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DE35889C - Verfahren zur Herstellung einer Reinigungsmasse zum Entschwefeln von Gasen und Flüssigkeiten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer Reinigungsmasse zum Entschwefeln von Gasen und Flüssigkeiten

Info

Publication number
DE35889C
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Authority
DE
Germany
Prior art keywords
liquids
gases
iron
mass
desulphurization
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DENDAT35889D
Other languages
English (en)
Original Assignee
R. GREVENBERG in Bremen
Publication of DE35889C publication Critical patent/DE35889C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10KPURIFYING OR MODIFYING THE CHEMICAL COMPOSITION OF COMBUSTIBLE GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE
    • C10K1/00Purifying combustible gases containing carbon monoxide
    • C10K1/20Purifying combustible gases containing carbon monoxide by treating with solids; Regenerating spent purifying masses

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Gas Separation By Absorption (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
Die bisher bekannten Reinigungsmassen zum Entschwefeln von Gasen und Flüssigkeiten, wie solche unter anderem bei der Leuchtgasbereitung zur Anwendung kamen, bestehen in ihren wirksamen Theilen meistens aus Eisenoder Manganoxyden oder Oxydhydraten. Bei der Werthbestimmung· dieser Massen wird fast stets nur der Gehalt an diesen Stoffen in Betracht gezogen.
Sämmtliche bis jetzt angewendeten Reinigungsmassen dieser Art haben aber stets grofse Mängel gezeigt, welche zum grofsen Theile darin bestehen, dafs beim Beginn der Benutzung der Massen nur ein Theil des in denselben enthaltenen Eisens zur Wirkung gelangt und erst nach mehrfachem Regeneriren der gebrauchten Massen das vorhandene Eisen nach und nach in wirksame Form übergeführt wird, so dafs der Wirkungswerth derartiger Massen nie im Einklänge mit dem Eisengehalt steht. · Ferner ist die Masse infolge ihrer Schwere und feinen Pulverform meistens nicht ohne Weiteres zur Entschwefelung geeignet, sie mufs vielmehr erst mit Getreideschalen (Reisschalen), gröberen oder feineren Holzspänen versetzt werden, um dem Eisen eine gröfsere Oberfläche zu geben und zu verhindern, dafs neben einem erheblichen Druck in dem Reiniger sich in der Masse Kanäle bilden, durch welche das Gas oder die Flüssigkeit, ohne dafs der Schwefelgehalt entfernt würde, entweichen kann.
Diese Zusätze sind aber in Bezug auf Schwefel völlig indifferent und wirken bei der späteren Verarbeitung der Masse auf Blutlaugensalz sehr störend. Auch können von dieser Masse stets nur kleine Mengen zur Verwendung gelangen, so dafs die zur Entschwefelung vorhandenen Einrichtungen nicht rationell ausgenutzt werden und die Apparate in Hinsicht auf ihre entschwefelnde Leistung eine unyerhältnifsmäfsige Gröfse erhalten müssen.
Es würde daher eine Masse zum Entschwefeln von Gasen und Flüssigkeiten, in welcher Eisen oder Mangan als Oxyd, Oxydul oder deren Hydrate etc. auf einen Stoff niedergeschlagen sind, welche mit der Porosität der Knochenkohle die absorbirende Wirkung des Wassers, das sein zwei- bis dreifaches Gewicht an Schwefelwasserstoff absorbirt, verbindet, allen anderen Massen vorzuziehen sein.
Behufs Darstellung einer solchen Masse wird nach vorliegender Erfindung Moostorf angewendet, und zwar am besten der sogenannte weifse Moostorf. Je 1 Theil Moostorf kann nahezu 9 Theile Wasser aufsaugen.
Bei Herstellung von Reinigungsmassen mittelst Moostorfes verfährt man zweckmäfsig wie folgt:
Zu je ι cbm fein gesiebten, losen und möglichst trockenen Moostorfes werden 3 cbm gemahlenes Eisenoxyd, Eisenoxydhydrat oder eine Oxydulverbindung des Eisens bezw. eine der entsprechenden Manganverbindungen zugesetzt, worauf das Ganze innig gemischt wird.
Bei dem Mischen wird Wasser vermittelst Giefskannen so lange zugesetzt, bis das Ganze eine teigartige Consistenz angenommen hat. Auf je 4 cbm des Gemenges werden etwa 50 kg Eisen-, Bohr-, Dreh- oder Feilspäne aufgestreut, worauf das Ganze abermals innig gemischt wird. Nach etwa 8 bis 10 Stunden
beginnt die Masse infolge Oxydation der Eisenspäne sich energisch zu erhitzen. Die Oxydation wird durch die organischen Stoffe des Torfes eingeleitet und unterstützt.
Das Begiefsen, zweckmäfsig mit lauwarmem Wasser, sowie ein Umschaufeln der Masse wird 3 bis 4 Tage hindurch je ein- bis zweimal pro Tag fortgesetzt, bis die Wä'rmeentwickelung in der Masse aufhört, worauf die Masse, wenn sie genügend getrocknet ist, versendet oder verbraucht werden kann.
Auch aus Brauneisenstein, natürlichem Eisenoxydhydrat, oder Rasenerz läfst sich nach demselben Verfahren eine Reinigungsmasse herstellen, jedoch empfiehlt es sich, bei Anwendung von Rasenerz während des Mischens mit Moostorf auf 4 cbm des Gemenges etwa 50 1 frisch bereitete dünne Kalkmilch zur Umsetzung der Phosphorsäure zuzusetzen.
Eine Masse von noch höherer Wirksamkeit wird erreicht, wenn dem wie vorstehend beschrieben zubereiteten Gemenge noch 5 bis 6 pCt. Aetzkalk zugesetzt werden.
Da der Moostorf durch seine physikalischen und chemischen Eigenschaften die Oxydation bezw. Hydratisirung äufserordentlich begünstigt und energisch vollzieht, so kann man auch ohne Weiteres durch directes Mischen von feinen Eisenspänen oder Mangantheilen mit fein gesiebtem Moostorf bei gleichzeitigem starken Befeuchten und Umschaufeln die wirksame Masse aus metallischem Eisen oder Mangan direct herstellen.
Vor dem Gebrauch wird die Masse unter Durchmengen nochmals angefeuchtet, so dafs eine in die Hand ~genommerie"""Probe nach leichtem Druck mit der Hand Feuchtigkeit abgiebt. Auf keinen Fall darf aber das Anfeuchten so lange fortgesetzt werden, bis Wasser freiwillig abfliefst.
. Die wirksamen Bestandtheile der gewonnenen Masse werden dann aus 55 bis 70 Gewichtsprocenten Eisen- oder Manganverbindungen, circa 30 bis 50 Gewichtsprocenten Wasser und circa 7 pCt. Torffasern gebildet, deren organische Stoffe ebenfalls Antheil an der Entziehung des Schwefels, der Ammoniak- und Cyanverbindungen nehmen. .

Claims (1)

  1. Pa tent-Anspruch:
    Die Oxydirung bezw. Hydratisirung der metallischen Eisentheile oder des Mangans einer Reinigungsmasse zum Entschwefeln von Gasen und Flüssigkeiten durch Unterbringung des metallischen Eisen- oder Manganpulvers unter stark befeuchtetes Moostorfpulver.
DENDAT35889D Verfahren zur Herstellung einer Reinigungsmasse zum Entschwefeln von Gasen und Flüssigkeiten Expired - Lifetime DE35889C (de)

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