DE3641113A1 - Verfahren zur zylinderdruckdetektion bei einer brennkraftmaschine - Google Patents
Verfahren zur zylinderdruckdetektion bei einer brennkraftmaschineInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Detektieren
des Zylinderdrucks bei Brennkraftmaschinen und
insbesondere auf ein Verfahren zum Detektieren des
Zylinderdrucks, bei dem der Kurbelwellenwinkel, bei dem
der maximale Druck auftritt, durch Approximation detektiert
wird.
In den letzten Jahren sind in zunehmenden Maße Steuerverfahren
für die Zündverstellung bei Brennkraftmaschinen
übernommen worden, bei denen die maximalen
Zylinderdrücke Pmax in den entsprechenden Arbeitshüben
detektiert werden und die Zündverstellung so gesteuert
wird, daß die maximalen Zylinderdruckwinkel ϑ pmax, d. h.
die Kurbelwellenwinkel, bei denen Pmax auftritt, zu
einem vorbestimmten Kurbelwellenwinkel hin konvergieren.
Ein bekanntes, zu diesem Zweck verwendetes Verfahren
ist in der japanischen Patentveröffentlichung
Nr. 58(1983)-33 394 offenbart. Bei diesem bekannten Verfahren
wird das Ausgangssignal eines Drucksensors unter
Verwendung eines Diffenzierkreises differenziert und
das Ergebnis der Differentiation wird einem Vergleichskreis
zum Vergleich mit einem vorbestimmten Wert zugeführt.
Da sich dieses Verfahren jedoch auf einen
Analogkreis oder eine Analogschalttechnik zur Detektion
stützt, ist es nicht völlig zufriedenstellend, was die
Genauigkeit oder seine Nachlauffunktion während des
Maschinenbetriebs mit hoher Drehzahl anbelangt.
Ein weiteres Verfahren dieser Art, das in der japanischen
Patentoffenlegungsschrift Nr. 57(1982)-1 73 565
beschrieben ist, bezieht sich auf ein Verfahren, bei
dem ein A/D-Wandler zum A/D-Umwandeln des Ausgangssignals
eines Zylinderdrucksensors einmal pro festgelegtem
Kurbelwellendrehwinkel verwendet wird und der
Kurbelwellenwinkel zu der Zeit als der maximale Zylinderdruckwinkel
ϑ pmax festgelegt wird, zu der der umgewandelte
Wert das Maximum erreicht. Um bei diesem zweiten
bekannten Verfahren eine gute Detektionsgenauigkeit
zu realisieren, ist es jedoch erforderlich gewesen,
eine große Anzahl von Druckwertproben zu erhalten, und
dies hat die Anwendung einer A/D-Umwandlung mit hoher
Geschwindigkeit erforderlich gemacht. Für eine praktikable
Anwendung des Verfahrens ist es somit erforderlich
gewesen, einen mit hoher Geschwindigkeit arbeitenden
A/D-Wandler und einen Speicher mit großer Kapazität
zu verwenden. Dieses Verfahren ist daher in soweit
nachteilig, daß zu seiner Durchführung kostspielige
Geräte benötigt werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren
zur Detektion des Zylinderdrucks bei einer Brennkraftmaschine
anzugeben, das die oben erwähnten Nachteile
der bekannten Verfahren nicht aufweist, das eine ausgezeichnete
Detektionsgenauigkeit sowie eine ausgezeichnete
Nachlauffunktion während des Maschinenbetriebs
mit hoher Drehzahl sicherstellt und das unter
Verwendung eines mit relativ niedriger Geschwindigkeit
arbeitenden A/D-Wandlers und eines Speichers mit relativ
niedriger Kapazität durchgeführt werden kann.
Diese Aufgabe ist bei einem erfindungsgemäßen Verfahren
mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte
Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Verfahrens sind
Gegenstand der Unteransprüche.
Das erfindungsgemäße Verfahren zur Detektion des
Zylinderdrucks bei einer Brennkraftmaschine umfaßt die
Schritte, daß das Ausgangssignal eines Zylinderdrucksensors
mit einem ersten und zweiten Referenzwert ref 1
und ref 2 verglichen wird, die Zeitperioden tp 1, tp 2,
tp 3 und tp 4 bestimmt werden, die benötigt werden, damit
das Sensorausgangssignal von einem vorbestimmten Punkt
zu Punkten p 1, p 2, p 3 und p 4 übertragen wird, die sich
mit den Referenzwerten ref 1 und ref 2 schneiden, daß
Mittelpunktswerte tp 5 und tp 6 zwischen den entsprechenden
Schnittpunktpaaren bestimmt werden, daß der
maximale Zylinderdruck Pmax bestimmt wird, daß die
Differenz zwischen dem maximalen Zylinderdruck Pmax und
einem der Referenzwerte (Pmax - ref 1 oder Pmax - ref 2)
mit einem Steigungsfaktor α insgesamt multipliziert
werden, um einen Verschiebungswert Δ t zu erhalten, daß
der Verschiebungswert Δ t und der Mittelpunktswert tp 5
oder tp 6 addiert werden, um eine Gesamtzeit tpmax zu
erhalten, daß die Gesamtzeit tpmax mit einem Zeit/Winkel-
Umwandlungsfaktor k multipliziert wird und daß das
Produkt der Multiplikation als der maximale Zylinderdruckwinkel
ϑ pmax definiert wird. Der Steigungsfaktor α
wird erhalten, indem die Differenz zwischen den
Mittelpunktswerten tp 5 und tp 6 mit der Differenz zwischen
den Referenzwerten (ref 1 - ref 2) dividiert wird,
während der Zeit/Winkel-Umwandlungsfaktor k als das
Produkt der Anzahl der Umdrehungen der Maschine pro
Sekunde und eines Kurbelwellenwinkels von 360° erhalten
wird.
Diese und weitere Ziele und Vorteile der Erfindung
werden aus der nachfolgenden Beschreibung und der
Zeichnung weiter ersichtlich. In der Zeichnung zeigen:
Fig. 1 ein Blockdiagramm einer Vorrichtung zur Ausführung
des erfindungsgemäßen Verfahrens zur
Zylinderdruckdetektion;
Fig. 2 ein Blockdiagramm eines wesentlichen Teils
einer anderen Vorrichtung zur Ausführung des
erfindungsgemäßen Verfahrens zur Zylinderdruckdetektion;
Fig. 3 ein Diagramm zur Erläuterung der Funktion der
in den Fig. 1 und 2 dargestellten Vorrichtungen;
Fig. 4 ein Flußdiagramm, das die allgemeine Idee des
erfindungsgemäßen Detektionsverfahrens veranschaulicht;
Fig. 5 ein Flußdiagramm, das das Detektionsverfahren
gemäß Flußdiagramm von Fig. 4 mehr im einzelnen
veranschaulicht;
Fig. 6 ein Diagramm zur Erläuterung des in Fig. 5
dargestellten Detektionsverfahrens;
Fig. 7 Diagramme, die die beim Detektionsablauf auftretenden
Zeitbeziehungen veranschaulichen;
und
Fig. 8 ein Flußdiagramm, das eine zweite Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Verfahrens zur
Zylinderdruckdetektion veranschaulicht.
Im folgenden werden Ausführungsformen der Erfindung
unter Bezugnahme auf die Zeichnung erläutert.
Zur Vereinfachung des Verständnisses der Erfindung wird
das erfindungsgemäße Verfahren zur Zylinderdruckdetektion
zunächst unter Bezugnahme auf eine Vorrichtung zu
seiner Durchführung beschrieben, die in Fig. 1
dargestellt ist.
Wie in Fig. 1 gezeigt ist, ist ein piezoelektrischer
Drucksensor 10 so angeordnet, daß er in eine Brennkammer
einer Brennkraftmaschine sieht. Das Ausgangssignal
des Drucksensors 10 wird einem (nicht gezeigten)
Ladungsverstärker zur Ladungs/Spannungsumwandlung zugeführt,
und es wird nach Einstellung auf eine geeignete
Impulsbreite zu einer Steuereinheit 12 geschickt,
wo es zunächst durch ein Tiefpaßfilter 14 zur Eliminierung
von Hochfrequenzbestandteilen aus dem Signal
geführt wird. Das Ausgangssignal des Tiefpaßfilters 14
wird auf den invertierenden Eingangsanschluß eines
ersten Komparators 16 und den nichtinvertierenden Eingangsanschluß
eines zweiten Komparators 18 gegeben,
wobei der erste und der zweite Komparator zusammen
einen Fensterkomparator bilden. Die Ausgangssignale des
ersten und des zweiten Komparators werden über einen
Verbindungspunkt 20 zu einem Mikrorechner 22 übermittelt.
Andererseits gibt der Mikrorechner 22 zwei
Referenzwerte, ref 1 und ref 2, aus, die jeweils einem
ersten D/A-Wandler 24 und einem zweiten D/A-Wandler 26
zur Umwandlung in Analogform zugeführt werden, wonach
ref 1 zum nichtinvertierenden Eingangsanschluß des
ersten Komparators 16 und ref 2 zum invertierenden
Eingangsanschluß des zweiten Komparators 18 übermittelt
werden.
Das Ausgangssignal des Tiefpaßfilters 14 wird auch über
einen Verbindungspunkt 28 zu einem Spitzenwert-Haltekreis
30 geschickt. Das Ausgangssignal des Spitzenwert-
Haltekreises 30 wird zum Mikrorechner 22
übermittelt, wo es durch einen A/D-Wandler 32 in Digitalform
umgewandelt wird. Der Spitzenwert-Haltekreis 30
wird durch den Mikrorechner über eine (nicht gezeigte)
Rücksetzleitung periodisch zurückgesetzt.
Des weiteren ist ein Kurbelwellenwinkelsensor 36 zur
Detektion des Kurbelwellenwinkels einer (nicht gezeigten)
Kurbelwelle, mit der ein Kolben 34 verbunden
ist, an einer geeigneten Stelle, wie z. B. innerhalb
eines der Maschine zugeordneten (nicht gezeigten) Verteilers,
vorgesehen. Der Sensor 36 erzeugt ein
Zylinderidentifizierungssignal für jeden Zylinder einmal je
720° der Kurbelwellendrehung, ein oberes Totpunktsignal
(TDC-Signal) einmal jedesmal, wenn ein Kolben der Maschine
den oberen Totpunkt erreicht, und ein Einheitswinkelsignal
einmal je 30° Drehung der Kurbelwelle und
übermittelt diese Signale dem Mikrorechner 22 über eine
gedruckte I/O-Schaltung (E/A-Schaltung) 38.
Der Mikrorechner besitzt eine Zentraleinheit (CPU) 40,
einen Nur-Lesespeicher (ROM) 42 und einen Schreib-
Lesespeicher (RAM) 44. Die CPU 40 berechnet den maximalen
Zylinderdruckwinkel ausgehend von den Ausgangssignalen
des Fensterkomparators etc. auf eine Art und
Weise, die später beschrieben wird. Basierend auf dem
Ausgangssignal des Kurbelwellenwinkelsensors 36 verwendet
die CPU 40 auch den ROM 42 und den RAM 44 dazu,
die Zündverstellung zu berechnen, so daß der Maximaldruckwinkel
regelmäßig in die Nähe von 15° bis 20° nach
dem oberen Totpunkt (ATDC) fällt, und gibt Befehle aus,
um das Luft/Kraftstoffgemisch im Inneren der Zylinderverbrennungskammer
über eine Zündvorrichtung 46, den
(nicht gezeigten) Verteiler und Zündkerzen 48 (nur eine
gezeigt) zu zünden.
In Fig. 2 ist eine alternative Anordnung der Vorrichtung
veranschaulicht, bei der lediglich ein einfacher
D/A-Wandler 50 verwendet wird. Der Ausgangsanschluß des
D/A-Wandlers 50 ist mit dem nichtinvertierenden Eingangsanschluß
des ersten Komparators 16 und auch mit
einem Spannungsteilerkreis 54 verbunden, der von einem
Verbindungspunkt 52 abgezweigt ist, und die geteilte
Spannung wird an den nichtinvertierenden Eingangsanschluß
des zweiten Komparators 18 angelegt. Bei dieser
Anordnung bleibt die Differenz zwischen dem ref 1-
Eingangssignal zum ersten Komparator 16 und dem ref 2-
Eingangssignal zum zweiten Komparator 18 konstant, und es
ist möglich, einen einfachen Schaltungsaufbau zu realiesieren.
Es wird nun die Funktion der in Fig. 1 und 2 dargestellten
Vorrichtungen erläutert. Wenn der Zylinderdruckwert,
der durch das Ausgangssignal des Drucksensors
10 dargestellt ist, und die durch den Mikrorechner
22 ausgegebenen Referenzwerte dem aus dem
ersten und dem zweiten Komparator 16, 18 bestehenden
Fensterkomparator zugeführt werden, wird das Ausgangssignal
des Fensterkomparators wie in Fig. 3
gezeigt, was gemäß Stand der Technik gut bekannt ist.
Wenn das Ausgangssignal des Fensterkomparators in den
Mikrorechner 22 eingegeben wird, kann der Mikrorechner
22 ausgehend von den Vorder- und Rückflanken der
vom Fensterkomparator ausgegebenen Impulse die Punkte
p 1 . . . p 4 bestimmen, bei denen der Wert des Ausgangssignals
des Drucksensors 10 die Referenzwerte ref 1 und
ref 2 schneidet (mit ihnen zusammenfällt). Durch Zählen
der Taktimpulse eines (nicht gezeigten) in den Rechner
22 eingebauten Taktgebers kann die CPU 40 daher die
Zeitspanne seit einem vorbestimmten Referenzpunkt wie
z. B. demjenigen, bei dem der
Kurbelwellenwinkelsensor 36 ein TDC-Signal ausgibt, bis
zu jedem der Punkte p 1 . . . p 4 messen. Diese Zeitperioden
werden als tp 1 . . . tp 4 definiert. Des weiteren
gibt der Spitzenwert-Haltekreis 30 den vom Drucksensor
10 aufgenommenen maximalen Zylinderdruck Pmax an
die CPU 40 über den A/D-Wandler 32 aus, so daß die CPU,
wie später beschrieben wird, in der Lage ist, dieses
Datensignal zur Berechnung der Zeitperiode bis zum
Punkt des Auftretens des maximalen Zylinderdrucks zu
verwenden, eine Zeit/Winkelumwandlung zum Umwandeln der
berechneten Zeitperiode in eine Endgesamtzeit tpmax
auszuführen und den umgewandelten Wert als Wert zu
definieren, der sich an den maximalen Zylinderdruckwinkel
j pmax annähert. Es sollte hier festgestellt
werden, daß die Erfindung nicht darauf beschränkt ist,
daß der maximale Zylinderdruckwinkel ϑ pmax wie bei den
oben beschriebenen Vorrichtungen einmal in Termen der
Zeit berechnet und dann in einen Winkelwert umgewandelt
wird, sondern daß es alternativ beispielsweise möglich
ist, daß der Kurbelwellenwinkelsensor 36 einmal alle 1
oder 2° Einheitswinkelsignale ausgibt und die oben
erwähnten Zeitperioden tp 1, tp 2 . . . direkt erhalten
werden, indem die Einheitswinkelsignale aufaddiert
werden.
Im folgenden wird die allgemeine Idee des erfindungsgemäßen
Detektionsverfahrens unter Bezugnahme auf
Fig. 4 erläutert. Wie gezeigt ist, besteht das Verfahren
aus den folgenden Schritten: Das Ausgangssignal
eines Zylinderdrucksensors wird mit ersten und zweiten
Referenzwerten ref 1 und ref 2 verglichen (Schritt 60).
Die Zeitperioden tp 1, tp 2, tp 3 und tp 4werden bestimmt,
die benötigt werden, damit das Sensorausgangssignal von
einem vorbestimmten Punkt zu Punkten p 1, p 2, p 3und p 4
gelangt, die sich mit den Referenzwerten ref 1 und ref 2
schneiden (Schritt 62). Mittelpunktswerte tp 5 und tp 6
zwischen den entsprechenden Schnittpunktpaaren werden
bestimmt (Schritt 64). Der maximale Zylinderdruck Pmax
wird bestimmt (Schritt 66). Die Differenz zwischen dem
maximalen Zylinderdruck Pmax und einem der Referenzwerte
(Pmax - ref 1 oder Pmax - ref 2) wird mit einem
Steigungsfaktor α multipliziert, um einen Verschiebungswert
Δ t zu erhalten (Schritt 68). Der Verschiebungswert
Δ t und der Mittelpunktwert tp 5 oder tp 6
werden addiert, um eine Gesamtzeit tpmax zu erhalten
(Schritt 70). Die Gesamtzeit tpmax wird mit einem
Zeit/Winkel-Umwandlungsfaktor k multipliziert
(Schritt 70) und das Produkt der Multiplikation wird
als der maximale Zylinderdruckwinkel ϑ pmax definiert
(Schritt 72).
Nun wird das Verfahren mehr im einzelnen unter Bezugnahme
auf das Flußdiagramm von Fig. 5 und das erläuternde
Diagramm von Fig. 6 erläutert.
Beim Schritt 100 werden zwei Referenzwerte, nämlich ein
erster Referenzwert (ref 1) und ein zweiter Referenzwert
(ref 2), auf der Basis des Werts des maximalen Zylinderdrucks
Pmax eingestellt, der einen Zyklus zuvor
detektiert worden ist. (Beim ersten Detektionszyklus
werden geeignete Anfangswerte eingestellt). Da der
maximale Zylinderdruck sich abrupt ändern kann, wird
ref 1 in geeigneter Weise niedriger als der einen Zyklus
zuvor detektierte maximale Zylinderdruck eingestellt,
um auf der sicheren Seite zu sein. Wie in Fig. 7 gezeigt
ist, wird andererseits ref 2 auf einen Pegel eingestellt,
der höher als der Motorantriebsdruck (motoring
pressure; pmot) ist, der erzeugt wird, wenn keine
Verbrennung auftritt, um durch einen solchen Antriebsdruck
nicht beeinträchtigt zu werden. (Wenn die in
Fig. 2 veranschaulichte Vorrichtung verwendet wird,
wird die Differenz zwischen ref 1 und ref 2 automatisch
eingestellt).
Als nächstes wird beim Schritt 102 nach Bestätigung der
Ankunft des Kolben-TDC-Signals die Ankunftszeit dieses
Signals als Referenzeitpunkt verwendet, von dem an eine
Messung des Zeitablaufs beim Schritt 104 begonnen wird.
Wenn die Ankunft beim Punkt p 1 beim nachfolgenden
Schritt 106 bestätigt worden ist, wird dann beim
Schritt 108 die Dauer der verstrichenen Zeit tp 1 bis
zum Punkt p 1 im RAM 44 gespeichert.
Wenn die Ankunft beim Punkt p 2 beim Schritt 110 bestätigt
worden ist, wird als nächstes im ähnlicher
Weise die Dauer der verstrichenen Zeit tp 2 bis zu p 2 im
RAM 44 gespeichert, woraufhin tp 3 und tp 4 auf gleiche
Weise gemessen und im RAM 44 bis zu der Zeit gespeichert
werden, wenn der Schritt 112 beendet worden ist.
Beim folgenden Schritt 114 wird der A/D-umgewandelte
Wert, der den maximalen Zylinderdruckwert für den
aktuellen Zyklus darstellt, gelesen und dann wird beim
Schritt 116 die Summe von tp 1 und tp 4 durch zwei
dividiert, um den Mittelpunktswert tp 5 zu erhalten, während
beim Schritt 118 der Mittelpunktswert tp 6 zwischen tp 2
und tp 3 auf ähnliche Weise berechnet wird.
Diese Mittelpunktswerte tp 5, tp 6 entsprechen dem Wert
des Punkts p 5 auf halbem Wege zwischen p 1 und p 4 und
dem Wert des Punkts p 6 auf halbem Weg zwischen p 2 und
p 3.
Beim Schritt 120 wird die Differenz zwischen tp 5 und
tp 6, Δ tp 5-6 (= tp 6 - tp 5), berechnet, während dieser
Wert Δ tp 5-6 beim Schritt 122 durch die Differenz
zwischen den Referenzwerten (refk 1 - ref 2) dividiert
wird, um einen Steigungsfaktor α zu erhalten. Wie aus
Fig. 6 ersehen wird, entspricht dieser Wert geometrisch
dem Arkustangens eines Dreiecks, dessen Hypotenuse der
Abschnitt einer Linie "X-X′" ist, die die Punkte p 5,
p 6 verbindet. Da die Punkte p 5, p 6 auf der Zentrallinie
der Wellenform liegen, kann angenommen werden, daß sich
der Punkt, bei dem sich der sich vom Punkt p 6 nach oben
erstreckende Abschnitt der Linie "X-X′" die Wellenform
des Sensorausgangssignals schneidet, den Punkt des
maximalen Zylinderdrucks annähert.
Beim Schritt 124 wird als nächstes die Differenz zwischen
dem maximalen Zylinderdruck und dem zweiten Referenzwert
(Pmax - ref 2) mit dem Tangenswinkel (Steigungsfaktor)
α multipliziert, wodurch ein Zeitspannenwert
Δ tp 5-7 (der Verschiebungswert Δ t) erhalten
wird, der die Dauer des Zeitablaufs zwischen dem Ende
der Zeitperiode tp 5 und dem Schnittpunkt der Zentrallinie
"X-X′" mit der Wellenform des Sensorausgangssignals
darstellt, nämlich zwischen dem Ende der
Zeitperiode tp 5 und dem angenäherten Punkt des maximalen
Zylinderdrucks. Es ist daher beim nachfolgenden
Schritt 126 möglich, durch Addieren von tp 5 und Δ tp 5-7
die Gesamtzeit tpmax zu berechnen, die zwischen dem
Punkt von TDC und dem angenäherten Punkt des maximalen
Zylinderdrucks verstrichen ist.
Beim Schritt 128 wird tpmax mit einem Zeit/Winkel-
Umwandlungsfaktor "k" multipliziert und das Ergebnis
wird als der angenäherte maximale Zylinderdruckwinkel
ϑ pmax festgelegt. Der Umwandlungsfaktor k wird
erhalten als
In diesem Ausführungsbeispiel ist die Berechnung einmal
in Termen der Zeit ausgeführt worden und es wurde dann
eine Umwandlung in einen Winkelwert vorgenommen. Es sei
jedoch festgestellt, daß es alternativ möglich ist, die
Punkte entsprechend p 1, p 2 . . . von Anfang an als
Winkelwerte zu bestimmen.
In Fig. 7 sind die Zeitbeziehungen veranschaulicht, die
beim erfindungsgemäßen Detektionsverfahren vorliegen.
Es wird insbesondere zuerst gestattet, daß eine Periode,
d. h. ein Zeitintervall, "x" verstreicht, um den
Einfluß vom Antriebsdruck pmot zu vermeiden. Anschließend
wird der Vergleich während der Periode "y"
ausgeführt und die oben erwähnten Berechnungen zur
Bestimmung des angenäherten Werts ϑ pmax werden während
der Periode "z" ausgeführt. Während der Periode "z" und
vor der Periode "x′" des nächsten Zyklus für denselben
Zylinder werden auch die Referenzwerte zur Detektion
beim nächsten Zyklus eingestellt. Die zur Berechnung
des Umwandlungsfaktors "k" verwendete Drehzahl (U/min)
wird während der Periode "y" und der benachbarten Abschnitte
der anderen Perioden auf Basis der vom Kurbelwellenwinkelsensor
36 ausgegebenen Einheitswinkelsignale
bestimmt. In Übereinstimmung mit der obigen Erläuterung
wird auch zwischen dem zweiten Referenzwert
ref 2 und dem Antriebsdruck pmot ein vorbestimmter Zwischenraum
"ps" eingerichtet. Die Größe dieses Zwischenraums
kann, wenn gewünscht, in bezug auf die
Maschinendrehzahl (U/min) bestimmt werden.
Fig. 8 ist ein Flußdiagramm, in dem eine zweite
Ausführungsform des erfindungsgemäßen Detektionsverfahrens
dargestellt ist. Wie aus dem Flußdiagramm von
Fig. 8 ersichtlich ist, besteht der Unterschied zwischen
dieser Ausführungsform und der erstbeschriebenen
darin, daß auf die Berechnungen bis zur Berechnung des
Steigungsfaktors α (Schritte 200 bis 222) folgend der
Verschiebungswert Δ tp 6-7 beim Schritt 224 erhalten
wird, indem die Differenz zwischen dem maximalen
Zylinderdruck Pmax und dem ersten Referenzwert ref 1 mit
dem Tangenswinkel (Steigungsfaktor) α multipliziert
wird, und dann wird die Gesamtzeit tpmax beim
Schritt 226 erhalten, indem der so berechnete Verschiebungswert
zu tp 6 addiert wird. Die vorhergehenden
und nachfolgenden Schritte sind dieselben wie bei der
ersten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens.
Gemäß der Erfindung wird das Ausgangssignal des Zylinderdrucksensors
mit den Referenzwerten verglichen und
der maximale Zylinderdruckwinkel wird dann lediglich
daraus abgeleitet, daß arithmetische Operationen am
Ergebnis des Vergleichs und am maximalen Ausgangssignalwert
des Zylinderdrucksensors ausgeführt werden.
Die Genauigkeit der Detektion und des Nachlaufverhaltens
bzw. der Folgefunktion während der Betriebs der
Maschine mit hoher Drehzahl sind besser, als sie mit
einem Analogschaltkreis erhalten werden können. Da die
Detektion unter Verwendung einer A/D-Umwandlung mit
niedriger Geschwindigkeit erzielt werden kann, besteht
kein Bedarf, einen A/D-Wandler zu verwenden, der mit
hoher Geschwindigkeit arbeitet. Zusammen mit der Tatsache,
daß eine geringere Speicherkapazität benötigt
wird, ermöglicht dies eine Detektion des maximalen
Zylinderdrucks mit einer wenig kostspieligen Vorrichtung.
Die Erfindung läßt sich wie folgt zusammenfassen: Der
maximale Zylinderdruckwinkel bei einer Brennkraftmaschine
wird dadurch approximiert, daß das Eingangssignal
eines Zylinderdrucksensors in einen Fensterkomparator
eingegeben wird, das Sensorausgangssignal
mt vorbestimmten Referenzwerten verglichen wird,
Schnittpunkte des Sensorausgangssignals mit den Referenzwerten
aus den vom Komparator ausgegebenen
Impulsen bestimmt werden, die Zeitspanne zwischen einem
vorbestimmten Referenzpunkt, wie z. B. einem Kolben-TDC-
Signal, und den Schnittpunkten bestimmt wird, die
Mittelpunkte zwischen den entsprechenden Schnittpunktpaaren
berechnet werden, die die Mittelpunkte verbindende
Linie ausgedehnt bzw. verlängert wird, der
Arkustangens der Verlängerung als Anzeigemittel für
deren Steigung bestimmt wird, das Produkt des Arkustangens
und eines separat bestimmten maximalen Zylinderdrucks
bestimmt wird und dieses Produkt dazu verwendet
wird, die gesamte Zeitspanne von dem vorbestimmten
Referenzzeitpunkt an bis zum Schnittpunkt der
Verlängerung mit dem Sensorausgangssignal zu bestimmen,
diese Gesamtzeit mit einem Zeit/Winkel-Umwandlungsfaktor
multipliziert wird und der so erhaltene Winkel
als der angenäherte maximale Zylinderdruckwinkel festgelegt
wird.
Während in der obigen Beschreibung bevorzugte Ausführungsbeispiele
der Erfindung offenbart sind, können
selbstverständlich zahlreiche Modifikationen oder
Änderungen ausgeführt werden, ohne daß der Bereich der
Erfindung verlassen wird, wie er in den Ansprüchen
dargelegt ist.
Claims (5)
1. Verfahren zur Zylinderdruckdetektion bei einer
Brennkraftmaschine,
dadurch gekennzeichnet, daß
a) das Ausgangssignal eines Zylinderdrucksensors mit ersten und zweiten Referenzwerten (ref 1 und ref 2) verglichen wird,
b) die Zeitperioden (tp 1, tp 2, tp 3 und tp 4) bestimmt werden, die erforderlich sind, damit das Sensorausgangssignal von einem vorbestimmten Punkt zu Punkten (p 1, p 2, p 3 und p 4) gelangt, die sich mit den Referenzwerten (ref 1 und ref 2) schneiden,
c) entsprechende Mittelpunktswerte (tp 5 und tp 6) zwischen den entsprechenden Schnittpunktpaaren bestimmt werden,
d) der maximale Zylinderdurck (Pmax) bestimmt wird,
e) die Differenz zwischen dem maximalen Zylinderdruck (Pmax) und einem der Referenzwerte (Pmax - ref 1 oder Pmax - ref 2) mit einem Steigungsfaktor α multipliziert wird, um einen Verschiebungswert (Δ t) zu erhalten,
f) der Verschiebungswert (Δ t) und der Mittelpunktswert (tp 5) oder (tp 6) addiert werden, um eine Gesamtzeit (tpmax) zu erhalten, und
g) die Gesamtzeit (tpmax) mit einem Zeit/Winkel- Umwandlungsfaktor (k) multipliziert wird und das Produkt der Multiplikation als der maximale Zylinderdruckwinkel (ϑ pmax) definiert wird.
a) das Ausgangssignal eines Zylinderdrucksensors mit ersten und zweiten Referenzwerten (ref 1 und ref 2) verglichen wird,
b) die Zeitperioden (tp 1, tp 2, tp 3 und tp 4) bestimmt werden, die erforderlich sind, damit das Sensorausgangssignal von einem vorbestimmten Punkt zu Punkten (p 1, p 2, p 3 und p 4) gelangt, die sich mit den Referenzwerten (ref 1 und ref 2) schneiden,
c) entsprechende Mittelpunktswerte (tp 5 und tp 6) zwischen den entsprechenden Schnittpunktpaaren bestimmt werden,
d) der maximale Zylinderdurck (Pmax) bestimmt wird,
e) die Differenz zwischen dem maximalen Zylinderdruck (Pmax) und einem der Referenzwerte (Pmax - ref 1 oder Pmax - ref 2) mit einem Steigungsfaktor α multipliziert wird, um einen Verschiebungswert (Δ t) zu erhalten,
f) der Verschiebungswert (Δ t) und der Mittelpunktswert (tp 5) oder (tp 6) addiert werden, um eine Gesamtzeit (tpmax) zu erhalten, und
g) die Gesamtzeit (tpmax) mit einem Zeit/Winkel- Umwandlungsfaktor (k) multipliziert wird und das Produkt der Multiplikation als der maximale Zylinderdruckwinkel (ϑ pmax) definiert wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Steigungsfaktor α dadurch
erhalten wird, daß die Differenz zwischen den Mittelpunktswerten
(tp 5 und tp 6) berechnet wird und diese
Differenz durch die Differenz zwischen den Referenzwerten
(ref 1 - ref 2) dividiert wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß nach dem ersten Detektionszyklus
in jedem Detektionszyklus der erste Referenzwert
(ref 1) niedriger als der maximale Zylinderdruck
eingestellt wird, der in dem vorhergehenden
Zyklus detektiert worden ist, und der zweite Referenzwert
(ref 2) niedriger als (ref 1) eingestellt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß der Referenzwert (ref 2) konstant
auf einer vorbestimmten festen Größe gehalten wird, die
niedriger als der erste Referenzwert (ref 1) ist.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß der Zeit/Winkel-Umwandlungsfaktor
(k) das Produkt der Umdrehungen der
Maschine pro Sekunde und eines Kurbelwinkels von 360°
ist.
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