DE3544023A1 - Fahrzeugheizung - Google Patents
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Description
Die Erfindung befaßt sich mit einer Fahrzeugheizung, die
in einem Heizkreislauf eines Fahrzeuges, der mit dem Kühl
mittelkreislauf der Brennkraftmaschine gekoppelt ist, ein
motorunabhängiges Heizgerät und einen nachgeschaltenen fahr
zeugeigenen Wärmetauscher enthält. Der fahrzeugeigene Wärme
tauscher gibt Wärme in den Fahrzeuginnenraum ab. Zur Erfassung
der Wärmeträgertemperatur des Heizgeräts und zur Regelung des
Heizgeräts hat das motorunabhängige Heizgerät einen eingebauten
Temperaturfühler.
Bei Fahrzeugheizungen der vorstehend genannten Art kann bei
einer Drosselung der Kühlmitteldurchflußmenge im Heizkreislauf
gegebenenfalls bis zum Absperren die Kühlmitteltemperatur im
Heizkreislauf außerhalb der Brennkraftmaschine absinken, was
dazu führen kann, daß das im sogenannten Inline-Einbau vor
gesehene, motorunabhängige Heizgerät eingeschaltet und in Be
trieb genommen wird, obgleich an sich nur ein geringerer Wär
mebedarf oder gar keiner besteht. Da das motorunabhängige Heiz
gerät aber in solchen Fällen arbeitet und Wärme erzeugt, kann
diese über den Heizkreislauf des Fahrzeugs nicht abgeführt
werden und das Heizgerät kann in kritische Betriebszustände
kommen, so daß beispielsweise Sicherheitseinrichtungen, wie
eine Temperatursicherung, o. dgl. auslösen.
Die Erfindung zielt daher darauf ab, unter Überwindung der
zuvor geschilderten Schwierigkeiten eine Fahrzeugheizung mit
einem motorunabhängigen Heizgerät eines Fahrzeugs der ein
gangs genannten Art derart weiterzubilden, daß das motorun
abhängige Heizgerät zur Vermeidung von Störungen nur dann
aktiviert oder eingeschaltet wird, wenn tatsächlich ein Wärme
bedarf im Heizkreislauf der Fahrzeugheizung vorhanden ist.
Nach der Erfindung zeichnet sich hierzu eine Fahrzeugheizung
der eingangs genannten Art dadurch aus, daß ein weiterer Tem
peraturfühler zur Erfassung der Austrittstemperatur am fahr
zeugeigenen Wärmetauscher vorgesehen ist und daß aus den von
den Temperaturfühlern erfaßten Temperaturwerten eine Tempera
turdifferenz als Kenngröße für den Wärmebedarf ermittelbar
ist.
Da somit bei der erfindungsgemäßen Fahrzeugheizung die Tem
peratur der Flüssigkeit im Heizkreislauf am Austritt des
fahrzeugeigenen Wärmetauschers erfaßt wird, kann durch Ver
gleichen der Werte des Temperaturfühlers zur Erfassung der
Wärmeträgertemperatur im Heizgerät und der Temperatur am
Austrittsbereich des fahrzeugeigenen Wärmetauschers genau
erfaßt werden, ob über dem fahrzeugeigenen Wärmetauscher ei
ne Wärmeabnahme erfolgt oder nicht. Wenn nämlich dieser er
mittelte Temperaturdifferenzwert nicht einen vorbestimmten
Wert überschreitet, so bedeutet dies, daß nur ein sehr geringer
oder gar kein Wärmebedarf besteht, so daß sich das motorunab
hängige Heizgerät nicht einschaltet oder dem Heizkreislauf
zugeschaltet wird.
Wenn somit gemäß Anspruch 2 ein vorbestimmter Temperaturdiffe
renzwert zwischen den beiden Temperaturfühlern unterschritten
wird, so ist ein Wärmebedarf vorhanden und das motorunabhängige
Heizgerät wird in Betrieb genommen.
Bei der erfindungsgemäßen Fahrzeugheizung wird also vermieden,
daß das motorunabhängige Heizgerät in Betrieb genommen wird,
wenn zwar der am motorunabhängigen Heizgerät zur Erfassung
der Wärmeträgertemperatur vorgesehene Temperaturfühler die
Einschalttemperatur für das motorunabhängige Heizgerät unter
schreitet, aber dennoch im Heizkreislauf der Fahrzeugheizung
keine Wärmeabnahme oder nur eine geringe Wärmeabnahme erfolgt.
Auf diese Weise werden kritische Betriebszustände des motor
unabhängigen Heizgeräts insbesondere bei einem Inline-Einbau
in eine Fahrzeugheizung vermieden.
Bei der Ausbildung der Fahrzeugheizung gemäß Anspruch 3
gemäß dem das motorunabhängige Heizgerät so lange in Regelpause
bleibt, solange bis ein vorbestimmter Schwellwert für die durch
den weiteren Temperaturfühler erfaßte Temperatur unterschrit
ten ist, wird jener Zustand der Fahrzeugheizung des Heizkreis
laufs eines Fahrzeuges berücksichtigt, bei dem beispielsweise
ein vor dem fahrzeugeigenen Wärmetauscher liegender Hahn
abgeschlossen ist, so daß sich die Flüssigkeit auf der Ein
trittsseite und auf der Austrittsseite des fahrzeugeigenen
Wärmetauschers abkühlt. In einem solchen Betriebszustand läßt
sich nicht mit hinreichender Zuverlässigkeit eine Aussage über
den Wärmebedarf lediglich unter Berücksichtigung der Tempera
turdifferenz zwischen den beiden Temperaturfühlern machen. Da
her gibt man in diesem Fall auch einen vorbestimmten Schwell
wert für die durch den weiteren oder zweiten Temperaturfühler
erfaßte Temperatur vor.
In vorteilhafter Weiterbildung nach der Erfindung ist der
Ausgang des weiteren Temperaturfühlers mit einer Steuerein
richtung zur Steuerung und Regelung des motorunabhängigen
Heizgeräts verbunden und es erfolgt die Auswertung direkt
mit Hilfe dieser Steuereinrichtung.
Ferner kann auch der vorbestimmte Schwellwert für die durch
den weiteren Temperaturfühler erfaßte Temperatur in der
Steuereinrichtung vorgegeben werden, so daß man nur eine
Verbindung von dem weiteren Temperaturfühler am Austritts
bereich des fahrzeugeigenen Wärmetauschers zu der Steuer
einrichtung des Heizgeräts benötigt. Hierdurch läßt sich
der Einbauaufwand auch bei einem nachträglichen Einbau mini
malisieren.
Ferner ist nach der Erfindung die Auslegung der Fahrzeug
heizung auch so getroffen, daß der vorbestimmte Schwellwert
für die durch den weiteren Temperaturfühler erfaßte Tempera
tur nur dann berücksichtigt wird, wenn das motorunabhängige
Heizgerät einmal abgeregelt hat, um einen Zuheizbetrieb un
ter Verwendung des motorunabhängigen Heizgeräts auch bei
kalter Brennkraftmaschine zu gewährleisten.
Die Erfindung wird nachstehend an einem Beispiel unter Be
zugnahme auf die beigefügte Zeichnung näher erläutert.
Die einzige Figur der Zeichnung zeigt in einer schematischen
Ansicht eine Fahrzeugheizung mit einem Heizkreislauf, der mit
dem Motorkühlmittelkreislauf 5 gekoppelt ist.
In der Zeichnung ist mit 1 die Fahrzeugheizung insgesamt be
zeichnet, die einen insgesamt mit 3 bezeichneten Heizkreislauf
hat. Im Heizkreislauf ist ein motorunabhängiges Heizgerät 2
eingebaut, das vorzugsweise ein Wasserheizgerät ist, und das
entweder wie mit durchgezogenen Linien in der einzigen Figur
gezeigt, in Hintereinanderschaltung zu einem fahrzeugeige
nen Wärmetauscher 4 im Heizkreislauf 3 oder in Parallelschal
tung zu demselben angeordnet sein kann. Das motorunabhängige
Heizgerät 2 hat einen Temperaturfühler 6, der die Wärmeträ
gertemperatur im Heizgerät 2 erfaßt und in Abhängigkeit von
dieser Temperatur das Betriebsverhalten des Heizgeräts 2
regelt. Mit dem motorunabhängigen Heizgerät 2 ist eine
Steuereinrichtung 8 verbunden, die zur Regelung des Heiz
geräts dient. Am Austrittsbereich des fahrzeugeigenen Wärme
tauschers 4 ist ein weiterer Temperaturfühler 7 vorgesehen,
dessen Ausgang bei der dargestellten Ausführungsform mit
der Steuereinrichtung 8 verbunden ist. Mit Hilfe der Steuer
einrichtung 8 wird die Temperaturdifferenz zwischen den
beiden von den Temperaturfühlern 6 und 7 erfaßten Temperatur
werte ermittelt und in Abhängigkeit von dieser ermittelten
Temperaturdifferenz erfolgt dann das Ein- oder Ausschalten
des Heizgeräts 2. Wenn nämlich ein vorbestimmter Temperatur
differenzwert unterschritten wird, so wird das Heizgerät ein
geschaltet, da nämlich dann ein Wärmebedarf vorhanden ist
und über den fahrzeugeigenen Wärmetauscher 4 Wärme zum Fahr
zeuginnenraum abgegeben werden kann.
Selbstverständlich können die Ausgänge der beiden Temperatur
fühler 6 und 7 auch unabhängig von der Steuereinrichtung 8
miteinander verknüpft werden, um eine Temperaturdifferenz
und eine entsprechende Beeinflußung des Betriebs des Heiz
geräts zu ermitteln und vorzunehmen.
Wenn beispielsweise ein in der Figur gezeigter Hahn 9 an
der Eintrittsseite des fahrzeugeigenen Wärmetauschers 4
geschlossen ist oder wenn die Durchflußmenge im Heizkreislauf
gedrosselt wird, so wird der vorbestimmte Temperaturdifferenz
wert überschritten und das motorunabhängige Heizgerät 2
wird nicht zugeschaltet, obgleich an sich die Einschalttem
peratur, beispielsweise gemessen am Temperaturfühler 6 im
Heizgerät 2 unterschritten wird. Da aber bei gedrosseltem
Durchfluß oder bei geschlossenem Durchfluß durch den Wärme
tauscher 4 kein Wärmebedarf existiert, braucht das motorun
abhängige Heizgerät 2 auch nicht in Betrieb genommen zu wer
den, und wenn es in Betrieb genommen wird, so können sich
kritische Betriebszustände ergeben, die zu einer Zwangsab
schaltung des motorunabhängigen Heizgeräts 2 führen könnten.
Wenn die Verarbeitung der Ausgänge der Temperaturfühler über
die Steuereinrichtung 8 des motorunabhängigen Heizgeräts 2
erfolgt, so wird zweckmäßigerweise auch ein vorbestimmter
Schwellwert für die durch den weiteren Temperaturfühler 7
erfaßte Temperatur mit Hilfe der Steuereinrichtung 8 vorge
geben. Dieser vorbestimmte Schwellwert dient dazu, das motor
unabhängige Heizgerät 2 unabhängig von der Ermittlung der
Temperaturdifferenz im Betrieb mit Regelpause zu halten,
da bei geschlossenem Hahn 9 sich die Flüssigkeit im Heiz
kreislauf 3 auf beiden Seiten des fahrzeugeigenen Wärmetau
schers 4 abkühlt, so daß die Ermittlung des Temperaturdiffe
renzwertes keine eindeutige Aussage über den Wärmebedarf
gibt. Es muß jedoch bei diesem Zustand der Fahrzeugheizung 1
darauf geachtet werden, daß das Heizgerät 2 einmal abgere
gelt hat, so daß ein Zuheizbetrieb mit dem motorunabhängigen
Heizgerät 2 auch bei kaltem Motor sichergestellt wird.
Zusammenfassend schafft die Erfindung eine Möglichkeit, mit
der kritische Betriebszustände eines motorunabhängigen Heiz
geräts 2 vermieden werden, daß beispielsweise im Inline-Einbau
bei einem Heizkreislauf 3 eine Fahrzeugheizung 1 vorgesehen
ist.
- Bezugszeichenliste
1 Fahrzeugheizung
2 motorunabhängiges Heizgerät
3 Heizkreislauf
4 fahrzeugeigener Wärmetauscher
5 Motorkühlmittelkreislauf
6 Temperaturfühler im Heizgerät 2
7 weiterer Temperaturfühler
8 Steuereinrichtung des Heizgeräts 2
9 Hahn
Claims (6)
1. Fahrzeugheizung mit einem motorunabhängigen Heiz
gerät in einem Heizkreislauf eines Fahrzeugs, der einen
nachgeschalteten, fahrzeugeigenen Wärmetauscher enthält,
der Wärme zum Fahrzeuginnenraum abgibt, wobei der Heiz
kreislauf mit dem Motorkühlmittelkreislauf gekoppelt ist,
und mit einem Temperaturfühler im motorunabhängigen Heiz
gerät zur Erfassung der Wärmeträgertemperatur des Heiz
geräts, dadurch gekennzeichnet, daß ein
weiterer Temperaturfühler (7) zur Erfassung der Austritts
temperatur am fahrzeugeigenen Wärmetauscher (4) vorgesehen
ist und daß aus den von den Temperaturfühlern (6, 7) erfaßten
Temperaturwerten eine Temperaturdifferenz als Kenngröße für
den Wärmebedarf ermittelbar ist.
2. Fahrzeugheizung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß das motorunabhängige
Heizgerät (2) bei Unterschreiten eines vorbestimmten
Temperaturdifferenzwertes eingeschaltet wird.
3. Fahrzeugheizung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß das motorunabhängige
Heizgerät (2) so lange in Regelpause bleibt, solange ein vorbe
stimmter Schwellwert für die durch den weiteren Temperatur
fühler (7) erfaßte Temperatur unterschritten ist.
4. Fahrzeugheizung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß der Ausgang des
weiteren Temperaturfühlers (7) mit einer an sich bekannten
Steuereinrichtung (8) des motorunabhängigen Heizgeräts (2)
verbunden ist.
5. Fahrzeugheizung nach Anspruch 3 und 4, dadurch
gekennzeichnet, daß der vorbestimmte Schwell
wert für die durch den weiteren Temperaturfühler (7) erfaßte
Temperatur in der Steuereinrichtung (8) vorgebbar ist.
6. Fahrzeugheizung nach einem der Ansprüche 3 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß das Halten des
motorunabhängigen Heizgeräts (2) im Betrieb der Regelpause
nach einmaligem Abregeln des Heizgeräts (2) erfolgt.
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