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DE3528209A1 - Desinfektionsmittel - Google Patents

Desinfektionsmittel

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Publication number
DE3528209A1
DE3528209A1 DE19853528209 DE3528209A DE3528209A1 DE 3528209 A1 DE3528209 A1 DE 3528209A1 DE 19853528209 DE19853528209 DE 19853528209 DE 3528209 A DE3528209 A DE 3528209A DE 3528209 A1 DE3528209 A1 DE 3528209A1
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DE
Germany
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radical
disinfectant according
disinfectant
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Application number
DE19853528209
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English (en)
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DE3528209C2 (de
Inventor
Günther Dr. 6054 Rodgau Jentsch
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Fresenius SE and Co KGaA
Original Assignee
Fresenius SE and Co KGaA
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Publication date
Application filed by Fresenius SE and Co KGaA filed Critical Fresenius SE and Co KGaA
Priority to DE19853528209 priority Critical patent/DE3528209C2/de
Publication of DE3528209A1 publication Critical patent/DE3528209A1/de
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01NPRESERVATION OF BODIES OF HUMANS OR ANIMALS OR PLANTS OR PARTS THEREOF; BIOCIDES, e.g. AS DISINFECTANTS, AS PESTICIDES OR AS HERBICIDES; PEST REPELLANTS OR ATTRACTANTS; PLANT GROWTH REGULATORS
    • A01N47/00Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing organic compounds containing a carbon atom not being member of a ring and having no bond to a carbon or hydrogen atom, e.g. derivatives of carbonic acid
    • A01N47/40Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing organic compounds containing a carbon atom not being member of a ring and having no bond to a carbon or hydrogen atom, e.g. derivatives of carbonic acid the carbon atom having a double or triple bond to nitrogen, e.g. cyanates, cyanamides
    • A01N47/42Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing organic compounds containing a carbon atom not being member of a ring and having no bond to a carbon or hydrogen atom, e.g. derivatives of carbonic acid the carbon atom having a double or triple bond to nitrogen, e.g. cyanates, cyanamides containing —N=CX2 groups, e.g. isothiourea
    • A01N47/44Guanidine; Derivatives thereof

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Agronomy & Crop Science (AREA)
  • Pest Control & Pesticides (AREA)
  • Plant Pathology (AREA)
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  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)

Description

  • Desinfektionsmittel
  • Die vorliegende Erfindung betrifft aldehydfreie Desinfektionsmittel, insbesondere Mittel zur Desinfektion von Flächen, Oberflächen, Instrumenten und/oder Wäsche, auf Basis von Biguaniden und/oder Guanidinderivaten.
  • Die Einsatzgebiete von Desinfektionsmitteln sind vielgestaltig und entsprechend ihrer Anwendung und Indikation werden die Desinfektionsmittel unterschieden. So z.B.
  • werden Desinfektionsmittel zur Desinfektion der Hände, des Operationsfeldes, der Instrumente, von Fußböden (Scheuerdesinfektion), Wäsche, Inventar, Grobwänden und Ausscheidungen, zur Entseuchung geschlossener Räume sowie zur Abtötung von in der Raumluft befindlichen Keimen verwendet. Im allgemeinen bestehen Desinfektionsmittel entweder aus einem oder mehreren Desinfektionswirkstoffen. Im Handel befinden sich meist Kombinationspräparate, die mehrere oder verschiedene Wirkstoffklassen enthalten.
  • Als Desinfektionswirkstoffe oder -mittel Verwendung finden z.B. Aldehyde, quaternäre Ammoniumverbindungen, Amphotenside, Alkohole, Halogene, Phenole, Metallorganika u.dgl. sowie Gemische aus einem oder mehreren dieser Desinfektionswirkstoffe.
  • Desinfektionsmittel auf Basis von Aldehyden sind ausgezeichnete Desinfektionsmittel und zählen zu den am häufigsten eingesetzten Desinfektionsmitteln. Sie besitzen eine breite mikrobizide Wirksamkeit. So werden gemäß der DE-PS 12 69 292 Desinfektionsmittel auf Basis von Formadelhyd in Kombination mit zinnorganischen Verbindungen, speziell mit Tri-n-butylzinnbenzoat vorgeschlagen und aus der DE-OS 26 11 957 sind Mittel bekannt, bei denen Aldehyde mit Salzen von oligomeren Hexamethylenbiguaniden kombiniert werden.
  • Allen diesen, auf Aldehyd basierenden Mitteln haften jedoch die bekannten, durch die Aldehyde bedingten Nachteile hinsichtlich der gesundheitsschädigenden Wirkung an. Eine mögliche Gefährdung der Gesundheit durch Formaldehyd und andere Aldehyde wird recht unterschiedlich beurteilt. Formaldehyd und Glutardialdehyd werden geruchlich wahrgenommen, Glyoxal jedoch nicht. Der MAK-Wert (maximale Arbeitskonzentration) für den wichtigsten Aldehyd, das Formaldehyd, beträgt 1 ppm. Formcldehyd wurde daher besonders intensiv in epidemiologischen Studien untersucht. Der Verdacht einer kanzerogenen Wirkung des Formaldehydes beim Menschen konnte bisher nicht bestätigt werden, dennoch wird dessen irritative und sensibilisierende Wirkung hervorgehoben, der vor allem die mit der Durchführung von Desinfektionsmaßnahmen betrautenPersonen ausgesetzt sind. Um hier eine Abhilfe zu schaffen, einerseits gegen Geruchsbelästigungen und andererseits gegen Hautreizungen, die auf den gerbenden Effekt der Aldehyde zurückzuführen sind, müssen aldehydfreie Desinfektionsmittel bereitgestellt werden.
  • Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht daher darin, Desinfektionsmittel bereitzustellen, die aldehydfrei sind, die den bekannten aldehydhaltigen Mitteln anhaftenden Nachteile nicht aufweisen und die mindestens ebenso oder besser wirksam sind als die bekannten, aldehydhaltigen Mittel.
  • Aldehyde lassen sich jedoch aufgrund ihrer breiten mikrobiziden Wirksamkeit nur sehr schwer in Desinfektionsmittelformulierungen substituieren. Um den strengen Anforderungen der Desinfektionsprüfungsbedingungen der Deutschen Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie (DGHM) zu genügen, ist für ein Produkt,das im Vergleich zu aldehydischen Formulierungen ähnlich niedrige und wirtschaftlich vertretbare Gebrauchskonzentrationen erfordert, beispielsweise der Einsatz von Biguaniden, wie z. B. von Polyhexamethylenbiguanid nur möglich, wenn diese durch weitere Zusätze und Ingredienzien aktiviert, also in ihrer mikrobiziden Wirksamkeit gesteigert werden.
  • Überraschend wurde gefunden, daß diese Aufgabe erfindungsgemäß durch Verwendung von aktivierenden Säurederivaten gelöst werden kann.
  • Die erfindungsgemäßen Desinfektionsmittel sind dadurch gekennzeichnet, daß sie einen wirksamen Gehalt an aktivierenden Säurederivaten mit Betainaufbau und zusätzlicher kationider und/oder Carbamid-Struktur aufweisen.
  • Geeigneterweise besitzen die erfindungsgemäß verwendbaren aktivierenden Säurederivate die folgende allgemeine Formel I worin x eine Zahl von 0 - 5, R1 ein Wasserstoffatom oder einen Rest R2 ein Wasserstoffatom, einen CH3-Restoder einen Rest (CH2)yOH, wobei y eine Zahl von 2 - 5 ist, R3 einen Rest der Formeln wobei n 2 oder 3 ist, oder (Hal = Halogenid) R4 ein Wasserstoffatom oder einen CH3-Rest und R einen geradkettigen Alkylrest mit 8 - 18 C-Atomen bedeuten, oder Salze derselben.
  • Vorzugsweise bedeutet in der vorstehenden allgemeinen Formel I x 0 oder 1 und y 2. Zu den aktivierenden Säurederivaten, die erfindungsgemäß eingesetzt werden können, gehören auch Salze der Verbindungen der allgemeinen Formel I. Beispielsweise umfassen die Verbindungen dar Formel I la) Verbindungen der allgemeinen Formel Ia worin R einen geradkettigen Alkylrest mit 8 bis 18 C-Atomen, vorzugsweise einen von Cocosfettsäure abgeleiteten Alkylrest, y eine ganze Zahl von 2 - 5, vorzugsweise 2, und x eine ganze Zahl von 0 - 5, vorzugsweise 0 oder 1, bedeuten, lb) Verbindungen der Formel Ib worin R einen geradkettigen Alkylrest mit 8 - 18 C-Atomen, vorzugsweise einen geradkettigen Alkylrest mit 12 C-Atomen bedeutet, lc) Verbindungen der Formel Ic worin R einen geradkettigen Alkylrest mit 8 - 18 C-Atomen, vorzugsweise einen geradkettigen Alkylrest mit 12 C-Atomen,und n 2 oder 3, vorzugsweise 3, bedeuten, ld) Verbindungen der Formel Id worin R einen geradkettigen Alkylrest mit 8 - 18 C-Atomen, vorzugsweise einen geradkettigen Alkylrest mit 12 C-Atomen, n 2 oder 3, vorzugsweise 2, und y eine ganze Zahl von 2 - 5, vorzugsweise 2, bedeuten.
  • Beispiele für geeignete aktivierende Säurederivate sind NIN' (N' '-2-Hydroxyethyl-N ''-carboxyethyl -aminoethyl) essigsäureamido -N,N-dimethyl-N-cocos-ammoniumbetain der Formel worin R den von Cocosfettsäure abgeleiteten Alkylrest bedeutet, l-N-Lauryl-N-(2-carbamoyl-l-carboxy-ethyl )-l, 5-diazapentan der Formel worin R den Laurylrest bedeutet, N-ß-Hydroxyethyl-N-carboxymethyl-laurylsäureamidoethylamin, Natriumsalz der Formel NKN-Dimethyl-N-carboxymethyl-N-laurylsäureamido-propylammoniumbetain der Formel worin R den Laurylrest bedeutet.
  • Besonders bevorzugt sind NLN'(N''-2-Hydroxyethyl-N''-carboxy;ethyl --aminoethyl ) essigsäureamid& -N,N-dimethyl-N-cocos-ammoniumbetain der vorstehend aufgeführten Formel, sowie das l-N-Lauryl-N-( 2-carbamoyl-l-carboxy-ethyl )-1,5-diazapentan der vorstehend genannten Formel, die sowohl einzeln als auch im Gemisch verwendet werden können.
  • Als Biguanide und Guanidinderivate sind erfindungsgemäß alle als Desinfektionsmittel wirksamen Biguanide und Guanidinderivate und deren Salze geeignet. Im allgemeinen sind erfindungsgemäß solche Biguanide der allgemeinen Formel II worin m eine Zahl von 1 - 10 und n eine Zahl von 1 - 6 bedeuten, und/oder solche Guanidinderivate der Formel III worin n 1 oder 2, 1 eine Zahl von 2 - 6, R1 ein Wasserstoffatom oder einen Alkylrest mit 8 - 16 C-Atomen, R2 einen Alkylrest mit 8 - 16 C-Atomen oder einen Rest der Formeln oder und R ein Wasserstoffatom oder einen Rest der Formel wobei x > 1 ist, bedeuten, geeignet.
  • Beispiele für Biguanide der Formel II sind die in der US-PS 4 405 645 sowie in der DE-OS 26 11 957 beschriebenen Biguanide bzw. deren Salze. Besonders geeignet sind solche Biguanide.der Formel II, worin m 4 - 8 und n 4 - 6 bedeuten und insbesondere geeignet sind solche Biguanide.der Formel II, worin m 6 und n 4 - 6 bedeuten, wie beispielsweise das Poly-[imino-(imido-carbonyl)-imino-(imi do-carbonyl) -iminohexamethylen3 -hydrochlorid der Formel IIa worin n 4 - 6 bedeutet, mit einem mittleren Molekulargewicht von 1200 + 200.
  • Beispiele fürGuanidinderivate der Formel III sind la) Verbindungen der Formel III, worin R1 einen geradkettigen Alkylrest mit 10 - 16 C-Atomen, R2 einen Rest der Formel R ein Wasserstoffatom, i eine Zahl von 2 - 6 und n 1 bedeuten, insbesondere solche Verbindungen, bei denen R1 einen geradkettigen Alkylrest mit 12, 14 und 16 C-Atomen und i 4 - 6 bedeuten pnd R2, R und n die vorstehend genannte Bedeutung haben, lb) Verbindungen der Formel III, worin R1 ein Wasserstoffatom, R2 einen Rest der Formel R einen Rest der Formel worin x größer oder gleich 1 ist, bedeuten.
  • Beispiele für solche Verbindungen sind die bekannten "Chlorhexidine".
  • Eine besonders bevorzugte Verbindung der allgemeinen Formel III ist die Verbindung der Formel worin R einen geradkettigen Alkylrest mit 12 - 16 C-Atomen und m 4 - 6 bedeuten.
  • Zusätzlich zu den Biguaniden und den aktivierenden Säurederivaten können die erfindungsgemäßen Desinfektionsmittel weitere Bestandteile, wie quaternäre Ammoniumverbindungen und/oder nichtionische und/oder katinoide Tenside sowie andere übliche Hilfsstoffe enthalten.
  • Beispiele für geeignete quaternäre Ammoniumverbindungen sind alle für die erfindungsgemäßen Zwecke geeigneten quaternären Ammoniumverbindungen, wie die Verbindungen der allgemeinen Formel IV worin R1, R2, R3, R4 jeweils einen gesättigten oder ungesättigten derivatisierten und(oder modifizierten Kohlenwasserstoffrest mit 1- 16 C-Atomen oder einen Benzylrest und X ein beliebiges Anion, wie ein Methosulfation, Chloridion, Fluoridion, Bromidion, Jodidion oder Pro34 bedeuten.
  • Geeigneterweise bedeuten R1 und R3 jeweils niedere Alkylreste, vorzugsweise Alkylreste mit 1 - 3 C-Atomen, insbesondere Methylreste und R und R jeweils Alkylreste mit 1 - 16 C-Atomen, vorzugsweise 10 - 14 C-Atomen,oder den Benzylrest oder R2 einen Alkylrest mit 8 - 16 C-Atomen, insbesondere 10 - 14 C-Atomen und R4 einen Benzylrest.
  • Erfindungsgemäß können 1 oder mehrere quaternäre Ammoniumverbindungen verwendet werden. Beispiele für besonders geeignete quaternäre Ammoniumverbindungen sind solche der Formel IVa worin R2 einen Alkylrest mit 8 - 16 C-Atomen, vorzugsweise 10 - 14 C-Atomen, insbesondere 10 oder 12 C-Atomenund R2 einen Alkylrest mit 8 - 16 C-Atomen, vorzugsweise 10 - 14 C-Atomen, insbesondere 10 C-Atomen, oder einen Benzylrest bedeuten. Insbesondere geeignet sind Lauryldimethylbenzylammoniumchlorid und Didecyldimethylammoniumchlorid sowie Gemische derselben.
  • Als nichtionische Tenside können alle geeigneten nichtionischen Tenside verwendet werden. BeisPiele für solche Verbindungen sind: Fettsäurealkylolamid-põlyglykolether der Formel V worin R einen von Cocosfettsäure abgeleiteten Alkylrest und x 5 bedeuten, Polyethylenglykolether, Alkylolamide der Formel VI worin R einen geradkettigen Alkylrest mit 10 - 16 C-Atomen, vorzugsweise 12 C-Atomen, bedeutet.
  • Besonders bevorzugt sind Fettsäurealkylolamid-polyglykolether der vorstehend genannten Formel V, worin R ein von Cocosfettsäure abgeleiteter Alkylrest und x 5 bedeuten.
  • Als kationide Tenside geeignet sind alle für die vorstehend genannten Verbindungen geeigneten und mit ihnen verträglichen kationiden Tenside. Beispiele für solche kationiden Tenside sind Aminoxide der Formel VII worin R1 und R2 jeweils einen niederen Alkylrest, vorzugsweise einen Methylrest,und R3 einen geradkettigen Alkylrest mit 8 - 16 C-Atomen, vorzugsweise 12 C-Atomen, bedeuten.
  • Insbesondere geeignet sind solche Verbindungen der Formel VII, worin R1 und R2 einen Methylrest und R3 den Laurylrest bedeuten.
  • Als Hilfsstoffe werden erfindungsgemäß alle üblichen, für Desinfektionsmittel geeigneten Hilfsstoffe verwendet, wie z.B. Entschäumer u.dgl. Beispiele für geeignete Entschäumer sind die üblicherweise verwendeten Silicontenside oder Siliconöl.
  • Die erfindungsgemäßen Desinfektionsmittel können im allgemeinen die folgende Zusammensetzung aufweisen: a) Biguanid der Formel II und/oder Guanidinderivat der Formel III 4 - 16 Gew.-% b) ein oder mehrere aktivierte Säurederivate der allgemeinen Formel I 1,5 - 15 Gew.-% c) ein oder mehrere quaternäre Ammoniumverbindungen der allgemeinen Formel IV 5 - 25 Gew.-% d) kationide und/oder nichtionische Tenside 0,5 - 5 Gew.-2 e) übliche Hilfsstoffe 0,01 - 0,3 Gew.-% f) Wasser als Rest.
  • Besonders geeignet sind Desinfektionsmittel mit der folgenden Zusammensetzung: a) Biguanid der Formel II und/oder Guanidinderivat der Formel III 5 - 10 Gew. -% b) ein oder mehrere aktivierte Säurederivate der Formel I 3 - 10 Gew.-% c) eine oder mehrere quaternäre Ammoniumverbindungen der allgemeinen Formel IV 8 - 15 Gew.-% d) katiönide und/oder nichtionische Tenside 1 - 3,5 Gew.-t e) übliche Hilfsstoffe 0,01 - 0,3 Gew.-% f) Wasser als Rest.
  • Insbesondere sind die vorstehend genannten Bestandteile in den folgenden Mengen in den erfindungsgemäßen Desinfektionsmitteln enthalten: a) Biguanid der Formel II und/oder 6 - 8 Gew.-% Guamidinderivat der Formel III b) ein oder mehrere aktivierte Säurederivate der allgemeinen Formel I 4 - 7 Gew.-% c) ein oder mehrere quaternäre Ammoniumverbindungen der allgemeinen Formel IV 10 Gew. -% d) kationide und/oder nichtionische Tenside 2 Gew.-% e) übliche Hilfsstoffe 0,01 Gew.-% f) Wasser als Rest.
  • Für die erfindungsgemäßen Desinfektionsmittel zusätzlich zu den Biguaniden und/oder Guanidinderivaten verwendeten Bestandteile sind solche bevorzugt, die der chemischen Struktur der Biguanide bzw. Guanidinderivate ähneln.
  • Erfindungsgemäß besonders bevorzugt ist ein Desinfektionsmittel der folgenden Zusammensetzung: a) Poly- Eimino- ( imido-carbonyl ) -imino-(imido-carbonyl)-iminohexamethylen0-hydrochlorid der Formel IIa (n = 4 - 6, mittleres Molekulargewicht 1.200 + 200) 7 Gew.-% b) N0N'(N''-2-Hydroxyethyl-N''-carboxyethyl-aminoethyl) essigsäureamido0-N, N-dimethyl-N-cocos-ammoniumbetain 5 Gew.-% c) Lauryldimethyl-benzylammoniumchlorid 10 Gew.-% d) Cocosfettsäure-alkylolamid-polyglykolether der Formel V worin R den Cocosfettsäurerest und x 5 bedeuten, 2 Gew.-% e) Silicon-Entschäumer 0,01 Gew.-E f) Wasser als Rest Die erfindungsgemäßen Desinfektionsmittel wurden hinsichtlich ihrer desinfizierenden Wirkung gemäß den Richtlinien für die Prüfung und Bewertung chemischer Desinfektionsverfahren (Stand vom 1.1.1981) der Deutschen Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie untersucht und es wurde gefunden, daß die erfindungsgemäßen Mittel ausgezeichnete Flächendesinfektionsmittel darstellen.
  • Sie sind sehr gut für Inaktivierung von Hepatitis-B-Viren (HBV) geeignet und besitzen ausgezeichnete bakteriostatische, fungistatische, bakterizide und fungizide Eigenschaften. Darüber hinaus sind die erfindungsgemäßen Desinfektionsmittel nicht toxisch, weisen kein Inhalationsrisiko auf, besitzen keine sensibilisierende Wirkung und keine irritierende Wirkung.
  • Die erfindungsgemäßen Mittel sind ferner geeignet für die Konservierung, die waschende Desinfektion, zur Hautdesinfektion, Schleimhautdesinfektion, Händedesinfektion, Fußdesinfektion und zur Fußpilzprophylaxe (insbesondere für den Schwimmbad- und Saunabereich).
  • Als Anwendungskonzentration für die erfindungsgemäßen Mittel kommen Konzentrationen von 0,1 bis 20 %, vorzugsweise 0,2 bis 10 % und insbesondere 1,0 bis 2 % in Betracht. Die erfindungsgemäßen Mittel können als Konzentrat und als gebrauchsfertige Lösung in den genannten Verdünnungsstufen vorliegen. Die gebrauchsfertige Lösung kann darüber hinaus mit verschiedenen Treibmitteln (CO2 oder Frigen) oder im 2-Kammer-System in Druckgasflaschen als Lösung bzw. Schaum abgefüllt werden.
  • Darüber hinaus kann gemäß einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung die waschende Eigenschaft und zusätzliches Reinigungsvermögen durch weitere Tenside auf der Basis von nichtionischen, ampholytischen und/oder kationiden Wirkstoffen unterstützt werden. Geeigneterweise können Präparate gemäß dieser Ausführungsform folfolgende Zusammensetzung aufweisen: Vorstehend genannte erfindungsgemäße Desinfektionsmittel 1 - 2 8 Tenside 0,1 - 25 % Wasser ad 100 % Die Tensidzusätze gemäß dieser Ausführungsform können bestehen aus: a) nichtionischen Tensiden als Monosubstanz oder Gemische b) kationiden Tensiden als Monosubstanz oder Gemische c) ampholytischen Tensiden als Monosubstanz oder Gemische d) nichtionischen/kationiden Tensiden e) nichtionischen/ampholytischen Tensiden f) kationiden/ampholytischen Tensiden g) nichtionischen/kationiden/ampholytischen Tensiden Aufgrund des bakteriziden Charakters der vorstehend genannten erfindungsgemäßen Desinfektionsmittel erübrigt sich eine Konservierung von reinen nichtionischen Formulierungen. Die Ampholyte selbst wirken bakteriostatisch.
  • Beispiele für für diese Ausführungsform geeignete Tenside, die sowohl als Einzelsubstanz oder als Gemische miteinander und mit anderen genannten Tensiden vorliegen können, sind: Nichtionische Tenside: a) Polyethylenglykol MG 400 - 6000 b) Polyethylenglykolester z.B, Polyethylenglykoldistearat MG 6000 c) Glyceride (Glycerinfettsäureester) z.B. Kokosfettsäurepartialglyceridpolyethylenglykolether Mischung aus: (CTFA Bezeichnung: PEG 30 Glyceryl-Monococoate) R = von Kokosfettsäure abgeleiteter Rest Kationide Tenside: Aminoxide der allgemeinen Formel R = Fettsäurerest mit 8 - 20 C-Atomen, vorzugsweise 12 - 14 C-Atomen, beispielsweise bedeutet R - Cokos, Lauryl oder liegt eine Mischung der beiden vor sowie sowie wobei R die vorstehend genannte Bedeutung besitzt.
  • Ampholyte: Rizinolsäurepropylamidodimethylcarboxymethylammoniumbetain, Dimethylcarboxymethyl-kokosfettsäurepropylamidoammoniumbetain, N - Kokosfettsäureamidoethyl-N-2-hydroxyethyl-glycin N - Laurylsäureamido-ethyl-N-2-hydroxyethyl-glycin 3 - (3-Cocoamido-propyl ) dimethylammonium-2-hydroxypropansulfonat Fettsäureamidoethyl-2-hydroxyethylcarboxymethylammoniumlaurylethersulfat, wobei mit Fettsäure Kokossäure oder Laurinsäure gemeint ist.
  • Lauryldimethylcarboxymethylammoniumbetain, R-CO-NHCH2CH2NHCH2-CH2-O-CH2CH2-COO#Na@ g) R-CO-NHCH CH NHCH -CH -O-CH2CH2-COOeNae Carbonsäureamidoetherpropionat, wobei unter "Carbonsäure" beispielsweise die Laurin-, Kokos- oder Rizinolsäure zu verstehen ist.
  • Die nachfolgenden Beispiele dienen der Erläuterung der vorliegenden Erfindung.
  • Beispiel 1 Unter Verwendung der nachfolgend aufgeführten Verbindungen wurde ein erfindungsgemäßes Desinfektionsmittel hergestellt: a) Poly- Iimino-( imido-carbonyl) -imino-( imido-carbonyl)-imino-hexamethylei -hydrochlorid(IIa), mittleres Molekulargewicht 1200 + 200, 20%ige wässrige Lösung, farblos bis schwachgelb, pH-Wert 5,0 - 6,0 35 Gew.-% b) N[N'(N''-2-Hydroxyethyl-N''-carboxyethylaminoethyl) essigsäureamidog-N, N-dimethyl-N-cocos-ammoniumbetain, 50%ige klare, wässrige Lösung, pH-Wert 8 - 9 10 Gew.-% c) Lauryldimethyl-benzylammoniumchlorid, 49 - 50%ige wässrige klare, gelbliche Lösung, aromatischer Geruch, pH-Wert 5-8 20 Gew.-% d) Fettsäure-alkylolamid-polyglykolether der Formel V worin R den Cocosfettsäurerest und x 5 bedeuten, ölige Flüssigkeit (100%ig, pH-Wert einer ltigen wässrigen Lösung 9 - 10,5) 2 Gew.-% e) Silicontensid (Feststoffgehalt 30 Gew.-%, spez. Gewicht bei 250C 1,0, Viskosität bei 250C 2000 Centistokes, milchigweiße Emulsionìals Antischaummittel, 0,03 Gew.-% f) Wasser als Rest Das so hergestellte Desinfektionsmittel war eine farblose,opaleszierende, klare Lösung mit einem pH-Wert von etwa 6,9.
  • Das so hergestellte Desinfektionsmittel wurde hinsichtlich seiner Eignung als Flächendesinfektionsmittel mit Reinigung biologisch geprüft, wobei die Untersuchung.
  • nach den Richtlinien für die Prüfung und Bewertung chemischer Desinfektionsverfahren (Stand vom 1.1.1981) unter Berücksichtigung der Prüfung und Bewertung chemischer Desinfektionsverfahren, Anforderungen für die Aufnahme in die VII. Liste der DGHM (Stand vom 1.2.1984), erfolgte.
  • Als Prüfkeime wurden verwendet: Staphylococcus aureus ATCC 6538 Streptococcus faecalis ATCC 6057 Escherichia coli ATCC 11229 Proteus mirabilis ATCC 14153 Pseudomonas aeruginosa ATCC 15442 Candida albicans ATCC 10231 Die Desinfektionsmittelkonzentrationen sind unmittelbar vor Versuchsbeginn mit Wasser standardisierter Härte(WSH) angesetzt worden.
  • (Herstellung: 17,5 ml 10%ige Lösung g/v CaC12 * 7 H2O + 5 ml 10%ige Lösung MgSO4 g 7 H2O in 3300 ml Aqua bidest. autoklaviert (121°C / 15 min; pH-Wert: 7,2 + 0,2) ).
  • Als Nährmedien wurden verwendet: Caseinpepton-Sojabohnenmehlpepton-Lösung (CSL) und Caseinpepton-Sojabohnenmehlpepton-Agar (CSA) I. Vorversuche 1. Bestimmung der bakteriostatischen sowie fungistatischen Wirkung und Bestimmung des geeigneten Enthemmungsmittels (Richtlinie I.2.1) Die Bestimmung der bakteriostatischen sowie fungistatischen Wirkung erfolgte mit Hilfe des Verdünnungstestes.
  • Als Maß der vermehrungshemmenden Wirkung gilt die höchste Verdünnung des Präparates in CSL bzw. CSL + Enthemmungsmittel, die das Wachstum der Prüfkeime nach 72h Bebrütung noch unterdrückt.
  • Als Enthemmungsmittel wurden verwendet: 1. 3% Tween 80 + 3.% Saponin + 0,18 Histidin + 0,1% Cystein 2. 3% Tween 80 + 0,3% Lezithin + 0,1% Cystein 3. 3% Tween 80 + 0,38 Lezithin + 0,1% Histidin + 0,5% Na-Thiosulfat 2, Bestimmung der bakteriziden und fungiziden Wirkung im qualitativen Suspensionsversuch (Richtlinie 1.2.2.) Die Untersuchungen erfolgten nach der o.a Richtlinie mit den Prüfkeimen: Staphylococcus aureus ATCC 6538 Escherichia coli ATCC 6057 Proteus mirabilis ATCC 14153 Pseudomonas aeruginosa ATCC 15442 Candida albicans ATCC 10231 3. Bestimmung der bakteriziden Wirkung im quantitativen Suspensionsversuch mit und ohne Eiweißbelastung (Richtlinie I.2.3) Aufgrund der Ergebnisse des qualitativen Suspensionsversuches wurden Staphylococcus aureus ATCC 6538 und der resistenteste gramnegative Prüfkeim Pseudomonas aeruginosa ATCC 15442 verwendet. Zur Bestimmung des Eiweißfehlers sind den Desinfektionsmittelverdünnungen 0,2% Albumin zugesetzt worden.
  • 4. Bestimmung der bakteriziden und fungiziden Wirkung im Keimträgerversuch (Richtlinie 1.2.4) Als Keimträger dienten lxl cm große Standardbaumwollg6webestücke nach DIN 53919 (Fa. WFK-Testgewebe GmbH, D-4150 Krefeld, Adlerstr. 42).
  • II. Versuche unter praxisnahen Bedingungen Flächendesinfektion zur Hospitalismusprophylaxe und in der allgemeinen Praxis (Richtlinie II.2.l.d) Die Flächendesinfektionsversuche unter praxisnahen Bedingungen wurden mit Hilfe der Abschwemmethode durchgeführt.
  • Als Modellflächen dienten PVC-Bodenbelag und mattglasierte OP-Fliesen, jeweils 50 x 50 mm.
  • PVC-Bodenbelag: Bodenbelag aus Weich-PVC nach DIN 16951 Ausgabe April 1977 OP-Fliesen: Steinzeug, glasiert, Artikel-Nr. 3701/ Farbe 500, weiß matt der Keramischen Werke KG, Villeroy & Boch, 6642 Mettlach, Postfach 120. Die Fliesen entsprechen den Qualitätsanforderungen der DIN 18155 (22.) Ausgabe März 1976.
  • Kontamination und Desinfektion der Prüfflächen: Die Prüfflächen wurden nach gründlichem Abreiben mit Wasser und anschließend mit 70%igem Ethylalkohol in einem staubarmen Raum gelagert. Die Prüfkeime sind auf CSA (20 ml) in Kulturschalen von 8,5 cm Durchmesser angezüchtet (370C/24h) und mit 10 ml CSL abgeschwemmt worden.
  • Nach Homogenisieren der Keimsuspension durch Sminütiges Schütteln mit Glaskugeln erfolgte die Einstellung der notwendigen Keimzahlen in CSL.
  • Die Kontamination der Prüfflächen ist für alle Einwir-9 kungszeiten mit 10 + 0,5 log. Stufen KBE/ml vorgenommen worden. Der Keimgehalt in den CSL-Suspensionen wurde mittels Oberflächenkulturen auf CSA überprüft.
  • Auf jede Prüffläche wurden 0,1 ml der Keimsuspension mit einer Pipette aufgebracht und mit einem Glasspatel (30 mm Kantenlänge) auf dem mittleren Areal von 30 x 30 mm gleichmäßig verteilt, Der zur Verteilung der Keimsuspensman zu benutzende Spatel ist auf einer Blindprobe verwendet worden, um zu verhüten, daß die erste Versuchsfläche mit einer zu geringen Keimmenge kontaminiert wird.
  • Alle Prüfflächen blieben während des gesamten Versuches waagerecht.
  • Nach Antrocknung der Keimsuspension während 90 min wurden die Prüfflächen durch Verteilen von 0,2 ml Desinfektionsmittel mit einem Glasspatel desinfiziert.
  • Zur Kontrolle sind in denParallelansätzen kontaminierte Flächen mit WSH auf die gleiche Weise benetzt worden. Die Anzahl rückgewinnbarer koloniebildender Einheiten wurde nach den angegebenen Einwirkzeiten wie folgt bestimmt: Jede Prüffläche wurde in einen 200-ml-Behälter mit Verschluß eingelegt, der 100 ml Inaktivierungsflüssigkeit (Inaktivierungssubstanzen in CSL) und Glaskugeln enthielt.
  • Das Abschwemmen erfolgte auf einer Schüttelmaschine während 2 Minuten; danach ist die KBE analog dem Vorgehen wie im quantitativen Suspensionstest bestimmt worden, d.h. nach längstens 30 min Kontaktzeit in Inaktivierungs--2 4 ) -4 flüssigkeit wurden Verdünnungen (10 2 und 10 ) angelegt.
  • Von der Inaktivierungsflüssigkeit und den 2 Verdünnungen sind anschließend je 0,1 ml auf je 3 CSA-Platten ausgespatelt worden.
  • Kontrollen: Außer der vorher erwähnten 1. Kontrolle (WSH anstelle von Desinfektionsmittel) wurde eine 2. Kontrolle durchgeführt, indem 0,1 ml der Keimsuspension in einen 200-ml-Behälter mit 100 ml Inaktivierungsflüssigkeit direkt übertragen worden sind.
  • Die Differenz der rückgewinnbaren KBE der 1. und 2. Kontrolle ermöglicht eine Aussage über das Ausmaß der Keimabschwemmung von den Keimträgern.
  • Die 3. Kontrolle galt dem Nachweis der Inaktivierung, indem 0,2 ml der Desinfektionsmittellösung und anschliessend 0,1 ml der Keimsuspension in einen 200-ml-Behälter mit 100 ml Inaktivierungsflüssigkeit verimpft wurden (Aufarbeitung wie bei Kontrolle 2). Die Auswertung der Ergebnisse erfolgte nach Bebrütung bei 370C während 72 h.
  • III. Ergebnisse der-Vorversuche 1. Ergebnisse der bakteriostatischen sowie fungistatischen Wirkung und der Enthemmungsmittelprüfung Die höchste Verdünnung des Präparates, die das Wachstum der Prüfkeime nach 72 h Bebrütung noch unterdrückte, betrug gegenüber Staphylococcus aureus ATCC 6538 0,0015625 % Streptococcus faecalis ATCC 6057 0,00625 % Escherichia coli ATCC 11229 0,00625 % Proteus mirabilis ATCC 14153 0,1 Pseudomonas aeruginosa ATCC 15442 0,05 % und Candida albicans ATCC 10231 0,025 Als wirksamstes Enthemmungsmittel erwies sich für alle Prüfkeime die Kombination 3% Tween 80 + 3% Saponin + 0,1% Histidin + 0,1% Cystein. In sämtlichen weiteren Versuchen ist diese Enthemmungsmittelkombination verwendet worden.
  • 2. Ergebnisse der bakteriziden und fungiziden Wirkung im qualitativen Suspensionsversuch Die niedrigste Desinfektionsmittelkonzentration, mit der die Prüfkeime nach 60 Minuten Einwirkungszeit abgetötet wurden, betrug für Staphylococcus aureus ATCC 6538 0,05 % Escherichia coli ATCC 11229 0,05 % Proteus mirabilis ATCC 14153 0,025 % Pseudomonas aeruginosa ATCC 15442 0,05 % Candida albicans ATCC 10231 0.025 t.
  • 3. Ergebnisse der bakteriziden Wirkung im quantitativen Suspensionsversuch mit und ohne Eiweißbelastung Eine Reduktion von mindestens 5 log. Stufen in 60 Minuten Einwirkungszeit trat bei Staphylococcus aureus ATCC 6538 ohne Albuminbelastung in einer 0,25%igen und mit Albuminzusatz in einer 0,1%gen Desinfektionsmittellösung ein.
  • Für Pseudomonas aeruginosa ATCC 15442 lagen diese Werte bei 0,05% ohne und bei 0,25% mit Albuminbelastung.
  • 4. Ergebnisse der bakteriziden und fungiziden Wirkung im Keimträgerversuch Die niedrigste Desinfektionsmittelkonzentration, mit der die Prüfkeime nach 120 Minuten Einwirkungszeit auf den Baumwollgewebestckchen abgetötet wurden, betrug für Staphylococcus aureus ATCC 6538 0,1 % Escherichia coli ATCC 11229 0,1 % Proteus mirabilis ATCC 14153 0,05 % Pseudomonas aeruginosa ATCC 15442 0,1 % Candida albicans ATCC 10231 0,1 %.
  • IV. Ergebnisse der.Flächendesinfektionsversuche für praxisnahe Bedingungen Die niedrigste Desinfektionsmittelkonzentration, um die notwendige Reduktionsrate der Prüfkeime auf den Prüfflächen nach Einwirkungszeiten von 30 Minuten, 1 Stunde und 4 Stunden zu erreichen, betrug für: 1. OP-Fliesen 30 Min. 1 h 4 h Staphylococcus aureus ATCC 6538 2,0% 1,5% 1,0% Escherichia coli ATCC 11229 2,08 1,5% 1,0% Pseudomonas aeruginosa ATCC 15442 2,08 1,5% 1,0% 2. PVC-Bodenbelag Staphylococcus aureus ATCC 6538 2,0% 1,5% 1,0% Escherichia coli ATCC 11229 1,5% 0,75% 0,58 Pseudomonas aeruginosa ATCC 15442 2,0% 1,5% 0,75% Aufgrund der -nach vorstehend genannten Richtlinien und wie vorstehend beschrieben durchgeführten- Vorversuche und der Versuche unter praxisnahen Bedingungen erwies sich das Desinfektionsmittel gemäß Beispiel 1 als Flächendesinfektionsmittel mit Reinigung zur Hospitalismusprophylaxe in der Klinik und in der allgemeinen Praxis nach 30 Minuten in 2%Der, nach einer Stunde in 1,5%Der und nach 4 Stunden in 1%Der Gebrauchslösung als wirksam.
  • Die Untersuchung der Wirksamkeit des erfindungsgemäßen Desinfektionsmittels gegenüber Hepatitis B-Viren erfolgte durch die Prüfung der Zerstörung der immunologischen Reaktivität von HBsAg und HBcAg in möglichst enger Anlehnung an die Richtlinien des Bundesgesundheitsamtes und der Deutschen Vereinigung zur Bekämpfung der Viruskrankheiten zur Prüfung von chemischen Desinfektionsmitteln auf Wirksamkeit gegen Virenuin der Fassung vom 1. Sept. 1982 (Bundesgesundheitsblatt 25, S. 397 - 398, 1982). Die Prüfung ergab, daß das erfindungsgemäße Desinfektionsmittel zur Inaktivierung von HBV sehr gut geeignet ist.
  • Beispiel 2 Unter Verwendung der nachfolgend aufgeführten Verbindungen wurde ein erfindungsgemäßes Desinfektionsmittel hergestellt: a) Poly- Cimino-(imido-carbonyl)-imino-(imido-carbonyl)-imino-hexamethylen3-hydrochlorid, wie es gemäß Beispiel 1 verwendet wurde, 35 Gew.-t b) l-N-Lauryl-N-(2-carbamoyl-l-carboxyethyl)-1,5-diazapentan der Formel c) Lauryldimethyl-benzylammoniumchlorid, wie es gemäß Beispiel 1 verwendet wurde,.20 Gew.-% d) Fettsäurealkylolamid-polygly olether, wie er gemäß Beispiel 1 verwendet wurde, 2 Gew. -% e"Entschäumer (Siliconöl) 0,03 Few.-% f) Wasser als Rest.
  • Das so erhaltene Desinfektionsmittel zeigte einen pH-Wert im Bereich von 7,1 - 6,9 und war eine farblose, opaleszierende, klare Lösung.
  • Das Desinfektionsmittel gemäß Beispiel 2 wurde ebenfalls hinsichtlich seiner desinfizierenden Wirkungen,wie gemäß Beispiel 1 beschrieben, untersucht,und es wurde gefunden, daß das Mittel dem in Beispiel 1 hergestellten Desinfektionsmittel hinsichtlich seiner desinfizierenden Wirksamkeiten vergleichbar war.
  • Beispiel. 3 Unter Verwendung der nachfolgend aufgeführten Verbindungen wurde ein erfindungsgemäßes Desinfektionsmittel hergestellt: a) Poly- Cimino-( imido-carbonyl) -imino-( imidocarbonyl ) -imino-hexamethylen3 -hydrochlorid, wie es gemäß Beispiel 1 verwendet wurde, 35 Gew.-E b) l-N-Lauryl-N- ( 2-carbamoyl-1-carboxy-ethyl ) -1,5-diazapentan, wie es gemäß Beispiel 2 verwendet wurde, 11,5 Gew.-% c) Lauryldimethyl-benzylammoniumchlorid, wie es gemäß Beispiel 1 verwendet wurde, 20 Gew.-E d) Fettsäurealkylolamid-glykolether, wie er gemäß Beispiel 1 verwendet wurde, 2 Gew.-% e) Entschäumer (Siliconöl) 0,03 Gew.-% f) Wasser als Rest.
  • Des so hergestellte Produkt war eine farblose, opaleszierende,klare Flüssigkeit, mit einem pH-Wert zwischen 7 und 6,9.
  • Das Produkt wurde, wie gemäß Beispiel 1 beschrieben, hinsichtlich seiner Wirksamkeit als Desinfektionsmittel untersucht, und es wurde gefunden, daß es im wesentlichen die gleichen Eigenschaften wie das in Beispiel 1 beschriebene Produkt aufwies.
  • Zur Untersuchung der oralen Toxizität des Produktes wurden pro Gruppe 5 männliche und 5 weibliche WISW-Ratten verwendet. Die Berechnung der oralen LD50-Werte mit der Probit-Analyse nach Finney ergab folgende Ergebnisse: 24 h 48.h.+ 14.Tage 2,85 ml/kg ofl 2,25 ml/kg 2,73 mlXkg # 2,43 ml/kg o + $ 2,83 ml/kg # + # 2,34 ml/kg Im akuten Inhalations-Risikotest an Ratten, der gemäß den OECD-Guidelines for testing of chemicals (Nr.403 -Seite 9 ff., 2. Methode) durchgeführt wurde, wurde gefunken, daß unter den Versuchsbedingungen nach 7-stündiger Inhalation einer mit dem Produkt angereicherten Atmosphäre bei Ratten keine Mortalitäten auftraten und so ein Inhalationsrisiko unter normalen Anwendungsbedingungen nicht wahrscheinlich ist.
  • Die Prüfung auf sensibilisierende Eigenschaften des Produktes wurde am Meerschweinchen nach den Methoden von B. Magnusson und A.M. Kligmann (gen. OECD-Richtlinien) - intradermale und topicale Behandlung - durchgeführt. Es wurde gefunden, daß das Produkt (2%ig in destilliertem Wasser) keine sensibilisierende Wirkung besitzt.
  • Die Prüfung des Produktes (2%ig in destilliertem Wasser) im Augenreiztest am Kaninchen, die in Anlehnung an APPRAISAL OF THE SAFETY OF CHEMICALS IN FOODS, DRUGS AND COSMETICS", by the staff of the division of pharmacology, FDA, Bewertung von Augen-Laesionen nach Draize (1959) und in Anlehnung an die OECD-Richtlinien durchgeführt wurde, ergab, daß das Produkt nicht reizend wirkt.
  • Die Prüfung des Produktes (2%ig in destilliertem Wasser) im Hautreiztest am Raninchen, der in Anlehnung an "APPRAISAL OF THE SAFETY OF CHEMICALS IN FOOD.S; DRUGS AND COSMETICS", by the staff of the division of pharmacology, FDA, Hautgiftigkeit nach Draize (1959) und in Anlehnung an die OECD-Richtlinien durchgeführt wurde, ergab, daß das Produkt nicht reizend ist.
  • Beispiel 4 Unter Verwendung der nachfolgend aufgeführten Verbindungen wurde ein erfindungsgemäßes Desinfektionsmittel hergestellt: a) Poly- Limino- (imido-carbonyl ) -imino- (imidocarbonyl ) -imino-hexamethylen -hydrochlorid, wie es gemäß Beispiel 1 verwendet wurde, 50 Gew.-E b) l-N-Lauryl-N-(2-carbamoyl-1-carboxy-ethyl )-1,5-diazapentan, wie es gemäß Beispiel 2 verwendet wurde, 17 Gew.-% c) Lauryldimethyl-benzoylammoniumchlorid, 24 Gew. -% wie in Beispiel 1 d) Fettsäurealkylolamid-polyglykolether, wie er gemäß Beispiel 1 verwendet wurde, 3 Gew.-% e) Polyethylenglykolether mit einem mittleren Molekulargewicht von 3000 + 500 1 Gew.-% f) Entschäumer (Siliconöl) 0,03 Gew.-E g) Wasser als Rest.
  • Das so erhaltene Produkt war eine klare, opaleszierende, farblose Lösung mit einem pH-Wert von 7,1 bis 6,9.
  • Das so erhaltene Produkt wurde,wie gemäß Beispiel 1 und 3 beschrieben, hinsichtlich seiner desinfizierenden, toxischen, irritierenden und sensibilisierenden Wirkungen untersucht, und es wurde gefunden, daß es hinsichtlich dieser Eigenschaften mit den in Beispiel 1, 2 und 3 beschriebenen Produkten vergleichbar war.
  • Beispiel 5 Unter Verwendung der nachfolgend aufgeführten Verbindungen wurde ein Desinfektionsmittel hergestellt: a) Poly-limino-(imido-carbonyl)-imino-(imidocarbonyl)-imino-hexamethylen-hydrochlorid, wie es gemäß Beispiel 1 verwendet wurde, 35 Gew.-% b) NCN'(N' '-2-hydroxyethyl-N' "-carboxyethylaminoethyl ) -essigsäureamido -N,N-dimethyl-N-cocosammoniumbetain, wie es gemäß Beispiel 1 verwendet wurde, 3,5 Gew -E c) Lauryldimethyl-benzylammoniumchlorid, wie es gemäß Beispiel 1 verwendet wurde, 20 Gew.-% d) Fettsäurealkylolamid-polyglykolether, wie er gemäß Beispiel 1 verwendet wurde, 2 Gew.-% e) Entschäumer (Siliconöl) 0,03 Gew.-E f) Wasser als Rest.
  • Das so erhaltene Produkt war eine farblose, opaleszierende, klare Flüssigkeit mit einem pH-Wert von etwa 7.
  • Das so erhaltene Produkt wurde, wie vorstehend bereits gemäß Beispiel 1 und 3 beschrieben, hinsichtlich seiner desinfizierenden, toxischen, irritierenden und sensibilisierenden Eigenschaften untersucht, und es wurde gefunden, daß es hinsichtlich dieser Eigenschaften mit den Produkten der vorstehend genannten Beispiele vergleichbar ist.
  • Beispiel 6 Unter Verwendung der nachfolgend aufgeführten Verbindungen wurde ein Desinfektionsmittel hergestellt: a) Biguanid der Formel worin R einen geradkettigen Alkylrest mit 12 - - 16 C-Atomen und m 4 - 6 bedeuten.
  • worin R einen geradkettigen Alkylrest mit 12 - 16 C-Atomen und m 4-6 bedeuten, in 50%iger wässriger Lösung 35 Gew.-% b) NCN'(N'' -2-Hydroxyethyl-N' '-carboxyethylaminoethyl )essigsäureamido -N,N-dimethyl-N-cocosammoniumbetain, wie es gemäß Beispiel 1 verwendet wurde, 3,5 Gew.-E c) Lauryldimethyl-benzylammoniumchlorid, wie es gemäß Beispiel 1 verwendet wurde, 20 Gew.-% d) Fettsäurealkylolamid-polyglykolether, wie er gemäß Beispiel 1 verwendet wurde, 2 Gew.-% e) Entschäumer (Siliconöl) 0,03 Gew.-% f) Wasser als Rest.
  • Das so hergestellte Produkt war eine klare, farblose, opaleszierendeLösung mit einem pH-Wert von etwa 6,9.
  • Das Produkt wurde, wie vorstehend beschrieben, hinsichtlich seiner desinfizierenden, toxischen, irritierenden und sensibilisierenden Eigenschaften untersucht, und es wurde festgestellt, daß das Produkt mit den vorstehend beschriebenen Produkten hinsichtlich cieser Eigenschaften vergleichbar war.
  • Beispiel 7 Unter Verwendung der nachfolgend aufgeführten Verbindungen wurde ein Desinfektionsmittel hergestellt: a) Poly-timino(imido-carbonyl)-imino-(imidocarbonyl)-imino-hexamethylei -hydrochlorid, wie es gemäß Beispiel 1 verwendet wurde, 35 Gew.-% b) N (N' '-2-Hydroxyethyl-N''-carboxyethylaminoethyl )essigsäureamido3 -N,N-dimethyi-N-cocosammoniumbetain, wie es gemäß Beispiel 1 verwendet wurde, 12 Gew.-8 c) l-N-Lauryl-N-( 2-carbamoyl-l-carboxy-ethyl ) -1,5-diazapentan, wie es gemäß Beispiel 2 verwendet wurde, 10 Gew.-t d) Didecyldimethylammoniumchlorid, 50%ig, 10 Gew.-% e) Dimethyllaurylaminoxid, 30 Gew.-%ige, wässrige Lösung, pH-Wert 7 - 8, 9 Gew.-% f) Entschäumer, wie er gemäß Beispiel 1 verwendet wurde, 0,03 Gew.-t g) Wasser als Rest.
  • Das so hergestellte Produkt war eine klare, farblose, opaleszierende Flüssigkeit mit einem pH-Wert von etwa 6,9.
  • Wie vorstehend beschrieben, wurde das Produkt hinsichtl;h seiner desinfizierenden, toxischen, irritierenden und sensibilisierenden Wirkungen untersucht, und es wurde gefunden, daß es hinsichtlich dieser Eigenschaften mit den in den vorstehend aufgeführten Beispielen hergestellten Produkten vergleichbar war.

Claims (14)

  1. Patentansprüche 1. Aldehydfreies Desinfektionsmittel auf Basis von Biguaniden und/oder Guanidinderivaten, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß es einen wirksamen Gehalt an aktivierenden Säurederivaten mit Betainaufbau und zusätzlich kationider und/oder Carbamid-Struktur aufweist.
  2. 2. Desinfektionsmittel nach Anspruch 1, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß es als aktivierendes Säurederivat eine oder mehrere Verbindungen der allgemeinen Formel I worin x eine Zahl von 0 - 5, R1 ein Wasserstoffatom oder einen Rest R2 ein Wasserstoffatom, einen CH3-Restoder einen Rest ~(CH2)yOHt wobei y eine Zahl von 2 - 5 ist, R3 einen Rest der Formeln wobei n 2 oder 3 ist, oder R4 ein Wasserstoffatom oder einen CH3-Rest und R einen geradkettigen Alkylrest mit 8 - 18 C-Atomen bedeuten, oder Salze derselben enthält.
  3. 3. Desinfektionsmittel nach Anspruch 2, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß es als aktivierendes Säurederivat N|N'(N''-2-Hydroxyethyl-N''-carboxyethylaminoethyl) essigsäureamido -N, N-dimethyl-N-cocosammoniumbetain der Formel enthält.
  4. 4. Desinfektionsmittel nach Anspruch 1 - 3, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß es als Biguanid Verbindungen der Formel worin m = 1 - 10, n = 1 - 6, und als Guanidinderivat Verbindungen der Formel worin n 1 oder 2, i eine Zahl von 2 - 6, R1 ein Wasserstoffatom oder einen Alkylrest mit 8 - 16 C-Atomen, R2 einen Alkylrest mit 8 - 16 C-Atomen oder einen Rest der Formeln oder und R ein Wasserstoffatom oder einen Rest der Formel wobei x > 1 ist, bedeuten, enthält.
  5. 5. Desinfektionsmittel nach Anspruch 4, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß es als Biguanid Poly-[imino-(imido-carbonyl)-imino-(imido-carbonyl)-imino-hexamethylen0-hydrochlorid der Formel IIa worin n 4 - 6 bedeutet, enthält.
  6. 6. Desinfektionsmittel nach Anspruch 1 - 5, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß es zusätzlich eine oder mehrere quaternäre Ammoniumverbindungen der Formel worin R1, R2, R3, R4 jeweils einen gesättigten oder ungesättigten derivatisierten und oder modifizierten Kohlenwasserstoffrest mit 1- 16 C-Atomen oder einen Benzylrest und X ein beliebiges Anion, wie ein Methosulfation, Chloridion, Fluoridion, Bromidion, Jodidion oder PO4 bedeuten, enthält.
  7. 7. Desinfektionsmittel nach Anspruch 6, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß es als quaternäre Ammoniumverbindung Lauryldimethyl-benzylammoniumchlorid enthält.
  8. 8. Desinfektionsmittel nach Anspruch 6, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß es als quaternäre Ammoniumverbindung Didecyldimethyl ammoniumchlorid -enthält.
  9. 9. Desinfektionsmittel nach Anspruch 1 - 8, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß es zusätzlich ein oder mehrere kationide Tenside und/oder nichtionische Tenside sowie gegebenenfalls andere übliche Hilfsstoffe enthält.
  10. 10. Desinfektionsmittel nach Anspruch 9, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß es als kationides Tensid Dimethyllaurylaminoxid enthält.
  11. 11. Desinfektionsmittel nach Anspruch 9, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t., daß es als nichtionisches Tensid einen Fettsäure-alkylolamid-poyglyBolether der allgemeinen Formel V worin R einen Cocosfettsäurerest und x 5 bedeutet, enthält.
  12. 12. Desinfektionsmittel nach Anspruch 1 - 11, d a -d u r c h g e k e n n z e i c h ne t , daß es die folgende Zusammensetzung aufweist: a) Biguanid der Formel II und/oder 4 - 16 Gew.-% .uanidinderivat der Formel III b) ein oder mehrere aktivierte Säurederivate der allgemeinen Formel I 1,5 - 15 Gew.-4 c) ein oder mehrere quaternäre Ammoniumverbindungen der allgemeinen Formel IV 5 - 25 Gew.-% d) kationide und/oder nichtionische Tenside 0,5 - 5 Gew.-% e) übliche Hilfsstoffe 0,01 - 0,3 Gew.-% f) Wasser als Rest.
  13. 13. Desinfektionsmittel nach Anspruch 12, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß es die folgende Zusammensetzung aufweist: a) Biguanid der Formel II und/oder 5 - 10 Gew.-% Guanidinderivat der Formel III b) ein oder mehrere aktivierte Säurederivate der Formel I 3 - 10 Gew. -% c) eine oder mehrere quaternäre Ammoniumverbindungen der allgemeinen Formel IV 8 - 15 Gew.-4 d) kationide und/oder nichtionische Tenside 1--3,5 Gew.-% e) übliche Hilfsstoffe 0,01 - 0,3 Gew.-% f) Wasser als Rest.
  14. 14. Desinfektionsmittel nach Anspruch 13, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß es die folgende Zusammensetzung aufweist: a) Poly-[imino-(imido-carbonyl) -imino-(imido-carbonyl)-iminohexamethylenD -hydrochlorid der Formel IIa (n = 4 - 6, mittleres Molekulargewicht 1.200 - 200) 7 Gew.-% b) N[N'(N''-2-Hydroxyethyl-N''-carboxyethyl-aminoethyl) essigsäureamidoi-N, N-dimethyl-N-cocos-ammoniumbetain 5 Gew. -% c) Lauryldimethyl-benzylammoniumchlorid 10 Gew.-% d) Cocosfettsäure-alkylolamid-polyglykolether der Formel V worin R den Cocosfettsäurerest und x 5 bedeuten, 2 Gew.-% e) Silicon-Entschäumer 0,03 Gew.-t f) Wasser als Rest.
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