DE3544759C2 - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE3544759C2 DE3544759C2 DE3544759A DE3544759A DE3544759C2 DE 3544759 C2 DE3544759 C2 DE 3544759C2 DE 3544759 A DE3544759 A DE 3544759A DE 3544759 A DE3544759 A DE 3544759A DE 3544759 C2 DE3544759 C2 DE 3544759C2
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- superplastic
- use according
- proviso
- takes place
- deformation
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C21—METALLURGY OF IRON
- C21D—MODIFYING THE PHYSICAL STRUCTURE OF FERROUS METALS; GENERAL DEVICES FOR HEAT TREATMENT OF FERROUS OR NON-FERROUS METALS OR ALLOYS; MAKING METAL MALLEABLE, e.g. BY DECARBURISATION OR TEMPERING
- C21D8/00—Modifying the physical properties by deformation combined with, or followed by, heat treatment
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B22—CASTING; POWDER METALLURGY
- B22F—WORKING METALLIC POWDER; MANUFACTURE OF ARTICLES FROM METALLIC POWDER; MAKING METALLIC POWDER; APPARATUS OR DEVICES SPECIALLY ADAPTED FOR METALLIC POWDER
- B22F3/00—Manufacture of workpieces or articles from metallic powder characterised by the manner of compacting or sintering; Apparatus specially adapted therefor ; Presses and furnaces
- B22F3/12—Both compacting and sintering
- B22F3/16—Both compacting and sintering in successive or repeated steps
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Materials Engineering (AREA)
- Crystallography & Structural Chemistry (AREA)
- Thermal Sciences (AREA)
- Physics & Mathematics (AREA)
- Metallurgy (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Manufacturing & Machinery (AREA)
- Forging (AREA)
- Powder Metallurgy (AREA)
- Treatment Of Steel In Its Molten State (AREA)
- Turning (AREA)
Description
Die Erfindung bezieht sich auf die Verwendung eines pulvermetallurgisch
hergestellten mittel- oder hochlegierten
Stahls oder Stellits mit über 30% karbidischer und/oder
boridischer Ausscheidungsphase und einem äquiaxialen Gefüge.
Werkzeugstähle und Stellite bzw. Hartmetalle zeichnen sich
im allgemeinen durch hohe Gehalte an Kohlenstoff, Chrom,
Kobalt, Molybdän, Vanadium und Wolfram aus. Diese Elemente
verleihen dem Werkstoff zusammen mit den entsprechenden
Karbiden die notwendige Festigkeit, insbesondere Verschleißfestigkeit
und Härte. Das geht jedoch zumeist auf Kosten
der Zähigkeit und ist mit einer entsprechenden Erhöhung des
Verformungswiderstandes verbunden.
Bei hohem Verformungswiderstand scheidet das Kalt-, aber
auch das konventionelle Warmumformen zum Erzeugen der Fertigkontur
aus und kommt demzufolge nur ein Urformen durch
Block- oder Stranggießen und ein anschließendes Walzen oder
Schmieden, oder ein Formgießen und Pulverpressen in Frage.
Diese Verfahren erfordern jedoch in aller Regel eine spanende
Bearbeitung des urgeformten Teils bis zur Fertigkontur
und zum Fertigmaß. Das aber stößt gerade bei verschließfesten
Teilen insofern auf Schwierigkeiten, als die
spanende Bearbeitung Werkzeuge mit einer Verschleißfestigkeit
erfordert, die die Verschleißfestigkeit des zu bearbeitenden
Teils erheblich übersteigt. Außerdem ist spanende
Bearbeitung mit einem erheblichen Materialverlust verbunden.
Die Bearbeitungskosten sind daher erheblich, ohne daß
sich immer eine gute Oberflächenbeschaffenheit ergibt.
Hinzu kommen verfahrensspezifische Nachteile wie die hohen
Energiekosten des Warmwalzens und -schmiedens oder die Beeinträchtigung
der Oberflächenqualität durch intensive
Oxydationsvorgänge der Legierungen. Ein weiterer Nachteil
ist das gerade im Hinblick auf verwickelte Fertigformen
zumeist nicht ausreichende Fließvermögen beim Urformen wie
auch beim Formgießen. Das führt zu Rohlingen, die sich
erheblich vom Fertigteil unterscheiden und daher eine zu
einem erheblichen Materialverlust führende spanende Bearbeitung
erfordern. Die damit verbundenen Kosten sind wegen der
hohen Gehalte der betreffenden Werkstoffe an teuren Legierungsmitteln
ganz erheblich. Hinzu kommt die aus dem hohen
Verformungswiderstand resultierende Notwendigkeit hoher Verformungskräfte,
die entsprechend teure Umformaggregate und
hohe Energiekosten mit sich bringen.
Aus der deutschen Offenlegungsschrift 33 64 089 ist bereits
ein zweistufiges Verfahren zum Herstellen hochfest-duktiler
Körper, beispielsweise Stahlband bekannt, bei dem zunächst
ein Pulver hergestellt und dieses Pulver alsdann kompaktiert
und verdichtet wird. Das Pulver ist niedrig legiert
und besteht aus einer 2 bis 4% Kohlenstoff und bis insgesamt
5% Chrom, Nickel, Mangan, Kobalt und Silizium einzeln
oder nebeneinander enthaltenden Stahllegierung mit bis insgesamt
1% Titan, Niob, Magnesium und Phosphor einzelne oder
nebeneinander.
Bei diesem Verfahren wird ein kompaktierter Vorkörper unterhalb
der A₁-Temperatur bzw. bei 600 bis 720°C im superplastischen
Zustand zu einem Halbzeug verdichtet, das bis zum
Fertigungszeugnis noch einer Weiterverarbeitung bzw. -bearbeitung
bedarf.
Des weiteren ist aus der deutschen Offenlegungsschrift 26 06 632
ein Verfahren zum Herstellen eines Halbzeugs aus
einem hoch kohlenstoffhaltigen oder niedrig legierten Stahl
bekannt. Bei diesem Verfahren wird ein regulinisches Ausgangsmaterial
zunächst einem Homogenisierungsglühen bei
1100 bis 1150°C unterworfen und während der Gamma/Alpha-Umwandlung
verformt sowie einem abschließenden Warmverformen
bei 500 bis 720°C zumindest teilweise im superplastischen
Zustand unterworfen.
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, ein Werkzeug
als Fertigteil aus Legierungen zu schaffen, die sich wegen
ihres hohen Verformungswiderstandes normalerweise normalerweise nicht umformen
oder allenfalls zu einem Rohling verformen lassen,
der eine spanende Bearbeitung erfordert.
Die Lösung dieser Aufgabe besteht in der Verwendung eines
pulvermetallurgisch hergestellten mittel- oder hochlegierten
Stahls mit über 30% karbidischer und/oder boridischer
Ausscheidungsphase und einem äquiaxialen Gefüge nach einem
Konsolidieren und einem Warmverformen mit einer zyklischen
Alpha/Gamma-Phasenumwandlung oder im austenitischen Zustand
mit einer Korngröße der Matrix von 1 bis 3 µm und der
Ausscheidungsphase von 0,2 bis 1,0 µm zum Herstellen von
Werkzeugen durch superplastisches Fertigformen.
Andererseits eignet sich aber auch die Verwendung eines
pulvermetallurgisch hergestellten Stellits mit über 30% karbidischer
und/oder boridischer Ausscheidungsphase und einem
äquiaxialen Gefüge nach einem Konsolidieren und einem Warmverformen
bei 700 bis 1000°C mit einer Korngröße der Matrix
von 1 bis 3 µm und der Ausscheidungsphase von 0,2 bis
1,0 µm zum Herstellen von Werkzeugen durch superplastischen
Fertigformen.
Demgemäß wird das Ausgangsmaterial erfindungsgemäß zweistufig
behandelt; die erste Verfahrensstufe dient dazu, das
pulvermetallurgisch hergestellte, infolge der hohen Abkühlungsgeschwindigkeit
von beispielsweise 104 bis 1050 K/s
beim Schmelzzerstäuben an sich schon feinkristalline,
vorzugsweise bereits äquiaxiale Mehrphasengefüge der Legierungspulver
zu konsolidieren und sowohl hinsichtlich der
Matrix als auch hinsichtlich der karbidischen und/oder boridischen
Ausscheidungsphase im konsolidierten Zustand weiter
zu verfeinern und dabei ein sich beim anschließenden thermomechanischen
Prozessieren infolge Warmumformens in der zweiten
Verfahrensstufe thermisch stabiles Mikrogefüge mit
einer sowohl für die Matrix als auch für die Ausscheidungsphase
feinen Korngröße von 1 bis 3 µm bzw. 0,2 bis 1,0 µm
einzustellen.
Das Konditionieren des Werkstoffgefüges geschieht bei den
Stahllegierungen durch ein thermomechanisches Prozessieren
das im austenitischen Zustand, beispielsweise bei etwa
900°C beginnt und die Alpha/Gamma-Phasenumwandlung im Bereich
von 750 bis 820°C bis zu einer Endwalztemperatur von
650°C durchläuft. Während des Warmverformens, beispielsweise
eines Walzens oder Schmiedens kühlt das Verformungsgut
kontinuierlich ab und kommt es neben der Phasenumwandlung
zum Ausscheiden der Karbide und/oder Boride.
In ähnlicher Weise scheiden sich bei einem Warmverformen
von Stelliten etwa im Temperaturbereich von 1000 bis 700°C
während des Verformens und des damit verbundenen kontinuierlichen
Abkühlens die Karbide und/oder Boride aus. Darüber
hinaus kommt es während des thermomechanischen Konditionierens
sowohl zu einer Verfeinerung des spätestens dann
äquiaxialen Matrixkorns als auch infolge der günstigen Bedingungen
für die Keimbildung während der Phasenumwandlung
zu einer feinerdispersen Verteilung der Karbid- und Boridteilchen.
Beides wirkt sich in Richtung einer höheren Werkstoffestigkeit
aus.
Des weiteren kann das Konditionieren das pulvermetallurgisch
hergestellten Ausgangsmaterials auch mit dem Ziel
geschehen, das Gefüge umzukristallisieren und ein feinerkörniges
Gefüge als Voraussetzung für den superplastischen
Zustand einzustellen. Das Verformen findet bei Temperaturen
unterhalb der Umwandlungstemperatur, beispielsweise
bei 450°C vorzugsweise bei einem geringen Verformungsgrad,
beispielsweise bei einer Querschnittsabnahme von etwa 10%
statt und schließt eine zyklische Alpha/Gamma-Phasenumwandlung
ein, die infolge des unterschiedlichen Volumens der
Alpha- und der Gamma-Phase zu inneren Spannungen und damit
zu einer durch innere Eigenspannungen induzierten Verformung
des Matrixkorns führt. Dem kann sich zur Verfeinerung
der Matrixkorngröße des heißisostatisch gepreßten Rohlings
ein kurzes, beispielsweise 20 bis 60 Sekunden dauerndes
Primärrekristallisationsglühen anschließen, das zu einer
weiteren Kornverfeinerung führt.
In der zweiten Stufe wird der umgeformte und auf ein
bestimmtes Mehrphasen-Gefüge eingestellte Werkstoff bei
einer Temperatur in der Größenordnung von 50 bis 70% der
Schmelztemperatur von beispielsweise 650 bis 780°C umgeformt,
die bei niedrigen Fließspannungen hohe Verformungsgrade erlaubt
und daher auch das Herstellen komplizierter Fertigteile
aus Legierungen ermöglich, deren Zusammensetzung ohne
die spezielle Vorbehandlung der ersten Stufe des
erfindungsgemäßen Verfahrens eine Formgebung durch Umformen
nicht erlaubt. Die Umformgeschwindigkeit liegt vorzugsweise
bei 10-3 bis 5·10-1 s-1. Dabei kann der Dehngeschwindigkeitsexponent
m, wie er sich aus der Gleichung
s = K · m ,
ergibt, in der s die Fließspannung, K eine Materialkonstante
und die Verformungs- bzw. Kriechgeschwindigkeit für
Stahllegierungen von 0,4 bis 0,5 und für Stellite von 0,35
bis 0,4 ist. Daraus ergibt sich, daß die Formgebung sehr
geringer Fließspannungen bzw. Umformungskräfte bedarf; da
sie zudem bei verhältnismäßig niedrigen Temperaturen stattfindet,
zeichnet sich das erfindungsgemäße Verfahren, insbesondere
wenn das Konditionieren in der ersten Verfahrensstufe
durch isothermes Verformen unterhalb der Umwandlungstemperatur
stattfindet, durch geringe Kosten sowohl unter dem
Aspekt des apparativen Aufwandes als auch hinsichtlich des
Energieverbrauchs aus.
Die Umformtemperatur liegt dabei unterhalb der Temperatur
der beginnenden Sekundärkristallisation bzw. Kornvergröberung,
da jedes Kornwachstum den Verformungswiderstand erhöht
und damit höhere Verformungskräfte erfordert.
Das erfindungsgemäße Verfahren eignet sich besonders für
die hoch kohlenstoffhaltigen Kaltarbeitsstähle wie
X 178 Cr V 5 2 9
X 155 Cr V W Co 4 5 12 5
X 135 Cr V W Mo 4 4 6 4
X 220 Cr V 17 6
X 245 Cr V 5 10
X 155 Cr V W Co 4 5 12 5
X 135 Cr V W Mo 4 4 6 4
X 220 Cr V 17 6
X 245 Cr V 5 10
Diese besitzen Kohlenstoffgehalte von 1,0 bis 2,5% und hohe
Legierungsgehalte an Chrom, Vanadium, Wolfram, Molybdän und
Kobalt von 4 bis 17%.
Weiterhin eignen sich die folgenden Legierungen:
X 375 Cr Mo Fe 25 10 60
X 220 Cr W Co 30 12 56
X 120 Cr Mo Co 27 4 60
X 100 Cr W Co N B 15 15 52 3.
X 220 Cr W Co 30 12 56
X 120 Cr Mo Co 27 4 60
X 100 Cr W Co N B 15 15 52 3.
Die Stellite sind Eisen- sowie Kobaltbasisstellite mit
hohen Bor- und Kohlenstoffgehalten von 1 bis 4% sowie
Gehalten der Legierungselemente Chrom, Molybdän, Wolfram
von 15 bis 30%, die sich bei einer verhältnismäßig niedrigen
Temperatur von 650 bis 720°C umformen lassen.
Dem superplastischen Umformen kann sich ein Grobkornglühen
anschließen, um die Kriechfestigkeit bzw. Warmfestigkeit zu
erhöhen.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines in der Zeichnung
dargestellten Ausführungsbeispiels des näheren erläutert.
In der Zeichnung zeigen:
Fig. 1 die Seitenansicht einer Ronde zum Herstellen eines
Rotationsmessers, teilweise im Schnitt und
Fig. 2 das aus der Ronde der Fig. 1 durch superplastisches
Umformen hergestellte Rotationsmesser teilweise
im Schnitt.
Die in Fig. 1 dargestellte Ronde 1 besteht aus dem hochfesten
Kaltarbeitsstahl X 245 Cr V 5 10, der pulvermetallurgisch
durch isostatisches Heißpressen hergestellt wurde und
auf ein Gefüge mit einer Matrixkorngröße von 1 bis 3 µm
eingestellt wurde. Sie dient zum Herstellen des in Fig. 2
dargestellten scheibenförmigen Rotationsmessers mit einem
Kegelwinkel α von 150 bis 160°, einer Dicke von 1,0 bis
1,5 mm und einem Innendurchmesser von 50 mm sowie einem
Außendurchmesser von 100 mm.
Die Ronde 1 wurde durch Stanzen aus einer pulvermetallurgisch
hergestellten und alsdann bei einer Temperatur von
1150 bis 1250°C auf eine Dicke von 2,5 mm ausgewalzten
Platine der Abmessung 100 × 200 × 8 mm hergestellt. Um eine
ausreichende Materialreserve für die Ausbildung der Schneiden
2 des Rotationsmessers zu schaffen, überstieg die Dicke
der Platine die Fertigdicke des Rotationsmessers um 1 mm.
Die Ronde 1 besaß einen Durchmesser von 95 mm und eine
Dicke von 2,5 mm, er wurde nach dem Stanzen auf eine
Temperatur von 760°C erwärmt und mit Hilfe eines üblichen,
auf 350°C vorgewärmten Werkzeugs aus Ober- und Untergesenk
mit einer Umformgeschwindigkeit von 5·10-3 s-1 in einer
Preßzeit von 25 s zu dem in Fig. 2 dargestellten Rotationsmesser
umgeformt, wie sich aus der Gleichung
ergibt, in der A o die Kreisringfläche der Ronde 1, Δ A die
Kegelmantelfläche A, verringert um die Fläche A o des
Schlitzprofils ε und = 5·10-3 s-1 ist.
Die geringe Umformtemperatur spart Energie, gewährleistet
eine minimale Verzunderung und verhindert ein schädliches
Kornwachstum. Außerdem ergibt sich beim superplastischen
Umformen eine höhere Dichte, weil Poren und Risse verschweißen,
sowie eine höhere Festigkeit und Zähigkeit. Wegen
des Wegfalls einer spanenden Bearbeitung kommt es auch
nicht zu Ermüdungsrisse auslösendem Bearbeitungsriefen, wodurch
sich die Standzeit eines Werkzeugs um 25 bis 30%
erhöht.
Experimentell ergab sich in guter Übereinstimmung mit dem
rechnerisch ermittelten Wert eine Umformzeit von 25 s. Rechnet
man dazu eine Zustellzeit für das Werkzeug von 35 s
hinzu, so ergibt sich je Rotationsmesser eine Fertigungszeit
von 60 s, die weit unter der Bearbeitungszeit beim
spanenden Bearbeiten eines Rohlings liegt.
Das erfindungsgemäße Verfahren eignet sich zum Herstellen
von Schnittglocken und -werkzeugen, Formschneidwerkzeugen,
Messern, beispielsweise Scheiben-, Filter- und Tabakmessern
mit einer Dicke unter 3 mm, Prägestempeln, Stau- und Druckringen
für Extruder, Sinterformpreßwerkzeugen, Fließpreßwerkzeugen
und -stempeln, Formwerkzeugen für das Taumelfließpressen
und Viellochplatten jeweils aus Kaltarbeitsstählen,
zum Herstellen von Profilfräsern, Formdrehstählen
und Profilsenkköpfen aus Schnellarbeitsstählen sowie zum
Herstellen von Glasblasformwerkzeugen, Profilstangen, Düsen,
Laufrädern, Turbinenscheiben und Ventilsitzen aus Stelliten.
Es zeichnet sich durch niedrige Umformtemperaturen
und einen geringen Kraftbedarf aus. Das feindisperse,
äquiaxiale und texturfreie Mikrogefüge gewährleistet gleichbleibende
und reproduzierbare mechanische Eigenschaften,
insbesondere eine hohe Festigkeit bei ausgezeichneter Duktilität
und gutem Ermüdungsverhalten. Die Maßhaltigkeit und
Oberflächenbeschaffenheit sind dabei so gut, daß ein Nachbearbeiten
nicht erforderlich ist. So liegt die Oberflächenrauhigkeit
normalerweise unter 1 µm.
Claims (15)
1. Verwendung eines pulvermetallurgischen hergestellten mittel-
oder hochlegierten Stahls mit über 30% karbidischer
und/oder boridischer Ausscheidungsphase und einem
äquiaxialen Gefüge nach einem Konsolidieren und
einem Warmverformen mit einer zyklischen Alpha/Gamma-Phasenumwandlung
oder im austenitischen Zustand mit
einer Korngröße der Matrix von 1 bis 3 µm und der
Ausscheidungsphase von 0,2 bis 1,0 µm als Werkstoff
zum Herstellen von Werkzeugen durch superplastisches
Fertigformen.
2. Verwendung eines pulvermetallurgisch hergestellten
Stellits mit über 30% karbidischer und/oder boridischer
Ausscheidungsphase und einem äquiaxialen Gefüge
nach einem Konsolidieren und einem Warmverformen bei
700 bis 1000°C mit einer Korngröße der Matrix von 1
bis 3 µm und der Ausscheidungsphase von 0,2 bis
1,0 µm als Werkstoff zum Herstellen von Werkzeugen
durch superplastisches Fertigformen.
3. Verwendung nach Anspruch 1 oder 2 mit der Maßgabe, daß
im Anschluß an ein superplastisches Fertigformen bei
0,5 bis 0,7 Tm ein kontinuierliches Abkühlen stattfindet,
für den Zweck nach Anspruch 1.
4. Verwendung nach Anspruch 3 mit der Maßgabe, daß die
Verformungstemperatur von 900 bis 650°C beträgt, für den
Zweck nach Anspruch 1.
5. Verwendung nach Anspruch 2 mit der Maßgabe, daß der
Werkstoff während eines kontinuierlichen Abkühlens von
1000°C auf 760°C warmverformt wird, für den Zweck nach
Anspruch 1.
6. Verwendung nach einem der Ansprüche 3 bis 5, mit der
Maßgabe, daß der Verformungsgrad über 30% liegt und
die Dehnung einige 100% beträgt, für den Zweck nach
Anspruch 1.
7. Verwendung nach Anspruch 1 oder 2, mit der Maßgabe, daß
ein isothermes superplastisches Fertigformen unterhalb
der Umwandlungstemperatur stattfindet, für den Zweck
nach Anspruch 1.
8. Verwendung nach Anspruch 7, mit der Maßgabe, daß der
Verformungsgrad bis 800% beträgt, für den Zweck nach
Anspruch 1.
9. Verwendung nach Anspruch 7 oder 8, mit der Maßgabe, daß
beim superplastischen Fertigformen ein Korngrenzengleiten
und eine dynamische Rekristallisation bei 600 bis
700°C stattfindet, für den Zweck nach Anspruch 1.
10. Verwendung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, mit der
Maßgabe, daß das superplastische Fertigformen bei einer
Temperatur unterhalb der Temperatur der Sekundärrekristallisation
und des Kornwachstums stattfindet, für
den Zweck nach Anspruch 1.
11. Verwendung nach einem der Ansprüche 1 und 7 bis 10, mit
der Maßgabe, daß das superplastische Fertigformen bei
650 bis 780°C stattfindet, für den Zweck nach Anspruch
1.
12. Verwendung nach Anspruch 10 oder 11, mit der Maßgabe,
daß das superplastische Fertigformen mit einer Umformgeschwindigkeit
von = 10-3 bis 10-1s-1 stattfindet,
für den Zweck nach Anspruch 1.
13. Verwendung nach einem der Ansprüche 10 bis 12 mit der
Maßgabe, daß das superplastische Fertigformen mit einem
Dehnungsgeschwindigkeitsexponenten m = 0,4 bis 0,5
stattfindet, für den Zweck nach Anspruch 1.
14. Verwendung nach Anspruch 13 mit der Maßgabe, daß das
superplastische Fertigformen mit einem Dehnungsgeschwindigkeitsexponenten
von m = 0,35 bis 0,4 stattfindet,
für den Zweck nach Anspruch 1.
15. Verwendung nach einem der Ansprüche 10 bis 14 mit der
Maßgabe, daß abschließend ein Grobkornglühen stattfindet,
für den Zweck nach Anspruch 1.
Priority Applications (6)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19853544759 DE3544759A1 (de) | 1985-12-18 | 1985-12-18 | Verfahren zum herstellen von werkzeugen |
| EP86117455A EP0227001B1 (de) | 1985-12-18 | 1986-12-16 | Verfahren zum Herstellen von Werkzeugen |
| ES198686117455T ES2041242T3 (es) | 1985-12-18 | 1986-12-16 | Procedimiento para la fabricacion de herramientas. |
| AT86117455T ATE90899T1 (de) | 1985-12-18 | 1986-12-16 | Verfahren zum herstellen von werkzeugen. |
| JP61302756A JPS62156203A (ja) | 1985-12-18 | 1986-12-18 | 工具製造方法 |
| US07/600,135 US5028386A (en) | 1985-12-18 | 1990-10-17 | Process for the production of tools |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19853544759 DE3544759A1 (de) | 1985-12-18 | 1985-12-18 | Verfahren zum herstellen von werkzeugen |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3544759A1 DE3544759A1 (de) | 1987-06-19 |
| DE3544759C2 true DE3544759C2 (de) | 1989-08-03 |
Family
ID=6288747
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19853544759 Granted DE3544759A1 (de) | 1985-12-18 | 1985-12-18 | Verfahren zum herstellen von werkzeugen |
Country Status (6)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US5028386A (de) |
| EP (1) | EP0227001B1 (de) |
| JP (1) | JPS62156203A (de) |
| AT (1) | ATE90899T1 (de) |
| DE (1) | DE3544759A1 (de) |
| ES (1) | ES2041242T3 (de) |
Families Citing this family (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4969099A (en) * | 1986-03-11 | 1990-11-06 | Toyota Jidosha Kabushiki Kaisha | Double-detecting, trouble-judging and failsafe devices in system for integrally controlling automatic transmission and engine |
| US4945481A (en) * | 1986-05-08 | 1990-07-31 | Toyota Jidosha Kabushiki Kaisha | System for integrally controlling automatic transmission and engine |
| US4838124A (en) * | 1986-06-30 | 1989-06-13 | Toyota Jidosha Kabushiki Kaisha | System for integrally controlling automatic transmission and engine |
| JPH0712809B2 (ja) * | 1986-07-07 | 1995-02-15 | トヨタ自動車株式会社 | 自動変速機及びエンジンの一体制御装置 |
| US8186561B2 (en) * | 2004-03-24 | 2012-05-29 | Megastir Technologies, LLC | Solid state processing of hand-held knife blades to improve blade performance |
Family Cites Families (12)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2127082A5 (de) * | 1971-02-22 | 1972-10-13 | Charbonnages De France | |
| JPS5510642B2 (de) * | 1973-10-31 | 1980-03-18 | ||
| US4073648A (en) * | 1974-06-10 | 1978-02-14 | The International Nickel Company, Inc. | Thermoplastic prealloyed powder |
| US3976482A (en) * | 1975-01-31 | 1976-08-24 | The International Nickel Company, Inc. | Method of making prealloyed thermoplastic powder and consolidated article |
| US3951697A (en) * | 1975-02-24 | 1976-04-20 | The Board Of Trustees Of Leland Stanford Junior University | Superplastic ultra high carbon steel |
| JPS5485106A (en) * | 1977-12-20 | 1979-07-06 | Seiko Epson Corp | Magnet made from inter-rare-earth-metallic compound |
| JPS5887204A (ja) * | 1981-11-17 | 1983-05-25 | Kobe Steel Ltd | 急冷凝固粉末を用いた超合金の恒温鍛造方法 |
| JPS5893802A (ja) * | 1981-11-30 | 1983-06-03 | Sumitomo Electric Ind Ltd | 難加工性合金線材の製造方法 |
| US4533390A (en) * | 1983-09-30 | 1985-08-06 | Board Of Trustees Of The Leland Stanford Junior University | Ultra high carbon steel alloy and processing thereof |
| DE3346089A1 (de) * | 1983-12-21 | 1985-07-18 | Dr. Weusthoff GmbH, 4000 Düsseldorf | Verfahren zum herstellen hochfester, duktiler koerper aus kohlenstoffreichen eisenbasislegierungen |
| US4582536A (en) * | 1984-12-07 | 1986-04-15 | Allied Corporation | Production of increased ductility in articles consolidated from rapidly solidified alloy |
| JPS62134130A (ja) * | 1985-12-05 | 1987-06-17 | Agency Of Ind Science & Technol | 高強度・難加工材の超塑性ウオ−ムダイ・パツク鍛造法 |
-
1985
- 1985-12-18 DE DE19853544759 patent/DE3544759A1/de active Granted
-
1986
- 1986-12-16 AT AT86117455T patent/ATE90899T1/de not_active IP Right Cessation
- 1986-12-16 ES ES198686117455T patent/ES2041242T3/es not_active Expired - Lifetime
- 1986-12-16 EP EP86117455A patent/EP0227001B1/de not_active Expired - Lifetime
- 1986-12-18 JP JP61302756A patent/JPS62156203A/ja active Pending
-
1990
- 1990-10-17 US US07/600,135 patent/US5028386A/en not_active Expired - Fee Related
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3544759A1 (de) | 1987-06-19 |
| EP0227001A2 (de) | 1987-07-01 |
| ES2041242T3 (es) | 1993-11-16 |
| US5028386A (en) | 1991-07-02 |
| EP0227001A3 (en) | 1988-05-04 |
| EP0227001B1 (de) | 1993-06-23 |
| ATE90899T1 (de) | 1993-07-15 |
| JPS62156203A (ja) | 1987-07-11 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| EP3228724B1 (de) | Werkzeugstahl, insbesondere warmarbeitsstahl, und stahlgegenstand | |
| DE2937724C2 (de) | Pulvermetallurgisch hergestelltes Stahlerzeugnis mit hohem Vanadiumcarbid- Anteil | |
| DE69710898T2 (de) | Verfahren zur herstellung achsensymmetrischer teile | |
| DE69814896T2 (de) | Stahl und wärmebehandeltes werkzeug, hergestellt in einem integrierten pulvermetallurgischem prozess und die nutzung eines solchen stahles für werkzeuge | |
| EP3409801B1 (de) | Pulvermetallurgisch hergestellter, hartstoffpartikel enthaltender verbundwerkstoff, verwendung eines verbundwerkstoffs und verfahren zur herstellung eines bauteils aus einem verbundwerkstoff | |
| EP1568486A1 (de) | Verfahren zur Herstellung von Bauteilen oder Halbzeugen, die intermetallische Titanaluminid-Legierungen enthalten, sowie mittels des Verfahrens herstellbare Bauteile | |
| Kasak et al. | Powder-metallurgy tool steels | |
| DE69906782T2 (de) | Stahl, verwendung des stahls, daraus hergestelltes produkt und verfahren zu dessen herstellung | |
| EP3994289B1 (de) | Nickel-basislegierung für pulver und verfahren zur herstellung eines pulvers | |
| DE2060605C3 (de) | Pulvermetallurgisch durch Sintern hergestellte, ausscheidungshärtbare, korrosions- und hochwarmfeste Nickel-Chrom-Legierung | |
| EP1407056B1 (de) | Verahren zur herstellung eines formteiles aus einem intermetallischen gamma-ti-al-werkstoff | |
| WO2003000457A1 (de) | Bandförmige schneidwerkzeuge | |
| DE3544759C2 (de) | ||
| DE2362650A1 (de) | Verfahren zum pulvermetallurgischen herstellen von teilen aus einer knetlegierung | |
| Pinnow et al. | P/M tool steels | |
| AT413544B (de) | Hochharte nickelbasislegierung für verschleissfeste hochtemperaturwerkzeuge | |
| EP0149210B1 (de) | Verfahren zum Herstellen hochfester, duktiler Körper aus Kohlenstoffreichen Eisenbasislegierungen | |
| EP1985390B1 (de) | Werkzeuge mit thermomechanisch verändertem Arbeitsbereich und Verfahren zur Formung solcher Werkzeuge | |
| DE4436670C2 (de) | Gegenstände aus Superlegierungen auf Nickelbasis mit verbesserter Zerspanbarkeit sowie Verfahren zur Herstellung eines spanend bearbeiteten Werkstücks aus einer derartigen Superlegierung | |
| EP1129803B1 (de) | Pulvermetallurgisch hergestelltes Material mit verbesserter Isotropie der mechanischen Eigenschaften | |
| AT394325B (de) | Metallische matrize zum strangpressen und verfahren zur herstellung derselben | |
| DE4040030A1 (de) | Pulvermetallurgischer kaltarbeitsstahl mit hoher verschleiss- und korrosionsfestigkeit und seine herstellung | |
| DE2757639B2 (de) | Schnellstahllegierung | |
| EP0069421B1 (de) | Verfahren zur Herstellung eines Halbzeugs oder eines Fertigteils aus einem metallischen Werkstoff durch Warm-Formgebung | |
| DE2048151C (de) | Warmebehandelbarer, anlaßbestandiger, chromhaltiger Karbidwerkzeugstahl und des sen Verwendung |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| D2 | Grant after examination | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |