DE19824034C2 - Brauchwasser-Erwärmungsanlage - Google Patents
Brauchwasser-ErwärmungsanlageInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Brauchwasser-
Erwärmungsanlage mit einem Wärmetauscher, dessen Pri
märteil über eine Vorlaufleitung und eine Rücklauflei
tung mit einem Wärmeträger versorgt wird und dessen Se
kundärteil mit einer Zirkulationsleitung, die minde
stens eine Zapfstelle für warmes Brauchwasser, eine
Zirkulationspumpe und einen Eintritt für schon bei
Zapfbeginn zugemischtes Kaltwasser aufweist, versehen
ist, und mit einer Regeleinrichtung, die einen ersten
Temperaturfühler am Anfangsabschnitt der Zirkulations
leitung, einen zweiten Temperaturfühler am Endabschnitt
der Zirkulationsleitung stromabwärts des Kaltwasserein
tritts, ein hiervon beeinflußtes primärseitiges Stell
glied für die Wärmeträger-Durchflußmenge und Mittel zur
Erfassung des Zapfvorganges aufweist.
Aus DE 42 06 074 A1 ist eine derartige Brauchwasser-
Erwärmungsanlage bekannt, bei der eine Zirkulationslei
tung den Sekundärteil eines Wärmetauschers, einen er
sten Temperaturfühler, ein Mengenmeßgerät, mehrere
Zapfstellen, eine Zirkulationspumpe, einen Kaltwas
sereintritt und einen zweiten Temperaturfühler aufweist.
Der Zapfvorgang wird vom Mengenmeßgerät über
wacht, bei dessen Ansprechen die Zirkulationspumpe für
eine vorgegebene Zeit in Betrieb gesetzt wird. Bei
Zapfbeginn tritt daher kaltes Wasser in den Wärmetau
scher. Entsprechend groß sind die Temperaturschwankun
gen des gezapften Wassers.
Bei einer weiteren bekannten Anlage (DE 38 09 893 C2)
ist der Primärteil des Wärmetauschers unter Einschal
tung eines Regelventils in die Rücklaufleitung an ein
Fernwärme-Versorgungsnetz angeschlossen. Der am sekun
därseitigen Wärmetauscherauslaß angeordnete Temperatur
fühler wirkt auf das Regelventil und soll die Brauch
wassertemperatur auf einem vorgegebenen Wert halten.
Hierbei treten allerdings erhebliche Schwankungen der
Brauchwassertemperatur auf. Sowohl zu heißes als auch
zu kaltes Brauchwasser wird aber als unangenehm empfun
den, insbesondere in einer Duschanlage.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Brauch
wasser-Erwärmungsanlage anzugeben, bei der Schwankungen
der Brauchwassertemperatur kleiner gehalten werden kön
nen.
Diese Aufgabe wird bei einer Brauchwasser-Erwärmungs
anlage der eingangs beschriebenen Art erfindungsgemäß
dadurch gelöst, daß als Erfassungsmittel der zweite
Temperaturfühler dient, der einen mindestens 1 m betra
genden Abstand vom Wärmetauschereinlaß hat, so daß das
Vorhandensein des Kaltwassers bei Zapfbeginn und der
Fortfall des Kaltwassers bei Zapfende schon einige
Zeit, bevor der Temperaturwechsel den Wärmetauscher er
reicht, festgestellt wird und durch Beeinflussung des
Stellgliedes die durch Wärmespeicherung im Wärmetauscher
bewirkten Verzögerungen zumindest teilweise kom
pensiert werden.
Der zweite Temperaturfühler stellt die Absenkung der
Wassertemperatur, die mit dem Beginn des Zapfens hinter
dem Kaltwassereintritt erfolgt, schon fest, bevor die
ses kältere Wasser in den Wärmetauscher eintritt. Dem
zufolge kann die Zufuhr des Wärmeträgers zum Primärteil
des Wärmetauschers wesentlich früher als bisher erhöht
werden, so daß eine zu starke Abkühlung des Brauchwas
sers verhindert wird. Auch das Ende des Zapfvorganges
wird frühzeitig festgestellt, so daß durch Verminderung
der primärseitigen Wärmezufuhr eine zu hohe Brauchwas
sertemperatur vermieden wird.
Durch den beanspruchten Abstand von mindestens im, vor
zugsweise 3 bis 4 m, kann die Tatsache berücksichtigt
werden, daß ein Wärmetauscher wärmespeichernde Eigen
schaften hat und daher der Übergang von einem stationä
ren Zustand in einen anderen stationären Zustand eine
gewisse Zeit erfordert. Die Schwankungen der Brauchwas
sertemperatur können auf diese Weise noch geringer ge
halten werden.
Mit besonderem Vorteil ist dafür gesorgt, daß der Ab
stand so gewählt ist, daß die Wärmeenergie, die zum
Aufheizen der am Ende eines Zapfvorgangs in der Zirku
lationsleitung zwischen dem zweiten Temperaturfühler
und dem Wärmetauschereinlaß befindlichen Kaltwassermen
ge erforderlich ist, im wesentlichen gleich der Über
schußenergie - bezogen auf den zapffreien Zustand -
ist. Dies erlaubt eine weitgehend konstante Brauchwas
sertemperatur.
Des weiteren ist es empfehlenswert, daß das Volumen der
Zirkulationsleitung zwischen Kaltwassereintritt und
Wärmetauschereinlaß etwa so groß ist wie das Volumen
des Sekundärteils des Wärmetauschers. Auch diese Anpas
sung trägt zum Konstanthalten der Brauchwassertempera
tur im Anschluß an das Zapfende bei.
Zweckmäßigerweise ist der zweite Temperaturfühler nahe
dem Kaltwassereintritt angeordnet. Der Abstand kann
beispielsweise 2 bis 20% der Länge der Zirkulations
leitung zwischen Kaltwassereintritt und Wärmetau
schereinlaß betragen. Auf diese Weise kann bei einer
gegebenen Anpassung der Lage des Kaltwassereintritts an
den Wärmetauscher die frühestmögliche Erfassung des An
fangs und des Endes eines Zapfvorganges erfolgen.
Vorzugsweise beträgt die Länge der Zirkulationsleitung
zwischen Kaltwassereintritt und Wärmetauschereinlaß 3
bis 4 m. Solche Werte sind für Haus-Zapfstellen ty
pisch. Auch wenn für andere Anlagen hiervon abweichende
Längen günstiger sein sollten, erkennt man doch, daß
verhältnismäßig
große Leitungslängen, also über 1 m, angestrebt werden
sollten.
Ein weiterer Vorteil ergibt sich dadurch, daß ein drit
ter das Stellglied beeinflussender Temperaturfühler an
der Rücklaufleitung angeordnet ist. Mit Hilfe dieses
dritten Temperaturfühlers kann die primärseitige Rück
lauftemperatur und damit die dem Wärmetauscher zuge
führte Leistung begrenzt werden, wodurch eine zu hohe
Brauchwassertemperatur vermieden wird.
Das Stellglied ist vorzugsweise ein Motorventil. Mit
ihm läßt sich der Durchfluß des Wärmeträgers rasch und
in verhältnismäßig weiten Grenzen ändern.
Günstig ist es auch, daß in der Zirkulationsleitung
zwischen der letzten Zapfstelle und dem Kaltwasserein
tritt ein in Richtung der Zirkulationspumpe sperrendes
Rückschlagventil vorgesehen ist. Dieses Rückschlagven
til sichert die Durchflußrichtung des zirkulierenden
Mediums und auch die Funktionsweise der Steuereinrich
tung.
Von Vorteil ist es ferner, daß die Temperaturfühler
elektronische Widerstandsfühler sind und eine elektro
nische Steuereinrichtung verwendet wird. Die Tempera
turfühler können so an die Regeleinrichtung angeschlos
sen werden, daß sie in einem fest eingestellten Ver
hältnis auf das Stellglied wirken.
Die Erfindung wird nachstehend anhand eines in der
Zeichnung dargestellten bevorzugten Ausführungsbei
spiels näher erläutert. Die einzige Zeichnung zeigt ein
Schaltbild einer erfindungsgemäß Brauchwasser-Erwär
mungsanlage.
Ein Wärmetauscher 1 ist mit seinem Primärteil 2 über
eine Vorlaufleitung 3 und eine Rücklaufleitung 4 an ei
ne Wärmequelle 5, insbesondere ein Fernwärme-Versor
gungsnetz, angeschlossen und wird von diesem mit einem
beheizten Wärmeträger versorgt. Der Sekundärteil 6 des
Wärmetauschers 1 besitzt einen Auslaß 7 und einen Ein
laß 8, die über eine Zirkulationsleitung 9 miteinander
verbunden sind. Auf einen Anfangsabschnitt 10 der Zir
kulationsleitung 9 folgt ein Zapfabschnitt 11 mit meh
reren Zapfstellen 12, eine Zirkulationspumpe 13, ein in
Richtung auf diese Pumpe schließendes Rückschlagventil
14, ein Kaltwassereintritt 15, über den bei jedem Zapf
vorgang kaltes Wasser aus einer Leitung 16 eingeführt
wird, und ein Endabschnitt 17.
Eine mit einem Sollwerteinsteller 18 versehene Regel
einrichtung 19 ist mit einem ersten Temperaturfühler 20
am Anfangsabschnitt 10 der Zirkulationsleitung 9, einem
zweiten Temperaturfühler 21 am Endabschnitt 17 der Zir
kulationsleitung 9 und einem dritten Temperaturfühler
22 an der primärseitigen Rücklaufleitung 4 verbunden.
Die Regeleinrichtung steuert aufgrund der Temperatursi
gnale ein Stellglied 223 in der Form eines Motorven
tils, das die Durchflußmenge des primären Wärmeträgers
durch den Wärmetauscher 1 bestimmt. Es ergibt sich da
her ein Regelkreis, der die Brauchwassertemperatur auf
einem Sollwert halten soll.
Der erste Temperaturfühler 20 stellt die Temperatur des
aus dem Wärmetauscher 1 austretenden Brauchwassers
fest, die auch während der Zapfvorgänge möglichst kon
stant bleiben soll.
Der zweite Temperaturfühler 21 befindet sich am Endab
schnitt 17, so daß die bei Zapfbeginn auftretende Zumi
schung von Kaltwasser schon vor Eintritt dieses Kalt
wassers in den Wärmetauscher 1 festgestellt wird und
das Stellglied 23 entsprechend weiter geöffnet werden
kann. Darüber hinaus sollte der zweite Temperaturfühler
21 einen (einer bestimmten Leitungslänge entsprechen
den) Abstand a vom Wärmetauschereinlaß 8 haben, so daß
das Vorhandensein des Kaltwassers bei Zapfbeginn bezie
hungsweise der Fortfall des Kaltwassers bei Zapfende
schon einige Zeit, bevor der Temperaturwechsel den Wär
metauscher 1 erreicht, festgestellt wird und auf diese
Weise die durch Wärmespeicherung im Wärmetauscher 1 be
wirkten Verzögerungen zumindest teilweise kompensiert
werden. Der Abstand a ist in den meisten Fällen ver
hältnismäßig groß und kann typischerweise 3 bis 4 m,
aber auch 1 bis 5 m betragen. Die Signale des zweiten
Temperaturfühlers 21 werden in der Regeleinrichtung 19
den Signalen des ersten Temperaturfühlers 20 in einem
bestimmten Verhältnis überlagert, so daß hierdurch das
Stellglied 23 zusätzlich beeinflußt wird. Insbesondere
soll der Abstand a so groß sein, daß die Wärmeenergie,
die zum Aufheizen der am Ende eines Zapfvorganges in
der Zirkulationsleitung 9 zwischen dem zweiten Tempera
turfühler 21 und dem Wärmetauschereinlaß 8 befindliche
Kaltwassermenge erforderlich ist, im wesentlichen
gleich der im Wärmetauscher 1 zu diesem Zeitpunkt vor
handenen Überschußenergie - bezogen auf den zapffreien
Zustand - ist. Die Überschußenergie ist durch die auf
geheizte Konstruktion des Wärmetauschers 1 und die im
Primärteil befindliche Wärmeträgermenge gegeben.
Der dritte Temperaturfühler 22 begrenzt die Rücklauf
temperatur nach oben, so daß keine Überhitzungen ein
treten können.
Der Kaltwassereintritt 15 hat ebenfalls einen verhält
nismäßig großen Abstand vom Wärmetauschereinlaß 8. Das
Volumen der Zirkulationsleitung 9 zwischen dem Kaltwas
sereintritt 15 und dem Wärmetauschereinlaß 8 sollte et
wa so groß sein wie das Volumen des Sekundärteils 6 des
Wärmetauschers 1. Damit ist sichergestellt, daß der ge
samte Brauchwasserinhalt des Wärmetauschers 1 am Ende
eines Zapfvorgangs in die Zirkulationsleitung abgegeben
und durch das nachfolgende, noch Kaltwasser enthaltende
Brauchwasser ersetzt wird.
Insgesamt wird daher eine zu starke Abkühlung des
Brauchwassers bei Zapfbeginn und eine zu starke Erhit
zung des Brauchwassers bei Zapfende vermieden.
Claims (10)
1. Brauchwasser-Erwärmungsanlage mit einem Wärmetau
scher, dessen Primärteil über eine Vorlaufleitung
und eine Rücklaufleitung mit einem Wärmeträger ver
sorgt wird und dessen Sekundärteil mit einer Zirku
lationsleitung, die mindestens eine Zapfstelle für
warmes Brauchwasser, eine Zirkulationspumpe und ei
nen Eintritt für schon bei Zapfbeginn zugemischtes
Kaltwasser aufweist, versehen ist, und mit einer
Regeleinrichtung, die einen ersten Temperaturfühler
am Anfangsabschnitt der Zirkulationsleitung, einen
zweiten Temperaturfühler am Endabschnitt der Zirku
lationsleitung stromabwärts des Kaltwasserein
tritts, ein hiervon beeinflußtes primärseitiges
Stellglied für die Wärmeträger-Durchflußmenge und
Mittel zur Erfassung des Zapfvorganges aufweist,
dadurch gekennzeichnet, daß als Erfassungsmittel
der zweite Temperaturfühler (21) dient, der einen
mindestens 1 m betragenden Abstand (a) vom Wärme
tauschereinlaß (8) hat, so daß das Vorhandensein
des Kaltwassers bei Zapfbeginn und der Fortfall des
Kaltwassers bei Zapfende schon einige Zeit, bevor
der Temperaturwechsel den Wärmetauscher (1) er
reicht, festgestellt wird und durch Beeinflussung
des Stellgliedes die durch Wärmespeicherung im Wär
metauscher (1) bewirkten Verzögerungen zumindest
teilweise kompensiert werden.
2. Brauchwasser-Erwärmungsanlage nach Anspruch 1, da
durch gekennzeichnet, daß der Abstand (a) 3 bis 4 m
beträgt.
3. Brauchwasser-Erwärmungsanlage nach Anspruch 2, da
durch gekennzeichnet, daß der Abstand (a) so ge
wählt ist, daß die Wärmeenergie, die zum Aufheizen
der am Ende eines Zapfvorgangs in der Zirkulations
leitung (9) zwischen dem zweiten Temperaturfühler
(21) und dem Wärmetauschereinlaß (8) befindlichen
Kaltwassermenge erforderlich ist, im wesentlichen
gleich der Überschußenergie - bezogen auf den zapf
freien Zustand - ist.
4. Brauchwasser-Erwärmungsanlage nach einem der An
sprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das
Volumen der Zirkulationsleitung (9) zwischen Kalt
wassereintritt (15) und Wärmetauschereinlaß (8) et
wa so groß ist wie das Volumen des Sekundärteils
(6) des Wärmetauschers.
5. Brauchwasser-Erwärmungsanlage nach einem der An
sprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der
zweite Temperaturfühler (21) nahe dem Kaltwas
sereintritt (15) angeordnet ist.
6. Brauchwasser-Erwärmungsanlage nach einem der An
sprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die
Länge der Zirkulationsleitung (9) zwischen Kaltwas
sereintritt (15) und Wärmetauschereinlaß (8) 3 bis
4 m beträgt.
7. Brauchwasser-Erwärmungsanlage nach einem der An
sprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß ein
dritter das Stellglied (23) beeinflussender Tempe
raturfühler (22) an der Rücklaufleitung angeordnet
ist.
8. Brauchwasser-Erwärmungsanlage nach einem der An
sprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das
Stellglied (23) ein Motorventil ist.
9. Brauchwasser-Erwärmungsanlage nach einem der An
sprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß in der
Zirkulationsleitung (9) zwischen der letzten Zapf
stelle (12) und dem Kaltwassereintritt (15) ein in
Richtung der Zirkulationspumpe (13) sperrendes
Rückschlagventil (14) vorgesehen ist.
10. Brauchwasser-Erwärmungsanlage nach einem der An
sprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die
Temperaturfühler (20, 21, 22) elektronische Wider
standsfühler sind und eine elektronische Steuerein
richtung (19) verwendet wird.
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