Teigreste während des Gär- und
Backvorgangs zwischen die beiden unteren Rollen 88 eindringen,
kann es zweckmäßig sein, nicht den gesamten leeren Beutel 12
auf den Zylinder 84 aufzuwickeln, sondern das freie Ende des
Beutels zwischen den Rollen 88 als Dichtung zu belassen.
Fig. 6 zeigt eine perspektivische Darstellung eines
Beutels 12, der die trockenen Zutaten für den Teig enthält,
und eines inneren Beutels 97 mit der Backflüssigkeit. Die ab
gedichteten oberen und unteren Seitenränder des Beutels 12
können mit Perforationen 107 versehen sein. Der Beutel 12
kann an seinem oberen Bereich mit einem Strichcode 121 ver
sehen sein, wie er vorstehend beschrieben wurde. Die Flüssig
keit kann statt dessen in einer getrennten Kammer im unteren
Teil des Beutels enthalten sein, die von den trockenen Zutaten
durch eine zerstörbare Dichtung getrennt ist, die platzt,
wenn der Beutel zwischen den Rollen 88 hindurchbewegt wird.
Die in den Fig. 7 und 8 gezeigte Brotherstellungsvor
richtung 200 beruht auf der in Fig. 4 gezeigten Vorrichtung
und besteht aus zwei Gehäusehälften 202, 204, von denen die
eine Hälfte 204 durch Verschwenken um ein Gelenk 206 geöffnet
werden kann. In den Öffnungsgriff 210 ist eine Verriegelung
208 eingebaut, um das Gehäuse geschlossen zu halten. Die
Knet- und Backkammer 212 ist in zwei gegenüberliegenden Teilen
214, 216 der festen und der zu öffnenden Hälfte der Maschine
ausgebildet, und für den offenen Bereich der Kammer 212, näm
lich deren unteren Teil sind Auskleidungen 218 vorgesehen. Die
Kammer 212 hat einen Schlitz 220 an ihrer Oberseite und einen
weiteren Schlitz 222 an ihrer Unterseite, die an der Verbin
dungslinie der beiden Hälften ausgebildet sind und jeweils
zwei einander gegenüberliegende Rollen 224 an dem festen Teil
und 226 an dem zu öffnenden Teil umfassen. Die Rollen 226
werden durch Federn 228 gegen die gegenüberliegenden Rollen
224 an den festen Teil gedrückt.
Der Beutel 12 läuft zwischen den Rollen hindurch, wie
dies für die vorhergehenden Ausführungsformen erläutert wurden,
und erstreckt sich sodann über eine obere zylindrische Trommel
230 und eine untere zylindrische Trommel 232. Die Trommeln
werden zusammen angetrieben, wie dies vorstehend erläutert
wurde, um den Beutel während des Knetvorgangs nach oben und
nach unten zu bewegen. In diesem Fall sind die Trommeln mit
einer Reihe im Abstand angeordneter Stifte 234 versehen. Der
Beutel ist sowohl an seinem oberen als auch an seinem unteren
Rand mit einer entsprechenden Reihe von Öffnungen versehen,
in welche die Stifte eingreifen. Es ist keine Schneideinrich
tung für den Beutel wie in Fig. 4 vorgesehen, sondern der
Beutel wird statt dessen nach unten aufgewickelt, um den Beutel
von den Stiften 234 an der oberen Trommel 230 abzuziehen, wenn
die Inhalte des Beutels in die Backkammer 212 entleert werden,
wobei der Beutel auf die untere Trommel 232 aufgewickelt wird.
Das Gehäuse hat ein Fenster 236, damit der Benutzer in
den Ofen hineinschauen kann, und eine (nicht gezeigte) Lampe,
um das Innere der Kammer zu beleuchten, die mit einem Druck
knopfschalter betätigt wird, damit sie nur dann eingeschaltet
ist, wenn der Benutzer tatsächlich in das Innere hineinschaut.
Andernfalls würde die von der Lampe erzeugte Wärme die Tempe
ratur erhöhen. Ein Temperaturfühler 238 ist in dem Ofen ange
ordnet und Höhenfühler 240 ähnlich den Fotozellen 101 von Fig.
4, die aber vorzugsweise als Feuchtigkeitsfühler ausgebildet
sind, um auf eine Berührung mit dem feuchten Teig anzu
sprechen.
Die Maschine nach Fig. 7 umfaßt einen Strichcode-Ab
taster 270, der ähnlich dem Abtaster nach Fig. 4 angeordnet
und ähnlich wirksam ist, um den ein- oder zweiteiligen Strich
code 121 zu lesen, der wie in Fig. 6 gezeigt auf dem Beutel
angeordnet ist.
Die Anordnung zum Öffnen und Schließen des Schlitzes
220 weicht von derjenigen nach Fig. 4 ab und ist in Fig. 8
näher dargestellt. Die Trommel 230 trägt einen Zapfen 242,
der mit der Trommel rotiert. Auf der gleichen Welle wie die
Trommel ist eine Steuerkurve 244 lose gelagert, die zwei Be
reiche hat. Der erste Bereich bildet zwei Anschläge 246, 248,
die an dem Zapfen 242 anliegen können, wobei diese Anschläge
im Abstand voneinander angeordnet sind, damit sich der Zapfen
gegenüber der Steuerkurve ungefähr um 270 Grad frei verdrehen
kann. Der zweite Bereich der Steuerkurve 244 ist im axialen
Abstand von dem ersten Bereich angeordnet und bildet eine
Steuerkurvenfläche 250. Ein Hebel 252 ist um einen festen Ge
lenkzapfen 254 verdrehbar und hat einen Endbereich 256, der
an der Steuerkurvenfläche 252 anliegt. Eine Verbindungsstange
258 ist bei 260 an einen mittleren Bereich des Hebels 252 an
gelenkt und durch eine Zapfen-Schlitz-Verbindung, die einen
toten Gang zuläßt, mit der Rolle 224 verbunden. Eine Feder
262 drückt die Rolle 224 gegen die gegenüberliegende Rolle
226. Die gesamte Anordnung ist am anderen Ende der Trommel
noch einmal vorgesehen.
In der in Fig. 8 gezeigten Stellung befindet sich der
Beutel am unteren Ende seiner Bewegung. Während des letzten
Teils seiner Bewegung hat er die Steuerkurve 244 in die ge
zeigte Position bewegt, so daß der Hebel 252 und die Ver
bindungsstange 258 nach rechts bewegt wurden, wodurch die
Feder 262 die Rolle 224 gegen die Rolle 226 drücken kann, um
den Schlitz zu schließen. Wenn sich der Beutel sodann wieder
nach oben bewegt, dann rotiert der Zapfen, bis er an den
anderen Anschlag 248 anschlägt. Dadurch wird die Steuerkurve
244 verdreht, um den Hebel 252 und die Verbindungsstange 258
nach links zu bewegen, wodurch die Rolle 224 gegen die Kraft
der Feder 262 von der Rolle 226 weggezogen und der Schlitz
220 geöffnet wird. Die Steuerkurvenfläche 250 hat zwei flache
Bereiche, an denen der Hebel 252 in der oberen und unteren
Position des Beutels anliegt. Die Verwendung solcher flacher
Bereiche anstelle einer kontinuierlichen Kurve trägt dazu bei,
eine unerwünschte Verdrehung der Steuerkurve 244 zu vermindern,
wenn die Trommel 230 ihre Rückwärtsdrehung beginnt.
Die Erfindung ist nicht auf die beschriebenen und ge
zeigten Ausführungsformen beschränkt, sondern es sind inner
halb des Umfangs der Ansprüche zahlreiche Abwandlungen und
Kombinationen von Merkmalen der verschiedenen Ausführungs
formen möglich. Beispielsweise kann die Wärmebehandlungssta
tion von der Teigzubereitungsstation getrennt sein, wo der
zubereitete Teig aus dem Beutel in eine Backform herausge
drückt wird, die in der Wärmebehandlungsstation angeordnet
ist. Die Wärmebehandlungsstation kann aus einem Backofen be
stehen, der aus einer Position, in der er den Teig von dem
Beutel empfängt, in eine Backposition verlagerbar ist, oder
die Backform kann wahlweise relativ zu der Wärmebehandlungs
station verlagerbar sein.
Die Backvorrichtung kann ferner mit einem Gebläse ver
sehen sein, das Luft in eine hohle Bodenplatte der Vorrich
tung leitet, um die elektrischen Bestandteile zu kühlen und
den Backofen nach dem Backen zu belüften.
Claims (14)
1. Vorrichtung zur automatischen Herstellung von Lebens
mitteln in Stückform aus teigartigen Substanzen, umfassend ein
Gehäuse, das Halteeinrichtungen enthält, die an den gegenüber
liegenden Rändern eines die Zutaten für die teigartige Substanz
enthaltenden flexiblen Beutels befestigbar sind, eine Knetein
richtung zur mechanischen Bearbeitung der in dem Beutel enthal
tenen Zutaten, die Bewegungsmittel aufweist, um eine Relativbe
wegung zwischen dem Beutel und der Kneteinrichtung zu bewirken,
so daß die Zutaten zu einer teigähnlichen Substanz geknetet
werden, und eine Wärmebehandlungseinrichtung zum Backen der ge
kneteten teigähnlichen Substanz, gekennzeichnet durch eine pro
grammierbare Steuereinrichtung zum Steuern der aufeinanderfol
genden Arbeitsvorgänge der Kneteinrichtung und der Wärmebehand
lungseinrichtung, wobei die Vorrichtung ferner eine Leseein
richtung (270) aufweist, die nahe der Bahn des von den Bewe
gungsmitteln bewegten Beutels (12) angeordnet ist, um eine
maschinenlesbare Kennzeichnung (121) auf einem Beutel zu lesen
und eine mit der Steuereinrichtung gekuppelte Ausgabe zu erzeu
gen zum Befehligen der Arbeitsweise der Steuereinrichtung.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Leseeinrichtung (270) eine erste Kennzeichnung (121)
lesen kann, die anzeigt, daß der Beutel von einer zur Verwen
dung in der Vorrichtung geeigneten Art ist, und eine der ersten
Kennzeichnung benachbarte zweite Kennzeichnung (121) lesen
kann, um automatische Befehle für die Vorrichtung zu bilden,
die ausgewählte Parameter hinsichtlich der Knet- und Wärmebe
handlungseinrichtungen bestimmen.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß mindestens eine der besagten Kennzeichnungen aus einem
Strichcode oder einem Teil desselben besteht.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die erste Kennzeichnung aus einer charakteristischen Dar
stellung oder Figur besteht.
5. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Steuereinrichtung durch die erste Kennzeichnung akti
viert wird, um Befehle entsprechend der zweiten Kennzeichnung
anzunehmen.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Halteeinrichtungen obere und untere zylindrische Trommeln
(84, 85, 230, 232) zur Aufnahme der gegenüberliegenden Ränder des
flexiblen Beutels (12) umfassen und daß die Kneteinrichtung ein
oberes und ein unteres Paar gegenüberliegender Rollen (88a, 88b, 224,
226) umfaßt, die jeweils einen Schlitz zwischen sich bilden,
durch den ein Beutel hindurchbewegt werden kann, und daß die Kneteinrichtung eine Ein
richtung zum Öffnen der oberen Rollen umfaßt, damit in dem Beu
tel enthaltene Gase entweichen können, wobei die Öffnungsein
richtung a) aus Steuermitteln (114, 244) besteht, die an den gegenüberliegenden
Enden der oberen Trommel angeordnet und um die Drehachse der
Trommel verdrehbar sind, und b) aus Anschlägen (116, 117; 246, 248) besteht, die an
der Trommel und an den Steuermitteln angeordnet sind, um zu be
wirken, daß sich die Steuermittel bei einer hin- und hergehen
den Drehbewegung der Trommel zwischen einer ersten und einer
zweiten Position hin- und herbewegen, wobei die Steuermittel am
Umfang eine Steuerfläche (113, 250) und schwenkbare
Hebel (114, 252) aufweisen, die an der Steuerfläche anliegen, um
durch diese verschwenkt zu werden, sowie Verbindungsmittel aufweisen,
die in Längsrichtung durch die Hebel bewegbar sind, um
eine geradlinige Bewegung einer der beiden oberen Rollen (88a,
224) zu der anderen Rolle hin und von dieser weg zu bewirken.
7. Maschinelles Verfahren zur automatischen Herstellung
von Nahrungsmitteln in Stückform aus teigartigen Substanzen,
bei dem ein die Zutaten für die teigartige Substanz enthalten
der Beutel bereitgestellt wird, eine Relativbewegung zwischen
dem Beutel und einer Kneteinrichtung erzeugt wird, um die in
dem Beutel enthaltenen Zutaten mechanisch zu bearbeiten zum
Kneten der Zutaten in eine teigähnliche Substanz, und die teig
artige Substanz gebacken wird, dadurch gekennzeichnet, daß das
Kneten und das Backen durch ein gespeichertes Programm gesteu
ert wird, wobei das Verfahren ferner einen anfänglichen Schritt
des automatischen Abtastens des Beutels in seiner Bewegungsbahn
umfaßt, um eine maschinenlesbare Kennzeichnung auf dem Beutel
zu lesen und das gespeicherte Programm zu befehligen, den Knet-
und Backvorgang entsprechend zu steuern.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß
der Abtastvorgang das Abtasten einer ersten maschinenlesbaren
Kennzeichnung umfaßt, um die Brauchbarkeit des Beutels für das
Verfahren festzustellen, und das Abtasten einer der ersten
Kennzeichnung benachbarten zweiten maschinenlesbaren Kennzeich
nung umfaßt, um automatische Befehle für das gespeicherte Pro
gramm zu bilden, die für die in dem Beutel enthaltenen Zutaten
geeignete ausgewählte Parameter hinsichtlich des Knet- und
Backvorgangs bestimmen.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß
zumindest eine der ersten und zweiten Kennzeichnungen aus einem
Strichcode oder einem Teil davon besteht.
10. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß
die erste Kennzeichnung aus einer charakteristischen Darstel
lung oder Figur besteht.
11. Flexibler verschließbarer Beutel, der zumindest die
trockenen Zutaten zur Herstellung eines Nahrungsmittels in
Stückform aus teigartigen Substanzen durch Kneten oder Backen
enthält, dadurch gekennzeichnet, daß auf dem Beutel (12) eine
erste maschinenlesbare Kennzeichnung (21) angebracht ist, wel
che die Bauart einer Vorrichtung bezeichnet, für die der Beutel
geeignet ist, und daß neben der ersten Kennzeichnung eine
zweite maschinenlesbare Kennzeichnung (121) angebracht ist, die
automatische Befehle für die Vorrichtung beinhaltet, welche die
für die Zutaten geeigneten ausgewählten Parameter hinsichtlich
des Knet- und Backvorgangs bestimmen.
12. Beutel nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß
zumindest eine der ersten und zweiten Kennzeichnungen (121) aus
einem Strichcode oder einem Teil davon besteht.
13. Beutel nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß
die erste Kennzeichnung aus einer charakteristischen Darstel
lung oder Figur besteht.
14. Beutel nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß
der Beutel (12) zwei Kammern aufweist, die durch eine mecha
nisch zerstörbare Dichtung voneinander getrennt sind, wobei
eine Kammer trockene Zutaten enthält und die andere Kammer zur
Aufnahme flüssiger Zutaten geeignet ist.
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