DE1159724B - Verfahren und Vorrichtung zum fortlaufenden Aufwickeln von strangfoermigem Gut - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum fortlaufenden Aufwickeln von strangfoermigem GutInfo
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Description
Die Verarbeitung von strangförmigem Gut, z. B. das Isolieren von Drähten mit Hilfe von Schneckenpressen,
erfordert einen kontinuierlichen Arbeitsvorgang. Das zu verarbeitende Gut muß so auf einen
Spulenkörper bzw. Trommel gewickelt sein, daß das um den Spulenkern gewundene Ende bzw. der Anfang
des Wickelgutes bei vollgewickelter Spule erreichbar ist. Der Anfang des Wickelgutes muß stets
auf der gleichen Seite der Spule nach außen geführt sein. Man ist dann in der Lage, das untere Ende der
feststehenden Spule, von der das Stranggut über Kopfabgezogen wird, bei laufendem Betrieb mit dem
oberen Ende einer vollen Spule durch Löten, Schweißen oder auf andere Weise zu verbinden. Das Wickeln
der Spule in der Weise, daß das untere Ende des Wickelgutes erreichbar ist, bereitet bei Maschinen,
welche zu diesem Zweck stillgesetzt werden können, keine Schwierigkeiten. Sobald jedoch ein kontinuierlicher
Arbeitsprozeß erforderlich ist, z. B. bei einer Drahtziehmaschine, die mit einer kontinuierlich
arbeitenden Glüheinrichtung arbeitet, ist ein Stillsetzen nicht möglich, und es tritt die vorstehend geschilderte
Aufgabe ein, welche bisher noch nicht einwandfrei gelöst werden konnte.
Es sind Aufwickelvorrichtungen für strangförmiges Gut bekannt, bei denen die Trommeln auf einer
Drehscheibe in einer Ebene liegend angeordnet sind, die beim Trommelwechsel durch Schwenken der
Drehscheibe in die Wickelstellung gebracht werden. Ferner ist es auch bekannt, bei Spulmaschinen mit
mehreren Spulen zum jeweiligen Aufspulen einer entsprechenden
Anzahl von kontinuierlich von einer Arbeitsmaschine gelieferten Drähten oder Fäden alle
Spulen mit einer einzigen Hilfsspule auszurüsten, die gleichachsig mit der Hauptspule angeordnet ist und
während des Spulenwechsels den Faden weiterspult.
Diese bekannten Einrichtungen waren jedoch nicht geeignet, die vorstehend genannten Bedingungen zu
erfüllen und ein fortlaufendes Aufwickeln von strangförmigem Gut zu ermöglichen, bei dem das untere
Ende, d. h. der Anfang des Wickelgutes, auf der gleichen Seite der Spule nach außen geführt ist, damit
beim Abspulen über Kopf stets der gleiche Drehsinn gegeben ist. Durch die Erfindung wird die gestellte
Aufgabe in besonders einfacher und sicherer Weise gelöst und die Möglichkeit geschaffen, den Anfang
des Wickelgutes in einstellbarer Länge herauszuführen.
Das erfindungsgemäße Verfahren verwendet in an sich bekannter Weise Trommeln, die auf einer Drehscheibe
od. dgl. in einer Ebene liegend angeordnet
Verfahren und Vorrichtung
zum fortlaufenden Aufwickeln
von strangförmigem Gut
Anmelder:
Siemens-Schuckertwerke Aktiengesellschaft,
Berlin und Erlangen,
Erlangen, Werner-von-Siemens-Str. 50
Erlangen, Werner-von-Siemens-Str. 50
Dipl.-Ing. Walter Hyprath, Neustadt bei Coburg,
und Rudolf Stöcker, Mönchröden (Kr. Coburg),
sind als Erfinder genannt worden
sind und beim Trommelwechsel durch Schwenken der Drehscheibe in die Wickelstelle gebracht werden.
Erfindungsgemäß wird das Gut auf einer der in bekannter Weise gleichachsig mit jeder Trommel
angeordneten Hilfstrommel derart aufgewickelt, daß nach Erreichen einer gewünschten Länge des Gutes
auf der Hilfstrommel die zugeordnete Trommel bewickelt wird und daß nahezu bei Erreichen der gewünschten
Bewicklung dieser Trommel die Drehscheibe gedreht und die nächste Hilfstrommel als
Umlenkrolle wirksam wird. Nach Beendigung der Bewicklung der Trommel wird das Gut auf der der
nächsten Trommel zugeordneten und bisher als Umlenkrolle wirksamen Hilfstrommel festgeklemmt, abgeschnitten
und ein neuer Aufwickelvorgang eingeleitet.
Die Hilfstrommel kann von einem auf der Achse der Haupttrommel festsitzenden Vorsatzkonus und
einem hiervon lösbaren Wickelkonus gebildet sein. Der Wickelkonus der Hilfstrommel ist in Abhängigkeit
von einem Meterzähler, insbesondere elektrisch, gesteuert. Durch axiales Verschieben des lösbaren
Wickelkonus wird das Wickelgut auf der Hilfstrommel festgeklemmt und abgeschnitten.
In den Fig. 1 bis 5 ist die Erfindung an einem Beispiel näher erläutert. Es ist eine Aufwickelvorrichtung
mit zwei Trommeln dargestellt.
Das Gestell 1 der Wickelvorrichtung weist ein Lager 2 auf, in dem der Drehtisch 3 mit seiner
Hohlwelle 4 angeordnet ist und von den Stütz-
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Claims (5)
- 3 4rollen 5 und 6 abgefangen wird. Der Drehtisch 3 ist — die Hilfstrommel 11', welche aus dem Vorist von einem Motor 7 angetrieben und wird jeweils satzkonus 12' und dem Wickelkonus 13' besteht, ■um 180° in Pfeilrichtung gedreht. am Wickelgut 19 zur Anlage und wird in die obere In dem Drehtisch 3 sind um 180° versetzt die Stellung der Trommel 10 gebracht. Durch Schwenken beiden Tragbuchsen 8 und 8' fest angebracht, in 5 des Drehtisches 3 entsteht eine Zusatzgeschwindig- bzw. auf denen drehbar die Doppelbuchsen 9 und 9' keit des Wickelgutes 19, die durch die Induktionsumlaufen, welche die Hauptspulen oder Trommeln kupplung 16' und 17' und durch den Pendelarm 10 und 10' tragen. Auf den Buchsen 9 und 9' sind 21 ausgeglichen wird. Die Verlegung 24' befindet auch die Hilfstrommeln 11 bzw. 11' angeordnet. Die sich jetzt in der Ebene der Hilfstrommel 11' bzw. des Hilfstrommel 11 ist von dem Vorsatzkonus 12, der io Vorsatzkonus 12', die jetzt nur als Umlenkrolle auf der Doppelbuchse 9 festgeschraubt ist, und dem wirkt, da das Wickelgut immer noch auf der jetzt lösbaren Wickelkonus 13 gebildet. Der Vorsatzkonus untenliegenden Spule 10 aufgewickelt wird. Beim 12 hält auch die Hauptspule 10 auf der Buchse 9 Schwenken des Drehtisches 3 gelangt das Gut selbstfest, tätig in die für die nächste zu bewickelnde Trommel Für den Antrieb der Spulen 10 und 11 ist, wie 15 vorgesehenen Führungsarme 23 und Verlegereinrich-Fig. 3 zeigt, der auf dem Drehtisch 3 angeordnete tung 24.Motor 14 und 14' vorgesehen, der über Riemen 15 Ist inzwischen auf der Trommel 10, die jetzt die Kupplungshälfte 16 einer Induktionskupplung mit unten liegt, die gewünschte Meterzahl des Wickelkonstanter Drehzahl antreibt. Die Kupplungshälfte 17 gutes 19 erreicht, gibt der Meterzähler 30 einen Imist starr auf dem als Welle 18 wirkenden inneren 20 puls an den Schütz des Stoßmagneten 31, der über Teil der Doppelbuchse 9 angeordnet und überträgt Stoßstangen 32' den Mechanismus auslöst, der den durch die Erregung der Kupplung ein einstellbares Wickelkonus 13' vom Vorsatzkonus 12' trennt, d.h. Drehmoment auf die Spule oder Trommel 10. Der in Pfeilrichtung nach außen drückt. Dadurch wird Antrieb der Trommel 10 kann elektrisch, hydrau- das Wickelgut 19 in eine Klemmnut 33' eingezogen, lisch oder pneumatisch erfolgen. 25 die — wie Fig. 4 im einzelnen zeigt — von einem Beim Anfahren der Wickelvorrichtung wird das Klemmeinsatz 34' und einem Messer 35' gebildet ablaufende Wickelgut 19 über die Umlenkrollen 20, ist. Der Klemmeinsatz 34' und das Messer 35' sind 21,22, wovon die Rolle 21 als Pendelrolle aus- fest auf dem Vorsatzkonus 12' angeordnet. Wie gebildet ist, über die feststehenden Führungsarme 23, aus Fig. 5 zu ersehen ist, wird das Wickelgut 19 die Verlegung 24 zunächst der Hilfstrommel 11 zu- 30 von dem Klemmschlitz 33' schräg nach oben laufen, geleitet und auf den Wickelkonus 13 aufgewickelt. so daß es in den Bereich der Messer 35' kommt und Wie Fig. 3 zeigt, sind die Führungsarme 23 am von diesen abgetrennt wird. Hat das durch den Drehtisch 3 fest angeordnet und liegen in der Ebene Klemmschlitz 33' festgelegte Wickelgut 19 auf der des Vorsatzkonus 12. Die Verlegung 24, welche in Hilfstrommel 11 eine gewünschte Länge erreicht, an sich bekannter Weise ein Rollringgetriebe auf- 35 so wird es auf die Hauptspule bzw. Trommel 10' weist, befindet sich in der punktiert gezeichneten übergelegt. Hierbei tritt als Ausgleich die in Fig. 2 Ausgangsstellung. Nachdem eine vorgegebene Meter- rechts unten dargestellte Pendelrolle in Tätigkeit, zahl des Wickelgutes 19 auf den Wickelkonus 13 Bei Betätigung des Stoßmagneten 31 wird der aufgewickelt wurde, bewegt sich die Verlegung 24 Schwenkmagnet 28 geschaltet und der Anschlag 27 nach rechts und legt das Wickelgut 19 auf die 40 ausgeschwenkt, so daß die Verlegung 24 bis zum Trommel 10. Dieser Vorgang wird durch Ein- Anschlag 27a durchläuft und umsteuert. Hierdurch schalten der Magnetkupplung 25 eingeleitet, die von wird gleichzeitig die Magnetkupplung 25 ausgeschalder Welle 18 über einen Riemen 26 angetrieben tet und die Verlegung 24 stillgesetzt, wird. Der Anschlag 27 ist durch den Schwenk- Nach Abschalten des Antriebsmotors 14 und magneten 28 ausgeschwenkt worden, so daß die 45 Lösen des Hilfskonus 12 wird die Spule bzw. Trom-Verlegung 24 frei nach rechts bis zum Anschlag 29 mel 10, die sich jetzt in der unteren Stellung bedurchläuft und von diesem umgesteuert wird. In- findet, abgebremst, herausgenommen und durch eine zwischen ist der Anschlag 27 durch den Schwenk- leere Trommel ersetzt.magneten 28 wieder eingeschwenkt und bewirkt die Die Stromzuführung zu den Antriebsmotoren, InrUmsteuerung der Verlegung auf der linken Seite, 5° duktionskupplungen, Lamellenkupplungen und derso daß das Wickelgut 19 auf der Hauptspule bzw. Schwenk- und Stoßmagneten erfolgt über in derTrommel 10 ordnungsgemäß aufgewickelt wird. Hohlwelle 4 angeordnete Schleifringe 36.Bevor die gewünschte Meterzahl des Wickelgutes Der erläuterte Arbeitsablauf wird über eine nicht19 auf der Trommel 10 erreicht ist, wird durch dargestellte Steuerwalze und den Meterzähler 30eine Vorgabe vom Meterzähler 30 der Anlauf des 55 selbsttätig geschaltet. Motors 7 für die Schwenkung des Drehtisches 3 eingeschaltet. Hierdurch wird der Drehtisch 3 um 180°in Pfeilrichtung gedreht. Die Verlegung des Wickel- PATENTANSPRÜCHE: gutes 19 und das Bewickeln der Trommel 10 wirddabei nicht unterbrochen. 60 1. Verfahren zum fortlaufenden AufwickelnWährend der Schwenkung des Drehtisches 3 wird von strangförmigem Gut, z. B. blanken oderbereits der Antriebsmotor 14' für die Leertrommel isolierten Drähten oder Fäden, auf Trommeln10' eingeschaltet. Durch eine vorgegebene Erregung unter Verwendung von auf einer Drehscheibeder Induktionskupplung 16' und 17' wird der Vor- od. dgl. in einer Ebene liegend angeordnetensatzkonus 12' nebst der Leertrommel 10' auf die 65 Trommeln, die beim Trommelwechsel durchgegebene Geschwindigkeit des Wickelgutes 19 ge- Schwenken der Drehscheibe in die Wickelstellebracht. Bei Drehung des Tisches 3 in Pfeilrichtung gebracht werden, dadurch gekennzeichnet, daßkommt — wie dies deutlich aus Fig. 2 zu ersehen das Gut (19) auf einer der in bekannter Weisegleichachsig mit jeder Trommel (10,10') angeordneten Hilfstrommel (11,11') aufgewickelt wird, daß nach Erreichen einer gewünschten Länge des Gutes auf der Hilfstrommel (11) die zugeordnete Trommel (10) bewickelt wird, daß nahezu bei Erreichen der gewünschten Bewicklung dieser Trommel die Drehscheibe (3) gedreht und die nächste Hilfstrommel (11) als Umlenkrolle wirksam wird und daß nach Beendigung der Bewicklung der Trommel das Gut auf der der nächsten Trommel zugeordneten und bisher als Umlenkrolle wirksamen Hilfstrommel festgeklemmt, abgeschnitten und ein neuer Aufwickelvorgang eingeleitet wird.
- 2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Hilfstrommel (11) von einem auf der Achse der Haupttrommel (10) festsitzenden Vorsatzkonus (12) und einem hiervon lösbaren Wickelkonus (13) gebildet ist.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Wickelkonus (13) der Hilfstrommel (11) in Abhängigkeit von einem Meterzähler (30) gesteuert ist und durch axialesVerschieben eine auf dem Vorsatzkonus (12) der Hilfstrommel (11) angeordnete Klemm- und Abschneidvorrichtung (33,34,35) freigibt.
- 4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Trommel und Hilfstrommel auf einer Doppelbuchse (9) sitzen, deren äußerer Teil als Hohlwelle auf einer im Drehtisch (3) festsitzenden Tragbuchse (8) umläuft, während der innere Teil als Welle (18) in der Tragbuchse (8) gelagert und über eine Kupplung (17) angetrieben ist.
- 5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verlegungseinrichtung (24) zentral auf der Drehscheibe (3) angeordnet ist und ihren Antrieb von der Trommelachse über eine Kuppung (25) erhält.In Betracht gezogene Druckschriften:Deutsche Patentschriften Nr. 898 140, 949 900;deutsche Auslegeschriften Nr. 1056 083,
551,1080 505;britische Patentschrift Nr. 786 364;USA.- Patentschriften Nr. 2 341 369, 2 534 340,
629,2774 548.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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| AT387734B (de) * | 1986-12-08 | 1989-03-10 | Inst Elektroswarki Patona | Einrichtung zur kontinuierlichen drahtwicklung |
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| US3082967A (en) | 1963-03-26 |
| GB960629A (en) | 1964-06-10 |
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