DE3544759A1 - Verfahren zum herstellen von werkzeugen - Google Patents
Verfahren zum herstellen von werkzeugenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Herstellen
insbesondere von Werkzeugen aus legierten Stählen oder
Stelliten durch Warmverformen.
Werkzeugstähle und Stellite bzw. Hartmetalle zeichnen sich
im allgemeinen durch hohe Gehalte an Kohlenstoff, Chrom,
Kobalt, Molybdän, Vanadium und Wolfram aus. Diese Elemente
verleihen dem Werkstoff zusammen mit den entsprechenden
Karbiden die notwendige Festigkeit, insbesondere Verschleißfestigkeit
und Härte. Das geht jedoch zumeist auf Kosten
der Zähigkeit und ist mit einer entsprechenden Erhöhung des
Verformungswiderstandes verbunden.
Bei hohem Verformungswiderstand scheidet das Kalt-, aber
auch das konventionelle Warmumformen zum Erzeugen der Fertigkontur
aus und kommt demzufolge nur ein Urformen durch
Block- oder Stranggießen und ein anschließendes Walzen oder
Schmieden, oder ein Formgießen und Pulverpresen in Frage.
Diese Verfahren erfordern jedoch in aller Regel eine spanende
Bearbeitung des urgeformten Teils bis zur Fertigkontur
und zum Fertigmaß. Das aber stößt gerade bei verschließfesten
Teilen insofern auf Schwierigkeiten, als die spanende
Bearbeitung Werkzeuge mit einer Verschleißfestigkeit erfordert,
die die Verschleißfestigkeit des zu bearbeitenden
Teils erheblich übersteigt. Außerdem ist spanende Bearbeitung
mit einem erheblichen Materialverlust verbunden. Die
Bearbeitungskosten sind daher erheblich, ohne daß sich immer
eine gute Oberflächenbeschaffenheit ergibt.
Hinzu kommen verfahrensspezifische Nachteile wie die hohen
Energiekosten des Warmwalzens und -schmiedens oder die Beeinträchtigung
der Oberflächenqualität durch intensive Oxydationsvorgänge
der Legierungen. Ein weiterer Nachteil ist
das gerade im Hinblick auf verwickelte Fertigformen zumeist
nicht ausreichende Fließvermögen beim Urformen wie auch
beim Formgießen. Das führt zu Rohlingen, die sich erheblich
vom Fertigteil unterscheiden und daher eine zu einem erheblichen
Materialverlust führende spanende Bearbeitung erfordern.
Die damit verbundenen Kosten sind wegen der hohen
Gehalte der betreffenden Werkstoffe an teuren Legierungsmitteln
ganz erheblich. Hinzu kommt die aus dem hohen Verformungswiderstand
resultierende Notwendigkeit hoher Verformungskräfte,
die entsprechend teure Umformaggregate und
hohe Energiekosten mit sich bringen.
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren
zu schaffen, das die vorerwähnten Nachteile vermeidet und
das Herstellen von Fertigteilen aus Legierungen erlaubt,
die sich wegen ihres hohen Verformungswiderstandes normalerweise
nicht umformen oder allenfalls zu einem Rohling verformen
lassen, der eine spanende Bearbeitung erfordert.
Die Lösung dieser Aufgabe besteht darin, daß bei einem Verfahren
der eingangs erwähnten Art ein pulvermetallurgisch
hergestelltes Ausgangsmaterial mit über 30 Vol-% karbidischer
und/oder boridischer Ausscheidungsphase durch thermomechanisches
Prozessieren mit einem äquiaxillem Gefüge und
einer Korngröße von vorzugsweise 0,2 bis 3 µm eingestellt
und im superplastischen Zustand umgeformt wird. Die geringe
Korngröße gewährleistet eine niedrige Fließspannung durch
Korngrenzengleiten und verringert damit die erforderliche
Umformungskraft sowie den Werkzeugverschleiß.
Das erfindungsgemäße Verfahren läuft mithin zweistufig ab;
die erste Verfahrensstufe dient dazu, das pulvermetallurgisch
hergestellte, infolge der hohen Abkühlungsgeschwindigkeit
von beispielsweise 104 bis 1050 K/s beim Schmelzzerstäuben
an sich schon feinkristalline, vorzugsweise bereits
äquiaxiale Mehrphasengefüge der Legierungspulver sowohl hinsichtlich
der Matrix als auch hinsichtlich der karbidischen
und/oder boridischen Ausscheidungsphase im konsolidierten
Zustand weiter zu verfeinern und dabei ein beim sich anschließenden
thermomechanischen Prozessieren infolge Warmumformens
in der zweiten Verfahrensstufe thermisch stabiles
Mikrogefüge mit einer vorzugsweise sowohl für die Matrix
als auch für die Ausscheidungsphase feinen Korngröße von 1
bis 3 µm bzw. 0,2 bis 1,0 µm einzustellen.
Das Konditionieren des Werkstoffgefüges in der ersten Verfahrensstufe
kann durch ein thermomechansiches Prozessieren
geschehen, das bei den Stahllegierungen im austenitischen
Zustand, beispielsweise bei etwa 900°C beginnt und die
γ/α-Phasenumwandlung im Bereich von 750 bis 820°C bis
zu einer Endwalztemperatur von 650°C durchläuft. Während
des Warmverformens, beispielsweise eines Walzens oder
Schmiedens kühlt das Verformungsgut kontinuierlich ab und
kommt es neben der Phasenumwandlung zum Ausscheiden der
Karbide und/oder Boride.
In ähnlicher Weise scheiden sich bei einem Warmverformen
von Stelliten etwa im Temperaturbereich von 1000 bis 700°C
während des Verformens und des damit verbundenen kontinuierlichen
Abkühlens die Karbide und/oder Boride aus. Darüber
hinaus kommt es während des thermomechanischen Konditionierens
sowohl zu einer Verfeinerung des spätenstens dann
äquiaxialen Matrixkorns als auch infolge der günstigen Bedingungen
für die Keimbildung während der Phasenumwandlung
zu einer feinerdispersen Verteilung der Karbid- und Boridteilchen.
Beides wirkt sich in Richtung einer höheren Werkstoffestigkeit
aus.
Des weiteren kann das Konditionieren das pulvermetallurgisch
hergestellten Ausgangsmaterials auch durch isothermes
Verformen mit dem Ziel geschehen, das Gefüge umzukristallisieren
und ein feinerkörniges Gefüge als Voraussetzung für
den superplastischen Zustand einzustellen. Das isotherme
Verformen findet bei Temperaturen unterhalb der Umwandlungstemperatur,
beispielsweise bei 450°C vorzugsweise bei einem
geringen Verformungsgrad, beispielsweise bei einer Querschnittsabnahme
von etwa 10% statt und sollte eine zyklische
γ/α-Phasenumwandlung einschließen, die infolge des
unterschiedlichen Volumens der γ- und der α-Phase zu inneren
Spannungen und damit zu einer durch innere Eigenspannungen
induzierten Verformung des Matrixkorns führt. Dem
kann sich zur Verfeinerung der Matrixkorngröße des heißisostatisch
gepreßten Rohlings ein kurzes, beispielsweise 20
bis 60 Sekunden dauerndes Primärrekristallisationsglühen anschließen,
das zu einer weiteren Kornverfeinerung führt.
Insgesamt zielt das Konditionieren des Ausgangsmaterials
darauf ab, ein für das superplastische Umformen in der zweiten
Verfahrensstufe äquiaxiales Gefüge einzustellen, das
sich durch ein das Umformverhalten begünstigendes feines
Gefügekorn auszeichnet. Mit abnehmender Korngröße verringert
sich nämlich der Verformungswiderstand und läßt sich
gleichzeitig die Verformungsgeschwindigkeit erhöhen.
In der zweiten Verfahrensstufe wird der urgeformte und auf
ein bestimmtes Mehrphasen-Gefüge eingestellte Werkstoff bei
einer Temperatur in der Größenordnung von 50 bis 70% der
Schmelztemperatur von beispielsweise 650 bis 780°C umgeformt,
die bei niedrigen Fließspannungen hohe Verformungsgrade
erlaubt und daher auch das Herstellen komplizierter
Fertigteile aus Legierungen ermöglich, deren Zusammensetzung
ohne die spezielle Vorbehandlung der ersten Stufe des
erfindungsgemäßen Verfahrens eine Formgebung durch Umformen
nicht erlaubt. Die Umformgeschwindigkeit liegt vorzugsweise
bei 10-3 bis 5·10-1 s-1. Dabei kann der Dehngeschwindigkeitsexponent
m, wie er sich aus der Gleichung
s = K· m ,
ergibt, in der s die Fließspannung, K eine Materialkonstante
und die Verformungs- bzw. Kriechgeschwindigkeit für
Stahllegierungen von 0,4 bis 0,5 und für Stellite von 0,35
bis 0,4 ist. Daraus ergibt sich, daß die Formgebung sehr
geringer Fließspannungen bzw. Umformungskräfte bedarf; da
sie zudem bei verhältnismäßig niedrigen Temperaturen stattfindet,
zeichnet sich das erfindungsgemäße Verfahren, insbesondere
wenn das Konditionieren in der ersten Verfahrensstufe
durch isothermes Verformen unterhalb der Umwandlungstemperatur
stattfindet, durch geringe Kosten sowohl unter dem
Aspekt des apparativen Aufwandes als auch hinsichtlich des
Energieverbrauchs aus.
Die Umformtemperatur liegt dabei unterhalb der Temperatur
der beginnenden Sekundärkristallisation bzw. Kornvergröberung,
da jedes Kornwachstum den Verformungswiderstand erhöht
und damit höhere Verformungskräfte erfordert.
Das erfindungsgemäße Verfahren eignet sich besonders für
die hoch kohlenstoffhaltigen Kaltarbeitsstähle wie
X 178 Cr V 5 2 9
X 155 Cr V W Co 4 5 12 5
X 135 Cr V W Mo 4 4 6 4
X 220 Cr V 17 6
X 245 Cr V 5 10
X 155 Cr V W Co 4 5 12 5
X 135 Cr V W Mo 4 4 6 4
X 220 Cr V 17 6
X 245 Cr V 5 10
Diese besitzen Kohlenstoffgehalte von 1,0 bis 2,5% und hohe
Legierungsgehalte an Chrom, Vanadium, Wolfram, Molybdän und
Kobalt von 4 bis 17%.
Weiterhin eignen sich die folgenden Legierungen:
X 375 Cr Mo Fe 25 10 60
X 220 Cr W Co 30 12 56
X 120 Cr Mo Co 27 4 60
X 100 Cr W Co N B 15 15 52 3.
X 220 Cr W Co 30 12 56
X 120 Cr Mo Co 27 4 60
X 100 Cr W Co N B 15 15 52 3.
Die Stellite sind Eisen- sowie Kobaltbasisstellite mit
hohen Bor- und Kohlenstoffgehalten von 1 bis 4% sowie
Gehalten der Legierungselemente Chrom, Molybdän, Wolfram
von 15 bis 30%, die sich bei einer verhältnismäßig niedrigen
Temperatur von 650 bis 720°C umformen lassen.
Dem superplastischen Umformen kann sich ein Grobkornglühen
anschließen, um die Kriechfestigkeit bzw. Warmfestigkeit zu
erhöhen.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines in der Zeichnung
dargestellten Ausführungsbeispiels des näheren erläutert.
In der Zeichnung zeigen:
Fig. 1 die Seitenansicht einer Ronde zum Herstellen eines
Rotationsmessers, teilweise im Schnitt und
Fig. 2 das aus der Ronde der Fig. 1 durch superplastisches
Umformen hergestellte Rotationsmesser teilweise
im Schnitt.
Die in Fig. 1 dargestellte Ronde 1 besteht aus dem hochfesten
Kaltarbeitsstahl X 245 Cr V 5 10, der pulvermetallurgisch
durch isostatisches Heißpressen hergestellt wurde und
auf ein Gefüge mit einer Matrixkorngröße von 1 bis 3 µm
eingestellt wurde. Sie dient zum Herstellen des in Fig. 2
dargestellten scheibenförmigen Rotationsmesers mit einem
Kegelwinkel α von 150 bis 160°, einer Dicke von 1,0 bis
1,5 mm und einem Innendurchmesser von 50 mm sowie einem
Außendurchmesser von 100 mm.
Die Ronde 1 wurde durch Stanzen aus einer pulvermetallurgisch
hergestellten und alsdann bei einer Temperatur von
1150 bis 1250°C auf eine Dicke von 2,5 mm ausgewalzten
Platine der Abmessung 100 × 200 × 8 mm hergestellt. Um eine
ausreichende Materialreserve für die Ausbildung der Schneiden
2 des Rotationsmessers zu schaffen, überstieg die Dicke
der Platine die Fertigdicke des Rotationsmessers um 1 mm.
Die Ronde 1 besaß einen Durchmesser von 95 mm und eine
Dicke von 2,5 mm, er wurde nach dem Stanzen auf eine
Temperatur von 760°C erwärmt und mit Hilfe eines üblichen,
auf 350°C vorgewärmten Werkzeugs aus Ober- und Untergesenk
mit einer Umformgeschwindigkeit von 5·10-3 s-1 in einer
Preßzeit von 25 s zu dem in Fig. 2 dargestellten Rotationsmesser
umgeformt, wie sich aus der Gleichung
ergibt, in der A o die Kreisringfläche der Ronde 1, Δ A die
Kegelmantelfläche A, verringert um die Fläche A o des
Schlitzprofils ε und = 5·10-3 s-1 ist.
Die geringe Umformtemperatur spart Energie, gewährleistet
eine minimale Verzunderung und verhindert ein schädliches
Kornwachstum. Außerdem ergibt sich beim superplastischen
Umformen eine höhere Dichte, weil Poren und Risse verschweißen,
sowie eine höhere Festigkeit und Zähigkeit. Wegen
des Wegfalls einer spanenden Bearbeitung kommt es auch
nicht zu Ermüdungsrisse auslösendem Bearbeitungsriefen, wodurch
sich die Standzeit eines Werkzeugs um 25 bis 30%
erhöht.
Experimentell ergab sich in guter Übereinstimmung mit dem
rechnerisch ermittelten Wert eine Umformzeit von 25 s. Rechnet
man dazu eine Zustellzeit für das Werkzeug von 35 s
hinzu, so ergibt sich je Rotationsmesser eine Fertigungszeit
von 60 s, die weit unter der Bearbeitungszeit beim
spanenden Bearbeiten eines Rohlings liegt.
Das erfindungsgemäße Verfahren eignet sich zum Herstellen
von Schnittglocken und -werkzeugen, Formschneidwerkzeugen,
Messern, beispielsweise Scheiben-, Filter- und Tabakmessern
mit einer Dicke unter 3 mm, Prägestempeln, Stau- und Druckringen
für Extruder, Sinterformpreßwerkzeugen, Fließpreßwerkzeugen
und -stempeln, Formwerkzeugen für das Taumelfließpressen
und Viellochplatten jeweils aus Kaltarbeitsstählen,
zum Herstellen von Profilfräsern, Formdrehstählen
und Profilsenkköpfen aus Schnellarbeitsstählen sowie zum
Herstellen von Glasblasformwerkzeugen, Profilstangen, Düsen,
Laufrädern, Turbinenscheiben und Ventilsitzen aus Stelliten.
Es zeichnet sich durch niedrige Umformtemperaturen
und einen geringen Kraftbedarf aus. Das feindisperse,
äquiaxiale und texturfreie Mikrogefüge gewährleistet gleichbleibende
und reproduzierbare mechanische Eigenschaften,
insbesondere eine hohe Festigkeit bei ausgezeichneter Duktilität
und gutem Ermüdungsverhalten. Die Maßhaltigkeit und
Oberflächenbeschaffenheit sind dabei so gut, daß ein Nachbearbeiten
nicht erforderlich ist. So liegt die Oberflächenrauhigkeit
normalerweise unter 1 µm.
Claims (16)
1. Verfahren zum Herstellen insbesondere von Werkzeugen
aus mittel- und hochlegierten Stählen oder Stelliten
durch Warmverformen, dadurch gekennzeichnet, daß ein
pulvermetallurgisch hergestelltes Ausgangsmaterial mit
über 30 Vol.-% karbidischer und/oder boridischer Ausscheidungsphase
durch thermomechanisches Prozessieren
au eine Matrixkorngröße von 1 bis 3 µm eingestellt
und im superplastischen Zustand umgeformt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
ein Ausgangsmaterial mit einer Teilchengröße von 0,2
bis 1 µm thermomechanisch prozessiert wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß ein Ausgangsmaterial mit einem äquiaxialen
Gefüge superplastisch bis zur Endabmessung umgeformt
wird.
4. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis
3, dadurch gekennzeichnet, daß pulvermetallurgische
Werkzeugstähle und Stellite bei Temperaturen von etwa
0,5 bis 0,7 Tm superplastisch umgeformt und dann
kontinuierlich abgekühlt werden.
5. Verfahren nach Anspruch 4, gekennzeichnet durch eine
Verformungstemperatur von 900 bis 650°C.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß ein stellitisches Ausgangsmaterial
während eines kontinuierlichen Abkühlens von 1000°C
auf 760°C warmverformt wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß der Verformungsgrad über 30% liegt
und die Dehnung einige hunder Prozent beträgt.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis3 dadurch
gekennzeichnet, daß pulvermetallurgisch hergestellte
Werkzeugstähle unterhalb ihrer Umwandlungstemperatur
isotherm und superplastisch verformt werden.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß
der Verformungsgrad bis 800% beträgt.
10. Verfahren nach Anspruch 8 oder 9, gekennzeichnet durch
ein Korngrenzengleiten und eine dynamische Rekristallisation
bei 600 bis 700°C.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10, gekannzeichnet
durch ein superplastisches Umformen bei einer
Temperatur unterhalb der Temperatur der Sekundärrekristallisation
und des Kornwachstums.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 11, gekennzeichnet
durch ein superplastisches Umformen von Stahllegierungen
bei 650 bis 780°C.
13. Verfahren nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet,
daß die Umformgeschwindigkeit = 10-3 bis
10-1s-1 beträgt.
14. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 11
bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Dehngeschwindigkeitsexponent
m = 0,4 bis 0,5 beträgt.
15. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet,
daß der Dehngeschwindigkeitsexponent m für Stellite
0,35 bis 0,4 beträgt.
16. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 11
bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß die umgeformten
Gegenstände einem Grobkornglühen unterworfen werden.
Priority Applications (6)
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