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DE3500074A1 - Verfahren und vorrichtung zum umbau eines einschaligen zu einem dreischaligen schornstein - Google Patents

Verfahren und vorrichtung zum umbau eines einschaligen zu einem dreischaligen schornstein

Info

Publication number
DE3500074A1
DE3500074A1 DE19853500074 DE3500074A DE3500074A1 DE 3500074 A1 DE3500074 A1 DE 3500074A1 DE 19853500074 DE19853500074 DE 19853500074 DE 3500074 A DE3500074 A DE 3500074A DE 3500074 A1 DE3500074 A1 DE 3500074A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
arms
shell
inner shell
chimney
section
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Ceased
Application number
DE19853500074
Other languages
English (en)
Inventor
Robert 8500 Nürnberg Wannemacher
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
UNION BAU FRANKFURT GmbH
Original Assignee
UNION BAU FRANKFURT GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by UNION BAU FRANKFURT GmbH filed Critical UNION BAU FRANKFURT GmbH
Priority to DE19853500074 priority Critical patent/DE3500074A1/de
Publication of DE3500074A1 publication Critical patent/DE3500074A1/de
Ceased legal-status Critical Current

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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E04BUILDING
    • E04GSCAFFOLDING; FORMS; SHUTTERING; BUILDING IMPLEMENTS OR AIDS, OR THEIR USE; HANDLING BUILDING MATERIALS ON THE SITE; REPAIRING, BREAKING-UP OR OTHER WORK ON EXISTING BUILDINGS
    • E04G21/00Preparing, conveying, or working-up building materials or building elements in situ; Other devices or measures for constructional work
    • E04G21/14Conveying or assembling building elements
    • E04G21/16Tools or apparatus
    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E04BUILDING
    • E04GSCAFFOLDING; FORMS; SHUTTERING; BUILDING IMPLEMENTS OR AIDS, OR THEIR USE; HANDLING BUILDING MATERIALS ON THE SITE; REPAIRING, BREAKING-UP OR OTHER WORK ON EXISTING BUILDINGS
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    • E04G21/14Conveying or assembling building elements
    • E04G21/16Tools or apparatus
    • E04G21/164Tools or apparatus specially adapted for working-up chimneys

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Architecture (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Working Measures On Existing Buildindgs (AREA)

Description

  • BESCHREIBUNG
  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Umbau eines einschaligen Schornsteins zu einem dreischaligen Schornstein mit beweglicher Innenschale und Dämmstoffschicht.
  • Es ist bekannt, entsprechend den 2'Richtlinien für Querschnittsveränderungen und Innenabdichtung von Schornsteinen" Querschnittsveränderungen vorhandener Schornsteine in oder an bestehenden Gebäuden durch Einbau von Einsatzrohren, durch Innenauskleidung mit Leichtbeton oder Innenbeschichtung mit Mörtel vorzunehmen. Grundsätzliche Voraussetzung zur Durchführung solcher Querschnittsveränderungen ist, daß sie nur an Schornsteinen vorgenommen werden dürfen, die alle Anforderungen an Rauch- und Abgasschornsteine erfüllen und unter Berücksichtigung der anzuschließenden Feuerstätten eine Verringerung der lichten Querschnitte zulassen.
  • Die Möglichkeit, in vielen Fällen aber auch die Notwendigkeit, den Schornstein zu verändern, ergibt sich durch die Entwickiung moderner Wärmeerzeuger mit sehr hohen Wirkungsgraden und den daraus resultierenden sehr niedrigen Abgastemperaturen in Verbindung mit geringerem Wärmebedarf der Gebäude wegen erhöhter Wärmedämmung der Gebäudeaußenflächen und genauerer Wärmebedarfsberechnungen entsprechend den bestehenden Richtlinien zur Wärmebedarfsermittlung von Gebäuden. Dadurch sind oft nur noch erheblich kleinere lichte Schornsteinquerschnittsflächen erforderlich mit der Folge, daß für den Einbau bzw. die Ergänzung bestehender Schornsteine erheblich mehr Raum zur Verfügung steht als bisher.
  • Um nicht nur den Schornsteinquerschnitt zu verändern, sondern gleichzeitig auch dessen Brandsicherheit und Wärmedämmung wesentlich zu verbessern, liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Vorrichtung zu schaffen, mit deren Hilfe ein vorhandener einschaliger Schornstein auf einfache Weise so umgerüstet werden kann, daß sich in einem einzigen Arbeitsvorgang ein dreischaliger Schornstein mit Dämmstoffschicht und beweglicher Innenschale ergibt. Vorstehende Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß außen auf die Mantelwand von Abschnitten der Innenschale vor deren Einbau in die Außenschale Abschnitte der Dämmstoffschicht aufgelegt werden, welche im entspannten Zustand dicker sind als der Zwischenabstand zwischen Innen- und Außenschale im fertig montierten Zustand, dann jeweils die Dämmstoffschicht bis auf eine Dicke, die kleiner ist als der Zwischenabstand zwischen Innen- und Außenschale, zusammengedrückt wird, dann die Abschnitte der Innenschale in an sich bekannter Weise nacheinander von oben in die Außenschale eingesenkt und übereinander gesetzt werden, wobei während des Einsenkens die Dämmstoffschicht zusammengedrückt gehalten und anschließend vom Preßdruck entlastet wird, so daß sie infolge Eigenelastizität an der Außenschale zur Anlage kommt und die Innenschale seitlich stützt.
  • Die zur Verfügung stehenden Dämmstoffe, z.B. Mineralfasermatten, bieten optimale Wärmedämmung und Brandsicherheit und haben gegenüber Wärmedämmungen aus zwischen die Innen- und Außenschale eingeschütteten körnigen Dämmstoffen den entscheidenden Vorteil, daß Sicherheit über ihre Lage zwischen der Innen- und Außenschale des Schornsteins besteht. Bei geschütteten Dämmaterialien können sich größere Hohlräume bilden, insbesondere dann, wenn der Schornstein nachträglich angebohrt wird, um eine weitere Feuerstätte anzuschließen, und man erhält keine freie Beweglichkeit der Innenschale.
  • Wegen der guten Wärmedämmung der Mineralfasermatten lassen sich auch unter ungünstigen Bedingungen leicht entsprechende Verhältnisse wie bei einer 24 cm dicken Wandung mit einem Wärmedurchlaßwiderstand von mindestens 0,65 mK/W (entsprechend Ausführungsart I DIN 4705, Teil 2 bzw. DIN 18160, Teil 1, Tabelle 1) herstellen.
  • Ei weiterer mit der Erfindung verbundener Vorteil besteht darin, daß die im zusammengepreßten Zustand eingebauten Dämmsto£fmatten selbst unmittelbar elastische Stützglieder der Innenschale bilden, so daß auch aus vorhandenen einschaligen Schornsteinen dreischalige Schornsteine mit Dämmstoffschicht und beweglicher Innenschale (entsprechend DIN 18147, Teil 1) gemacht werden können. Selbstverständlich besteht die Möglichkeit, zusammen mit den Dämmstoffmatten weitere elastische Stützglieder, z.B. aus nichtrostendem Stahl, einzubringen, welche ergänzend zur seitlichen elastischen Abstützung der Innenschale beitragen. Diese kann z.B. ein aus einzelnen Abschnitten zusammengesetztes Rohr aus Schamotte ode Leichtbeton sein.
  • Die Konstruktion der Vorrichtung zum Einbau der Dämmstoffmatten zusammen mit dem Innenrohr kann an die bekannten Einsatzvorrichtungen zum nachträglichen Einbau von Schamotte- oder Leichtbetonrohren anknüpfen. Diese bestehen normalerweise aus einem an einer Aufhängevorrichtung hängenden Spreizmechanismus, der sich in einen Abschnitt der Innenschale einführen und dort durch radiales Aufspreizen festklemmen läßt. Um gleichzeitig auch die Dämmstoffmatten mit einsetzen zu können, ist erfindungsgemäß vorgesehen, daß an der an sich bekannten Einsatzvorrichtung äußere, radial bewegbare Arme angebracht werden, welche radial von außen gegen die Dämmstoffschicht anlegbar sind und in dem diese zusammengepreßt haltenden Zustand in die Außenschale passen. Der erforderliche Preßdruck kann dabei entweder motorisch, z.B. mittels Kraftzylinder, oder manuell oder schließlich auch mittels einer Hebelübersetzung durch das Gewicht der Einsatzvorrichtung mit anhängender Innenschale erzeugt werden. Vorzugsweise wird die Dämmstoffschicht zunächst in einer Umhüllung, z.B. einer Folie, zusammengepreßt gehalten, in diesem Zustand zwischen die sie weiterhin zusammengepreßt haltenden Arme gebracht und dann die Umhüllung aufgetrennt.
  • Nachdem jeweils ein weiterer Abschnitt der Innenschale auf deren zuletzt eingebauten Abschnitt aufgesetzt worden ist, wird die Spreizklemmung der Einsatzvorrichtung gelöst. Da der Anpreßdruck der Arme von außen gegen die Dämmstoffschicht oft nicht ausreichen wird, diese und den Abschnitt der Innenschale zu tragen, wird man in vielen Fällen nach dem Lösen der Klemmverbindung zwischen Einsatzvorrichtung und Innenschalenabschnitt die Einsatzvorrichtung zusammen mit den die Wärmedämmatte zusammengepreßt haltenden Armen aus der Außenschale herausziehen können, ohne auch noch den Anpreßdruck der von außen gegen die Dämmstoffmatten drückenden Arme aufheben zu müssen. Falls erforderlich, oder für zweckmäßig gehalten, kann aber auch vor dem Zurückziehen der Einsatzvorrichtung der Anpreßdruck der Arme gegen die Dämmstoffmatten aufgehoben oder reduziert werden.
  • Es ist für die Praxis wichtig, daß eine einzige Vorrichtung zum Umrüsten einer Vielzahl von Schornsteinquerschnitten verwendet werden kann. Um dies zu gewährleisten, ist in bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen, daß die hier allgemein als Arme bezeichneten Organe zum Halten der Dämmstoffmatten im zusammengepreßten Zustand leicht auswechselbar sind oder auswechselbare Teile haben, welche entsprechend dem jeweiligen Schornsteinquerschnitt gewählt werden können. Außerdem kann weiterhin vorgesehen sein, daß sich der Arbeitsbereich der genannten Arme radial verstellen läßt.
  • Auf Betätigungs-, Verriegelungs- und Verstelleinrichtungen der Arme wird weiter unten eingegangen.
  • Um das Einlassen der Innenschalenabschnitte zusammen mit darauf angebrachter Dämmstoffschicht in die Außenschale zu erleichtern, können in weiterer bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung an den Armen, insbesondere deren unteren Ende, äussere Führungsglieder, z.B. Federn und/oder Rollen angebracht sein, welche beim Herablassen an der Außenschale entlang gleiten Bei Verwendung von Schamotterohren oder Einsatzrohren aus anderem geeigneten Material mit keramischer Innenglasur und Fugendichtung mit Säurekitt können somit vorhandene Schornsteine zu feuchtigkeitsunempfindlichen Schornsteinen (entsprechend DIN 4705, Teil 1, Abs. 7.3) ergänzt werden. Alle notwendigen Sonderformstücke für feuchtigkeitsunempfindliche Schornsteine können auf diese Weise mit eingebracht werden. Außerdem kann z.B. durch Verwendung einer außen gerippten Innenschale, Profilierung der Umfangsflächen der Dämmstoffschicht, zusätzliches Einbringen einer außen an dieser anliegenden, profilierten, dampfdurchlässigen Schale oder Wahl einer von der inneren, z.B. quadratischen Querschnittsform der Außenschale abweichenden äußeren, z.B. runden Querschnittsform der Dämmstoffschicht für Hinterlüftung der Innenschale gesorgt werden.
  • Die Erfindung wird nachstehend anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen: Fig. 1 Einen Axialschnitt durch einen vorhandenen einschaligen Schornstein beim Einbau einer Innenschale mit Wärmedämmung nach dem erfindungsgemäßen Verfahren; Fig. 2, jeweils einen vereinfachten Längsschnitt durch 3 eine Vorrichtung zum gleichzeitigen Einbau einer Innenschale und einer Dämmstoffschicht in einen einschaligen Schornstein, wobei die die Dämmstoffschicht zusammendrückenden Arme im entspannten bzw. gespannten Zustand gezeigt sind; Fig. 4 einen Querschnitt durch die Vorrichtung nach Fig. 1 bis 3, Fig. 5 eine gegenüber Fig. 2 und 3 abgewandelte Ausführungsform.
  • Fig. 1 zeigt einen vorhandenen einschaligen Schornstein 10, in welchen eine aus Abschnitten zusammengesetzte Innenschale 12 zusammen mit einer Dämmstoffschicht 14 eingebaut wird. Der Einbau erfolgt abschnittsweise vom Kaminkopf oder Dachboden aus.
  • Fig. 1 zeigt eine bereits bis zu einer bestimmten Höhe aufgebaute Innenschale 12, auf die gerade ein weiterer Abschnitt aufgesetzt wird. Dies geschieht mittels einer an sich bekanntein Einsatzvorrichtung 16, die z.B. in den einzubauenden Schamotterohrabschnitt eingeführt und dann mit solcher Klemmkraft radial aufgespreizt werden kann, daß sie in der Lage ist, den Schamotterohrabschnitt beim Einsenken in den Schornstein zu tragen. Die Einsatzvorrichtung 16 hängt in bekannter Weise an einer Aufhängevorrichtung 18, mittels derer sie in den Schornstein herabgelassen werden kann.
  • Um gleichzeitig mit der Innenschale 12 die Dämmstoffschicht 14 aus Mineralfasern in den Schornstein einbringen zu können, sind an der bekannten Einsatzvorrichtung 16 über den Umfang verteilt mehrere Arme 20 um Gelenke 22 schwenkbar gelagert. Die Gelenke 22 befinden sich an den radial äußeren Enden von sich radial erstreckenden, in ihrer Länge verstellbaren Tragarmen 24, die mit ihrem radial inneren Ende in einem Zentralteil 26 befestigt sind, welches seinerseits mit dem zentralen Führungsbolzen 28 der bekannten Einsatzvorrichtung 16 fest oder axial verstellbar, z.B. mittels Schraubgewinde, verbunden ist. Auch die Einstellbarkeit der Länge der Tragarme 24 kann mittels Schraubgewinde erzielt werden. Fig. 4 zeigt hierzu zwei verschiedene Ausführungsvarianten. Danach kann entweder eine Gewindemuffe 30 mit Innengewinde mit zwei getrennten Gewindebolzen 32 in Schraubeingriff stehen, wobei entweder die beiden Enden der Gewindemuffe 30 oder die Gewindebolzen 32 Gewinde mit unterschiedlicher Steigungsrichtung haben, so daß bei Drehung der Gewindemuffe 30 je nach Drehrichtung die Gewindebolzen 32 einander annähern oder voneinander weg bewegt werden und damit die Länge der Tragarme verkürzt bzw. vergrößert wird.
  • Anstelle der Gewindemuffe 30 könnte auch ein Gewindebolzen 34 Verwendung finden, der mit seinen beiden Enden in gegenüberliegende Gewindebohrungen der Enden des geteilten Tragarms eingreift. Auch in diesem Fall sind Gewinde bzw. Gewindeabschnitte mit unterschiedlicher Steigungsrichtung vorhanden.
  • Wie ebenfalls aus Fig. 4 ersichtlich, haben die Arme 20 die Form von Platten, welche im Querschnitt der Form der Außenkontur der Innenschale 12 angepaßt sind. Im Falle eines runden Querschnitts dienen mehrere im Querschnitt bogenförmige Platten 20, die radial von außen gegen die Dämmstoffschicht 14 anpreßbar sind, als Anpreßarme. Bei rechteckigem Querschnitt, wie z.B. gemäß Fig. 4, können die plattenförmigen Arme 20 entweder parallel zu den Seitenkanten der Innenschale 12 oder mit Bezug auf den Querschnitt diagonal beweglich sein.
  • Fig. 1 zeigt, wie die Arme 20 aus der offenen, gemäß Fig. 2 nach unten divergierenden Stellung in die nach unten konvergierende Spannstellung gemäß Fig. 3 bewegbar sind. Zu diesem Zweck haben die Arme 20 nach oben über die Gelenke 22 hinaus reichende Verlängerungen, gegen die von radial innen Druckhebel 36 andrückbar sind, welche zusammen mit einem Druckübertragungsgestänge 38, 40 eine Spannvorrichtung bilden.
  • Werden die Drucknebel 36 radial nach außen bewegt, so drücken sie die plattenförmigen Arme 20 aus der divergierenden Stellung nach Fig. 2 in die konvergierende Stellung nach Fig. 3, wobei die Dämmatte 14 gegen den Innenschalenabschnitt 12 zusammengepreßt wird. Aus Gründen der Zeichnungsvereinfachung sind in Fig. 2 und 3 nur die Arme 20, nicht aber der Spannmechanismus 38, 40 in unterschiedlichen Stellungen gezeigt.
  • 7um Spannen und Entspannen dient im Beispielsfall nach Fig. 2 und 3 ein Betätigungshebel 42, welcher an einer bestimmten Stelle des Führungsbolzens 28 axial fest, aber verschwenkbar gelagert ist und aus der in Fig. 2 gezeigten gestreckten Lage in die in Fig. 3 dargestellte Querlage umlegbar ist. Der Betätigungshebel 42 ist mit dem an den Tragarmen 24 gelagerten Spannmechanismus 38, 40 derart verbunden, daß beim Umlegen des Betätigungshebels 42 in die Stellung nach Fig 3 das Druckübertragungsgestänge des Spannmechanismus 38, 40 aus der Stellung nach Fig. 2 in die Stellung nach Fig. 1 nach oben gezogen wird, wobei sich die Druckhebel 36 radial nach außen bewegen. Diese Spannung der Vorrichtung wird außerhalb des Schornsteins vorgenommen, um eine Dämmatte gegen die Außenseite eines Innenschalenabschnitts anzupressen. Nachdem dieser dann in dem vorhandenen Schornstein herabgelassen worden ist, kann mittels eines Zugseils 44, welches an einer Öse am freien Ende des Betätigungshebels 42 angreift, dieser wieder aus der Stellung nach Fig. 3 in die nach Fig. 2 zurückgestellt werden, wodurch die Vorrichtung entspannt wird. Für die Rückstellung der Arme 20 in die divergierende Stellung nach Fig. 2 sorgen Entspannungsfedern 46, die als Zugfedern zwischen dem oberen Ende der Arme 20 und dem Druckübertragungsgestänge der Spannvorrichtung 38, 40 aufgespannt sind.
  • Zusätzlich können auch noch Rückholfederelemente 48 vorgesehen sein, welche gemäß Fig. 1 zwischen den Druckhebeln 36 und der Aufhängevorrichtung 18 aufgespannt sind und das Bestreben haben, die Druckhebel 36 in die entspannte Lage zurückzuziehen.
  • Es versteht sich, daß die Betätigung und Ausbildung der Spannvorrichtung 38, 40 für die Arme 20 in vielfacher Weise anders vorgenommen werden kann als vorstehend anhand eines einzigen Ausführungsbeispiels beschrieben. So kann z.B. auch die Preßspannung der Arme 20 dadurch verändert werden, daß entweder das Zentralteil 26 relativ zur Einsatzvorrichtung 16 axial verstellt oder die Länge der Tragarme 24 verändert wird. Die zuletzt genannte Maßnahme dient bei dem beschriebenen Ausführungsbeispiel in erster Linie jedoch dafür, die Vorrichtung an unterschiedliche Querschnittsweiten anzupassen.
  • Eine weitere Möglichkeit, das Zusammenpressen der Dämmatte 14 mittels radial beweglicher Arme zu verwirklichen, besteht darin, die Einsatzvorrichtung 16 relativ zu dem Zentralteil 26 und den Gelenken 22 axial relativ beweglich auszubilden und das Gewicht der Einsatzvorrichtung 16 mit daran hängendem Innenschalenabschnitt über Hebel in der Drehrichtung auf das Druckübertragungsgestänge der Spannvorrichtung 38, 40 wirken zu lassen, daß die Druckhebel 36 das Bestreben haben, sich radial nach außen zu bewegen.
  • Es ist auch ohne weiteres klar, daß anstelle der zuletzt genannten Gewichtsbelastung des Spannmechanismus 38, 40 und der Umstellung mit Betätigungshebel 42 gemäß Fig. 2 und 3 eine motorische Spannung und Entspannung möglich ist, indem die Druckhebel 36 direkt oder über ein Übertragungsgestänge durch Kraftzylinder radial nach außen und nach innen bewegt werden.
  • Schließlich ist die Erfindung auch nicht an das Verschwenken der Arme 20 gebunden. Es fällt einem Fachmann nicht schwer, ähnlich wie bei Spannbacken einer Drehbank Arme 20 in einer rein tranlatorischen radialen Bewegung zu verfahren. Ausgehend von der beschriebenen Ausführung braucht man sich dazu nur vorzustellen, daß die Arme 20 fest mit den in ihrer Länge veränderlichen Tragarmen 24 verbunden sind. Die Längenänderung der Tragarme 24 würde in diesem Fall motorisch vorgenommen werden.
  • Bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel wird das Einlassen der Innenschalenabschnitte zusammen mit der Dämmstoffschicht in die Außenschale dadurch erleichtert, daß an den Armen 20, insbesondere nahe deren unteren Enden, Federn 50 und/oder Rollen 52 angebracht sind.
  • Die in Fig. 5 gezeigte Vorrichtung wird gegenüber der nach Fig. 1 bis 4 bevorzugt, da sie wesentlich einfacher ist und auch das damit auszuführende Verfahren leichter auszuführen ist. In diesem Fall ist mit der nur angedeuteten Einsatzvorrichtung 16, zu der auf die Ausführungen zu Fig. 1 verwiesen werden kann, und der Aufhängevorrichtung 18 eine runde, rechteckige oder quadratische Grundplatte 54 fest verbunden. An dieser Grundplatte sind mittels der Scharniere 22 zwei oder mehr Arme 20 verschwenkbar gelagert. Im Beispielsfall eines quadratischen inneren Querschnitts sind vier Arme 20 vorhanden, deren jeder durch ein Scharnier bzw. Gelenk 22 am oberen Ende radial verschwenkbar an der Grundplatte 54 gelagert ist. Die Scharniere mit den Gelenken 22 können z.B. durch eine Schraubverbindung mittels Langlöchern mit der Grundplatte 54 verbunden sein, so daß sie radial verstellbar sind und der Abstand zwischen den Armen dem jeweiligen Außenmaß der Innenschale 12 einschließlich Dämmstoffschicht 14 leicht angepaßt werden kann.
  • Wie aus Fig. 5 ersichtlich, sind im unteren Bereich an den Seitenkanten der Arme 20 Verriegelungshülsen 56 angebracht.
  • Wenigstens eine Verriegelungshülse 56 an der Seitenkante eines Arms 20 kommt im gezeigten Spannzustand der Vorrichtung jeweils in Flucht mit wenigstens einer Verriegelungshülse am jeweils benachbarten Arm 20, so daß ein Riegelbolzen 58 in die axial fluchtenden Verriegelungshülsen 56 von oben her eingeführt werden kann. Dadurch bilden im Spannzustand gemäß Fig. 5 sämtliche Arme 20 eine formschlüssig verbundene Einheit, die in sich den radial wirkenden Spanndruck aufnimmt. Die Riegelbolzen 58 sind vorzugsweise mit nicht gezeigten Zugseilen verbunden, die z.B.
  • durch Führungsösen an der Grundplatte 54 hindurch nach oben geführt sind.
  • Die Vorrichtung nach Fig. 5 hat keine auf die Arme 20 wirkende Spannvorrichtung, mit deren Hilfe die Dämmstoffschicht 14, ausgehend vom lockeren Zustand, zusammengepreßt werden könnte. Es ist in diesem Fall vorgesehen, daß Innenschalenabschnitte 12 mit einer darauf gehaltenen Dämmstoffschicht 14 zum Einsatz kommen, bei denen die Dämmstoffschicht durch eine Umhüllung im zusammengepreßten Zustand gehalten wird. Bei der Umhüllung zinn es sich z.B. um eine leicht aufzutrennende Schrumpffolie handeln. Derartige in eine Schrumpffolie eingehüllte isolierte Innenschalenabschnitte werden bisher nur beim Neubau mehrschaliger Schornsteine eingesetzt, weil man keine Möglichkeit sah, nach dem Einsenken in die Außenschale eines vorhandenen Schornsteins in der Tiefe die Hülle abzulösen.
  • Bei Verwendung der Vorrichtung nach Fig. 5 wird so vorgegangen, daß bei gelöster Verriegelung 56, 58 und radial nach außen aufgeschwenkten Armen 20 jeweils ein Abschnitt der Innenschale mit einer z.B. durch eine Schrumpffolie zusammengepreßten Dämmstoffschicht auf die Einsatzvorrichtung 16 aufgesetzt wird.
  • Dann werden mühelos die Arme 20 in die gezeigte radial innere Stellung gebracht und mittels der Riegeleinrichtungen 56, 58 gegenseitig fest verriegelt. Nunmehr wird die Schrumpffolie oder andere die Dämmstoffschicht 14 zusammengepreßt haltende Umhüllung aufgeschnitten, so daß die Dämmstoffschicht 14 nicht mehr durch die Umhüllung, sondern durch die verriegelten Arme 20 im zusammengepreßten Zustand gehalten wird. Die aufgeschlitzte Folie kann mittels eines oder mehrerer Klemmhebel 60 an der Grundplatte 54 festgeklemmt werden. In diesem Zustand werden die einzelnen Abschnitte der Innenschale 12 mit Dämmstoffschicht 14 nacheinander in die vorhandene Außenschale des Schornsteins eingesenkt und von unten nach oben fortschreitend zusammengesetzt. Jeweils nach dem Absetzen eines Innenschalenabschnitts werden durch nach oben aus dem Schornstein herausgeführte Zugseile die Riegelbolzen 58 aus den Verriegelungshülsen 56 herausgezogen. Wenn dann nach dem Lösen der Einsatzvorrichtung 16 vom Innenschalenabschnitt 12 die Vorrichtung gemäß Fig. 5 wieder nach oben aus dem Schornstein herausgezogen wird, nimmt sie die an ihr bei 60 festgeklemmte, aufgeschlitzte Folie mit. Die elastische Dämmstoffschicht 14 dehnt sich radial aus und legt sich in der oben beschriebenen Weise stützend an der Außenschale des Schornsteins an.
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Claims (25)

  1. PATENTANSPRÜCHE 1. Verfahren zum Umbau eines einschaligen Schornsteins zu einem dreischaligen Schornstein mit beweglicher Innenschale und Dämmstoffschicht, d a d u r c h g e -k e n n z e i c h n e t , daß außen auf die Mantelwand von Abschnitten der Innenschale (12) vor deren Einbau in die Außenschale (10) Abschnitte der Dämmstoffschicht aufgelegt werden, welche im entspannten Zustand dicker sind als der Zwischenabstand zwischen Innen- und Außenschale im fertig montierten Zustand, dann jeweils die Dämmstoffschicht (14) bis auf eine Dicke, die kleiner ist als der Zwischenabstand zwischen Innen- und Außenschale, zusammengedrückt wird, dann die Abschnitte der Innenschale (12) in an sich bekannter Weise nacheinander von oben in die Außenschale (10) eingesenkt und übereinander gesetzt werden, wobei während des Einsenkens die Dämmstoffschicht (14) zusammengedrückt gehalten und anschließend vom Preßdruck entlastet wird, so daß sie infolge Eigenelastizität an der Außenschale (10) zur Anlage kommt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, d a d u r c h g e k e n nz e i c h n e t , daß jeweils ein Abschnitt der Dämmstoffschicht (14) zunächst in an sich bekannter Weise durch eine Umhüllung, z.B. eine Folie, im zusammengedrückten Zustand auf einem Abschnitt der Innenschale gehalten wird, dann in diesem Zustand in eine in die Außenschale (10) des Schornsteins passende Einsatz- und Haltevorrichtung (16, 20) eingesetzt wird, und anschließend die Umhüllung aufgetrennt wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 2, d a d u r c h g e k e n n -z e i c h n e t , daß die Umhüllung schon aufgetrennt wird, bevor die Einsatz- und Haltevorrichtung (16, 20) in die Außenschale (10) des Schornsteins eingesenkt wird, und die Dämmstoffschicht (14) während des Einsenkens durch die Einsatz- und Haltevorrichtung (16, 20) weiter im verdichteten Zustand gehalten wird.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 2 oder 3, d a d u r c h g e -k e n n z e i c h n e t , daß am Ende des Einsenkens eines Abschnitts der Innenschale (12) mit Dämmstoffschicht (14) in die Außenschale (10) des Schornsteins der die Dämmstoffschicht (14) zusammengedrückt haltende innere Querschnitt der Einsatz- und Haltevorrichtung (16, 20) erweitert und dann diese zusammen mit der daran lösbar befestigten, aufgetrennten Umhüllung aus der Außenschale (10) zurückgezogen wird.
  5. 5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß zusammen mit der Dämmstoffschicht (14) elastische Stützglieder auf der Innenschale (12) angebracht werden.
  6. 6. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 5, d a d u r c h g e k e n n -z e i c h n e t , daß eine an sich bekannte Einsatzvorrichtung zum Einbauen von Innenschalen (12) in Außenschalen (10) zusätzlich mit äußeren, radial bewegbaren Armen (20) versehen ist, welche radial von außen gegen die Dämmstoffschicht (14) anlegbar sind und in dem diese zusammengepreßt haltenden Zustandin die Außenschale (10) passen.
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch 6, d a d u r c h g e -k e n n z e i c h n e t , daß die Arme (20) oberhalb des an ihr hängenden Abschnitts der Innenschale (12) und der Dämmstoffschicht (14) radial verschwenkbar gelagert und durch einen lösbaren Spannmechanismus (38, 40) oder lösbare Riegel in ihrer radial inneren Stellung haltbar sind.
  8. 8. Vorrichtung nach Anspruch 7, d a d u r c h g e -k e n n z e i c h n e t , daß der Spannmechanismus (38, 40) ein gegen Federkraft (46, 48) betätigbarer Hebelmechanismus ist, welcher oberhalb der Lager (22) der Arme (20) an diesen angreift und sie dadurch aus der nach unten divergierenden in die konvergierende Stellung bewegt.
  9. 9. Vorrichtung nach Anspruch 8, d a d u r c h g e k e n nz e i c h n e t , daß die Federkraft (46) an den Armen angreift.
  10. 10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 9, d a -d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß die Lager (22) der Arme (20) z.B. mittels Gewinde und/oder Langlöchern radial verstellbar sind.
  11. 11. Vorrichtung nach Anspruch 6, d a d u r c h g e -k e n n z e i c h n e t , daß die Arme (20) in translatorischer Bewegung radial verstellbar sind.
  12. 12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 11, d a -d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß die Arme jeweils einem Teil der Außenkontur der Innenschale (12) mit anliegender Dämmstoffmatte (14) angepaßte Platten sind.
  13. 13. Vorrichtung nach Anspruch 12, d a d u r c h g e -k e n n z e i c h n e t , daß bei rechteckigem Querschnitt der Innenschale (12) die Platten (20) parallel zu den Rechteckseiten bewegbar sind.
  14. 14. Vorrichtung nach Anspruch 12, d a d u r c h g e -k e n n z e i c h n e t , daß bei rechteckigem Querschnitt der Innenschale (12) die Platten (20) diagonal bewegbar sind.
  15. 15. Vorrichtung nach Anspruch 12, d a d u r c h g e -k e n n z e i c h n e t , daß bei rundem Querschnitt der Innenschale (12) die Platten (20) radial bewegbar sind.
  16. 16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 15, d a -d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß der Anpreßdruck des Spannmechanismus (38, 40) an der Einsatzvorrichtung (16) für die Abschnitte der Innenschale (12) abgestützt ist.
  17. 17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 16, d a -d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß das Gewicht der Einsatzvorrichtung (16) mit anhängendem Innenschalenabschnitt (12) auf einen oder mehrere Hebel (38, 40) wirkt, welche die Arme (20) gegen die Dämmstoffmatte (14) drücken.
  18. 18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 16, d a -d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß die Arme (20) motorisch, z.B. mittels Kraftzylinder, zwischen entspannter und Spannstellung bewegbar sind.
  19. 19. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 15, d a -d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß der Andruck der Arme (20) gegen die Dämmstoffschicht gegenseitig an den Armen selbst abgestützt ist.
  20. 20. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 19, d a -d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß der Andruck der Arme (20) gegen die Dämmstoffschicht nach dem Aufsetzen des in die Außenschale (10) eingelassenen Innenschalenabschnitts (12) reduzierbar ist.
  21. 21. Vorrichtung nach Anspruch 20, d a d u r c h g e -k e n n z e i c h n e t , daß der Spannmechanismus (38, 40) mit einem durch ein Zugseil (44) verstellbaren Betätigungshebel (42) versehen ist, mittels dessen der Andruck reduzierbar ist.
  22. 22. Vorrichtung nach Anspruch 7, d a d u r c h g e -k e n n z e i c h n e t , daß der Andruck der Arme (20) gegen die Dämsstoffschicht durch Verstellung der Lager (22) der Arme (20) in axialer Richtung relativ zur Einsatzvorrichtung (16) veränderbar ist.
  23. 23. Vorrichtung nach Anspruch 19, d a d u r c h g e -k e n n z e i c h n e t , daß an benachbarten Armen (20) gegenseitig in Eingriff zu bringende Riegeleinrichtungen (56, 58) angebracht sind, welche durch Fernbetätigung, z.B. mittels Zugseil, lösbar sind.
  24. 24. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 23, d a -d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß die Einsatzvorrichtung (16, 18) zur lösbaren Verbindung mit Armen (20) bzw. Platten unterschiedlichen inneren Gesamtquerschnitts ausgebildet ist.
  25. 25. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 24, d a -d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß die Arme, insbesondere am unteren Ende, mit äußeren Führungsgliedern, z.B. Federn (50) und/oder Rollen (52) versehen sind, welche beim Einsenken eines Innenschalenabschnitts (12) in die Außenschale (10) an dieser entlang gleiten.
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