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DE3522871A1 - Verfahren zum schrittweisen stillsetzen von rotor-offenendspinnmaschinen und vorrichtung zum durchfuehren dieses verfahrens - Google Patents

Verfahren zum schrittweisen stillsetzen von rotor-offenendspinnmaschinen und vorrichtung zum durchfuehren dieses verfahrens

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Publication number
DE3522871A1
DE3522871A1 DE19853522871 DE3522871A DE3522871A1 DE 3522871 A1 DE3522871 A1 DE 3522871A1 DE 19853522871 DE19853522871 DE 19853522871 DE 3522871 A DE3522871 A DE 3522871A DE 3522871 A1 DE3522871 A1 DE 3522871A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
spinning
speed
take
drive
yarn
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE19853522871
Other languages
English (en)
Inventor
Jiri Usti nad Orlici Bace
Miroslav Dipl.-Ing. Boucek
Frantisek Dipl.-Ing. Burasek
Miloslav Dipl.-Ing. Usti nad Orlici Jiskra
Zdenek Chocen Silar
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Vyzkumny Ustav Bavlnarsky AS
Original Assignee
Vyzkumny Ustav Bavlnarsky AS
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Vyzkumny Ustav Bavlnarsky AS filed Critical Vyzkumny Ustav Bavlnarsky AS
Publication of DE3522871A1 publication Critical patent/DE3522871A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01HSPINNING OR TWISTING
    • D01H4/00Open-end spinning machines or arrangements for imparting twist to independently moving fibres separated from slivers; Piecing arrangements therefor; Covering endless core threads with fibres by open-end spinning techniques
    • D01H4/42Control of driving or stopping
    • D01H4/44Control of driving or stopping in rotor spinning

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Spinning Or Twisting Of Yarns (AREA)

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Stillsetzen von
  • Rotor-Offenendspinnmaschinen mit Arbeitsstellen, die mit Mitteln zum Zuführen und Verspinnen von Fasermaterial in Spinnrotoren sowie Mitteln zum Abziehen und Aufwickeln des ausgesponnenen Garnes auf Spulen versehen sind, und eine Vorrichtung zum Durchführen dieses Verfahrens.
  • Beim Stillsetzen der Rotor-Spinnmaschine kommt es zu einem sogenannten simultanen Bruch des ausgesponnenen Garnes an allen Arbeitsstellen bzw. Spinneinheiten. Nach diesem Fadenbruch ist es dann beim Wiederingangsetzen der Maschine erforderlich, das Garn entweder von Hand oder mit Hilfe einer automatischen fahrbaren Anspinneinrichtung anzuspinnen, was ein zeitraubender Vorgang ist. Infolgedessen sind die Rotor-Offenendmaschinen in der Regel mit einer Einrichtung zum simultanen Anspinnen versehen, wodurch die gebrochenen Fadenenden an allen Spinneinheiten auf einmal entweder durch Reversierung der Garnabzugswalzen (CS-PS 128 998) oder durch Auflösen einer beim Stillsetzen der Maschine vorgebildeten Fadenschlinge (DE-OS 15 60 998) in die Spinnrotoren zurückkehren. Bei einem solchen simultanen Anspinnprozeß darf jedoch das Fadenende beim Stillsetzen der Maschine das in den Spinnrotor einmündende Garnabzugsrohr nicht verlassen. Das Stillsetzen der Garnabzugs- und -spulwalzen wird dabei mit Hilfe elektromagnetischer Bremsen vorgenommen. Diese halten beim Stillsetzen der Maschine sowohl den abzuziehenden Faden als auch den auf die Spule aufzuwickelnden Garnkörper an, bevor das Garnende das Abzugsrohr verlassen hat. Bei hochtourigen Rotor-Offenendspinnmaschinen, die fähig sind, Garn zu Großgewicht-Garnkörpern auszuspinnen, besteht jedoch das Problem des Stillsetzens der Maschine, ohne daß ein Schlupf des Garnkörpers an der Spulwalze wegen Trägheit und infolgedessen ein Fadenbruch im Bereich der Abzugseinrichtung der Maschine auftritt.
  • Für einen solchen Fall wurde schon vorgeschlagen, den Garnkörper durch Reversierung der Spulwalze abzubremsen, gegebenenfalls eine Spul- bzw. Changierwalze mit höherem Koeffizient der Reibung an den mit dem Garnkörper in Berührung kommenden Reibflächen (CS-Urheberscheine 184 037, 183 095) einzusetzen.
  • Diese Maßnahme erwies sich jedoch bei hohem Gewicht des Garnkörpers und bei höheren Garnabzugsgeschwindigkeiten von mehr als 80 bis 100 m pro Minute als wenig wirksam, da in diesem Fall die Trägheitskraft des Garnkörpers so hoch wird, daß dessen Schlupf nicht verhindert werden kann. Obwohl in diesem Fall beim Stillsetzen der Maschine nur ein geringer Schlupf lediglich bei einigen Garnkörpern erfolgt, wobei die Fadenenden noch in den Abzugsrohren bleiben, nimmt der Prozentsatz der erfolgreichen Anspinnvorgänge in den Spinneinheiten nach dem Wiederingangsetzen der Maschine erheblich ab, da sich die Fadenenden in diesen Fällen in ungleichen Abständen von den Spinnrotoren befinden. Es wurde daher vorgeschlagen, die Fadenenden auf einen gleichen Abstand von den Spinnrotoren mit Hilfe einer speziellen automatischen Warteeinrichtung zu bringen, gegebenenfalls auch eine Garnvorratsschlinge für den simultanen Anspinnprozeß (DE-OS 32 05 535) zu bilden. Dieser Vorgang ist jedoch sowohl vom Gesichtspunkt der für die Herstellung solcher fahrbarer Warteeinrichtungen aufzuwendenden Kosten als auch der für die Aufbereitung der einzelnen Fadenenden durch diese Warteeinrichtung notwendigen Zeit ziemlich aufwendig.
  • Ein gemeinsamer Nachteil der herkömmlichen Systeme zum Stillsetzen der Rotor-Offenendspinnmaschinen besteht in der Entstehung verschiedener mechanischer Stöße in Antriebsmechanismen der Abzugs- und Spulwalzen infolge jähen Abbremsens, was wiederum eine Verkürzung der Lebensdauer dieser Mechanismen zur Folge hat.
  • Die Erfindung soll die oben erwähnten Probleme des Stillsetzens von Rotor-Offenendspinnmaschinen bei relativ hohen Garnabzugsgeschwindigkeiten eliminieren und ihr liegt die Aufgabe zugrunde, ein solches Verfahren zu schaffen, bei dem während des Aufwickelns von Großgewicht-Spulen keine Schlupfgefahr droht, die Fadenenden in den Abzugsrohren in vorbestimmten Abständen von den Spinnrotoren zuverläßlich angehalten werden und bei dem keine übermäßigen mechanischen Stöße entstehen.
  • Diese Aufgabe wird durch ein verbessertes Verfahren zum schrittweisen Stillsetzen von Rotor-Offenendspinnmaschinen gelöst, das erfindungsgemäß darin besteht, daß vor dem Stillsetzen der Maschine die Drehzahl der Spinnrotoren und dementsprechend zumindest annähernd proportional auch die Geschwindigkeit der Fasermaterialzufuhr sowie die Abzugs- und Wickelgeschwindigkeit des ausgesponnenen Garnes schrittweise vermindert werden, wobei bei der Abnahme dieser Geschwindigkeiten auf mindestens 70 % ihrer Betriebswerte zunächst an allen Arbeitsstellen die Fasermaterialzufuhr und nachher der Abzug sowie das Aufwickeln des Garnes abgestellt werden.
  • Durch die schrittweise Verminderung der Betriebsgeschwindigkeit der Rotor-Offenendspinnmaschine vor deren vollständigen Anhalten werden technologisch günstige Bedingungen zum schrittweisen Vermindern der Wickelgeschwindigkeit der aufzuwickelnden Garnspulen erzielt, was die Möglichkeit deren Schlupfes im Augenblick des vollständigen Anhaltens der Maschine eliminiert und zugleich die Entstehung übermäßiger mechanischer Stöße in den Antriebsmechanismen der Abzugs- und Spulwalzen vermeidet.
  • Gegenstand der Erfindung ist auch eine Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens zum schrittweisen Stillsetzen von Rotor-Offenendspinnmaschinen mit Arbeitsstellen in Form von Spinneinheiten, die mit einem angetriebenen Spinnrotor sowie einem angetriebenen, durch elektromagnetische Kupplung betätigbaren Fasermaterialzufuhrmechanismus, und mit angetriebenen, durch elektromagnetische Kupplung betätigbaren Abzugswalzen und mit ihnen verkoppelten Spulwalzen zum Abziehen bzw. Aufwickeln des ausgesponnenen Garnes versehen sind. Diese Vorrichtung kennzeichnet sich erfindungsgemäß dadurch, daß zwischen dem Antrieb der Spinnrotoren und dem Antrieb der Abzugswalzen und der Fasermaterialzufuhrmechanismen eine kinematische, durch Mittel zum gleichlaufenden Vermindern der Betriebsgeschwindigkeitswerte beim Stillsetzen der Maschine betätigbare Kopplung gebildet ist.
  • Ein bevorzugtes Merkmal der Erfindung besteht darin, daß die Mittel zum Betätigen der kinematischen Kopplung Umformer der Frequenz des Antriebs der Spinnrotoren und des Antriebs der Abzugswalzen sowie der Zufuhrmechanismen sind, wobei die Frequenzumformer mit Auswertungskreisen eines Komparators verschaltet sind. Der Einsatz der Frequenzumformer ist vorteilhaft, weil dabei die unter Verwendung der mechanischen Ubersetzungsmechanismen vorkommenden Verluste an Energie herabgesetzt werden und die Lebensdauer dieser Mittel steigt.
  • Bei den Rotor-Offenendspinnmaschinen, wo zum kontinuierlichen Andern der Garnabzugs- und -wickelgeschwindigkeit zusammen mit dem Andern der Geschwindigkeit der Fasermaterialzufuhr eine Variator-Getriebeschaltung eingesetzt ist, ist es der Erfindung gemäß vorteilhaft, daß die Mittel zum Betätigen der kinematischen Kopplung Umformer der Frequenz des Antriebs der Spinnrotoren und eine Servolenkung einer Getriebeschaltung eines Variators sind, wobei die Frequenzumformer und die Servolenkung mit Auswertungskreisen eines Komparators verschaltet sind.
  • Der Erfindung gemäß läßt sich auch beim schrittweisen Stillsetzen der Rotor-Offenendspinnmaschine eine verhältnismäßig lange Zeitspanne des durch Trägheit verursachten Nachlaufs der Spinnrotoren nach dem Abstellen deren Antriebs ausnutzen. Für diesen Fall ist es erfindungsgemäß vorteilhaft, daß das Mittel zum Betätigen der kinematischen Kopplung ein Fühler eines Drehzahlgebers der nachlaufenden Spinnrotoren ist, wobei der Fühler zusammen mit dem Umformer der Drehzahl des Antriebs der Abzugswalzen und der Zufuhrmechanismen mit Auswertungskreisen des Vergleichsglieds verschaltet ist.
  • Beim Einsatz einer Variator-Getriebeschaltung kann gleichfalls der Erfindung gemäß die Trägheit des Nachlaufs der Spinnrotoren nach dem Abstellen deren Antriebs so ausgenutzt werden, daß das Mittel zum Betätigen der kinematischen Kopplung der Fühler des Drehzahlgebers der nachlaufenden Spinnrotoren ist, wobei der Fühler zusammen mit der Getriebeschaltung des Variators mit Auswertungskreisen des Vergleichsglieds verschaltet ist.
  • Nimmt die Drehzahl der Spinnrotoren auf den erforderlichen Wert ab, ist es notwendig, das vollständige Anhalten der Maschine zu sichern, was erfindungsgemäß dadurch erzielbar ist, daß an die Mittel zum Betätigen der kinematischen Kopplung eine Steuerzentrale zum Ausrücken der elektromagnetischen Faserzufuhrkupplungen und zum zeitlich nachfolgend einstellbaren Ausrücken der elektromagnetischen Garnabzugskupplungen mit gleichzeitigem Einrücken der zugeordneten Bremsen im Augenblick des Erreichens der vorbestimmten Betriebsdrehzahl der Spinnrotoren angeschlossen ist.
  • Zum Einstellen der Zeitspanne zwischen dem Ausrücken der Faserzufuhrkupplungen und dem Ausrücken der Garnabzugskupplungen ist es vorteilhaft, daß die Steuerzentrale mit einem Zeitrelais zum einstellbaren Ausrücken der elektromagnetischen Garnabzugskupplungen versehen ist.
  • Die Vorrichtung zum schrittweisen Stillsetzen der Rotor-Offenendspinnmaschine ermöglicht es, die Maschine beim Beibehalten konstanter Parameter des ausgesponnenen Garnes ohne Schlupf der aufzuwickelnden Garnkörper schonend außer Betrieb zu setzen.
  • Einige bevorzugte Ausführungsformen der Vorrichtung zum schrittweisen Stillsetzen der Rotor-Offenendspinnmaschinen werden im folgenden anhand der Zeichnung näher beschrieben; dabei zeigt: Figur 1 ein Diagramm der Rotordrehzahl, der Faser-Zufuhrgeschwindigkeit und der Faden-Abzugsgeschwindigkeit als Funktion der Zeit beim schrittweisen Stillsetzen der Maschine, Figur 2 ein Blockschaltbild einer mit Betätigungselementen versehenen Arbeitsstelle, Figur 3 eine Querschnittansicht des Spinnrotors mit seinem Antriebsmotor und Figur 4 ein Blockschaltbild einer alternativen Ausführung der mit Betätigungselementen versehenen Arbeitsstelle.
  • Nach Figur 2 sind auf dem Rahmen einer Rotor-Offenendspinnmaschine mehrere aus Offenend-Spinneineheiten 2 bestehende Arbeitsstellen 1 angeordnet. DieSpinneinheiten 2 weisen einen durch eine durchlaufende Schneckenwelle 4 angetriebenen Faserzufuhrmechanismus 3 auf. In der Spinneinheit 2 ist weiter ein von einem zentralen Elektromotor 8 mittels Treibriemens 7 und Riemenscheibe 9 angetriebener Spinnrotor 6 drehbar gelagert. Oberhalb der Spinneinheit 2 ist auf dem Maschinenrahmen eine Abzugswalze 11 mit Druckrollen 12 zum Andrücken des ausgesponnenen Garnes 10 vorgesehen. Die Abzugswalze 11 ist mit einer Spulwalze 13 mittels eines aus Kettenrädern 15, 16 und einer Kette 17 bestehenden Kettengetriebes gekoppelt. Die Abzugswalze 11 ist ferner mit der Welle 21 des Antriebs einer elektromagnetischen Faserzufuhrkupplung 22 mittels einer Kette 20 und Kettenrädern 18, 19 kinematisch verbunden. Der Antrieb der Abzugswalze 11 ist von einem durch einen Frequenzumformer 25 gespeisten Elektromotor 23 abgeleitet. Demgegenüber ist der zentrale Elektromotor 8 von einem Frequenzumformer 25 gespeist. Beide Frequenzumformer 24, 25 sind über Leitungen 27, 28, 29 mit einem Komparator 26 verbunden. In einer alternativen Ausführung kann der zentrale Elektromotor 8 direkt ans Netz angeschlossen sein; in diesem Fall kann man einen Asynchron- oder Mehrpolmotor mit Drehzahlumschalter einsetzen.
  • Seine Riemenscheibe 9 ist in diesem Fall mit dem Fühler 35 eines über eine Leitung 36 mit dem Komparator 26 verbundenen Drehzahlgebers versehen.
  • Nach einer anderen Variante der erfindungsgemäßen Vorrichtung (Figur 4) sind die Arbeitsstellen 1 der Rotor-Offenendspinnmaschine mit Offenend-Spinneinheiten 2 ausgestattet, deren Spinnrotoren 6 jeweils mit einem eigenen vom Frequenzumformer 24 mit elektrischem Strom gespeisten Antriebsmotor 42 versehen sind.
  • Die Abzugswalze 11 mit der Druckrolle 12 und die mit ihr gekoppelte Spulwalze 13 sowie die Schneckenwelle 4 des Faserzufuhrmechanismus 3 sind von einem Elektromotor 50 über einen Variator 49 angetrieben. Der Antrieb der Abzugs- und Spulwalze 11 bzw. 13 ist von einer elektromagnetischen Kupplung-Bremse 51 betätigbar.
  • In der Arbeitslage überträgt diese das Drehmoment an den Wickelmechanismus, während sie in der Ruhelage den Abzug des Garnes 10 und die aufzuwickelnde Spule 14 bremst. Der Variator 49 wird durch eine Getriebeschaltung 48 umgestellt. Die Lage der letztgenannten und somit auch der Getriebeschaltung des Variators 49 wird abgetastet und ein entsprechendes Signal über eine Leitung 45 an den Komparator 26 übertragen. Dieser wird auch mit einem der Frequenz des Umformers 24 proportionalen Signal oder einem der Drehzahl der Spinnrotoren entsprechenden Signal vom Fühler 35 des Drehzahlgebers beliefert. Die Getriebeschaltung 48 ist durch Steuerkreise einer Servolenkung 44 betätigbar.
  • Der Verlauf der Drehzahl nr der Spinnrotoren und der Faden-Abzugsgeschwindigkeit vO sowie der Faser-Zufuhrgeschwindigkeit vp in Abhängigkeit von der Zeit beim Stillsetzen der Maschine ist in Figur 1 veranschaulicht.
  • Nach einer Zeitspanne tl, in der es sich als notwendig erweist, die Maschine stillzusetzen, nimmt die Drehzahl nr der Spinnrotoren 6 und dementsprechend auch im wesentlichen proportional die Faden-Abzugsgeschwindigkeit v0 und die Faser-Zufuhrgeschwindigkeit vp bis zu einer späteren Zeit t2 ab. Dadurch wird erreicht, daß innerhalb der Zeitspanne t2-tl Garn 10 von gleicher Feinheit bzw. Nummer und mit gleichem Drall, aber mit allmählich abnehmender Geschwindigkeit ausgesponnen wird.
  • Nach der erfolgten Abnahme der Geschwindigkeiten auf einen vorbestimmten Prozentsatz der Betriebswerte innerhalb der Zeitspanne t2-tl wird die Zufuhr des Fasermaterials unterbrochen, während der Abzug des Garns fortgesetzt wird, wodurch die noch in den Spinnrotoren 6 vorhandenen Fasern ausgesponnen werden. Dieses Ausspinnen findet bis zum späteren Zeitpunkt entweder mit einer vom Augenblick der Unterbrechung der Faserzufuhr gleichbleibenden Abzugsgeschwindigkeit (gestrichelt dargestellt) oder bei bis zu einer niedrigeren Geschwindigkeit v' weiter in Abhängigkeit von der Drehzahl nr der Spinnrotoren 0 abnehmenden Abzugsgeschwindigkeit (Vollinie) statt. Bei bestimmten Materialien - z.B. im Falle des Ausspinnens von groben Garnen, wobei die Abnahme der Faserzufuhrgeschwindigkeit bald nach dem Stillsetzen erfolgt - ist es empfehlenswert, den Garnabzug rascher zu verlangsamen als es der Abnahme der Drehzahl der Spinnrotoren entspricht (untere gestrichelte Kurve). Nach dem Ablauf der Zeitspanne t3-t2 wird der Garnabzug bei niedrigerer Geschwindigkeit unterbrochen, so daß es unnötig ist, das Garn sowie den aufzuwickelnden Garnkörper so intensiv zu bremsen wie es beim Stillsetzen aus der vollen Geschwindigkeit notwendig wäre. Der Garnabzug wird innerhalb der relativ kurzen Zeitspanne A t'gegenüber der längeren Zeitspanne At, die beim Stillsetzen aus der vollen Geschwindigkeit nötig wäre, unterbrochen.
  • Der Zeitspanne t t'entspricht die durch die kleine schraffierte Fläche wiedergegebene Garnbahn 1 und der Zeitspannedrt entspricht die durch die große schraffierte Fläche wiedergegebene Garnbahn 12.
  • Nach Figur 1 ist 11 deutlich kleiner als 12. Aufgrund der erfindungsgemäßen kurzen Garnbahn 11 bleibt das Garn im Abzugsrohr 52 im vorbestimmten Abstand vom Spinnrotor 6 stehen.
  • Beim Stillsetzen der in Figur 2 dargestellten Maschine wird entweder die Frequenz des den zentralen Elektromotor 8 speisenden Stroms durch ein Steuerelement 31 allmählich herabgesetzt oder die Stromzuführung zum Elektromotor 8 unterbrochen, so daß die Spinnrotoren 6 dann lediglich infolge ihrer Trägheit auslaufen.
  • In diesem Fall wird deren Drehzahl durch einen Fühler 35 des Drehzahlgebers abgetastet, wie das in Figur 2 gestrichelt angedeutet ist. Entspricht der Quotient dieser Frequenzen nicht dem eingestellten, durch die Nummer des auszuspinnenden Garnes gegebenen Wert, wird der den Garnabzugs- und -aufwickel-Elektromotor 23 speisende Frequenzumformer 25 von den Auswertungskreisen des Komparators 26 über eine Leitung 27 so lange mit einem solchen Signal beschickt, daß ein durch den gegebenen Quotient beider Frequenzen charakterisierter Gleichgewichtszustand erreicht worden ist, d.h. die Drehzahl des Elektromotors 23 abfällt.
  • So kommt zur Verminderung der Betriebsgeschwindigkeit der Maschine durch Herabsetzen der Frequenz des Speisestroms für den zentralen Elektromotor 23 und somit zum Herabsetzen der Drehzahl der Spinnrotoren 6 zugleich die Herabsetzung der Abzugs-, Wickel- und Speisegeschwindigkeiten infolge der Verminderung der Frequenz des Speisestroms durch den Frequenzumformer 25 und somit auch der Verminderung der Drehzahl des Elektromotors 23 hinzu.
  • Sobald die verminderte Drehzahl eine vorbestimmte Grenze (z.B.
  • 50 % des Betriebswertes) erreicht hat, gibt die Steuerzentrale 33 den elektromagnetischen Faserzufuhrkupplungen 22 ein Signal zum Unterbrechen der Zufuhr des Fasermaterials 5. Nach Ablauf der gemäß der Nummer des auszuspinnenden Garnes 10 einstellbaren Zeitkonstante gibt die Steuerzentrale 33 dem Frequenzumformer 25 über die Leitung 38 ein weiteres Signal zum Abstellen des Elektromotors 23 oder zum Ausschalten des Antriebs und Einrücken der elektromagnetischen Garnabzugskupplungen-Bremsen 51 an der Antriebswelle des Elektromotors 23, wodurch die Abzugs-und Spulwalzen 11 bzw. 13 bei verminderter Drehzahl der Maschine nach dem Abbremsen stehen bleiben.
  • Beim Stillsetzen der in Figur 4 dargestellten Rotor-Offenendspinnmaschine, die mit Spinnrotoren 6 mit individuellem Antrieb mittels in Lagern 40 des Gehäuses 43 der Spinneinheit 2 gelagerten Antriebsmotoren 42 versehen ist, nimmt die Drehzahl der Spinnrotoren 6 vermittels des Steuerelements 31 durch Herabsetzen der Drehzahl im Umformer 24 ab. Gegebenenfalls wird der Antrieb der Spinnrotoren 6 mit Hilfe des Steuerelements 31 abgeschaltet, so daß sie infolge ihrer Trägheit auslaufen und ihre Drehzahl durch den Fühler 35 des Drehzahlgebers abgetastet wird.
  • In dem Komparator 26 wird die Frequenz der Drehzahl der Spinnrotoren 6 mit der Lage der Getriebeschaltung 48 des durch die Servolenkung 44 gesteuerten Variators 49 so verglichen, daß die Abzugsgeschwindigkeit gleichlaufend mit dem Abfall der Drehzahl der Spinnrotoren 6 abnimmt. Nimmt die Geschwindigkeit der Maschine auf einen vorgewählten Wert ab, gibt die Steuerzentrale ein Signal zum Ausrücken der elektromagnetischen Faserzufuhrkupplungen 22, worauf die Steuerzentrale nach dem Ablauf der nach der Nummer des auszuspinnenden Garnes einstellbaren Zeitkonstante ihres Zeitrelais ein weiteres Signal der Garnabzugskupplung-Bremse 51 über die Leitung 38 gibt, wodurch der Antrieb der Abzugs- und Spulwalzen 11 bzw. 13 abgestellt wird und diese gleichzeitig abgebremst werden.
  • Die erfindungsgemäße Vorrichtung ermöglicht es, die Rotor-Offenendspinnmaschine bei einer verminderten Betriebsgeschwindigkeit stillzusetzen, wobei Garn von konstanter Nummer und mit gleichem Drall während dieses Zeitintervalls ausgesponnen und das Garnende im Abzugsrohr 52 im vorbestimmten Abstand vom Spinnrotor 6 angehalten wird, so daß nach dem Wiederingangsetzen der Maschine der simultane Anspinnprozeß mit hoher Zuverlässigkeit ablaufen kann.
  • - Leerseite -

Claims (8)

  1. Verfahren zum schrittweisen Stillsetzen von Rotor-Offenendspinnmaschinen und Vorrichtung zum Durchführen dieses Verfahrens - Patentansprüche -1. Verfahren zum schrittweisen Stillsetzen von Rotor-Offenendspinnmaschinen mit Arbeitsstellen, die mit Mitteln zum Zuführen und Verspinnen von Fasermaterial in Spinnrotoren sowie Mitteln zum Abziehen und Aufwickeln des ausgesponnenen Garnes auf Spulen versehen sind, dadurch g e k e n n z e i c h -n e t , daß vor dem Stillsetzen der Maschine die Drehgeschwindigkeit der Spinnrotoren und dementsprechend zumindest annähernd proportional auch die Geschwindigkeit der Fasermaterialzufuhr sowie die Abzugs- und Wickelgeschwindigkeit des ausgesponnenen Garnes schrittweise vermindert werden, wobei bei der Abnahme dieser Geschwindigkeiten auf mindestens 70 % ihrer Betriebswerte zunächst an allen Arbeitsstellen die Fasermaterialzufuhr und nachher der Abzug sowie das Aufwickeln des Garnes abgestellt werden.
  2. 2. Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens nach Anspruch 1 zum schrittweisen Stillsetzen von Rotor-Offenendspinnmaschinen mit Arbeitsstellen in Form von Spinneinheiten, die mit einem angetriebenen Spinnrotor sowie einem angetriebenen, durch eine elektromagnetische Kupplung betätigbaren Fasermaterialzufuhrmechanismus und mit angetriebenen, durch eine elektromagnetische Kupplung betätigbaren Abzugswalzen und mit ihnen gekuppelten Spulwalzen zum Abziehen bzw. Aufwickeln des ausgesponnenen Garnes versehen sind, dadurch g e -k e n n z e i c h n e t , daß zwischen dem Antrieb der Spinnrotoren (6) und dem Antrieb der Abzugswalzen (11) und der Fasermaterialzufuhrmechanismen (3) eine kinematische, durch Mittel zum gleichlaufenden Vermindern der Betriebsgeschwindigkeitswerte beim Stillsetzen der Maschine betätigbare Kopplung gebildet ist.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch g e k e n n z e. i c h -n e t , daß die Mittel zum Betätigen der kinematischen Kopplung Umformer (24, 25) der Frequenz des Antriebs der Spinnrotoren (6) und des Antriebs der Abzugswalzen (11) sowie der Zufuhrmechanismen (3) sind, wobei die Frequenzumformer (24, 25) mit Auswertungskreisen eines Komparators (26) verschaltet sind.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch g e k e n n z e i c h -n e t , daß die Mittel zum Betätigen der kinematischen Kopplung Umformer (24) der Frequenz des Antriebs der Spinnrotoren (6) und eine Servolenkung t44) einer Getriebeschaltung (48) eines Variators (49) sind, wobei die Frequenzumformer (24) und die Servolenkung (44) mit Auswertungskreisen eines Komparators (26) verschaltet sind.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch g e k e n n z e i c h -n e t , daß das Mittel zum Betätigen der kinematischen Kopplung ein Fühler eines Drehzahlgebers (35) der auslaufenden Spinnrotoren (6) ist, wobei der Fühler (35) zusammen mit dem Umformer (25) der Drehzahl des Antriebs der Abzugswalzen (11) und der Zufuhrmechanismen (3) mit Auswertungskreisen eines Komparators (26) verschaltet ist.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch g e k e n n z e i c h -n e t , daß das Mittel zum Betätigen der kinematischen Kopplung der Fühler des Drehzahlgebers (35) der nachlaufenden Spinnrotoren (6) ist, wobei der Fühler (35) zusammen mit der Getriebeschaltung (48) des Variators (49) mit Auswertungskreisen eines Komparators (26) verschaltet ist.
  7. 7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch g e -k e n n z e i c h n e t , daß an die Mittel zum Betätigen der kinematischen Kopplung eine Steuerzentrale (33) zum Ausrücken der elektromagnetischen Faserzufuhrkupplungen (22) und zum zeitlich nachfolgend einstellbaren Ausrücken der elektromagnetischen Garnabzugskupplungen (51) mit gleichzeitigem Einrücken der zugeordneten Bremsen im Augenblick des Erreichens der vorbestimmten Betriebsdrehzahl der Spinnrotoren (6) angeschlossen ist.
  8. 8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch g e k e n n z e i c h -n e t , daß die Steuerzentrale (33) mit einem Zeitrelais zum einstellbaren Ausrücken der elektromagnetischen Garnabzugskt lunXçn (51) versehen ist.
DE19853522871 1984-06-26 1985-06-26 Verfahren zum schrittweisen stillsetzen von rotor-offenendspinnmaschinen und vorrichtung zum durchfuehren dieses verfahrens Withdrawn DE3522871A1 (de)

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