DE3528195C2 - - Google Patents
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B23—MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- B23H—WORKING OF METAL BY THE ACTION OF A HIGH CONCENTRATION OF ELECTRIC CURRENT ON A WORKPIECE USING AN ELECTRODE WHICH TAKES THE PLACE OF A TOOL; SUCH WORKING COMBINED WITH OTHER FORMS OF WORKING OF METAL
- B23H9/00—Machining specially adapted for treating particular metal objects or for obtaining special effects or results on metal objects
- B23H9/04—Treating surfaces of rolls
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- Thermal Sciences (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Electrical Discharge Machining, Electrochemical Machining, And Combined Machining (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur elektroerosi
ven Bearbeitung von rotationssymmetrischen, sich drehenden
Werkstücken großer Durchmesser, z. b. von Walzen für Walz
gerüste, gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1.
Eine derartige Vorrichtung zeigt die DE-PS 28 30 791. Die
Bewegung der die Elektroden tragenden Träger wird dabei
durch Betätigung einer die Träger quer verschiebenden
Antriebseinrichtung vorgenommen. Der Vorschub der Elektro
denspindeln radial zum Werkstück ist zwar für jeden der
beiden Träger getrennt steuerbar, eine wirkungsvolle An
passung der Elektroden an die jeweilige Werkstückkontur
ist aber nicht erreichbar, weil die Elektrodenhalterung
verhältnismäßig starr ist.
Ein weiterer Nachteil besteht in der schwierigen Ein
stellung von mehreren in einem gemeinsamen Träger befe
stigten Elektroden in eine optimale Arbeitslage zur Aus
bildung eines konstant breiten Arbeitsspalts, um gleich
von Anfang an den günstigen Einfluß einer Mehrkanal-Bear
beitung auszunutzen. Eine unvollkommene Elektrodenein
stellung führt u. a. zu einer ungleichmäßigen Arbeits
leistung über die Länge der leistenförmigen Elektroden,
und zwar so lange, bis die näher zum Werkstück liegenden
Elektroden genügend abgebrannt sind. Es erfolgt daher mit
Verspätung eine ununterbrochene Bearbeitung mit allen in
einem Träger befestigten Elektroden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung
der eingangs geschilderten Art zur Bearbeitung von groß
volumigen Rotationskörpern dahingehend zu verbessern, daß
die Arbeitsproduktivität gesteigert und eine sehr genaue
Positionierung der Elektroden vor und während des Betriebs
ermöglicht werden kann.
Diese Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale des
Patentanspruchs 1 gelöst. Die Unteransprüche enthalten
zweckmäßige weitere Ausbildungen.
Mittels der erfindungsgemäßen Vorrichtung wird eine Ver
einfachung der Oberflächenbearbeitung besonders bei großen
Werkstücken und eine Erhöhung der Bearbeitungsproduktivi
tät erzielt. Einen derartigen Vorteil bildet auch die Einsparung der
elektrischen Energie als Folge der verbesserten Steuerung
des Bearbeitungsprozesses und der Verminderung der Zahl
von Kurzschlüssen zwischen den Elektroden und dem Werk
stück.
Im folgenden werden Ausführungsbeispiele der Erfindung
anhand der Zeichnung beschrieben. Es zeigt
Fig. 1 eine Vorrichtung zur elektroerosiven
Oberflächenbearbeitung einer Walze mit
zwei geradlinigen Führungsmechanismen im
Querschnitt;
Fig. 2 eine Vorrichtung mit zwei schwenkbaren
Führungsmechanismen unter dem Werkstück;
Fig. 3 eine Vorrichtung mit einem schwenkbaren
Führungsmechanismus neben dem Werkstück;
Fig. 4 einen Längsschnitt durch einen
Elektrodenträger;
Fig. 5 einen einstellbaren Zapfen der Vor
richtung mit schwenkbarem Führungsme
chanismus.
Die Vorrichtung zur funkenerosiven Bearbeitung von
rotationssymmetrischen Werkstücken großer Durchmesser
enthält eine Wanne 3 (Fig. 1), über der das Werkstück
1 drehbar so gelagert ist, daß sein Unterteil in die
in der Wanne 3 befindliche dielektrische Flüssigkeit
4 eintaucht. Unter dem Werkstück 1 sind in der dielek
trischen Flüssigkeit 4 zwei Träger 6 symmetrisch zur
Längsachse der Wanne 3 angeordnet. Auf jedem Träger 6
sind auf einer elektrischen Isoliereinlage 7 vier
Elektroden 5 mit gegenseitigen Zwischenabständen 2
angeordnet. An jedem Träger 6 sind untere Pratzen 8
befestigt, in welchen Schrauben 9 eingeschraubt sind.
Mittels dieser Schrauben 9 sind die Träger 6 in Nuten
11 von Haltern 10 verstellbar gelagert. Die Halter 10
sind an den unteren Enden von abgewinkelten Tragbal
ken 17 befestigt. In Buchsen am oberen Ende der Trag
balken 17 sind Stangen 18 eingepaßt, deren untere Tei
le in Wälzlagern 20 in ortsfesten Führungsbuchsen 19
gelagert sind. An den Tragbalken 17 bzw. den Stangen
18 sind - in Fig. 1 nicht dargestellte - Vorschub-
bzw. Stellvorrichtungen angeschlossen.
Die zweite Einrichtung nach Fig. 2 weist Träger
6 mit den Elektroden 5 zu beiden Seiten der Wannen
längsachse auf, die der Ausführung nach Fig. 1 ent
sprechen. Wie in Fig. 4 gezeigt, ist je ein Träger 6
mit den Elektroden 5 über Pratzen 8 schwenkbar an
einem Träger 10 und an Schwinghebeln 23 derart be
festigt, daß die Mittelachse der Elektroden 5 etwa
radial zum drehangetriebenen Werkstück 1 verläuft.
Die Halter 10 sind an den Schwinghebeln 23 befestigt,
die mit einem horizontalen Arm unterhalb des Werk
stückes 1 um zentrale Bolzen 25 an Konsolen 24 auf dem
Boden der Wanne 3 schwenkbar gelagert sind. Die obe
ren Enden der Schwinghebel 23 sind oberhalb der Wanne
3 mittels Bolzen 12 an Zugstangen 14 gelenkig verbun
den, die über Zwischenglieder 13 an Kolbenstangen 15
von Vorschubeinheiten 16 angelenkt sind. Die Vorschub
einheiten 16 sind durch Winkeleisen 26 an der Wanne
3 befestigt.
Bei der dritten Vorrichtung nach Fig. 3 und 5
entsprechen die Träger 6 mit den Elektroden 5 den
vorherigen Ausführungen, wobei die zur Achse 2 paralle
len Halter 10 im Bad an Hebeln 22 starr befestigt sind.
Am horizontal abgewinkelten oberen Ende der Hebel 22
ist eine mit einem Zahnsegment 21 fest verbundene Ver
bindungsstange 29 befestigt. In der Verbindungsstange
29 sind einstellbare Tragbolzen 27 drehbar gelagert,
die in der eingestellten Lage durch die Sicherungs
schrauben 30 fixiert sind. Ein Endteil jedes Bolzens
27 bildet einen Exzenter 31, der in einem an der Wanne
3 befestigten Steg 28 gelagert ist. Das Zahnsegment
steht im Eingriff mit einer Zahnspindel der Vorschub
einheit 16.
Die Funktion der Einrichtung zur Funkenerosion von
rotationssymmetrischen Werkstücken großer Durchmesser
ist folgende: Die Elektroden 5 werden außerhalb der
Einrichtung in der elektroisolierenden Einlage 7 des
Trägers 6 so befestigt, daß ihre aktiven Kanten dem
Umriß des Werkstückes 1 folgen, was durch Anlage der
Elektroden 5 an die Oberfläche des Werkstückes 1 kon
trolliert wird. Die Träger 6 mit den Elektroden 5 wer
den mittels der Schrauben 9 in die Nuten 11 des Hal
ters 10 eingelegt und die Schrauben 9 werden leicht
angezogen. Dann wird das Werkstück 1 in die Einrich
tung eingelegt, die Schrauben 9 werden gelöst und die
Lage der Elektroden 5 wird durch Andruck auf die Trä
ger 6 so eingestellt, daß alle Elektroden 5 die ganze
Länge der Oberfläche des Werkstückes 1 berühren. In die
ser Lage werden durch das Anziehen der Schrauben 9 die
Träger 6 mit dem Halter 10 verbunden. Durch das be
schriebene Vorgehen wird sichergestellt, daß möglichst
alle Elektroden 5 nach der Einrichtung ihre Bearbei
tungstätigkeit über die gesamte Länge gleichzeitig be
ginnen. Die Wanne 3 wird mit der dielektrischen Flüssig
keit 4 bis zum dargestellten Niveau gefüllt, das Werk
stück 1 wird in eine Drehbewegung gesetzt und Strom
wird von den Elektroden 5 und dem Werkstück 1 von nicht
dargestellten Mehrkanal-Generatoren zugeführt, worauf
die funkenerosive Bearbeitung beginnt. Wenn trotz die
sem Einstellvorgang die Bearbeitung durch die Elektro
den 5 nicht auf der ganzen Länge des Werkstückes 1 be
ginnt, werden sie an der Nichtarbeitsseite zusammen mit
dem Träger 6 und dem Halter 10 durch eine feine Ver
drehung des Bolzens 27 während des Betriebes angenähert
und der Bolzen 27 wird anschließend in der eingestell
ten Lage durch die Sicherungsschraube 30 fixiert. Selbst
verständlich wird während der Bearbeitung der Walze der
notwendige Arbeitsspalt zwischen den Elektroden und der
Walzenfläche eingehalten. Zum Ausgleich des Elektroden
abbrandes während der Bearbeitung und damit auch zur
Konstanthaltung des Arbeitsspaltes werden die außer
halb der Wanne 3 angeordneten Vorschubeinrichtungen
16 entsprechend betätigt, die über die Winkelarme 17
oder die Schwinghebel 22 bzw. 23 eine entsprechende
Annäherung der Elektroden 5 bewirken.
Die Erfindung ist nicht auf die dargestellten Aus
führungsbeispiele beschränkt. So können beispielswei
se die Elektroden 5 mit ihren Trägern 6 auch durch an
dere Befestigungs- und Einstellmittel wie z. B. Stell
schrauben an den Haltern 10 festgelegt sein. Ferner
können auch Führungsmittel an den Stirnseiten der
Wannen vorgesehen sein, um die Einstell- und Vorschub
bewegungen der Halter 10 mit den Elektroden 5 zu ver
einfachen und zu stabilisieren. Schließlich kann bei
den Auführungen nach Fig. 1 und 2 auch eine Einstell
vorrichtung zwischen den oberen Enden der Arme 17 bzw.
der Schwinghebel 23 und der Vorschubeinrichtung 16 vor
gesehen sein, deren Wirkungsweise derjenigen nach Fig. 5
entspricht und die eine Feineinstellung mit Fixierung
der Elektrodenlage ermöglicht. Zu diesem Zweck können
z. B. die Zwischenstücke 14 der Ausführung nach Fig. 2
als Stellspindeln ausgebildet sein bzw. an den Stangen
18 der Ausführung nach Fig. 1 können Stellmittel an
greifen, die eine genaue Lagepositionierung der Trag
balken ermöglichen. Um von Beginn an mit vollem Effekt
arbeiten zu können, empfiehlt es sich, die Elektroden
nach ihrer Befestigung auf dem gemeinsamen Träger 6
so zu bearbeiten, daß sie eine der Kontur des Werk
stückes 1 angepaßte Stirn haben und der Arbeitsspalt
zwischen jeder Elektrode 5 und dem Werkstück 1 gleich
groß ist.
Claims (8)
1. Vorrichtung zur elektroerosiven Bearbeitung von rota
tionssymmetrischen, sich drehenden Werkstücken großer
Durchmesser, die mehrere gesondert gespeiste und auf
einem gemeinsamen Träger gegeneinander isoliert be
festigte Elektroden aufweist, wobei die Träger mit
den Elektroden an autonomen Vorschubeinheiten ange
schlossen sind,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Träger (6) in der zur Achse des Werkstückes
(1) senkrechten Ebene schwenkbar und am Umfang des
Werkstückes (1) hintereinander angeordnet sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß jeder Träger (6) an mindestens einem Halter (10)
einstellbar und um eine zur Werkstückachse (2 a)
parallele Achse (9) schwenkbar angeordnet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß mindestens zwei Halter (10) mit sich über die ge
samte Werkstücklänge erstreckenden leistenförmigen
Elektroden (5) symmetrisch zur vertikalen Mittelebene
im Flüssigkeitsbad angeordnet und auf Tragbalken (17)
montiert sind, die mit ihren Enden seitlich vom Werk
stück (1) aus dem Flüssigkeitsbad (4) herausragen und
mittels der Vorschubeinheiten (16) etwa quer zur Werk
stückachse (2 a) verschiebbar sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß Halter (10) auf schwenkbar unter dem Werkstück (1)
gelagerten Schwinghebeln (23) befestigt sind, deren
obere Enden durch Zwischenstücke (14) an den Vorschub
einheiten (16) gelenkig angeschlossen sind.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß Halter (10) an Hebeln (22) befestigt sind, deren
obere Enden über Verbindungsstangen (29) mit Zahnseg
menten (21) drehfest verbunden sind, welche mit den
Vorschubeinheiten (16) in Eingriff stehen.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Verbindungsstangen (29) mit den Hebeln (22),
dem Halter (10) und dem Träger (6) durch Exzenterbol
zen (27) einstellbar sind, während der obere Bolzen
(27) in der eingestellten Lage durch eine Sicherungs
schraube (30) fixierbar ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Abstände zwischen den achsparallel auf dem
Träger (6) befestigten leistenförmigen Elektroden
(5) größer als die Dicke der Elektroden (5) ist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Stirn der Elektroden (5) der Form des Werk
stückes (1) angepaßt ist und die Abstände zwischen
jeder Elektrode (5) und dem Werkstück (1) gleich
sind.
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