DE3641892A1 - Einrichtung zum kontinuierlichen drahtwickeln - Google Patents
Einrichtung zum kontinuierlichen drahtwickelnInfo
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Landscapes
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Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf das Gebiet
der Druckumformung von Metallen, insbesondere auf Einrich
tungen zum kontinuierlichen Drahtwickeln.
Mit besonderem Erfolg kann die Erfindung bei der
Herstellung von vollem und gefülltem Schweißdraht unter
Erzeugung von handelsüblichen Bunden verschiedener erfor
derlicher Maße im kontinuierlichen Verfahren angewendet
werden, d. h. ohne Stillsetzung von Ausrüstungen, auf denen
der Draht unmittelbar hergestellt wird.
Die Erfindung kann auch in der Stahldrahtseilerei und
Kabelindustrie bei den Arbeitsgängen der Herstellung von
Drahtbunden für Seilschlagmaschinen unmittelbar in einer
Drahterzeugungsstraße erfolgreich angewendet werden, wobei
die Arbeitsgänge der Umwicklung des Drahtes von Schwer
lastspulen zu Bunden mit einer für die Seilschlagmaschinen
erforderlichen Größe vermieden werden.
Außerdem kann die Erfindung als Umwickelmaschine zum
kontinuierlichen Umwickeln verschiedenartiger Erzeugnisse
von Schwerlastspulen zu handelsüblichen Bunden verwendet
werden.
Es sind für diese Zwecke angewendete Konstruktionen von
Einrichtungen bekannt. So wird in der Fachzeitschrift "Wi
re Technology", 1978, Band 6, Nr. 3, SS. 110-111, ein Me
chanismus zum kontinuierlichen Abzug von Draht, Litzen und
Seilen behandelt, der aus zwei Trommeln besteht, welche auf
einer Welle gleichachsig angeordnet sind, von denen die eine
eine Ziehtrommel und die andere eine Speichertrommel ist,
wobei die Ziehtrommel auf der Welle starr befestigt ist
und die Speichertrommel mittels Lagern gelagert ist und un
ter der Wirkung des von ihr ablaufenden Drahtes in Drehung
versetzt wird, welcher auf die Spule einer Aufwickelein
richtung gewickelt wird, die einen Eigenantrieb besitzt.
Zwischen der Zieh- und der Speichertrommel ist ein Hebel
mit Leitrolle angebracht. Der Draht gelangt beim Aufwickeln
zuerst auf die Ziehtrommel, wo er in mehreren Windungen ge
wickelt wird, und läuft über die Leitrolle auf die Speicher
trommel. Des weiteren tritt der Draht durch ein Führungs
rohr hindurch und wird auf eine Auflaufspule aufgewickelt.
Nach dem Füllen der Spule mit dem Draht wird die Aufwickel
einrichtung stillgesetzt und die Spule ausgewechselt. In
dieser Zeit wird der Draht mit Hilfe der Leitrolle auf die
stillstehende Speichertrommel gewickelt. Dann wiederholen
sich sämtliche Arbeitsoperationen.
Nachteilig bei dieser technischen Lösung ist, daß die
Geschwindigkeit der Ziehmaschine oder anderer Maschinen,
die gemeinsam mit der vorbeschriebenen Einrichtung arbeiten,
durch die Möglichkeit begrenzt wird, einen kleinen Vorrat
an Draht auf der Speichertrommel während des Wechsels der
gefüllten Spule unterzubringen, weil die Abmessungen des
Durchmessers und der Höhe der Trommel beschränkt sind.
Bekannt sind ferner sogenannte Zweispulenhaspeln zum
kontinuierlichen Drahtabzug von einer Ziehmaschine, die
aus zwei gleichachsig angeordneten Spulen mit Eigenantrieben
und aus einer Vorrichtung zum reihenweisen Legen des Drah
tes auf den Spulen bestehen (siehe A. M. Kogos "Mechanische
Ausrüstungen von zum Ziehen und Bandwalzen bestimmten Be
triebsabteilungen", Verlag Metallurgia, M., 1984).
Diese Haspel arbeitet folgendermaßen. Nach dem Füllen
einer der Spulen führt die Legevorrichtung den Draht auf
die zweite Spule hinüber. Nach dem Aufwickeln von mehreren
Drahtwindungen auf die zweite Spule schaltet man ein zwi
schen den Spulen befindliches Messer ein, das den Draht
durchschneidet, welcher von der gefüllten Spule zu der Spu
le läuft, die gefüllt zu werden beginnt. Nach dem Schneiden
des Drahtes wird die gefüllte Spule zusammen mit der Spindel
der Haspel weggeführt, damit die gefüllte Spule gegen
eine leere ausgewechselt werden kann. Nach dem Füllen der
zweiten Spule wiederholen sich sämtliche Arbeitsoperationen.
Eine solche konstruktive Lösung gewährleistet keine
garantierte Fixierung des Drahtes bei dessen Übergabe von
der einen Spule zur anderen und führt zu einer wesentlichen
Komplizierung der Konstruktion der Aufwickeleinrichtung.
Zu den bekannten Einrichtungen zum kontinuierlichen
Drahtwickeln gehört auch eine Einrichtung, die im Urheber
schein 9 33 159 beschrieben ist.
Diese Einrichtung umfaßt ein Gestell, einen an
ihm installierten Revolverkopf, der einen Antrieb zu sei
ner Dehnung besitzt, und gleichmäßig am Kreisumfang ange
ordnete und einen gemeinsamen Drehantrieb aufweisende Trom
meln, von denen jede einen Mantelschuß und einen Flansch
enthält und mittels einer Welle am Revolverkopf montiert
ist. Die Einrichtung enthält ferner eine Drahtlegevorrichtung,
die am Gestell angebracht und mit dem Drehantrieb der Trom
meln kinematisch verbunden ist, sowie eine Vorichtung zur
Drahtbefestigung, dessen Gehäuse am Gestell der Einrich
tung starr befestigt ist. Die Vorrichtung zur Drahtbefesti
gung besitzt einen Niederhalter und ein Messer, die am
Flansch einer jeden Trommel angebracht sind, sowie ein Ele
ment, welches die Erfassung und Zuführung des Drahtes zu
dem Niederhalter und dem Messer besorgt, im Vorrichtungs
gehäuse angeordnet ist und mit einem Antrieb zu dessen hin-
und hergehender Bewegung in Richtung senkrecht zur Drahtbe
wegung versehen ist.
Die in Rede stehende Einrichtung arbeitet folgender
maßen.
Das vordere Drahtende wird von der letzten Trommel
(Aufspultrommel) der Ziehmaschine in die Rille der Rolle
der Legevorrichtung eingelegt und in einen abgefederten
Niederhalter am Flansch der in der Wickelposition befind
lichen Trommel eingeführt.
Mit der Ingangsetzung der Ziehmaschine wird gleich
zeitig der Motor des Antriebs der Trommeln eingeschaltet,
und es findet die Drahtspeicherung auf der Spule statt, die
am Mantelschuß der in der Wickelposition befindlichen Trom
mel angebracht ist.
Im Augenblick der Füllung der Spule mit dem Draht wird
ein Signal für die Drehung des Revolverkopfes um seine Ach
se um einen Winkel von 90° gegeben. Wenn sich die gefüll
te Spule nahezu in der Abzugsposition befindet (das heißt
fast 90° zurückgelegt hat), die freie Spule sich aber nahe
zu in der Wickelposition befindet, spricht das Element der
Vorrichtung zur Drahtbefestigung an, das sich in zur
Drahtbewegung senkrechter Richtung verschiebt und den Draht
in den Niederhalter einführt und den Messern zubringt, wo
bei dieses Element die Drahtbefestigung an der Trommel, die
mit der freien Spule die Wickelposition eingenommen hat,
und das Schneiden des Drahtes sicherstellt.
Ein Nachteil dieser technischen Lösung ist, daß sie
es nicht gestattet, ein garantiertes und zuverlässiges Be
festigen und Schneiden des laufenden Drahtes im Augenblick
der automatischen Auswechselung der gefüllten Spule gegen
eine leere durchzuführen.
Dies erklärt sich dadurch, daß das Gehäuse der Vor
richtung zur Befestigung des laufenden Drahtes an der Trom
mel am Einrichtungsgestell starr befestigt ist, während
das Element dieser Vorrichtung, welches die Erfassung und
Zuführung des Drahtes zum Niederhalter und zum Messer be
sorgt, sich nur in Richtung senkrecht zur Drahtbewegung
verschieben kann.
Deswegen findet im Augenblick, in dem dieses Element
den Draht dem Niederhalter und dem Messer zugeführt ist,
welche am umlaufenden Flansch der Trommel angebracht sind,
ein momentanes Bremsen des Drahtes statt, weil jegliche Drehmög
lichkeit des Elementes, welches das Erfassen und Zuführen
des Drahtes ausführt, fehlt. Dies führt zur Bildung einer
Drahtschlinge. Die Abmessungen der Schlinge sind um so grö
ßer, je höher die Geschwindigkeit der Drahtwicklung ist.
So bildet sich schon bei relativ niedrigen Wickelgeschwin
digkeiten von ∼1,5-2 m/s eine Schlinge aus dem laufenden
Draht, die eine Verwicklung desselben auf der Trommel her
vorruft und es nicht gestattet, ein zuverlässiges Andrücken
und Schneiden des Drahtes auf der Trommel zustande zu brin
gen.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde,
eine Einrichtung zum kontinuierlichen Drahtwickeln zu
schaffen, bei der die konstruktive Ausführung der Vorrich
tung zur Drahtbefestigung an der Trommel die Bildung einer
Drahtschlinge, die eine Verwicklung des Drahtes auf der
Trommel hervorruft, unterbindet, was wiederum ein zuverläs
siges Erfassen und Schneiden des laufenden Drahtes auf der
in die Wickelposition gelangten Trommel gewährleistet.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß in der
Einrichtung zum kontinuierlichen Drahtwickeln, die ein
Gestell, einen am Gestell installierten Revolverkopf mit
einem Antrieb zu seiner Drehung, gleichmäßig am Kreisumfang
angeordnete und einen gemeinsamen Drehantrieb aufweisende
Trommeln, von denen jede einen Mantelschuß und einen Flansch
enthält und mittels einer Welle am Revolverkopf montiert
ist, eine Legevorrichtung für Draht, welche mit dem Dreh
antrieb der Trommeln kinematisch verbunden ist, und eine
Vorrichtung zur Drahtbefestigung an der Trommel umfaßt, er
findungsgemäß die Vorrichtung zur Drahtbefestigung an der
Trommel ein in Längsnuten, die im Mantelschuß einer jeden
Trommel ausgeführt sind, gelagertes Kreuzstück, bei welchem
sein jeder Arm ein Stempelmesser trägt, das einen arbeitenden
Teil, der von einer Biegekante und einer Schneidkante ge
bildet und über der Zylinderfläche des Mantelschusses an
geordnet ist, besitzt, und welches mit einem Antrieb zur
hin- und hergehenden Bewegung desselben versehen ist, sowie
Matrizenmesser enthält, bei denen jeweils der arbei
tende Teil ebenfalls von einer Biegekante und einer Schneid
kante gebildet ist, welche Matrizenmesser am Flansch jeder
Trommel starr befestigt sind und mit dem Stempelmessern im
Augenblick des Erfassens und Schneidens des Drahtes zusam
menwirken, wobei zwischen den Biegekanten der arbeitenden
Teile der Messer ein Spalt für den Draht und für die
Fixierung desselben während des Wickelvorganges vorge
sehen ist.
Eine derartige Konstruktion der Einrichtung vermeidet
die Bildung einer Drahtschlinge im Augenblick des Erfassens
und Schneidens des Drahtes an der leeren Spule, die am Man
telschuß der in die Wickelposition gelangten Trommel ange
bracht ist, und gewährleistet hierdurch eine zuverläs
sige Fixierung des Drahtes während seines Wickelns.
Dies erklärt sich dadurch, daß die Vorrichtung zur
Drahtbefestigung, da sie an der Trommel angebracht ist, zu
sammen mit der letzteren umläuft. Gemeinsam mit der Trommel
laufen die im Mantelschuß angeordneten Stempelmesser und die
am Flansch der Trommel angebrachten Matrizenmesser um. Im
Augenblick, wenn die Vorrichtung zur Drahtbefestigung mit ei
nem ihrer vier umlaufenden Stempelmesser den Draht an das
entsprechende umlaufende Matrizenmesser andrückt, bildet
sich daher keine Schlinge, und der Prozeß des Andrückens
und Abschneidens des Drahtes läuft ähnlich dem Prozeß in
einem Biege- und Abschneidewerkzeug ab.
Es ist technologisch zweckmäßig und konstruktiv ein
fach, das die Stempelmesser tragende Kreuzstück mit dem An
trieb zu seiner hin- und hergehenden Bewegung mittels ei
ner im Hohlraum der Welle jeder Trommel befindlichen Zug
stange zu verbinden.
Zu einer zuverlässigeren Fixierung des Drahtes auf der
mit einer leeren Spule in die Wickelposition gelangten
Trommel ist es zweckmäßig, daß der arbeitende Teil jedes
Stempelmessers ein gerades vierseitiges Prisma darstellt,
dessen Grundfläche in Form eines rechtwinkligen Trapezes
mit stumpfem Innenwinkel ausgebildet ist, wobei die
Schneidkante des arbeitenden Teils durch die Grundfläche
des Prismas und dessen Seitenfläche gebildet ist, die in
einer Ebene liegt, welche eine Tangentialebene an die Zy
linderfläche des Mantelschusses der Trommel ist.
Zur garantierten Fixierung des Drahtes ist es zweck
mäßig, wenn der stumpfe Innenwinkel des Trapezes
zwischen 120 und 150° gewählt ist.
Im folgenden wird die vorliegende Erfindung durch
Beschreibung eines Ausführungsbeispiels
unter Hinweis auf die Zeichnungen er
läutert, in diesen zeigt
Fig. 1 die Gegenansicht der erfindungsgemäßen Ein
richtung zum kontinuierlichen Drahtwickeln;
Fig. 2 einen Schnitt nach Linie II-II in Fig. 1;
Fig. 3 einen Schnitt nach Linie III-III in Fig. 1
(im Moment des Andrückens und Schneidens des Drahtes);
Fig. 4 die Gesamtansicht einer der Trommeln der in
Fig. 1 dargestellten erfindungsgemäßen Einrichtung, in ver
größertem Maßstab und axonometrischer Darstellung.
Die erfindungsgemäße Einrichtung zum
kontinuierlichen Drahtwickeln, dargestellt in Fig. 1,
umfaßt ein Gestell 1 und einen am Gestell 1 installierten
Revolverkopf 2, der mit einem Antrieb 3 zu seiner Drehung
versehen ist. Die Einrichtung enthält weiter gleichmäßig am
Kreisumfang angeordnete und einen gemeinsamen Drehantrieb 4
aufweisende Trommeln 5. Jede der Trommeln 5 enthält einen
Mantelschuß 6 und einen Flansch 7 (Fig. 2) und ist am Revol
verkopf 2 mittels einer Welle 8 montiert.
Am Gestell 1 ist eine Legevorrichtung 9 (Fig. 1) für
Draht 10 (Fig. 3) angebaut, welche mit dem Drehantrieb 4
der Trommeln kinematisch verbunden ist.
Außerdem umfaßt die Einrichtung zum kontinuierlichen
Drahtwickeln eine Vorrichtung zur Drahtbefestigung an der
Trommel. Gemäß der Erfindung enthält diese Vorrich
tung ein Kreuzstück 11 (Fig. 1), das in Längsnuten 12, wel
che im Mantelschuß 6 der Trommel 5 ausgeführt sind, gela
gert ist und dessen jeder Arm ein Stempelmesser 13 trägt.
Die Vorrichtung enthält weiterhin Matrizenmesser
14, die am Flansch 7 der Trommel 5 starr befestigt sind
und im Augenblick des Erfassens und Schneidens des Drah
tes 10 mit den Stempelmessern 13 zusammenwirken. Das Kreuz
stück 11 ist mit einem Antrieb zur hin- und hergehenden
Bewegung versehen, der in Form eines Druckluft
zylinders 15 (Fig. 2) ausgebildet ist, an dessen Kolben
stange 16 ein Nockengreifer 17 befestigt ist.
Die Welle 8, vermittels der die Trommel 5 am Revol
verkopf 2 angebracht ist, ist hohl ausgebildet und im Re
volverkopf 2 mit Hilfe von Lagern 18 befestigt, die durch
Deckel 19 und eine Abstandshülse 20 fixiert sind.
Im Hohlraum der Welle 8 ist eine Zugstange 21 unter
gebracht, deren eines Ende im Nockengreifer 17 befestigt ist,
während an dem anderen Ende mit Hilfe einer Mut
ter 22 das Kreuzstück 11 befestigt ist.
Das Stempelmesser 13 weist einen arbeitenden Teil 23
(Fig. 4) auf, der von einer Biegekante 24 (Fig. 3) und ei
ner Schneidkante 25 gebildet und über der zylindrischen
Oberfläche 26 des Mantelschusses 6 angeordnet ist.
Das Matrizenmesser 14 weist einen arbeitenden Teil 27
(Fig. 4) auf, der von einer Biegekante 28 (Fig. 3) und ei
ner Schneidkante 29 gebildet ist.
Zwischen den Biegekanten 24 und 28 der Messer 13 und 14
ist ein Spalt 30 für den Draht 10 und für die
Fixierung desselben während des Wickelvorgangs vorgesehen.
Der arbeitende Teil 23 des Stempelmessers 13 stellt
ein gerades viereckiges Prisma dar, wie dies in Fig. 4 ge
zeigt ist. Die Grundfläche 31 dieses Prismas ist in Gestalt
eines rechtwinkligen Trapezes mit dem stumpfen Innenwinkel
α ausgebildet, der zwischen 120 und 150° je
nach dem Durchmesser des Mantelschusses 6 der Trommel 5 ge
wählt ist. Je größer der Durchmesser des Mantelschusses 6
ist, um so kleiner ist der Winkel α.
Die Schneidkante 25 des arbeitenden Teils 23 des Stem
pelmessers 13 ist durch die Grundfläche 31 des Prismas und
dessen Seitenfläche 32 gebildet, die in einer Ebene liegt,
welche eine Tangentialebene an die Zylinderfläche 26 des
Mantelschusses 6 der Trommel 5 ist.
In Fig. 1 sind ferner eine Ziehmaschine 33 mit einer
in Ziehrichtung letzten Trommel 34 und Rolle 35 der
Legevorrichtung 9 dargestellt.
Die erfindungsgemäße Einrichtung zum kontinuierlichen
Drahtwickeln arbeitet folgendermaßen.
Beim Einschalten der Ziehmaschine 33 und des Drehan
triebs 4 der Trommeln kommt der Draht 10, dessen Ende an
der in der Wickelposition befindlichen Trommel 5 zunächst
befestigt ist, von der letzten Trommel 34 der Ziehmaschi
ne 33 über die Rolle 35 der Legevorrichtung 9 an und wird
auf die Trommel 5 gewickelt. Nach dem Füllen der Trommel 5
schaltet man den Antrieb 3 zur Drehung des Revolverkop
fes 2 ein, welcher diesen um einen Winkel 2T / n (n ist die
Anzahl der Trommeln 5) in Laufrichtung des Drahtes 10 dreht.
Hierbei wird die gefüllte Trommel 5 in die Position des Ab
zugs des fertigen Bundes des Drahtes 10 gebracht und vom
Antrieb 4 abgeschaltet. Gleichzeitig gelangt in die Wickel
position von der Vorbereitungsposition aus eine mit der
erforderlichen Geschwindigkeit umlaufende leere Trommel 5.
Zu dem Zeitpunkt, in dem die leere Trommel 5 in die Wickelposi
tion gelangt ist, wird der Druckluftzylinder 15 des Antriebs
zur hin- und hergehenden Bewegung des Kreuzstücks 11 einge
schaltet, welcher mit Hilfe des Nockengreifers 17 die zu
sammen mit der Trommel 5 umlaufende Zugstange 21 mit den
Stempelmessern 13 längs der Nuten 12, die im Mantelschuß 6
der Trommel 5 ausgeführt sind, bis zur Vereinigung der
Stempelmesser 13 mit den Matrizenmessern 14 bewegt.
Die Stempelmesser 13, deren arbeitender Teil 23 über
die Zylinderfläche 26 des Mantelschusses 6 hinausragt,
treffen auf ihrem Weg auf den Draht 10, der im Augenblick
der Drehung des Revolverkopfes 2 auf der Zylinderfläche 26
des Mantelschusses 6 der leeren Trommel 5 zu liegen ge
kommen ist, und verschiebt denselben längs des Mantel
schusses 6 der Trommel 5.
Bei der Vereinigung der arbeitenden Teile 23 und 27
eines der vier umlaufenden Paare von Stempelmessern 13 und
Matrizenmessern 14, zwischen welche im Augenblick der Be
wegung des Kreuzstücks 11 mit den Messern 13 in der zur Be
wegung des Drahtes 10 senkrechten Richtung der Draht 10 ge
raten ist, findet das Erfassen und Schneiden des Drahtes
statt. Das Erfassen des Drahtes 10 wird von den Biegekan
ten 24 und 28 der Messer 13 und 14 im Spalt 30 ausgeführt.
Bei vollständiger Vereinigung der arbeitenden Teile 23 und
27 der Messer 13 und 14 erfolgt das Andrücken des Drahtes 10
durch die Grundfläche 31 des Stempelmessers 13 an die Flä
che des Matrizenmessers 14 und das Schneiden des Drahtes
durch die Schneidkanten 25 und 29 der Messer 13 und 14.
Bei der Vereinigung der Stempelmesser 13 mit den Ma
trizenmessern 14 geschieht das Erfasen und Schneiden des
Drahtes 10.
Der vorstehend beschriebene Aufbau der Vorrichtung zur
Befestigung des Drahtes 10 und die Form der arbeitenden Tei
le 25 und 27 der Messer 13 und 14 gewährleisten ein garan
tiertes Erfassen und Schneiden des Drahtes 10 in einem der
Paare der Messer 13, 14 nach einem in Fig. 3 dargestellten
Schema.
Das abgeschnittene Ende des Drahtes 10 geht auf die
in die Abzugsposition gelangende gefüllte Trommel 5, wäh
rend das erfaßte Ende des Drahtes 10 die Drahtwicklung auf
die leere Trommel 5 gewährleistet.
In der gefüllten Trommel 5 fixiert man in der Abzugs
position das freie Drahtende nach einem beliebigen bekann
ten Verfahren und zieht den fertigen Bund des Drahtes 10 ab.
Des weiteren wiederholen sich sämtliche Arbeitsoperationen.
Bei dieser konstruktiven Ausführung der Einrichtung
wird ein garantiertes Erfassen und Schneiden des Drahtes
ohne Bildung einer Schlinge im Augenblick der Auswechse
lung einer gefüllten Trommel gegen eine leere gewährlei
stet.
Claims (4)
1. Einrichtung zum kontinuierlichen Drahtwickeln,
die ein Gestell (1), einen am Gestell (1) installierten
Revolverkopf (2) mit einem Antrieb (3) zu seiner Drehung,
gleichmäßig am Kreisumfang angeordnete und einen gemeinsa
men Drehantrieb (4) aufweisende Trommeln (5), von denen
jede einen Mantelschuß (6) und einen Flansch (7) enthält
und mittels einer Welle (8) am Revolverkopf (2) montiert
ist, eine Legevorrichtung (9) für Draht (10), welche mit
dem Drehantrieb (4) der Trommeln kinematisch verbunden ist,
und eine Vorrichtung zur Drahtbefestigung an der Trommel
umfaßt, dadurch gekennzeichnet, daß die Vor
richtung zur Drahtbefestigung an der Trommel ein in einer Längs
nut (12), die im Mantelschuß (6) einer jeden Trommel (5)
ausgeführt sind, gelagertes Kreuzstück (11), bei welchem
jeder Arm ein Stempelmesser (13) trägt, das einen ar
beitenden Teil (23), der von einer Biegekante (24) und ei
ner Schneidkante (25) gebildet und über der Zylinderfläche
(26) des Mantelschusses (6) angeordnet ist, besitzt, und
welches mit einem Antrieb zur hin- und hergehenden Bewe
gung versehen ist, sowie Matrizenmesser (14) ent
hält, bei denen jeweils der arbeitende Teil (27) eben
falls von einer Biegekante (28) und einer Schneidkante (29)
gebildet ist, welche Matrizenmesser am Flansch (7) jeder
Trommel (5) starr befestigt ist und mit den Stempelmessern
(13) im Augenblick des Erfassens und Schneidens des Drah
tes (10) zusammenwirken, wobei zwischen den Biegekanten
(24 und 28) der arbeitenden Teile (23 und 27) der Messer
(13 und 14) ein Spalt (30) für den Draht
(10) und für die Fixierung desselben während des Wickelvorgangs
vorgesehen ist.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Welle (8) hohl ausgeführt ist,
und das die Stempelmesser (13) tragende Kreuzstück (11)
mit dem Antrieb zur hin- und hergehenden Bewegung
mittels einer im Hohlraum der Welle (8) der Trommel (5)
befindlichen Zugstange (21) in Verbindung steht.
3. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß der arbeitende Teil (23) jedes Stem
pelmessers (13) ein gerades viereckiges Prisma darstellt,
dessen Grundfläche (31) in Form eines rechtwinkeligen Tra
pezes mit stumpfem Innenwinkel (α) ausgebildet ist,
wobei die Schneidkante (25) des arbeitenden Teils (23) des
Stempelmessers (13) durch die Grundfläche (31) des Prismas
und dessen Seitenfläche (32) gebildet ist, die in einer
Ebene liegt, welche eine Tangentialebene an die Zylinder
fläche (26) des Mantelschusses (6) der Trommel (5) ist.
4. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß der stumpfe Innenwinkel (α) des
Trapezes zwischen 120 und 150° gewählt ist.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT321286A AT387734B (de) | 1986-12-08 | 1986-12-02 | Einrichtung zur kontinuierlichen drahtwicklung |
| DE19863641892 DE3641892A1 (de) | 1986-12-08 | 1986-12-08 | Einrichtung zum kontinuierlichen drahtwickeln |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19863641892 DE3641892A1 (de) | 1986-12-08 | 1986-12-08 | Einrichtung zum kontinuierlichen drahtwickeln |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3641892A1 true DE3641892A1 (de) | 1988-06-16 |
| DE3641892C2 DE3641892C2 (de) | 1989-09-21 |
Family
ID=6315715
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19863641892 Granted DE3641892A1 (de) | 1986-12-08 | 1986-12-08 | Einrichtung zum kontinuierlichen drahtwickeln |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT387734B (de) |
| DE (1) | DE3641892A1 (de) |
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