DE3531078A1 - Datenuebertragung ausserhalb des sprachbandes auf zweidrahtleitungen - Google Patents
Datenuebertragung ausserhalb des sprachbandes auf zweidrahtleitungenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Datenübertragung
außerhalb des Sprachbandes auf Zweidrahtleitungen für Te
lefonbetrieb, wobei die Datenübertragung während des
Sprechbetriebes und einseitig gerichtet erfolgt und wobei
die Daten in binärer Frequenzmodulation übertragen werden
und aus je einem Bitblock bestehen.
Es ist allgemein bekannt, Daten in binärer Frequenzmodu
lation zu übertragen, wobei die einzelnen Bits zu Bit
blöcken zusammengestellt sind und eine entsprechende Aus
sage darstellen. (z. B. Einführung in die Digital-Übertra
gungstechnik, Telecom-Report 2, 1979.)
Im vorliegenden Fall sollen jedoch Daten über eine Teil
nehmerleitung (Zweidrahtleitung) in digitaler Form über
tragen werden, wobei gleichzeitig der Sprachbandbereich
für Sprachbetrieb reserviert sein muß und wobei wegen
einseitig gerichteter Datenübertragung eine üblicherweise
praktizierte Quittung durch die Empfangsseite nicht mög
lich ist.
Die Aufgabe der Erfindung soll daher darin bestehen, ein
besonderes Verfahren zu finden, um eine solche Datenüber
tragung bei den vorgenannten eingeschränkten Kontroll
möglichkeiten möglichst übertragungssicher zu machen.
Dies wird dadurch erreicht, daß die einzelnen Bits aus
der vollen Periode einer ersten außerhalb des Sprach
bandes liegenden Frequenz gebildet werden, daß außer ei
nem "O" Bit und einem "1" Bit, ein Bit für ein Blockende
A und ein Bit für ein Blockende B gebildet wird, wobei
bei der Übertragung der Daten jedem neuen Bitblock als
letztes Bit abwechselnd Blockende A oder Blockende B zu
geordnet wird, daß weiterhin jeder Bitblock bis zum Vor
liegen eines neuen Bitblocks, zumindest aber zweimal
ausgesendet und empfangsseitig nur ausge
wertet wird, wenn nacheinander zwei gleiche Bitblöcke
vorliegen.
Hieraus ergibt sich der Vorteil, daß in einfacher Weise
vier unterschiedliche Bit-Aussagen zur Unterscheidung der
einzelnen nacheinander übertragenen unterschiedlichen
Bitblöcke dienen, daß weiterhin durch die wiederholte
Aussendung der Bitblöcke und die Gleichheitsprüfung eine
relativ hohe Übertragungssicherheit gegeben ist und daß
bei freier Signalisierungszeit auf der Teilnahmeleitung
durch die fortgesetzte Aussendung des letzten Zeichens
eine zusätzliche Sicherheit insbesondere z. B. für durch
zuführende Schaltvorgänge auf der Empfangsseite erreicht
wird.
Ein weiterer Vorteil der Erfindung besteht darin, daß zur
Erkennung der Frequenzen die die Abstände zwischen zwei
Nulldurchgängen der absteigenden Flanken gemessen werden.
Hieraus ergibt sich der Vorteil, daß die Auswerteein
richtung sehr einfach aufgebaut sein kann.
Ein weiterer Vorteil der Erfindung besteht noch darin, daß
die Perioden der beiden Frequenzen sinusförmig sind.
Hieraus ergibt sich der Vorteil, daß für kurze oder lange
Leitungen gleiche Verhältnisse vorliegen, da sich die
Leitungslänge nur amplitudenmäßig bemerkbar macht und daß
außerdem das Frequenzspektrum eingeschränkt wird.
Ein weiterer Vorteil der Erfindung besteht noch darin, daß
jeweils die erste Periodenhälfte beider Frequenzen (f 1,
f 2) einer in der Mitte zwischen den beiden Frequenzen
(f 1, f 2) liegenden dritten Frequenz (f 1 + f 2) × 1/2 ent
spricht.
Hieraus ergibt sich der Vorteil, daß das Umsetzen von der
einen auf die andere Frequenz geringeren störenden Ein
fluß auf das Frequenzspektrum im Hörbereich hat.
Zur näheren Erläuterung des erfindungsgemäßen Verfahrens
sollen vier Figuren dienen.
Die Fig. 1 zeigt eine weiterführende Teilnehmerleitung
a/b, einen in der Vermittlungsanlage vorgesehenen Tief
pass TP mit Datensender DS und die Koppelkondensatoren C 1
und C 2, die zwischen Vermittlungsanlage und einer Sprech
stelle SS vorhandene Teilnehmerleitung TL, den bei der
Sprechstelle angeordneten Datenempfänger DE mit den
Koppelkondensatoren C 3 und C 4 und einem Display D.
Fig. 2 zeigt
- unter a.) die Bildung des Bit-Wertes "0",
- unter b.) die Bildung des Bit-Wertes "1",
- unter c.) die Bildung von Blockende "A" und
- unter d.) die Bildung von Blockende "B".
Fig. 3, zeigt einen Bit-Block mit acht für die Darstel
lung der Information belegbaren Stellen und an letzter,
neunter Stelle die Information A für das Blockende eines
ersten Bitblockes.
Fig. 4, zeigt die gleitende Umschaltung von der einen
auf die andere Frequenz in der ersten Halbperiode einer
Frequenz.
Das erfindungsgemäße Verfahren wird nachstehend näher er
läutert.
Als Ausgangspunkt liegt eine Sprechstelle SS vor, die über
eine übliche Zweidrahtleitung (TL) mit einer Vermitt
lungsanlage verbunden ist. Über diese Zweidrahtleitung
soll auch während des Sprechbetriebes (Sprechverbindung
über die Vermittlungsanlage mit einer anderen Teilnehmer
stelle) eine Datenübertragung von der Vermittlungsstelle
zur obengenannten Sprechstelle SS erfolgen können, ohne
daß eine Beeinträchtigung des Sprechverkehrs erfolgt. Die
Datenübertragung dient beispielsweise zum Einschalten von
Leuchtdioden oder zur sonstigen Signalisierung und In
formationsübertragung auf ein Display D an der Sprech
stelle SS. Die Daten sollen in serieller und binärer
Frequenzmodulation übertragen werden.
Da die Datenübertragung nur in einer Richtung erfolgen
kann, ist zur Sicherung der Übertragung ein übliches
Quittungsverfahren nicht geeignet und es muß daher eine
andere Übertragungssicherung vorgenommen werden.
Zunächst befindet sich auf der Sendeseite (Vermittlung)
ein Datensender DS, der zwei verschiedene Frequenzen
oberhalb des Sprachbandes aussenden kann (f 1 und f 2).
Mit Hilfe dieser Frequenzen werden die einzelnen Bit-
Informationen eines Bit-Blockes gebildet.
Die Fig. 2 zeigt die einzelnen vorgesehenen Bit-Infor
mationen auf. Fig. 2a) zeigt am Anfang eine volle
Periode der höheren Frequenz f 1. In gleicher Weise be
ginnen alle weiteren Bit-Informationen.
Folgt eine volle Periode der niedrigeren Frequenz f 2
(Fig. 2a), dann bedeutet dies die Information "0".
Folgen zwei Perioden von f 2, dann bedeutet dies "1" ( Fig.
2b). Folgen drei volle Perioden von f 2, dann bedeutet
dies Blockende A (Fig. 2c) und bei vier vollen Perioden
von f 2 bedeutet dies Blockende B (Fig. 2d).
Der Datensender ist über die Koppelkondensatoren C 1 und
C 2 auf das Sprachband bezogen hochohmig an die Teil
nehmerleitung TL angekoppelt.
Erfolgt jetzt eine Datenübertragung, dann wird im Gegen
satz zu den üblichen Start-Stop-Bits jedem Bit-Block ein
Blockendezeichen als letztes Bit zugeordnet. Dabei erhält
der erste Bit-Block das Blockendezeichen A. Dieser Bit-
Block wird zumindest noch einmal und danach solange aus
gesendet, bis ein neuer Bit-Block vorliegt. Dieser neue
Bit-Block erhält das Blockendezeichen B, wodurch empfangs
seitig einwandfrei das Vorliegen eines neuen Bit-Blockes
erkannt werden kann. Ein nächster neuer Bit-Block erhält
dann wieder das Blockendezeichen A.
Auf der Empfangsseite an der Sprechstelle SS ist über
zwei hochohmig wirkende Koppelkondensatoren C 3 und C 4 ein
Datenempfänger DE an die Zweidrahtleitung angekoppelt.
Der Datenempfänger DE wertet die ankommenden Bit-Blöcke
aus. Dabei müssen zumindest zwei aufeinander folgende
Bit-Blöcke gleich sein, also auch das gleiche Blockende
zeichen besitzen. Ist ein Bit-Block ausgewertet, dann
wird ein weiterer Bit-Block erst ausgewertet, wenn er
zumindest zweimal hintereinander gleich, aber mit anderem
Blockendezeichen gelesen wird.
In Fig. 1 ist zwischen Vermittlungsanlage und Daten
sender DS ein Tiefpaß TP gezeigt. Dieser Tiefpaß soll
verhindern, daß die Frequenzen f 1 und f 2 und eventuelle
Oberwellen als Störfaktoren in die Vermittlungsanlage ge
langen.
Zur Verringerung des störenden Einflusses des Frequenz
spektrums von f 1 und f 2 im Hörbereich werden die Über
gänge beim Umschalten der Frequenz f 1 auf die Frequenz f 2
und umgekehrt gleitend vorgenommen (Fig. 4). Dies wird
dadurch erreicht, daß jeweils die erste Hälfte einer
Periode sowohl von f 1 als auch von f 2 der Frequenz
(f 1 + f 2) × 1/2 entspricht.
Claims (5)
1. Verfahren zur Datenübertragung außerhalb des Sprach
bandes auf Zweidrahtleitungen für Telefonbetrieb, wo
bei die Datenübertragung während des Sprechbetriebes
und einseitig gerichtet erfolgt und wobei die Daten in
binärer Frequenzmodulation übertragen werden und aus
je einem Bitblock bestehen,
dadurch gekennzeichnet,
daß die einzelnen Bits aus der vollen Periode einer
ersten außerhalb des Sprachbandes liegenden Frequenz (f 1)
und aus zumindest einer weiteren vollen Periode einer
zweiten außerhalb des Sprachbandes liegenden Frequenz
(f 2) gebildet werden, daß außer einem "0" Bit und einem
"1" Bit, ein Bit für ein Blockende A und ein Bit für ein
Blockende B gebildet wird, wobei bei der Übertragung der
Daten jedem neuen Bitblock als letztes Bit abwechselnd
Blockende A oder Blockende B zugeordnet wird, daß weiter
hin jeder Bitblock bis zum Vorliegen eines neuen Bit
blocks, zumindest aber zweimal nacheinander ausgesendet
und empfangsseitig nur ausgewertet wird, wenn nachein
ander zwei gleiche Bitblöcke vorliegen.
2. Verfahren nach Patentanspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Daten bildenden Frequenzen (f 1, f 2) hochohmig
über Kondensatoren (C 1 bis C 4) in die Teilnehmerleitung
(a, b) eingespeist bzw. aus ihr entnommen werden.
3. Verfahren nach Patentanspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß zur Erkennung der Frequenzen die die Abstände
zwischen zwei Nulldurchgängen der absteigenden Flanken
gemessen werden.
4. Verfahren nach Patentanspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Perioden der beiden Frequenzen sinusförmig sind.
5. Verfahren nach Patenanspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß jeweils die erste Periodenhälfte beider Frequenzen
(f 1, f 2) einer in der Mitte zwischen den beiden Frequenzen
(f 1/f 2) liegenden dritten Frequenz (f 1 + f 2) × 1/2 entspricht.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19853531078 DE3531078C2 (de) | 1985-08-30 | 1985-08-30 | Datenübertragung außerhalb des Sprachbandes auf Zweidrahtleitungen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19853531078 DE3531078C2 (de) | 1985-08-30 | 1985-08-30 | Datenübertragung außerhalb des Sprachbandes auf Zweidrahtleitungen |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3531078A1 true DE3531078A1 (de) | 1987-03-12 |
| DE3531078C2 DE3531078C2 (de) | 1993-10-28 |
Family
ID=6279801
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19853531078 Expired - Fee Related DE3531078C2 (de) | 1985-08-30 | 1985-08-30 | Datenübertragung außerhalb des Sprachbandes auf Zweidrahtleitungen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3531078C2 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4211820C1 (de) * | 1992-04-04 | 1993-11-18 | Deutsche Telephonwerk Kabel | Verfahren zur Datenübertragung auf Fernsprechleitungen |
| DE19620042A1 (de) * | 1996-05-17 | 1997-11-20 | Siemens Ag | Verfahren zur hochratigen digitalen Signalübertragung |
| RU2186459C2 (ru) * | 1995-02-01 | 2002-07-27 | Конинклийке Филипс Электроникс Н.В. | Способ передачи информации с защитой от ошибок, способ приема информации с защитой от ошибок и передающая система для передачи информации |
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3010938A1 (de) * | 1980-03-21 | 1981-10-08 | Josef Ing.(grad.) 8000 München Dirr | Verfahren zur uebertragung einer vielzahl von kennzeichen mit einer frequenz eines wechselstromes, vorzugsweise fuer fernmeldeanlagen |
| DE2938776C2 (de) * | 1979-09-25 | 1987-10-29 | Josef Dipl.-Ing. Dirr (Fh), 8000 Muenchen, De |
-
1985
- 1985-08-30 DE DE19853531078 patent/DE3531078C2/de not_active Expired - Fee Related
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Non-Patent Citations (1)
| Title |
|---|
| Druckschrift "Telcom-Report 2", 1979, Bei- heft "Digital-Übertragungstechnik", S.7-30, 35-77 u. 145-163 * |
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3531078C2 (de) | 1993-10-28 |
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