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Steuervorrichtung, insbesondere für Schiffsruderanlagen. Die Erfindung
bezieht sich auf eine Steuervorrichtung, die vorzugsweise durch eine hydraulische
Einrichtung betätigt wird und zur Steuerung des Ruders von Schiffen, der beweglichen
Teile von Luftschiffen sowie der Ventile von Maschinen oder für andere Zwecke geeignet
ist.
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Gemäß der Erfindung ist ein Bowden-Draht mit einem Handhebel verbunden,
geht durch ein Bowden-Gehäuse hindurch und greift an einem beweglichen Teile der
Maschine an, während das Gehäuse mit einem Steuerventil in Eingriff steht, indem
es entweder mit letzterem verbunden ist oder an dieses anstößt. Die Teile sind hierbei
so angeordnet, daß, nachdem die gewünschte Bewegung stattgefunden hat, das Ventil
durch das Gehäuse geschlossen wird. Das Bowden-Gehäuse ist an einem Ende festgelegt,
während das andere Ende, welches mit .dem Ventil in Eingriff steht, sich bewegen
kann. Die Länge des Gehäuses, welches zwischen der festen Verankerung und dem beweglichen
Ende liegt, ist gewöhnlich größer als die Entfernung zwische.i diesen Teilen, so
daß das Gehäuse gezwungen ist, gekrümmt oder schleifeiförmig zu verlaufen. Das eine
Ende des Bo,vvden-Gehäuses verschiebt sich, wenn der Bow@den-Draht gespannt wird,
da alsdann das Gehäuse gestreckt wird. Das bewegliche Ende ist zweckmäßig mit einem
Rohr verbunden, welches teleskopartig in einem feststehenden Rohr gleitet und wie
eine Führung wirkt. Der Bowden-Draht kann an dem Kolben eines Druckzylinders angreifen,
während das Gehäuse mit einem Ventil in Eingriff steht, welches die Zuführung von
Wasser oder Dampf zu diesem Zylinder steuert.
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Wenn der Bowden-Draht durch Bewegung des Handhebels eingeholt oder
nachgelassen wird, bewegt das Bowden-Gehäuse das Steuerventil in :der einen oder
anderen Richtung, so daß Wasser oder Dampf dem einen oder dem anderen Ende des Druckzylinders
zugeführt wird. Hierdurch wird der Kolben verschoben
und der Bowden-Draht
eingeholt oder nachgelassen, je nachdem er vorher durch den Handhebel nachgelassen
oder eingeholt worden -ist, und wodurch der Steuerhebel in seine neutrale Stellung
geführt wird.
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In der Zeichnung sind Ausführungsformen der Erfindung beispielsweise
verairschaulicht, und zwar zeigt Abb. r eineAusf;:lirungsform der Steuerung, die
firn besonderen für Luftfahrzeuge bestimmt ist.
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Abb. 2 veranschaulicht eine andere Anordnung, die für große Luftschiffe
und Schiffe bestimmt ist, und Ab'b. 3 veranschaulicht in größerem ,Maßstabe und
schematisch den Verlauf der Drähte.
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Wie iin besonderen aus den Ahb. r und 3 hervorgeht, bezeichnet ro
einen Handhebel, an dem ein BOwderi-Dräht r r und ein Rohr ror befestigt sind, welches
teleskopartig in einem anderen Rohr rot gleitet. In den Rohren ror und rot befindet
sich eine Feder 103, die bestrebt ist, den Handhebel nach rechts zu drücken.
An einer Verankerung 1o4 ist das Rohr rot und das Ende des Bowden-Gehäuses 12 befestigt.
13 bezeichnet eine andere Verankerung, die in einer geeigneten Entfernung von dem
Steuerhebel 14 angeordnet ist, der das Steuerventil der Maschine betätigt. An der
Verankerung 13 ist ein Rohr 131 befestigt, in welchem ein anderes Rohr 132 teleskopartig
gleitet, an dessen Ende ein Lenker 133 sitzt, mit dein ein anderer Bowden-Draht
15 in Eingriff steht, der in einem Gehäuse 16 sitzt. An dem Lenker 133 ist ein Rohr
1331 befestigt, welches teleskopartig in einem anderenRohre 1332 gleitet. In diesen
Rohren befindet sich eine Feder 1333 Das Rohr 1332 ist an einer Verankerung 17 befestigt,
an der auch das eine Ende des Gehäuses 16 festgelegt ist. Das andere Endc des Gehäuses
16 ist an einer anderen Verankerung 18 befestigt, an der ein Rohr 181 festgelegt
ist, in welchem ein anderes Rohr 182 teleskopartig gleitet, das seinerseits an dem
einen Ende des Steuerhebels 1q. angreift, rnit welchem dasEnde des anderen schleifenförinig
geführten Teiles 161 des Bowden-Gehäuses 16 in Eingriff steht. Das andere Ende des
Teiles 161 des Bowden-GehäuSes 16 ist an einer anderen Verankerung r9 festgelegt,
an der ein Rohr 19r befestigt ist, in welchem ein Rohr 192 teleskopartig gleitet,
das mit dem einen Ende des Hebels 2o verbunden ist. Letzterer wird durch eine Bewegung
des hydraulischen Zylinders 21 in einem weiter unten noch näher beschriebenen Rahmen
betätigt. Der Bowden-Draht 11 geht durch die Rohre ror und 1o2, durch die Verankerung
104 und ferner durch die Verankerung 13 und die Rohre 131 und 132 und ist an dem
Ende des Hebels 22 befestigt, .der durch die Kolbenstange 211 des hydraulischen
Zvlinclers 21, Abb. 1, betätigt wird. Der Draht geht durch einen anderen schleifenförmig
gewundenen Teil 121 des BOwden-Gehäuses 12 hindurch, der sich von dem Ende des Rohres
132, finit dem er in Eingriff steht, zu einer Verankerung 23 erstreckt, an
der er festgelegt ist. Ein Rohr 231 ist ebenfalls an der Verankerung befestigt,
und in diesem Rohre gleitet teleskopartig ein anderes Rohr 23-2, glas an dem Hebel
22 befestigt ist.
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Wenn ,der Steuerhebel nach rechts oder links bewegt wird, so wird
Wasser durch die Rohre 141 oder r42 (Abb. r) entweder dem rechten oder linken Ende
:des Zylinders 21 zugeführt, so :daß die Kolbenstange 211 nach links oder rechts
verschoben und demzufolge der eine oder der andere Draht 212, bewegt wird, der zu
dem Ruder eines Luftfahrzeuges oder irgendeinem anderen Teile führt, der bewegt
werden soll.
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Der Zylinder 2r ist in einem Rahmen 213
gelagert und wird durch
Federn 214 in der Mittellage gehalten. Der Rahmen 213 ist an dem Gerüst des Flugzeuges
durch Drähte 2131
befestigt, und wenn der auf den Draht 212, der zu dein Ruder
o. dgl. führt, ausgeübte Zug übermäßig groß wird, so wird die Spannung der einen
oder anderen Feder 2r4 überwunden und der Zylinder in dem Rahmen 213 und desgleichen
der Hebel 2o verschoben. An Stelle des Zylinders 2r kann auch ein Elektromotor verwendet
werden, wobei der Hebel 14 einen Schalter betätigt, der die Bewegung des Motors
steuert.
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Wenn der Handhebel ro nach rechts bewegt wird, wird der Bowden-Draht
r 1 bespannt, so daß das Gehäuse 121 den Lenker 133 auf die Verankerung 13 zu bewegt.
Hierdurch wird :der Bowden-Dra'lit 15 gespannt, und- das Gehäuse 161 verschiebt
.den Steuerhebel 14 nach rechts, so daß Wasser durch das Rohr 141 dem rechten Ende
des Zylinders 21 zugeführt wird. Demzufolge wird :die Kolbenstange an <lern linken
Ende .des Zvlinders nach außen bewegt -und somit der Hebel 22 um .seinen Lagerzapfen.
22.1 ausgeschwungen. Hier-Itirch wird der Draht r i gelockert, und der Lenker kann
wieder seine normale Lage einnehrnen, und der Steuerhebel 14 wird in seine neutrale
Stellung geführt.
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Die umgekehrte Bewegung tritt ein, wenn der Handhebel nach links verschoben
wird. Diese Bewegung wird durch den konstanten Druck unterstützt, der auf dem Steuerhebel
14 lastet.
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Bei der in der Abb.2 dargestellten Ausführungsform betätigt der Hebel
14 das Steuerventil, welches eine Zuleitung von
Wasser durch das
eine oder andere der Rohre 143 und 14.1. ermöglicht, die zu den beiden Seiten eines
in einem Zylinder 24 befindlichen Kolbens führen. Dieser Kolben ist mit einem Schieber
in einem Zylinder 25 verbunden, der den Zutritt des Wassers durch die Rohre 251
und 252 steuert, die zu den beiden Enden eines hydraulischen Zylinders 26 führen,
dessen Kolbenstange 261 mit dem zu bewegenden Teil (Steuerruder o. dgl.) verbunden
ist. In diesem Falle ist der Hebel 22 (s. Abb.3) mit deim Schieber in dein Zylinder
25 verbunden, und der Hebel 2o wird durch Kegelräder 201, 202 betätigt, von denen
letzteres auf einer mit Gewinde versehenen Welle 203 sitzt und durch eine
auf der Kolbenstange 261 befindliche Mutter 2o4. gedreht wird. Der Zylinder 26 ist
in einem Rahmen 27 mittels Stangen 271 gelagert, die an ihren Enden die Federn 272
tragen. Wenn der Zylinder 26 sich in dem Rahmen' 27 verschiebt, betätigt er einen
Hebel 28. Aus Abb. 3 ist zuerkennen,- daß der Hebel 28 an dem einen Ende des BO\vden-Drahtes
15 angreift, der nach Hindurchgehen durch das Ende des Hebels 2o durch einen schleifenförmig
gestalteten Teil 161 des Bfo'wden-Drabtgehäuses 16 hindurdhgeht, dessen eines Ende
an einer Verankerung - 29 festgelegt ist, während .der Zug an dem Hebel 2o angreift.
An der Verankerung 29 jist ferner 'ein Rohr 291 befestigt, .in welchem teleskopartig
ein anderes Rohr 292 gleitet, das an dem Hebel 28 befestigt ist. In den Rohren 291,
292 befindet sich eine Feder 293. Somit wird außer der durch den Hebel 22, welcher
mit einem Schieber verbunden ist, ausgeübten Steuerung auch durch die Hebel 2o und
28 eine Steuerung herbeigeführt. Der Hebel 2o wird durch den Kolben des Zylinders
26 und der Hebel 28 durch diesen 2vlinder 26 betätigt, wenn der Zug auf diese Teile
so groß ist, claß clie eine oder andere der Federn 272 zusammengedrückt wird. Wenn
die auf die beiden Drähte ausgeübte Spannung aufhört, wird der Hebel 1 4 in seine
neutrale Lage zurückgeführt.
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In den Bowrlen-Gehäusen rar, 161, 162 sind Ausgleichvorrichtungen
30, 31, 32 angebracht. In ihrer einfachsten Form besteht die Einrichtung gemäß der
Erfindung aus einem Handhebel 1o, an dem ein Bowden-Draht i i befestigt ist (Ab..
3). Dieser Bowden-Draht 11 greift an einem Hebel 22 an, der durch einen beweglichen
Teil' der Maschine betätigt wird, während der schleifeiförmig gebogene Teil 121
des Bowden-Gehäuses mit dem einen Ende an einer Verankerung 23 `e3tg:lc:';t ist,
wobei das andere Ende mit einem Hebel in Eingriff steht, der eiri Steuer ve itil
betätigt. Dieser Hebel ist an f1,-;n ciire?i Ende einesteleskopartigenRohres 132
in gleicher Weise verbrunden wie der Hebel 1;4 an (lern teleskopartigen Rohre 182.