DE3644113C2 - - Google Patents
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- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
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- H01H50/02—Bases; Casings; Covers
- H01H50/021—Bases; Casings; Covers structurally combining a relay and an electronic component, e.g. varistor, RC circuit
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- H01H50/00—Details of electromagnetic relays
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen für die Aufnahme
einer induktiven Wicklung vorgesehenen Spulenkörper ei
nes der Betätigung eines Schaltgerätes dienenden elek
tromagnetischen Antriebes, mit an den Längsenden des
Spulenkörpers angeformten Abschlußflanschen, von denen
einer mit zwei in einem Abstand parallel zueinander ver
laufenden Anformungen in Gestalt von Anschlußsäulen zur
Aufnahme von Wicklungsanschlüssen für die Stromversor
gung der Wicklung sowie mit weiteren Ausformungen zur
Halterung von der Wicklung zugeordneten elektrischen
Bauelementen ausgestattet ist.
Die Magnetantriebe für Schaltgeräte, insbesondere von
Schützen für industrielle Anlagen, werden üblicherweise
mit Wechselstrom erregt und haben - verursacht durch die
Netzfrequenz des Wechselstromes - die Eigenheit, im er
regten Zustand zu vibrieren bzw. leicht zu brummen. Das
Ausmaß dieser Vibrationen und also der Geräusche ist ab
hängig beispielsweise von der Einbaulage des Schaltgerä
tes bzw. Schützes, sehr wohl aber auch von dessen absol
vierter Lebensdauer und nicht zuletzt auch von speziel
len Konstruktionsmerkmalen. Diese Vibrationen können,
jedenfalls was die Geräusche betrifft, im industriellen
Bereich durchaus in Kauf genommen werden, hingegen in
Wohnungsanlagen werden diese Geräusche als recht störend
empfunden, und dieses insbesondere in den Nachtstunden.
Dennoch ergibt sich auf dem Gebiet der Hausinstallatio
nen in zunehmendem Maße die Notwendigkeit, Schütze zum
Schalten von beispielweise Nachtspeicherheizungen, Be
leuchtungsanlagen und dgl. einzusetzen. Zur Verminderung
der unerwünschten Geräusche bei elektromagnetisch ange
triebenen Schaltgeräten für die Hausinstallation geht
man dazu über, diese Antriebe mit einem gleichgerichte
ten Wechselstrom zu speisen. Mit Gleichstrom bzw. einem
pulsierenden Gleichstrom angetriebene elektromagnetische
Schaltgeräte verhalten sich bedeutend geräuschärmer als
vergleichbare wechselstrombetriebene Schaltgeräte. Nun
steht allerdings netzseitig eine Gleichspannung - wel
cher Charakteristik auch immer - nicht zur Verfügung.
Handelt es sich um eine größere oder große Installati
onsanlage, also beispielsweise für Mehrfamilienhäuser,
Büroinstallationen oder dgl., so kann man eine Gleich
richtereinheit vorsehen, von welcher aus die einzelnen
anzusteuernden Schaltgeräte mit einer Gleichspannung
bzw. mit einer gleichgerichteten Spannung versorgt wer
den. Dieses ist jedoch unwirtschaftlich bei Anlagen, in
welchen nur wenige Schaltgeräte der genannten Art Ver
wendung finden, möglicherweise nur ein oder zwei Schalt
geräte. Im letzteren Falle ist eine innerhalb des
Schaltgerätes vorhandene Schaltungsanordnung zur Gleich
richtung der zugeführten Wechselspannung wünschenswert
und technisch auch durchaus realisierbar. Dieses bedeu
tet jedoch eine Typenvielfalt, welche die Herstellungs
kosten für die Schaltgeräte ungünstig beeinflußt. Dieses
nicht zuletzt dadurch, daß für Schaltgeräte mit inte
grierter Spannungsgleichrichtung außer den Schaltungs
elementen auch noch zusätzliche Träger für diese Schal
tungselemente und entsprechende Verdrahtungsarbeiten er
forderlich werden. Außerdem wird ein gewisser Raum benö
tigt, nicht nur um den Träger für die genannten Schal
tungselemente unterzubringen, sondern auch die hierbei
erforderlichen Zuleitungen und nicht zuletzt Halterungen
für den besagten Träger. In die erforderlichen Maßnahmen
im Falle der Bestückung des Schaltgerätes mit entspre
chenden Schaltungselementen zur Spannungsgleichrichtung
sind auch die Anschlüsse der Enden der Wicklung mit ein
zubeziehen, da sie im letzteren Falle nicht unmittelbar
an die von außen zugeführte Wechselspannung angeschlos
sen werden.
Bekannt aus der DE 27 04 587 A1 ist ein für ein elektro
magnetisch angetriebenes Schaltgerät vorgesehener Spu
lenkörper, welcher angeformte Ansätze für die Wicklungs
anschlüsse aufweist. Zwar ist hier nicht vorgesehen, den
Spulenkörper mit zusätzlichen Schaltungselementen zu
kombinieren, das Vorhandensein von mit dem Spulenkörper
fest verbindbaren Wicklungsanschlüssen kommt aber einer
Kombinationsmöglichkeit mit weiteren Schaltungselementen
in gewisser Weise entgegen. Ein gewisser Nachteil bei
diesem bekannten Spulenkörper ist darin zu sehen, daß
seine Ansätze für die Wicklungsanschlüsse außergewöhn
lich weit über den Abschlußflansch, an welchem diese An
sätze angeformt sind, hinausragen. Eine derartige Aus
bildung hat einen erhöhten Raumbedarf innerhalb eines
Schaltgerätes zur Folge, außerdem ist auch eine Zwi
schenlagerung von fertig bestückten Spulenkörpern auf
wendiger und hierbei eine gewisse Beschädigungsgefahr
gegeben.
Diese Nachteile weist auch ein der DE 32 30 452 A1 zu
entnehmender Spulenkörper auf, jedenfalls dann, wenn er
mit vorgesehenen Klemmengehäusen komplett bestückt ist.
Die Anformungen an diesem bekannten Spulenkörper sind an
einander diagonal gegenüberliegenden Bereichen eines Ab
schlußflansches angeordnet und weisen voneinander. Zu
sammen mit den anzufügenden Klemmengehäusen entsteht ei
ne verhältnismäßig sperrige Baugruppe, die beim Trans
port und bei einer Zwischenlagerung leicht mit benach
barten, gleichen Baugruppen kollidieren kann. Maßnahmen,
für die Aufnahme von weiteren Bau- bzw. Schaltungsele
menten sind bei diesem bekannten Spulenkörper nicht vor
gesehen.
Ein im Grundsatz ähnlich ausgebildeter Spulenkörper wie
der eben genannte, ist auch der US-PS 32 09 095 zu ent
nehmen, nämlich ein Spulenkörper mit in etwa radialer
Richtung eines Abschlußflansches vorstehenden Formberei
chen, welche der Aufnahme von Anschlußmitteln dienen.
Bekannt aus der DE 24 20 034 A1 schließlich ein Spu
lenkörper mit an seinen Längsenden angeformten Abschluß
flanschen, von denen einer mit zwei in einem Abstand pa
rallel zueinander verlaufenden Anformungen in Gestalt
von Anschlußsäulen zur Aufnahme von Wicklungsanschlüssen
ausgestattet ist. Diese Anschlußsäulen erstrecken sich
in Achsrichtung des Spulenkörpers und der aufzunehmenden
Wicklung, was nun aber bedingt, daß ein rahmenförmig ge
staltetes Magnetgestell mit entsprechenden Ausnehmungen
versehen werden muß; hierdurch kann eine Beeinträchti
gung der elektromagnetischen Schaltkraft eintreten, was
durchaus unerwünscht ist. Zwischen den beiden Anschluß
säulen ist ein angeformter Steg vorgesehen, der zur Hal
terung von kleinen elektrischen bzw. elektronischen Bau
teilen dient. Diese sind allerdings weitgehend unge
schützt, so daß die oben bereits erwähnten Probleme beim
Transport und bei der Zwischenlagerung von derart kom
plettierten Baugruppen noch augenscheinlicher sind als
bei den zuvor erläuterten Baugruppen mit einem Spulen
körper und einer darauf aufgebrachten Wicklung.
Aufgabe der Erfindung ist es, für ein Niederspannungs-
Schaltgerät einen elektromagnetischen Antrieb mit den
geräuscharmen Eigenschaften eines Gleichstrombetriebes
zu schaffen, dessen Spulenkörper - unter Beibehaltung
gleicher Wicklungsdaten innerhalb eines gewissen Spek
trums an zugeführter Steuerspannung - wahlweise für ei
nen Gleichstromanschluß oder für einen Wechselstroman
schluß funktionsfertig bestückbar ist, wobei außer den
erforderlichen Funktionselementen eine möglichst geringe
Anzahl von Einzelteilen zur Herstellung des kompletten
Spulenkörpers benötigt werden soll. Außerdem stellt sich
die Erfindung zur Aufgabe, ein besonders wirtschaftli
ches Herstellungsverfahren für einen funktionsfertig
bzw. anschlußbereit bestückten Spulenkörper mit den eben
als wünschenswert bezeichneten Eigenschaften anzugeben.
Ausgehend von einem Spulenkörper gemäß der zuletzt ge
nannten Veröffentlichung (DE 24 20 034 A1), wird die
vorstehende Aufgabe erfindungsgemäß durch eine spezielle
Gestaltung eines Spulenkörpers gelöst, wonach die Ab
Schlußflansche eine angenähert rechteckige, rahmenförmi
ge Ausbildung aufweisen, wonach weiterhin von zwei be
nachbarten Eckbereichen des einen Abschlußflansches, in
Richtung von dessen wesentlicher Erstreckungsebene, die
beiden Anschlußsäulen ausgehen, außerdem ist vorgesehen,
an der von der Wicklung abgewandten Außenfläche dieses
Abschlußflansches, entlang wenigstens dreier seiner vier
Rahmenflächen, ineinander übergehende und auch mit den
Abschlußsäulen bzw. mit an diesen vorgesehenen Ausneh
mungen in Verbindung stehende Vertiefungen einzuformen,
in welche elektrische bzw. elektronische Schaltungsele
mente und deren Anschlußdrähte einfügbar sind, und
schließlich sind in den Eckbereichen dieses Anschluß
flansches zusätzliche Vertiefungen zur Aufnahme von Löt
stellen ausgebildet. Eine derartige Gestaltung des Spu
lenkörpers bzw. eines seiner Abschlußflansche erspart
zusätzliche Teile für die Aufnahme von Schaltungselemen
ten und bietet insgesamt eine sehr platzsparende Ausfüh
rung für das Schaltgerät bzw. dessen elektromagnetischen
Antrieb. Außerdem stellt der komplette Spulenkörper auch
dann, wenn er mit Schaltungselementen zu kombinieren
ist, eine sehr kompakte Baugruppe dar, deren Verdrahtung
weitgehend geschützt ist, so daß Kollisionsgefahren mit
anderen, insbesondere beweglichen Teilen des Schaltgerä
tes weitestgehend ausgeschlossen sind. Ebenso ist durch
die kompakte Gestaltung und die geschützte Anordnung von
elektronischen Bauelementen die Beschädigungsgefahr beim
Transport und bei der Zwischenlagerung von komplett be
stückten Spulenkörpern wenigstens deutlich vermindert.
Eine vorteilhafte Weiterbildung des Erfindungsgedankens
ist in dem Vorschlag zu sehen, den für die Aufnahme
elektrischer bzw. elektronischer Schaltungselemente vor
gesehenen Abschlußflansch des Spulenkörpers mit zusätz
lichen, in den Wickelraum führenden rinnenartigen Aus
nehmungen zu versehen, die der Aufnahme und Führung der
beiden Wicklungsenden der Wicklung dienen. Somit sind
auch die beiden Enden der Wicklung in weitgehend ge
schützter Weise sowohl in den Wickelraum des Spulenkör
pers hineinzuführen als auch aus diesem wieder herauszu
führen und ebenso geschützt zu den vorgesehenen An
schlußstellen hinzuführen.
Eine weitere zweckmäßige Ausgestaltungsmöglichkeit be
steht darin, die Anschlußsäulen zur Stromversorgung der
Wicklung mit kontaktierenden Anschlußelementen auszu
statten, von denen jeweils eine Anschlußfahne ausgeht,
die zu einer der Vertiefungen für die Aufnahme von Löt
stellen führbar ist. Die Wicklungsenden werden also in
keinem Falle unmittelbar in die Anschlußsäulen einge
führt, sondern statt dessen mit von den Anschlußelemen
ten ausgehenden Anschlußfahnen (welche allerdings sehr
wohl als Verlängerung eines Anschlußelementes ausgebil
det und also mit diesem "einstückig" verbunden sein kön
nen) verbunden oder stattdessen auch mit Schaltungsele
menten, die dann ihrerseites mit einem der Anschlußele
ente in Verbindung stehen.
Eine besonders wirtschaftliche und auch weitgehend auto
matisierte Herstellung eines kompletten Spulenkörpers
ist gemäß der vorliegenden Erfindung durch ein Herstel
lungsverfahren realisierbar, dessen kennzeichnende Ver
fahrensschritte dem Kennzeichen des Anspruches 4 zu ent
nehmen sind.
Anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungs
beipieles und der nachfolgenden Beschreibung hierzu sol
len der Erfindungsgegenstand, seine zweckmäßigen Ausge
staltungsmöglichkeiten und auch das eben erwähnte erfin
dungsgemäße Verfahren noch einmal erläutert und anschau
lich verdeutlicht werden.
Es zeigt
Fig. 1 in perspektivischer Sicht einen erfindungsge
mäßen Spulenkörper als Einzelteil,
Fig. 2 den in Fig. 1 dargestellten Spulenkörper nun
mehr komplett bestückt mit einer Wicklung und
mit Schaltungselementen und
Fig. 3 in gegenüber den zuvor genannten Darstellungen
vergrößertem Maßstab ein Drahtbündel, wie es
in einem der Eckbereiche eines Abschlußflan
sches des Spulenkörpers gebildet und für einen
Lötvorgang vorbereitet sein kann.
Fig. 1 veranschaulicht in perspektivischer Dar
stellung einen Spulenkörper 10, wie er für den elektro
magnetischen Antrieb eines Schaltgerätes, insbesondere
eines kleineren Schützes, Verwendung finden kann. Dieser
Spulenkörper 10 stellt sich als einteiliges Kunststoff
spritzteil dar und setzt sich im wesentlichen aus nach
folgenden Formelementen zusammen, nämlich einer im Quer
schnitt im wesentlichen rechteckigen Wickelhülse 11, ei
nem vergleichsweise dünnwandigen Abschlußflansch 12 und
einem weiteren, in der Grundstruktur wesentlich dickeren
Abschlußflansch 13. Beide Abschlußflansche 12 und 13 ha
ben, jedenfalls was ihre einen Wickelraum 14 begrenzen
den Wandungen betrifft, eine nahezu rechteckige Umfangs
kontur mit abgerundeten Eckbereichen. Von Interesse hier
ist lediglich der dickere Abschlußflansch 13.
Dieser letztgenannte Abschlußflansch 13 weist von den
beiden in der Darstellung oberen Eckbereichen ausgehende
Anschlußsäulen 15 und 16 auf, welche in Richtung der we
sentlichen Erstreckungsebene des Abschlußflansches pa
rallel zueinander verlaufen und, wie ersichtlich, über
die Umfangskontur des Abschlußflansches 13 deutlich hin
ausragen. Eine Kernöffnung 17 zur Aufnahme eines (aus
der Darstellung nicht zu entnehmenden) Eisenkernes
durchdringt den ganzen Spulenkörper 10, d. h. also so
wohl beide Abschlußflansche 12 und 13 als auch die Wickel
hülse 11. An der vom Wickelraum 14 abgewandten Außen
fläche des Abschlußflansches 13 sind außerdem eine An
zahl von Vertiefungen angeordnet, welche ineinander
übergehen. Derartige Vertiefungen befinden sich in allen
vier nach außen weisenden Rahmenflächen des Abschluß
flansches 13, und zwar kann man diese Vertiefungen auf
gliedern in drei Gruppen unterschiedlicher Bestimmung.
Zunächst genannt seien Vertiefungen 18, 19, 20 und 21
für die Aufnahme von Schaltungselementen, weitere Ver
tiefungen 22 bis einschließlich 29 sind für die Aufnahme
von Anschlußdrähten der genannten Schaltungselemente
vorgesehen und schließlich dienen Vertiefungen 30, 31,
32 und 33 in den Eckbereichen des Abschlußflansches 13
der Aufnahme von miteinander verlöteten Drahtbündeln,
welche nach dem Lötvorgang in diese Vertiefungen 30 bis
33 eingebogen werden.
Eine vierte Gruppe von Vertiefungen dient der Aufnahme
und Führung der Wicklungsenden der Wicklung, und zwar
handelt es sich hierbei um rinnenartige Ausnehmungen 34,
35 und 36. Die Ausnehmungen 35 und 36 dienen dem Wick
lungsanfang, und zwar wird, je nach Bedarf, die eine
oder die andere der Ausnehmungen benutzt. Die Ausnehmung
34 dient der Aufnahme des Wicklungsendes.
Zu erwähnen schließlich sind Öffnungen 39 und 40 in den
Anschlußsäulen 15 und 16. Diese Öffnungen 39 und 40 die
nen der Aufnahme von Anschlußelementen, wie nachfolgend
noch erläutert werden soll.
Ein derartiger Spulenkörper 10 kann nun lediglich mit
Anschlußelementen an den Anschlußsäulen 15 und 16 sowie
mit einer Wicklung im Wickelraum 14 versehen werden, wo
bei die beiden Enden der Wicklung in den Ausnehmungen 34
und 35 und von dort aus in die Vertiefungen 30 und 31
geführt werden. In diesen Vertiefungen 30 bzw. 31 werden
sie mit den genannten Anschlußelementen bzw. mit von
diesen ausgehenden Zuleitungen verlötet, diese Lötstel
len werden dann in ihre zugeordneten Vertiefungen 30
bzw. 31 eingebogen und somit stellt sich der Spulenkör
per 10 als betriebsfertig in ein Schaltgerät einbaubare
Baugruppe dar. Dieses ist der Fall, wenn der Wicklung
über die genannten Anschlußelemente - eine Gleichspan
nung bzw. eine gleichgerichtete Wechselspannung zuge
führt werden soll.
Stattdessen kann der Spulenkörper 10 aber auch mit zu
sätzlichen Schaltungselementen ausgestattet werden, was
der Darstellung in Fig. 2 zu entnehmen ist.
Der hier wiederum in perspektivischer Darstellung er
kennbare Spulenkörper 10 ist - und zwar vorzugsweise in
der nachfolgend beschriebenen Reihenfolge und Verfah
rensweise - bestückt und fertiggestellt worden. Hierbei
sei angemerkt, daß die in der Fig. 1 gezeigten und be
zifferten Formelemente und Formgestaltungen des Spulen
körpers 10 nachfolgend nicht noch einmal beziffert son
dern lediglich die anzufügenden Teile mit entsprechenden
Ziffern versehen sind.
In einem ersten Verfahrensschritt werden die beiden An
schlußsäulen 15 und 16 mit Anschlußelementen 41 und 42
ausgestattet, deren genaue Ausbildung nicht erkennbar
und auch nicht Gegenstand der Erfindung ist. Von diesen
Anschlußelementen 41 und 42 gehen je eine Zuleitung 43
bzw. 44 aus, welche in zugeordnete Vertiefungen in einem
der Eckbereiche des Abschlußflansches 13 eingefügt sind;
im vorliegenden Falle ist die Zuleitung 43 in die Ver
tiefung 30 eingeführt und die Zuleitung 44 in die be
nachbarte Vertiefung 31. Nunmehr wird der Spulenkörper
10 mit elektrischen bzw. elektronischen Schaltungsele
menten 45, 46, 47 und 48 bestückt, welche in die zuge
ordneten Vertiefungen 18, 19, 20 und 21 eingefügt wer
den. Die diesen Schaltungselementen 45 bis 48 zugeordne
ten (nicht bezifferten) Anschlußdrähte werden hierbei in
die entsprechenden Vertiefungen 22 bis 29 eingefügt, und
zwar derart, daß ihre (vorteilhafterweise bereits vor
her) abgewinkelten Enden angenähert senkrecht über der
äußeren Erstreckungsebene des Abschlußflansches 13 vor
stehen, was aus der Darstellung auch zu entnehmen ist.
Allerdings liegen diese Drahtenden in der Praxis ganz
dicht beieinander und bilden eine Art Drahtbündel. Le
diglich aus Anschauungsgründen ist die Lage der einzel
nen, vorstehenden Drahtenden zueinander nicht so gezeigt
worden.
Die genannten Anschlußdrähte der Schaltungselemente wer
den nunmehr in den zugeordneten Vertiefungen fixiert,
und zwar mittels eines verformenden Werkzeuges oder
stattdessen mittels zusätzlich eingefügter Mittel, wie
beispielsweise einem Kleber, einer Kittmasse, Gießharz
oder dgl. Als verformendes Werkzeug kann ein den Kunst
stoff geringfügig verschmelzendes Werkzeug oder statt
dessen auch ein spanendes Werkzeug Verwendung finden,
wobei im letzteren Falle eine Art "Verstemmeffekt" er
zielbar ist. Nach Fixierung aller erforderlichen Schal
tungselemente und insbesondere ihrer Anschlußdrähte wird
nunmehr der Anfang des Wickeldrahtes in eine bestimmte,
zugeordnete Vertiefung in einem der Eckbereiche des Ab
schlußflansches 13 geführt, im vorliegenden Falle in die
Vertiefung 32, wo der Anfang des Wickeldrahtes erkennbar
und mit der Ziffer 49 versehen ist. Anschließend wird
die nunmehr erkennbare Wicklung 50 in bekannter Weise
gewickelt und füllt schließlich den Wickelraum 14 des
Spulenkörpers 10 aus. Das Ende 51 des Wickeldrahtes wird
durch die rinnenartige Ausnehmung 34 heraus geführt und
schließlich hinein in die Vertiefung 30 im oberen, lin
ken Eckbereich (bezogen auf die Darstellung) des Ab
schlußflansches 13.
Die Verbindung dieses Endes 51 des Wickeldrahtes sowie
auch des Anfanges 49 des Wickeldrahtes mit den übrigen
Drahtenden bzw. mit dem bereits erwähnten Drahtbündel
veranschaulicht die Fig. 3. Hierin sind - in
gegenüber den vorherigen Darstellungen vergrößertem Maß
stab - ein Schaltungselement 52, ein von diesem ausge
hender Anschlußdraht 53 sowie weitere Anschlußdrähte 54
und 55 erkennbar. Außerdem ist ein Ende 56 (bzw. ein An
fang) eines Wickeldrahtes zu sehen, welches um das
Drahtbündel aus den Anschlußdrähten 53, 54 und 55 aufge
wickelt ist. Auf diese Weise werden sowohl die genannten
Drahtenden der Anschlußdrähte als auch das Wicklungsende
miteinander haftend verbunden. Eine derartige Haftung
ist bekanntlich nicht dauerhaft und deshalb nur als
"provisorische" Verbindung anzusehen. Für eine dauerhaf
te und auch dauerhaft kontaktierende Verbindung wird
nun wieder zurück zur Fig. 2 - der so bestückte Spulen
körper 10 einem Tauchlötbad zugeführt, und zwar derart,
daß die besagten Drahtbündel in den vier Eckbereichen
des Abschlußflansches 13 in ein Lötbad eintauchen, nicht
jedoch der Abschlußflansch 13 und auch nicht die Schal
tungselemente 45 bis 48.
Nach vollzogener Tauchlötung werden die nunmehr dauer
haft miteinander verbundenen Drahtbündel in den Eckbe
reichen des Abschlußflansches 13 in den Vertiefungen 30
bis 33, aus denen sie zunächst vorstehen, eingebogen.
Dieses Einbiegen ist vorzugsweise derart vorzunehmen,
daß die einzelnen gelöteten Drahtbündel wenigstens ge
ringfügig gegenüber der äußeren Wandungsebene des Ab
schlußflansches (13) zurückspringen.
Nunmehr kann eine Funktionsprüfung des anschlußbereit
bestückten, kompletten Spulenkörpers (10) erfolgen, was
sich erfahrungsgemäß unbedingt empfiehlt, bevor diese
Baugruppe in ein Schaltgerät eingebaut wird. Eine derar
tige Bestückung ist dann notwendig, wenn der Wicklung
eine Gleichspannung bzw. eine gleichgerichtete Wechsel
spannung zugeführt werden soll, jedoch nur eine Wechsel
spannung als Speisespannung zur Verfügung steht.
Bezüglich der Schaltungselemente 45 bis 48 sei gesagt,
daß nur in dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel
vier einzelne Schaltungselemente Verwendung finden; es
können aber durchaus auch weniger Schaltungselemente
notwendig sein. Denkbar sind allerdings auch Schaltungen
mit mehr als vier Schaltungselementen, wobei in solchen
Fällen die Anzahl der Vertiefungen 18 bis 21 für die
Aufnahme von Schaltungselementen im Abschlußflansch 13
entsprechend vergrößert werden muß. Auch zusätzliche
Vertiefungen außerhalb der Eckbereiche des Abschlußflan
sches 13 für die Aufnahme von zusätzlichen Lötstellen
sind denkbar und dem Erfindungsgedanken unterordenbar.
Nicht unerwähnt bleibe, daß die Formgebung sowohl des
Spulenkörpers 10 als auch der Anschlußsäulen 15, 16 und
der einzelnen Vertiefungen etwas vereinfacht dargestellt
ist. Die Formgebung der genannten Formelemente kann
durchaus vom dargestellten Ausführungsbeispiel abwei
chen, was jedoch den Grundgedanken nicht verändert. Die
vereinfachte Darstellungsweise bezieht sich übrigens
auch auf die gezeigten Schaltungselemente 45 bis 48.
Bezugszeichenliste
10 Spulenkörper
11 Wickelhülse
12 Abschlußflansch
13 Abschlußflansch
14 Wickelraum
15, 16 Anschlußsäulen
17 Kernöffnung
18, 19, 20, 21 Vertiefungen für die Aufnahme von Schaltungselementen
22, 23, 24, 25, 26, 27, 28, 29 Vertiefungen für die Aufnahme von Anschlußdrähten von Schaltungselementen
30, 31, 32, 33 Vertiefungen für die Aufnahme von miteinander verlöteten Drahtbündeln
34, 35, 36 rinnenartige Ausnehmungen in 13
39, 40 Öffnungen in 15, 16
41, 42 Anschlußelemente
43, 44 Anschlußfahnen von 41, 42
45, 46, 47, 48 elektrische bzw. elektronische Schaltungselemente
49 Anfang des Wickeldrahtes
50 Wicklung
51 Ende des Wickeldrahtes
52 Schaltungselement
53 Anschlußdraht von 52
54, 55 weitere Anschlußdrähte
56 Ende eines Wickeldrahtes
11 Wickelhülse
12 Abschlußflansch
13 Abschlußflansch
14 Wickelraum
15, 16 Anschlußsäulen
17 Kernöffnung
18, 19, 20, 21 Vertiefungen für die Aufnahme von Schaltungselementen
22, 23, 24, 25, 26, 27, 28, 29 Vertiefungen für die Aufnahme von Anschlußdrähten von Schaltungselementen
30, 31, 32, 33 Vertiefungen für die Aufnahme von miteinander verlöteten Drahtbündeln
34, 35, 36 rinnenartige Ausnehmungen in 13
39, 40 Öffnungen in 15, 16
41, 42 Anschlußelemente
43, 44 Anschlußfahnen von 41, 42
45, 46, 47, 48 elektrische bzw. elektronische Schaltungselemente
49 Anfang des Wickeldrahtes
50 Wicklung
51 Ende des Wickeldrahtes
52 Schaltungselement
53 Anschlußdraht von 52
54, 55 weitere Anschlußdrähte
56 Ende eines Wickeldrahtes
Claims (4)
1. Für die Aufnahme einer induktiven Wicklung vor
gesehener Spulenkörper eines der Betäti
gung eines Schaltgerätes dienenden elektromagnetischen
Antriebes, mit an den Längsenden des Spulenkörpers ange
formten Abschlußflanschen, von denen einer mit zwei in
einem Abstand parallel zueinander verlaufenden Anformun
gen in Gestalt von Anschlußsäulen zur Aufnahme von Wick
lungsanschlüssen für die Stromversorgung der Wicklung
sowie mit weiteren Ausformungen zur Halterung von der
Wicklung zugeordneten elektrischen Bauelementen ausge
stattet ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Abschluß
flansche (12, 13) eine angenähert rechteckige, rahmen
förmige Ausbildung aufweisen, daß von zwei benachbarten
Eckbereichen des einen Abschlußflansches (13), in Rich
tung von dessen wesentlicher Erstreckungsebene, die bei
den Anschlußsäulen (15, 16) ausgehen, daß an der von der
Wicklung abgewandten Außenfläche dieses Abschlußflan
sches, entlang wenigstens dreier seiner vier Rahmenflä
chen, ineinander übergehende und auch mit den Abschluß
Säulen bzw. mit an diesen vorgesehenen Ausnehmungen in
Verbindung stehende Vertiefungen (18 . . . 29) eingeformt
sind, in welche elektrische bzw. elektronische Schal
tungselemente (45 . . . 48) und deren Anschlußdrähte einfüg
bar sind, und daß in den Eckbereichen dieses Abschluß
flansches (13) zusätzliche Vertiefungen (30 . . . 33) zur
Aufnahme von Lötstellen ausgebildet sind.
2. Spulenkörper nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß sein für die Aufnahme elektrischer bzw.
elektronischer Schaltungselemente (45 . . . 48) vorgesehener
Abschlußflansch (13) zusätzliche, in den Wickelraum (14)
führende rinnenartige Ausnehmungen (34, 35, 36) auf
weist, die der Aufnahme und Führung der beiden Wick
lungsenden der Wicklung (50) dienen.
3. Spulenkörper nach Anspruch 1 oder 2, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Anschlußsäulen (15, 16) zur Strom
versorgung der Wicklung (50) mit kontaktierenden An
schlußelementen (41, 42) ausgestattet sind, von denen
jeweils eine Anschlußfahne (43, 44) ausgeht, die zu ei
ner der Vertiefungen (30 . . . 33) für die Aufnahme von Löt
stellen geführt ist.
4. Verfahren zur Herstellung eines anschlußbereit
bestückten Spulenkörpers nach einem der Ansprüche 1 bis
3, gekennzeichnet durch nachfolgende Verfahrensschrit
te:
- a) Bestückung der Anschlußsäulen (15, 16) des Spulenkör pers (10) mit Anschlußelementen (41, 42),
- b) Einfügung der von den Anschlußelementen (41, 42) aus gehenden Anschlußfahnen (43, 44) in die jeweils zuge ordnete Vertiefung (30, 32) in einem der Eckbereiche des Abschlußflansches (13), wobei deren freie Enden abgewinkelt sind, so daß sie angenähert senkrecht über der äußeren Erstreckungsebene des Abschlußflan sches deutlich vorstehen,
- c) falls für die vorgesehene Antriebsspannung erforder lich: Bestückung des Spulenkörpers (10) bzw. seines entsprechenden Abschlußflansches (13) mit vorgegebe nen elektrischen bzw. elektronischen Schaltungslele menten (45 . . . 48), deren Anschlußdrähte in die zuge ordneten Vertiefungen (30 . . . 33) in den Eckbereichen des Abschlußflansches (13) geführt und hier abgewin kelt sind, derart, daß sie angenähert senkrecht über der äußeren Erstreckungsebene des Abschlußflansches deutlich vorstehen,
- d) Fixierung der Anschlußdrähte der Schaltungselemente (45 . . . 48) in den vorgesehenen Vertiefungen (30 . . . 33) mittels eines verformenden Werkzeuges oder durch zu sätzlich eingefügte Mittel (Kleber, Kittmasse, Gieß harz),
- e) haftende Fixierung des Anfanges (bzw. des ersten En
des) des Wickeldrahtes in einer zugeordneten Vertie
fung (z. B. 32) in einem Eckbereich des Abschlußflan
sches (13) des Spulenkörpers (10) und Hinführung in
der zugeordneten Ausnehmung (35, 36) in den Wickel
raum (14),
Aufbringen der Wicklung (50) im Wickelraum (14) des Spulenkörpers, Herausführung durch die zugeordnete Ausnehmung (34) und
haftende Fixierung des (zweiten) Endes des Wickel drahtes in einer anderen zugeordneten Vertiefung (z. B. 30) in einem Eckbereich des Abschlußflansches (13), - f) Herstellung einer Lötverbindung der aus den einzelnen Eckbereichen bzw. aus den darin angeordneten Vertie fungen (30 . . . 33) vorstehenden Drahtbündel im Tauch lötverfahren, und
- g) Einbiegen der verlöteten Drahtbündel in die zugeord neten Vertiefungen (30 . . . 33), aus denen Sie vorste hen, vorzugsweise derart, daß die Drahtbündel wenig stens geringfügig gegenüber der äußeren Wandungsebene des Abschlußflansches (13) zurückspringen.
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19863644113 DE3644113A1 (de) | 1986-12-23 | 1986-12-23 | Elektromagnetischer antrieb fuer ein schaltgeraet sowie herstellungsverfahren fuer einen anschlussbereit bestueckten spulenkoerper dieses antriebes |
| EP87118636A EP0275493B1 (de) | 1986-12-23 | 1987-12-16 | Elektromagnetischer Antrieb für ein Schaltgerät sowie Herstellungsverfahren für einen anschlussbereit bestückten Spulenkörper dieses Antriebes |
| DE8787118636T DE3780939D1 (de) | 1986-12-23 | 1987-12-16 | Elektromagnetischer antrieb fuer ein schaltgeraet sowie herstellungsverfahren fuer einen anschlussbereit bestueckten spulenkoerper dieses antriebes. |
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| DE19863644113 DE3644113A1 (de) | 1986-12-23 | 1986-12-23 | Elektromagnetischer antrieb fuer ein schaltgeraet sowie herstellungsverfahren fuer einen anschlussbereit bestueckten spulenkoerper dieses antriebes |
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-
1987
- 1987-12-16 EP EP87118636A patent/EP0275493B1/de not_active Expired - Lifetime
- 1987-12-16 DE DE8787118636T patent/DE3780939D1/de not_active Expired - Lifetime
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| DE3780939D1 (de) | 1992-09-10 |
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Legal Events
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|---|---|---|---|
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| 8120 | Willingness to grant licences paragraph 23 | ||
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