DE3541762C2 - Magnetischer Wandlerkopf und Verfahren zu seiner Herstellung - Google Patents
Magnetischer Wandlerkopf und Verfahren zu seiner HerstellungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen magnetischen Wandlerkopf
gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 und bezieht
sich ferner auf ein Verfahren zur Herstellung eines der
artigen magnetischen Wandlerkopfs gemäß dem Oberbegriff
des Patentanspruchs 8.
Allgemein bezieht sich die Erfindung auf einen aus zwei
Kernteilen zusammengesetzten magnetischen Wandlerkopf
dessen Kopplungsspalt durch zwei zueinander ausgerichte
te dünne Schichten aus metallischem magnetischem Mate
rial gebildet ist.
Allgemein ist man bestrebt, bei magnetischen Aufzeich
nungs- und/oder Wiedergabegeräten, beispielsweise bei
Videobandrekordern (VTRs), die Signaldichte auf dem Auf
zeichnungsmedium zu erhöhen. Um eine hohe aufgezeichne
te Signaldichte zu erhalten, werden bereits sogenannte
Metallpulverbänder oder sogenannte metallisierte Magnet
bänder mit hoher Koerzitivkraft (Hc) verwendet. Die Me
tallpulverbänder enthalten ein Pulver aus ferromagneti
schem Metall, beispielsweise aus Eisen, Kobalt oder Nic
kel, oder ein Pulver entsprechender Legierungen, während
die sogenannten metallisierten Bänder einen Substratfilm
besitzen, auf dem ein ferromagnetisches metallisches Ma
terial aufgebracht ist, beispielsweise durch Niederschlag
im Vakuum. Aufgrund der hohen Koerzitivkraft der genann
ten magnetischen Aufzeichnungsmedien müssen die magneti
schen Wandlerköpfe, insbesondere diejenigen, die zur Si
gnalaufzeichnung verwendet werden, eine hohe Sättigungs
magnetflußdichte (BS) aufweisen, was eine entsprechende
Auswahl des magnetischen Kernmaterials erforderlich
macht. Bei dem häufig verwendeten magnetischen Ferrit
material besteht der Nachteil, daß nur eine geringe Sät
tigungsmagnetflußdichte erhalten wird, während bei Ver
wendung von Permalloy als metallisches magnetisches Ma
terial die Verschleißfestigkeit herabgesetzt wird.
Im Zusammenhang mit der oben beschriebenen Erhöhung der
Aufzeichnungssignaldichte ist es erwünscht, die Aufzeich
nungsspurbreite auf dem magnetischen Aufzeichnungsmedium
bzw. Magnetband so klein wie möglich zu halten. Hierzu
ist es erforderlich, einen magnetischen Wandlerkopf mit
einem Kopplungsspalt zu verwenden, der eine entsprechend
schmale laterale bzw. seitliche Ausdehnung besitzt.
Um den oben genannten Forderungen gerecht zu werden, wur
de bereits ein magnetischer Wandlerkopf entwickelt, der
auf einem nichtmagnetischen Substrat, beispielsweise auf
einem Substrat aus keramischem Material, eine ferromagne
tische metallische Schicht trägt, deren Dicke der Auf
zeichnungsspurbreite entspricht. Dieser magnetische
Wandlerkopf besitzt jedoch einen hohen magnetischen Wi
derstand bei hohen Signalfrequenzkomponenten, da der ge
samte Magnetsignalflußweg des Wandlerkopfs durch die fer
romagnetische metallische Schicht gebildet wird, die ei
nen niedrigen spezifischen Widerstand aufweist. Da fer
ner die metallische magnetische Schicht durch Nieder
schlag im Vakuum mit charakteristischer geringer Nieder
schlagsrate erzeugt wird, wird für den Herstellungspro
zeß dieser metallischen magnetischen Schicht viel Zeit
benötigt, insbesondere dann, wenn die Dicke der nieder
geschlagenen Schicht gleich der Spurbreite sein soll.
Ferner ist bereits ein magnetischer Wandlerkopf be
kannt, der aus zwei zusammengesetzten magnetischen Kern
elementen aufgebaut ist, die aus ferromagnetischem Oxid
material, beispielsweise aus Ferrit, bestehen. Die Kern
elemente besitzen einander gegenüberliegende Flächen,
auf denen zur Bildung eines Kopplungsspalts ferromagne
tische metallische Schichten liegen. Im vorliegenden Fall
verlaufen jedoch der Magnetflußweg und die breiten Flä
chen der metallischen magnetischen Schichten unter einem
rechten Winkel zueinander, so daß sich das Wiedergabe
ausgangssignal aufgrund von Wirbelstromverlusten ver
schlechtern kann. Darüber hinaus werden an der Grenzflä
che zwischen den aus Ferrit bestehenden magnetischen
Kernelementen und den mit ihnen verbundenen metallischen
magnetischen Schichten sogenannte Pseudospalte gebildet,
die eine Verschlechterung des Frequenzgangverhaltens bei
der Wiedergabe bewirken.
Im Zusammenhang mit den magnetischen Wandlerköpfen der
oben genannten Art stehen noch die US-Patentanmeldung
686 540 und die US-Patentanmeldung 713 637.
In der US-Patentanmeldung 686 540 ist ein magnetischer
Wandlerkopf beschrieben, der nachfolgend anhand der
Fig. 20 näher erläutert wird. Dieser Wandlerkopf eignet
sich zur Aufzeichnung von Signalen mit hoher Dichte auf
einem Magnetband mit großer Koerzitivkraft, beispiels
weise auf einem sogenannten Metallpulverband oder me
tallisiertem Magnetband, wie zuvor beschrieben. Der in
Fig. 20 dargestellte magnetische Wandlerkopf besitzt
zwei magnetische Kernelemente 101 und 102, die aus Fer
rit bestehen. Die Kernelemente 101 und 102 weisen schräg
verlaufende Flächen 103 und 104 auf, auf denen jeweils
eine Schicht 105, 106 aus einem metallischen magnetischen
Material durch Niederschlag im Vakuum aufgebracht ist.
Beispielsweise bestehen die Schichten 105 und 106 aus
einer sogenannten Sendust-Legierung (Eisen-Aluminium-
Silicium-Legierung). Die Schichten 105 und 106 sind so
zueinander ausgerichtet, daß ihre Kantenseiten einen
Kopplungsspalt 107 bilden, und zwar entsprechend einer
Aufzeichnungsspurbreite, die größer als die Dicke der
niedergeschlagenen Schichten 105 und 106 ist. Die Front
bereiche der aus Ferrit bestehenden magnetischen Kernele
mente 101 und 102 sind an jede Seite des Spaltbereichs
107 durch nichtmagnetisches Füllmaterial 108, 109, 110
und 111 voneinander getrennt. Das nichtmagnetische Füll
material 108 und 109 liegt auf den niedergeschlagenen
Schichten 105 und 106 und erstreckt sich bis zur Magnet
bandkontaktfläche des magnetischen Wandlerkopf s bzw. bis
zu denjenigen Kanten der Schichten 105 und 106, die mit
einem Magnetband später in Berührung stehen. Auf diese
Weise werden die Schichten 105 und 106 gegen Verschleiß
einflüsse geschützt. Das nichtmagnetische Füllmaterial
108 bis 111 dient ferner dazu, die magnetische Struktur
des magnetischen Wandlerkopfs in Übereinstimmung mit
der gewünschten Aufzeichnungsspurbreite festzulegen.
Beispielsweise kann das Material 108 und 109 in Fig. 20
aus Glas mit relativ geringer Schmelztemperatur beste
hen, während das Material 110 und 111 aus Glas mit rela
tiv hoher Schmelztemperatur bestehen kann. Der magneti
sche Wandlerkopf nach Fig. 20 besitzt im Vergleich zu
den zuvor beschriebenen magnetischen Wandlerköpfen eine
höhere Betriebszuverlässigkeit, ein verbessertes magne
tisches Verhalten und eine höhere Verschleißfestigkeit.
Bei der Herstellung des magnetischen Wandlerkopfs nach
Fig. 20 wird so vorgegangen, daß zunächst zwei Kernblöc
ke gebildet werden, die nach weiteren Verarbeitungs
schritten zu einem gemeinsamen Block verbunden werden.
Dieser gemeinsame Block wird dann so unterteilt bzw. zer
schnitten oder zersägt, daß eine Vielzahl von einzelnen
magnetischen Wandlerkopfbausteinen erhalten wird. Wie an
hand der Fig. 20 zu erkennen ist, können die zusammenge
setzten Kernblöcke bzw. Kernteile, die die jeweiligen
Kernelemente 101 und 102 aus Ferritmaterial umfassen,
praktisch in gleicher Weise hergestellt werden. Eine Aus
nahme besteht lediglich darin, daß in einem der Kernblöc
ke zusätzlich ein Kanal zur Bildung einer Wicklungsöff
nung 112 eingebracht wird. Entsprechend einer möglichen
Herstellungsfolge werden zunächst in einem Ferritsub
strat mehrere parallel verlaufende V-förmige Furchen ein
gebracht, die anschließend mit Glas gefüllt werden, das
eine relativ hohe Schmelztemperatur besitzt. Dieses Glas
bildet letztlich das nichtmagnetische Füllmaterial 110,
111 des fertigen magnetischen Wandlerkopfs. Im nächsten
Schritt werden weitere V-förmige Furchen zwischen den
zuvor gebildeten Furchen in das Substrat eingebracht.
Jeweils eine Seitenwand dieser weiteren Furchen bildet
schließlich eine quer verlaufende Fläche im fertigen ma
gnetischen Wandlerkopf, beispielsweise eine Fläche 103
oder 104, wie in Fig. 20 gezeigt ist. Im darauffolgenden
Schritt wird die gesamte, so erhaltene Struktur mit ei
nem geeigneten metallischen magnetischen Material über
deckt, beispielsweise mit einer Sendust-Legierung, also
die verbleibende Fläche des Ferritsubstrats sowie die
glasgefüllten ersten Furchen und die offenen weiteren
Furchen. In die offenen weiteren Furchen, die bereits
die niedergeschlagene Schicht enthalten, wird anschlie
ßend Glas mit relativ niedriger Schmelztemperatur einge
füllt, das schließlich das nichtmagnetische Glasmaterial
108 und 109 in Fig. 20 bildet. Der Überschuß des nieder
geschlagenen metallischen magnetischen Materials wird
dann entfernt, indem die gesamte Oberfläche des Substrats
spiegelglatt poliert wird. Auf diese Weise wird eine ebe
ne Berührungsfläche erhalten. In gleicher Weise wird ein
weiteres Substrat hergestellt, das ebenfalls eine ent
sprechende Berührungsfläche aufweist. Beide ebenen Be
rührungsflächen dieser beiden Substrate bzw. Kernblöcke
werden nun aufeinandergelegt, wobei sich zwischen beiden
Berührungsflächen ein Spaltbildungsmaterial befindet.
Die verbundenen beiden Kernblöcke bzw. Substrate werden
anschließend entlang parallel verlaufender Schnittebe
nen zerschnitten, so daß eine Vielzahl einzelner magne
tischer Wandlerkopfbausteine erhalten wird. Ein derarti
ger magnetischer Wandlerkopfbaustein ist in Fig. 20 dar
gestellt, dessen große Seitenflächen 114 und 115 die ge
nannten Schnittflächen sind. Zusätzlich ist die Front
fläche, in der der Kopplungsspalt 107 liegt, bereits zy
lindersegmentförmig abgeschliffen. Diese Frontfläche bil
det eine Magnetbandkontaktfläche und steht später mit ei
nem magnetischen Aufzeichnungsmedium bzw. Magnetband in
Berührung.
Bei dem magnetischen Wandlerkopf nach Fig. 20 besteht der
Nachteil, daß die seitlichen Kantenbereiche 105a und 106a
der niedergeschlagenen metallischen magnetischen Schich
ten 105 und 106 während des Schneidvorgangs ebenfalls zer
schnitten werden, so daß dadurch die magnetischen Eigen
schaften der Schichten 105 und 106 in Mitleidenschaft ge
zogen werden. Insbesondere erhöht sich der magnetische
Widerstand im Hauptbereich des Magnetsignalflußwegs in
nerhalb der Schichten 105 und 106, so daß die nützliche
Aufzeichnungsmagnetflußdichte während des Aufzeichnungs
betriebs im Spaltbereich 107 herabgesetzt wird. Das be
deutet gleichzeitig, daß sich auch die Empfindlichkeit
des magnetischen Wandlerkopf s während des Wiedergabebe
triebs verschlechtert. Diese schädliche Erhöhung des ma
gnetischen Widerstands im Hauptbereich des Magnetsignal
flußwegs wird durch eine unterschiedliche thermische Aus
dehnung der Ferritflächen 103 und 104 einerseits und der
niedergeschlagenen Schichten 105 und 106 aus metalli
schem magnetischem Material andererseits hervorgerufen.
insbesondere führen mechanische Spannungen aufgrund der
genannten unterschiedlichen thermischen Ausdehnungen zu
Bruch- und Rißbildungen in den niedergeschlagenen Schich
ten 105 und 106, so daß dadurch die Gleichförmigkeit der
magnetischen Eigenschaften dieser Schichten 105 und 106
zerstört wird.
Ein magnetischer Wandlerkopf mit den Merkmalen von Anspruch
1 und ein Verfahren zum Herstellen eines magnetischen Wand
lerkopfs mit den Merkmalen des Oberbegriffs von Anspruch 8
ist aus Patent Abstracts of Japan, Vol. 7, No. 278 (P-242)
[1423] zu JP-58-155513A bekannt. Beim Herstellverfahren wer
den entweder durchgehende Kerben auf der Berührungsfläche
jedes Kernteils ausgebildet, oder Kerben, die schräg zur Be
rührungsfläche stehen. Wenn zwei Kernteile mit ihren Berüh
rungsflächen aneinandergesetzt sind, sind pro zusammengehö
riger Kerbenanordnung insgesamt drei Polspalte gebildet.
Davon werden jedoch zwei Polspalte durch entsprechendes Zer
schneiden der Kernteile entfernt. Bei dieser Herstellung
fällt sehr viel Abfallmaterial an. Außerdem tritt der vor
stehend erläuterte schädliche Wärmeeinfluß auf, wenn die
nicht erforderlichen Polspalte abgetrennt werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen magneti
schen Wandlerkopf der beschriebenen Art so weiterzubil
den, daß die niedergeschlagenen metallischen magnetischen
Schichten, die den wesentlichen Teil des Magnetsignalfluß
wegs bilden und in der Nähe des Kopplungsspalts des magne
tischen Wandlerkopfs liegen, wirksam gegen mechanische
Spannungen geschützt sind, die aufgrund von thermischer
Beanspruchung des magnetischen Wandlerkopfs verursacht
werden.
Ziel der Erfindung ist es ferner, ein geeignetes Verfah
ren zur Herstellung eines derartigen magnetischen Wand
lerkopfs zu schaffen.
Die Erfindung ist für den Wandlerkopf durch die Lehre von Anspruch 1
und für das Verfahren durch die Lehre von Anspruch 8 gegeben.
Die Zeichnung stellt Ausführungsbeispiele der Erfindung
dar. Es zeigen:
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht eines magnetischen
Wandlerkopfs nach der vorliegenden Anmeldung,
wobei die Kopfwicklung der besseren Übersicht
wegen nicht miteingezeichnet ist,
Fig. 2 eine vergrößert dargestellte Draufsicht auf die
Bandkontaktfläche des magnetischen Wandlerkopfs
nach Fig. 1 in der Nähe des Spalts,
Fig. 3 bis 9 schematisch dargestellte Perspektivansichten
des magnetischen Wandlerkopfs nach den Fig. 1
und 2 in verschiedenen Herstellungsstufen,
Fig. 10 eine vergrößert dargestellte Draufsicht auf die
Bandkontaktfläche eines magnetischen Wandler
kopfs, der durch Zerschneidung eines Grundele
ments entlang von Schnittebenen mit dem gegen
seitigen Abstand W hergestellt worden ist und
nicht durch Zerschneidung entlang von Schnitt
ebenen mit einem gegenseitigen Abstand, der
größer als der Abstand D ist, wie in Fig. 9
gezeigt,
Fig. 11 eine vergrößert dargestellte Draufsicht auf die
Bandkontaktfläche eines gegenüber der Fig. 10
abgewandelten magnetischen Wandlerkopfs nach
der vorliegenden Anmeldung.
Fig. 12 eine perspektivische Darstellung eines weiteren
Ausführungsbeispiels eines magnetischen Wandler
kopfs nach der vorliegenden Anmeldung, bei dem
die metallischen magnetischen Schichten nur zu
einem Teil in den magnetischen Wandlerkopf hin
einragen und kurz unterhalb der Bandkontaktflä
che des magnetischen Wandlerkopfs enden,
Fig. 13 bis 19 perspektivische Darstellungen des magneti
schen Wandlerkopfs nach Fig. 12 in verschiede
nen Herstellungsstufen, und
Fig. 20 eine perspektivische Ansicht eines konventionel
len zusammengesetzten magnetischen Wandlerkopfs.
Anhand der nachfolgenden Fig. 1 bis 19 werden nunmehr be
vorzugte Ausführungsformen des magnetischen Wandlerkopfs
nach der vorliegenden Anmeldung sowie die Verfahren zu ih
rer Herstellung im einzelnen erläutert.
Die Fig. 1 zeigt eine perspektivische Ansicht eines zusam
mengesetzten magnetischen Wandlerkopfs gemäß der vorlie
genden Anmeldung, der zwei Kernteile I und II besitzt,
die in einem vorhergegangenen Verfahrensschritt miteinan
der verbunden worden sind. Um die Anordnung nach Fig. 1
zu erhalten, wurden diese verbundenen Kernteile entlang
von Schnittebenen zerschnitten, die parallel zu den brei
ten, lateralen Seitenflächen der Kernteile liegen. Der
Kernteil I besitzt ein magnetisches Kernelement 1 mit ei
nem Frontteil 1A und einem Hauptkörperteil 1B. Dagegen
besitzt der mit dem Kernteil I verbundene Kernteil II ein
magnetisches Kernelement 2 mit einem Frontteil 2A und ei
nem Hauptkörperteil 2B. Das magnetische Kernelement 2 be
sitzt einen Wicklungsschlitz 2C, so daß eine elektrische
Spule um den Signalmagnetflußweg des magnetischen Kern
elements 2 gewickelt werden kann.
Die Fig. 2 zeigt eine Draufsicht auf die vorderen Oberflä
chenbereiche IA und IIA der verbundenen Kernteile I und II
im Bereich der Spaltregion. Diese Draufsicht ist vergrö
ßert dargestellt. Die Breite der Hauptkörperteile 1B und
2B ist mit dem Buchstaben W bezeichnet. Beispielsweise
können die magnetischen Kernelemente 1 und 2 aus einem
ferromagnetischen Oxidmaterial, etwa aus Mangan-Zink-
Ferrit, bestehen. Wie anhand der Fig. 2 zu erkennen ist,
besitzen die zusammengesetzten Kernteile Einkerbungen 3
und 4, in denen sich jeweils Schichten 5 und 6 aus metal
lischem magnetischem Material befinden. Die Schichten 5
und 6 enthalten ausgerichtete Teile 5A und 6A, die nach
folgend als magnetische Polstückschichten bezeichnet wer
den, welche Kantenbereiche 5a und 6a aufweisen, die mit
einem Magnetband bzw. magnetischen Aufzeichnungsband in
Berührung stehen. Die Polstückschichten 5A und 6A bilden
wesentliche Teile des magnetischen Aufzeichnungssignal
flußwegs des magnetischen Wandlerkopfs. Diese Polstück
schichten 5A und 6A sind mit schräg verlaufenden Berei
chen 7A und 8A von Oberflächen 7 und 8 verbunden, durch
die die Einkerbungen gebildet werden. Gemäß einem Ausfüh
rungsbeispiel der vorliegenden Anmeldung können die
Schichten 5 und 6 durch metallisches magnetisches Mate
rial gebildet werden, das auf die die Einkerbungen bil
denden Oberflächen 7 und 8 durch Niederschlag im Vakuum
aufgebracht wird.
Die Flächen 7A und 8A verlaufen jeweils unter einem Win
kel R zu einer Grenzfläche, die sich mit dem Grenzbereich
9 zwischen den zusammengesetzten Kernteilen I und II
deckt. Die Polstückschichten 5A und 6A besitzen im we
sentlichen die gleiche Dicke t. Sie weisen ferner einan
der gegenüberliegende Kantenbereiche an gegenüberliegen
den Seiten des Grenzbereichs 9 auf, so daß zwischen ihnen
ein Kopplungsspalt 10 liegt. Dieser Kopplungsspalt 10
dient zur Kopplung des magnetischen Wandlerkopfs mit ei
ner Spur eines bandförmigen magnetischen Aufzeichnungs
mediums, wobei die seitliche Ausdehnung des Kopplungs
spalts 10 die Spurbreite Tw bestimmt. Diese Spurbreite
Tw stimmt mit der Aufzeichnungsspurbreite überein. Eine
entsprechend breite Aufzeichnungsspur wird durch den ma
gnetischen Wandlerkopf während der Wiedergabe abgetastet
oder während der Aufnahme aufgezeichnet.
Wie die Fig. 2 weiter zeigt, besitzen die verbundenen Kern
teile I und II weiterhin Ausnehmungen 11 und 12, während
auch durch die Schichten 5 und 6 weitere Ausnehmungen ge
bildet werden. Die durch die Schichten 5 und 6 gebildeten
Ausnehmungen sind mit nichtmagnetischem Material gefüllt,
wie mit den Bezugszeichen 13 und 14 angedeutet ist. Auch
die Ausnehmungen 11 und 12 sind mit nichtmagnetischem Ma
terial gefüllt, wie durch die Bezugszeichen 15 und 16 an
gedeutet. Beispielsweise kann als nichtmagnetisches Ma
terial 13 und 14 in den durch die Schichten 5 und 6 gebil
deten Ausnehmungen Glas mit relativ niedriger Schmelztempera
tur verwendet werden, während Glas mit relativ hoher
Schmelztemperatur als nichtmagnetisches Material 15 und
16 in den Ausnehmungen 11 und 12 verwendet wird.
Der Grenzbereich 9 (Grenzfläche) kann durch ein Spaltma
terial gebildet sein, beispielsweise durch Siliciumdi
oxid (SiO2), das auf eine oder auf beide der aneinander
angrenzenden Oberflächen der zusammengesetzten Kernteile
I und II aufgebracht wird. Der Winkel R zwischen den je
weiligen querverlaufenden Flächen 7A und 8A, die die Pol
stückschichten 5A und 6A tragen, und der Ebene des Grenz
bereichs 9 liegt vorzugsweise im Bereich zwischen 20°
bis 80°. Bei einem Winkel R, der kleiner als 20° ist,
treten höhere Übersprech- bzw. Nebensprecherscheinungen
von benachbarten Spuren auf, so daß der Winkel R vorzugs
weise so gewählt wird, daß er größer als 30° ist. Ande
rerseits wird er so gewählt, daß er kleiner als 80° ist,
da insbesondere bei einem Winkel R von 90° erhebliche
Abnutzungs- bzw. Verschleißerscheinungen im Spaltbereich
auftreten. Andererseits besitzen bei einem Winkel R von
90° die niedergeschlagenen metallischen magnetischen
Schichten 5 und 6 eine Dicke, die gleich der Spurbreite
Tw ist. Dies ist nicht erwünscht, weil sich dabei die
Zeit zur Herstellung der Schichten 5 und 6 aufgrund ih
rer größeren Dicke erheblich verlängert, da die Schich
ten 5 und 6 durch Niederschlag im Vakuum erzeugt werden.
Mit größer werdender Dicke der Schichten 5 und 6 wird
darüber hinaus ihre Struktur ungleichförmiger, so daß
sich dadurch die magnetischen Eigenschaften des magne
tischen Wandlerkopfs verschlechtern.
Wie der Fig. 2 zu entnehmen ist, ist die Dicke t der nie
dergeschlagenen Polstückschichten 5A und 6A kleiner als
die Spurbreite Tw. Die Dicke t errechnet sich zu
t = Tw × sin R,
wobei Tw, wie bereits erwähnt, die Spurbreite und R der
Winkel zwischen den quer bzw. schräg verlaufenden Flä
chen 7A und 8A und der Ebene des Grenzbereichs 9 ist.
Dementsprechend kann durch geeignete Auswahl des Winkels
R die Filmdicke t gegenüber der Spurbreite Tw verringert
werden, was zu einer erheblich kürzeren Herstellungszeit
des magnetischen Wandlerkopfs nach der vorliegenden An
meldung führt.
Die metallischen magnetischen Schichten 5 und 6 können
nichtkristalline ferromagnetische, metallische Legierun
gen enthalten, beispielsweise sogenannte amorphe Legie
rungen, wie etwa amorphe Metall-Metalloid-Legierungen,
also Legierungen, die aus einem oder mehreren Metallen
der Eisen (Fe), Nickel (Ni) und Kobalt (Co) enthalten
den Gruppe und aus einem oder mehreren Elementen der Phos
phor (P), Kohlenstoff (C), Bor (B) und Silicium (Si) ent
haltenden Gruppe bestehen, oder Legierungen, die im we
sentlichen Elemente dieser Gruppen und weiterhin Alumi
nium (Al), Germanium (Ge), Beryllium (Be), Zinn (Sn), In
dium (In), Molybdän (Mo), Wolfram (W), Titan (Ti), Man
gan (Mn), Chrom (Cr), Zirkon (Zr), Hafnium (Hf) oder Niob
(Nb) enthalten. Die Schichten 5 und 6 können darüber hin
aus aber auch aus amorphen Metall-Metall-Legierungen be
stehen, die hauptsächlich Kobalt (Co), Hafnium (Hf) oder
Zirkon (Zr) enthalten. Ferner sind für diese Schichten 5
und 6 Eisen-Aluminium-Silicium-Legierungen (sogenannte
Sendust-Legierungen), Eisen-Aluminium-Legierungen und
Nickel-Eisen-Legierungen (Permalloys) verwendbar. Die
Aufbringung der Schichten 5 und 6 kann durch übliche, kon
ventionelle Niederschlagsmethoden im Vakuum erfolgen, bei
spielsweise durch plötzliche bzw. Flash-Verdampfung, kon
tinuierliche oder Gasverdampfung, Ionenplattierung, Sput
tern oder mit Hilfe eines Clusterionen-Aufdampfverfahrens.
Die genannten Ausnehmungen, die mit den nichtmagnetischen
Materialien 13, 14, 15 und 16 gefüllt sind, legen die ma
gnetische Struktur des magnetischen Wandlerkopfs so fest,
daß der Signalmagnetfluß im Bereich des Spalts 10 konzen
triert ist. Durch sie wird ferner erreicht, daß die mit
dem Magnetband in Kontakt stehende Oberfläche des magneti
schen Wandlerkopfs eine hohe Stabilität und Verschleißfe
stigkeit besitzt.
Wie anhand der Fig. 2 zu erkennen ist, weisen die metal
lischen magnetischen Schichten 5 und 6 im wesentlichen
eine V-förmige Struktur auf. Die jeweils einen Schenkel
bildenden Hohlstückschichten 5A und 6A, die sich bei
Draufsicht auf die Magnetbandkontaktfläche des magneti
schen Wandlerkopfs entlang einer gemeinsamen Geraden er
strecken, sind über Knickbereiche 5C und 6C mit seitli
chen Ansätzen 5B und 6B verbunden, deren Dicke geringer
ist als die Dicke der Polstückschichten 5A und 6A. Die
seitlichen Ansätze 5B und 6B der Schichten 5 und 6 liegen
in Tiefenrichtung gesehen, also gemäß Fig. 2 in Richtung
senkrecht zur Papierebene, unterhalb der Bandkontaktflä
che des magnetischen Wandlerkopfs, wie für den Fall des
seitlichen Ansatzes 6B am besten anhand der Fig. 1 zu er
kennen ist. Entsprechend der Fig. 1 erstrecken sich die
Hauptbereiche 5A und 6A der Schichten 5 und 6 von der
Bandkontaktfläche zur rückseitigen Wandlerkopffläche bis
zu einer Tiefe, die im wesentlichen der Tiefenabmessung
des Spalts 10 entspricht. Bei dem Ausführungsbeispiel
nach den Fig. 1 und 2 werden die Schichtbereiche 5B, 5C
und 6B, 6C ausgehend von der Bandkontaktfläche des magne
tischen Wandlerkopfs in Richtung seiner Rückseite da
durch entfernt, daß die zusammengesetzten Kernteile I
und II mit seitlichen Hohlkehlen 17 und 18 versehen wer
den, die eine L-förmige Struktur besitzen, wie gut in
Fig. 1 zu erkennen ist.
Wie noch anhand der Fig. 8 und 9 zu erklären sein wird,
wird die laterale bzw. seitliche Abmessung D, die in Fig.
2 eingezeichnet ist und die die gesamte laterale Weite
der beiden nebeneinanderliegenden Ausnehmungen 3 und 4
angibt, im vorliegenden Ausführungsbeispiel so gewählt,
daß sie kleiner als die Dicke W der Hauptkörperteile 1B
und 2B des magnetischen Wandlerkopfs ist. Hierdurch wird
erreicht, daß beim Zerschneiden zweier aneinanderliegen
der Kernblöcke zur Bildung einzelner magnetischer Wand
lerköpfe gemäß den Fig. 1 und 2 entlang von Schnittebenen,
die seitlich neben den jeweiligen Polstückschichten 5A
und 6A liegen, diese Polstückschichten 5A und 6A gegen
über derjenigen Wärme isoliert sind, die beim Schneid
vorgang erzeugt wird. Die Polstückschichten 5A und 6A wer
den somit bei dem genannten Schneidvorgang nicht thermisch
bzw. mechanisch beansprucht. Das bedeutet, daß die Pol
stückschichten 5A und 6A ihre ursprünglichen magneti
schen Eigenschaften beibehalten und insbesondere Riß-
und Bruchbildungen in den Polstückschichten 5A und 6A
vermieden werden, die sonst ebenfalls zu einer Verschlech
terung der magnetischen Eigenschaften führen würden.
Beim oben beschriebenen magnetischen Wandlerkopf erstrec
ken sich die seitlichen Ansätze 5B und 6B der aufgebrach
ten Schichten 5 und 6 aus metallischem magnetischem Ma
terial von den Knickbereichen 5C und 6C in Richtung zum
Grenzbereich 9, wie am besten anhand der Fig. 2 zu erken
nen ist. Würden diese seitlichen Ansätze 5B und 6B im Be
reich der Magnetbandkontaktfläche des magnetischen Wand
lerkopfs liegen, so würden sogenannte Pseudo-Magnetspal
te vorhanden sein. Beim vorliegenden Ausführungsbeispiel
sind jedoch die Oberflächen 17a und 18a, die die seitli
chen Ansätze 5B und 6B und die Randbereiche der Kernele
mente 1 und 2 enthalten, gegenüber der Magnetbandkontakt
fläche des magnetischen Wandlerkopfs nach unten versetzt,
so daß in der Magnetbandkontaktfläche der gewünschte Spalt
10 nur durch die Polstückschichten 5A und 6A gebildet
wird.
Im folgenden wird ein bevorzugtes Verfahren zur Herstel
lung des in den Fig. 1 und 2 dargestellten magnetischen
Wandlerkopfs näher beschrieben.
Zunächst werden entsprechend dem in Fig. 3 dargestellten
Verfahrensschritt mehrere gegenseitig beabstandete V-för
mige Furchen 21 in eine obere Fläche 20a eines Substrats
20 mit Hilfe einer nicht dargestellten Schleifeinrichtung
eingebracht. Die Furchen 21 sind in Richtung der Oberflä
che 20a geöffnet und können beispielsweise mit Hilfe einer
Schleifscheibe gebildet werden. Sämtliche Furchen 21 ver
laufen parallel zueinander. Durch die Furchen 21 werden
schräg bzw. quer verlaufende Flächen erhalten, die mit
21a bezeichnet sind. Die gegenüberliegende Furchenflä
che ist jeweils mit 21b bezeichnet. Sie kann beispiels
weise senkrecht zur Fläche 20a verlaufen. Diese Fläche
20a kann als Berührungsfläche bezeichnet werden, da zwei
solche Flächen von entsprechend ausgebildeten Substraten
in einem späteren Verfahrensschritt aufeinandergelegt wer
den, wie anhand der Fig. 8 zu erkennen ist. Die Berüh
rungsfläche 20a liegt parallel zur Begrenzungsfläche
(Grenzfläche 9) der schließlich gebildeten Wandlerkopf
anordnung. Die schräg verlaufende Fläche 21a ist um ei
nen ausgewählten Winkel 9 (vgl. Fig. 2) gegenüber der
Ebene der Fläche 20a geneigt. Im vorliegenden Ausführungs
beispiel beträgt der Winkel R etwa 45°.
Wie in Fig. 4 gezeigt ist, wird eine metallische magneti
sche Schicht 23 aus Sendust (Eisen-Aluminium-Silicium-Le
gierung) oder dergleichen auf die Furchenseite des Sub
strats 20 aufgebracht, um auf den schräg verlaufenden Flä
chen 21a entsprechende Schichten 23A mit einer Schicht
dicke t zu bilden. Die Schicht 23 bildet an ihrer äuße
ren bzw. oberen Seite Flächenbereiche, die parallel zur
Fläche 20a liegen sowie Ausnehmungen 24, die eine den ur
sprünglichen Furchen 21 entsprechende Kontur besitzen.
Die Schicht 23 kann im Bereich 23B, also an der Seite 21b
der Furchen 21, eine verminderte Schichtdicke besitzen,
entsprechend der verminderten Dicke der einzelnen Schich
ten 5 und 6 nach Fig. 2 in den jeweiligen seitlichen An
sätzen 5B und 6B. Wird die Schicht 23 durch Niederschlag
im Vakuum gebildet, beispielsweise durch einen Sputter
vorgang, so kann das Substrat 20 in der Sputtereinrich
tung so positioniert werden, daß das Material vorzugswei
se auf der querverlaufenden Fläche 21a niedergeschlagen
wird, und zwar so lange, bis die gewünschte verminderte
Schichtdicke der auf der Fläche 21b der V-förmigen Fur
chen 21 niedergeschlagenen Schicht erreicht ist.
Wie in Fig. 5 dargestellt ist, werden die Ausnehmungen 24
nach Fig. 4 mit nichtmagnetischem Material 25 gefüllt,
beispielsweise mit Glas, das eine niedrige Schmelztemperatur
besitzt. Anschließend wird die Schicht 23 so weit abgetra
gen bzw. abgeschliffen, daß Kantenbereiche 23a und 23b der
auf die Flächen 21a und 21b niedergeschlagenen metalli
schen magnetischen Schicht 23 mit der Oberfläche 20a des
Substrats 20 fluchten. Der Schleifvorgang wird dabei so
durchgeführt, daß eine im wesentlichen gleichmäßige glat
te und ebene Fläche 20a im gesamten furchenseitigen Be
reich des Substrats 20 erhalten wird.
Entsprechend der Fig. 6 wird anschließend ein zweiter Satz
von Furchen 27 in die Oberfläche 20a des Substrats 20 ein
gebracht, beispielsweise wiederum durch einen Schleifvor
gang. Diese Furchen 27 liegen jeweils an der gleichen
Seite der Furchen 21 und verlaufen parallel zu diesen.
Jeweils eine Furche 27 liegt sehr dicht am Kantenbereich
23a einer jeweiligen Polstückschicht 23A an, die auf der
Fläche 21a einer Furche 21 liegt. Durch den Verfahrens
schritt nach Fig. 6 werden die Ausnehmungen 11 und 12 in
Fig. 2 gebildet, die sich bis zum Rand des Spalts 10 er
strecken. Die Ausnehmungen 11 und 12 entsprechen somit
den Furchen 27. Die Berührungsfläche 20a des Substrats
20, die koplanaren Flächen 23a und 23b der Schichten 23
sowie die koplanaren Flächen 25a des nichtmagnetischen
Materials 25 werden dann so weit glattgeschliffen, daß
eine spiegelnde Fläche erhalten wird. Der Schleifvor
gang kann so weit gehen, daß die Furchen 27 die benach
barten Ränder der Kantenbereiche 23a der jeweiligen Pol
stückschichten 23A leicht überlappen können. Hierdurch
wird erreicht, daß kein magnetisches Substratmaterial in
den seitlichen Bereichen der Magnetwandler-Kopplungsspal
te, die dem Spalt 10 in Fig. 2 entsprechen, liegt. Die
gesamte seitliche Ausdehnung der Furchen 21 und 27 ent
spricht der Abmessung D in Fig. 2 und ist im vorliegen
den Ausführungsbeispiel so gewählt, daß sie kleiner als
der Abstand M zwischen zwei Schnittflächen gemäß Fig. 8
ist und im wesentlichen der Breite W nach Fig. 2 ent
spricht.
Die nach dem Verfahrensschritt in Fig. 6 hergestellten
zweiten Furchen 27 können beispielsweise einen polygona
len Querschnitt besitzen, so daß die innere Wandfläche
jeder Furche 27 zweimal oder mehrere Male abgewinkelt
ist. Die Furchen 27 können auch als Rillen oder Nuten be
zeichnet werden. Jeweils eine Furche 27 kann dabei eine
zur Polstückschicht 23A benachbarte Wandfläche 27a be
sitzen, die einen gewünschten und relativ steilen bzw.
großen Winkel zur Oberfläche 20a des Substrats 20 ein
nimmt. Die Kontur der Furchen 27 ist so gewählt, daß
sichergestellt ist, daß ein gewünschter Abstand zwischen
dem magnetischen Oxidmaterial z. B. des Kernelements 1
nach Fig. 2 und der zum anderen Kernelement gehörenden
metallischen magnetischen Schicht 6A nach Fig. 2 liegt.
Durch das gewählte Profil der Furchen 27 werden Übersprech
komponenten im Bereich großer Aufzeichnungswellenlängen
während des Wiedergabebetriebs reduziert. Das magnetische
Oxidmaterial der Kernelemente 1 und 2 trägt die Polstück
schichten 5A und 6A, wie in Fig. 2 gezeigt ist. Diese Pol
stückschichten 5A und 6A sind mit dem magnetischen Oxid
material der Kernelemente 1 und 2 fest verbunden und er
strecken sich von der Bandkontaktfläche ausgehend in den
magnetischen Wandlerkopf bis zu einer Tiefe hinein, die
der Tiefe des Spalts 10 entspricht. Die Tiefe des Spalts
10 wird durch den Schlitz 2C im Kernelement 2B begrenzt,
wie der Fig. 1 zu entnehmen ist. Das Profil der Furchen
27 ermöglicht es ebenfalls, die Berührungsflächen des ma
gnetischen Oxidmaterials der Kernelemente 1 und 2 relativ
zur Ebene des Spalts 10 zu neigen, um eine falsche Auf
zeichnung in Abtast-Richtung des magnetischen
Wandlerkopfs zu vermeiden. Gleichzeitig werden Neben
sprech- bzw. Übersprecheffekte oder eine Signalaufnahme
von nächsten oder übernächsten Spuren während des Wieder
gabebetriebs dadurch vermieden. Die Signalaufnahme von
benachbarten Spuren wird aufgrund von Azimutverlusten
verhindert, die sich aufgrund der schräg verlaufenden
Flächen 1a und 2a in Fig. 2 ergeben, wobei die schräg ver
laufenden Flächen 1a und 2a durch die Kontur der Furchen
27 im Bereich 27a und 27b entsprechend der Fig. 6 be
stimmt werden.
Die Fig. 7 zeigt einen Kernblock mit einem zweiten Sub
strat 30, das entsprechend der in den Fig. 3 bis 6 dar
gestellten Verfahrensstufen hergestellt worden ist. In
diesem Kernblock wurde anschließend eine Furche 29 ein
gebracht, und zwar in einer Richtung, die unter rechtem
Winkel zu den Furchen 21′ und 27′ verläuft, die den Fur
chen 21 und 27 im Substrat 20 entsprechen. Durch die Fur
che 29 wird der jeweilige Wicklungsschlitz, in Fig. 1 mit
2C bezeichnet, für die einzelnen magnetischen Wandlerköp
fe gebildet. Das Substrat 30 besitzt eine aufgebrachte
Schicht 33 aus metallischem magnetischem Material zur
Bildung der Polstückschichten 33A, deren Kantenbereiche
mit 33a bezeichnet sind. Der Kernblock mit dem Substrat
30 besitzt eine furchenseitige Oberfläche 30a, die spie
gelglatt geschliffen und als ebene Fläche ausgebildet
ist, auf die die ebene Oberfläche 20a des Substrats 20
nach Fig. 6 gelegt wird. Gemäß Fig. 7 ist die Gesamtwei
te der Furchen 21′ und der benachbarten Furchen 27′ mit
Dw bezeichnet, die der Abmessung D in Fig. 2 entspricht.
Die Gesamtweite setzt sich also aus der Einzelweite der
beiden genannten Furchen zusammen. Auf die glattpolierte
Berührungsfläche 20a des Substrats 20 nach Fig. 6 und/
oder auf die glattpolierte Berührungsfläche 30a des Sub
strats 30 nach Fig. 7 wird ein zusätzliches Material nie
dergeschlagen, das zur Bildung eines Spaltabstands dient.
Hierdurch wird erreicht, daß zwischen den zueinander aus
gerichteten Schichtkanten 23a und 33a ebenfalls Spaltbil
dungsmaterial vorhanden ist, durch das eine gewünschte
longitudinale Spaltabmessung bestimmt wird.
Entsprechend der Fig. 8 werden der Kernblock mit dem Sub
strat 20 nach Fig. 6 und der Kernblock mit dem Substrat 30
nach Fig. 7 aufeinandergelegt und so zueinander ausgerich
tet, daß jeweils zwei genannte Polstückschichten 23A und
33A so zueinander liegen, wie in Fig. 8 dargestellt ist.
Diese Polstückschichten 23A und 33A dienen somit zur Bil
dung des Wandlerspalts 10 entsprechend der Fig. 2. Bei
Draufsicht auf die Magnetbandkontaktfläche liegen die ge
nannten Polstückschichten auf einer gemeinsamen Geraden.
Die genannten Kernblöcke mit den Substraten 20 und 30 wer
den durch Glas miteinander verbunden, wobei in die Furchen
27 und 27′ entsprechendes nichtmagnetisches Glasmaterial
28 und 28′ eingefüllt wird. Das Spaltmaterial (Material
im Spalt bzw. zwischen den Substraten 20 und 30) zur Bil
dung des Grenzbereichs 9 nach Fig. 2 und zur Bildung des
Spalts 10 kann beispielsweise aus der Materialgruppe aus
gewählt sein, die Siliciumdioxid (SiO2), Zirkondioxid
(ZrO2), Tantalpentoxid (Ta2O5) und Chrom (Cr) umfaßt.
Die verbundenen und aufeinanderliegenden Kernblöcke mit
den Substraten 20 und 30 werden dann entlang der in Fig.
8 gezeigten Linien A-A und A′-A′ zerschnitten, die einen
gegenseitigen Abstand M voneinander besitzen. Dieser Ab
stand M ist größer als der Abstand Dw nach Fig. 7 und
größer als der Abstand D nach Fig. 2. Auf diese Weise wer
den mehrere Kopfbausteine bzw. magnetische Wandlerköpfe er
halten, von denen einer in Fig. 9 dargestellt ist. Jeder
Kopfbaustein bzw. Wandlerkopf besitzt laterale Seiten, die
mit 38 und 39 bezeichnet sind, und die darüber hinaus
eben sind sowie unter einem rechten Winkel zu der zwi
schen den Kernteilen I und II liegenden Grenzfläche 9
verlaufen. Diese lateralen Seiten 38 und 39 des magneti
schen Wandlerkopfs besitzen einen gegenseitigen Abstand
W, derart, daß die Seiten 38 und 39 außerhalb der jeweili
gen seitlichen Ansätze 5B und 6B der Schichten 5 und 6
liegen. Bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel sind die
den hauptsächlichen Magnetflußweg definierenden Bereiche
5A und 6A der metallischen magnetischen Schichten 5 und 6
thermisch gegenüber den lateralen Seiten 38 und 39 iso
liert. Die Bereiche 5A und 6A werden daher nicht ther
misch beansprucht, wenn der Kernblock nach Fig. 8 zur
Bildung einzelner magnetischer Wandlerköpfe entlang der
Schnittebenen A-A und A′-A′ zerschnitten bzw. zersägt
wird. Die Schichten 5A und 6A können somit ihre gleich
mäßigen, gewünschten magnetischen Eigenschaften bewahren,
mit denen sie in den vorausgegangenen Schritten erzeugt
worden sind.
Wie in Fig. 9 dargestellt ist, besitzt ein einzelner magne
tischer Wandlerkopfbaustein 40, so wie er durch Zerschnei
dung des Kernblocks nach Fig. 8 erhalten wird, einen Teil
20A des Substrats 20 sowie einen Teil 30A des Substrats
30. Um im Bereich 40a des Kopfbausteins 40 eine Bandkon
taktfläche des magnetischen Wandlerkopfs zu erhalten,
wird Material in den Bereichen 40b und 40c abgetragen,
und zwar seitlich der Linien C-C und C′-C′ nach außen,
wie in Fig. 9 gezeigt ist. Die Materialabtragung kann bei
spielsweise durch einen geeigneten Schleifvorgang erfol
gen. Die verbleibende Oberfläche des Bereichs 40a nach
Fig. 9 wird zylindersegmentartig abgeschliffen, wonach
ein fertiger magnetischer Wandlerkopf gemäß den Fig. 1
und 2 vorliegt. Durch Abschleifung bzw. Auskehlung der
longitudinalen Bereiche 40b und 40c nach Fig. 9 werden
die bereits genannten Pseudospalte in diesen Bereichen
auf eine Höhe abgesenkt, die unterhalb der Magnetband
kontaktfläche im Zentralbereich 40a der Anordnung nach
Fig. 9 liegt. Die longitudinalen Kanten 40b und 40c
können darüber hinaus auch so abgetragen werden, daß statt
der Stufen 17 und 18 in Fig. 1 abgeschrägte Flächen erhal
ten werden.
Beim oben beschriebenen Herstellungsprozeß ist es nicht
wesentlich, daß das Glasmaterial 28 und 28′ in jeweiligen
Furchen 27 und 27′ gemäß den Fig. 6 und 7 zu dem Zeit
punkt eingebracht wird, zu dem auch die Kernblöcke mit
den zuvor hergestellten Substraten 20 und 30 miteinander
verbunden werden. Beispielsweise können schon während
der Verfahrensschritte nach den Fig. 6 und 7 die jeweili
gen zweiten Furchen 27 und 27′ mit dem Glasmaterial 28
und 28′ gefüllt werden, während im Schritt nach Fig. 8
nur die Glasverbindung zwischen den Kernblöcken herge
stellt wird, um beide zu einer Einheit zu verschmelzen.
Die Erfindung ist selbstverständlich nicht auf das zuvor
beschriebene Ausführungsbeispiel beschränkt. Beispiels
weise kann gemäß Fig. 10 die Breite der aneinander an
grenzenden Ausnehmungen 3 und 4 und auch die gesamte la
terale Weite der Ausnehmungen 11 und 12 auf einen solchen
gewünschten Wert eingestellt werden (D in Fig. 10), der
ein wenig größer als die Breite W der magnetischen Haupt
körperteile 1B und 2B ist. Die Schnittebenen im Ausfüh
rungsbeispiel nach Fig. 10 verlaufen daher durch die
seitlichen Ansätze 5B und 6B der niedergeschlagenen me
tallischen magnetischen Materialschichten, wobei die
seitlichen Ansätze 5B und 6B seitlich außerhalb der Knick
stellen 5C und 6C, bezogen auf den Spalt 10, liegen. Die
Dicke des niedergeschlagenen metallischen magnetischen Ma
terials in diesen seitlichen Ansätzen 5B und 6B ist nur
gering, so daß es wenig wahrscheinlich ist, daß während
des Schneidprozesses über diese dünnen seitlichen Ansätze
5B und 6B eine nennenswerte Wärmemenge zu den Polstück
schichten 5A und 6A übertragen wird. Im allgemeinen gilt,
daß die von den seitlichen Ansätzen 5B und 6B zu den in
der Nähe des Spalts 10 liegenden Polstückschichten 5A und
6A übertragene Wärme um so geringer ist, je geringer die
Dicke des niedergeschlagenen metallischen magnetischen Ma
terials in den seitlichen Ansätzen 5B und 6B ist. Dies
gilt nicht nur für die übertragene Wärmemenge, sondern
allgemein auch für mechanische Spannungen aufgrund der
entstandenen Wärme. Es sei darauf hingewiesen, daß die
außerhalb der Linien E-E und E′-E′ liegenden longitudina
len Randbereiche 41b und 41c der Kernteile abgetragen bzw.
so weit abgesenkt werden können, daß sie unterhalb der
Bandkontaktfläche des magnetischen Wandlerkopfs liegen.
Diese Bandkontaktfläche liegt im Zentralbereich 41a, der
den Bereichen IA und IIA in Fig. 1 entspricht.
Eine weitere Ausführungsform eines magnetischen Wandler
kopfs nach der vorliegenden Anmeldung ist in Fig. 11 dar
gestellt. Die benachbarten bzw. nebeneinanderliegenden
Ausnehmungen 3 und 4 können im Bereich der Ansätze 3B und
4B oder davor wellenartig bzw. gewunden ausgebildet sein.
Hierzu besitzen die die ersten Ausnehmungen bildenden
Flächen 3A und 4A eine entsprechend wellenförmige Struk
tur. Im vorliegenden Fall weist somit das niedergeschla
gene metallische magnetische Material der Schichten 5 und
6 einen im wesentlichen angepaßten S-förmigen Verlauf aufs
der sich in den Bereichen 5D und 6D relativ stark ändert.
Es liegen in den Bereichen 5D und 6D praktisch sehr star
ke Knickstellen der Schichten 5 und 6 vor. In den Berei
chen 5E und 6E werden die Schichten 5 und 6 mit zunehmen
dem Abstand von der Grenzfläche 9 (vgl. Fig. 2) zunehmend
dünner, wobei die Bereiche 5E und 6E zwischen den Pol
stückschichten 5A bzw. 6A und den relativ scharfen Knick
stellen 5D und 6D liegen. Die seitlichen Ansätze 5F und
6F besitzen eine noch geringere Dicke und erstrecken sich
ausgehend von den Knickstellen 5D und 6D zu den Seitenflä
chen 43 und 44 des magnetischen Wandlerkopfs nach Fig. 11
sowie in Richtung der Grenzschicht 9 (Fig. 2). Beim vor
liegenden Ausführungsbeispiel verlaufen die Schnittebenen
durch die seitlichen Ansätze 5F und 6F, die seitlich au
ßerhalb der Knickstellen 5D und 6D liegen, wobei durch
die Schnittebenen die Seitenflächen 43 und 44 des magne
tischen Wandlerkopfs bzw. Kopfbausteins gebildet sind.
Entsprechend dem vorhergehenden Ausführungsbeispiel nach
Fig. 10 besteht auch hier nicht die Gefahr einer Ver
schlechterung der magnetischen Eigenschaften der in der
Nähe des Wandlerspalts 10 liegenden Polstückschichten 5A
und 6A durch Rißbildungen oder Brüche. Auch braucht nicht
befürchtet zu werden, daß Bruchbildungen in den die Aus
nehmungen bildenden Flächen 3A und 4A des magnetischen
Oxidmaterials auftreten. Die Polstückschichten 5A und 6A
in den Ausführungsbeispielen nach den Fig. 10 und 11 wer
den daher durch mechanische bzw. Wärmespannungen prak
tisch nicht beeinflußt, die sonst zu Bruchbildungen in
den Polstückschichten führen könnten. Entsprechend der
Fig. 11 sind die seitlichen Grenzbereiche 42b und 42c
oberhalb und unterhalb der Linien F-F und F′-F′ durch Ab
tragung bzw. Auskehlung entfernt worden, wie bereits im
Zusammenhang mit der Fig. 1 erwähnt worden ist. Die schar
fen Knickstellen 5D und 6D sowie die seitlichen Ansätze
5F und 6F liegen daher weit unterhalb der Magnetbandkon
taktfläche 42a und kommen mit dem Magnetband nicht in Be
rührung.
Nach einem anderen Ausführungsbeispiel eines magnetischen
Wandlerkopfs nach der vorliegenden Anmeldung sind die me
tallischen magnetischen Schichten nur in der Nähe des
Kopplungsspalts des magnetischen Wandlerkopfs vorhanden.
Ein derartiger magnetischer Wandlerkopf ist in Fig. 12
dargestellt.
Dieser magnetische Wandlerkopf besitzt zwei Kernelemente
51 und 52 aus ferromagnetischem Oxidmaterial, beispiels
weise aus einem Mangan-Zink-Ferrit, und weist nur in sei
nem vorderen Bereich der Kernteile in der Nähe des magne
tischen Spalts g metallische magnetische Schichten 54 aus
einer Legierung hoher Permeabilität, beispielsweise aus
einer Sendust-Legierung, auf, die durch Niederschlag im
Vakuum hergestellt sind, beispielsweise durch einen Sput
tervorgang. Nichtmagnetisches Füllmaterial 55 und 56,
beispielsweise Glasfüllmaterial, wird in geschmolzenem
Zustand in Ausnehmungen eingebracht, die zu beiden Seiten
des magnetischen Spalts g vorhanden sind. Wie bei den zu
vor beschriebenen Ausführungsbeispielen auch, bilden Pol
stückschichten 54A mit im wesentlichen gleichförmigen ma
gnetischen Eigenschaften den wesentlichen Teil des Magnet
flußwegs des magnetischen Wandlerkopfs. Diese Polstück
schichten 54A werden thermisch bzw. durch Wärmespannungen
praktisch nicht beeinflußt, so daß ein magnetischer Wand
lerkopf hoher Qualität erhalten wird. Die magnetischen
Eigenschaften dieses Wandlerkopfs sind außerordentlich
stabil, so daß er eine hohe Zuverlässigkeit und lange Le
bensdauer aufweist.
Beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 12 sind die longitudi
nalen Randbereiche 57 und 58 zu beiden Seiten der Magnet
bandkontaktfläche 59 abgeschrägt, beispielsweise mit Hil
fe eines Schleifprozesses.
Im folgenden werden die einzelnen Schritte zur Herstel
lung eines magnetischen Wandlerkopfs nach Fig. 12 anhand
der Fig. 13 bis 19 näher erläutert.
Entsprechend der Fig. 13 werden zunächst beispielsweise
mit Hilfe einer Schleifscheibe oder eines Elektro-Ätzver
fahrens mehrere gleich ausgebildete Furchen 61 an einer
Stirnkante eines Substrats 60 erzeugt, das aus ferroma
gnetischem Oxidmaterial besteht, beispielsweise aus ei
nem Mangan-Zink-Ferrit. Die Furchen 61 weisen untereinan
der den gleichen Abstand auf und sind als Zweiflächner
ausgebildet. Die obere Fläche 60a des in Fig. 13 gezeig
ten Substrats 60 kann als Berührungsfläche eines Kern
blocks bezeichnet werden, in Übereinstimmung mit den zu
vor beschriebenen Ausführungsbeispielen. Die Furchen 61
sind jedoch nur in dem Bereich der Oberfläche 60a gebil
det, der in der Nähe des Kopplungsspalts des magnetischen
Wandlerkopfs liegen wird. Ein derartiger Wandlerkopf wird,
wie bereits erwähnt, aus zwei derartigen Kernblöcken her
gestellt.
Wie in Fig. 14 dargestellt ist, wird Glasmaterial 62 in
geschmolzenem Zustand in jede Furche 61 gefüllt. Anschlie
ßend wird das Substrat 60 so geschliffen, daß spiegelnde
und ebene Oberflächen 62a und 62b bzw. eine ebene Berüh
rungsfläche 60a und eine ebene Frontfläche 60b des Kern
blocks erhalten werden.
Danach werden gemäß Fig. 15 mehrere zweite Furchen 65 je
weils benachbart zu den ersten Furchen 61 innerhalb des
Substrats 60 gebildet, und zwar an derselben Substratkan
te. Diese zweiten Furchen 65 überlappen die ersten Fur
chen 61 teilweise, die mit dem Glasmaterial 62 gefüllt
sind. Bei der Bildung der zweiten Furchen 65 wird ein Teil
62c des Glasmaterials 62 freigelegt. Dieser Teil 62c be
sitzt zusammen mit der Furchenwand 65a einer jeden zwei
ten Furche 65 eine Furchenfläche 67. Jede der resultie
renden Furchenflächen 67 schneidet die Ebene der oberen
Fläche 60a entlang einer Linie 66, die unter einem rech
ten Winkel zur Frontfläche 60b des Substrats 60 verläuft.
Jede Furchenfläche 67 ist darüber hinaus relativ zur Ebe
ne der oberen Fläche 60a um einen vorgewählten Winkel von
z. B. 45° geneigt. Die Gesamtbreite jeweils zweier benach
barter Furchen 61 und 65 bei Draufsicht auf die Frontflä
che 60b des Substrats 60 ist so gewählt, daß sie ein we
nig schmaler als die Breite (vgl. W in Fig. 2) eines
Kopfbausteins bzw. Wandlerkopfs ist, der in einem späte
ren Verfahrensschritt nach Zerschneiden der miteinander
verbundenen Blöcke erhalten wird.
Gemäß der Fig. 16 wird angeschließend mit Hilfe eines Nie
derschlagsprozesses im Vakuum, beispielsweise durch einen
Sputtervorgang, auf die zweiten Furchen 65 zur Bildung von
weiteren verbleibenden Ausnehmungen 65′ ein metallisches
magnetisches Material als dünne Schicht 68 aufgebracht,
beispielsweise eine hochpermeable Legierung. Diese Le
gierung kann z. B. eine Sendust-Legierung sein. Dabei be
deckt das metallische magnetische Material die zweiten
Furchen 65. Bei diesem Verfahrensschritt wird das Sub
strat 60 gemäß Fig. 15 z. B. in einer Sputtervorrichtung
unter einer solchen geneigten Position angeordnet, daß
sich das Material zur Bildung der hochpermeablen Legie
rung im wesentlichen auf die Furchenfläche 67 nieder
schlägt. Die auf diese Weise erhaltene Schicht besitzt
somit im Bereich der lateralen Ansätze 54B in Fig. 12 ei
ne wesentlich verringerte Dicke im Vergleich zu der Dicke
der Polstückschichten 54A in Fig. 12, wie anhand des fer
tigen magnetischen Wandlerkopfs bzw. Kopfbausteins zu er
kennen ist. Die auf der Furchenfläche 67 aufgebrachte ma
gnetische Schicht entspricht somit der Schicht 54A in
Fig. 12. Dagegen entspricht die auf der jeweils anderen
Fläche einer zweiten Furche 65 aufgebrachte dünnere
Schicht der Schicht 54B in Fig. 12.
Im Verfahrensschritt nach Fig. 17 wird anschließend Glas
material 69 mit einer im Vergleich zum Glasmaterial 62
niedrigeren Schmelztemperatur im geschmolzenen Zustand in
die Ausnehmungen 65′ eingefüllt, die durch die zweiten
Furchen 65 und die in ihnen liegenden metallischen Magnet
schichten 68 gebildet sind. Die Kernblockseiten, die die
obere Fläche 60a und die Frontfläche 60b enthalten, wer
den dann spiegelglatt geschliffen. Dabei verbleibt das
niedergeschlagene metallische magnetische Material 68 in
den zweiten Furchen 65, so daß bei Draufsicht auf die
Frontfläche des Kernblocks, die durch die Frontseite 60b
des Substrats 60 gebildet ist, V-förmige Schichtkonfigu
rationen mit den Segmenten 68A und 68B zu erkennen sind,
die auf den Wänden der jeweiligen zweiten Furchen 65 lie
gen.
Zur Bildung eines Kernteils mit einem Wicklungsschlitz
wird ein zweiter Kernblock, der ähnlich dem Kernblock mit
dem magnetischen Oxidsubstrat 60 ausgebildet ist, in ei
nem weiteren Verfahrensschritt mit einer Furche 71 ver
sehen, wie in Fig. 18 dargestellt ist. Im Ergebnis wird
ein zweiter Kernblock mit einem Substrat 70 aus ferroma
gnetischem Oxidmaterial erhalten, der eine ebene Berüh
rungsfläche 70a und eine Frontfläche 70b enthält. Die Fur
che 71 verläuft dabei sowohl zur ebenen Berührungsoberflä
che 70a als auch zur Frontfläche 70b parallel. Die Berüh
rungsflächen 60a und 70a der aus den Substraten 60 und 70
hergestellten Kernblöcke werden dann gemäß Fig. 19 aufein
andergelegt und zueinander ausgerichtet. Beide Berührungs
flächen 60a und 70a sind durch ein Spaltabstandsmaterial
voneinander beabstandet, wie im Zusammenhang mit den zuvor
erwähnten Ausführungsbeispielen bereits diskutiert worden
ist. Die Kernblöcke mit den Substraten 60 und 70 werden
dann durch geschmolzenes Glas miteinander verbunden. Der
aus den Substraten 60 und 70 resultierende einheitliche
Kernblock wird anschließend entlang der in Fig. 19 darge
stellten Linien G-G und G′-G′ in Scheiben zerschnitten,
so daß mehrere einzelne Wandlerbausteine erhalten werden.
Die Bandkontaktfläche eines jeden Wandlerkopfbausteins
wird dann so abgeschliffen, daß sie eine zylindersegment
artige Oberfläche erhält, die in Fig. 12 mit dem Bezugs
zeichen 59 versehen worden ist. Die longitudinalen Rand
bereiche des Kopfbausteins zu beiden Längsseiten der Band
kontaktfläche 59 werden danach abgeschliffen, um entweder
schräge Flächen 57 und 58 zu bilden, wie in Fig. 12 ge
zeigt ist, oder um Hohlkehlungen zu erzeugen, wie in
Fig. 1 dargestellt ist. Die Herstellung des Wandlerkopfs
ist damit beendet.
Der nach den Fig. 13 bis 19 hergestellte magnetische Wand
lerkopf in Fig. 12 kann als Massenware produziert werden,
da keine Gefahr besteht, daß die Polstückschichten 54A
oder die die Ausnehmungen bildenden Flächen 78 und 79
durch Bruchbildungen beschädigt werden, wie bereits im
Zusammenhang mit den zuvor erläuterten Ausführungsbeispie
len beschrieben worden ist. Beim Ausführungsbeispiel des
magnetischen Wandlerkopfs nach den Fig. 12 bis 19 wird
weiterhin der Anteil bzw. die Menge der benötigten hoch
permeablen Legierung dadurch reduziert, daß magnetische
metallische Schichten nur im Bereich des Wandlerspalts
des magnetischen Wandlerkopfs erzeugt werden. Auch die
Menge an benötigtem Glas oder anderem nichtmagnetischem
Material ist im Vergleich zum magnetischen Wandlerkopf
gemäß den Fig. 1 bis 9 geringer. Die Wandlerköpfe nach
den Fig. 10 und 11 können entweder gemäß den in den Fig.
3 bis 9 gezeigten Verfahrensschritten oder durch die in
den Fig. 13 bis 19 erläuterten Verfahrensschritte herge
stellt werden.
Bei den magnetischen Wandlerköpfen entsprechend der vor
liegenden Anmeldung liegen die aus metallischem magneti
schem Material bestehenden Polstückschichten, die in der
Nähe des Kopplungsspalts angeordnet sind, relativ zur
Grenzfläche 9 unter einem ausgewählten spitzen Winkel,
der beispielsweise Werte zwischen 20° und 80° annehmen
kann. Zusätzlich besitzen die Ausnehmungen im Bereich zwi
schen den Polstückschichten und den seitlichen Randflächen
des magnetischen Wandlerkopfs relativ stark gebogene Kon
turen, so daß die Polstückschichten praktisch nicht durch
thermische Beeinflussungen und mechanische Spannungen be
schädigt werden, die zu Rißbildungen in den Polstück
schichten oder im benachbarten ferromagnetischen Oxidma
terial führen können, wenn die Kopfbausteine aus einem
Kernblock herausgeschnitten werden. Gemäß der vorliegenden
Anmeldung lassen sich somit magnetische Wandlerköpfe mit
stabilen magnetischen Eigenschaften und langer Lebensdauer
herstellen.
Da die magnetischen Polstückschichten gegenüber thermi
schen Beanspruchungen abgeschirmt sind, insbesondere ge
genüber mechanischen oder Wärmespannungen, die beim Zer
schneiden des Kernblocks auftreten, besteht praktisch
keine Gefahr mehr, daß Riß- oder Bruchbildungen in den
Polstückschichten oder in dem sie tragenden ferromagne
tischen Oxidmaterial auftreten, so daß der Ausschuß bei
der Massenherstellung dieser magnetischen Wandlerköpfe
erheblich reduziert ist.
Der Anteil an Glas oder ähnlichem, nichtmagnetischem Ma
terial, das in die Ausnehmungen zur Einstellung der Spur
breite einzufüllen ist, reduziert sich ebenfalls aufgrund
der besonderen Form dieser Ausnehmungen, deren Flächen zum
Teil unter sehr spitzem Winkel zueinander verlaufen. Auch
hierdurch werden Bruch- oder Rißbildungen sowohl im nicht
magnetischen Material als auch in den Polstückschichten
oder in dem sie tragenden magnetischen Material
verhindert.
Claims (8)
1. Magnetischer Wandlerkopf mit
- - einem ersten Kopfteil (I) aus magnetischem Material, mit
- - zwei seitlichen Begrenzungsflächen, einer Berührungsflä che (9) und einer leicht gewölbten Magnetbandkontaktfläche, die im wesentlichen rechtwinklig zu den Begrenzungsflächen und der Berührungsfläche steht;
- - einer ersten Einkerbungsfläche (7A), die unter einem vor gegebenen Winkel (R) ins Innere des Kernteils gerichtet ist; und
- - einer magnetischen Polstückschicht (5A) auf der ersten Einkerbungsfläche, welche magnetische Polstückschicht von der Berührungsfläche entlang einer Polspaltfläche geschnit ten wird; und
- - einem zweiten Kernteil (II), das die eben genannten Merk male des ersten Kernteils ebenfalls aufweist;
- - wobei die zwei Kernteile unter Einhalten eines durch eine Verbindungsschicht gebildeten Spalts entlang ihrer Berüh rungsflächen so aneinandergesetzt sind, daß die jeweiligen Polspaltflächen einander gegenüberstehen; dadurch gekennzeichnet, daß
- - jedes Kernteil (I, II) weiterhin folgendes aufweist:
- - eine zweite Einkerbungsfläche, die mit der ersten Einker bungsfläche einen spitzen Winkel bildet, wobei die magneti sche Polstückschicht (5B, 6B) auch auf der zweiten Einker bungsfläche ausgebildet ist; und
- - seitliche Begrenzungsflächen, die jeweils über eine abgesenkte Fläche (17, 18, 57, 58) mit der Magnetbandkontaktfläche verbunden sind, wobei der Knickbereich (5C, 6C), in dem die erste und zweite Einkerbungs fläche aneinanderstoßen, bereits in der abgesenkten Fläche liegt.
2. Magnetischer Wandlerkopf nach Anspruch 1 dadurch ge
kennzeichnet, daß die abgesenkte Fläche (17, 18) in einer Stufe ge
genüber der Magnetbandkontaktfläche abgesenkt ist.
3. Magnetischer Wandlerkopf nach Anspruch 1, dadurch ge
kennzeichnet, daß die abgesenkte Fläche (57, 58) schräg ge
genüber der Magnetbandkontaktfläche abgesenkt ist.
4. Magnetischer Wandlerkopf nach einem der vorstehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die magnetische Pol
stückschicht (5B, 6B) auf der zweiten Einkerbungsfläche dün
ner ist als die magnetische Polstückschicht (5A, 6A) auf der
ersten Einkerbungsfläche.
5. Magnetischer Wandlerkopf nach einem der vorstehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Einker
bungsfläche und die auf ihr ausgebildete magnetische Pol
stückschicht (5A, 5E) gewellt sind.
6. Magnetischer Wandlerkopf nach einem der vorstehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß in jedem Kernteil die
Einkerbung zwischen der Berührungsfläche (9) und der magne
tischen Polstückschicht (5A, 5B) auf den zwei Einkerbungs
flächen mit einem nichtmagnetischen Material (13) aufgefüllt
ist.
7. Magnetischer Wandlerkopf nach Anspruch 6, dadurch ge
kennzeichnet, daß jeder mit nichtmagnetischem Material (13)
aufgefüllten Einkerbung in einem der Kernteile eine eben
falls mit nichtmagnetischem Material (16) aufgefüllte Ein
kerbung im anderen Kernteil gegenübersteht.
8. Verfahren zum Herstellen eines magnetischen Wandler
kopfs, mit den folgenden Schritten:
- - Ausbilden mindestens einer Einkerbung mit zwei Einker bungsflächen in jedem von zwei Kernteilen, von denen jedes zwei seitliche Begrenzungsflächen, eine Berührungsfläche und eine leicht gewölbte Magnetband-Kontaktfläche aufweist, die im wesentlichen rechtwinklig zu den Begrenzungsflächen und der Berührungsfläche steht;
- - Ausbilden einer magnetischen Polstückschicht auf den Ein kerbungsflächen, wobei an jedem Kernteil eine Polspaltfläche erzeugt wird; und
- - Zusammensetzen der zwei Kernteile entlang ihrer Berüh rungsflächen so, daß sich die Polspaltflächen gegenüberste hen und die Magnetbandkontaktflächen in einer Ebene liegen; dadurch gekennzeichnet, daß
- - die magnetische Polstückschicht auf den zwei Einkerbungs flächen einer jeweiligen Einkerbung unterschiedlich dick ausgebildet wird, wobei die dickere magnetische Polstück schicht von der zugehörigen Berührungsfläche entlang der ge nannten Polspaltfläche geschnitten wird; und
- - zwischen jeder seitlichen Begrenzungsfläche und der Ma gnetbandkontaktfläche eine abgesenkte Fläche ausgebildet wird, wobei der Knickbereich, in dem die zwei Einkerbungs flächen einer Einkerbung aneinanderstoßen, bereits in der abgesenkten Fläche liegt.
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