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Die
Erfindung bezieht sich auf ein Tor mit stabilisierbarer Fluchttür,
bestehend aus einer Torplatte und einer Fluchttür, die
in einer von der Torunterkante der Torplatte ausgehenden Einbuchtung
verschwenkbar gelagert ist und wenigstens drei Sockelprofilen, die
wenigstens paarweise koaxial ausgerichtet sind und von denen wenigstens
zwei an beiden Seiten der Einbuchtung im Bereich der Torunterkante
angeordnet sind und von denen wenigstens eines im Bereich der Unterkante
der Fluchttür befestigt ist und von denen wenigstens zwei
an beiden Seiten der Einbuchtung im Bereich der Torunterkante angeordnet
sind und wenigstens eines im Bereich der Unterkante der Fluchttür
befestigt ist und wenigstens zwei länglichen Stabilisatoren,
die innerhalb der Sockelprofile entlang deren Längsachse
verschiebbar sind.
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Für
große Tore, wie z. B. für Lastkraftwagen, wird
oft durch Vorschriften von zuständigen Aufsichtsbehörden
eine Fluchttür gefordert, die im Notfall ein schnelles
Verlassen des Gebäudes auch bei abgesperrtem Tor ermöglicht.
Dabei darf die Fluchttür keine Schwelle gegenüber
dem Boden aufweisen, um die Gefahr des Stolperns an der Tür
auszuschließen. Dadurch wird jedoch die Platte des Tores
geschwächt, da sie für die Fluchttür
eine nach unten offene Einbuchtung aufweist. Wenn eine solche Torplatte
zum Öffnen des Tores nach oben hin unter die Decke des
Raumes in eine waagrechte Position verschwenkt wird, hängt
sie nach unten hin durch, was nur in einem bestimmten Maß zugelassen
wird.
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Damit
dieses maximal zulässige Maß nicht überschritten
wird, sind entweder aufwändige, gewichtige und teure Versteifungen
erforderlich oder es müssen nach dem Schließen
der Fluchttür versteifende Verbindungen zwischen der Fluchttür
und den benachbarten Abschnitten des Torblattes hergestellt werden.
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Den
aktuellen Stand der Technik beschreibt
DE 10 2004 047 166 mit Schließbolzen,
die am Rande der Fluchttür horizontal angeordnet sind und über den
Schließmechanismus der Fluchttür in Führungen auf
der Torplatte eingeschoben werden.
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Eine
wesentliche Einschränkung dieses Systems ist, dass die
Schließbolzen nur mit einer begrenzten Kraft in ihr Gegenstück
auf dem Torblatt gedrückt werden können und deshalb
stets ein Spiel zu diesem Gegenstück aufweisen, dass der
eigentlich erforderlichen Stabilisierung der Türplatte
entgegensteht.
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Auf
diesem Hintergrund hat sich die Erfindung die Aufgabe gestellt,
einen Stabilisator zu entwickeln, der Fluchttür und Torblatt
im geschlossenen Zustand miteinander verbindet und eine steife und spielfreie
Verbindung herstellt, dabei jedoch eine spielarme und leichtgängige
Bewegung beim Öffnen und Schließen der Fluchttür
möglich macht.
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Als
Lösung präsentiert die Erfindung, dass die Stabilisatoren
ein Spiel gegenüber der Innenwand des sie umgebenden Sockelprofils
aufweisen und auf wenigstens einem Stabilisator wenigstens zwei
Andruckplatten angeordnet sind, die gegen die Innenwand des Sockelprofils
andrückbar sind.
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Die
Kernidee der Erfindung ist also, dass während der Bewegung
des Öffnens und des Schließens ein Spiel zwischen
den Stabilisatoren und deren Gegenstücken, den Sockelprofilen,
besteht, im ge schlossenen Zustand jedoch Andruckplatten dieses Spiel
eliminieren, indem sie gegen die Innenwand des Sockelprofils gedrückt
werden.
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Eine
Variante zur Nutzung dieses Systems ist, dass bei geöffneter
Fluchttür ein erster Stabilisator sich ausschließlich
im Bereich der Fluchttür befindet und ein zweiter Stabilisator
ausschließlich im Bereich der Torplatte. In diesem Zustand
besteht keine mechanisch steife Verbindung zwischen der Torplatte und
der Fluchttür, so dass die Fluchttür ungehindert verschwenkbar
ist.
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Wenn
zum Schließen des Tores die Fluchttür geschlossen
wird, werden beide Stabilisatoren aus einer eventuellen Fixierung
in der Fluchttür bzw. in der Torplatte gelöst
und jeweils um etwa die Hälfte ihrer Länge verschoben,
so dass sie in entsprechende Gegenstücke auf der benachbarten
Torplatte bzw. auf der Türplatte eingreifen. Dann überbrücken
die beiden Stabilisatoren beide Fugen zwischen der Fluchttür
und der Torplatte. In dieser Position werden sie spielfrei mittels
ihrer Andruckplatten mit dem sie umgebenden Sockelprofil verbunden.
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Als
Variante für die Formgebung der Andruckplatte schlägt
die Erfindung eine längliche Leiste vor. Besonders stabil
ist ein U-förmiges Profil, z. B. aus gebogenem Stahlblech.
Dabei ist es sinnvoll, dass wenigstens eine Andruckplatte eines
Stabilisators in einer Ausnehmung des Sockelprofils in Längsrichtung
verschiebbar ist, so dass eine ungehinderte Bewegung in Längsrichtung
möglich wird.
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Zugleich
sollte die Andruckplatte in die Ausnehmung hinein gedrückt
werden können, um dann möglichst hohe Kräfte
zwischen dem Stabilisator und dem Sockelprofil übertragen
zu können. Vorteilhaft ist es auch, wenn dabei gleichzeitig
die Ausnehmung als Zentrierung dient, die ein ungewolltes Verschwenken
der Andruckplatte um die Längsachse von Sockelprofil bzw.
Stabilisator ausschließt.
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Jeder
Stabilisator muss mit mindestens zwei Andruckplatten ausgestattet
werden, damit für jede ausgeübte Kraft auch die
entsprechende Gegenkraft übertragbar ist. Diese beiden
Andruckplatten müssen zur spielfreien Fixierung des Stabilisators
auseinander gedrückt und an die Innenwand des sie umgebenden
Sockelprofiles angedrückt werden.
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Wenn
das Sockelprofil z. B. viereckig ist und darin zwei Andruckplatten
angeordnet sind, deren Querschnitt erheblich kleiner ist, jedoch
ebenfalls viereckig und die Längsseite der Andruckplatten
etwas kürzer als die Breitseite des rechteckigen Sockelprofiles,
dann sind beide rechteckigen Andruckplatten im größeren
und ebenfalls rechteckigen Sockelprofil stets zentriert.
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Um
beide Andruckplatten voneinander wegzudrücken, ist z. B.
wenigstens ein Nocken geeignet, der sich um eine parallel zur Andruckfläche
der Andruckplatten ausgerichtete Achse verschwenken lässt.
Diese Verschwenkachse kann sowohl quer zur Längsachse des
Sockelprofils als auch parallel zu der Längsachse oder
in einem anderen Winkel ausgerichtet sein.
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Falls
mehrere Nocken vorhanden sind, ist es sinnvoll, ihre Drehachsen
sämtlichst parallel zur Längsachse des Sockelprofils
auszurichten, weil dann alle Nocken gemeinsam über eine
einzige, sie verbindende Achse verschwenkt werden können.
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Wenn
alle Nocken quer zur Längsachse verschwenkbar sind, ist
ihre gemeinsame Bewegung über einen jeweils gelenkig angebundenen
Hebel möglich, der parallel zur Längsachse verläuft.
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Eine
Alternative zu einem Nocken ist ein Druckrad, das auf seinem Umfang
für jede Andruckplatte je eine Nocke aufweist.
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Die
Nocken entstehen durch einen stetig wachsenden Durchmesser in einem
bestimmten Winkelbereich. Dieser Winkelbereich beträgt
bei z. B. zwei Andruckplatten pro Stabilisator weniger als 180°,
bei drei, gleichmäßig über den Umfang
verteilten Andruckplatten weniger als 120° und bei vier, gleichmäßig über
den Umfang hinweg angeordneten Andruckplatten nur noch weniger als
90°.
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In
der Grundform steigt der Radius des Druckrades im Bereich der Nocken
vom kleinsten Durchmesser, bei dem die Andruckplatten ein Spiel gegenüber
der Innenwand aufweisen, bis zum größten Durchmesser
an, bei dem die Andruckplatten fest an die Innenwand des Sockelprofiles
gepresst werden. Wenn entweder der Nocken selbst oder wenigstens
ein Glied in der Kraftübertragung zur Verstellung der Nocken
eine gewisse Elastizität aufweist, kann als eine Untervariante
der Radius nach Erreichen des Maximalwertes wieder etwas reduziert
werden, wodurch der Nocken in dieser Position einrastet. Vorteilhaft
ist, dass er dann durch geringfügige Stöße
nicht sogleich aus seiner Rastposition herausspringt. Zu beachten
ist, dass die zum Überwinden der Rastung erforderliche
Kraft bereitgestellt werden muss und alle Glieder des Übertragungsweges
ausreichend steif dimensioniert sein müssen, um diese Kraft
auch übertragen zu können.
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Eine
sehr vorteilhafte Anzahl von Andruckplatten pro Stabilisator sind
zwei, sofern ihre Bewegungsrichtung zwischen der Andruckposition
und der spielbehafteten Position senkrecht zur Torplatte ausgerichtet
ist, und die Sockelprofile so stabil auf der Torplatte und auf der
Fluchttür befestigt sind, dass sie sich praktisch nicht
auf deren Fläche bewegen können.
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Insbesondere
wenn das Sockelprofil sich gegenüber der Torplatte bzw.
der Fluchttür durch Elastizitäten und/oder durch
Spiel in der Befestigung verschieben oder verschwenken lässt,
ist auch eine höhere Anzahl von Andruckplatten möglich
und sinnvoll.
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Ein
Stabilisator funktioniert bereits mit einer einzigen Nocke oder
einem einzigen Druckrad, wenn die Andruckplatten über ihre
Länge hinweg so steif ausgeführt sind, dass auch
an den Enden noch eine Mindestanpresskraft erreicht wird.
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Falls
die Andruckplatten jedoch z. B. ein sehr schmales Profil aufweisen
oder aus anderen Gründen nicht sehr biegesteif ausgeführt
werden können, kann die Anzahl der Nocken bzw. der Druckräder
erhöht werden, so dass über die gesamte Länge
der Andruckplatte hinweg eine gleichmäßige Andruckkraft
erreicht werden kann. Eine sinnvolle Kombination für einen
Stabilisator sind zwei Andruckplatten mit zwei Druckrädern.
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Um
die Andruckplatten bei der Längsverschiebung des Stabilisators
mitzunehmen, also in ihrer Längsposition gegenüber
dem Stabilisator zu fixieren, kann auf jeder Andruckplatte für
jedes Druckrad jeweils ein Paar von nach innen weisenden Mitnehmern
befestigt sein, die jeweils zu beiden Seiten des Druckrades angeordnet
sind, wobei der Abstand zwischen beiden Mitnehmern geringfügig
größer ist als die Stärke des Druckrades
an dieser Stelle. Bei Verschiebung des Stabilisators wird durch
die Mitnehmer auch die Andruckplatte vom Druckrad weitergeschoben,
und zwar in axialer Richtung. Durch das Spiel des Mitnehmerpaares
gegenüber dem Druckrad kann sich das Druckrad gegenüber
den Andruckplatten verschwenken. Dadurch wird der Nocken wirksam,
der die Andruckplatte in radialer Richtung nach außen hin
bewegt und sie dadurch gegen die Innenwand der Sockelprofile drückt.
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Eine
vorteilhafte Ausführungsform ist die Verbindung aller Druckräder
durch ein Tragrohr, das das Drehmoment zum Verschwenken der Druckräder beim
Andrücken der Andruckplatten überträgt
und zugleich die Druckräder selbst mechanisch führt.
Dadurch werden alle Druckräder gemeinsam und gleichzeitig
verschoben bzw. verschwenkt.
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Für
die lineare Bewegung sowie für die Verschwenkung des Tragrohres
samt aller darauf angeordneten Druckräder ist als vorteilhafte
Variante eine drehbar gelagerte Gewindespindel geeignet, die durch
wenigstens eine Mutter innerhalb des Tragrohres verläuft.
Wenn die Gewindespindel verdreht wird und die Muttern im Tragrohr
gegen ein Verdrehen abgesichert sind, wird durch die Mutter die
drehende Bewegung der Gewindespindel in die lineare Bewegung des
Tragrohres übersetzt. Damit sich die Druckräder
auf dem größten Teil des Verschiebeweges vom Stabilisator
nicht verschwenken, schlägt die Erfindung vor, dass auf
dem Tragrohr wenigstens ein, nach außen ragender Führungsbolzen
befestigt ist, der in eine Führungsnut eingreift, die in
der Innenwand des Sockelprofils parallel zu dessen Längsachse
verläuft. Führungsbolzen und Führungsnut
bringen die Gegenkraft auf, mit der dem Drehmoment der Gewindespindel
entgegengehalten wird.
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Erst
am Ende des Verschiebeweges ist eine Verschwenkung des Druckrades
zum Festklemmen der Andruckplatte erwünscht. Dafür
geht die Führungsnut am Ende des Verschiebebereiches in
eine Kurve über, die auf der Oberfläche eines
Zylinders verläuft, dessen Radius der Länge des
Führungsbolzens entspricht, wobei die Führungsnut
im Bereich der Kurve stets in einem Winkel von weniger als 90° zur
Längsachse des Stabilisators ausgerichtet ist. Dadurch
verschwenkt sich das Druckrad um einen Winkel, der durch die Abweichung
des gekrümmten Bereiches der Führungsnut gegenüber
dem gerade verlaufenden Teil vorgegeben ist. Diese Verschwenkung
wird über das Tragrohr auch auf alle anderen Druckräder übertragen,
so dass der Stabilisator sich bei jedem Druckrad ordnungsgemäß an
die Innenwand des Sockelprofiles andrückt.
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Für
eine größere Anzahl von Andruckplatten pro Stabilisator,
insbesondere für vier oder mehr Andruckplatten, schlägt
die Erfindung vor, dass die Steuerung der Verschwenkbewegung der
Druckräder zum Andrücken der Andruckplatten aus
dem Stabilisator heraus in einen daran anschließenden Bereich
verlegt wird. Dazu wird die Gewindespindel über den Stabilisator
hinaus verlängert und über zwei sequenziell miteinander
verbundene Schalthülsen mit einem rotierenden Antrieb verbunden,
wobei als Verbindung zwischen den Schalthülsen jeweils
wenigstens ein quer zur Längsachse ausgerichteter Führungsarm
dient, der in einer teilweise kurvenförmigen Kulisse auf
der jeweils zugehörigen Schalthülse verschiebbar
ist. Der Vorteil dieser Anordnung ist, dass damit der Verschwenkwinkel
zum Andrücken der Andruckplatten unabhängig von
ihrer Anzahl ist, also auch bei einer sehr großen Anzahl
von Andruckplatten immer noch sehr hoch gewählt werden
kann.
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In
beiden Fällen benötigt die Gewindespindel einen
rotierenden Antrieb, wie z. B. einen Elektromotor.
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Eine
weitere sinnvolle Variante ist die Verbindung eines Stabilisators
mit einem zweiten Stabilisator über eine Kupplung. Diese
Kupplung ist in einer Untervariante durch Schaltnasen auf dem Verschiebeweg
der Stabilisatoren automatisch einkuppelbar und auskuppelbar. Dann
kann ein Stabilisator seinen Nachbarn in einer Bewegungsrichtung
weiterschieben und in der anderen Bewegungsrichtung mitziehen.
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In
einer weiteren, sehr interessanten Variante schlägt die
Erfindung leicht abgewinkelte Andruckplatten vor, die dadurch beim
Anpressen einen kleinen Winkel zwischen der Torplatte und der benachbarten
Fluchttür erzeugen, wenn der Knickpunkt der jeweiligen
Andruckplatte exakt in der Fuge positioniert ist. Dadurch wird eine
Formung der Torplatte zusammen mit der Fluchttür erreicht,
die dem Durchhängen des Tores in einer horizontalen Position
entgegenwirken. Dazu muss von zwei, in einem Stabilisator einander
gegenüber angeordneten Andruckplatten die eine Andruckplatte
zumindest teilweise winklig in das Innere des Stabilisators eingezogen werden
und die gegenüberliegende Andruckplatte mit dem gleichen
Winkel nach außen hin weisend abgewinkelt werden. Dadurch
wird im geschlossenen Zustand des Tores der Bereich in der Nähe
der Fluchttür um einen geringen Betrag aus der Ebene heraus
gedrückt. Wenn das Tor in eine horizontale Position verschwenkt
wird, drückt die Schwerkraft in den Grenzen der Elastizität
der Torplatte diesen Bereich wieder näher an die Ebene
heran, so dass dadurch der Betrag, um den das Tor nach unten hin durchhängt,
reduziert wird.
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Bei
dieser Anordnung ist zu beachten, dass zum Erreichen einer Spielfreiheit
die Andruckplatten um einen größeren Betrag von
der Innenwand der Sockelprofile zurückgezogen werden müssen,
als es bei vollständig gerade ausgerichteten Andruckplatten erforderlich
ist.
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Als
eine anders strukturierte Ausführungsform schlägt
die Erfindung vor, dass bei geöffneter Fluchttür
sich zwei Stabilisatoren darauf befinden. Diese beiden Stabilisatoren
können entweder hintereinander in einem durchlaufenden
Sockelprofil angeordnet werden oder es werden zwei Sockelprofile übereinander
an der Fluchttür befestigt. Im letzteren Fall müssen
die entsprechenden Gegenstücke auf der Torplatte ebenfalls
auf unterschiedlicher Höhe montiert werden.
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Für
beide Ausführungsformen ist es denkbar, dass die beiden
Stabilisatoren über Zug- und Druckstangen, die über
Umlenkhebel miteinander verbunden sind, an den Schließhebel
der Fluchttür angeschlossen werden und gemeinsam zusammen
mit dem Verschließhebel bewegt werden. Dann muss am Ende
des Verschiebeweges beider Stabilisatoren sichergestellt werden,
dass die Andruckplatten an die Innenwand des Sockelprofiles gepresst
werden. Dafür können z. B. die bereits erwähnten
Nocken eingesetzt werden, die quer zum Verschiebeweg der Stabilisatoren
verschwenkbar sind.
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Bei
Stabilisatoren mit mehreren Nocken sollten alle Nocken über
eine Zug-Druck-Stange miteinander verbunden werden, die parallel
zum Verschiebeweg ausgerichtet ist. Es ist denkbar, diese Zug-Druck-Stange
z. B. über Zug-Schub-Hebel mit dem Schließmechanismus
der Fluchttür zu verbinden und dadurch mit zu bewegen.
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Wenn
die Zug-Druck-Stange mit den daran angelenkten Nocken am Ende ihres
Verschiebeweges angelangt ist, ist es denkbar, dass der äußerste Nocken
auf einen Anschlag stößt, der bei weiterem Vorschub
der Zug-Druck-Stange für ein Verschwenken des Nockens und
damit für das Aufbringen einer Anpresskraft auf die Andruckplatten
sorgt.
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Alternativ
ist eine Bewegung der Nocken über Pneumatikzylinder, Hydraulikzylinder
oder mittels elektrischer Antriebe denkbar. Zur Betätigung dieser
Zylinder kann eine Hydraulikleitung oder ein mit Luft gefülltes
Rohr zu einem weiteren Zylinder führen, der über
den Schließhebel der Fluchttür betätigt
wird.
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Um
eine ausreichende Betätigungskraft für den gesamten
Mechanismus der Stabilisatoren bereit zustellen, könnte
der Schließhebel über das für Türen übliche
Maß hinaus verlängert werden, wie es z. B. für
Türen auf Schiffen oder vor Tresoren üblich ist.
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Aber
auch in dieser Ausführungsform sollte der Schließhebel
beim Unterbrechen der Betätigung selbsttätig in
eine definierte Position schwenken, damit eine unkoordinierte Zuordnung
des Zustandes aller Betätägungselemente vermieden
wird.
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Im
Folgenden sollen weitere Einzelheiten und Merkmale der Erfindung
anhand von Beispielen näher erläutert werden.
Diese sollen die Erfindung jedoch nicht einschränken, sondern
nur erläutern. Es zeigt in schematischer Darstellung:
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1a:
Torplatte mit geschlossener Fluchttür
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1b:
Torplatte mit geöffneter Fluchttür
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2:
Sockelprofil mit Stabilisator
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Die
Figuren zeigen im Einzelnen:
In 1a ist
perspektivisch eine Torplatte 1 dargestellt. In der großen
Torplatte 1 ist eine kleine Fluchttür 2 schwellenfrei
eingelassen, weshalb die Öffnung für die Fluchttür 2 die
Form einer Einbuchtung 11 im Bereich der Unterkante 12 der
Torplatte 1 hat.
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An
der Torunterkante 12 des Tores sowie an der Türunterkante 21 der
Fluchttür 2 sind jeweils Sockelprofile 13 befestigt.
Im gezeichneten Ausführungsbeispiel ist das Sockelprofil 13 zylindrisch
in die Torplatte 1 bzw. die Fluchttür 2 eingeformt
und weist in seinem Inneren vier Nuten auf. Im Bereich der Fugen
zwischen Fluchttür 2 und Torplatte 1 ist
gestrichelt je ein Stabilisator 3 dargestellt, der zur
einen Hälfte in das Sockelprofil 13 auf der Fluchttür 2 hineinragt
und mit der anderen Hälfte im Sockelprofil 13 im
Bereich der Torunterkante 12 steckt.
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In 1a ist
nicht dargestellt, dass die Stabilisatoren 3 vor dem Öffnen
der Fluchttür innerhalb des Sockelprofiles 13 etwas
gelockert werden, so dass sie mit einem Spiel innerhalb des Sockelprofiles 13 verschiebbar
werden.
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Sehr
gut nachzuvollziehen ist jedoch in 1a, dass
die beiden Stabilisatoren 3 im dargestellten Zustand bei
geschlossener Fluchttür 2, wenn sie innerhalb
der drei Sockelprofile 23 auseinander gespreizt sind, die
Unterkante 12 der Torplatte 1 stabilisieren. Dann
kann die Torplatte 1 im Ganzen verschwenkt werden, als
ob es eine einstückige, stabile Platte wäre, die
nicht durch die Einbuchtung 11 geschwächt ist.
Dabei ist es unerheblich, ob die Torplatte 1 als Schwenktor
um eine vertikale Schwenkachse oder um eine horizon tale Schwenkachse
bewegt wird, oder ob die Torplatte 1 als in sich starres
Element mittels Schienen aus der vertikalen Position in eine horizontale
Position unter der Decke verfahren wird oder ob die Torplatte 1 durch
Aufgliederung in mehrere, gelenkig miteinander verbundene Streifen als
Sektionaltor ausgebildet ist, dass in einer Schienenführung
entweder unter die Decke oder an eine Seitenwand verfahren wird.
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In 1b ist
die gleiche Torplatte 1 wie in 1a gezeichnet,
hier jedoch mit geöffneter Fluchttür 2.
Beim Öffnen der Fluchttür, wird das fest daran befestigte
Sockelprofil 13 mit verschwenkt, hat sich also gegenüber
der Torplatte 2 bewegt. Diese Bewegung ist natürlich
nur dann möglich, wenn die beiden benachbarten Sockelprofile 13 nicht
mehr durch den Stabilisator 3 miteinander verbunden sind,
der zuvor auch die Fuge zwischen ihnen überbrückte.
Vielmehr muss einer der beiden Stabilisatoren 3 aus dem
Fugenbereich herausgefahren werden. In 1b ist der
eine Stabilisator 3 vollständig in das Sockelprofil 13 der
Fluchttür 2 eingeschoben und behindert in diesem
Zustand deren Öffnung nicht. Derweil ist der andere Stabilisator 3 aus
der Fluchttür 2 herausgefahren und befindet sich
nur noch im Sockelprofil 13 im Bereich der Torunterkante 12.
In dieser Position ist die Fluchttür 2 also ungehindert
verschwenkbar. 1b zeigt also die Position der
beiden Stabilisatoren 3 bei geöffneter Fluchttür 2.
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Die
Stabilisatoren 3 sind in den 1a und 1b nur
schematisch mit ihrem Umriss als gestrichelte Linie dargestellt.
Den genaueren Aufbau der Stabilisatoren 3 zeigt
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2:
Hier ist als Schrägbild das Sockelprofil 13 an
der Torunterkante 12 der Torplatte 1 im Schnitt
dargestellt, aus dem ein Stabilisator 3 zu einem Teil heraus
ragt.
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Als
Ausführungsbeispiel für das Sockelprofil 13 wird
ein doppelwandiges, kreisförmiges Hohlprofil präsentiert,
in dessen Innenwand vier Nuten eingebracht sind. Davon werden die
obere Nut und die untere Nut als Führungsnut 16 genutzt.
Dahinein greift ein Führungsbolzen 43 ein, und
zwar in der dargestellten Ausführungsform mit einem Rad
an seinem Ende, das auf den Innenflächen der Führungsnut 16 abrollt.
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Von
den beiden Führungsbolzen 43 dieses Ausführungsbeispieles
ist der obere komplett zu erkennen, weil er aus dem Ende des dargestellten
Teils vom Sockelprofil 13 hervorragt. Der untere Führungsbolzen 43 ist
an seinem Ende zum Teil von der linken Andruckplatte 31 verdeckt.
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In 2 sind
zwei Stück Andruckplatten 31 als Teil des Stabilisators 3 zu
erkennen. Diese beiden Andruckplatten 31 weisen ein U-förmiges
Profil auf, wobei die Fläche, welche die beiden Schenkel
dieses Profils miteinander verbindet, als Andruckplatte dient, die
innerhalb der Nut an die Innenwand 15 des sie umgebenden
Sockelprofiles 13 anpressbar ist. Die dafür notwendige
Kraft wird vom Druckrad 4 übertragen, das als
zylindrische Scheibe geformt ist und auf seiner Zylindermantelfläche
zwei Nocken 41 trägt. Im dargestellten Beispiel
sind diese Nocken 41 als keilförmig ansteigende
Rampe ausgebildet, die auf ihrem höchsten Teil eine Kerbe
tragen, in die ein zylindrisches Gegenstück einrastet,
das in der U-förmigen Andruckplatte 31 befestigt
ist.
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In 2 ist
nachvollziehbar, dass bei einer Längsdrehung des Druckrades 4 aus
der dargestellten Position heraus die beiden Nocken 41 mit
ihrem höchsten Teil die Andruckplatten 31 auseinander
drücken. Dann pressen sie sich innerhalb der beiden Nuten
des So ckelprofiles 13 an die Innenwand 15, wodurch
der Stabilisator 3 innerhalb des Sockelprofiles 13 fest
eingespannt wird.
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In 2 ist
die Gewindespindel 5 zu erkennen, die mit einem kurzen
Stück aus dem Druckrad 4 herausragt. Das Gegenstück
zur Gewindespindel 5, die Mutter, ist in diesem Ausführungsbeispiel
in das Druckrad 4 integriert.
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In 2 ist
gut nachzuempfinden, wie die Gewindespindel 5 zuerst für
die. Längsverschiebung des Stabilisators 3 in
Richtung der Längsachse 14 des Sockelprofils 13 sorgt:
Dafür ist mit dem Druckrad 4 das Tragrohr 42 fest
verbunden, in welchem sich die Gewindespindel 5 befindet.
Wenn die Gewindespindel 5 verdreht wird, wird das Druckrad 4 gehindert,
dieser Drehung zu folgen, weil es über das Tragrohr 42 und
die beiden Führungsbolzen 43 daran gehindert wird,
da die Führungsbolzen 43 eingegrenzt durch die
Führungsnut 16 in dem dargestellten Bereich des
Sockelprofils 13 nur eine Längsbewegung zulassen.
Durch Verdrehen der Gewindespindel 5 bewegt sich also der
Stabilisator 3 in der Längsachse 14 des
Sockelprofiles 13.
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In 2 nicht
dargestellt, aber leicht nachvollziehbar ist, wie am Ende des Verfahrweges
die für das Verspannen der beiden Andruckplatten 31 erforderliche
Schwenkbewegung des Druckrades 4 ausgeführt wird.
Dazu geht die Führungsnut 16 des Sockelprofiles 13 in
einen gekrümmten Bereich über. Der in 2 nach
oben weisende Führungsbolzen 43 wird in eine – nicht
dargestellte – Kurve der Führungsnut 16 gezwungen
und bewegt sich dadurch zur linken Bildkante hin. Der untere Führungsbolzen 43 wird
ebenfalls durch eine – nicht dargestellte – Kurve der
Führungsnut 16 in Richtung des rechten Bildrandes
verschwenken, wodurch die erforderliche Schwenkbewegung des Druckrades 4 eingeleitet wird.
Diese Schwenkbewegung muss dann abgeschlossen sein, wenn die beiden
Kerben auf dem höchsten Punkt der Nocken 41 im
Bereich der zylindrischen Andruckelemente der Andruckplatten 31 sind.
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In 2 ist
die Verschiebung des Stabilisators 3 in Richtung der Längsachse 14 des
Sockelprofils 13 durch einen Doppelpfeil auf dem Tragrohr 42 gekennzeichnet.
Die Verschwenkbewegung des Druckrades 4 zum Verspannen
der beiden Andruckplatten 31 beschreibt ein gekrümmter
Doppelpfeil auf der Stirnseite des Druckrades 4.
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- 1
- Torplatte
- 11
- Einbuchtung
im Bereich der Unterkante 12 der Torplatte 1
- 12
- Torunterkante
von Torplatte 1
- 13
- Sockelprofile
im Bereich von Torunterkante 12 und Türunterkante 21
- 14
- Längsachse
der Sockelprofile 13
- 15
- Innenwand
der Sockelprofile 13
- 16
- Führungsnut
im Sockelprofil 13 zur Aufnahme des Führungsbolzens 43
- 2
- Fluchttür
- 21
- Türunterkante
der Fluchttür 2
- 3
- Stabilisator,
in Sockelprofil 13
- 31
- Andruckplatte,
Teil des Stabilisators 3
- 4
- Druckrad
zum Andrücken der Andruckplatten 31
- 41
- Nocken
auf Druckrad 4
- 42
- Tragrohr
zum Verbinden von Druckrädern 4
- 43
- Führungsbolzen,
greift in Führungsnut 16 des Sockelprofils 13 ein
- 5
- Gewindespindel
zur Verschiebung des Stabilisators 3
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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