DE3523003A1 - Verfahren zur oberflaechenbeschichtung von metallen - Google Patents
Verfahren zur oberflaechenbeschichtung von metallenInfo
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- C23—COATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; CHEMICAL SURFACE TREATMENT; DIFFUSION TREATMENT OF METALLIC MATERIAL; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL; INHIBITING CORROSION OF METALLIC MATERIAL OR INCRUSTATION IN GENERAL
- C23C—COATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; SURFACE TREATMENT OF METALLIC MATERIAL BY DIFFUSION INTO THE SURFACE, BY CHEMICAL CONVERSION OR SUBSTITUTION; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Beschich
tung von Metallen zur Verbesserung der Gebrauchseigen
schaften, bei dem auf einen festen metallischen Werkstoff,
insbesondere ein Bauteil, ein in schmelzflüssigem Zustand
befindliches metallisches Beschichtungsmaterial aufge
bracht wird.
Die Beschichtung von metallischen Werkstoffen mit anderen
Metallen oder Metallegierungen zur Verbesserung der Ge
brauchseigenschaften, z. B. des Verschleißes, der Korro
sionsbeständigkeit, der Gleiteigenschaften, der optischen
Eigenschaften, der Hitzebeständigkeit und dergleichen, ge
hört zum Stand der Technik. Die Metalle oder Metallegie
rungen werden im allgemeinen elektro-chemisch, physikalisch
oder auch rein mechanisch auf den zu beschichtenden Werk
stoff aufgebracht. Es ist ferner bekannt, z. B. beim Feuer
verzinken und Verzinnen, den zu beschichtenden Werkstoff
in ein aus dem Beschichtungsmaterial bestehendes schmelz
flüssiges Bad zu tauchen. Diese Verfahren werden zum Auf
bringen einer korrosionsbeständigen Schicht auf Stahl,
z. B. durch Verzinken oder zur Verbesserung der Verschleiß
eigenschaften und der optischen Eigenschaften, z. B. durch
Verchromen, eingesetzt. Die bekannten Verfahren haben ne
ben ihren Vorteilen spezifische negative Eigenschaften,
die sich beispielsweise in einer schlechten Haftung, Rißig
keit, Porosität der Beschichtung äußern oder darin be
stehen, daß es bei galvanischen Prozessen zu einer Bela
dung des zu beschichtenden Werkstoffes mit Wasserstoff
kommt.
Die Aufgabe, die der Erfindung zugrundeliegt, besteht
darin, ein Verfahren zur Oberflächenbeschichtung zu ent
wickeln, bei dem die vorstehend erwähnten spezifischen
negativen Eigenschaften der bekannten Verfahren weitgehend
vermieden werden oder gar nicht zur Auswirkung kommen und
mit dem es möglich ist, Beschichtungsmaterialien auf einen
metallischen Werkstoff aufzubringen, mit dem bisher eine
Beschichtung mit zufriedenstellendem Ergebnis nicht mög
lich gewesen ist.
Ausgehend von einem Verfahren zur Beschichtung von Metal
len zur Verbesserung der Gebrauchseigenschaften, bei dem
auf einen festen metallischen Werkstoff ein in schmelz
flüssigem Zustand befindliches metallisches Beschichtungs
material aufgebracht wird, besteht die Erfindung darin,
daß das metallische Beschichtungsmaterial in Lösung in
einem metallischen Trägermaterial vorliegt mit der Maßgabe,
daß:
- 1. als Trägermaterial ein metallischer Werkstoff verwendet wird, dessen Schmelzpunkt niedriger liegt als der des zu beschichtenden Werkstoffes,
- 2. als Trägermaterial ein Metall verwendet wird, das in schmelzflüssigem Zustand eine be grenzte Löslichkeit für das zu beschichtende Material und eine Löslichkeit für das Beschich tungsmaterial aufweist,
- 3. als Beschichtungsmaterial ein metallischer Werkstoff verwendet wird, dessen Schmelzpunkt höher ist als der des Trägermaterials und höher oder tiefer sein kann als der des zu beschichten den Werkstoffes und
- 4. als Beschichtungsmaterial ein Werkstoff be nutzt wird, der mit dem zu beschichtenden Werk stoff bei Temperaturen einen Mischkristall bil det, die unterhalb des Schmelzpunktes des Träger materials liegen.
Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Unter
ansprüchen.
Zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens zum
Aufbringen einer metallischen Beschichtung auf ein metalli
sches Bauteil, das aus einem Metall oder einer Legierung
bestehen kann, kann dieses beispielsweise in eine Schmelze
getaucht werden, die aus einem Trägermaterial besteht,
in dem das abzuscheidende Beschichtungsmaterial gelöst
ist. Dieses kann aus einem Metall oder einer Legierung be
stehen. Voraussetzung für die Durchführung des Verfahrens
ist, daß der Werkstoff, aus dem das Bauteil besteht, mit
dem abzuscheidenden Metall bzw. der abzuscheidenden Legie
rung einen Mischkristall bildet, der einen deutlich höhe
ren Schmelzpunkt als das Metall hat, aus dem die Schmelze
des Trägermaterials besteht. Überraschenderweise scheidet
sich dabei auf dem metallischen Bauteil eine Beschichtung
ab, die aus dem Mischkristall besteht, der sich aus dem
metallischen Werkstoff des Bauteils und dem Metall oder
der Metallegierung bildet, aus dem das Beschichtungs
material besteht. Über der Beschichtung scheidet sich beim
Erstarren das Trägermaterial ab, dessen Schmelze lediglich
eine Trägerfunktion zukommt.
Eine andere Möglichkeit, die Beschichtung vorzunehmen, be
steht darin, auf das zu beschichtende Bauteil das Träger
material zusammen mit dem Beschichtungsmaterial im festen
Zustand als Pulver, Paste, Folie oder dergleichen aufzu
legen und auf eine Temperatur zu erhitzen, die oberhalb
des Schmelzpunktes des Trägermaterials liegt. Auch bei
dieser Variante scheidet sich die Beschichtung als Misch
kristall ab. Nach Beendigung des Prozesses kann das Träger
material, wenn es unerwünscht ist, als Schmelze entfernt
oder nach der Erstarrung mechanisch oder chemisch abge
tragen werden. Es kann auch als dünne Schicht über der
eigentlichen Beschichtung belassen werden.
Die Beschichtung kann auch in der Weise erfolgen, daß das
zu beschichtende Bauteil in eine Schmelze des Träger
materials eingetaucht und zusätzlich das Beschichtungs
material in fester Form in die Schmelze eingebracht wird.
Entsprechend dem Lösungsvermögen der Trägerschmelze für
das Metall des Bauteils und des Beschichtungsmaterials
löst die Schmelze diese Bestandteile und scheidet sie
umgehend in Form der gewünschten Beschichtung als Misch
kristall auf dem Bauteil ab. Diese Verfahrensweise setzt
voraus, daß das Beschichtungsmaterial laufend frisch nach
gesetzt wird, da sonst der Mischkristall auch das Be
schichtungsmaterial "versiegelt" und für die weitere Re
aktion unbrauchbar macht. Die Dicke der abzuscheidenden
Schicht kann sowohl durch die Menge des zugegebenen Be
schichtungsmaterials als auch durch die Reaktionstempera
tur gesteuert werden, da das Lösungsvermögen des Träger
materials für das Beschichtungsmaterial und das Material
des zu beschichtenden Werkstückes temperaturabhängig ist.
Das Verfahren gemäß vorliegender Erfindung bietet eine
Reihe von Anwendungsmöglichkeiten, beispielsweise bei der
Reparatur von Triebwerksteilen von Flugkörpern, zu deren
Beschichtung zum Zwecke der Verbesserung der Heißgas
korrosionsbeständigkeit, zum Korrosionsschutz von Teilen
aus dem Schiffs- und Apparatebau und Elementen für die
Befestigungstechnik sowie bei der Beschichtung von elek
tronischen Bauteilen und Verschleißteilen im Maschinen-
und Fahrzeugbau zur Verbesserung der tribologischen Eigen
schaften.
Eine Schmelze aus Kupfer, die ca. 6% Kobalt enthält,
wird auf eine Temperatur von ca. 1130°C erhitzt. In die
Schmelze wird ein Bauteil aus Stahl eingetaucht. Nach
kurzer Zeit scheidet sich auf dem Bauteil ein Fe-Co-
Mischkristall in Form einer kompakten, dichten, gut haften
den Beschichtung ab. Der Mischkristall hat die Eigenschaft,
die Hochtemperaturbeständigkeit des Substrats zu verbes
sern und das Substrat gegen eine weitere Auflösung durch
flüssige Metalle zu versiegeln.
Eine Schmelze aus Kupfer, die ca. 10% Silizium und ca.
5% Chrom enthält, wird auf eine Temperatur von ca. 1100°C
erhitzt. In die Schmelze wird ein Bauteil aus Stahl ein
getaucht; es bildet sich nach kurzer Zeit eine sehr kom
pakte, hoch siliziumhaltige Beschichtung, die aus einem
Fe-Si-Cr-Mischkristall besteht.
Claims (8)
1. Verfahren zur Beschichtung von Metallen zur Verbesse
rung der Gebrauchseigenschaften, bei dem auf einen festen
metallischen Werkstoff, insbesondere ein Bauteil, ein in
schmelzflüssigem Zustand befindliches metallisches Be
schichtungsmaterial aufgebracht wird, dadurch
gekennzeichnet, daß das metallische Be
schichtungsmaterial in Lösung in einem metallischen Trä
germaterial vorliegt mit der Maßgabe, daß:
- 1. als Trägermaterial ein metallischer Werk stoff verwendet wird, dessen Schmelzpunkt niedri ger liegt als der des zu beschichtenden Werk stoffes,
- 2. als Trägermaterial ein Metall verwendet wird, das in schmelzflüssigem Zustand eine begrenzte Löslichkeit für das zu beschichtende Material und eine Löslichkeit für das Beschichtungsmaterial aufweist,
- 3. als Beschichtungsmaterial ein metallischer Werkstoff verwendet wird, dessen Schmelzpunkt höher ist als der des Trägermaterials und höher oder tiefer sein kann als der des zu beschichten den Werkstoffes und
- 4. als Beschichtungsmaterial ein Werkstoff be nutzt wird, der mit dem zu beschichtenden Werk stoff bei Temperaturen einen Mischkristall bil det, die unterhalb des Schmelzpunktes des Trä germaterials liegen.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der zu beschichtende Werkstoff und/oder das Be
schichtungsmaterial und/oder das Trägermaterial aus einer
Legierung bestehen.
3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch ge
kennzeichnet, daß der zu beschichtende Werkstoff aus
Stahl, das Trägermaterial aus Kupfer und das Beschichtungs
material aus Kobalt bestehen.
4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch ge
kennzeichnet, daß der zu beschichtende Werkstoff aus
Stahl, das Trägermaterial aus Kupfer und das Beschichtungs
material aus einer Silizium-Chrom-Legierung bestehen.
5. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch ge
kennzeichnet, daß das zu beschichtende Bauteil in eine
Schmelze eingetaucht wird, die aus einem Trägermaterial
besteht, in dem das abzuscheidende Beschichtungsmaterial
gelöst ist.
6. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch ge
kennzeichnet, daß auf das zu beschichtende Bauteil das
Trägermaterial zusammen mit dem Beschichtungsmaterial im
festen Zustand als Pulver, Paste, Folie oder dergleichen
aufgelegt und auf eine Temperatur erhitzt wird, die ober
halb des Schmelzpunktes des Trägermaterials liegt.
7. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch ge
kennzeichnet, daß das zu beschichtende Bauteil in eine
Schmelze des Trägermaterials eingetaucht und in die
Schmelze zusätzlich das Beschichtungsmaterial in fester
Form, vorzugsweise als Pulver, eingebracht wird.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,
daß das Beschichtungsmaterial nach dem Eintauchen des
Bauteils in die Schmelze des Trägermaterials laufend
frisch nachgesetzt wird, wobei die Stärke und Zusammen
setzung der abzuscheidenden Schicht sowohl durch die Menge
des zugegebenen Beschichtungsmaterials als auch durch die
Reaktionstemperatur und -zeit gesteuert wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19853523003 DE3523003A1 (de) | 1985-06-27 | 1985-06-27 | Verfahren zur oberflaechenbeschichtung von metallen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19853523003 DE3523003A1 (de) | 1985-06-27 | 1985-06-27 | Verfahren zur oberflaechenbeschichtung von metallen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3523003A1 true DE3523003A1 (de) | 1987-01-02 |
Family
ID=6274352
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19853523003 Withdrawn DE3523003A1 (de) | 1985-06-27 | 1985-06-27 | Verfahren zur oberflaechenbeschichtung von metallen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3523003A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4414095A1 (de) * | 1994-04-22 | 1995-10-26 | Alcan Gmbh | Verfahren zum Verbinden zweier Werkstücke aus Metall zu einem Verbundbauteil |
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-
1985
- 1985-06-27 DE DE19853523003 patent/DE3523003A1/de not_active Withdrawn
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