DE3541674C2 - - Google Patents
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Classifications
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E21—EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
- E21D—SHAFTS; TUNNELS; GALLERIES; LARGE UNDERGROUND CHAMBERS
- E21D9/00—Tunnels or galleries, with or without linings; Methods or apparatus for making thereof; Layout of tunnels or galleries
- E21D9/12—Devices for removing or hauling away excavated material or spoil; Working or loading platforms
- E21D9/13—Devices for removing or hauling away excavated material or spoil; Working or loading platforms using hydraulic or pneumatic conveying means
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Abführen und
Fördern von Materialien über eine Rohrleitung und einem
anschließenden Austragsrohr, bei dem am Austragsrohran
fang den Materialien ein Schmiermittel zugeführt wird.
Zum Abtransport des Abraums von Vortriebseinrichtungen
im Tunnelbau oder Rohrvorpressungen ist es bereits be
kannt, dem Abraum Wasser zuzugeben, um so den Abraum
pumpfähig zu machen. Gemäß einem Verfahren nach der
US-PS 45 10 958 ist es außerdem bekannt, einem durch
eine Pumpe geförderten fließfähigen Materialstrang
Schmiermittel zuzuführen. Die Zuführung erfolgt dabei
im Bereich eines Durchmessersprungs am Anfang des Aus
tragsrohres. Abgesehen davon, daß auf einer Deponie
eine umständliche Abtrennung und Klärung des den Mate
rialien beigefügten Wassers erforderlich wird, wird
durch die Vermischung des Schmiermittels mit den fließ
fähigen Materialien die reibungsmindernde Eigenschaft
des Schmiermittels mindestens teilweise aufgehoben. Bei
Einrichtungen nach der DE-AS 25 56 283 und der US-PS
42 63 926 ist es weiter bekannt, die Reibung fließfähi
ger Materialien durch Zusetzen von Additiven bzw. fließ
widerstandsreduzierenden Teilchen zu verringern. Jedoch
wird auch dort durch eintretende Vermischung der Addi
tive bzw. der Teilchen mit den Materialien der Effekt
der Reibungsminderung weitgehend aufgehoben. Schließ
lich ist es nach der DE-OS 17 81 482 noch bekannt,
widerstandsmindernde Suspensionen in Flüssigkeitssäu
len unter Inkaufnahme der vorerwähnten Nachteile ein
zubringen.
Es ist Aufgabe der Erfindung, Maßnahmen zur Trocken
förderung eines Materialstrangs in Rohrleitungen zu
schaffen.
Der Erfindung gemäß ist diese Aufgabe dadurch gelöst,
daß ein fester Materialstrang durch eine Presse gebil
det und durch diese in das Austragsrohr eingeschoben
wird und daß beim Vorschub hinter der Pressenaustritts
öffnung mindestens teilweise auf der Umfangsfläche des
Materialstrangs eine Auflage aus einem Schmiermittel
aufgespritzt und der Materialstrang durch die Auflage
im Austragsrohr gleitend gestützt wird. Bevorzugt wird
der Materialstrang über die gesamte Umfangsfläche mit
Schmiermittel umspritzt. Durch die Verfahrensschritte
ist das Schmiermittel außen auf den Materialstrang
aufgebracht, während der Materialstrang selbst frei
von Schmiermittel bleibt. Es versteht sich, daß hier
durch der erforderliche Schmiermittelanteil gering ist
und daß durch Fortfall einer Vermischung von Schmier
mitteln und Abraum der Arbeitsaufwand verringert wird.
Außerdem befindet sich das Schmiermittel im Gegensatz
zu den bekannten Beimischungen exakt zwischen den auf
einandergleitenden Begrenzungsflächen von Material
strang und Austragsrohr, also dort, wo die Reibung auf
tritt. Als Schmiermittel können beliebige, zweckmäßig
dem Strangmaterial angepaßte Stoffe, z. B. Bentonit,
Asche, Fette und Öle sowie Kunststoffe mit Gleiteigen
schaften dienen.
Es ist vorgesehen, daß der Materialstrang beliebig, be
vorzugt konzentrisch mit Schmiermitteln umspritzt ist,
um so umlaufend leichtgleitend im Austragsrohr ver
schiebbar zu sein. Darüber hinaus ist es auch möglich,
z. B. bei Materialsträngen mit großen Durchmessern
bzw. Gewichten, den Materialstrang mit zum unteren Um
fangsflächenteil zunehmender Dicke exzentrisch zu um
spritzen. Auf diese Weise wird der Schwerkraft des Ma
terialstrangs durch eine an vorbestimmten Stellen ver
stärkte Schmiermittelschicht Rechnung getragen.
Bei einer Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens
ist zwischen der Austrittsöffnung einer Presse und dem
Austragsrohr eine Düse für die Zuführung des Schmiermit
tels angeordnet. Beim Verlassen der bevorzugt als Kol
benpumpe gebildeten Presse wird so auf dem Materialstrang
das Schmiermittel aufgebracht und ein leichtgleitender
Zustand für diesen im gesamten Austragsrohr erreicht.
Es besteht auch die Möglichkeit, an der Pumpenaustritts
öffnung ein im Durchmesser geringfügig größeres Austrags
rohr anzuordnen und im Bereich des Durchmessersprungs
von Austrittsöffnung und Austragsrohr das Schmiermittel
zuzuführen. Diese Ausgestaltung der Vorrichtung erlaubt
eine beliebige Anzahl um gleiche oder verschiedene Win
kelgrade versetzte Zuführungsstellen im Bereich des
Durchmessersprungs vorzusehen, wodurch eine gleichmäßige
oder eine vorbestimmte Verteilung des Schmiermittels er
zielbar ist.
Es ist möglich, das Schmiermittel kontinuierlich
oder periodisch dem Materialstrang zuzuführen. Hierbei
kann das Schmiermittel mittels Dosierpumpen über die
Düse bzw. Durchmessersprung auf dem Materialstrang auf
gebracht werden. Zweckmäßig sind die Dosierpumpen zum
Kolbenpumpenzylinder parallelliegend ausgebildet. Die
Dosierpumpen können dabei durch einen getrennten An
trieb oder aber durch einen gemeinsamen Antrieb für die
als Presse dienende Kolbenpumpe und Dosierpumpe betätig
bar sein.
Schließlich ist noch vorgesehen, den Materialstrang
über Öffnungen im Vortriebsschild durch den Vorpreß
druck des an der Ortsbrust angestellten Vortriebsschilds
zu bilden und zu bewegen. Es hat sich weiter gezeigt,
daß verfahrensgemäß behandelte Materialstränge einfach
in oder aus Druckräumen, Druckbehältern od. dgl. ge
fördert werden können, wobei die Materialstränge selbst
als Dichtung in dem durch die Druckwand geführten Aus
tragsrohr wirken.
Das Maßgebliche der Erfindung wird darin gesehen, den
Materialstrang lediglich im Bereich seiner Umfangsflä
che mit einem Schmiermittelauftrag zu versehen, während
der Materialstrang innen frei von Schmiermitteln bleibt.
Die Erfindung ist anhand eines in der Zeichnung darge
stellten Ausführungsbeispiels einer Vorrichtung ver
deutlicht. Es bedeutet
Fig. 1 eine Vorrichtung im Schnitt und
Fig. 2 einen Teilschnitt einer Vorrichtung, vergrößert.
In den Figuren sind mit 1 ein Kolbenpumpenzylinder
und mit 2 ein in diesem längsbeweglicher Kolben bezeich
net. Der Kolbenpumpenzylinder 1 ist mit einer Zuführungs
öffnung 3 für Abraum versehen. Mit 4 ist ein Austrags
rohr bezeichnet, das in bekannter Weise auf einer Depo
nie (nicht gezeigt) endet. Zwischen der Austrittsöff
nung 5 des Kolbenpumpenzylinders 1 und dem Austragsrohr
4 ist mindestens eine Düse 6 ausgebildet, über die er
findungsgemäß ein Schmiermittel 9, bei Erdreichabraum
z. B. Bentonit, auf die Umfangsfläche des Material
strangs 7 aufspritzbar ist. Als Düse 6 dient beim Aus
führungsbeispiel ein durch ein gegenüber der Austritts
öffnung 5 geringfügig im Durchmesser größeres Rohrstück
8 gebildeter Durchmessersprung, in dessen Bereich das
Umspritzen des Materialstrangs 7 mit Schmiermittel 9 er
folgt. Das Schmiermittel 9 wird hierzu mittels einer
Kolbenpumpe 10 über eine Rohrleitung 11 und Öffnung 12
in den spaltförmigen Durchmessersprung gefördert. Der
Kolben 13 der Kolbenpumpe 10 kann einen unabhängigen
Antrieb aufweisen oder aber mit dem Antrieb des Kolbens
2 verbunden sein. Es versteht sich, daß der Durchmesser
und/oder der Hub der Kolbenpumpe 10 eine Dosierung des
Schmiermittels 9 erlaubt. Die Kolbenpumpe 10 kann auch
einen unabhängigen Antrieb aufweisen und gegebenenfalls
durch veränderte Hubfolge mehr oder weniger Schmiermit
tel 9 zum Bereich des Durchmessersprungs zuführen.
In Fig. 1 befindet sich der Kolben 2 in seiner äußeren
Endstellung. Durch Zurückführen des Kolbens 2 in die an
dere Endstellung kann über die Zuführungsöffnung 3 Ab
raum in den Kolbenpumpenzylinder 1 eingebracht werden,
der beim Vorbewegen des Kolbens 2 und Verlassen der
Austrittsöffnung 5 mit Schmiermittel 9 umspritzt und
in das Austragsrohr 4 eingeschoben wird. Dabei ist das Aus
tragsrohr 4 in seiner lichten Weite der Durchmes
sergröße der Düse 6 bzw. dem Durchmessersprung entsprechend ausge
führt, um störende Materialquetschungen auszuschließen.
Claims (13)
1. Verfahren zum Abführen und Fördern von Materialien
über eine Rohrleitung und einem anschließenden Austrags
rohr, bei dem am Austrittsrohranfang den Materialien
ein Schmiermittel zugeführt wird, dadurch gekennzeichnet,
daß ein fester Materialstrang durch eine Presse gebil
det und durch diese in das Austragsrohr eingeschoben
wird und daß beim Vorschub hinter der Pressenaustritts
öffnung mindestens teilweise auf der Umfangsfläche des
Materialstrangs eine Auflage aus einem Schmiermittel
aufgespritzt und der Materialstrang durch die Auflage
im Austragsrohr gleitend gestützt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Materialstrang über die gesamte Umfangsfläche
mit Schmiermittel umspritzt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeich
net, daß der Materialstrang konzentrisch mit Schmiermit
tel umspritzt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeich
net, daß der Materialstrang exzentrisch mit zum unteren
Umfangsteil zunehmender Dicke mit Schmiermittel umspritzt
wird.
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß als Schmiermittel Bentonit, Asche, Fette und Öle
sowie Kunststoffe dienen.
6. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach
Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der
Austrittsöffnung (5) eine Presse (1, 2) und dem Aus
tragsrohr (4) eine Düse (6) für die Zuführung des
Schmiermittels (9) angeordnet ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
daß die Düse (6) in an sich bekannter Weise als Ringdü
se ausgebildet ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
daß sich an der Pressenaustrittsöffnung (5) ein im Durch
messer geringfügig größer ausgebildetes Austragsrohr (4)
anschließt und daß im Bereich des Durchmessersprungs von
Austrittsöffnung (5) und Austragsrohr (4) das Schmier
mittel (9) zuführbar ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 6 und 8, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Schmiermittel (9) mittels einer Do
sierpumpe (10) über die Düse (6) oder dem Durchmesser
sprung auf den Materialstrang (7) aufbringbar ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeich
net, daß die Dosierpumpe (10) zum Kolbenpumpenzylinder
(1) parallelliegend ausgebildet ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 9 und 10, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Dosierpumpe (10) einen von der
Kolbenpumpe (1, 2) unabhängigen Antrieb aufweist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 9 und 10, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Dosierpumpe (10) und die Kol
benpumpe (1, 2) durch einen gemeinsamen Antrieb be
tätigbar sind.
13. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 6, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Materialstrang (7) über Öffnungen
in einem Vortriebsschild durch den Vorpreßdruck des an
der Ortsbrust angestellten Vortriebsschildes gebildet
und vorbewegbar ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19853541674 DE3541674A1 (de) | 1985-11-26 | 1985-11-26 | Verfahren zum abfuehren bzw. foerdern von materialien |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19853541674 DE3541674A1 (de) | 1985-11-26 | 1985-11-26 | Verfahren zum abfuehren bzw. foerdern von materialien |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3541674A1 DE3541674A1 (de) | 1987-05-27 |
| DE3541674C2 true DE3541674C2 (de) | 1988-12-15 |
Family
ID=6286814
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19853541674 Granted DE3541674A1 (de) | 1985-11-26 | 1985-11-26 | Verfahren zum abfuehren bzw. foerdern von materialien |
Country Status (1)
| Country | Link |
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Families Citing this family (2)
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Family Cites Families (4)
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|---|---|---|---|---|
| DE1781482C3 (de) * | 1968-09-11 | 1979-06-07 | General Electric Co., Schenectady, N.Y. (V.St.A.) | Verfahren zum Mischen eines den Strömungswiderstand einer Flüssigkeit vermindernden polymeren Additivs und Vorrichtung zur Durchfuhrung |
| DE2556283C3 (de) * | 1975-12-13 | 1980-08-14 | Licentia Patent-Verwaltungs-Gmbh, 6000 Frankfurt | Einrichtung zur Zumischung von strömungswiderstandsvermindernden Additiven in die Grenzschicht eines durch eine rohiförmige Leitung strömenden Mediums |
| US4263926A (en) * | 1978-12-04 | 1981-04-28 | Shell Oil Company | Injection system for solid friction reducing polymers |
| US4510958A (en) * | 1982-05-06 | 1985-04-16 | E. I. Du Pont De Nemours And Company | Apparatus and method for transferring a Bingham solid through a long conduit |
-
1985
- 1985-11-26 DE DE19853541674 patent/DE3541674A1/de active Granted
Also Published As
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|---|---|
| DE3541674A1 (de) | 1987-05-27 |
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