DE3500079A1 - Mittel und verfahren zur erzeugung farbloser verdichtungsschichten auf anodisierten aluminiumoberflaechen - Google Patents
Mittel und verfahren zur erzeugung farbloser verdichtungsschichten auf anodisierten aluminiumoberflaechenInfo
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Description
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Patentanmeldung .(, , O J U U U / O ΗΕΝΚΕ|_ KGaA
D 7219 ZR-FE/Patente
Mittel und Verfahren zur Erzeugung farbloser
Verdichtungsschichten auf anodisierten
Aluminiumoberflächen
Die Erfindung betrifft Mittel und ein Verfahren zur Erzeugung farbloser verdichteter Schichten auf anodisierten
Aluminiumoberflächen im Zuge der sogenannten "Kaltverdichtung".
Im Gegensatz zur sogenannten "Heißverdichtung", bei der die Poren anodisierter Aluminiumoberflächen durch
Behandlung mit Wasser, Wasserdampf oder Metallsalzlösungen oberhalb von 900C verschlossen und Aluminiumoberflächen
dadurch korrosionsfest und widerstandsfähig gegen sonstige äußere Einwirkungen gemacht werden,
versteht man in der Technik allgemein unter der sogenannten "Kaltverdichtung-" bzw. "Kaltimprägnierung"
oder "Niedertemperatur-Verdichtung" Verfahren, mit
denen bei Temperaturen im Bereich zwischen 15 und 7O0C die Porosität anodisierter Aluminiumoberflächen reduziert
und die Oberflächeneigenschaften wesentlich verbessert werden. Ein gegenüber einer unverrichteten
Fläche verbesserter Korrosionsschutz ist dabei das Hauptziel.
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Patentanmeldung - 2 - HENKEL KGaA
D 7 219 -, ZR-FE/Patente
Wenn auch die genauen Mechanismen des eigentlichen Verdichtungsvorgangs (englisch:"sealing") bis heute
nicht in allen Einzelheiten aufgeklärt sind, so läßt sich doch sagen, daß im oberflächennahen Bereich der
Aluminiumoxidschicht, die sich auf Aluminiummetall bei Kontakt mit Sauerstoff bildet, die Poren durch Einlagerung
von Aluminiumoxid-Hydraten, z.B. Böhmit, verschlossen werden. Unerwünscht ist dabei jedoch, daß
sich ein solcher Mineralbelag auch auf der Oberfläche der Oxidschicht bildet, da dieser Belag nicht griffest
ist und die anodisierten Aluminiumteile ein fleckiges und fehlerhaftes Aussehen erhalten. Methoden zur Versiegelung
metallischer Oberflächen unter Ausbildung zusätzlicher anorganischer Schutzschichten, wie sie
beispielsweise in der US-PS 3 012 917 beschrieben wurden, konnten sich daher in der Anwendungstechnik nicht
durchsetzen.
Verfahren zur Kaltverdichtung von anodisierten Werkstücken
aus Aluminium und deren Legierungen sind aus dem Stand der Technik bekannt. So wird in Chem. Abstr.
87, 75493 t (1977) beschrieben, zur Behandlung anodisierter Aluminiumoberflächen bei Raumtemperatur bis
500C Lösungen verschiedener Metallfluoride, beispielsweise
CrF-, MnF_, CoF2 oder NiF2, einzusetzen. Entsprechend
beschreibt die JP-A 75-117648 das Sealing anodisierter Aluminiumoberflächen durch Eintauchen in
eine Nickelfluorid und Isoamylalkohol enthaltende Lösung bei 300C.
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In der DE-OS 33 01 507 wird ebenfalls ein Verfahren zum Kaltverdichten von Werkstücken aus Aluminium und
dessen Legierungen beschrieben, in dem zur Oberflächenbehandlung bei Temperaturen um 250C Fluor bzw.
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Patentanmeldung - Ir - HENKELKGaA
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• σ ·
Fluorid enthaltende Lösungen, u.a. auch Nickelfluorid
und/oder Cobaltfluorid enthaltende Lösungen verwendet werden. Desgleichen offenbart die DE-OS 34 11 678 ein
Verfahren zur Nachverdichtung von Aluminium und AIuminiumlegierungen
im Anschluß an die Eloxierung, in dem wässrigen Lösungen mindestens eines Nickelsalzes
nichtionische Tenside zugesetzt werden, die zur Erniedrigung der Oberflächenspannung des Verdichtungsbades fähig sind. Bevorzugt werden dazu siliciumorga-
nische Verbindungen verwendet.
Allen beschriebenen Verfahren ist gemeinsam, daß wässrige Lösungen bestimmter Nickelsalze verwendet werden.
Die Nickelionen werden bei Kontakt mit den frisch anodisierten Aluminiumoberflächen mit in die Oberflächenschicht
eingelagert, wobei es - in Abhängigkeit von den außerdem noch eingelagerten Anionen - zu einer
mehr oder weniger starken grünlichen Verfärbung der Aluminiumoberflächen kommt, die insbesondere bei
schräger Aufsicht bzw. einem spitzen Blickwinkel sichtbar wird. Bei Werkstücken, die für dekorative
Zwecke verwendet werden, ist die grünliche Oberflächenverfärbung sehr störend, weil durch sie der
eigentliche Naturton des Aluminiummetalls verändert wird.
Verfahren zur Beseitigung unerwünschter Verfärbungen eloxierter Oberflächen bestimmter Aluminiumlegierungen
werden in der DE-OS 25 10 246 beschrieben. In dem offenbarten Verfahren werden Änderungen der Farbe von
Aluminiumoberflächen, die aus Fremdmetallen der Aluminiumlegierungen, z.B. Kupfer, resultieren, dadurch
beseitigt, daß man den Bädern bei Temperaturen oberhalb von 82°C einen Monoazofarbstoff zusetzt. Mit die-
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Patentanmeldung - y- HENKELKGaA
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sem Zusatz lassen sich jedoch nur solche Verfärbungen
beseitigen, die durch Legierungsbestandteile des Aluminiums bei der dem Sealing vorangehenden Anodisation
entstanden sind. Als Behandlungsbeschleuniger können Metallsalze, beispielsweise Cobalt- oder Nickelsalze
zugegeben werden. Die Zugabe von Beschleunigern macht jedoch die Farbkontrolle schwierig.
Monoazofarbstoffe werden in der Aluminiumindustrie hauptsächlich dafür angewendet, um anodisierte Aluminiumoberflächen
bewußt einzufärben. Die Farbstoffe dringen dabei unter Adsorption in die porösen Oberflächen
anodisierter Aluminiumteile ein, wonach die gefärbten Schichten meist durch Behandlung in heißen
wässrigen Lösungen verdichtet werden. Den Verdichtungslösungen werden dabei zusätzlich Substanzen zugesetzt,
die die Ausbildung von Sealing-Belägen verhindern (siehe: Aluminium £7, 245 (1971)). In solchen
Fällen ist oft ein Zusatz geringer Mengen von Nickelsalzen, beispielsweise Nickelacetat, oder eine Vorbehandlung
der Oberflächen mit nickelsalzhaltigen Lösungen erforderlich, um ein "Ausbluten" der Farbstoffe
aus den Poren und damit eine unerwünschte Veränderung der durch organische Farbstoffe erzielten Farbtöne zu
vermeiden.
Bei der Kaltverdichtung mit nickelsalzhaltigen Lösungen wird durch Bestandteile"der für den Verdichtungsprozeß erforderlichen Lösungen eine grünliche Verfär-
bung der Oberfläche verursacht, die unerwünscht ist. Der Erfindung liegt also die Aufgabe zugrunde, ein
Verfahren zur Kaltverdichtung anodisierter Aluminiumoberflächen zur Verfügung zu stellen, in dem trotz
Verwendung nickelsalzhaltiger wässriger Lösungen farblose Schichten erzeugt werden können und die grünliche
Patentanmeldung - Ά - HENKELKGaA
D 7 219 Aq ZR-FE/Patente
Verfärbung durch Nickelionen in den Oberflächenschichten vermieden werden kann. Wässrige Lösungen von Nickelfluorid
absorbieren Licht der Wellenlängenbereiche 350 bis 450 niti und 650 bis 850 nm. Es wurde überraschenderweise
gefunden, daß ausgewählte Farbstoffe mit Absorptionsmaxima im Bereich von 450 bis 600 nm, vorzugsweise
im Bereich von 490 bis 560 m, zusammen mit wässrigen Lösungen von Nickelsalzen die Kaltverdichtung
anodisierter Aluminiumoberflächen ermöglichen, ohne daß grünliche Verfärbungen der Oberflächen beobachtet
werden. Bei der Kaltverdichtung von Aluminiumoberflächen mit wässrigen, derartige Farbstoffe enthaltenden
Nickelsalzlösungen, entstehen Oberflächen mit dem reinen Naturton des Aluminiums.
Die Erfindung betrifft Mittel zur Erzeugung farbloser Verdichtungsschichten anodisierter Aluminiumoberflächen
bei Temperaturen im Bereich von 15 bis 700C und pH-Werten im Bereich von 5 bis 7,5, die 1 bis 5 g
Nickel pro Liter Verdichtungslösung in Form eines wasserlöslichen Nickelsalzes, einen oder mehrere organische
Farbstoffe, die ein Absorptionsmaximum im Bereich von 450 bis 600 nm aufweisen, einen Extink-
3 —1 —1 tionskoeffizienten von mindestens 1 .10 l.mol .cm
haben, molekulardispers gelöst werden können und mit Nickelionen und/oder den anderen Bestandteilen der
Lösung bei Anwendungskonzentrationen keine Ausfällungsreaktionen eingehen, und gegebenenfalls weitere,
in der Kaltverdichtung anodisierter Aluminiumoberflächen übliche organische und/ oder anorganische
Hilfsstoffe enthalten.
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Patentanmeldung - & - HENKELKGaA
D 7 219 Αλ ZR-FE/Patente
Die Erfindung betrifft außerdem ein Verfahren zur Erzeugung farbloser Verdichtungsschichten durch Behandlung
anodisierter Aluminiumoberflächen mit Nickelionen und gegebenenfalls weitere, in der Kaltverdichtung
anodisierter Aluminiumoberflächen übliche organische und/oder anorganische Hilfsstoffe enthaltenden wässrigen
Lösungen bei Temperaturen im Bereich von 15 bis 700C und pH-Werten im Bereich von 5 bis 7,5, das dadurch
gekennzeichnet ist, daß man, gegebenenfalls kontinuierlich, den Verdichtungslösungen einen oder mehrere
organische Farbstoffe zusetzt, die ein Absorptionsmaximum im Bereich von 450 bis 600 nm aufweisen,
einen Extinktionskoeffizienten von mindestens 1.10 1 .mol .cm haben, molekulardispers gelöst werden
können und mit Nickelionen und/oder den anderen Bestandteilen der Lösung bei Anwendungskonzentrationen
keine Ausfällungsreakionen eingehen.
Farbstoffe, die für die erfindungsgemäßen Mittel zur Erzeugung farbloser Verdichtungsschichten geeignet
sind und daher in dem vorgeschlagenen Verfahren verwendet werden können, können nur Farbstoffe sein, die
allen folgenden Kriterien (a) bis (d) genügen.
(a) Die verwendbaren Farbstoffe müssen ein Maximum der Lichtabsorption im sichtbaren Bereich bei Wellenlängen
zwischen 450 und 600 nm aufweisen. Ein bevorzugter Absorptionsbereich der erfindungsgemäß
verwendbaren Farbstoffe liegt bei 490 bis 5 60 nm.
Zugabe von wässrigen Farbstofflösungen, die in Abwesenheit anderer farbgebender Substanzen eine
rote Farbe aufweisen, zu wässrigen, grün gefärbten
Patentanmeldung - /f - HENKEL KGaA
D 7 219 . _ ZR-FE/Patente
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Lösungen wasserlöslicher Nickelsalze in geeigneter Konzentration führt dazu, daß eine Entfärbung beider
Lösungen eintritt bzw. daß die Mischungen farblos erscheinen.
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(b) Die erfindungsgemäß verwendbaren organischen Farbstoffe müssen einen Extinktionskoeffizienten von
3 —1 —1
mindestens 1.10 l.ml .cm haben. Bei gegebenem Nickelgehalt der Verdichtungslösung liegt die Konzentration der erfindungsgemäß verwendbaren Farbstoffe in der Verdichtungslösung im Bereich 0,5 bis 80 mg/1, ist jedoch direkt von der spezifischen Extinktion dieser Farbstoffe abhängig. Eine hohe Farbintensität - entsprechend einem hohen Extinktionskoeffizienten - im Bereich von vorzugs-
mindestens 1.10 l.ml .cm haben. Bei gegebenem Nickelgehalt der Verdichtungslösung liegt die Konzentration der erfindungsgemäß verwendbaren Farbstoffe in der Verdichtungslösung im Bereich 0,5 bis 80 mg/1, ist jedoch direkt von der spezifischen Extinktion dieser Farbstoffe abhängig. Eine hohe Farbintensität - entsprechend einem hohen Extinktionskoeffizienten - im Bereich von vorzugs-
3 5 -1 -1 weise 5.10 bis 5.10 l.mol .cm führt zu den
erfindungsgemäß bevorzugten niedrigen Einsatzkonzentrationen der Farbstoffe, die im Bereich 1,0
bis 10,0 mg, besonders bevorzugt bei 1 bis 2,9 mg/1 Verdichtungslösung liegen. Da Farbstoffe
niedriger Farbintensität in entsprechend größeren Konzentrationen eingesetzt werden müssen und zu
hohe Einsatzkonzentrationen die Qualität des Verdichtungsvorgangs negativ beeinflussen können,
sind Farbstoffe mit niedrigen Extinktionskoeffizienten im Sinne der Erfindung nicht geeignet.
(c) Um eine dauerhafte Entfärbung anodisierter Aluminiumoberflächen
bei Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens zu erreichen, müssen die Farbstoffmoleküle
wie auch die Nickelionen in die Poren der anodisierten Aluminiumoberflächen eindringen.
Bei gegebenem Porendurchmesser der Aluminiumoxidhydratschicht dürfen die Farbmoleküle
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350ÜU79
Patentanmeldung ~A~ HENKEL KGaA
07219 i« ^ ZR-FE/Patente
eine bestimmte Molekülgröße nicht überschreiten.-Sie müssen dazu molekulardispers gelöst sein, mit
anderen Worten: in Form einer echten Lösung vorliegen. Es muß somit gewährleistet sein, daß bei
einer gegebenen Einsatzkonzentration an Nickelionen einerseits und an Farbstoffmolekülen
die Nickelionen und Farbstoffmoleküle aus der Verdichtungslösung in einem solchen Verhältnis in die
Alumxniumoxidhydratschicht eingelagert werden, daß eine Absorption der Lichtenergie des gesamten sichtbaren
Spektrums die Folge ist.
(d) Wenn die Nickelkonzentration in der Verdichtungslösung im Bereich von 1 bis 5 g/l Lösung, bevor-
zugt bei 1,4 bis 2,8 g/l Lösung und idealer Weise bei 2 g Nickel pro Liter Verdichtungslösung liegt,
darf der erfindungsgemäß zugesetzte Farbstoff keine Ausfällungen beispielsweise Umkomplexierungsreaktionen
mit den Nickelsalzen eingehen. Der Farbstoff muß zwingend auch mit den anderen Bestandteilen
der Lösung verträglich sein, da Folgereaktionen der Verdichtungslösung eine unter Umständen
notwendige Menge Farbstoff entziehen würden.
Von zahlreichen Farbstoffen erwiesen sich überraschenderweise insbesondere ausgewählte Azo- bzw.
Azometallfarbstoffe geeignet, alle angeführten Kriterien (a) bis (d) zu- erfüllen. Aus der großen
Gruppe der Azo- bzw. Azometallfarbstoffe sind jedoch
diejenigen nicht geeignet, die entweder aufgrund ihrer Molekülgröße nicht in die Poren der
Aluminiumoxidhydratoberfläche eindiffundieren können oder die Fällungen mit den Nickelionen der
Verdichtungslösungen ergeben.
Patentanmeldung - f - HENKELKGaA
07219 Ai ZR-FE/Patente
Die Verwendung der erfindungsgemäß geeigneten Azo- und
Azometallfarbstoffe führt dazu, daß bei einer gegebenen Nickelkonzentration von beispielsweise 1 bis 5 g
Nickel/1 einerseits und Konzentrationen an Farbstoffmolekülen von beispielsweise 1 bis 10 mg Farbstoff/1
andererseits innerhalb einer Behandlungszeit von 0,1 bis 1,5 min pro μπι Schichtdicke, die Nickelionen und
Farbstoffmoleküle in einem solchen Verhältnis in die Aluminiumoxidhydratschicht eingelagert werden, daß
eine Absorptions der Lichtenergie des gesamten sichtbaren Spektrums die Folge ist.
Bevorzugt wurden im Rahmen der vorliegenden Erfindung Azofarbstoffe verwendet, die unter dem Namen Aluminiumrot
GLW bzw. Aluminiumviolett CLW von der Firma SANDOZ vertrieben werden. Dabei handelt es sich bei
Aluminiumrot GLW um einen Azometallkomplex mit Kupfer und bie Aluminiumviolett CLW um einen rein organischen
Azofarbstoff. Die genannten Farbstoffe weisen bei hoher
Farbintensität (Extinktionskoeffizient etwa
1 .10 l.mol" .cm" ) ein Absorptionsmaximum bei 500
bzw. 555 nm auf und diffundieren aufgrund ihrer Molekülgröße (Molekulargewicht ca 800 bis 1000)leicht
in die Poren der anodisierten Aluminiumoberflächen ein. Unter Anwendung dieser Farbstoffe haben sich im
Verdichtungsverfahren bei Nickelkonzentrationen im Bereich von ca 2 g Nickel/1 Farbstoffkonzentrationen
von insgesamt ca 2,5 mg Farbstoff/1 als zweckmässig erwiesen, wobei die alle Komponenten enthaltende Behandlungslösung
farblos erschienen.
Im Gegensatz zu mehreren anderen Farbstoffen aus der Klasse der Azo- und Azometallfarbstoffe (Aluminiumrot
RLW, Aluminiumkupfer, Aluminiumbordeaux RL, Aluminiumbrandrot ML) ergeben die genannten Farbstoffe Aluminium-
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Patentanmeldung -IJt- HENKELKGaA
D 7219 , Ig . ZR-FE/Patente
rot GLW und Aluminiumviolett CLW keine Fällungen
durch Metallkomplexe, sondern bleiben auch nach längerer Zeit molekulardispers in den wässrigen Verdichtungslösungen
gelöst.
Zur Verdichtung werden wässrige Lösungen von Nickelsalzen, die durch Auflösen insbesondere von NiF- *
4 H3O oder anderer Nickelsalze wie Nickelsulfat oder
Nickelacetat, und Zugabe entsprechender Mengen an Alkalimetallfluoriden hergestellt werden, verwendet. Die
erfindungsgemässen Verdichtungslösungen können gegebenenfalls
weitere, in der Kaltverdichtung anodisierter Aluminiumoberflächen übliche organische und/oder anorganische
Hilfssstoffe enthalten. Als solche kommen Tenside und/oder organische Verbindungen wie Alkohole,
Amine, Ketone und/oder Ether und/oder siliciumorganische Verbindungen und/oder Fluoride unterschiedlicher
Metalle und/oder Salze mit komplexen Anionen infrage. Diese Lösungen sind jedoch nicht essentiell und die
anodisierten Aluminiumoberflächen werden auch in Abwesenheit derartiger üblicher Hilfsstoffe farblos verdichtet.
Im Rahmen des erfindungsgemässen Verfahrens ist es grundsätzlich möglich, anodisierte Oberflächen aus
Aluminium oder dessen Legierungen primär mit einer wässrigen Lösung der erfindungsgemäß verwendbaren
Farbstoffe zu behandeln und anschließend mit einer wässrigen Nickelsalzlösung im Kaltverfahren zu verdichten.
Die im ersten Verfahrensschritt erzielte rötliche Färbung der Aluminiumoxidoberfläche kompensiert
die nachfolgende, aus dem Sealing-Prozeß resultierende grünliche Verfärbung, so daß Aluminiumoxidoberflächen
mit der Naturfarbe des Aluminiums entstehen. Ein solches Farbstoffspülbad muß jedoch stets mit
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einem Wasserüberlauf betrieben werden, was die Aufrechterhaltung einer bestimmten Farbstoffkonzentration erschwert
und große Farbstoffverluste zur Folge hat. Zudem weisen üblicherweise verwendete Anodisierlinien
zur vollautomatischen Behandlung der Oberflächen aus Aluminium und dessen Legierungen keinen Platz für den
Einbau eines separaten Vorfärbebads auf.
Umgekehrt ist es grundsätzlich auch möglich, anodisierte Aluminiumoberflächen in einer ersten Verfahrensstufe
mit wässrigen, Nickelsalz enthaltenden Lösungen zu verdichten und erst im nachfolgenden Verfahrensschritt
durch Behandlung mit entsprechenden Farbstofflösungen die grünliche Oberflächenfärbung
durch Einlagerung der Farbstoffmoleküle in die Poren zu kompensieren. Abgesehen davon, daß auch in diesem
Fall die herkömmlichen Anodisierlinien keinen Platz für die Aufstellung eines separaten Färbebades bieten,
weist diese Vorgehensweise den Nachteil auf, daß die Farbstoffmoleküle deutlich schlechter in die schon
durch den Sealing-Prozeß partiell verschlossenen Poren eindringen können und dadurch eine vollständige Kompensation
der grünlichen Verfärbung durch die Einlagerung von Nickelionen nicht mehr gewährleistet ist.
Vor allem ist eine dauerhafte Kompoensation der grünlichen
Verfärbung deshalb erschwert, weil die nur oberflächlich aufgebrachten Farbstoffe leicht abgespalten
oder durch andere Umwelteinflüsse ausgeblichen werden können.
Es wird daher erfindungsgemäß vorzugsweise ein integrierter Prozeß, in dem Färbung und Sealing gleichzeitig erfolgt, vorgeschlagen. Es werden dazu wässrige
Lösungen hergestellt, die 1 bis 5 g Nickel pro Liter Verdichtungslösung in Form eines wasserlöslichen Nickel-
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Patentanmeldung - ψ- HENKELKGaA
D 7219 ■ Ιΐ\ ' ZR-FE/Patente
salzes/ 0,5 bis 80 mg pro Liter Verdichtungslösung
eines oder mehrerer organischer Farbstoffe, die die oben genannten Kriterien (a) bis (d) erfüllen müssen
und gegebenenfalls weitere, in der Kaltverdichtung anodisierter Aluminiumoberflächen übliche organische
und/oder anorganische Hilfsstoffe enthalten. Die Lösungen
weisen bevorzugt eine Farbstoffgehalt von 1 bis 10 mg, besonders bevorzugt von 1 bis 2,9 mg Farbstoff
pro Liter Verdichtungslösung auf, wobei diese Farbstoffmenge von der Nickelkonzentration einerseits und von
der Farbintensität des verwendeten Farbstoffs andererseits abhängig ist.
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemässen
Verfahrens werden Behandlungslösungen eingesetzt, in denen die Färbung der Nickelionen durch
die durch Farbstoffmoleküle hervorgerufene Rotfärbung kompensiert ist und die somit farblos erscheinen. Farbstoffe
mit einem Extinktionskoeffizienten im Bereich von 5.1O3 bis 5.1O5 1.IaI-1^m"1 mit einem Absorptionsmaximum
im Bereich von 490 bis 560 nm entfärben in einer Konzentration von 1 bis 10 mg/1 Verdichtungslösungen,
die 1 bis 5 g/l Nickel enthalten.
Bei Behandlungstemperaturen im Bereich von 15 bis 700C, vorzugsweise 20 bis 400C, besonders bevorzugt
bei 25 bis 32°C und pH-Werten im Bereich von 5,0 bis 7,5, vorzugsweise im Bereich von 5,5 bis 7,0 und idealerweise
bei einem pH-Wert von 6,5 werden anodisierte Oberflächen aus Aluminium oder seinen Legierungen mit
derartigen Farbstofflösungen behandelt. Dies geschieht dadurch, daß die entsprechenden Aluminiumteile für
eine Zeit von 0,1 bis 1,5 min/um Schichtdicke, vorzugsweise für eine Zeit von 0,4 bis 1,2 min/μΐη Schichtdicke,
in die die erfindungsgemäßen Komponenten ent-
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D 7219 _ IQ v ZR-FE/Patente
haltenden Lösungen eingetaucht werden. Anschließend wird zweckmässigerweise mit vollentsalztem Wasser
gespült.
im Laufe der Behandlung werden Nickelionen und Farbstoffmoleküle
in die Poren der Aluminiumoxidoberfläche eingelagert; folglich verarmt die Lösung an diesen
Komponenten, so daß kontinuierlich eine Kontrolle der Konzentration der Lösungskomponenten erfolgen muß.
Dies kann einerseits durch komplexometrische Titration
des Nickelgehalts der Lösungen, andererseits durch spektralphotometrisehe Verfolgung der Extinktionen der
Lösungen bei den charakteristischen Absorptionswellenlängen für Nickel (395 und 720 nm) und der eingesetzten
Farbstoffe (500 bzw. 555 nm) überwacht werden. Eine stetige Abnahme der Konzentration beider farbgebenden
Komponenten zeigt an, daß beide Komponenten in die Poren der Aluminiumoxidoberflächen eingelagert
werden und eine gegenseitge Farbkompensation erfolgt.
Ein konstanter Wert für den Farbstoffgehalt in den Lösungen zeigt an, daß die Farbstoffmoleküle nicht
eingelagert werden. Folglich resultieren im ersteren
Fall farblose Aluminiumoberflächen mit natürlicher Metallfarbe, während im zweiten Fall die Oberflächen
grünlich gefärbt sind.
In einer bevorzugten Ausfuhrungsform des erfindungsgemäßen
Verfahrens werden die Verdichtungslösungen entsprechend
dem Verbrauch ihrer Komponenten nachgeschärft, so daß eine kontinuierliche Verfahrensführung
möglich ist. Dabei wird durch Zugabe der Badkomponenten in fester Form oder in Form geeigneter Ergänzungslösungen
sowohl der Nickelgehalt als auch der Farbstoffgehalt auf einen konstanten Wert eingestellt
und die genaue Einhaltung dieser und der anderen Badparameter kontinuierlich verfolgt.
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Patentanmeldung - 14/- HENKELKGaA
D 7219 . /f9 - ZR-FE/Patente
Bei Verwendung der erfindungsgemäßen Mittel werden farblose Verdichtungsschichten anodisierter Oberflächen
von Aluminium und seinen Legierungen erzeugt, die keine Verfärbungen aufweisen. Aufgrund des Naturtons
des Aluminiummetalls sind so behandelte Oberflächen für dekorative Zwecke hervorragend geeignet.
Zudem wird der Korrosionsschutz durch das verbesserte Verfahren in keiner Weise beeinträchtigt. Mit dem erfindungsgemäßen
Verfahren wird daher auch die Herstellu lung natürlich gefärbter Aluminiumoberflächen für dekorative
Zwecke auf dem Wege der Kaltverdichtung möglich.
Die Erfindung wird durch die nachfolgenden Beispiele näher erläutert.
Für die folgenden Beispiele wurden Bleche der Legierung AlMg 3 (DIN-Werkstoff Nr. 3.3535) entfettet, gespült,
gebeizt, nachgespült und im GS-Verfahren unter Einhaltung folgender Verfahrensparameter anodisiert:
| Stromdichte : | 1,5 A | . drrf2; |
| Temperatur : | 2O0C; | |
| Schichtstärke : | 20 μΐη | und |
| Schwefelsäuregehalt: | 180 g | . ι"1. |
Danach wurde mit vollentsalztem Wasser gespült.
Im Verfahren der eigentlichen Verdichtung der Aluminiumoxidoberflachen
wurden wässrige Lösungen verwendet, die die in den einzelnen Beispielen genannte Zusammensetzung
aufwiesen. Der pH-Wert lag im Bereich zwischen 5,5 und 6,5 und wurde gegebenenfalls mit
Essigsäure korrigiert. Die Behandlungstemperatur lag bei 28 bis 320C, die Behandlungszeit bei 0,5 min/um
Schichtdicke.
Patentanmeldung
,Λ HENKELKGaA
D 7219 - oLU ' ZR-FE/Patente
Der Nickelgehalt der Lösungen wurde durch komplexometrische Titration überwacht. Zudem wurde die Lösung in
Küvetten mit einer Schichtdicke von 1 cm in einem Spektralphotometer photometriert. Die Extinktionen
(cm ) bei der charakteristischen Absorptionswellenlänge (Ni: 395 und 720 nm; Farbstoffe: 500 bzw. 555
nm) sind direkt von der jeweiligen Konzentration abhängig und damit korrelierbar.
Die Ausgangslösung enthielt
7,0 g NiF2 . 4H„O pro Liter Verdichtungslösung und
3,0 mg Aluminiumviolett CLW pro Liter Verdichtungslösung.
Der pH-Wert betrug 5,8.
3,0 mg Aluminiumviolett CLW pro Liter Verdichtungslösung.
Der pH-Wert betrug 5,8.
Die Änderung der Werte für die Konzentrationen der
farbgebenden Badbestandteile wurden komplexometrisch
und photometrisch verfolgt; das Ergebnis zeigt die nachstehende Tabelle 1.
m2 anodisierter Oberfl, je 1 Badlösung
Extinkt. Extinkt. Extinkt. Ni-Ge-
bei 395 nm bei 720 nm bei 555 nm halt g/l
(Ni-Konz.) (Ni-Konz.) (Färb- komplexo-
stoffkonz.) metrisch
0,20 0,40 0,60 0,80 1,00
0,225 0,204 0,181 0,162 0,142 0,127
0,092 0,083 0,074 0,066 0,057 0,050
0,048 0,037 0,027 0,023 0,021 0,019
2,44
2,3
2,1
1,8
1,6
1,4
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Patentanmeldung - 1^- HENKELKGaA
D 7219 ZR-FE/Patente
Ergebnis:
Mit steigendem Durchsatz anodisierter Aluminiumoberf lache wurde ein Rückgang der für Nickel bzw. den
Farbstoff charakteristischen Absorptionen wie auch ein Rückgang des komplexometrisch bestimmten Nickelgehaltes
beobachtet. Nickelionen und Farbstoff wurden also gleichzeitig in die Poren der Aluminiumoxidhydratschicht
eingelagert.
Es wurden Bleche erhalten, die keine Verfärbungen aufwiesen, sondern nur den natürlichen metallischen Glanz
hatten.
Vergleichsbeispiel 1
15
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Unter den gleichen Bedingungen wie in Beispiel 1 wurde zum Verdichten eine Lösung verwendet, die nur
7,0 g NiF2 . 4 H3O pro Liter Verdichtungslösung,
also keinen Farbstoff, enthielt. Es wurde zwar ein vergleichbarer Abfall der für Nickel typischen Absorption beobachtet, jedoch resultierten Oberflächen mit grünlicher Verfärbung.
7,0 g NiF2 . 4 H3O pro Liter Verdichtungslösung,
also keinen Farbstoff, enthielt. Es wurde zwar ein vergleichbarer Abfall der für Nickel typischen Absorption beobachtet, jedoch resultierten Oberflächen mit grünlicher Verfärbung.
Vergleichsbeispiel 2
25
25
Die Ausgangslösung enthielt
7,0 g NiF„ . 4 H„O pro Liter Verdichtungslösung und
5,0 mg Aluminiumkupfer pro Liter Verdichtungslösung.
Der pH-Wert betrug 5,8.
30
30
Nach längerem Stehenlassen der Verdichtungslösung wurde
beobachtet, daß eine kolloiddisperse Lösung entstand und daß ein Teil des Farbstoffes aus der Lösung
ausfiel. Die Ergebnisse für die spektralphotometrische und komplexometrische Bestimmung des Gehalts an Nickel
Patentanmeldung
D 7219
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HENKELKGaA ZR-FE/Patente
bzw. Farbstoff ist der nachfolgenden Tabelle 1 (a) zu
entnehmen.
| Tabelle 1(a): | Extinktion | Ni-Gehalt | |
| m2 anodi- | Extinktion | bei 505 nm | g/i |
| sierter | bei 395 nm | (Farb | komplexo- |
| Oberfl. | (Ni-Konz.) | stoff konz. ) | metrisch |
| je 1 Bad | |||
| lösung | 0,084 | 2,36 | |
| 0 | 0,219 | 0,080 | 2,0 |
| 0,2 | 0,199 | 0,077 | 1,9 |
| 0,4 | 0,184 | 0,076 | 1,7 |
| 0,6 | 0,167 | 0,075 | 1,4 |
| 0,8 | 0,142 | 0,075 | 1,3 |
| 1,0 | 0,128 | ||
| Ergebnis: |
Während eine sukzessive Abnahme des Absorptionswertes für Nickel gefunden wurde, blieb der Absorptionswert
für den Farbstoff bei 505 nm nahezu konstant. Ein gemeinsamer Einbau von Farbstoff und Nickelionen in die
Poren der Aluminiumoxidhydratoberfläche fand also nicht statt. Die erhaltenen Oberflächen wiesen demzufolge
auch die übliche grünliche Verfärbung auf.
Die Ausgangslösung enthielt
7,0 g NiF2 . 4 H3O und
5,0 mg Aluininiumrot GLW pro Liter Verdichtungslösung.
Der pH-Wert betrug 5,8.
Sd 230/438539 3. 04 84
Patentanmeldung
D 7219
. 5*3
HENKEL KGaA ZR-FE/Patente
Der Verbrauch beider Komponenten der Verdichtungslösung
wurde spektralphotometrisch bestimmt. Die Ergebnisse sind der nachfolgenden Tabelle 2 zu entnehmen.
| Extinktion | Tabelle 2 | Extinktion | |
| m2 anodi- | bei 395 nm | Extinktion | bei 500 nm |
| sierter | (Ni-Konz.) | bei 720 nm | (Farbstoff- |
| Oberfl. | (Ni-Konz.) | konz.) | |
| je 1 Bad | |||
| lösung | 0,231 | 0,109 | |
| 0 | 0,208 | 0,085 | 0,101 |
| 0,20 | 0,190 | 0,076 | 0,088 |
| 0,40 | 0,169 | 0,068 | 0,078 |
| 0,60 | 0,155 | 0,060 | 0,071 |
| 0,80 | 0,135 | 0,054 | 0,064 |
| 1,00 | 0,046 | ||
| Ergebnis: | |||
Beide Komponenten diffundierten in die Poren der Aluminiumoxidhydratoberfläche.
Folglich wurden farblose Oberflächen mit natürlichem Aluminiumglanz erhalten.
Die Ausgangslösung enthielt
5,5 g NiF2 . 4 H-O pro Liter Verdichtungslösung,
1,0 mg Aluminiumrot GLW pro Liter Verdichtungslösung
und
2 mg Aluminiumviolett CLW pro Liter Verdichtungslösung.
Die Ergebnisse der spektralphotometrischen Extinktionsmessungen zeigt Tabelle 3.
Patentanmeldung - 12T - HENKELKGaA
D 7219 " olU ' ZR-FE/Patente
m2 anodi- Extinkt. Extinkt. Extinkt. Extinktion
sierter bei 395 nm bei 720 nm bei 500 nm bei 555 nm
Oberfl. (Ni-Konz.) (Ni-Konz.) (Färb- (Farbstoffje 1 Bad- stoffkonz.) konz.)
lösung
| 0 | 0,219 | 0,085 | 0,044 | 0,040 |
| 0,20 | 0,203 | 0,077 | 0,038 | 0,033 |
| 0,40 | 0,182 | 0,068 | 0,031 | 0,026 |
| 0,60 | 0,166 | 0,060 | 0,028 | 0,025 |
| 0,80 | 0,146 | 0,053 | 0,023 | 0,018 |
| 1,00 | 0,129 | 0,045 | 0,020 | 0,014 |
| Ergebnis: |
Das Zurückgehen aller vier Extinktionswerte zeigt einen gleichzeitigen Einbau von Nickelionen und Farbstoffmolekülen
in die Poren der Oberflächenschichten an. Folglich werden farblose Aluminiumoxidhydratoberflächen
mit natürlichem Metallglanz erhalten.
Die Ausgangslösung enthielt
5,5 g NiF2 . 4 H3O pro Liter Verdichtungslösung,
1,25 mg Aluminiumrot GLW und
1,25 mg Aluminiumviolett CLW pro Liter Verdichtungslösung.
30
30
In Abhängigkeit vom Nickelgehalt wurde zur Ergänzung eine Lösung zudosiert, die
32,7 g NiF2 . 4 H3O,
7,5 mg Aluminiumrot GLW und
32,7 g NiF2 . 4 H3O,
7,5 mg Aluminiumrot GLW und
7,5 mg Aluminiumviolett CLW pro Liter Zusatzlcsung enthielt.
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Patentanmeldung - 2SdT- HENKELKGaA
D 7219 DS ZR-FE/Patente
Die spektralphotometrisch und komplexometrisch bestimmten
Werte für die Konzentration an Nickel und Farbstoffen sind der nachfolgenden Tabelle 4 zu entnehmen
05
Patentanmeldung
D7219
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ZR-FE/Patente
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35Ö0079
Patentanmeldung - 22 - HENKELKGaA
D 7 219 c. _ ZR-FE/Patente
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Ergebnis;
Durch Zugabe der Ergänzungslösung wurde der Gehalt an
Nickelionen nahezu konstant gehalten, während die Farbstoffkonzentration noch breiten Schwankungen unterworfen
war. Es wurden jedoch Nickel und Farbstoffe in die Poren der Aluminiumoxidhydratoberflächen eingebaut
und folglich farblose Oberflächen mit natürlichem Metallglanz erhalten.
Die Ausgangslösung enthielt
5,7 g NiF2 . 4 H3O,
1,25 mg Aluminiumrot GLW und
5,7 g NiF2 . 4 H3O,
1,25 mg Aluminiumrot GLW und
1,25 mg Aluminiumviolett CLW pro Liter Verdichtungslösung.
In Abhängigkeit vom Nickelgehalt wurde eine Ergänzungslösung zudosiert, die
40,2 g Nickel pro Liter Verdichtungslösung und
40,2 g Nickel pro Liter Verdichtungslösung und
je
26,8 mg der in Beispiel 4 genannten Farbstoffe pro
Liter Verdichtungslösung enthielt.
Liter Verdichtungslösung enthielt.
Die Ergebnisse der spektralphotometrischen und komplexometrisehen
Bestimmung der Konzentrationen an Nickel und Farbstoff sind Tabelle 5 zu entnehmen.
Patentanmeldung
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30
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| 3500079 | |
| - ψ- | HENKEL KGaA |
| ZR-FE/Patente |
Patentanmeldung
D 7219
Ergebnis;
Durch Zugabe der Ergänzungslösung in geeigneten Mengen
konnten Nickelionen- und Farbstoffgehalt auf nahezu konstante Werte eingestellt werden. Für die vorgegebene
Versuchsanordnung erwies sich die vorliegende Ergänzungslösung als die am besten geeignete.
Es wurden farblose Oberflächen mit natürlichem Metallglanz erhalten.
10
10
Die Ausgangslösung enthielt
5,7 g NiF2 . 4 H3O,
1,25 mg Aluminiumrot GLW und
5,7 g NiF2 . 4 H3O,
1,25 mg Aluminiumrot GLW und
1,25 mg Aluminiumviolett CLW pro Liter Verdichtungslösung.
Die Ergänzungslösung enthielt
30 g Nickel
30 g Nickel
18,75 mg der beiden genannten Farbstoffe pro Liter Verdichtunaslösuna.
Verdichtungslösung.
Es wurden Bleche mit Schichtstärken von 20 μπι (Beispiel
6) und 5 μΐη (Beispiel 7) verdichtet.
Die Ergebnisse der spektrometrisehen und komplexometrischen
Konzentrationsbestimmungen sind den nachfolgenden Tabellen 6 und 7 zu entnehmen.
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Sd230/438539 3. 04.84
Patentanmeldung
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Patentanmeldung - 3ΤΓ - HtNKEL KGc
D7219 ZR-FE/Patente
Ergebnis;
Unabhängig von der Schichtdicke konnte durch Nachschärfen der Verdichtungslösung mit den genannten Ergänzungslösungen
der Gehalt an Nickelionen und Farb-Stoffmolekülen nahezu konstant gehalten werden. Beide
farbgebenden Komponenten wurden im notwendigen Umfang in die Poren der Aluminiumoxidhydratoberfläche eingebaut.
Folglich resultierten ungefärbte Schichten mit natürlichem Metallglanz.
In einem 18 m3 fassenden Badbehälter wurde eine Lösung zur Kaltimprägnierung angesetzt, die 2 g/l Nickel und
1,4 g/l Fluorid enthielt. Es wurden 1,25 mg/1 Aluminiumrot GLW und 1,25 mg/1 Aluminiumviolett CLW zugesetzt,
so daß die Lösung bei visueller Beurteilung farblos erschien. Über einen ersten Versuchszeitraum
von 8 Wochen wurden insgesamt 11 500 m2 anodisierte Aluminiumteile mit Schichtstärken der Oxidschicht zwischen
2 und 25 μπι und unterschiedlichen Anodisationsbedingungen
in diesem Bad behandelt.
Der Nickelgehalt wurde durch komplexometrische Titration
bestimmt. Der Farbstoffgehalt wurde photometrisch kontrolliert. Bei Bedarf, um die Nickelkonzentration
auf 2 g/l zu halten, wurde eine Nickelsalzlösung, die auch oben genannte Farbstoffe enthielt, zugegeben.
Diese Lösung enthielt Nickel und Farbstoff (50 % AIuminiumrot GLW und 50 % Aluminiumviolett) im Gewichtsverhältnis 1 : 0,0015. Der Gesamtverbrauch betrug
12,3 kg Ni und 18 g Farbstoffmischung. Sämtliche so behandelten Teile konnten in diesem Bad farblos, d.h. ohne grünliche Verfärbung, imprägniert werden. Die
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12,3 kg Ni und 18 g Farbstoffmischung. Sämtliche so behandelten Teile konnten in diesem Bad farblos, d.h. ohne grünliche Verfärbung, imprägniert werden. Die
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Patentanmeldung - 2% - HENKELKGaA
D7219 ι 7"T. ZR-FE/Patente
Lösung blieb bei visueller Betrachtung ebenfalls farblos. (Photometrisch konnte in einem Fall ein geringer
Abfall der Farbstoffkonzentration gemessen werden, weil es durch Einschleppung von hartem Waser zu einer
Ausfällung von Calciumfluorid gekommen war und das ausgefallene Calciumfluorid Teile des Farbstoffs adsorbierte.
Aufgrund der Extinktionsmessung konnte die fehlende Farbstoffmenge von 7 g einfach ergänzt werden)
.
Claims (20)
- Patentansprüchel. Verfahren zur Erzeugung farbloser Verdichtungsschichten durch Behandlung anodisierter Aluminiumoberflächen mit Nickelionen und gegebenenfalls weitere, in der Kaltverdichtung anodisierter Aluminiumoberflächen übliche organische und/ oder anorganische Hilfsstoffe enthaltenden wässrigen Lösungen bei Temperaturen im Bereich von 15 bis 700C und pH-Werten im Bereich von 5 bis 7,5, dadurch gekennzeichnet, daß man, gegebenen-falls kontinuierlich,die Aluminiumoberflächen miteiner wäßrigen Lösung eines oder mehrerer organischer
Farbstoffe behandelt, diea) ein Absorptionsmaximum im Bereich von 450 bis
600 nm aufweisen,b) einen Extinktionskoeffizienten von mindestens
ΓΙΟ3 Ι.ΐηοΓ1.^"1 haben,c) molekulardispers gelöst werden können undd) mit Nickelionen und/oder den anderen Bestandteilen der Lösung bei Anwendungskonzentrationen keine Ausfällungsreaktionen eingehen. - 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man den Verdichtungslösungen einen oder mehrere organische Farbstoffe zusetzt, die ein Absorptionsmaximum im Bereich von 490 bis 560 nm aufweisen.
- 3. Verfahren nach Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man den Verdichtungslösungen einen oder mehrere Azo- bzw. Azometallfarbstoffe zusetzt.
- 4. Verfahren nach Ansprüchen 1 bis -3, dadurch gekennzeichnet, daß man den Verdichtungslösungen Aluminiumrot GLW und/oder Aluminiumviolett CLW zusetzt.Patentanmeldung *c&· ^UUU/y HENKEL KGaAD 7219 ZR-FE/Patente
- 5. Verfahren nach Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß man die Farbstoff konzentration in den Verdichtungslösungen auf einen Wert von 0,5 bis 80 mg eines oder mehrerer Farbstoffe, die einen Extinktionskoeffizienten von mindestens 1.10 l.inol" .cm aufweisen, pro Liter Verdichtungslösung einstellt.
- 6. Verfahren nach Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß man die Farbstoff konzentration in den Verdichtungs lösungen auf einen Wert von 1 bis 10 mg eines oder mehrerer Farbstoffe, die einen Extinktionskoeffizienten im Bereich von 5.10 bis 5. 10 l.mol cm aufweisen, pro Liter Verdichtungslösung einsetzt.
- 7. Verfahren nach Ansprüchen 1 - 6, dadurch gekennzeichnet, daß man die Farbstof fkonzentrration in den Verdichtungslösungen auf einen Wert von 1 bis 2,9 mg eines oder mehrerer Farbstoffe, die einen Extinktions-4 -1 -1 koeffizienten von ungefähr 1.10 l.mol .cm aufweisen, pro Liter Verdichtungslösung einstellt.
- 8. Verfahren nach Ansprüchenl - 7, dadurch gekennzeichnet, daß man die anodisierten Aluminiumoberflächen mit wässrigen Lösungen, die Nickelionen und einen oder mehrere organische Farbstoffe und gegebenenfalls weitere übliche organische und/oder anorganische Hilfsstoffe enthalten, integriert kaltverdichtet.
- 9. Verfahren nach Ansprüchen 1-8, dadurch gekennzeichnet, daß man die anodisierten Aluminiumoberflächen mit wässrigen Lösungen, die Nickelionen und einen oder mehrere organische Farbstoffe und gegebenenfalls weitere übliche organische und/oder anorganische Hilfsstoffe enthalten, integriert kaltver-Sd 230/438539 3. 04.84Patentanmeldung - 3 . ^ ^ U U ' ^ HENKEL KGaAD 7219 ZR-FE/Patentedichtet, wobei in den verwendeten Verdichtungslösungen die durch die Nickelionen hervorgerufene grünliche Färbung durch die durch die Farbstoffmoleküle hervorgerufene rötliche Färbung kompensiert wird und die Lesungen im wesentlichen farblos erscheinen.
- 10. Verfahren nach Ansprüchen 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß man bei Temperaturen von 20 bis 400C, besonders bevorzugt bei 25 bis 320C, arbeitet.
- 11. Verfahren nach Ansprüchen 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß man den pH-Wert auf 5,5 bis 7,0, besonders bevorzugt auf 6,5 einstellt.
- 12. Mittel zur Erzeugung farbloser Verdichtungsschichten anodisierter Aluminiumoberflächen bei Temperaturen im Bereich von 15 bis 700C und pH-Werten im Bereich von 5 bis 7,5, enthaltenda) 1 bis 5 g Nickel pro Liter Verdichtungslösung eines wasserlöslichen Nickelsalzes,b) eine oder mehrere organische Farbstoffe, die
ein Absorptionsmaximum im Bereich von 450 bis
600 nm aufweisen,einen Extinktionskoeffizienten von mindestensl. 103 l.mol^.cnf1 haben,molekulardispers gelöst werden können und mit Nickelionen und/oder den anderen Bestandteilen der Lösung bei Anwendungskonzentrationen keine Ausfällungsreaktionen eingehen, undc) gegebenenfalls weitere, in der Kaltverdichtunganodisierter Aluminiumoberflächen übliche organische und/oder anorganische Hilfsstoffe.Patentanmeldung . ^. O O U U U / 3 HENKEL KGaAD 7219 ZR-FE/Patente - 13. Mittel nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß sie 1 bis 5 g Nickel pro Liter Verdichtungslösung in Form von NiF? . 4 ELO enthalten.
- 14. Mittel nach Ansprüchen 12 und 13, dadurch gekennzeichnet, daß sie einen oder mehrere organische Farbstoffe enthalten, die ein Absorptionsmaximum im Bereich von 490 bis 560 nm aufweisen.
- 15. Mittel nach Ansprüchen 12 - 14, dadurch gekennzeichnet, daß sie einen oder mehrere Azo- bzw. Azometallfarbstoffe enthalten.
- 16. Mittel nach Ansprüchen 12 - 15, dadurch gekennzeichnet, daß sie als Farbstoffe Aluminiumrot GLW und/oder Aluminiumviolett CLW enthalten.
- 17. Mittel nach Ansprüchen 12 - 16, dadurch gekennzeichnet, daß sie 0,5 bis 80 mg eines oder mehrerer Farbstoffe, die einen Extinktionskoeffizienten imτ 5-1-1
Bereich von 5. 10 bis 5. 10 l.mol .cm aufweisen, pro Liter Verdichtungslösung enthalten. - 18. Mittel nach Ansprüchen 12 - 17, dadurch gekennzeichnet, daß sie 1 bis 2,9 mg eines oder mehrerer Farbstoffe, die einen Extinktionskoeffizienten von ungefähr 1.10 l.mol" .cm" aufweisen, pro Liter Verdichtungslösung enthalten.
- 19. Mittel nach Ansprüchen 12 - 18, dadurch gekennzeichnet, daß sie Nickelionen und einen oder mehrere organische Farbstoffe und gegebenenfalls weitere übliche organische und/oder anorganische Hilfsstoffe in solchen Konzentrationen enthalten, daß die durch Nickelionen hervorgerufene grünliche Färbung durch die durchSd230/438539 3. 04.84Patentanmeldung ' 5' O O U U U / 3 HENKE[_ KGaAD 7219 ZR-FE/PatenteFarbstoffmoleküle hervorgerufene rötliche Färbung kompensiert wird und die Mittel farblos erscheinen.
- 20. Mittel nach Ansprüchen 12 - 19, dadurch gekenn-05 zeichnet, daß sie einen pH-Wert von 5,5 bis 7,0, bevorzugt von 6,5, aufweisen.
Priority Applications (9)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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