DE3590091T1 - Nähmaschinen-Steuervorrichtung - Google Patents
Nähmaschinen-SteuervorrichtungInfo
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Description
Spezifizierung
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft eine Nähmaschinen-Steuervorrichtung und insbesondere eine Nahmaschinen-Steuervorrichtung,
die nach Bedarf einer Bedienungsperson (Operator) verschiedene' Programme programmieren kann.
Hintergrund der Erfindung
Bei einer bekannten Steuervorrichtung für eine Industrie-Nähmaschine
wird ein begrenzter Vorrat von Nähmustern, wie sie beispielsweise in den Figuren 1(a) bis 1(e) gezeigt
sind, in einem Speicher abgespeichert. In den Zeichnungen stellen die großen Buchstaben A bis J jeweils Nähabschnitte
(Einheits-Nähmuster) dar, welche Nähmuster umfassen.
Beispielsweise beginnt das Nähmuster 1 mit einer Anfangsverriegelung (SBT), die ihrerseits aus einem Vorwärts-Vorschubbereich
A und einem Rückwärts-Vorschubbereich B besteht und das in einer Schlußverriegelung (EBT)
endet, die sich ihrerseits aus einem Rückwärts-Vorschubbereich C und einem Vorwärts-Vorschubbereich D zusammensetzt,
unter Zwischenschaltung eines freien Nähbereiches. In den Zeichnungen stellt das Symbol "Δ" die Punkte dar,
an denen eine Rückwärtsbewegung durch die Bedienungsperson ausgeführt wird, und "x" den Punkt für selbsttätigen
Fadenschnitt und nachfolgende "Oben-Verriegelung" des Nadelarms. Das Symbol "O" stellt den Punkt für selbsttätige
"Unten-Verriegelung" des Nadelarms am Ende einer vorgegebenen Anzahl von Stichen dar. Im praktischen Betrieb
wählt die Bedienungsperson zuerst eines der gespeicherten
ι)
Nähmuster 1 bis 5, indem sie den richtigen Nähmusterwahl-Tastschalter
7 drückt, der gemäß Fig. 2 in der Steuertafel 6 angeordnet ist. Anschließend wird die gewünschte
Anzahl von Stichen, die den jeweiligen Nähabschnitten des ausgewählten Nähmusters entsprechen, mittels eines
Digitalschalters 8 eingestellt, der nur zur Auswahl der in der Steuertafel vorgesehenen Anzahl von Stichen dient.
Die Tastschalter A bis D können auf 0 bis 9 Stiche eingestellt werden, während die übrigen Schalter E bis J
jeweils zwischen 0 bis 99 eingestellt werden können.
Bei einer derartigen bekannten Nähmaschinen-Steuervorrichtung können jedoch nur- ein Nähmuster und die Anzahl
von Stichen zu einem Zeitpunkt vorprogrammiert werden, so daß, wenn die Arbeit eine Kombination von unterschiedlichen
Nähmustern erfordert, beispielsweise eine abwechselnde Kombination der Nähmuster 3 und 4,_ ein abwechselnder
Gebrauch von verschiedenen Nähmaschinen mit verschiedenen Programmen erforderlich ist oder, alternativ, die
Rückstellung der Nähmuster und der Anzahl der Stiche mittels des Nähmusterwahl-Tastschalters 7 und des Schalters
8 zur Auswahl der Anzahl der Stiche bei jeder Musteränderung. Dabei ist in beiden Fällen dieser Programmänderungsvorgang
mühsam für die Bedienungsperson und führt leicht zu Eingabefehlern, was den Betriebswirkungsgrad
erheblich verringert. Da ferner die Anzahl der möglichen programmierten Nähmuster begrenzt ist, haben die bekannten
Nähmaschinen-Steuervorrichtungen die Anforderungen bezüglich unterschiedlicher Nähmuster nicht befriedigend
erfüllt.
Zusammenfassung der Erfindung
Die vorliegende Erfindung zielt darauf ab, die vorausgehend aufgeführte Schwierigkeit zu beseitigen. Daher liegt
der Erfindung die Hauptaufgabe zugrunde, eine Steuervorrichtung einer Nähmaschine der Bauart zu schaffen, bei
welcher es möglich ist, nach Wunsch zusammengesetzte Nähmuster zu programmieren und ein gewünschtes Nähmuster
nach Bedarf der Bedienungsperson auszuwählen.
Zur Lösung der vorausgehend genannten Aufgabe betrifft die Erfindung eine .Nähmaschinen-Steuervorrichtung, .die
gekennzeichnet ist durch eine Eingabevorrichtung zur individuellen Eingabe von Programmdaten, die eine erste
Art von Daten bezüglich des Programms umfassen, welche aus Steuerbefehlen für zumindest die Herstellung, die
Ausführung, die Kombination und die Beendigung eines Programms bestehen, eine zweite Art von Daten bezüglich
Einheits-Nähmustern, welche aus jeweiligen Steuerbefehlen
für Nadelarmverriegelung, Stoffvorschub und Fadenschnitt
bestehen, und eine dritte Art von numerischen Daten, die jeweils aus der Programmverwaltungsnummer
und der Anzahl der Stiche bezogen auf ein Nähmusterherstellungsprogramm
bestehen, welches sich ganz aus Einheits-Nähmustern zusammensetzt, eine Diskriminatoranordnung,
die zwischen von der Eingabevorrichtung kommenden Steuerbefehlen zur Programmherstellung und zur
Programmausführung diskriminiert, eine Speichervorrichtung
zur Speicherung von Eingabedaten, die nach dem Steuerbefehl für die Programmherstellung in die jeweils
zugeordneten Programmverwaltungsnummern als Programmdaten eingegeben wurden, eine Abfragevorrichtung zum Abfragen
der Programmdaten aus einer zugeordneten Programmver-
waltungsnummer der Speichervorrichtung abhängig vom
Steuerbefehl für die Programmausführung, eine Sensoranordnung zur Erfassung der Anzahl der Stiche und der
Verriegelungsstellung des Nadelarms ausgehend von der Drehungsphase einer obenliegenden vom Nähmaschinenantriebsmotor
angetriebenen Welle, jeweils bei einer Drehung dieser Welle, eine Vergleichsvorrichtung zum Vergleich
der Ausgangsdaten der Sensoranordnung mit den die Anzahl von Stichen betreffenden Daten in den abgefragten
Programmdaten, eine Ausgangssteuerung zur Ein-Aus-Steuerung einer Magnetspule für eine Stoffvorschubumkehrvorrichtung
und einer Magnetspule für Fadenschnitt an einem Arm der Nähmaschine, abhängig von den Vergleichsergebnissen, und eine Steuervorrichtung zur Verriegelung
des Nadelarms in einer vorgegebenen Stellung, abhängig vom Verriegelungsbefehl für die Verriegelung des Nadelarms
in den Programmdaten.
Da, wie vorausgehend aufgeführt wurde, die erfindungsgemäße
Eingabevorrichtung Einheits-Nähmuster eingeben kann, die verschiedene Nähmuster aufweisen, was es einer Bedienungsperson
gestattet, verschiedene Programmarten durch freie Kombination der Einheits-Nähmuster herzustellen
und die Steuervorrichtung für den Antrieb der Nähmaschine im Einklang mit einem von der Bedienungsperson
nach Wunsch festgelegten Programm gesteuert werden kann, so wird der Betriebswirkungsgrad gegenüber dem Stand der
Technik wesentlich verbessert. Darüber hinaus kann die Vorrichtung mühelos der Forderung nach diversen Nähmustern
genügen.
Kurze Erläuterung der Zeichnungen; es zeigen
Fig. ,1(a) bis (e) schematische Darstellungen der Nähmuster
1 bis 5;
.5
.5
Fig. 2 eine Draufsicht auf eine Steuertafel für eine übliche Nähmaschinen-Steuervorrichtung;
Fig. 3 eine System-Schaltungsanordnung einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Nähmaschinen-Steuervorrichtung;
Fig. 4 eine vergrößerte Draufsicht auf die Eingabevorrichtung der Ausführungsform nach Fig. 3;
und
Fig. 5 ein Ablaufschema einer erfindungsgemäßen Nähmaschinen-Steuervorrichtung.
Beschreibung der bevorzugten Ausführungsform
Fig. 3 bis 5 stellen eine bevorzugte Ausführungsform der
Erfindung dar. ,
Es wird zunächst auf Fig. 3 bezug genommen, welche die
Systemanordnung der bevorzugten Ausführungsform darstellt,
wobei das Bezugszeichen 11 einen Nähtisch bezeichnet, das Bezugszeichen 12 den Arm einer Nähmaschine und das Bezugszeichen 13 eine mit der oberen Welle (nicht dargestellt)
verbundene Riemenscheibe, die vom Arm umschlossen ist. Innerhalb der Riemenscheibe 13 ist eine Sensoranordnung
15 vorgesehen, welche die Anzahl der Stiche und die Verriegelungsstellung des Nadelarms 14 ausgehend von der
Drehungsphase der oberen Welle bei jeder Umdrehung derselben erfaßt. Das Bezugszeichen 16 stellt einen am Nähtisch
11 montierten Antriebsmotor dar, das Bezugszeichen 17 eine mit der Ausgangswelle des Motors 16 verbundene
Riemenscheibe, das Bezugszeichen 18 einen Antriebsriemen, der über die Riemenscheiben 13 und 17 gelegt.ist,
das Bezugszeichen 19 eine Magnetspule für Fadenschnitt zur Betätigung der üblichen (nicht dargestellten) Fadenschnittvorrichtung,
das Bezugszeichen 20 eine Magnetspu-Ie für Stoffvorschub-Umkehr, die die übliche eingebaute,
nicht dargestellte Stoffvorschubvorrichtung betätigt, um , den Stoff in Rückwärtsrichtung zu bewegen, und das Bezugszeichen
21 ein von der Bedienungsperson betätigtes Pedal zur Steuerung einer Nähmaschine bekannter Bauart.
Signale für "Vorwärts-Pedalbewegung" und "Rückwärts-Pedalbewegung"
werden jeweils von dem eingebauten Schalter abhängig von der Wirkung des Pedalbetriebs durch die Bedienungsperson
erzeugt.
Das Bezugszeichen 22 stellt eine Tastatur zur Eingabe verschiedener Arten von Nähmuster bildenden Programmdaten
dar, wie anschließend näher beschrieben wird, das Bezugszeichen 23 zeigt einen Bildschirm zur Anzeige des
Inhalts der eingegebenen Daten, das Bezugszeichen 24 eine Antriebsschaltung für den Bildschirm, das Bezugszeichen
25 eine Rechnerschaltung (CPU), das Bezugszeichen 26 ein ROM, welches mit grundlegenden Steuerdaten vorprogrammiert
ist, beispielsweise um die Rechnerschaltung 25 in vorgegebener Weise zu steuern, das Bezugszeichen 27 ein RAM,
welches die Eingabedaten aus der Tastatur 22 für anschließende Abfrage speichert, und das Bezugszeichen.28 eine
Sicherstellungsschaltung, welche den im RAM 27 gespeicherten Dateninhalt im Falle eines Netzausfalls beibehält.
Das Bezugszeichen 29 stellt eine Motorsteuerschaltung zur Ein-Aus-Steuerung des Antriebsmotors 16 abhängig
von einem Steuerbefehl der Rechnerschaltung 25 dar. In ähnlicher Weise stellt das Bezugszeichen 30 eine Ausgangs-Steuerschaltung
für die Ein-Aus-Steuerung der Magnetspule 19 für Fadenschnitt und der Magnetspule 20 für
Stoffvorschubumkehr in Abhängigkeit von einem Steuerbefehl der Rechnerschältung 25 dar, wodurch die Stoffvorschubrichtung
und der Fadenschneidvorgang des Arms 12 gesteuert werden.
Es wird auf die Fig. 4 bezug genommen, die eine vergrößerte Ansicht der Tastatur 22 darstellt, wobei die Bezugszeichen
31 bis 36 Tastschalter zur Eingabe von Daten bezüglich der Programmausführung darstellen, beispielsweise
Steuerbefehle für die Herstellung, die Ausführung, die Kombination und die Beendigung eines Nähmuster-Herstellungsprogramms.
Im einzelnen stellt das Bezugszeichen 31 eine Steuertaste (Nähtaste) für die Programmausführung
dar, welche das Musterherstellungsprogramm abruft, das in dem vorausgehend eröffneten RAM 27 gespeichert ist,
um die im Einklang mit dem Speicherinhalt zu betreibende Nähmaschine zu steuern. Das Bezugszeichen 32 stellt eine
Steuertaste für Programmkombination (& Taste) dar, welche eine Anzahl gespeicherter Programme abruft., um die aufeinanderfolgende
Ausführung dieser Programme zu steuern.. Das Bezugszeichen 33 stellt eine Taste (Leertaste) dar,
welche verwendet wird, wenn die Bedienungsperson die Nähmaschine ohne Verwendung des gespeicherten Programms frei
betreiben will. Das Bezugszeichen 34 stellt eine Programmherstellungstaste
(Pro-Taste) dar, welche die Rechnerschaltung 25 über den Beginn der Programmherstellung informiert.
Das BezuQSzeichen 35 stellt eine Schrittaufruftaste (STEP-
Taste) dar, welche den erforderlichen Schfittaufruf steuert,
wenn die Bedienungsperson einen Teil des vorausgehend hergestellten Programms modifizieren will. Das Bezugszeichen
36 stellt eine Programmende-Steuertaste (PEND-Taste) dar.
Die Bezugszeichen 37 bis 44 sind eine andere Gruppe von Tastschaltern zur Eingabe von Einheits-Nähmustern der
Nähmuster zusammen mit Daten bezüglich Stoffvorschub, Verriegelung des Nadelarms und Fadenschnitt. Im einzelnen
stellt das Bezugszeichen 37 eine Anfangsverriegelungstaste (SBT-Taste) dar, welche eine Anfangsverriegelung steuert, die sich aus einem Vorwärtsnähen und einem
Rückwärtsnähen zusammensetzt. Das Bezugszeichen 38 stellt eine Schlußverriegelungstaste (EBT-Taste) dar, welche
eine Schlußverriegelung steuert, die sich aus einem Rückwärts-Nähen und einem Vorwärts-Nähen zusammensetzt, somit
eine umgekehrte Fassung des über die SBT-Taste ausgeführten Musters. Das Bezugszeichen 39 stellt eine Abteilungstaste
für Rückwärtsnähen dar, zur' Unterscheidung der Anzahl der Vorwärts-Stiche und der Anzahl der Rückwärts-Stiche
während des Rückwärts-Nähens. Das Bezugszeichen 40 ist eine Steuertaste für freies Nähen. Wenn die Bedienungsperson
an den durch diese Taste 40 eingestellten Punkt gelangt, muß sie am pedal 21 vorwärtstreten, um die Steuerung
der Anzahl der Stiche anzuhalten, wodurch der Bedienungsperson anschließend ein freies Nähen gestattet ist. Das
Bezugszeichen 41 stellt eine Steuertaste für kontinuierliches Nähen dar, welche bewirkt, daß der nächste Arbeits-
30· schritt nach dem vorausgehenden kontinuierlich erfolgt,
ohne daß der Betrieb der Nähmaschine angehalten wird. Das Bezugszeichen 42 stellt eine Steuertaste für Fadenschnitt
dar, welche bewirkt, daß die Fadenschnittvorrichtung selbst-
tätig betätigt wird, nachdem der vorausgehende Arbeitsschritt durch Speisung der Magnetspule für Fadenschnitt
beendet wurde. Das Bezugszeichen 43 stellt eine Steuertaste für Unten-Verriegeln dar, welche veranlaßt, daß
der Nadelarm 14 in einer Unten-Verriegelungsstellung verriegelt
wird, nachdem der vorausgehende Arbeitsschritt beendet ist. Das Bezugszeichen 44 stellt eine Steuertaste
für Oben-Verriegelung dar, welche bewirkt, daß der Nadelarm 14 in seiner Oben-Verriegelungsstellung verriegelt
wird, nachdem der vorausgehende Arbeitsschritt beendet ist. Das Bezugszeichen 45 stellt ein numerisches Tastenfeld (10 Tasten) dar, welches die Eingabe von 0 bis 9 ermöglicht.
Durch diese Tasten können numerische Daten, wie beispielsweise die Programmverwaltungsnummern und die Anzahl
der Stiche der Einheits-Nähmuster, welche die Nähmuster umfassen, eingegeben werden.
Tabelle 1 gibt Programmbeispiele zur Herstellung von Nähmustern, die durch die Tastatur 2 2 erzeugt werden.
In der Tabelle sind die Programmverwaltungsnummern in der mit "Pn No." übersehriebenen Spalte aufgeführt, die
Nummer 47 stellt eine Musterausbildung und die Anzahl der auszuführenden oder programmierten Stiche dar, die Nummer
48 stellt eine Ablauffolge von Tastschaltern dar, welche die Einstellung der vorausgehend erwähnten Musteranordnung
und der Anzahl von Stichen gestatten.
TABELLE 1
47
48
Nährauster
Programmierung u. deren Ausführung
-X
Programmierung Pro-
PEND
Ausführung Ja- L hen!
, or
Leer
Programmierung
| Pro- | 2 - | SBT- | - / | / - | 4 - - |
| Fr ei | -EBT | - 4 | - 5 | -PEND | |
Ausführung
| δ | 8 | |
| 9 <s |
8 | |
| 9 | —X | |
Programmierung
| Pro | - | 3 | - | SBT | - | 8 | - | / | - | 9 | - | / |
| 8 | - | / | - | 9 | - | / | - | 8, | - | - | - | TRM |
| PEND |
Ausführung
| Nä hen' |
- | 3 |
4X
O O O O —>
8 10
Programmierung
| Pro | - | 4 | - | SBT | - | - | - | 4 | 1 | - | EBT | - | 4 | - | - | - | / | 5 | 1 | - | / | - | - | 4 | -*· | Unten-Ver- rieal. 0 |
4 | - | PEND |
| Jnten-Ver- riegl. 0 |
Unten-Ver- rieql. 0 |
- | 0 | ||||||||||||||||||||||||||
| 8 | Frei | - | Unten-Ver-- riecrl. 0 |
||||||||||||||||||||||||||
| - | |||||||||||||||||||||||||||||
Ausführung
| Nä-|_ hen| |
4 |
kombinierte Aus-·
führung obiger
Musternr. 2-4
führung obiger
Musternr. 2-4
Ausführuncr
(wiederholen)
| Nä-L henl |
- | St | - | & | L- | 3 | - | St | - | 2 | - |
| 3 | |||||||||||
| 3 | - | & | - | 4 |
Das entsprechend der vorausgehenden Verfahrensweise erhaltene
Nähmuster-Herstellungsprogramm wird zugeteilt und in der Programmverwaltungsnummer im RAM 2 7 für nachfolgende
Abfrage durch die Rechnerschaltung 25 gespeichert. Die Rechnerschaltung 25 besteht aus einer Diskriminatorschaltung,
welche eine Diskriminierung zwischen einem Steuerbefehl für Programmherstellung, welcher
durch die Pro-Taste 34 eingegeben wird und einem Steuerbefehl für die Programmausführung, welcher durch die Nähen-Taste
31 eingegeben wird, vornehmen kann, sowie einer Abfrageschaltung, die abhängig von einem Steuerbefehl für
die Programmausführung das Programm abruft, das in der zugeteilten Programmverwaltungsnummer im RAM 27 gespeichert
ist, und eine Vergleichsschaltung zum Vergleich der relativen Daten bezüglich der Anzahl der Stiche in
den abgefragten programmierten Daten mit der Drehungsphase der oberen Welle und dem Unten-Verriegelungssignal des
Nadelarms.
Mittels des Steuerprogramms, das in dem anschließend beschriebenen ROM 26 gespeichert ist, wird die Nähmaschine
betrieben, während Daten zwischen dem ROM 26 und dem RAM 27 ausgetauscht werden und die Beurteilung und Berechnung
der Daten durchgeführt werden.
Die Betriebsweise dieser Ausführungsform wird unter Bezugnahme
auf das Ablaufdiagramm nach Fig. 5 beschrieben.
Die Bedienungsperson kann entweder die Nähen-Taste 31 oder die Pro-Taste 34 in der Tastatur 22 niederdrücken
(Schritt 1).
Die Rechnerschaltung 25 entscheidet oder beurteilt, ob
die Pro-Taste gedrückt· wurde. Falls ja (Y), bleibt sie
offen, um auf die nächste Eingabe der Bedienungsperson zu warten. Falls nicht (N), springt sie zum Schritt
(Schritt 2).
5
5
Falls die nächste Eingabe (Schritt 3) der Bedienungsperson ebenfalls vom numerischen Tastenfeld 45 kommt,
so erwartet die Schaltung die nächste Eingabe der Bedienungsperson
(Schritt 4).
Wird das numerische Tastenfeld 45 nicht gedrückt, so entscheidet die Schaltung, ob die PEND-Taste 36 ebenfallsgedrückt·,
wurde (Schritt 5). Falls ja, so erfaßt die Schaltung als Programmverwaltungsnummer (Pn No.) die im
Schritt 3 vorausgehend in das RAM 27 (Schritt 13) bei Schritt 3 eingegebene Nummer zur Beendigung der Programmierung.
Falls nein, so erfaßt die Schaltung als Programmverwaltungsnummer
die erste numerische Dateneingabe (Schritt 6) und erwartet die nächste Tastatureingabe.
Wird die nächste Tastatureingabe eingegeben, so fährt die Schaltung fort, diese als Operationssteuerbefehl zu
erfassen, wie er beispielsweise durch die SBT-Taste (Schritt 7) eingegeben wird. Ist die nachfolgende Eingabe
(Schritt 8) der Bedienungsperson eine numerische Eingabe, so fährt die Schaltung zum Schritt 8 zurück (Schritt 9) und
arbeitet in einer solchen Schleife, bis der· Tastatureingang kein numerischer Eingang ist. Anschließend beurteilt die
Schaltung, ob die PEND-Taste 36 gedrückt wurde (Schritt 10) Falls dies nicht der Fall ist, erfaßt die Schaltung die
letzte numerische Eingabe als Daten bezüglich der-
Anzahl der Stiche (Schritt 11) und kehrt zum Schritt 7 zurück. Während die PEND-Taste gedrückt wurde, erfaßt
dies die Schaltung als Daten bezüglich der Anzahl der Stiche (Schritt 12), beendet das Programm und kehrt zum
Schritt 1 zurück. In ähnlicher Weise können soviele freibestimmbare Nähmuster-Herstellungsprogramme aufgenommen
werden, wie es von der Bedienungsperson gewünscht wird. Beim Schritt 14 wird die Eingabe als von der Nähen-Taste
31 zur Programmausführung kommend beurteilt und die Schaltung
beurteilt anschließend, ob eine Vorwärtsbewegung des Pedals 21 ' durchgeführt * wird (Schritt 15). Wird die
Tastschaltereingabe eingegeben, ohne daß das Pedal 21 vorwärts bewegt wird (Schritt 16), so beurteilt die Schaltung,
ob eine derartige Eingabe numerischer Art ist (Schritt 17). Falls ja, wird die Schleife zur Rückkehr
zum Schritt 15 wiederholt. Wird eine nicht-numerische Eingabe eingegeben, so beurteilt die Schaltung, ob eine derartige
Eingabe von der & Taste 32 (Schritt 18) kommt. Falls dies nicht zutrifft, so kehrt die Schaltung zum
Schritt 15 zurück. Kommt die Eingabe von der & Taste 32, so beurteilt die Schaltung, ob das aufgenommene Programm
mit der gleichen Nummer als Eingabe beim Schritt 16 eingegeben
wird. Ist ein derartiges Programm vorhanden, so kehrt die Schaltung in Takt zum Schritt 15 zurück. Ist kein derartiges
Programm vorhanden, so löscht die Bedienungsperson die am Bildschirm 23 projizierte Anzeige (Schritt 20), und
die Schaltung kehrt zum Schritt 15 zurück. Die Schleife
vom Schritt 15 zum Schritt 20 ist in der Musternummer 5 in der Tabelle 1 angegeben, welche eine Vielzahl von Programmen
kombiniert. Wenn die Vorwärtsbewegung des Pedals .
(Schritt 15) gerade nach der Eingabe aus der Nähen-Taste
31 (Schritt 14) eingegeben wird, so kehrt die Schaltung zum Schritt 21 zurück. Anschließend beurteilt die Schal-
tung, ob das aufgenommene Programm mit der gleichen Nummer
wie die Nummer des Ausführungssteuerbefehls vorhanden ist (Schritt 21). Trifft dies zu, so wird ein solcher
Art bezeichnetes Programm ausgeführt (Schritt 22) . 5
Anschließend beurteilt die Schaltung, ob eine zusätzliche Eingabe eingegeben wird (Schritt 23). Falls dies zutrifft,
beurteilt die Schaltung ferner, ob eine solche Eingabe von der Nähen-Taste 31 (Schritt 24) oder von der
Pro-Taste 34 .(Schritt 25) kommt. Im ersteren Falle kehrt
die Schaltung zum Schritt 15 zurück und im letzteren Falle
zum Schritt 3. Trifft weder der erstere.noch der letztere
Fall zu, so fährt die Schaltung fort, das im Schritt 22 eingegebene Programm auszuführen. In der Zwischenzeit
wird jedesmal, wenn eine Eingabe über irgendeinen der Tastschalter erfolgt, der Inhalt der Eingabe am Bildschirm
2 3 angezeigt.
Bei dieser besonderen Ausführungsform wird die vom Nadelarm
erzeugte Anzahl von Stichen über die Nadelstellung betreffende Signale vom Sensor 15 erfaßt. Jedoch kann
dieser Sensor so ausgestattet sein, daß er ein Impulssignal oder Impulssignale erfaßt, die proportional zur
Drehung der Nähmaschinenwelle erzeugt werden. Die Tastatür 22 kann durch eine Toneingabeeinheit ersetzt werden.
Ein bekannter mit Magnetkupplungsbremse arbeitender Motor oder ein Motor mit Magnetkupplung kann zur Steuerung des
Nadelarrns 14 anstelle der Antriebsmotoranordnung dieser
Ausführung verwendet werden, bei welcher der Motor 16 zur Steuerung der Nadel ein- oder ausgeschaltet wird.
Das RAM 27 kann durch ein Ventil-Speicherelement als Speichereinrichtung
ersetzt werden. Magnetkarten, Magnetbänder oder Magnetplatten können ebenfalls verwendet werden,
- H
so daß die an einer Nähmaschine programmierten Nähmuster
an einer anderen eingesetzt werden können.
Obgleich die vorliegende Erfindung in höchst vorteilhafter Weise auf die vorausgehend beschriebene Art realisiert
werden kann, wird darauf hingewiesen, daß die besondere in der Beschreibung oder den Zeichnungen angegebene
Ausführung nur als Beispiel dient und Änderungen vorgenommen werden können, soweit der Umfang der anliegenden
Ansprüche nicht überschritten wird.
Claims (5)
1. Nähmaschinen-Steuervorrichtung,
gekennzeichnet durch eine Eingabevorrichtung zur individuellen Eingabe von Programmdaten,
die eine erste Art von Daten bezüglich des Programms umfassen, welche aus Steuerbefehlen für
zumindest die Herstellung, die Ausführung, die Kombination und die Beendigung eines Programms bestehen,
eine zweite Art von Daten bezüglich Einheits-Nähmustern, welche aus jeweiligen Steuerbefehlen für Nadelarmverriegelung,
Stoffvorschub und Fadenschnitt bestehen, und eine dritte Art von numerischen Daten,
die jeweils aus der Programmverwaltungsnummer und der Anzahl der Stiche bezogen auf ein Nähmusterherstellung
sprogramm bestehen, welches sich ganz aus Einheits-Nähmustern zusammensetzt, eine Diskriminatoranordnung,
die zwischen von der Eingabevorrichtung kommenden Steuerbefehlen zur Programmherstellung und
zur Programmausführung diskriminiert, eine Speichervorrichtung zur Speicherung von Eingabedaten, die
nach dem Steuerbefehl für die Programmherstellung in die jeweils zugeordneten Programmverwaltungsnummern
als Programmdaten eingegeben wurden, eine Abfragevorrichtung zum Abfragen der Programmdaten aus einer zugeordneten
Programmverwaltungsnummer der Speichervorrichtung abhängig vom Steuerbefehl für die Programmausführung,
eine Sensoranordnung zur Erfassung der Anzahl der Stiche und der Verriegelungsstellung
des Nadelarms ausgehend von der Drehungsphase einer obenliegenden vom Nähmaschinenantriebsmotor angetriebenen
Welle, jeweils bei einer Drehung dieser Welle, eine Vergleichsvorrichtung zum Vergleich der Ausgangs-
daten der Sensoranordnung mit den die Anzahl von Stichen betreffenden Daten in den abgefragten Programmdaten,
eine Ausgangssteuerung zur Ein-Aus-Steuerung einer Magnetspule für eine Stoffvorschubumkehrvorrichtung
und einer Magnetspule für Fadenschnitt an einem Arm der Nähmaschine, abhängig von
den Vergleichsergebnissen, und eine Steuervorrichtung zur Verriegelung des Nadelarms in einer vorgegebenen
Stellung., abhängig vom Verriegelungsbefehl
für die Verriegelung des Nadelarms in den Programmdaten.
2. Steuervorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet , daß die Eingabevorrichtung
eine Tastatur enthält, die sich zur getrennten Eingabe von Programmdaten einschließlich
der aufgeführten Datenvielfalt eignet.
3. Steuervorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet , daß die Eingabevorrichtung eine Ton-Eingabeeinheit aufweist,
welche die Eingabe der Programmdaten einschließlich der aufgeführten Vielfalt von Daten durch
Tonsignale gestattet.
4. Steuervorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet , daß die Speichervorrichtung
ein durch einen Mikrocomputer gesteuerter Schreib/Lese-Speicher (RAM) ist.
30
5. Steuervorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet , daß die Speichervorrichtung
eine austauschbare Speichervorrichtung ist, so daß programmierte Nähmuster von anderen Nähmaschinen
verwendet werden können.
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