DE3520027C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Schleifmaschine der im Oberbegriff
des Patentanspruchs 1 angegebenen Art.
Bei einer bekannten Schleifmaschine dieser Art (FR-PS 12 40 167)
wird das Gewicht in seiner Arbeitsstellung auf dem Hebelarm
durch einen verschwenkbaren Nockenhebel gehalten, der nach
Beendigung des Arbeitsvorganges außer Eingriff von dem Gewicht
geschwenkt wird. Das freigegebene Gewicht bewegt sich dann
selbsttätig auf dem geneigten Hebelarm soweit, daß dieser und
die Schwinge in eine Ruheposition schwenken können, in welcher
die bearbeitete Brillenlinse von der Schleifscheibe auf Abstand
gehalten ist. Zu Beginn eines Arbeitszyklus muß die Bedienungs
person während der Verschiebung des Gewichtes in die Arbeits
stellung die Gesamtheit aus Hebelarm und Schwinge behutsam
in die Arbeitsstellung schwenken und das Gewicht erneut mit
dem Nockenhebel verriegeln.
Aufgabe der Erfindung ist es demgegenüber, eine Schleifmaschine der im
Oberbegriff des Anspruchs 1 angegebenen Art derart weiterzu
bilden, daß die Schwinge in die zuvor eine zu bearbeitende
Brillenlinse eingespannt worden ist, auf einfache und sichere
Weise behutsam an die Schleifscheibe herangeführt und nach
Beendigung des Arbeitszyklus von dieser wieder abgehoben werden
kann, ohne daß es hierzu eines besonders behutsamen Eingreifens
der betreuenden Bedienungsperson bedarf, wobei sie sowohl für
eine manuelle als auch eine programmgesteuert angetriebene
Bedienung geeignet sein soll.
Die erfindungsgemäße Lösung dieser Aufgabe ergibt sich aus
den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 1 in Verbindung
mit dessen Gattungsmerkmalen. Vorteilhafte Weiterbildungen
ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Ein wesentlicher Vorteil besteht darin, daß eine Bedienungsperson
bei einer Verschiebung des Gewichtes mit der Hand nicht mehr
auf eine behutsame Schwenkbewegung der Schwinge und des Hebel
arms achten zu braucht, da diese durch den Nocken bestimmt wird.
Ein weiterer wesentlicher Vorteil ergibt sich in Verbindung mit einer
Antriebseinrichtung und einer Regeleinrichtung gemäß Anspruch 3
dadurch, daß die Bedienungsperson, nachdem sie einen Arbeits
zyklus einmal in Gang gesetzt hat, nicht nur während des Schleif
vorganges selber und bei der Beendigung des Arbeitszyklus wäh
rend der Rückführung der Teile in die Ruheposition sondern auch
bereits zu Beginn des Arbeitszyklus beim Heranführen der Brillen
linse an die Schleifscheibe nicht anwesend zu sein braucht.
Die Erfindung wird im folgenden anhand der Zeichnung
beispielsweise beschrieben; in dieser zeigt
Fig. 1 eine perspektivische, teilweise weggebrochene Teilan
sicht der Schleifstation einer erfindungsgemäßen
Schleifmaschine,
Fig. 2 den Querschnitt entlang
Linie II-II in Fig. 3,
Fig. 3 die Draufsicht gemäß dem Pfeil III in
Fig. 2, wobei einige Elemente fortgelassen sind,
Fig. 4 die Ansicht gemäß dem Pfeil IV in Fig. 2,
Fig. 5 den Schnitt entlang Linie V-V
in Fig. 2,
Fig. 6A, 6B, 6C, 6D schematische, der Fig. 2 entsprechende Ansichten,
welche die
Arbeitsweise des
den Schleifdruck erzeugenden Gewichtes veranschaulichen,
Fig. 7 eine der Fig. 2 entsprechende Schnittansicht, welche eine
Ausführungsvariante zeigt,
Fig. 8 und 9 die Schnitte
entlang den Linien VIII-VIII bzw. IX-IX in Fig. 7,
Fig. 10 den Schnitt entlang Linie
X-X in Fig. 9,
Fig. 11 das Blockdiagramm einer Steuereinrichtung und
Fig. 12 eine Aus
führungsvariante der Steuereinrichtung in Fig. 11.
Nach der Zeichnung umfaßt die Schleifmaschine einen Rahmen
10, von dem nur ein Teil einer Tischplatte gezeigt ist, und
an einer von dem Rahmen 10 getragenen Schleifstation eine
Bearbeitungsschwinge 11, an welcher eine zu bearbeitende
Brillenlinse 12 eingesetzt werden kann und die zum Anlegen
der Brillenlinse 12 an eine Schleifscheibe 13 am Rahmen
10 um eine zu deren Achse parallele Achse schwenkbar gelagert
ist. Ein Teil des Umfanges einer solchen Schleifscheibe
13 ist schematisch in strichpunktierten Linien in den Fig. 6A bis 6D
dargestellt.
Bei den dargestellten Ausführungsformen umfaßt die Schwinge
11 eine Platte 15, mittels der sie an dem Rahmen 10 schwenkbar
angebracht ist und die ihrerseits miteinander fluchtend für
die Halterung der zu bearbeitenden Brillenlinse 12 zwei drehbare
Dorne 16 A, 16 B trägt.
Die Platte 15, deren Kontur global rechtwinklig ist, umfaßt
für ihre schwenkbare Anbringung an dem Rahmen 10 auf zwei
ihrer entgegengesetzten Ränder vorspringend zwei Drehzapfen
19 A, 19 B, die beispielsweise einfach in Öffnungen 20 A, 20 B mit
Preßpaßsitz eingesetzt sind, welche in der
Platte 15 selber ausgebildet sind, und die jeweils
in Lagern 21 A, 21 B drehbar angebracht sind, die zu diesem
Zweck von dem Rahmen 10 getragen werden.
Die der Platte 15 und somit der Schwinge 11 entsprechende
Schwenkachse P ist in den Fig. 1, 3, 4 und 5 in strich
punktierten Linien und gleichfalls in den Fig. 2 und 6 durch
ihren Umfang dargestellt. Die Dorne 16 A, 16 B sind auf der Platte
15 drehbar angebracht. Zu diesem Zweck sind sie bei den darge
stellten Ausführungsformen jeweils in Buchsen 23 A, 23 B gelagert,
die nach Art von Kappen in geeigneter Weise auf dem Rand der
Platte 15 befestigt sind, welcher demjenigen gegenüberliegt,
in dessen Nachbarschaft die Schwenkachse P gelegen ist. Die
Dorne 16 A, 16 B sind in bezug aufeinander axial beweglich, um
die Brillenlinse 12 einsetzen und wegnehmen zu können.
Außerdem ist am Dorn 16 A und somit auch mit der Brillenlinse
12 eine Kopierschablone 24 drehfest verbunden, deren Kontur dem
Innenumfang des Fassungsringes des Brillengestelles entspricht,
in welches die Brillenlinse 12 eingesetzt werden soll. Nach
Fig. 1 soll die Kopierschablone 24 an einer Taste 25 zur Anlage
kommen, welche von einer Stange 26 getragen wird, die, beispiels
weise unter Steuerung eines Schrittmotors, axial beweglich ange
bracht ist.
An der Schwinge 11 ist ein Gewicht 28 angebracht, das in einer
Richtung D orthogonal zu ihrer Schwenkachse P beweglich ist.
Die Bewegungsrichtung D des Gewichtes 28 ist in den Fig.
1 bis 3 in strichpunktierten Linien und in den Fig. 4 und 5
durch ein Kreuz schematisch dargestellt.
Gemäß den dargestellten Ausführungsformen ist das Gewicht 28
auf einem geradlinigen Hebelarm 30 mit viereckigem Querschnitt
gleitverschieblich angebracht, der mit der Schwinge 11 fest
verbunden ist und sich schräg zu dieser erstreckt. Der Hebelarm
30 ist gemäß der Darstellung durch eine Schraube 31 an einer
Konsole 32 befestigt, die ihrerseits durch Schrauben 33 an der
Platte 15 befestigt ist und sich auf der Fläche der Platte
15 erstreckt, die entgegengesetzt zu derjenigen liegt, auf der
sich der Hebelarm 30 erstreckt, welcher die Platte 15 im
Bereich einer bogenförmigen Ausnehmung 35 in dieser durchquert.
Eine Querebene T, die senkrecht zur Schwenkachse P der Schwinge
11 liegt und in der die Achse des Hebelarms 30 und somit die
Bewegungsrichtung D des Gewichtes 28 angeordnet ist, bildet
eine Mittelebene einerseits in bezug auf die Brillenlinse 12
bzw. eine Querebene T′, in der die Brillenlinse 12 zwischen
den Dornen 16 A, 16 B gehalten wird, und andererseits in bezug
auf die Kopierschablone 24 bzw. eine Querebene T′′, in der dieses
an der Taste 25 zur Anlage kommt. Die Querebenen T, T′, T′′
sind in Fig. 5 in strichpunktierten Linien schematisch darge
stellt. Die Abstände D 1, D 2, die sie voneinander trennen, sind
untereinander gleich.
Da der Schwerpunkt des Gewichtes 28 immer in einer Ebene
T liegt, die eine Symmetrieebene für die Ebenen T′, T′′
darstellt, in welchen die Brillenlinse 12 bei ihrer Bearbeitung
bzw. die Kopierschablone 24 angeordnet sind, besteht immer ein
Gleichgewicht zwischen den Reaktionskräften, welchen Brillen
linse 12 und Kopierschablone 24 während der Berührung mit ihren
entsprechenden Abstützungen ausgesetzt sind.
Das Gewicht 28 umfaßt einen Körper 36 mit einer trapezförmigen
Querkontur und eine Buchse 37, die in eine Ausnehmung 38 im
Körper 36 im Festsitz eingesetzt ist und auf dem Hebelarm 30
gleitend in Eingriff angeordnet ist.
Außerdem ist bei den dargestellten Ausführungsformen eine
Antriebseinrichtung für das Gewicht 28 vorgesehen, die
einen endlosen Zahnriemen 40 umfaßt, welcher mit dem Gewicht 28 in
Eingriff steht und um zwei
drehbare Rollen 41, 42 geführt ist, von denen die Rolle 41
am Kopfende des Hebelarms 30 als Freilaufrolle auf einer
Achse 43 drehbar angebracht ist, die am Hebelarm 30 senkrecht
zur Bewegungsrichtung D des Gewichtes 28 befestigt ist, in
welchem eine Ausnehmung 44 vorgesehen ist. Die andere Rolle
42 ist drehfest auf einer Abtriebswelle 46 einer Antriebs
einrichtung 47 mit Motor 48 und Getriebe 49, die von der
Konsole 32 getragen wird, angebracht. Der Zahnriemen 40
durchquert ebenso wie der Hebelarm 30 parallel zu diesem
die Platte 15 in deren bogenförmigen Ausnehmung 35.
Nach den Fig. 1 bis 5 sind die Achsen der Rollen 41, 42
in einer vertikalen Ebene angeordnet.
Sie verlaufen somit in einer Ebene senkrecht zu dem Rahmen
10. Außerdem weist die Konsole 32 zwei zueinander parallele
Ständer 50 auf, zwischen welchen sich die Abtriebswelle 46
der Antriebseinrichung 47 in Richtung des Rahmens 10 erstreckt.
Das Gewicht 28 umfaßt Klemmbacken 52 A, 52 B, die von dessen
Buchse 37 getragen werden und zwischen denen der Zahn
riemen 40 hindurchgeht. Die Klemmbacke 52 A weist ein Zahn
profil auf, welches komplementär zu dem des Zahnriemens 40
ist. Die Rollen 41, 42 sind gleichfalls entsprechend profiliert.
Die Antriebseinrichtung 47 wird durch eine Steuereinrichtung mit
einer programmierbaren Überwachungsanordnung betätigt. Die
Überwachungsanordnung umfaßt zumindest einen Meßfühler 54,
welcher entlang der Bewegungsbahn des Gewichtes 28 oder
eines mit diesem bewegungsmäßig verbundenen, beweglichen
Organes angeordnet ist und auf dessen Vorbeiführung anspricht.
Der Meßfühler 54 dient dazu, nach einer vorhergehenden Ein
schaltung der Antriebseinrichtung 47 eine zeitweilige Unter
brechung der Bewegung des Gewichtes 28 zu steuern.
Nach den Fig. 1 bis 5 sind vier Meßfühler 54 1, 54 2, 54 3 und
54 4 vorgesehen, die entlang der Bewegungsbahn des Gewichtes
28 angeordnet und parallel zur Stromversorgung der Antriebs
einrichtung 47 geschaltet sind. Diese Meßfühler 54 sind photo
elektrische Zellen, deren Sender und Empfänger auf der unteren
Fläche einer gemeinsamen Tragplatte 55, die ihrerseits mit
der Schwinge 11 fest verbunden ist, parallel zum Hebelarm
30 angeordnet sind. Die Tragplatte 55, die in Fig. 3 nicht
gezeigt ist und selber eine zur Verbindung der Meßfühler
54 geeignete, gedruckte Schaltung trägt, ist an ihrem einen
Ende an der Achse 43 der Rolle 41 mittels einer Schraube 56
und an dem anderen Ende an der Platte 15 mittels eines
Winkelstückes 57 befestigt.
Das Gewicht 28 trägt nach den Fig. 1, 3 und 4 für ein Zusammen
wirken mit den Meßfühlern 54 eine vorspringende Platte 58,
welche die Lichtbündel der Meßfühler 54 bei einem Vorbeischieben
des Gewichtes 28 unterbricht.
Die Meßfühler 54 werden von einer Bedienungsperson durch
Wählorgane, eines pro Meßfühler 54 angesteuert.
Gleichfalls umfaßt die Überwachungsanordnung einen Stellungs
fühler 59, der die Stellung der Schwinge 11 überwacht und
das endgültige Anhalten am Zyklusende steuert. Der Stellungs
fühler 59 ist ebenfalls eine photoelektrische Zelle, die am
Rahmen 10 in der Nachbarschaft der mit der Schwinge 11 ver
bundenen Konsole 32 derart angeordnet ist, daß ihr Licht
bündel am Zyklusende durch diese Konsole 32 unterbrochen wird.
Ein dem Gewicht 28 zugeordneter Nocken 29 erstreckt sich auf
derselben Seite der Platte 15 wie der Hebelarm 30 und wird
von dem Rahmen 10 getragen. Er ist selber im allgemeinen
dachförmig ausgebildet und mit seinen Dachflächen vom Rahmen 10
weg gerichtet. Er weist zwei Führungsflächen
60′, 60′′ auf, die beiderseits eines Kammbereiches
62 angeordnet sind, wobei die Fläche 60′ in Richtung der
Schwenkachse P der Schwinge 11 und die andere Fläche 60′′
in der entgegengesetzten Richtung geneigt ist.
Bei der dargestellten Ausführungsform sind zwei Nocken 29, 29′ vorgesehen,
von
denen jeder mit einem L-Schenkel vom Rahmen 10 vorsteht und
mit dem anderen L-Schenkel am Rahmen 10 befestigt ist. Die
Nocken 29, 29′ sind beiderseits des Hebelarms 30 ange
ordnet. Das Gewicht 28 weist in Querrichtung vorstehend zwei
Querzapfen 64 A, 64 B auf, an deren Stirnende Rollen ange
bracht sind, die mit dem Rand der Nocken 29, 29′ in Be
rührung treten.
Der Kammbereich 62 der so gebildeten Nocken 29, 29′ ist so hoch
angeordnet, daß die Brillenlinse 12, wenn das Gewicht 28 mit
dem Kammbereich 62 in Berührung steht, sich auf Abstand von
der Schleifscheibe 13 unabhängig von ihrem Durchmesser befindet.
Dies gilt ebenso, wenn das Gewicht 28 mit der Fläche 60′
in Berührung steht, die in Richtung zur Schwenkachse P
der Schwinge 11 geneigt ist. Nach Fig. 6A ist die ent
sprechende Position der Schwinge 11 eine hohe Position,
in der eine zu bearbeitende Brillenlinse 12 zwischen den
Dornen 16 A, 16 B eingesetzt werden kann. Nach dem Einsetzen
braucht dann die Bedienungsperson, nachdem sie einen der
Meßfühler 54 gewählt hat, nur einen Einschaltknopf zu
betätigen, der die Antriebseinrichtung 47 einschaltet, um
einen Bearbeitungszyklus für die Brillenlinse 12 zu beginnen.
Wenn das Gewicht 28 entlang dem Hebelarm 30 verschoben wird,
während es sich über seine Querzapfen 64 A, 64 B auf der
Fläche 60′ der Nocken 29, 29′ abstützt, übersteigt es dessen
Kammbereich 62, folgt der Fläche 60′′ und nimmt dann auf
Grund seines Gewichtes die Schwinge 11 mit. Das Gewicht
28 bewirkt selber eine Schwenkbewegung der Schwinge 11 um
deren Schwenkachse P, so daß die Schwinge 11 in Richtung auf
die Schleifscheibe 13 abgesenkt wird. Diese Absenkbe
wegung erfolgt automatisch, bis die Brillenlinse 12, wie es in Fig. 6B
schematisch dargestellt ist, mit ihrem Umfang gegen die
Schleifscheibe 13 zur Anlage kommt.
Wenn das Gewicht 28 seine Bewegung entlang dem Hebelarm 30
fortsetzt, lösen sich dessen Querzapfen 64 A , 64 B von den Nocken 29,
29′ und entfernen sich von diesen, wie es in Fig. 6C schematisch
dargestellt ist.
Die Bewegung des Gewichtes 28 entlang dem Hebelarm 30 dauert
fort, bis die von diesem getragene Platte 58 gegenüber dem
vorher gewählten Meßfühler 54 ankommt und die Versorgung der
Antriebseinrichtung 47 zeitweilig unterbrochen wird. Die
Bearbeitung der Brillenlinse 12, die seit dem Beginn ihrer Berührung
mit der Schleifscheibe 13 angefangen worden ist, wird
dabei fortgeführt. Dabei erfolgt eine Drehung der mit der
Schleifscheibe 13 in Berührung stehenden Brillenlinse
12 um sich selbst, wobei die Eindringtiefe von dieser durch
die Kopierschablone 24 begrenzt wird, während die Schwinge 11,
um der Kontur der Kopierschablone 24 zu folgen, um ihre
Schwenkachse P oszilliert und durch die Schwerkraft in
Richtung zu der Schleifscheibe 13 angedrückt wird.
Der Druck der Brillenlinse 12 an der Schleifscheibe
13 ist um so größer, je weiter das Gewicht 28 von der
Schwenkachse P der Schwinge 11 entfernt ist. Die Bedienungs
person kann, da die Position des Gewichtes 28 während der
Bearbeitung der Brillenlinse 12 durch den Meßfühler 54
festgelegt ist, der dessen Anhalten entlang dem Hebelarm
30 bestimmt, infolgedessen vorher den gewünschten Berührungs
punkt festlegen, in dem sie den entsprechenden Meßfühler 54
wählt.
Für den Meßfühler 54 4, der der Schwenkachse P der Schwinge
11 am nächsten liegt, ist der Berührungsdruck relativ schwach,
während für den Meßfühler 54 1, der von der Schwenk
achse P am weitesten entfernt liegt, dieser relativ hoch ist.
Wenn die Bearbeitung der Brillenlinse 12 beendet ist, schaltet
sich die Antriebseinrichtung 47 wieder ein. Beispielsweise
kann die Versorgung, um dies auszuführen, von einem Meß
fühler gesteuert werden, welcher mit der Kopierschablone 24
und der dieser zugeordneten Taste 25 in Verbindung steht
und in Aktion tritt, wenn er einen permanenten Kontakt der
Kopierschablone 24 an der Taste 25 über die Länge einer Drehung
der Kopierschablone 24 und somit der Brillenlinse 12 feststellt.
Dabei kann die Taste 25 für ein leichtes Wiederanheben der
Schwinge 11 vor oder gleichzeitig mit dem Einschalten der
Antriebseinrichtung 47 benutzt werden. Durch ein solches
leichtes Wiederanheben, welches nur einige Grad betragen
braucht, wird die Brillenlinse 12 von der Schleifscheibe
13 entfernt und jegliche unerwünschte Veränderung auf dem
Umfang dieser Brillenlinse 12 vermieden. Mit der Bewegung
des Zahnriemens 40 verschiebt sich das Gewicht 28 dann in
Richtung zur Schwenkachse P der Schwinge 11.
Wenn die Querzapfen 64 A, 64 B mit der Fläche 60′′ der Nocken 29,
29′ in Berührung treten, erfolgt bei der weiteren Bewegung
des Gewichtes 28 auf dem Hebelarm 30 ein Wiederanheben der
Schwinge 11, während sich die Brillenlinse 12 zunehmend von
der Schleifscheibe 13 entfernt. Während die Bewegung des
Gewichtes 28 fortdauert, überschreiten dessen Querzapfen 64 A,
64 B erneut, jedoch in entgegengesetzter Richtung den Kamm
bereich 62 der Nocken 29, 29′, wobei die Schwinge 11 in ihre
anfängliche Ruheposition nach Fig. 6A zurückkehrt. Wenn dann
die Konsole 32 an der Schwinge 11 das Lichtbündel des Meß
fühlers 59 unterbricht, wird die Versorgung der Antriebsein
richtung 47 unterbrochen und der Bearbeitungszyklus beendet.
Es sind mechanische Anordnungen getroffen, daß das Gewicht
28 durch sein Herabhängen sowie ein Keileffekt von dessen
Rollen auf den Querzapfen 64 A, 64 B auf den Nocken 29, 29′ dann
eine weitere Verschiebung auf dem Hebelarm 30 verhindern,
wodurch die Ruheposition der Schwinge 11 stabilisiert ist.
Nach den Fig. 7 bis 10 sind die Achsen der Rollen 41, 42
für den Zahnriemen 40 horizontal ausgerichtet, während sie
sich parallel zur Platte des Rahmens 10 erstrecken. Diese
Anordnung ermöglicht es, der Rolle 42, welche durch die
Antriebseinrichtung 47 angetrieben wird, einen größeren
Durchmesser als im vorhergehenden Fall zu geben, da der
für das Einsetzen dieser Rolle 42 zur Verfügung stehende
Raum dann größer ist, und auf diese Weise einen schnelleren
Antrieb für das Gewicht 28 zu erhalten. Gleichzeitig ist
dann die Gestaltung der Konsole 32 vereinfacht, da sie
sich auf ein Winkelstück reduziert, dessen einer Schenkel,
mit welchem sie durch Schrauben 31 an der Platte 15 befestigt
ist, für den Durchgang eines Trums des Zahnriemens 40 durch
brochen ist, während dessen anderer Trum den Schenkel umläuft.
Nach den Fig. 9 und 10 umfaßt eine andere Ausführungsform
der Überwachungsanordnung nur einen Meßfühler 54, der einer
Scheibe 70 zugeordnet ist, welche auf der Achse der Rolle 42
drehfest befestigt und somit mit dem Gewicht 28 bewegungs
mäßig verbunden ist. Auf dem Umfang der Scheibe 70 sind für
ein Zusammenwirken mit dem Meßfühler 54, welchem ein Zähler
zugeordnet ist, Kerben 71 1, 71 2, 71 3, 71 4 an in Abhängig
keit von vorbestimmten Haltepunkten für das Gewicht 28
ausgebildet.
Erforderlichenfalls kann das Gewicht 28 eine permanente
Einstellung des Berührungsdruckes der Brillenlinse 12 auf
der Schleifeinrichtung 13 auf einen konstanten Wert auto
matisch gewährleisten, und zwar unabhängig von der Entwicklung
des Krümmungsradius des Randes dieser Brillenlinse im Verlauf
von deren Bearbeitung. Hierfür genügt es, die Überwachungs
anordnung so zu programmieren, daß die Verschiebung des
Gewichtes 28 geeignet geregelt wird. Der Berührungsdruck
variiert mit der Position des Gewichtes 28, d. h. mit dem
Abstand D 3 zwischen der durch den Schwerpunkt G von diesem
verlaufenden Vertikalen und der Schwenkachse P der Schwinge
11, vgl. Fig. 6D. Nun variiert der Abstand D 3 mit dem Winkel A,
um den die Schwinge 11 um die Achse P im Verlauf einer
Drehung der Brillenlinse 12 aufgrund der Änderung des Abstandes
zwischen dem eigentlichen Drehzentrum der Brillenlinse 12
und dem Drehzentrum der Schleifscheibe 13 gemäß der
vorgewählten Krümmung der Brillenlinse 12 schwankt.
Der Schwinge 11 kann eine Winkelmeßeinrichtung zugeordnet
und die Antriebseinrichtung in Abhängigkeit von der Ver
schiebung des Gewichtes 28 so angesteuert werden, daß dessen
Schwerpunkt G, während der Winkel A variiert, über ein und
derselben Vertikalen angeordnet bleibt, nämlich derjenigen,
über der er sich befindet, wenn der Winkel A Null ist.
Wenn beispielsweise der Motor 48 ein Schrittschaltmotor ist,
kann die in Fig. 11 veranschaulichte
offene Steuerschleife angewendet werden. Eine Winkelmeß
einrichtung 75, die von einem Drehpotentiometer gebildet
sein kann, beaufschlagt einen Wandler 76, welcher den
gemessenen Winkel in eine Wegstrecke umsetzt. Diesem folgt
ein Leistungsverstärker 77, der den Motor 48 in der einen
oder anderen Richtung ansteuert, welcher über das Getriebe
49 das Gewicht 28 verschiebt.
Wenn der Motor 48 mit kontinuierlicher Stromversorgung
ausgelegt ist, kann der in Fig. 12 dargestellte Regelkreis
angewendet werden. Vor der Leistungsverstärkung
wird bei 78 ein Vergleich zwischen dem vom Wandler 76
gelieferten Wegstreckensignal und einem Wegstreckensignal
durchgeführt, das von einem Verschiebungsmeßfühler 79
geliefert wird, der auf die Bewegung des Gewichtes 28
oder eines mit diesem bewegungsmäßig verbundenen Organs,
beispielsweise die Drehung der Abtriebswelle des Getriebes
49 anspricht. Wenn diese beiden Wegstreckensignale denselben
Wert aufweisen, hat das Gewicht 28 die gewünschte Position
eingenommen und der Motor 48 wird angehalten.
Erforderlichenfalls kann die Steuereinrichtung eine Umschalt
anordnung mit Differenzierungsgliedern umfassen, mit der
die Geschwindigkeit der Verschiebung des Gewichtes 28 auf
dem Hebelarm 30 in Abhängigkeit davon, ob das Gewicht 28
mit den Nocken 29, 29′ in Berührung steht oder sich von diesem
auf Abstand befindet, geändert wird. Die Bewegungsge
schwindigkeit für das Gewicht 28 wird, wenn es mit den
Nocken 29, 29′ in Eingriff steht, verringert, um die Schwinge
11 mit verringerter Geschwindigkeit am Beginn eines Zyklus
abzusenken und am Ende des Zyklus abzuheben. Beispielsweise
kann dies geschehen, indem die an die Antriebseinrichtung
47 angelegte Spannung, während das Gewicht 28 mit seinen
Querzapfen 64 A, 64 B mit den Nocken 29, 29′ in Eingriff steht,
gegenüber dem Wert halbiert ist, der anliegt, wenn sich
das Gewicht 28 auf Abstand von den Nocken 29, 29′ befindet.
Claims (9)
1. Schleifmaschine zum Bearbeiten des Umfangsrandes von
Brillenlinsen (12) mit einer Bearbeitungsschwinge (11),
die an einem Rahmen (10) um eine zur Achse einer Schleif
scheibe (13) parallele Achse (P) schwenkbar angebracht
ist und ein Gewicht (28) zum Erzeugen des Schleifdruckes
aufweist, das auf einem orthogonal zur Achse (P) ver
laufenden und mit der Schwinge (11) fest verbundenen
Hebelarm (30) hin- und herbeweglich geführt ist, dadurch
gekennzeichnet, daß der Rahmen (10) einen
in der Bahn des Gewichtes (28) angeordneten Nocken (29)
trägt, der mit dem Gewicht (28) zusammenwirkende, sich
in dessen Bewegungsebene erstreckende, konvexe und etwa
dachförmig zueinander angeordnete Führungsflächen (60′;
60′′) aufweist, von denen die eine (60′) der Achse (P)
zugewandt und derart geneigt angeordnet ist, daß bei
Anlage des Gewichtes (28) an dieser Führungsfläche (60′)
die Schwinge (11) in einer eine eingespannte Brillenlinse (12)
von der Schleifscheibe (13) entfernt haltenden Ruhe
position gehalten wird, und die andere Führungsfläche
(60′′) der Steuerung der Senk- und Hebebewegung der
Schwinge (11) gegenüber der Schleifscheibe (13) dient.
2. Schleifmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß neben dem Nocken (29) ein zweiter gleichartiger
Nocken (29′) angeordnet ist, daß die beiden
Nocken (29; 29′) auf einander gegenüberliegenden Seiten des Hebelarms
(30) angeordnet sind und daß das Gewicht (28) auf
seinen beiden Seitenflächen je einen Querzapfen (64 A; 64 B)
aufweist, die mit den Führungsflächen (60′; 60′′) der
Nocken (29; 29′) zusammenwirken.
3. Schleifmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch ge
kennzeichnet, daß eine Antriebseinrichtung
(47) zur Bewegung des Gewichtes (28)
entlang dem Hebelarm (30) und eine programmierbare Einrichtung zu
deren Ansteuerung vorgesehen sind, die eine
Anordnung zur Überwachung der Stellung
des Gewichtes (28) entlang
dem Hebelarm (30) umfaßt.
4. Schleifmaschine nach Anspruch 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Überwachungsanordnung einen
einem Zähler zugeordneten Meßfühler (54) umfaßt, der mit
einer Kerben (71 1 bis 71 4) aufweisenden Scheibe (70)
zusammenwirkt, die mit dem Gewicht (28) bewegungsmäßig
gekoppelt ist.
5. Schleifmaschine nach Anspruch 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Überwachungsanordnung mehrere
Meßfühler (54 1 bis 54 4) umfaßt, die im Abstand voneinander entlang
der Bewegungsbahn des Gewichtes (28) angeordnet sind und
mit diesen zusammenwirken.
6. Schleifmaschine nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß die Überwachungsanordnung
einen Stellungsfühler (59) umfaßt, der die Ruheposition der
Schwinge (11) überwacht und am Ende eines Bearbeitungs
vorgangs die Antriebseinrichtung abstellt.
7. Schleifmaschine nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß die Steuereinrichtung eine
Geschwindigkeitsumschaltanordnung umfaßt, die die Geschwin
digkeit des bewegten Gewihtes (28) verringert, wenn dieses
mit dem Nocken (29; 29′) in Eingriff steht.
8. Schleifmaschine nach einem der Ansprüche 3 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß die Antriebseinrichtung
(40, 41, 42, 47, 48) einen endlosen Riemen (40) umfaßt, der
um Rollen (41, 42), die
an den Stirnseiten des Hebelarms (30) angeordnet sind
und von denen eine (42) angetrieben ist, geführt und
mit dem Gewicht (28) gekoppelt ist.
9. Schleifmaschine nach Anspruch 8, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Riemen (40) ein Zahn
riemen ist und daß das Gewicht (28) zwei Klemmbacken
(52 A; 52 B) mit komplementärem Zahnprofil aufweist,
zwischen denen der Zahnriemen eingeklemmt ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| FR8408711A FR2565147B1 (fr) | 1984-06-04 | 1984-06-04 | Machine a meuler pour lentille ophtalmique, notamment pour le detourage et/ou le biseautage ou rainurage de celle-ci |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3520027A1 DE3520027A1 (de) | 1985-12-05 |
| DE3520027C2 true DE3520027C2 (de) | 1989-02-02 |
Family
ID=9304664
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19853520027 Granted DE3520027A1 (de) | 1984-06-04 | 1985-06-04 | Schleifmaschine fuer brillenlinsen, insbesondere zum abfasen oder furchen |
Country Status (6)
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| DE (1) | DE3520027A1 (de) |
| FR (1) | FR2565147B1 (de) |
| GB (1) | GB2159739B (de) |
| IT (1) | IT1184560B (de) |
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- 1985-06-04 DE DE19853520027 patent/DE3520027A1/de active Granted
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