DE3501460A1 - Verfahren zur erzeugung von h(pfeil abwaerts)2(pfeil abwaerts)/co-synthesegas - Google Patents
Verfahren zur erzeugung von h(pfeil abwaerts)2(pfeil abwaerts)/co-synthesegasInfo
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- C01B3/32—Production of hydrogen or of gaseous mixtures containing a substantial proportion of hydrogen by reaction of gaseous or liquid organic compounds with gasifying agents, e.g. water, carbon dioxide, air
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Description
(H 1400 b) H 85/07
Sti/bd
17.1.1985
Verfahren zur Erzeugung von H2/CO-Synthesegas
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Erzeugung von -, H« /CO-Synthesegas.
üblicherweise wird zur Erzeugung eines H^/CO-Synthesegases
ein kohlenwasserstoffhaltiges Einsatzmaterial, beispielsweise Erdgas, Raffineriegas, gasförmige Kohlenwasserstoff
oder verdampfbare, flüssige Kohlenwasserstoffe in Gegenwart von Wasserdampf und gegebenenfalls
auch CO2 in einem Steam Reformer umgesetzt. Dieses Steam Reformergas enthält maximal 16 Vol-% CO und neben
H2 und CO2 einen sehr hohen Gehalt an CH,, nämlich
bis zu 4 Vol-%.
Für stöchiometrische E^/CO-Synthesegase werden jedoch
höhere CO-Gehalte benötigt. Je nach zu erzeugendem Syntheseprodukt betragen die erforderlichen H3/CO-Verhältnisse
von ca. 2,3 (entsprechend ca. 29 Vol-% CO für Methanol-Synthesegas) bis 0,5 (entsprechend 66 VoI-?
CO für Vinylacetat) und mehr.
-3- 350U60
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Verfügung zu stellen, mit dem ein stcchiometrisches
Ej/CO-Synthesegas mit CO-Gehalten von 29 bis 75 Vol.% erzeugt werden
kann.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß
gegebenenfalls schwefelfreie oder entschwefelte Kohlenwasserstoffe in Gegenwart von CO- als Sauerstoff liefernder
Komponente in einem Reformer durch endotherme katalytische Oxidation in ein überwiegend aus H2 und CO bestehendes
Reformiergas umgewandelt werden und daß aus dem Reformiergas zur Bildung eines stöchiometrischen
Synthesegases CO2 ganz oder teilweise abgetrennt wird.
Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren wird z.B. ein Methanol-Synthesegas mit stöchiometrischen CO-Gehalt
und sehr geringem CH4~Gehalt (weniger als 0,01 Vol-%)1
erzeugt. Aus diesem Gas wird das CO2 in an sich bekannter
Weise, beispielsweise adsorptiv,bis auf den im Synthesegas erforderlichen Gehalt von ca. 3 Vol-% entf
ernt.
Durch den sehr geringen CH.-Gehalt des Synthesegases
wird der relative Synthesegasverlust im Purgegas der Synthese beträchtlich verringert und damit die Methanolausbeute
entsprechend erhöht. Dieser Verlust rührte bislang daher, daß das im Steam Reformergas enthaltene
CH4 nicht an der Reaktion teilnahm, sondern sich lediglich
im Reaktor anreicherte und daher kontinuierlich abgezogen werden mußte. Bei dem CH.-Abzug als Purgegas
ging aber immer auch Synthesegas verloren. Dieser Mangel
des bekannten Verfahrens ist damit behoben.
-4- 350H60
Der überwiegende Vorteil des erfindungsgemäß erzeugten
Synthesegases liegt jedoch darin, daß sich durch die für die Methanolsynthese stöchiometrischen Mengenverhältnisse
gegenüber dem Steam Reformerverfahren größere Methanolausbeuten bei gleichen Einsatzgasmengen ergeben oder
anders ausgedrückt, mit kleineren Reaktoren die gleichen Ausbeuten möglich sind.
Als Einsatz bei dem erfindungsgemäßen Verfahren kommen
dabei leichte reformierbare Kohlenwasserstoffe, insbesondere C.- bis Cc-Kohlenwasserstoffe mit möglichst hohem
C02-Gehalt in Frage. Dies sind z.B. natürliche Erdgase,
Restgase aus Druckwechseladsorptions-Anlagen zur H--Reinigung, Faulgas aus Kläranlagen oder Deponien, Reichgas
aus der katalytischen Umformung schwerer Kohlenwasserstoffe oder sonstige Gasgemische.
In diesem Reformiereinsatz wird zusätzlich gerade so viel CO9 aus der abgetrennten C09-Fraktion zugeführt,
daß. das erforderliche H^/CO-Produktmengenverhältnis im
Reformiergas entsteht, ohne daß ein Überschuß an H2 auftritt.
Hierzu wird die abgetrennte C02-Fraktion ganz oder teilweise in das CO2-haltige Gasgemisch vor dem
Reformer zugeführt oder zusätzlich zu der abgetrennten C02~Fraktion Fremd-C02 oder ein CO2-haltiges Gasgemisch
in das Gasgemisch vor dem Reformer eingespeist.
Im folgenden sei das erfindungsgemäße Verfahren anhand eines schematisch dargestellten Ausführungsbeispiels
für die Erzeugung eines stöchiometrischen Methanol-Synthesegases näher erläutert.
Über Leitung 1 werden 21,4 kmol/h eines Einsatzes der
Zusammensetzung
| H2 | 1,1 | kmol/h |
| co2 | 0,2 | kmol/h |
| CH4 | 17,1 | kmol/h |
| C2H6 | 1,4 | kmol/h |
| C3 + | 1,6 | kmol/h |
10
herangeführt und nach Zumischung von CO2 aus Leitung 3
und Dampf aus Leitung 4 einem Reformer 2 zugeleitet. Das CO2 in Leitung 3 stammt dabei teilweise aus einem
nachfolgenden Verfahrensschritt, auf den noch näher ein-._ gegangen wird und teilweise aus 6,8 kmol/h Fremd-C00,
das über Leitung 5 zugeführt wird.
In dem Reformer werden die Kohlenwasserstoffe bei einem Druck zwischen 2 bar und 20 bar und einer Temperatur
zwischen 900 0C und 1100 0C in Gegenwart des als Sauerstoff
lief erant dienenden CO- katalytisch umgesetzt, so daß über Leitung 6 102,2 kmol/h Reformiergas der Zusammensetzung
25
| H2 | 67,7 | kmol/h |
| CO | 29,3 | kmol/h |
| CO2 | 5,2 | kmol/h |
| CH4 | <> 0,01 | kmol/h |
abgezogen werden können. Aus dem Reformiergas wird in 7
das CO2 (2,2 kmol/h) abgetrennt, beispielsweise adorptiv,
so daß über Leitung 8 100 kmol/h eines Methanol-Synthesegases
gewonnen werden. Das abgetrennte CO2 wird über Leitung 9 bzw. Leitung 3 dem Einsatz vor dem Reformer zugemischt.
35
35
- Leerseite
Claims (3)
1. Verfahren zur Erzeugung von H2/CO-Synthesegas, dadurch
gekennzeichnet, daß gegebenenfalls schwefelfreie öder entschwefelte Kohlenwasserstoffe in Gegenwart von CO2
als Sauerstoff liefernde Komponente in einem Reformer durch endotherme katalytische Oxidation in ein überwiegend
aus H2 und CO bestehendes Reformiergas umgewandelt
werden und daß aus dem Reformiergas zur Bildung eines stöchiometrischen Synthesegases CO2 ganz
oder teilweise abgetrennt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das abgetrennte CO2 ganz oder teilweise in das CO2~haltige Gasgemisch vor dem Reformer zurückgeführt
wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß zusätzlich zu der abgetrennten CO2-Fraktion Fremd-C02 oder ein CO2~haltiges Gasgemisch
in das Gasgemisch vor den Reformer eingespeist wird.
Priority Applications (2)
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|---|---|---|---|
| DE19853501460 DE3501460A1 (de) | 1985-01-17 | 1985-01-17 | Verfahren zur erzeugung von h(pfeil abwaerts)2(pfeil abwaerts)/co-synthesegas |
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Applications Claiming Priority (1)
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| DE19853501460 DE3501460A1 (de) | 1985-01-17 | 1985-01-17 | Verfahren zur erzeugung von h(pfeil abwaerts)2(pfeil abwaerts)/co-synthesegas |
Publications (1)
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