DE3641113C2 - - Google Patents
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- G01—MEASURING; TESTING
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zur Zylinderdruckdetektion
bei einer Brennkraftmaschine gemäß Oberbegriff
des Anspruchs 1.
In den letzten Jahren sind in zunehmendem Maße Steuerverfahren
für die Zündverstellung bei Brennkraftmaschinen
verwendet worden, bei denen die maximalen Zylinderdrücke
Pmax in den entsprechenden Arbeitshüben detektiert werden
und die Zündverstellung so gesteuert wird, daß die maximalen
Zylinderdruckwinkel R pmax, d. h. die Kurbelwellenwinkel, bei
denen der maximale Zylinderdruck Pmax auftritt, zu einem
vorbestimmten Kurbelwellenwinkel hin konvergieren. In der
US-PS 41 31 097 ist ein Zündsystem beschrieben, bei dessen
einer Systemausführung die Zündverstellsteuerung basierend
auf dem Verhältnis des maximalen Zylinderdrucks und des
Motorantriebsdrucks erfolgt, wobei der maximale Zylinderdruckwinkel
nicht detektiert wird. Das Ausgangssignal eines
Drucksensors wird dabei unter Verwendung eines Differenzierkreises
differenziert und das Ergebnis der Differentiation
wird einem Vergleichskreis zum Vergleich mit einem
vorbestimmten Wert zugeführt. Da sich dieses Verfahren
jedoch auf einen Analogkreis oder eine Analogschalttechnik
zur Detektion stützt, ist es nicht völlig zufriedensetellend,
was die Genauigkeit oder seine Nachlauffunktion während des
Maschinenbetriebs mit hoher Drehzahl anbelangt.
Bei der anderen Systemausführung des aus der US-PS 41 31 097
bekannten Zündsystems wird die Zündverstellung basierend auf
der Abweichung zwischen einem Referenzwinkel und dem maximalen
Zylinderdruckwinkel eingestellt. Wie in Fig. 10 veranschaulicht,
werden Ausgangssignale von Drucksensoren 61
bis 64 über ein Addierglied in einen Differenzierkreis
eingegeben und die differenzierten Ausgangssignale werden
einem Komparator 6516 zugeführt, bei dem eine Position
festgestellt wird, bei der der Zylinderdruck maximal wird.
Hierbei handelt es sich lediglich um eine Position, nicht
jedoch um einen Winkel oder eine Zeit ausgehend von einem
vorbestimmten Winkel wie z. B. dem oberen Totpunkt (TDC). Das
maximale Positionssignal aus dem Komparator wird einem Anschluß
5b des Kreises von Fig. 11 zugeführt, dessen Anschluß
5a ein Referenzpositionssignal von einem in Fig. 4 dargestellten
Kreis aufnimmt. Mittels zweier NAND-Kreise 716 bzw.
715 werden Signale dementsprechend ausgegeben, ob das Maximaldrucksignal
später oder früher als das Referenzpositionssignal
erzeugt wird, wovon abhängig ein Kondensator 721
geladen oder entladen wird und wobei sich die Ladespannung
linear in bezug auf die Zeit bzw. den Zeitabstand zwischen
den beiden Signalen ändert. Die Kondensatorausgangsspannung
wird über einen Anschluß 5d dem dem Zünsverstellsteuerkreis 2
(Fig. 4) über eine Leitung D zugeführt. Die beim Kreis 10
erfaßte Maximalposition wird somit verwendet, den Maximaldruckwinkel
zum Referenzwinkel hin anzunähern.
In der japanischen Patentoffenlegungsschrift Nr. 57(1982)-
173565 ist ein Verfahren beschrieben, bei dem ein A/D-Wandler
zum A/D-Umwandeln des Ausgangssignals eines Zylinderdrucksensors
einmal pro festgelegtem Kurbelwellendrehwinkel
verwendet wird und der Kurbelwellendrehwinkel zu der Zeit als
der maximale Zylinderdruckwinkel R pmax festgelegt wird, zu
der der umgewandelte Wert das Maximum erreicht. Um bei
diesem zweiten bekannten Verfahren eine gute Detektionsgenauigkeit
zu realisieren, ist es jedoch erforderlich
gewesen, eine große Anzahl von Druckwertproben zu erhalten,
und dies hat die Anwendung einer A/D-Umwandlung mit hoher
Geschwindigkeit erforderlich gemacht. Für eine praktikable
Anwendung des Verfahrens ist es somit erforderlich gewesen,
einen mit hoher Geschwindigkeit arbeitenden A/D-Wandler und
einen Speicher mit großer Kapazität zu verwenden. Diese Bauteile
sind jedoch kostspielig.
In der DE-PS 29 16 583 ist eine Einrichtung zum Messen von
Parametern bei Brennkraftmaschinen beschrieben, die zur Serienprüfung
von Zylindern und Steuerungsfunktionen vorgesehen
ist und bei der in Abhängigkeit von der Kurbelwinkelstellung
eine Maximaldruckerfassung erfolgt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Einrichtung
zur Zylinderdruckdetektion bei einer Brennkraftmaschine
anzugeben, die die oben erwähnten Nachteile nicht aufweist,
eine ausgezeichnete Detektionsgenauigkeit sowie eine ausgezeichnete
Nachlauffunktion während des Maschinenbetriebs
mit hoher Drehzahl sicherstellt und die einen mit relativ
niedriger Geschwindigkeit arbeitenden A/D-Wandler und einen
Speicher mit relativ niedriger Kapazität umfaßt.
Diese Aufgabe ist bei einer erfindungsgemäßen Einrichtung
mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte
Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Einrichtung sind
Gegenstand der Unteransprüche.
Die erfindungsgemäße Einrichtung zur Zylinderdruckdetektion
bei einer Brennkraftmaschine arbeitet wie folgt: Das Ausgangssignal
eines Zylinderdruckdrucksensors wird mit einem ersten
und zweiten Referenzsignal ref 1 und ref 2 verglichen. Die
Zeitperioden tp 1, tp 2, tp 3 und tp 4 werden bestimmt, die
benötigt werden, um das Ausgangssignal des Drucksensors von
einem vorbestimmten Druck zu Punkten p 1, p 2, p 3 und p 4 zu
übertragen, die sich mit den Referenzwerten ref 1 und ref 2
schneiden, und es werden Mittelpunktswerte tp 5 und tp 6
zwischen den entsprechenden Schnittpunktpaaren bestimmt. Der
maximale Zylinderdruck Pmax wird bestimmt und die Differenz
zwischen dem maximalen Zylinderdruck Pmax und einem der
Referenzwerte (Pmax - ref 1 oder Pmax - ref 2) wird mit einem
Steigungsfaktor α insgesamt multipliziert, um einen Verschiebungswert
Δ t zu erhalten. Der Verschiebungswert Δ t
und der Mittelpunktswert tp 5 oder tp 6 werden addiert, um
eine Gesamtzeit tpmax zu erhalten, die mit einem Zeit/Winkel-Umwandlungsfaktor
k multipliziert wird. Das Produkt der
Multiplikation wird als der maximale Zylinderdruckwinkel
R max definiert. Der Steigungsfaktor α wird erhalten, indem
die Differenz zwischen den Mittelpunktswerten tp 5 und tp 6
durch die Differenz zwischen den Referenzsignalwerten (ref 1 -
ref 2) dividiert wird, während der Zeit/Winkel-Umwandlungsfaktor
k als das Produkt der Anzahl der Umdrehungen der
Maschine pro Sekunde und eines Kurbelwellenwinkels von 360°
erhalten wird.
Ausführungsbeispiele
der Erfindung werden anhand von Figuren erläutert. Es
zeigt
Fig. 1 ein Blockdiagramm eines ersten Ausführungsbeispiels
einer erfindungsgemäßen Einrichtung zur Zylinderdruckdetektion;
Fig. 2 ein Blockdiagramm eines wesentlichen Teils eines
anderen Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen
Einrichtung zur Zylinderdruckdetektion;
Fig. 3 ein Diagramm zur Erläuterung der Funktion der in
den Fig. 1 und 2 dargestellten Einrichtungen;
Fig. 4 ein Flußdiagramm, das die allgemeine Wirkungsweise
der erfindungsgemäßen Einrichtung veranschaulicht;
Fig. 5 ein Flußdiagramm, das die Wirkungsweise gemäß Flußdiagramm
von Fig. 4 mehr im einzelnen veranschaulicht;
Fig. 6 ein Diagramm zur Erläuterung des in Fig. 5 dargestellten
Flußdiagramms;
Fig. 7 Diagramme, die die beim Detektionsablauf auftretenden
Zeitbeziehungen veranschaulichen; und
Fig. 8 ein Flußdiagramm, das die Wirkungsweise eines dritten
Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Einrichtung
zur Zylinderdruckdetektion veranschaulicht.
In Fig. 1 ist ein erstes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen
Einrichtung zur Zylinderdruckdetektion dargestellt.
Ein piezoelektrischer
Drucksensor 10 ist so angeordnet, daß er in eine Brennkammer
einer Brennkraftmaschine sieht. Das Ausgangssignal
des Drucksensors 10 wird einem (nicht gezeigten)
Ladungsverstärker zur Ladungs/Spannungsumwandlung zugeführt,
und es wird nach Einstellung auf eine geeignete
Impulsbreite zu einer Steuer- bzw. Auswerteeinheit 12 geschickt,
wo es zunächst durch ein Tiefpaßfilter 14 zur Eliminierung
von Hochfrequenzbestandteilen aus dem Signal
geführt wird. Das Ausgangssignal des Tiefpaßfilters 14
wird auf den invertierenden Eingangsanschluß eines
ersten Komparators 16 und den nichtinvertierenden Eingangsanschluß
eines zweiten Komparators 18 gegeben,
wobei der erste und der zweite Komparator zusammen
einen Fensterkomparator bilden. Die Ausgangssignale des
ersten und des zweiten Komparators werden über einen
Verbindungspunkt 20 zu einem Mikrorechner 22 übermittelt.
Andererseits gibt der Mikrorechner 22 zwei
Referenzsignale ref 1 und ref 2 aus, die jeweils einem
ersten A/D-Wandler 24 und einem zweiten A/D-Wandler 26
zur Umwandlung in Analogform zugeführt werden, wonach das
Referenzsignal ref 1 zum nichtinvertierenden Eingangsanschluß des
ersten Komparators 16 und das Referenzsignal ref 2 zuminvertierenden Eingangsanschluß
des zweiten Komparators 18 übermittelt
werden.
Das Ausgangssignal des Tiefpaßfilters 14 wird auch über
einen Verbindungspunkt 28 zu einem Spitzenwert-Haltekreis
30 geschickt. Das Ausgangssignal des Spitzenwert-Haltekreises
30 wird zum Mikrorechner 22
übermittelt, wo es durch einen A/D-Wandler 32 in Digitalform
umgewandelt wird. Der Spitzenwert-Haltekreis 30
wird durch den Mikrorechner über eine (nicht gezeigte)
Rücksetzleitung periodisch zurückgesetzt.
Des weiteren ist ein Kurbelwellenwinkelsensor 36 zur
Detektion des Kurbelwellenwinkels einer (nicht gezeigten)
Kurbelwelle, mit der ein Kolben 34 verbunden
ist, an einer geeigneten Stelle vorgesehen, z. B. innerhalb
eines der Maschine zugeordneten (nicht gezeigten) Verteilers.
Der Sensor 36 erzeugt ein Zylinderidentifizierungssignal
für jeden Zylinder einmal je
720° der Kurbelwellendrehung, ein oberes Totpunktsignal
(TDC-Signal) einmal jedesmal, wenn ein Kolben der Maschine
den oberen Totpunkt erreicht, und ein Einheitswinkelsignal
einmal je 30° Drehung der Kurbelwelle und
übermittelt diese Signale dem Mikrorechner 22 über eine
gedruckte I/O-Schaltung (E/A-Schaltung) 38.
Der Mikrorechner besitzt eine Zentraleinheit (CPU) 40,
einen Nur-Lesespeicher (ROM) 42 und einen Schreib-
Lesespeicher (RAM) 44. Die CPU 40 berechnet den maximalen
Zylinderdruckwinkel ausgehend von den Ausgangssignalen
des Fensterkomparators etc. auf eine Art und
Weise, die später beschrieben wird. Basierend auf dem
Ausgangssignal des Kurbelwellenwinkelsensors 36 verwendet
die CPU 40 auch den ROM 42 und den RAM 44 dazu,
die Zündverstellung zu berechnen, so daß der Maximaldruckwinkel
regelmäßig in die Nähe von 15° bis 20° nach
dem oberen Totpunkt (ATDC) fällt, und gibt Befehle aus,
um das Luft/Kraftstoffgemisch im Inneren der Zylinderverbrennungskammer
über eine Zündvorrichtung 46, den
(nicht gezeigten) Verteiler und Zündkerzen 48 (nur eine
gezeigt) zu zünden.
In Fig. 2 ist ein zweites Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen
Einrichtung veranschaulicht, bei dem lediglich ein einfacher
D/A-Wandler 50 verwendet wird. Der Ausgangsanschluß des
D/A-Wandlers 50 ist mit dem nichtinvertierenden Eingangsanschluß
des ersten Komparators 16 und auch mit
einem Spannungsteilerkreis 54 verbunden, der von einem
Verbindungspunkt 52 abgezweigt ist, und die geteilte
Spannung wird an den nichtinvertierenden Eingangsanschluß
des zweiten Komparators 18 angelegt. Bei diesem
Ausführungsbeispiel bleibt die Differenz zwischen dem ref 1-Eingangssignal
zum ersten Komparator 16 und dem ref 2-Eingangssignal
zum zweiten Komparator 18 konstant, und es
ist möglich, einen einfachen Schaltungsaufbau zu realisieren.
Es wird nun die Funktion der in Fig. 1 und 2 dargestellten
Einrichtungen erläutert. Wenn der Zylinderdruckwert,
der durch das Ausgangssignal des Drucksensors
10 dargestellt ist, und die durch den Mikrorechner
22 ausgegebenen Referenzsignale dem aus dem
ersten und dem zweiten Komparator 16, 18 bestehenden
Fensterkomparator zugeführt werden, wird das Ausgangssignal
des Fensterkomparators wie in Fig. 3
gezeigt, was gemäß Stand der Technik gut bekannt ist.
Wenn das Ausgangssignal des Fensterkomparators in den
Mikrorechner 22 eingegeben wird, kann der Mikrorechner
22 ausgehend von den Vorder- und Rückflanken der
vom Fensterkomparator ausgegebenen Impulse die Punkte
p 1 . . . p 4 bestimmen, bei denen der Wert des Ausgangssignals
des Drucksensors 10 mit den Referenzsignalwerten ref 1 und
ref 2 zusammenfällt. Durch Zählen
der Taktimpulse eines (nicht gezeigten) in den Rechner
22 eingebauten Taktgebers kann die CPU 40 daher die
Zeitspanne seit einem vorbestimmten Referenzzeitpunkt wie
z. B. demjenigen, bei dem der
Kurbelwellenwinkelsensor 36 ein TDC-Signal ausgibt, bis
zu jedem der Punkte p 1 . . . p 4 messen. Diese Zeitperioden
bzw. Zeitpunkte werden als tp 1 . . . tp 4 definiert. Des weiteren
gibt der Spitzenwert-Haltekreis 30 den vom Drucksensor
10 aufgenommenen maximalen Zylinderdruck Pmax an
die CPU 40 über den A/D-Wandler 32 aus, so daß die CPU,
wie später beschrieben wird, in der Lage ist, dieses
Datensignal zur Berechnung der Zeitperiode bis zum
Punkt des Auftretens des maximalen Zylinderdrucks zu
verwenden, eine Zeit/Winkelumwandlung zum Umwandeln der
berechneten Zeitperiode in eine Endgesamtzeit tpmax
auszuführen und den umgewandelten Wert als Zeitpunkt zu
definieren, der sich an den maximalen Zylinderdruckwinkel
R pmax. Es sollte hier festgestellt
werden, daß es nicht generell erforderlich ist,
daß der maximale Zylinderdruckwinkel R pmax, wie
oben beschrieben, einmal in Termen der
Zeit berechnet und dann in einen Winkelwert umgewandelt
wird, sondern daß es alternativ beispielsweise möglich
ist, daß der Kurbelwellenwinkelsensor 36 einmal alle 1
oder 2° Einheitswinkelsignale ausgibt und die oben
erwähnten Zeitperioden tp 1, tp 2 . . . direkt erhalten
werden, indem die Einheitswinkelsignale aufaddiert
werden.
Im folgenden wird die allgemeine Wirkungsweise der erfindungsgemäßen
Einrichtung unter Bezugnahme auf
Fig. 4 erläutert,
wobei sich die folgenden Schritte ergeben: Das Ausgangssignal
eines Zylinderdrucksensors wird mit ersten und zweiten
Referenzsignalen ref 1 und ref 2 verglichen (Schritt 60).
Die Zeitperioden tp 1, tp 2, tp 3 und tp 4 werden bestimmt,
die benötigt werden, damit das Sensorausgangssignal von
einem vorbestimmten Punkt zu Punkten p 1, p 2, p 3 und p 4
gelangt, die sich mit den Referenzwerten ref 1 und ref 2
schneiden (Schritt 62). Mittelpunktswerte tp 5 und tp 6
zwischen den entsprechenden Schnittpunktpaaren werden
bestimmt (Schritt 64). Der maximale Zylinderdruck Pmax
wird bestimmt (Schritt 66). Die Differenz zwischen dem
maximalen Zylinderdruck Pmax und einem der Referenzwerte
(Pmax - ref 1 oder Pmax - ref 2) wird mit einem
Steigungsfaktor α multipliziert, um einen Verschiebungswert
Δ t zu erhalten (Schritt 68). Der Verschiebungswert
Δ t und der Mittelpunktswert tp 5 oder tp 6
werden addiert, um eine Gesamtzeit tpmax zu erhalten
(Schritt 70). Die Gesamtzeit tpmax wird mit einem
Zeit/Winkel-Umwandlungsfaktor k multipliziert
(Schritt 70) und das Produkt der Multiplikation wird
als der maximale Zylinderdruckwinkel R pmax definiert
(Schritt 72).
Nun wird die Wirkungsweise mehr im einzelnen unter Bezugnahme
auf das Flußdiagramm von Fig. 5 und das erläuternde
Diagramm von Fig. 6 erläutert.
Beim Schritt 100 werden zwei Referenzsignale, nämlich
ein erstes Referenzsignal (ref 1) und ein zweites Referenzsignal
(ref 2), auf der Basis des Werts des maximalen Zylinderdrucks
Pmax eingestellt, der einen Zyklus zuvor
detektiert worden ist. (Beim ersten Detektionszyklus
werden geeignete Anfangswerte eingestellt.) Da der
maximale Zylinderdruck sich abrupt ändern kann, wird das erste
Referenzsignal ref 1 in geeigneter Weise niedriger als der einen Zyklus
zuvor detektierte maximale Zylinderdruck eingestellt,
um auf der sicheren Seite zu sein. Wie in Fig. 7 gezeigt
ist, wird andererseits das zweite Referenzsignal ref 2 auf einen Pegel eingestellt,
der höher als der Motorantriebsdruck
pmot ist, der erzeugt wird, wenn keine
Verbrennung auftritt, um durch einen solchen Antriebsdruck
nicht beeinträchtigt zu werden. Bei der in
Fig. 2 veranschaulichten Einrichtung
wird die Differenz zwischen ref 1 und ref 2 automatisch
eingestellt.
Als nächstes wird beim Schritt 102 nach Bestätigung der
Ankunft des Kolben-TDC-Signals die Ankunftszeit dieses
Signals als Referenzzeitpunkt verwendet, von dem an eine
Messung des Zeitablaufs beim Schritt 104 begonnen wird.
Wenn die Ankunft beim Punkt p 1 beim nachfolgenden
Schritt 106 bestätigt worden ist, wird beim
Schritt 108 die Dauer der verstrichenen Zeit tp 1 bis
zum Punkt p 1 im RAM 44 gespeichert.
Wenn die Ankunft beim Punkt p 2 beim Schritt 110 bestätigt
worden ist, wird als nächstes in ähnlicher
Weise die Dauer der verstrichenen Zeit tp 2 bis zu p 2 im
RAM 44 gespeichert, woraufhin tp 3 und tp 4 auf gleiche
Weise gemessen und im RAM 44 bis zu der Zeit gespeichert
werden, wenn der Schritt 112 beendet worden ist.
Beim folgenden Schritt 114 wird der A/D-umgewandelte
Wert, der den maximalen Zylinderdruckwert für den
aktuellen Zyklus darstellt, gelesen und dann wird beim
Schritt 116 die Summe von tp 1 und tp 4 durch zwei dividiert,
um den Mittelpunktswert tp 5 zu erhalten, während
beim Schritt 118 der Mittelpunktswert tp 6 zwischen tp 2
und tp 3 auf ähnliche Weise berechnet wird.
Diese Mittelpunktswerte tp 5, tp 6 entsprechen dem Wert
des Punkts p 5 auf halbem Wege zwischen p 1 und p 4 und
dem Wert des Punkts p 6 auf halbem Weg zwischen p 2 und
p 3.
Beim Schritt 120 wird die Differenz zwischen tp 5 und
tp 6, Δ tp 5-6 (= tp 6 - tp 5), berechnet, während dieser
Wert Δ tp 5-6 beim Schritt 122 durch die Differenz
zwischen den Referenzwerten (ref 1 - ref 2) dividiert
wird, um einen Steigungsfaktor α zu erhalten. Wie aus
Fig. 6 ersehen wird, entspricht dieser Wert geometrisch
dem Arcustangens eines Dreiecks, dessen Hypotenuse der
Abschnitt einer Linie "X-X′" ist, die die Punkte p 5,
p 6 verbindet. Da die Punkte p 5, p 6 auf der Zentrallinie
der Wellenform liegen, kann angenommen werden, daß sich
der Punkt, bei dem der sich vom Punkt p 6 nach oben
erstreckende Abschnitt der Linie "X-X′" die Wellenform
des Sensorausgangssignals schneidet, dem Punkt des
maximalen Zylinderdrucks annähert.
Beim Schritt 124 wird als nächstes die Differenz zwischen
dem maximalen Zylinderdruck und dem zweiten Referenzwert
(Pmax - ref 2) mit dem Tangens des Winkels (Steigungsfaktor)
α multipliziert, wodurch ein Zeitspannenwert
Δ tp 5-7 (der Verschiebungswert Δ t) erhalten
wird, der die Dauer des Zeitablaufs zwischen dem Ende
der Zeitperiode tp 5 und dem Schnittpunkt der Zentrallinie
"X-X′" mit der Wellenform des Sensorausgangssignals
darstellt, nämlich zwischen dem Ende der
Zeitperiode tp 5 und dem angenäherten Punkt des maximalen
Zylinderdrucks. Es ist daher beim nachfolgenden
Schritt 126 möglich, durch Addieren von tp 5 und Δ tp 5-7
die Gesamtzeit tpmax zu berechnen, die zwischen dem
Punkt von TDC und dem angenäherten Punkt des maximalen
Zylinderdrucks verstrichen ist.
Beim Schritt 128 wird tpmax mit einem Zeit/Winkel-
Umwandlungsfaktor "k" multipliziert und das Ergebnis
wird als der angenäherte maximale Zylinderdruckwinkel
R pmax festgelegt. Der Umwandlungsfaktor k wird
erhalten als
In diesem Ausführungsbeispiel ist die Berechnung einmal
in Termen der Zeit ausgeführt worden und es wurde dann
eine Umwandlung in einen Winkelwert vorgenommen. Es sei
jedoch festgestellt, daß es alternativ möglich ist, die
Punkte entsprechend p 1, p 2 . . . von Anfang an als
Winkelwerte zu bestimmen.
In Fig. 7 sind die Zeitbeziehungen veranschaulicht, die
sich bei Verwendung der erfindungsgemäßen Einrichtung ergeben.
Es wird insbesondere zuerst gestattet, daß eine Periode,
d. h. ein Zeitintervall, "x" verstreicht, um den
Einfluß vom Antriebsdruck pmot zu vermeiden. Anschließend
wird der Vergleich während der Periode "y"
ausgeführt und die oben erwähnten Berechnungen zur
Bestimmung des angenäherten Werts R pmax werden während
der Periode "z" ausgeführt. Während der Periode "z" und
vor der Periode "x′" des nächsten Zyklus für denselben
Zylinder werden auch die Referenzwerte zur Detektion
beim nächsten Zyklus eingestellt. Die zur Berechnung
des Umwandlungsfaktors "k" verwendete Drehzahl (U/min)
wird während der Periode "y" und der benachbarten Abschnitte
der anderen Perioden auf Basis der vom Kurbelwellenwinkelsensor
36 ausgegebenen Einheitswinkelsignale
bestimmt. In Übereinstimmung mit der obigen Erläuterung
wird auch zwischen dem zweiten Referenzsignal
ref 2 und dem Antriebsdruck pmot ein vorbestimmter Zwischenraum
"ps" eingerichtet. Die Größe dieses Zwischenraums
kann, wenn gewünscht, in bezug auf die
Maschinendrehzahl (U/min) bestimmt werden.
Fig. 8 ist ein Flußdiagramm, das die Wirkungsweise eines dritten
Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Einrichtung
veranschaulicht. Wie aus dem Flußdiagramm von
Fig. 8 ersichtlich ist, besteht der Unterschied zwischen
diesem Ausführungsbeispiel und dem erstbeschriebenen
darin, daß auf die Berechnungen bis zur Berechnung des
Steigungsfaktors α (Schritte 200 bis 222) folgend der
Verschiebungswert Δ tp 6-7 beim Schritt 224 erhalten
wird, indem die Differenz zwischen dem maximalen
Zylinderdruck Pmax und dem ersten Referenzsignalwert ref 1 mit
dem Tangens des Winkels (Steigungsfaktor) α multipliziert
wird, und dann wird die Gesamtzeit tpmax beim
Schritt 226 erhalten, indem der so berechnete Verschiebungswert
zu tp 6 addiert wird. Die vorhergehenden
und nachfolgenden Schritte sind dieselben wie bei dem
ersten und zweiten Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Einrichtung.
Mittels der Einrichtung wird das Ausgangssignal des Zylinderdrucksensors
mit den Referenzsignalwerten verglichen und
der maximale Zylinderdruckwinkel wird dann lediglich
daraus abgeleitet, daß arithmetische Operationen am
Ergebnis des Vergleichs und am maximalen Ausgangssignalwert
des Zylinderdrucksensors ausgeführt werden.
Die Genauigkeit der Detektion und des Nachlaufverhaltens
bzw. der Folgefunktion während des Betriebs der
Maschine mit hoher Drehzahl sind besser, als sie mit
einem Analogschaltkreis erhalten werden können. Da die
Detektion unter Verwendung einer A/D-Umwandlung mit
niedriger Geschwindigkeit erzielt werden kann, besteht
kein Bedarf, einen A/D-Wandler zu verwenden, der mit
hoher Geschwindigkeit arbeitet. Zusammen mit der Tatsache,
daß eine geringere Speicherkapazität benötigt
wird, ermöglicht dies eine Detektion des maximalen
Zylinderdrucks mit einer wenig kostspieligen Einrichtung.
Die Wirkungsweise der erfindungsgemäßen Einrichtung
läßt sich wie folgt zusammenfassen: Der
maximale Zylinderdruckwinkel bei einer Brennkraftmaschine
wird dadurch approximiert, daß das Eingangssignal
eines Zylinderdrucksensors in einen Fensterkomparator
eingegeben wird, das Sensorausgangssignal
mit vorbestimmten Referenzsignalwerten verglichen wird,
Schnittpunkte des Sensorausgangssignals mit den Werten
aus den vom Komparator ausgegebenen Referenzsignalen
bestimmt werden, die Zeitspanne zwischen einem
vorbestimmten Referenzpunkt, wie z. B. einem Kolben-TDC-
Signal, und den Schnittpunkten bestimmt wird, die
Mittelpunkte zwischen den entsprechenden Schnittpunktpaaren
berechnet werden, die die Mittelpunkte verbindende
Linie ausgedehnt bzw. verlängert wird, der
Arcustangens der Verlängerung als Anzeigemittel für
deren Steigung bestimmt wird, das Produkt des Arcustangens
und eines separat bestimmten maximalen Zylinderdrucks
bestimmt wird und dieses Produkt dazu verwendet
wird, die gesamte Zeitspanne von dem vorbestimmten
Referenzzeitpunkt an bis zum Schnittpunkt der
Verlängerung mit dem Sensorausgangssignal zu bestimmen,
diese Gesamtzeit mit einem Zeit/Winkel-Umwandlungsfaktor
multipliziert wird und der so erhaltene Winkel
als der angenäherte maximale Zylinderdruckwinkel festgelegt
wird.
Claims (5)
1. Einrichtung zur Zylinderdruckdetektion bei einer Brennkraftmaschine
mit einem Drucksensor, dessen Ausgangssignal
dem Zylinderdruck entspricht, mit Kurbelwellenwinkelsensor,
dessen Ausgangssignal die Stellung des dem Zylinder
zugeordneten Kolbens in Abhängigkeit von Kurbelwellenwinkellagen
bzw. entsprechenden Zeitpunkten festlegt, sowie mit einer
von den Ausgangssignalen des Drucksensors und des Kurbelwellenwinkelsensors
gespeisten Auswerteeinheit, die eine vom
Ausgangssignal des Drucksensors und von Referenzsignalen
beaufschlagte Komparatorschaltung aufweist und jeweils denjenigen
Zeitpunkt (tpmax) ermittelt, zu dem der maximale Zylinderdruck
herrscht, dadurch gekennzeichnet
daß die Auswerteeinheit (12) als Komparatorschaltung einen
Fensterkomparator (16, 18) mit zwei Referenzsignaleingängen
enthält sowie einen Spitzenwert-Haltekreis (30), dem das
Ausgangssignal des Drucksensors (10) zugeführt ist, und
einen Mikrorechner (22) aufweist, daß der Fensterkomparator
(16, 18), der Spitzenwert-Haltekreis (30) und der Kurbelwellenwinkelsensor
(36) ausgangsseitig mit den Eingängen des
Mikrorechners (22) verbunden sind, daß den Referenzsignaleingängen
des Fensterkomparators (16, 18) über den Mikrorechner
(22) zwei unterschiedliche Referenzsignale (ref 1,
ref 2) zugeführt sind, die zwei unterschiedlichen Druckwerten,
die kleiner als der maximale Zylinderdruck sind,
entsprechen, und daß der Mikrorechner (22) so ausgelegt ist,
daß er zunächst jeweils die vier Zeitpunkte ermittelt, zu
denen unmittelbar vor bzw. nach dem Erreichen
des maximalen Zylinderdrucks das Ausgangssignal des Drucksensors
(10) die beiden Referenzsignale über- und unterschreitet,
und danach aus den Werten, die diesen vier Zeitpunkten,
den beiden Referenzsignalen und dem Ausgangssignal
des Spitzenwert-Haltekreises (30) entsprechen, den Wert für
den Zeitpunkt (tpmax) bildet.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das eine Referenzsignal (ref 2) höher
als der Motorantriebsdruck (pmot) eingestellt ist, der ohne
vorhandene Verbrennung erzeugt wird.
3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß das zweite Referenzsignal (ref 2)
konstant auf einer vorbestimmten festen Größe gehalten ist,
die niedriger als der Wert des ersten Referenzsignals (ref 1)
ist.
4. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß zwei A/D-Wandler (24, 26)
zwischen dem Mikrorechner (22) und den beiden Referenzsignaleingängen
des Fensterkomparators (16, 18) angeschlossen
sind, wobei der Ausgang des D/A-Wandlers für das
erste Referenzsignal (ref 1) mit einem nichtinvertierenden
Eingang und der Ausgang des D/A-Wandlers für das zweite
Referenzsignal mit einem invertierenden Eingang des Fensterkomparators
verbunden ist.
5. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß ein D/A-Wandler (50) zwischen
dem Mikrorechner (22) und den beiden Referenzsignaleingängen
des Fensterkomparators (16, 18) angeschlossen ist,
wobei der Ausgang des D/A-Wandlers (50) für das erste Referenzsignal
(ref 1) direkt mit einem nichtinvertierenden Eingang
und für das zweite Referenzsignal (ref 2) über einen
Widerstand (54) mit einem invertierenden Eingang des Fensterkomparators
verbunden ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP60271124A JPS62130331A (ja) | 1985-12-02 | 1985-12-02 | 気筒内圧力検出方法 |
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| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3641113A1 DE3641113A1 (de) | 1987-06-04 |
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