DE3528156C2 - Zahnstangengeber mit Selbsthemmung - Google Patents
Zahnstangengeber mit SelbsthemmungInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen Zahnstangengeber mit Selbsthemmung, welcher ein in
einem Gehäuse angeordnetes, mittels eines Verstellhebels betätigbares Zahnrad und eine
mit dem Zahnrad kämmende Zahnstange aufweist, an die ein Betätigungszug angelenkt ist.
Derartige Zahnstangengeber werden als Geber, d. h. als Mittel zur Eingabe eines Stellweges,
immer dort verwendet, wo über ein Gestänge, über ein Zug-Druck-Kabel o. dgl. die
Fernbetätigung eines Stellgliedes bewirkt werden soll.
Aus der US-PS 30 08 346 ist ein Hebelgeber mit einer Bremseinrichtung bekannt, welcher
einen auf einem Zapfen verdrehbaren Hebelarm und einen diametral dazu angeordneten
Lastarm aufweist, an welchem ein Seilzug o. dgl. angelenkt ist. Die Bremseinrichtung besitzt
einen auf einer kreisförmigen Schiene gleitenden Gleitschuh, welcher sich bei Verdrehen des
Hebelarms in Mitnahmestellung befindet. Wird dagegen über den Lastarm ein Lastmoment in
den Hebelgeber eingeleitet, so bewirkt der Lastarm eine Kippbewegung des Gleitschuhes,
wodurch ein federbelastetes Reibelement in Wirkstellung mit der Gleitschiene tritt und ein
Bremsmoment erzeugt. Nachteilig bei dem bekannten Hebelgeber ist, daß der Hebelarm in
einer geraden Verlängerung der Anlenkung des Betätigungszuges angeordnet sein muß, um
eine Lastmomentsperre aufzubauen. Die Einbaumöglichkeiten an Maschinen sind damit
begrenzt. Darüber hinaus ist der bekannte Hebelgeber aufgrund seiner Lastmomentsperre
und der Anzahl der Teile aufwendig der Konstruktion. Auch ist die Lastmomentsperre infolge
ihrer Federbelastung einem erheblichen Verschleiß unterworfen. Zudem können aufgrund der
relativ geringen Bremsfläche nur relativ kleine Bremsmomente erzeugt werden.
Davon ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen Zahnstangengeber mit
Selbsthemmung anzugeben, welcher sich bei konstruktiv einfachem und kompaktem Aufbau
durch ein relativ großes Bremsmoment bei Einleitung eines nehmerseitigen Lastmomentes
auszeichnet und in seinen Einbaumöglichkeiten bzgl. der Stellung des Verstellhebels frei ist.
Diese Aufgabe wird durch einen Zahnstangengeber mit den im Anspruch 1 angegebenen
Merkmalen gelöst. Besondere Ausführungsformen der Erfindung finden sich in den
Unteransprüchen.
Gemäß diesen Merkmalen besteht die Erfindung darin, den Verstellhebel einerseits und das
Zahnrad andererseits über eine Kupplung mit Spiel getrieblich miteinander zu kuppeln und
mit dem Verstellhebel ein Bremsmittel zu gemeinsamer Drehung zu verbinden, das über ein
Betätigungsmittel immer dann zur Bremsung aktiviert wird, wenn eine Relativbewegung
zwischen dem Zahnrad und dem festen Verstellhebel eintritt, die von dem Zahnrad ausgeht.
Durch die Verbindung des Verstellhebels mit dem Bremsmittel wird erreicht, daß keinerlei
Bremsung auftritt, wenn vom Verstellhebel ausgehend über die Kupplung (nach Durchlaufen
des Spiels) das Zahnrad verstellt wird. Tritt jedoch vom Stellglied bzw. Gestänge o. dgl. eine
Rückwirkung auf das Zahnrad ein, so wirkt dabei das Betätigungsmittel auf das Bremsmittel
ein, das dann seinerseits eine Bremsung bzw. Hemmung des gesamten Zahnstangengebers
bewirkt. Man könnte daher den erfindungsgemäßen Zahnstangengeber auch als
Zahnstangengeber mit Richthemmung bezeichnen. Der erfindungsgemäße
Zahnstangengeber zeichnet sich durch ein relativ großes Bremsmoment bei Einleitung eines
nehmerseitigen Lastmomentes auf den Hebelgeber aus. Durch die Anordnung einer
Kupplung zwischen Verstellhebel und Zahnrad ist erreicht, daß die Stellung des
Verstellhebels bzgl. des Abganges des Betätigungszuges bzw. der Stellung des Zahnrades
beliebig ist. In konstruktiv besonders vorteilhafter Weise bedarf es außer der bei
Zahnstangengeber sowieso vorhandenen Lagerstelle keiner weiteren Lagerung für die
Bremseinrichtung. Darüber hinaus ist die erfindungsgemäße Bremseinrichtung relativ
verschleißarm.
In der Zeichnung ist die Erfindung in einem Ausführungs
beispiel dargestellt. Es zeigen:
Fig. 1 schematisch die Einzelteile des Zahnstangen
gebers in einer perspektivischen, auseinander
gezogenen Darstellung.
Fig. 2 eine Ansicht des Zahnrades in Richtung des
Pfeiles A der Fig. 1.
In Fig. 1 ist mit 1 die Zahnstange eines Zahnstangen
gebers bezeichnet, die von einem Zahnrad verschoben
wird, das im gezeigten Ausführungsbeispiel als Zahn
radsegment 2 ausgebildet ist. Letzteres wird über ein
Kupplungsteil 3 gedreht, das mit einem Verstellhebel 4
fest verbunden ist.
Die getriebliche Verbindung zwischen dem Verstell
hebel 4 über das Kupplungsteil 3 mit dem Zahnradseg
ment 2 ist am besten aus Fig. 2 zu erkennen. Aus dieser
Figur ist ersichtlich, daß sowohl das Kupplungsteil 3
mit Klauen 3a, 3a′ versehen ist, als auch das Zahnrad
segment 2 mit Klauen 2a. Diese Klauen greifen in der
gezeigten Weise mit Spiel ineinander, so daß es sich bei
dieser getrieblichen Verbindung um eine Klauenkupplung
mit Spiel handelt.
In fertig montiertem Zustand durchgreift das Kupplungs
teil 3 einen Bremsring 5, der in einem Bremstopf 6
gelagert ist, welcher in dem sonst nicht weiter dar
gestellten Gehäuse 7 des Zahnstangengebers angeformt
ist. Der Bremsring 5 besteht aus Gummi, Hartgummi,
Kunststoff oder einem ähnlichen elastischen Material
und hat einen Schlitz 8 in axialer Richtung.
Er besitzt am Schlitz zwei nach innen vorgezogene
Wülste 5a, hinter die in montiertem Zustand die beiden
in der Darstellung oberen Klauen 3a′ des Kupplungs
teiles 3 greifen.
Das Zahnradsegment 2 hat an seinem Umfang einen
V-förmigen Ausschnitt 9, in den ein Steg 10 eingesetzt
ist. Dieser Steg ist ein einfaches, im wesentlichen
rechteckig geformtes Blechstück, das lose eingelegt
ist und in dem V-Ausschnitt wie in einer Lagerstelle
in Umfangsrichtung des Zahnradsegmentes 2 kippen kann.
In montiertem Zustand greift dieser Steg in den Schlitz
8 des Bremsringes 5 ein.
Die Wirkungsweise dieser Bauelemente ist folgende:
Bei normaler Verstellung des Zahnstangengebers mittels des Verstellhebels 4 treffen nach Durchlaufen des vor gegebenen Spiels die Klauen 2a, 3a aufeinander und drehen das Zahnradsegment 2, das seinerseits die Zahn stange 1 mit dem daran angelenkten Gestänge 1a ver schiebt.
Bei normaler Verstellung des Zahnstangengebers mittels des Verstellhebels 4 treffen nach Durchlaufen des vor gegebenen Spiels die Klauen 2a, 3a aufeinander und drehen das Zahnradsegment 2, das seinerseits die Zahn stange 1 mit dem daran angelenkten Gestänge 1a ver schiebt.
An dieser Drehbewegung nimmt auch der Bremsring 5 von
Anfang an teil, und zwar wird er von den Klauen 3a′
mitgenommen, die farmschlüssig hinter die Wülste 5a
greifen.
Während der Relativbewegung des Bremsringes 5 zum
Zahnradsegment 2 am Beginn der Drehung - bis das Spiel
durchlaufen ist - kippt der Steg 10 zwar in Drehrich
tung und stellt sich etwas schräg. Dies führt jedoch zu
keinem Auseinanderdrücken des Bremsringes 5, da dieser
selbst an der Drehbewegung teilnimmt und daher der
Schlitz 8 mit dem kippenden Vorderteil des Steges 10
mitwandert. Eine Verstellung des Zahnstangengebers vom
Verstellhebel 4 her ist daher jederzeit ohne Auftreten
einer Bremswirkung möglich.
Erfolgt jedoch eine Rückwirkung vom nichtgezeigten
Stellglied über das Gestänge und die Zahnstange 1
auf das Zahnradsegment 2, d. h. wird versucht, vom Zahn
radsegment 2 her den Geber zu verstellen, so dreht sich
das Zahnradsegment 2 relativ zum Bremsring 5, wobei
der Steg 10 ebenfalls gekippt wird. In diesem Falle
wird die Kippung des Steges 10 aber nicht durch ein
Mitwandern des Bremsringes 5 kompensiert. Der Brems
ring 5 bleibt vielmehr stationär, so daß der Steg 10
im Schlitz 8 verkantet und den Bremsring 5 auseinander
spreizt. Letzterer wird dadurch mit seiner Außenwand
gegen die Innenwand des Bremstopfes 6 gedrückt.
Dadurch erfolgt eine Bremsung bzw. Sperrung des gesamten
Getriebes. Die Richtwirkung der Selbsthemmung in dem
erfundenen Zahnstangengeber wird somit folgendermaßen
erreicht:
In beiden Antriebsfällen, d. h. sowohl bei der Drehung des Getriebes vom Verstellhebel 4 her als auch bei der Drehung des Getriebes vom Zahnradsegment 2 her, stellt sich der Steg 10 schräg.
In beiden Antriebsfällen, d. h. sowohl bei der Drehung des Getriebes vom Verstellhebel 4 her als auch bei der Drehung des Getriebes vom Zahnradsegment 2 her, stellt sich der Steg 10 schräg.
Beim Verstellen vom Verstellhebel 4 her führt dies
jedoch nicht zu einem Auseinanderdrücken des Brems
ringes 5. Der Bremsring 5 macht diese Drehbewegung
vielmehr mit, er weicht quasi der Schrägstellung des
Steges 10 aus und wird daher von diesem nicht gespreizt.
Beim Verstellen des Getriebes vom Zahnradsegment 2
her bleibt der Bremsring 5 jedoch stehen, so daß er
von dem sich schräg stellenden Steg 10 auseinander
gedrückt wird und durch seine Anlage am Topf 6 jede
Drehung sperrt.
Claims (3)
1. Zahnstangengeber mit Selbsthemmung, welcher ein in einem Gehäuse angeordnetes,
mittels eines Verstellhebels (4) betätigbares Zahnrad (2) und eine mit dem Zahnrad (2)
kämmende Zahnstange (1) aufweist, an die ein Betätigungszug (1a) angeschlossen ist,
wobei der Verstellhebel (4) und das Zahnrad (2) mittels einer zweigeteilten
Klauenkupplung (2a; 3a) mit Spiel getrieblich zu gemeinsamer Drehung miteinander
verbunden sind, wobei ein geschlitzter Bremsring (5) mit dem verstellhebelfesten
Kupplungsteil (3) zu gemeinsamer Drehung formschlüssig verbunden ist und sich in den
Schlitz (8) des Bremsringes (5) ein mit dem zahnradfesten Kupplungsteil (2a) getrieblich
verbundenes Betätigungselement (10) erstreckt, welches bei einer Relativbewegung des
Zahnrades (2) zum feststehenden Verstellhebel (4) bzw. zum verstellhebelfesten
Kupplungsteil (3) den Bremsring (5) unter Anpressen gegen einen äußeren Bremstopf (6)
auseinanderspreizt.
2. Zahnstangengeber nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das
Betätigungselement als Steg (10) ausgebildet ist, der sich aus dem Zahnrad (2) bzw. aus
dem zahnradfesten Kupplungsteil (2a) in Achsrichtung in den Schlitz (8) des Bremsringes
(5) erstreckt und im Zahnrad (2) in einer V-förmigen Ausnehmung (9) in Umfangsrichtung
des Zahnrades (2) kippbar gelagert ist.
3. Zahnstangengeber nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Bremsring
aus Gummi, Hartgummi, Kunststoff oder einem ähnlichen elastischen Werkstoff besteht.
Priority Applications (2)
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|---|---|---|---|
| DE19853528156 DE3528156C2 (de) | 1985-08-06 | 1985-08-06 | Zahnstangengeber mit Selbsthemmung |
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| DE3528156A1 DE3528156A1 (de) | 1987-03-26 |
| DE3528156C2 true DE3528156C2 (de) | 1995-08-31 |
Family
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Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
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Country Status (2)
| Country | Link |
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| FR (1) | FR2586116B1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102015115654A1 (de) * | 2015-09-17 | 2017-03-23 | Meflex Telecontrol Gmbh & Co. Kg | Geber zur Gemischverstellung einer Verbrennungskraftmaschine |
| DE102019109026A1 (de) * | 2019-04-05 | 2020-10-08 | Wacker Neuson Produktion GmbH & Co. KG | Steuervorrichtung mit Seiltrommel zur Drehzahleinstellung bei einem Antriebsmotor |
Family Cites Families (3)
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|---|---|---|---|---|
| DE844252C (de) * | 1951-03-14 | 1952-07-17 | Walter Dipl-Ing Hartung | Drosselgliedsteuerung fuer Brennkraftmaschinen in Kraftfahrzeugen |
| US3008346A (en) * | 1958-01-16 | 1961-11-14 | Eugene E Poncel | Irreversible linkage |
| DE3028012A1 (de) * | 1980-07-24 | 1982-02-18 | Alfred Teves Gmbh, 6000 Frankfurt | Stufenlos verstellbarer gelenkbeschlag, insbesondere fuer kraftfahrzeugsitze |
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1985
- 1985-08-06 DE DE19853528156 patent/DE3528156C2/de not_active Expired - Fee Related
-
1986
- 1986-08-06 FR FR8611552A patent/FR2586116B1/fr not_active Expired - Fee Related
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102015115654A1 (de) * | 2015-09-17 | 2017-03-23 | Meflex Telecontrol Gmbh & Co. Kg | Geber zur Gemischverstellung einer Verbrennungskraftmaschine |
| DE102015115654B4 (de) * | 2015-09-17 | 2018-10-31 | Meflex Telecontrol Gmbh & Co. Kg | Geber zur Gemischverstellung einer Verbrennungskraftmaschine |
| DE102019109026A1 (de) * | 2019-04-05 | 2020-10-08 | Wacker Neuson Produktion GmbH & Co. KG | Steuervorrichtung mit Seiltrommel zur Drehzahleinstellung bei einem Antriebsmotor |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3528156A1 (de) | 1987-03-26 |
| FR2586116B1 (fr) | 1990-01-05 |
| FR2586116A1 (fr) | 1987-02-13 |
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