DE2008683C3 - Desinfektionsmittel - Google Patents
DesinfektionsmittelInfo
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Description
55 Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein
neues Desinfektionsmittel.
Die Verwendung von Formaldehyd enthaltenden Mischungen als Desinfektionsmittel ist allgemein
bekannt. Das gleiche gilt auch für Mischungen mit Glyoxal oder anderen Formaldehyd abspaltenden
Verbindungen oder Kondensationsprodukten von Formaldehyd mit NH2-Gruppen enthaltenden organischen
Verbindungen wie Aminen, Alkylaminen, Oxyalkylaminen und Alkoxyalkylaminen. Derartige
Desinfektionsmittel haben verschiedene Nachteile, sei es, daß sie einen unangenehmen Geruch besitzen
oder daß sie bei gleichzeitiger Eiweißbelastung nur gegenüber bestimmten Bakterienstämmen ihre maximale
Wirksamkeit zeigen.
Die vorliegende Erfindung hat sich die Aufgabe
gestellt, ein neues Desinfektionsmittel vorzuschlagen, welches den herkömmlichen Desinfektionsmitteln auf
Formalinbasis in vieler Hinsicht überlegen ist und eine ausgezeichnete bakterizide, fungizide, viruzide
Wirkung mit einer überlegenen Wirkungsbreite gegenüber den verschiedensten Bakteri.enstämmen bei gleichzeitiger
ausgezeichneter Eiweißbelastbarkeit besitzt.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird ein Desinfektionsmittel vorgeschlagen, welches dadurch gekennzeichnet
ist, daß es ein synergistisches Gemisch aus 1,0 bis 100 Gewichtsprozent einer quaternären Ammonium-,
Phosphonium-, Sulfoxonium- oder Sulfoniumverbindung und 1,0 bis 15,0 Gewichtsprozent Glyoxylsäure
in wäßriger Lösung enthält. Besonders geeignete Desinfektionsmittel enthalten noch 0,1 bis 15,0 Gewichtsprozent
Formaldehyd, Glyoxal, Acetaldehyd, Glutardialdehyd und/oder eine ein derartiges Aldehyd
abspaltende Verbindung; ferner kann die Glyoxylsäure teilweise durch Milchsäure oder eine andere hautverträgliche
Oxy- oder Ketosäure, wie Zitronensäure, Weinsäure. Glykolsäure oder Zävulinsäure, ersetzt
werden.
Ferner ist es zweckmäßig, wenn die neuen Desinfektionsmittel
bis zu 25 Gewichtsprozent eines Tensides in wäßrieer Lösung und bis zu 8 Gewichtsprozent
Alkaliphosphai enthalten. Eine bevorzugte Desinfektionsmittelmischung
ist dadurch gekennzeichnet, daß sie aus einer bis zu 30% igen wäßrigen Mischung aus
1 bis 12 Gewichtsteilen Formaldehyd und/oder Glyoxal oder einer Formaldehyd abspaltenden Verbindung,
J bis 10 Gewichtsteilen einer quaternären Ammoniumverbindung und I bis 14 Gewichtsteilen
Glyoxylsäure und gegebenenfalls bis zu 25 Gewichtsteilen eines nichtionogenen Tensides oder eines Amphotensides
besteht.
Vorzugsweise besteht das erfindungsgemäße Desinfektionsmittel aus einer wäßrigen Lösung mit 2 bis
8 Gewichtsprozent einer etwa 38%igen Formaldehydlösung, 1 bis 4 Gewichtsprozent einer quaternären
Ammoniumverbindung, insbesondere Dodecyldimethylbenzylammoniumchlorid.
1 bis 6 Gewichtsprozent Glyoxylsäure und 1 bis 5 Gewichtsprozent eines nichtionogenen
Tensides oder Amphotensides.
Ein derartiges synergistisches Gemisch gemäß Erfindung zeigt überraschenderweise in der praktischen
Anwendung und im Suspensionsversuch eine gute bakterizide Wirkung gegen Staphylokokken, insbesondere
Staphylococcus aureus, Colibakterien, wie Escherichia coli und Pseudomonas, insbesondere Pseudomonas
aeruginosa. Insbesondere hat sich überraschenderweise gezeigt, daß die erfindungsgemäße Mischung
eine hervorragende Wirkung gegen MKS-Viren (Maul- und Klauenseuche Virus) besitzt. Eine 2%ige Lösung
führt z. B. zu einem völligen Absinken des Viructiters nach einstündiger Einwirkung. Ferner zeigen diese
Desinfektionsmittel auch ausgezeichnete Ergebnisse bei einer Flächendesinfektion und einer Desinfektion
von Textilien und Teppichen. Besonders überraschend ist, es, daß die bakterizide Wirkung bei Belastung mit
großen Mengen Eiweiß von z. B. 20% noch erhalten bleibt. Ferner ist es überraschend, daß Glyoxylsäure
eine gute Wirkung gegen Mikroorganismen zeigt, da sie bei vielen Bakterien, wie E. coli und bei Pseudomonas
am Stoffwechsel der Bakterien beteiligt ist. Wenngleich Glyoxylsäure als Aldehydsäure eine ge-
wisse Wachstumshemmung von Staphylokokken zeigt, ist andererseits E. coüe mit Hilfe von Glyoxylsäurecarboxylase
in der Lage, auf Glyoxylat zu wachsen.
Einige Versuche haben gezeigt, daß man mit einer 0,5- bzw. l%igen wäßrigen Glyoxylsäurelösung zwa··
eine gute Pseudomonas-Wirkung erzielt, bei der Abtötung
von Staphylokokken und Colibakterien in Suspensionsversuchen mit mehr als 10%iger Serumbelastung
jedoch keine besonders guten Werte erhält.
Eine Kombination aus Glyoxylsäure mit 38%igem Formaldehyd — also ohne den für die synergistische
Wirkung erforderlichen Zusatz einer quaternären Verbindung — ergab in einem Gewichtsverhältnis
von 1:1 in 10%iger Lösung in Polyglykol zusammen mit einem anionenaktiven Emulgator gegenüber CoIibakterien
selbst nach 180 Minuten keine abtötende Wirkung.
Um so überraschender war die Feststellung, daß mit einer Mischung gemäß Erfindung aus Glyoxylsäure
und einer quaternären Ammoniumverbindung ein vollständig ausgeglichenes Desinfektionsspektrum
sowohl gegen Staphylokokken, Colibakterien und Pseudomonas erreicht wird.
Das Formaldehyd bzw. Glyoxal werden vorzugsweise in der üblichen 38- bzw. 40%igen wäßrigen
Formalinlösung eingesetzt. Gegebenenfalls kann auch eine Formaldehyd abspaltende Verbindung teilweise
oder vollständig an Stelle von Formaldehyd verwendet werden.
Als quaternäre Ammoniumverbindungen hat sich das Dodecyldimethylbenzylammoniumchlorid als besonders
geeignet erwiesen. Selbstverständlich können auch andere Verbindungen des Quat-Typs verwendet
werden, wie Trirnethylhexadecylammoniumhalogenide, die hinsichtlich der hochmolekularen Alkylkette
modifiziert sein können. Ferner können Alkyltrimethylammoniumchloride
mit 8 bis 10 C-Atomen in gesättigten Alkylresten, das Octadecylmethyläthylammoniumchlorid,
das Dilauryldimethylammoniumchlorid und -bromid sowie durch Fettalkylreste substituierte
Dimethylhydroxyäthylammoniumchloride oder Alkenyldimethyläthylammoniumbromide verwendet
werden, bei denen als Alkylrest ein gesättigter C-12-Rest oder ein den Kokosfettsäuren entsprechender
Fettalkylrest vorhanden ist. Ferner sind Cetyldimethylbenzylammoniumhalogenide, Dodecylphenylcyclotetramethylenammoniumbromid
und Kondensationsprodukte aus Stearinsäure -N -methylolamid und Triäthanolamin, die mit Dimethylsulfat quatemisiert
sind, zu verwenden. Das gleiche gilt für Produkte, die durch Kondensation von Stearinsäuremethylolamid
und Dioxyäthyloctadecylamin oder Stearinsäuremethylolamid und Triäthanolamin erhalten worden
sind. Ferner können Umsetzungsprodukte aus Alkyloxypropylenoxyden
mit Polyalkylenpolyaminen oxäthyliert und anschließend mit Dimethylsulfat quaternisiert
werden und ebenfalls als Quat-Typen gemäß
Erfindung eingesetzt werden. Zu den geeigneten quaternären Komponenten gehören auch noch Acy!-
aminomethylenammoniumverbindungen, substituierte Hexahydrotriaziniumsa'ize, bifunktionelle qutUernäre
Ammoniumverbindungen und letztlich auch quaternäre Pyridiniumverbindungen und solche anderer
Stickstoffbasen. Daneben lassen sich auch biozide Phosphonium-, Sulfoxonium- oder Sulfoniumverbindungen
einsetzen, z. B. Dodecyltriphenylphosphoniumbromid, Dodecyl- oder Pentadecyl-bis-(/i-hydroxyäthyl)-sulfoxoniumsulfat
bzw. -sulfoniumsulfat oder andere Salze, sowie Dodecyldimethylsulfoniumchlorid, Hydroxyphenylsulfoniumchlorid oder Tri-(/*-sulfatoäthyl)-sulfoniumchlorid.
Die stark hygroskopische und in Wasser gut lösliche Glyoxylsäure"wird bei Herstellung der erfindungsgemäßen
Mischungen meist in Form von Kristallen oder als konzentrierte Lösung eingesetzt.
Die gegebenenfalls vorhandenen Tenside oder waschaktiven Substanzen können übliche Emulgatoren,
Ampholyten und nichtionogene Tenside sein.
Es wurden vier Desinfektionsmittel gemäß folgender
Zusammensetzung hergestellt:
Zusammensetzung
in Gewichtsprozent
in Gewichtsprozent
3,0 2,5
3,5 —
4,0
3,5
5,0
3,0 2,5
4,5 4,5
10,0 8,0
— 2,0
3,0 3,0
N-Dodecyldimethylbenzylammoniumchlorid,
100%ig
Dodecyltriphenylphosphoniumbromid
Glyoxylsäure, 100%ig
Formaldehyd, 38%ige
Lösung
Emulgator
Natriumdihydrogenphosphat
Dodecyltriphenylphosphoniumbromid
Glyoxylsäure, 100%ig
Formaldehyd, 38%ige
Lösung
Emulgator
Natriumdihydrogenphosphat
Wasser auf
100 Gewichtsprozent
Diese wäßrigen Lösungen eines auf Formaldehydbasis aufgebauten Desinfektionsmittels zeigten eine
hervorragende Aktivität sowohl gegenüber Staphylokokken, Colibakterien und Pseudomonas und ließen
sich besonders gut zur Flächendesinfektion und zur Desinfektion von Textilien, wie beispielsweise Teppichen
verwenden.
Es wurden die folgenden Mischungen gemäß Tabelle I hergestellt:
61
109
110
111
112
| b) | Quat. 50%ig | 5,0 | 5,0 | 5,0 | 5,0 | 5,0 | 5,0 | 5,0 |
| c) | Glyoxylsäure, 50%ig | 16,4 | 7,0 | 20,0 | 14,0 | 8,0 | 14,0 | 8,0 |
| Giykolsäure | — | — | — | — | — | 3,0 | 6,0 | |
| Milchsäure | — | — | — | 3,4 | 6,8 | — |
Fortsetzung
64
108
a) Formalin, 38%ig
Emulgator
NaH2PO4
Emulgator
NaH2PO4
3,0
5,0
3,0
Mit der Zusammensetzung gemäß Tabelle I wurden die Abtötungszeiten im Suspensionsversuch mit einer
0,2%igen Lösung ohne Serumzusatz (Versuche 61-0, 64-0) und mit einer 1 %igen Lösung mit 10% Serumzusatz
(Versuche 61-S, 64-S) mit den folgenden Werten gemäß Tabelle 11 bestimmt.
Präparate Konz. Staph.
CoIi
Pyoc.
| 61-0 | 0,2% | 2' | Γ 5' | 2' | Γ | I' |
| 64-0 | 0,2% | 2' | Γ 5' | 2' | 2' | 1' |
| 61-S | 1% | 2' | Γ 90' | 60' | 10' | 5' |
| 64-S | 1% | Γ < | Γ 5' | 2' | 90' | 60' |
Die Ergebnisse aus Tabelle Il zeigen deutlich die hervorragenden Eigenschaften der erfindungsgemäß
Glyoxylsäure und Quat enthaltenden Mischungen, insbesondere bei Eiweißbelastung (61-S und 64-S) und
gegenüber B. pyoc.
Die folgende Tabelle III zeigt analoge Versuche mit anderen Oxy- oder Ketosäuren als teilweisen Ersatz
Tür Glyoxylsäure in l,5%iger Lösung bei 20%iger Serumbelastung.
Präparate
Konz. Staph. CoIi
Pyoc.
1,5%
1,5%
1,5%
1,5%
1,5%
1,5%
1,5%
1,5%
1,5%
5'
5'
5'
5'
Γ
5'
5'
5'
Γ
2'
2'
2'
2'
30'
>60'
>60'
>60'
>60'
>60'
>60'
>60'
>60'
15'
60'
60'
60'
60'
60'
60'
60'
60'
1'
10'
Γ
2'
2'
2'
2'
5'
Γ
Γ 109
Γ 109
110
111
112
5,0 3,0 4,4 5,0
3,0
4,4
5,0
3,0
4,4
5,0
3,0
4,4
5,0 3,0 4,4
Vortage des Versuchs mit Wasser abgespült und in einem möglichst staubfreien Raum getrocknet.
Dann werden auf jede Platte 3 Tropfen Keimsuspension
(Keimzahl etwa 108 Keime/ml) pipettiert und mit
Hilfe eines Glasspatels gleichmäßig verteilt. Nach Trocknung der Fläche erfolgt die Desinfektion durch
gründliches Benetzen mit den zu prüfenden Desinfektionsmittelverdünnungen. Etwa 4 bis 5 Tropfen
Desinfektionsmittel werden 2 Minuten auf den Feldern gleichmäßig verrieben, wobei volle Benetzung der
Fläche erfolgen muß.
Eine Serie kontaminierter Flächen bleibt unbehandelt,
sie dient als Kontrolle und Wachstumsvergleich.
Der Desinfektionserfolg wird nach 1-, 2-, 4- und Z5 6stündiger Einwirkungszeit des Mittels festgestellt.
Mit einem kleinen Wattetupfer, der vorher durch
Eintauchen in Bouillon eben angefeuchtet wurde,
wird die Fläche abgerieben und die Reibfläche des
Tupfers auf einer gut vorgetrockneten Endo- bzw.
ίο Blutagarplatte ausgestrichen.
In gleicher Weise sind Entnahmen von den unbehandelten Flächen zu machen. Die Auswertung der
Kulturen erfolgte nach 48- bis 72stündiger Bebrütung.
Zur Feststellung eines Synergismus zwischen einer 35. quartären Ammoniumverbindung und Glyoxylsäure
wurden bakteriologische Untersuchungen (Flächendesinfektion an PVC) durchgeführt. Dabei wurden
folgende Lösungen getestet:
40
45 Substanz
Gewichtsverhältnis
Konz.. %
Um den synergistischen Charakter einer Kombination aus quartären Ammoniumverbindungen und
Glyoxylsäure zu unterstreichen, wurden verschiedene Mischungen aus quartären Phosphonium- sowie aus
Sulfonium- und Sulfoniumverbindungen und Glyoxylsäure im Gewichtsverhältnis 1:1 hergestellt und
auf ihren praktischen Desinfektionswert bei der Flächendesinfektion auf Polyvinylchloridplatten nach
den neuesten Richtlinien der DGHM (Deutsche Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie) unter Verwendung
von Staphylococcus aureus SG 511 als Testkeim untersucht.
Man verfährt dabei folgendermaßen: PVC-Fu ßbodenbelag der Flächengröße 6 χ 6cm werden am
10
Glyoxylsäure (A) 1
Benzalkon A (B) 1
A 1
B 2
A 1
B 3
A 1
B 5
A 1
B 10
A 1
B 15
A 2
B 1
A 3
B 1
A 5
B 1
A 10
B 1
0,175 0,175 0,175 0,175 0,175 0,175 0,175 0,175 0,175
0,175
| -ortsetzung | Substanz | Gewichts | Konz., % |
| verhältnis | |||
| A | 15 | 0,175 | |
| 11 | B | 1 | |
| A | 0,175 | ||
| 12 | B | 0,175 | |
| 13 |
Proben, die in dieser Konzentration nach 6 Stunden Einwirkungsdauer eine Abtötung der Keime ergeben.
Das Wirkungsoptimum liegt bei A:B = 10:1
sowie 15:1. Dies deutet sich schon bei den Proben A: B = 5:1 und 3:1 sowie 2: 1 an.
Es wurden nun Mischungen aus gleichen Gewichtsteilen von Oniumverbindungen und Glyoxylsäure
in folgenden Lösungen hergestellt:
Konz.. %
Ergebnisse der Flächendesinfektion an Polyvinylchlorid
Testkeim: Staphylococcus aureus SG 51 l/Keimzahl 4 χ 10" Keime/ml
0,175
| 1 Stunde | 2 Stunden | 4 Stunden | 6 Stunden | |
| 1 | + + | + | + | — |
| 2 | + + + | + + | ± | — |
| 3 | + + + | + | ± | - |
| 4 | + + + | + + | + + | — |
| 5 | + + + | ± | — | - |
| 6 | + + + | + | + | — |
| 7 | ± | ± | — | — |
| 8 | + + | ± | ± | — |
| 9 | + + | ± | ± | — |
| 10 | ± | — | — | — |
| 11 | ± | — | — | |
| 12 | + + + | + + | + + | + |
| 13 | + + + | + + | ± | 36 KoI. |
| Kon | + + + | + + + | + + + | + + + |
| trolle | ||||
| Erklärung | zur Tabelle |
0,175 1 0.21 1
D Dodecyltriphenylphosphoniumchlorid
Glyoxylsäure
E Phosphoniumchlorid
F Sulfoniumverbindung*)
Glyoxylsäure
Glyoxylsäure
G Sulfoniumverbindung 0,21
H Sulfoxoniumverbindung**) 1 0,21 Glyoxylsäure 1
1 Sulfoxoniumverbindung 0,21
K Glyoxylsäure 0.21
*) Formel der Sulfoniumverbindung:
[(C11-C14H2j-2,)—S=(CH2- CH2OH)J2SO4
' **) Formel der Sulfoxoniumverbindung:
[(C11-C14H23-J9J-S=(CH2-CH2OH)J2SO4
35 1 Stunde 2 Stunden 4 Stunden 6 Stunden
+ + + Starkes Wachstum.
+ + Wachstum.
+ Schwaches Wachstum.
± Wechselnder Befund.
+ + Wachstum.
+ Schwaches Wachstum.
± Wechselnder Befund.
Kolonien gelten quasi als kein Wachstum. — Kein Wachstum.
Aus diesen Ergebnissen ist ein klarer Synergismus festzustellen, denn die Lösungen 12 -I-13 sind in ihrer
Bakterizidie eindeutig schlechter als alle anderen
40
45
Kontrolle
2KoI.
3KoI.
2KoI.
609 615/326
Claims (8)
1. Desinfektionsiaittel, dadurch gekennzeichnet,
daß es ein synergistisches Gemisch aus 1,0 bis 10,0 Gewichtsprozent einer quaternären
Ammonium-, Phosphonium-, Sulfoxonium- oder Sulfoniumverbindung und 1,0 bis 15,0 Gewichtsprozent
Glyoxylsäure in wäßriger Lösung enthält.
2. Desinfektionsmittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es noch 0,1 bis 15,0 Gewichtsprozent
Formaldehyd, Glyoxal, Acetaldehyd, Glutardialdehyd und/oder eine einen derartigen
Aldehyd abspaltende Verbindung enthält.
3. Desinfektionsmittel nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Glyoxylsäure
teilweise durch Milchsäure oder eine andere hautverträgliche Oxy- oder Ketosäure ersetzt ist.
4. Desinfektionsmittel nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß es bis zu 25 Gewichtsprozent
eines Tensides in wäßriger Lösung und bis zu 8 Gewichtsprozent Alkaliphosphat enthält.
5. Desinfektionsmittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es aus einer bis zu
30%igen wäßrigen Mischung aus 1 bis 10 Gewichtsteilen einer quaternären Ammoniumverbindung,
1 bis 14 Gewichtsteilen Glyoxylsäure und 1 bis 12 Gewichtsteilen Formaldehyd und/oder
Glyoxal oder einer Formaldehyd abspaltenden Verbindung sowie bis zu 25 Gewichtsteilen eines
vorzugsweise nichtionogenen Tensides oder eines Amphotensides besteht.
6. Desinfektionsmittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es aus einer wäßrigen
Lösung rtiit 2 bis 8 Gewichtsprozent einer etwa 38%igen Formaldehydlösung, 1 bis 4 Gewichtsprozent
einer quaternären Ammoniumverbindung, insbesondere Dodecyldimethylbenzylainmoniumchlorid,
1 bis 6 Gewichtsprozent Glyoxylsäure und 1 bis 5 Gewichtsprozent eines nichtionogenen
Tensides besteht.
7. Verwendung eines Desinfektionsmittels gemäß Anspruch 1 bis 6 zur Bekämpfung von Viren,
insbesondere von MKS-Viren.
8. Verwendung eines Desinfektionsmittels nach Anspruch 1 bis 6 zur Flächendesinfektion von
Textilien und insbesondere Teppichen.
50
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19702008683 DE2008683C3 (de) | 1970-02-25 | Desinfektionsmittel |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19702008683 DE2008683C3 (de) | 1970-02-25 | Desinfektionsmittel |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2008683A1 DE2008683A1 (en) | 1971-09-09 |
| DE2008683C3 true DE2008683C3 (de) | 1976-04-08 |
Family
ID=
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3706484A1 (de) * | 1987-02-27 | 1988-09-08 | Bernhard Dr Janiak | Viruzide und spermizide mit einem gehalt an quaternaeren ammoniumsalzen |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3706484A1 (de) * | 1987-02-27 | 1988-09-08 | Bernhard Dr Janiak | Viruzide und spermizide mit einem gehalt an quaternaeren ammoniumsalzen |
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