DE2701233A1 - Abgeschirmtes starkstromkabel - Google Patents
Abgeschirmtes starkstromkabelInfo
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Description
PATENTANWÄLTE Dl. ING. E. HOFFMANN ■ DIPL.-ING. W. EITLE · DR. RER. NAT. K. HOFFMAN N · DIPL.-ING. W. LEH N
!MÖNCHEN« · AKAIELLASTRASSE 4 (STERNHAUS) · TELE FON (98?) 911017 ■ TELEX 05-2?il» (PATHE)
Magyar Kabel Müvek, Budapest/Ungarn
Die Erfindung bezieht sich auf ein abgeschirmtes Starkstromkabel mit einem solchen Aufbau, daß es wirtschaftlich günstig
hergestellt werden kann. Der Kabelaufbau und das Verfahren zu dessen Herstellung kann sehr günstig bei der Herstellung von
Hochspannungskabeln angewendet werden.
Dem Stand der Technik gemäß wird bei einer 2000 Volt überschreitenden
Spannungsdifferenz zwischen dem Kabelleiter und den geerdeten Elementen je Ader ein abgeschirmtes Kabel angewendet
.
Der Aufbau der erwähnten Hochspannungskabel setzt sich aus den folgenden wesentlichen Elementen zusammen: ein verlitzter
oder massiver Leiter, eine halbleitende Schicht, die zur Abschirmung des Leiters dient, eine Isolierschicht, eine halbleitende Schicht, welche zur Abschirmung der Isolation dient,
eine Abschirmung aus Metallband und/oder Metalldraht und ein nichtleitender Mantel. Weiter ist ein Kabelaufbau bekannt, bei
welchem außer der zur Abschirmung der Isolation dienenden halb-
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-fr-
leitenden Schicht nur wenige, z.B. sechs korrosionsbeständige Metalldrähte in Form einer Schraubenlinie mit hoher Gewindesteigung
vorgesehen sind, die gleichzeitig als Erdleiter dienen.
Das in der US-PS 3 474 189 beschriebene Kabel kann als eine weiterentwickelte Form des erwähnten Aufbaus betrachtet werden,
bei dem die als Erdleiter dienenden gewellten Drähte in der Abschirmung der halbleitenden Isolierung eingebettet und
zur Kabelachse parallel angeordnet sind. Der Vorteil dieser Lösung besteht darin, daß das Auftragen der Drähte des Erdleiters
keinen eigenen Arbeitsvorgang beansprucht, wodurch sich die Herstellungskosten vermindern. Durch die Wellung der
Drähte v/ird die Biegbarkeit der zur Kabelachse parallel angeordneten Drähte nicht beeinträchtigt.
Weiter kann der in der US-PS 3 728 474 beschriebene Kabelaufbau
als eine weiterentwickelte Form des oben geschilderten Kabels betrachtet werden, bei der anstatt der gewellten Drähte
eine auf einer Kabellitzmaschine verseilte Verseilung verwendet wird, die die Biegbarkeit des Kabels ebenfalls günstig beeinflußt.
Als eine weitere Stufe der Weiterentwicklung kann das in der US-PS 3 794 752 beschriebene Kabel betrachtet werden, bei dem
die Abschirmung der halbleitenden Isolierung keinen kontinuierlichen Metallerdleiter enthält, sondern der mit der halbleitenden
Schicht überzogene metallische Erdleiter in einer kontinuierlichen und engen Verbindung mit der Abschirmung der halbleitenden
Isolierung steht; auf diese Weise kann ein einadriger, wie auch ein dreiadriger Kabelaufbau erreicht werden. Die einwandfreie
Wirkungsweise dieses Aufbaus beruht auf der Erkenntnis, daß bei einer fehlerhaften Funktion bzw. beim Auftreten
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eines Schadens die elektrische Leitfähigkeit der Abschirmung der halbleitenden Isolierung für die Betätigung der Schutzeinrichtungen
ausreichend ist, während der die Leitfähigkeit der halbleitenden Schicht überschreitende Strom durch den
mit dieser in elektrischem Kontakt stehenden Erdleiter aus Metall abgeleitet wird. Die Abschirmung der halbleitenden
Isolierung kann dann die gestellte Aufgabe erfüllen, wenn der elektrische Widerstand innerhalb eines Bereiches von
3,28 .1O~1 Ohm/m und 1,64 .1O10 Ohm/m liegt und die Stärke
der Schicht mindestens 0,6096 mm beträgt.
Unter Berücksichtigung der Kabeldimensionierung kann der erwähnte Widerstandsbereich durch einen im Bereich zwischen
1 Ohm-cm und 10 Ohm-cm liegenden spezifischen Widerstand
des Halbleiters realisiert werden; auch dieser Kabeltyp kann, ähnlich wie die bereits erwähnten beiden Kabelarten,
mit niedrigen Fertigungskosten hergestellt werden.
Der gemeinsame Nachteil der erwähnten Typen besteht darin, daß die als Kunststoffmantel dienende Abschirmung der halbleitenden Isolierung gegen Korrosion keinen einwandfreien
Schutz bietet. So kann z.B. ein Erdleiter aus Aluminium bei elektrolytischer Korrosionsgefahr keinesfalls verwendet werden.
Ein weiterer Nachteil besteht darin, daß eine dichte teilentladungsfreie
Verbindung zwischen der Isolierschicht und der Abschirmung der halbleitenden Isolierung nur durch Verwendung
bzw. Zugabe gewisser isolierender und halbleitender Stoffe erreicht werden kann, die die gemeinsame Anwendung der
halbleitenden und isolierenden Materialien begrenzt.
Schließlich besteht ein Nachteil darin, daß die Kosten der halbleitenden Stoffe diejenigen der nichtleitenden Stoffe
überschreiten.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Starkstromkabelaufbau
zu schaffen, der einerseits weniger kostenaufwendig ist und andererseits die Verwendung eines nichtmetallischen
Mantelstoffes mit günstigeren Isoliereigenschaften ermöglicht.
Wird der nichtmetallische Mantel aus einem elektrisch isolierenden Stoff hergestellt, so kann der Erdleiter
aus Aluminium auch in einer Korrosionsgefahr ausgesetzten Umgebung verwendet werden, wodurch eine bedeutende Kostensenkung
erzielt werden kann.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß eine
oder mehrere zur Kabelachse parallel liegende Verseilungen vorgesehen sind, die mit einer halbleitenden, auf die Oberfläche
einer festen Isolierung aufgetragenen, höchstens 0,2 mm dicken Schicht in Berührung stehen, und daß der elektrische
Kontakt der Verseilungen mit der halbleitenden Schicht durch die mechanische Elastizität des nichtmetallischen Mantels
sichergestellt wird.
Zweckmäßig weist das Profil der Verseilung einen kreisförmigen, abgeflachten, elliptischen oder kreisprofilförmigen Querschnitt
auf.
Vorteilhaft ist der die Verseilung umgebende Teil des Mantels für die Aufhängung als Luftkabel ausgebildet.
Die Erfindung beruht auf der Erkenntnis, daß eine Isolierabschirmung
nicht nur durch Extrudieren der halbleitenden Mischung rund um die Isolierschicht hergestellt werden kann,
sondern auch durch das dünnschichtige Auftragen eines Stoffes hoher elektrischer Leitfähigkeit auf die Isolierfläche erzeugbar
ist; eine derartige Schicht kann z.B. durch Aufreiben von Pudergraphit oder Anstrich mit Kolloidgraphit oder einem Akryl-
- 5 709845/0659
Silberfarbstoff ausgebildet werden. Der Widerstand der Puder-
4 1S
graphitschicht beträgt 10 - 10 Ohm/m, während der Widerstand der Akryl-Silberfarbstoffschicht wesentlich niedriger ist, etwa 10 - 10 Ohm/m. Unter Zuhilfenahme des beschriebenen Verfahrens können halbleitende Schichten für die Abschirmung einer Isolierschicht hergestellt werden, welche sich für die in der US-PS 3 794 752 beschriebene Funktion der extrudierten halbleitenden Schichten gut bewährt hat.
graphitschicht beträgt 10 - 10 Ohm/m, während der Widerstand der Akryl-Silberfarbstoffschicht wesentlich niedriger ist, etwa 10 - 10 Ohm/m. Unter Zuhilfenahme des beschriebenen Verfahrens können halbleitende Schichten für die Abschirmung einer Isolierschicht hergestellt werden, welche sich für die in der US-PS 3 794 752 beschriebene Funktion der extrudierten halbleitenden Schichten gut bewährt hat.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt
und werden im folgenden näher beschrieben. In der Zeichnung zeigen.
Fig. 1 einen Querschnitt durch ein abgeschirmtes Starkstromkabel gemäß der Erfindung,
Fig. 2 und 3 Querschnitte ähnlich Fig. 1 mit anders profilierten Verseilungen, und
Fig. 4 bis 6 Querschnitte durch in Niederspannungsnetzen verwendbare
abgeschirmte Starkstomkabel gemäß der Erfindung.
Bei dem abgeschirmten Starkstromkabel in Fig. 1 ist ein Leiter 1, der im allgemeinen ein mit leitender Abschirmung versehener verseilter
Leiter aus Aluminium oder Kupfer ist, aber auch in Form eines massiven Aluminiumleiters ausgebildet werden kann, von
einer Isolierung 2, die zweckmäßig aus einem Kunststoff oder aus synthetischem Kautschukgemisch hergestellt wird, umgeben,
deren Oberfläche mit einer halbleitenden Schicht 3, z.B. aus Kolloidgraphit, versehen ist. Entlang einer, zweier oder mehrerer
Erzeugenden der halbleitenden Zylinderfläche, wobei die
Lage der Erzeugenden zweckmäßig den Eckpunkten eines in das Kreisprofil des Zylinders eingeschriebenen regelmäßigen Vielecks
entspricht, sind eine oder mehrere, durch Drehstoß hergestellte, zur Kabelachse parallel liegende Verseilungen 4 ange-
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ordnet, und zwar derart, daß die Verseilungen4 entlang des Kabels,
infolge der Elastizität eines nichtmetallischen, zweckmäßig aus Kunststoff oder synthetischem Kautschukgemisch hergestellten
Mantels 5, in einer die halbleitende Schicht 3 berührenden Lage gehalten werden.
In Fig. 2 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel für ein Starkstromkabel
dargestellt, bei dem die Verseilung 4 aus Metall
im Interesse eines besseren Kontaktes und geringerer Radialabmessung mit einem abgeflachten Profil hergestellt ist.
im Interesse eines besseren Kontaktes und geringerer Radialabmessung mit einem abgeflachten Profil hergestellt ist.
In Fig. 3 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel für ein Starkstromkabel
dargestellt, bei dem die Verseilung 4 aus einem
Grundstoff hoher mechanischer Festigkeit, zweckmäßig aus Stahl oder legiertem Aluminium hergestellt ist, und der die Verseilung 4 umgebende Teil des nichtmetallischen Mantels 5 mit einem geeigneten Profil ausgebildet ist, wodurch die Verseilung 4 als Tragkabel benützt und das ganze Kabel als Luftkabel verwendet werden kann.
Grundstoff hoher mechanischer Festigkeit, zweckmäßig aus Stahl oder legiertem Aluminium hergestellt ist, und der die Verseilung 4 umgebende Teil des nichtmetallischen Mantels 5 mit einem geeigneten Profil ausgebildet ist, wodurch die Verseilung 4 als Tragkabel benützt und das ganze Kabel als Luftkabel verwendet werden kann.
In Fig. 4, 5 und 6 sind in Niederspannungsnetzen verwendbare
Ausführungsbeispiele für abgeschirmte Stromkabel dargestellt.
Ausführungsbeispiele für abgeschirmte Stromkabel dargestellt.
Bei der in Fig. 4 gezeigten Ausführung kann der Querschnitt
der Verseilung 4 des Nulleiters gemäß dem jeweiligen Schutzsystem einem Sechstel, ja sogar einem Drittel des Querschnittes des Leiters 1, des Phasenleiters, entsprechen. Bei dem
Ausführungsbeispiel der Fig. 5 besteht die Verseilung 4, der
Nulleiter, aus zwei Leitern gleichen Querschnitts. In diesem
Fall entspricht der gemeinsame Querschnitt der beiden Nulleiter einem Sechstel bzw. einem Drittel des Querschnittes des
Phasenleiters.
der Verseilung 4 des Nulleiters gemäß dem jeweiligen Schutzsystem einem Sechstel, ja sogar einem Drittel des Querschnittes des Leiters 1, des Phasenleiters, entsprechen. Bei dem
Ausführungsbeispiel der Fig. 5 besteht die Verseilung 4, der
Nulleiter, aus zwei Leitern gleichen Querschnitts. In diesem
Fall entspricht der gemeinsame Querschnitt der beiden Nulleiter einem Sechstel bzw. einem Drittel des Querschnittes des
Phasenleiters.
Bei der Ausführung gemäß Fig. 4 bzw. 5 bilden die drei, aus
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den Kabeln geführten Drähte je ein dreiphasiges Verteilernetzkabel.
Fig. 6 zeigt ein einphasiges Anschlußkabel, bei dem der Querschnitt
der Verseilung 4, des Nulleiters, dem Querschnitt des Leiters 1, des Phasenleiters, entspricht. Die gemeinsame Charakteristik
der Ausführungsbeispiele nach Fig. 4, 5 und 6 besteht darin, daß der nichtmetallische Mantel 5 bei der Kabelmontage
infolge des Vorhandenseins der halbleitenden Schicht 3 leicht von der Isolierung 2 abgetrennt werden kann, auch wenn
die Isolierung 2 und der nichtmetallische Mantel 5 aus dem gleichen Grundstoff, z.B. aus plastifiziertem PVC-Material hergestellt
sind. Ein weiterer gemeinsamer Vorteil dieser Ausführungsbeispiele besteht darin, daß bei Vorhandensein des Leiters
1 und der Verseilung 4 das Kabel unter Zuhilfenahme von zwei in einer Linie aufgestellten Extrudern in einem einzigen
Arbeitsgang hergestellt werden kann.
Bei den Ausführungsbeispielen nach Fig. 4, 5 und 6 wird im wesentlichen
das bei Hochspannungskabeln übliche Konstruktionselement, die halbleitende Schicht 3, bei Niederspannungskabeln
angewendet. Diese Lösung hat außerdem den Vorteil, daß die Stärke der Isolierung 2, insbesondere bei einem Leiter 1, Phasenleiter,
aus Vollaluminium, im Hinblick auf die elektrische Inanspruchnahme wesentlich herabgesetzt werden kann. So kann z.
B. bei einem Leiterquerschnitt von 240 mm und bei einer Isolierung
aus plastifiziertem PVC die Stärke von 2,4 mm auf 0,8 mm vermindert werden.
Bei Erdkabeln wird der mechanische Schutz der dünnen Isolierschicht
durch den mindestens 1,8 mm dicken, nichtmetallischen, im allgemeinen aus plastifiziertem PVC hergestellten Mantel 5
sichergestellt. Dementsprechend kann durch die Anwendung des beschriebenen Niederspannungskabels eine Kostensenkung erreicht
werden.
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Das beschriebene Kabel besteht aus den in der Kabelindustrie üblichen Konstruktionselementen, wobei die Herstellung in
den in der Kabelindustrie allgemein verwendeten Arbeitsgängen vor sich geht; da sich die Zahl der Arbeitsgänge vermindert,
erfolgt die Herstellung mit großer Wirtschaftlichkeit.
Kurz umrissen umfaßt die Erfindung ein abgeschirmtes Starkstromkabel,
dessen Abschirmung aus der auf die Isolierschicht aufgetragenen halbleitenden Schicht und einem oder mehreren
mit dieser in Berührung stehenden, zur Kabelachse parallel liegenden Leitern besteht. Der elektrische Widerstand der
halbleitenden Schicht wird so eingestellt, daß beim Schadhaftwerden der Isolierschicht ein für die Betätigung der
Schutzeinrichtung genügend starker Kurzschlußstrom entstehen kann.
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JO
Leerseite
Claims (3)
1.V Abgeschirmtes Starkstromkabel, dadurch ge-
kennzeichnet , daß eine oder mehrere zur Kabelachse parallel liegende Verseilungen (4) vorgesehen sind, die mit
einer halbleitenden, auf die Oberfläche einer festen Isolierung (2) aufgetragenen, höchstens 0,2 mm dicken Schicht (3)
in Berührung stehen, und daß der elektrische Kontakt der Verseilungen (4) mit der halbleitenden Schicht (3) durch die mechanische
Elastizität des nichtmetallischen Mantels (5) sichergestellt wird.
2. Abgeschirmtes Starkstromkabel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß das Profil der Verseilung
(4) einen kreisförmigen, abgeflachten, elliptischen oder kreisprofilförmigen Querschnitt aufweist.
3. Abgeschirmtes Starkstromkabel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß der die Verseilung
(4) umgebende Teil des Mantels (5) für die Aufhängung als Luftkabel ausgebildet ist.
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