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DE356614C - Verfahren zur Herstellung von Katalysatormassen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Katalysatormassen

Info

Publication number
DE356614C
DE356614C DEA28033D DEA0028033D DE356614C DE 356614 C DE356614 C DE 356614C DE A28033 D DEA28033 D DE A28033D DE A0028033 D DEA0028033 D DE A0028033D DE 356614 C DE356614 C DE 356614C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
sulfuric acid
catalyst
production
concentrated sulfuric
oil
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEA28033D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
A W ARLDT
Original Assignee
A W ARLDT
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by A W ARLDT filed Critical A W ARLDT
Priority to DEA28033D priority Critical patent/DE356614C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE356614C publication Critical patent/DE356614C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01JCHEMICAL OR PHYSICAL PROCESSES, e.g. CATALYSIS OR COLLOID CHEMISTRY; THEIR RELEVANT APPARATUS
    • B01J27/00Catalysts comprising the elements or compounds of halogens, sulfur, selenium, tellurium, phosphorus or nitrogen; Catalysts comprising carbon compounds
    • B01J27/20Carbon compounds
    • B01J27/22Carbides

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Catalysts (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Fats And Perfumes (AREA)

Description

BIBLIOTHEEK
INDUSTRiEELEN EIGEN90M
AUSGEGEBEN
AM 25. JUlI 1922
REiCHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
- M 356614 KLASSE 12 g GRUPPE 2
(A 28033 IVj 12 g)
A.W.Arldt in Chemnitz.
Verfahren zur Herstellung von Katalysatormassen. Patentiert im Deutschen Reiche vom 23. April 1916 ab.
Bei .allen bisher bekannt gewordenen katalytischen Hydrogenisationsprozessen entstanden bei längerer Durchführung Schwierigkeiten dadurch, daß der Katalysator durch Verunreinigungen des Substrates seine Wirksamkeit erheblich einbüßte; andererseits war es schwierig, ihn durch ein einfaches Verfahren aus den abfiltrierten Rückständen schnell und einfach in wirksamer Form wieder abzuscheiden.
to Es wurde nun gefunden, daß diese Schwierigkeiten sich weitgehend vermeiden oder beheben lassen, wenn man die üblichen Katalysatoren, mögen sie nun aus Metallen oder reduzierbaren Metallverbindungen bestehen, in
1S Gegenwart von kolloidaler Kohle herstellt und zur Anwendung bringt. Zweckmäßig scheidet man den metallischen Katalysator zunächst auf einem indifferenten Träger ab und erzeugt dann die kolloidale Kohle, indem man den metallbehafteten Träger mit einer Lösung leicht verkohlender organischer Substanz tränkt, 2· B. mit Zuckerlösung oder einem fetten öl, ihn darauf mit konzentrierter Schwefelsäure behandelt und dialytisch auswäscht. Nickel-
metall ist jn konzentrierter Schwefelsäure unlöslich.
Gebrauchte Katalysatorrückstände lassen sich nach diesem Verfahren besonders einfach und leicht reaktivieren. Man behandelt die abgetrennten Rückstände bis zur völligen Verkohlung der organischen Substanz mit konzentrierter Schwefelsäure und trennt darauf von letzterer durch Dialyse. Derartig regenerierte Katalysatoren verursachen oft eine gröi ßere Reaktionsbeschleunigung als die Ausgangskatalysatoren.
Beispiel I.
Es wird in üblicher Weise ein zchnpn>zentige.s Nickelkieselgurpulver hergt stellt und je 100 g dieses Pulvers mit 60 bis 80 g Traubenj oder Rohrzucker innig gemischt und durch I Befeuchten mit Wasser getränkt. Man trägt ! vorsichtig in die drei- bis vierfache Menge ί (auf den Zucker berechnet) kalter konzentrier-I ter Schwefelsäure ein, schüttelt einige Stunden I unter Luftabschluß und läßt über Nacht offen ! stehen. Man verdünnt unter starker Kühlung j mit kaltem Wasser und wäscht in Pergament- ! schläuchen dialytisch aus. Diese Dialysen-I waschwässer sind anfänglich ganz schwach grün gefärbt, ein Zeichen, daß eine geringe 1 Menge Nickel als Sulfat in Lösung gegangen ist. Man dialysiert so lange, bis keine Schwefelsäure mehr nachweisbar ist. Der so gewonnene Katalysator wird abfiltriert und getrocknet, eventuell im Wasserstoffstrom, und wird z. B. in Baumwollsaatöl eingetragen. Ein Kataly-• sator, der 5 Prozent Nickel und 10 Prozent : Kohle enthielt, härtete ein solches Öl in 1-V2 Stunden bei Anwendung von 20 g Kontaktmasse auf 100 g öl zur Jodzahl 3,4, I während der gleiche Katalysator ohne Kohle dazu 4V2 Stunden brauchte.
Beispiel II.
Ein analog dargestellter Katalysator wurde 1 in gleichen Konzentrationen in Nitrobenzol
COPY
eingetragen und dasselbe am Rückflußkühler im Wasserstoffstrom im Sieden erhalten. Nacl· 3 Stunden waren Prozent-Anilin gebildet
Beispiel III.
Eine Katafysatorrückstandmasse, die etwa io Prozent Nickel enthielt und mit der eine Härtung von Leinöl nicht mehr zu erzielen war, wurde mit konzentrierter Schwefelsäure,
ο und zwar auf je 50 g anhaftendes Fett die drei- bis vierfache Menge an Säure, behandelt bis zur völligen Verkohlung, durch Dialyse schwefelsäurefrei gemacht, getrocknet und in Leinöl .eingetragen. Die Härtung verlief bei
; 170 ° mit großer Geschwindigkeit.
Beispiel IV.
Ein mit kolloidaler Kohle aktiviertes Nickelpräparat wurde in eine wäßrige Lösung von zimtsaurem Natrium eingetragen und bei 80 ° Wasserstoff eingeleitet. Unter aiimählicher ; Ausflockung der Kohle wurde die Zimtsäure j zu Hydrozimtsäure reduziert. !
Der nach dem vorliegenden Verfahren hergestellte Katalysator besitzt also einen großen 25 ' Anwendungsbereich.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    r. Verfahren zur Herstellung von Katalysatormasien für katalytische Wasserstoffanlagerungen, dadurch gekennzeichnet, daß man die die Katalysatoren bildenden Metalle oder reduzierbaren Metallverbindungen mit einer durch konzentrierte Schwefelsäure leicht verkohlenden Substanz, z. B. Zucker, Traubenzucker oder fettem öl, tränkt und alsdann behufs deren Verkohlung ' mit konzentrierter Schwefelsäure bei gewöhnlicher Temperatur behandelt.
  2. 2. Verfahren zur Wiederbelebung von 40 » verbrauchten Katalysatormassen, dadurch gekennzeichnet, daß man die von ihrer Benutzung her noch mit organischen Rückständen, z. B. öl, behafteten Massen gemäß Anspruch 1 mit Schwefelsäure behandelt.
    COPY
DEA28033D 1916-04-23 1916-04-23 Verfahren zur Herstellung von Katalysatormassen Expired DE356614C (de)

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DE356614C true DE356614C (de) 1922-07-26

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