DE3428202A1 - Handextruder fuer ein fliessfaehiges material - Google Patents
Handextruder fuer ein fliessfaehiges materialInfo
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Description
Handextruder für ein fließfähiges Material
Die Erfindung bezieht sich allgemein auf ein Extrudiergerät für ein fließfähiges Material, insbesondere auf einen Handextruder
, aus dessen Düse ein fließfähiges Material herausgedrückt werden kann, also ein zähflüssiges Material wie beispielsweise
ein Material zum Ausfugen oder zum Herstellen von wasserdichten Abdichtungen.
Bei den bisherigen Handextrudern, etwa dem in Fig. 1 gezeigten Handextruder, wird mit einer Kartusche gearbeitet, und beispielsweise
ist eine Kartusche 10 vorgesehen, die ein fließfähiges Material enthält. Die Kartusche 10 besitzt an ihrem
einen Ende eine Düse 11 und an ihrem anderen Ende einen in axialer Richtung gleitend verschiebbaren Preßkolben. In der
japanischen Gebrauchsmusterschrift Nr. 48-11945 (Jitsukosho)
ist ein Handextruder der angegebenen Art beschrieben; er weist einen Hauptteil 1 mit einem Gehäuse 2 und eine am rückwärtigen
Ende des Hauptteils 1 angebrachte Druckstange 3 auf. Das Gehäuse 2 hat Halbkreisquerschnitt und ist oben offen; es nimmt die
ein fließfähiges Material enthaltende Kartusche 10 auf. Durch Ergreifen und Anziehen eines an dem Hauptteil 1 angebrachten
Hebels 16 läßt sich die Druckstange 3 vorwärtsbewegen, und durch Ziehen am hinteren Ende der Druckstange 3 wird diese nach
hinten bewegt.
Wenn der Handextruder zum Ausfugen von Wandflächen oder zum wasserfesten Abdichten eingesetzt wird, geht man bei der praktischen
Anwendung folgendermaßen vor: Zunächst wird die Kartusche 10 in das Gehäuse 2 gelegt, nachdem die Druckstange
so weit wie möglich nach hinten gezogen worden ist,1 und die
Druckstange 3 wird vorwärtsgetrieben, indem der Hebel 16 mehre-
re Male betätigt wird, so daß das vordere Ende der Druckstange 3 den Preßkolben 12 der Kartusche 10 berührt. Anschließend
wird der axial verschiebbare Preßkolben 12 von der Druckstange 3 verschoben, wozu der Hebel 16 in der gleichen
Weise weiter ergriffen und angezogen wird. Auf diese Weise wird das fließfähige Material durch die am vorderen
Ende der Kartusche 10 angebrachte Düse 11 ausgepreßt.
Wie sich aus der vorstehenden Beschreibung ergibt, Bt der
bekannte Handextruder, nachteiligerweise zum Arbeiten unter beengten Verhältnissen ungeeignet. Wegen der großen Länge
der Druckstange 3 steht ihr hinteres Ende in Ausgangslage weit über das hintere Ende des Hauptteils 1 hinaus, wie schon oben
beschrieben.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen für ein fließfähiges Material bestimmten Handextruder zu entwickeln,
der eine geringe Baulänge hat, der also auch unter beengten Arbeitsverhältnissen benutzt werden kann und der zwangsweise
die gesamte Menge fließfähigen Materials auspressen kann, die sich in einem zylindrischen Aufbewahrungsteil befindet.
Zur Lösung der genannten Aufgabe ist ein erfindungsgemäßer Handextruder gekennzeichnet durch eine das fließfähige Material
enthaltende Kartusche, deren eines Ende so druckbeaufschlagbar ist, daß das in der Kartusche befindliche fließfähige Material auspreßbar ist, durch eine Mehrzahl von Druckgliedern
zur Druckausübung auf das eine Ende der Kartusche zum Auspressen des fließfähigen Materials, wobei die Druckglieder
parallel zueinander in einer Richtung angeordnet sind, in der auf die Kartusche Druck ausgeübt wird, durch eine Antriebseinrichtung
zum Antreiben der Druckglieder, so daß diese nacheinander in der Richtung bewegt werden, in der auf das
eine Ende der Kartusche Druck ausgeübt wird, um das fließfähige Material auszupressen, und durch eine Einrichtung zum Verhindern des Verschiebens, um ein nachfolgendes Druckglled an der
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Verschiebung in Druckausübungsrichtung durch eine Kraft zu hindern, die kleiner ist als eine auf ein vorangehendes
Druckglied ausgeübte Kraft, wenn das vorangehende Druckglied von der Antriebseinrichtung zum Bewegen in Druckausübungsrichtung angetrieben wird.
Der erfindungsgemäße Handextruder kann also unter beenten Verhältnissen eingesetzt werden, weil er eine Druckstange besitzt,
deren Länge bei Inbetriebnahme geringer ist als der für das Auspressen der gesamten Menge fließfähigen Materials
erforderliche Hub.
Die Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der
nachstehenden Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung in Verbindung mit den Patentansprüchen und den
zugehörigen Zeichnungen, die folgendes darstellen:
Fig. 1 eine Seitenansicht einer Ausführungsform eines einleitend beschriebenen Handextruders nach dem Stande
der Technik;
Fig. 2 einen Querschnitt durch eine Kartusche nach einer Ausführungsform
der Erfindung;
Fig. 3 eine perspektivische Ansicht einer Ausführungsform der Erfindung;
Fig. 4 und 5 perspektivische Zerlegbilder der erfindungsgemäßen Ausführungsform;
Fig. 6 eine perspektivische Ansicht einer Antriebseinrichtung der erfindungsgemäßen Ausführungsform, teilweise im
Schnitt;
Fig. 7a bis 7d Querschnittsbilder zur Verdeutlichung der Bewegung einer
führungs form;
führungs form;
wegung einer Druckstange der erfindungsgemäßen Aus-
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Fig. 8a und 8b Querschnittsbilder in größerem Maßstab zur Veranschaulichung eines hinteren Abschnitts der
erfindungsgemäßen Ausfuhrungsform im einzelnen;
Fig. 9 eine Schnittansicht, die die Anordnung der erfindungsgemäßen
Ausführungsform zeigt;
Fig. 10a einen Querschnitt längs der Linie A-A in Fig. 7d;
Fig. 10b einen Querschnitt längs der Linie B-B in Fig. 7d;
Fig. 10c einen Querschnitt längs der Linie C-C in Fig. 7a;
Fig. 1Od einen Querschnitt längs der Linie D-D in Fig. 7d;
Fig. 11 einen Horizontalschnitt in größerem Maßstab zur Veranschaulichung
des Bereichs der vier Stufen 81 bis der Planetengetriebe der erfindungsgemäßen Ausführungsform;
Fig. 12 einen Vertikalschnitt in größerem Maßstab zur Veranschaulichung des Bereichs des Ritzels 8 der erfindungsgemäßen
Ausführungsform;
Fig. 13a und 13b Querschnittsbilder in größerem Maßstab zur Darstellung der Bewegungen des Kupplungsstifts bei
der erfindungsgemäßen Ausführungsform;
Fig. 14a bis 14c elektrische Schaltbilder, die ein Schaltersystem für den Motor bei der erfindungsgemäßen Ausführungsform
wiedergeben.
In den Zeichnungen sind gleiche Bauteile mit den gleichen Bezugsziffern
bezeichnet. Fig. 2 zeigt eine Kartusche 10 mit einem Kartuschengehäuse 5, in welchem sich ein fließfähiges
Material, beispielsweise ein zähflüssiges Material oder dergleichen
befindet, ferner mit einer Düse 11 und einem beweglichen Preßkolben 12. Das genannte zähflüssige Material
ist beispielsweise ein Dichtungsmaterial, ein Kitt oder dergleichen. In Fig. 3 ist ein Handextruder nach der Erfindung
für ein fließfähiges Material wiedergegeben. Der Handextruder besteht aus einem Hauptteil 1 mit einem darunter angeordneten
Griff 17 und einem zylindrischen Gehäuse 2 am vorderen Ende des Hauptteils 1; das Gehäuse 2 hat ein zu öffnendes vorderes
Ende 2a, so daß sich eine Kartusche 10 in das Gehäuse 2 einführen läßt; ferner besitzt das Gehäuse 2 eine Abdeckung 18,
deren hinteres Ende 18a schwenkbar an dem vorderen Seitenteil der Abdeckung 18 angelenkt ist. Die Kartusche 10 wird in dem
Gehäuse 2 festgehalten, nachdem das geöffnete vordere Ende 2a des Gehäuses durch die Abdeckung 18 bedeckt worden ist, wobei
ein Freiraum verbleibt, durch den die Düse 11 herausragt. Außerdem weist das Gehäuse 2 eine Anzahl Rutschsicherungsrippen
29 auf, die sich in der ünterflache der Abdeckung 18 befinden,
sowie zwei Ansätze 110, die mit der Abdeckung 18 zusammenwirken. Am hinteren Ende 18a der Abdeckung 18 sind zwei Löcher
vorgesehen, in die zwei Nieten 101 eingesetzt sind, die die Abdeckung 18 schwenkbar mit dem Gehäuse 2 verbinden. An der
Innenseite der Abdeckung 18 befinden sich zwei Hohlteile 102 zwischen den beiden Löchern 100 und den beiden Ansätzen 110.
Die beiden Hohlteile 102 können in und außer Eingriff mit zwei Buckelteilen 103 an der Außenseite des Gehäuses 2 gebracht
werden, so daß die Abdeckung nicht offen bleibt.
Nach Fig. 9 läßt sich ein Preßkolben 12 in Achsenrichtung der Kartusche 10 von einer Druckstange 3 bewegen. Die Druckstange
3 wird von einem Motor 7 angetrieben, der sich in einem Getriebekasten 9 in dem Hauptteil 1 befindet. Der Griff 17 nimmt
einen Batteriestapel 23 als Stromquelle auf, ferner einen Schalthebel 20 an der Vorderseite des Griffs 17 und einen
Sperrhebel 22 unterhalb des Schalthebels 20 zum Verriegeln dieses Schalthebels. Der Schalthebel 20 betätigt einen in den
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Figuren 14a und 14b gezeichneten Schalter 21 zum Schalten der Verbindung zwischen dem Motor 7 und dem Batteriestapel 23.
Das Gehäuse 2 ist in der in Fig. 3 und Fig. 4 gezeigten Weise mit dem Hauptteil 1 verbunden, so daß ein offenes hinteres
Ende des Gehäuses 2 mit Hilfe eines Befestigungsringes 60 und einer Blechschraube 62 an einem Ring 61 befestigt ist,
wobei der Flansch 61 um einen offenen Außenrand führt, damit die Druckstange 3 durch den Getriebekasten 9 hindurchtreten
kann. Der Hauptteil 1 ist mit einer Aufhängeschnur 62 zum Aufhängen des Handextruders und einer Kennzeichnungsplatte 64
versehen. Eine Antriebseinrichtung zum Antreiben der Druckstange 3 besteht nicht nur aus dem Motor 7 un dem Getriebe 9,
sondern auch aus Untersetzungsgetrieben zum Herabsetzen der Ausgangsdrehzahl des Motors 7 und einem von den Untersetzungsgetrieben
angetriebenen Ritzel 8, das mit Zahnstangen kämmt, die an der Druckstange 3 ausgebildet sind, um diese anzutreiben.
Die Druckstange 3 besteht aus zwei Teilen, einem ersten Zahnstangenkörper 31 mit einer Verzahnung auf seiner Oberseite
und einem zweiten Zahnstangenkörper 32, auf dessen Oberseite ebenfalls Verzahnungen ausgebildet sind. Wie Fig. 5 erkennen
läßt, besitzt der erste Zahntangenkörper 31 eine Führungsrippe 33 im Vorderabschnitt seiner beiden Längsseiten und eine Führungsrippe
34 im hinteren Abschnitt beider Längsseiten, wobei die Führungsrippe 34 eine größere Dicke hat als die Führungsrippe 33. Der zweite Zahnstangenkörper 32 besteht aus zwei
Teilen; auf jedem dieser beiden Teile ist eine Verzahnung ausgebildet. Wie Fig. 10a zeigt, befindet sich zwischen den beiden
Teilen ein Hohlkanal 35, in den der erste Zahnstangenkörper
31 genau hineinpaßt. Außerdem sind in der Innenwand des Kanals 35 zwei Führungsnuten 36 vorgesehen, in denen die Führungsrippen
33 und 34 des ersten Zahnstangenkörpers 31 gleitend verschiebbar sind. Außerdem sind, wie Fig. 10c zeigt, in den beiden
Führungsnuten 36 zwei daraus hervorstehende Stifte 37 in der Weise ausgebildet, daß sie ein vorderes Ende 34a der Füh-
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rungsrippe 34 berühren. Der erste Zahnstangenkörper 31 und der zweite Zahnstangenkörper 32 sind so angeordnet, daß sie
so verbunden sind, daß eine Feststellvorrichtung 38 in eine konkave Ausnehmung 42 in der Unterseite eines hinteren Abschnitts
des Zahnstangenkörpers 31 eingreift, wobei die Feststellvorrichtung 38 von einem Stift 49 drehbar gehalten wird, der sich
im vorderen Abschnitt des zweiten Zahnstangenkörpers 32 befindet und von einer Feder 40 zwangsweise geschwenkt wird. Im
unteren Abschnitt 9a des Getriebekastens 9 ist eine Schrägfläche 43 ausgebildet, um auf die Feststellvorrichtung 38 eine
Gegenkraft gegen die Kraft der Feder 40 auszuüben, wenn die Feststellvorrichtung 38, die in die Ausnehmung 42 eingreift,
aus dieser herausbewegt werden soll.
Die Figuren 7a bis 7d erläutern die Bewegungsweise der erfindungsgemäßen
Druckstange 3. Fig. 7a zeigt, daß zunächst nur der Zahnstangenkörper 31 sich langsam bewegt, indem er mit dem
Ritzel 8 kämmt. Dann bewegt sich auch der zweite Zahnstangenkörper 32 (vg. Fig. 7b) vorwärts, nachdem das vordere Ende
34a der Führungsrippe 34 des ersten Zahnstangenkörpers 31 den Stift 37 des zweiten Zahnstangenkörpers 32 berührt. Wenn dann
Die Feststellvorrichtung 38 in die Ausnehmung 42 eingreift, und der zweite Zahnstangenkörper 32 eine Stellung erreicht,
in der er mit dem Ritzel 8 kämmt (vgl. Fig. 7c) wird der zweite Zahnstangenkörper 32 von dem Ritzel 8 zur Vorwärtsbewegung
angetrieben. Anschließend bewegt sich der zweite Zahnstangenkörper 32 weiter vorwärts und schiebt den ersten
Zahnstangenkörper 31 (vgl. dazu Fig. 7d). Aus dem vorstehend Gesagten ergibt sich, daß es möglich ist, der Druckstange 3
im Ausgangsstadium ungefähr die halbe Länge des Hubes zu geben, der erforderlich ist, um auf den Preßkolben 12 einen solchen
Druck auszuüben, daß das gesamte in der Kartusche 10 enthaltene fließfähige Material ausgepreßt wird, weil die Druckstange
3 aus zwei Gliedern besteht, dem ersten und dem zweiten Zahnstangenkörper, und der erstere wird gemäß der Erfindung
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im Ausgangsstadium teilweise von dem letzteren umschlossen/ etwa als wenn er in den letzteren eingebaut wäre. Außerdem
braucht die Druckstange 3 im Ausgangsstadium nur ein kurzes Stück weit nach hinten herauszuragen.
Wie die Figuren 8a und 8b erkennen lassen, ist hinten in dem Hauptteil 1 eine Feder 15 vorgesehen, deren Enden gegabelt
sind, wie im einzelnen in Fig. 4 dargestellt. Genau genommen übt die Feder 15 eine Belastung gegen den Vorschub des zweiten
Zahnstangenkörpers 32 aus, wobei jedes Gabelende der Feder 15 mit dem jeweiligen Zahn des rückwärtigen Endes zweier Verzahnungen
des zweiten Zahnstangenkörpers 32 in Eingriff steht, wodurch der zweite Zahnstangenkörper 32 daran gehindert wird,
sich vorwärts zu bewegen, um den erforderlichen Hub auszuführen, wegen der zwischen dem ersten Zahnstangenkörper 31 und dem zweiten
Zahnstangenkörper 32 im Anfangsstadium, bei dem nur der erste Zahnstangenkörper 31 sich vorwärtsbewegen soll, auftretenden
Reibung.Naturlieh muß die aufgebrachte Belastung geringer
sein als die Antriebskraft, die von dem Ritzel 8 aufgebracht wird. Da die Feder 15 die beschriebene Hilfsfunktion ausübt,
bewegt sich der zweite Zahnstangenkörper 32 erst vorwärts, wenn der erste Zahnstangenkörper 31 dessen Länge durchlaufen hat;
durch diese Anordnung wird es möglich, die gesamte Menge des in der Kartusche 10 enthaltenen fließfähigen Materials wirklich
hinauszupressen (vgl. Fig. 9).
Die Druckstange 3 wird nicht durch die Wirkung des Motors 7 in die Anfangslage zurückgebracht. Die Druckstange 3vird von
einer neuen Kartusche zurückgeführt, die die verbrauchte Kartusche 10 ersetzt. Daher ist es möglich, das fließfähige Material
unmittelbar nach dem Einsetzen der neuen Kartusche in das Gehäuse 2 auszupressen, ohne zuvor die Druckstange 3 vorzuschieben,
damit deren vorderes Ende sich gegen den Preßkolben 12 legt, selbst wenn die neu eingelegte Kartusche eine
geringe Länge hat oder bereits teilweise entleert ist, so daß der Preßkolben 12 sich nach vorn verlagert hat.
Der Handextruder 1st zu diesem Zweck mit einer Freigabeeinrichtung
versehen, um die Druckstange 3 von der Antriebseinrichtung zu trennen, wobei die Antriebsfreigäbe die Eigenschaften
von Planetengetrieben ausnutzt, die als Untersetzungsgetriebe zwischen den Motor 7 und das Ritzel 8 eingeschaltet
sind. Wie Fig. 5 zeigt, bestehen die Untersetzungsgetriebe aus insgesamt vier Planetengetrieben, nämlich der ersten Stufe 81,
der zweiten Stufe 82, der dritten Stufe 83 und der vierten Stufe 84. Die erste und die zweite Stufe liegen koaxial zueinander,
dasselbe gilt für die dritte und vierte Stufe, und beide Stufenpaare sind parallel zueinander angeordnet. Die
jeweiligen Stufen 81 bis 84 der Planetengetriebe bestehen aus Sonnenrädern 50a bis 5Od, einzeln mit den Sonnenrädern 50a bis
5Od kämmenden Planetenrädern 51a bis 51d, einzeln mit den Planetenrädern 51a bis 51d kämmenden Hohlrädern 52a bis 52d, und
Planetenradträgern 53a bis 53d, die jeweils eines der Planetenräder 51a bis 51d tragen. Das Sonnenrad 50b in der zweiten
Stufe 82 und das Sonnenrad 5Od in der vierten Stufe sind so ausgebildet, daß sie baulich verbunden sind mit dem Planetenradträger
53a in der ersten Stufe bzw. dem Planetenradträger 53c
in der dritten Stufe. Das Ritzel 8 ist über ein Lager 77a mit der Ausgangswelle 104 verbunden, die baulich zusammenhängt
mit dem Planetenradträger 53d in der letzten Stufe. Ein Stirnradpaar 54 verbindet den Planetenradträger 53b in der zweiten
Stufe 82 mit dem Planetenradträger 53c in der dritten Stufe
Bei der obenbeschriebenen Zahnradanordnung ist die von den Sonnenrädern 50a bis 5Od aufgenommene Eingangsgröße in die
Untersetzungsausgangsgroße umzuwandeln durch die Planetenradträger
53a bis 53d, wobei die Hohlräder 52a bis 52d drehfest gehalten werden. Die Hohlräder 52a bis 52d in den jeweiligen
Stufen außer in der vierten Stufe sind baulich verbunden oder
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fest verbunden mit dem Getriebekasten 9, während das Hohlrad
52d in der vierten Stufe sich gegenüber dem Getriebekasten 9 verdrehen läßt und an seiner Außenfläche eine Anzahl
Ausnehmungen 55 aufweist. In dem Getriebekasten 9 befindet sich ein Kupplungsstift 56, der gleitend verschiebbar ist und
ineine der Ausnehmungen 55 einzugreifen vermag. Ferner ist der Schalthebel 20 mit einem Ansatz 26 versehen, der an den
Kupplungsstift 56 anzupassen ist, sowie einem Ansatz 26a, der einen Anschluß 21a des Schalters 21 betätigt. Während der
triggerartige Schalthebel 20 gezogen wird, so daß der Schalter 21 mit Hilfe des Ansatzes 26a geschlossen ist (vgl. dazu Fig.
14a), damit der Motor 7 eingeschaltet wird, bewegt sich der Kupplungsstift 56 unter der Wirkung einer Feder 57 nach oben
und greift in eine der Ausnehmungen 55 des Hohlrades 52d ein (vgl. dazu die Figuren 12 und 13a), wodurch das Hohlrad 52d
an einer Drehung gehindert wird. Somit wird die Ausgangsdrehung des Motors 7 ins Langsame untersetzt auf das Ritzel 8
über die vierstufige Getriebeanordnung 81 bis 84 übertragen. Wenn demgegenüber die Druckstange 3 ihre am weitesten vorgeschobene
Stellung erreicht, wird ein Anschluß 67a des Schalters 67 durch einen Ansatz 72 am hinteren Ende der Druckstange
3 betätigt, so daß der Schalter 67 geöffnet wird (vgl. Fig. 14c), um den Motor 7 stillzusetzen. Auf diese Weise wird der
Extrusionsvorgang abgeschlossen. Wenn jedoch der triggerartige Schalthebel 20 nicht mehr gezogen wird, weil die Finger
während dieses Vorgangs weggenommen werden, damit der Schalter 21 geöffnet wird, wie in Fig. 14b dargestellt, um den Motor 7
stillzusetzen, so drückt der Ansatz 26 den Kupplungsstift 56
gegen die Kraft der Feder 57 abwärts unter der Wirkung einer Rückstellfeder 25 zum Zurückstellen des Schalthebels 20,
so daß der Kupplungsstift 56 aus der jeweiligen Ausnehmung 55 des Hohlrades 52 heraustritt, was zur Folge hat, daß das
Hohlrad 52d in der vierten Stufe in Drehung geraten kann, damit
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der Planetenradträger 53 in dieser Stufe leer laufen kann. Infolgedessen werden das Ritzel 8 und die Druckstange 3
von dem Motor 7 getrennt.
Fig. 5 zeigt zusätzlich einen Ständer 76 zum Befestigen des Motors 7, eine Lagerung 77, Verriegelung 59, eine Anschlußplatte
65 für die Schalter 12 und 67, Anschlüsse 66 zum Verbinden der Anschlußplatte 65 mit einer Klemme des Batteriestapels
23, einen Deckel 105 zum Aufnehmen des Ritzels 8 in dem Getriebekasten, ein zwischen dem Deckel 105 und der
Ausgangswelle 104 vermittelndes Lager 106, ein Zahnrad 8a am vorderen Ende der Ausgangswelle 104, zur Drehung gebracht
durch die ins Langsame übersetzte Ausgangsgröße des Ritzels 8, ein mit dem Zahnrad 8a kämmendes Zahnrad 68, eine auf das
Zahnrad 68 angebrachte Anzeige 69, um die Menge des noch in der Kartusche 10 befindlichen fließfähigen Materials
durch das Fenster 70 hindurch anzuzeigen (Fig. 3).
Beim Austauschen der Kartusche 10 gegen eine neue Kartusche, nachdem die gesamte Menge des fließfähigen Materials ausgepreßt
ist, wird die Kartusche 10 aus dem Gehäuse 2 genommen durch Betätigen der Abdeckung 18, so daß sich das offene vordere
Ende 2a des Gehäuses 2 weit öffnet, ohne die Druckstange
3 in die Ausgangslage zurückzuführen; dann wird die neue Kartusche 10 durch das geöffnete vordere Ende 2a des Gehäuses
2 in dieses eingelegt, wobei die Druckstange 3 sich in der vorgeschobenen Stellung befindet, und dann wirddie Abdeckung
18 geschlossen. Wenn die neue Kartusche in das Gehäuse 2 eingelegt wird, kann die Druckstange 3 zurückgedrückt werden,
weil das mit der Druckstange 3 kämmende Ritzel 8 von dem Motor 7 getrennt ist, solange der triggerartige Schalthebel
20 nicht gezogen ist (vgl. oben). Bei dem geschilderten Vorgang werden zunächst der erste Zahnstangenkörper 31 und der
zweite Zahnstangenkörper 32 der Druckstange 3 gemeinsam rückwärts bewegt, da sie miteinander verbunden sind; dann wird
EPO COPY ä
ft- » W X IV -M
die Feststelleinrichtung 38, die den ersten Zahnstangenkorper
31 und den zweiten Zahnstangenkorper 32 miteinander verbindet, einem Druck durch die in dem Gehäusekasten 9
befindliche Schrägfläche 34 ausgesetzt, so daß der ersten Zahnstangenkorper 31 sich von dem zweiten Zahnstangenkorper
32 trennt, wenn der zweite Zahnstangenkorper 32 in die Ausgangslage zurückkehrt und wieder von der Feder 15 beaufschlagt
wird, was dazu führt, daß auch der erste Zahnstangenkorper 31 in die Ausgangslage zurückkehrt, in der er in dem
zweiten Zahnstangenkorper 32 aufgenommen ist. Außerdem ist es möglich, das fließfähige Material unmittelbar nach dem
vollständigen Einsetzen der neuen Kartusche IO in das Gehäuse 2 auszupressen, weil die Druckstange 3 in Kontakt mit dem
Preßkolben 12 infolge der Anordnung verbleibt, daß die Druckstange 3 sich zurückbewegt, während ihr vorderes Ende nach
dem obenbeschriebenen Vorgang ständigen Kontakt mit dem Preßkolben 12 der Kartusche 10 hält.
- Leerseite -
Claims (5)
1.JHandextruder für ein fließfähiges Material, g e k e η η zeichnet
durch:
eine ein fließfähiges Material enthaltende Kartusche (10), deren eines Ende so druckbeaufschlagbar ist, daß das in der Kartusche (10) befindliche fließfähige Material auspreßbar ist, ^ '·'·■';.·.
eine ein fließfähiges Material enthaltende Kartusche (10), deren eines Ende so druckbeaufschlagbar ist, daß das in der Kartusche (10) befindliche fließfähige Material auspreßbar ist, ^ '·'·■';.·.
eine Mehrzahl von Druckgliedern,, zur Druckausübung auf das
eine Ende der Kartusche (10) zum Auspressen des fließfähigen Materials, wobei die Druckglieder parallel zueinander in
einer Richtung angeordnet sind, in der auf die Kartusche (10) Druck ausgeübt wird,
eine Antriebseinrichtung zum Antreiben der Druckglieder, so daß diese nacheinander in der Richtung bewegt werden, in
der auf das eine Ende der Kartusche (10) Druck ausgeübt wird, um das fließfähige Material auszupressen, und
eine Einrichtung zum Verhindern des Verschiebens, um ein nachfolgendes Druckglied an der Verschiebung in Druckausübungsrichtung
durch eine Kraft zu hindern, die kleiner ist als eine auf ein vorangehendes Druckglied ausgeübte Kraft,
wenn das vorangehende Druckglied von der Antriebseinrichtung zum Bewegen in Druckausübungsrichtung angetrieben wird.
2. Handextruder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Druckglied eine Zahnstange (31, 32) besitzt, die an
der Seite des Druckgliedes ausgebildet ist, die in die glei-
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ehe Richtung gewandt ist/ und
daß die Antriebseinrichtung ein Ritzel (8) aufweist, das an einer Stelle angeordnet ist, an der das Ritzel (8) mit
der Zahnstange (31, 32) des in Druckausübungsrichtung zunächst anzutreibenden Druckgliedes kämmen kann, wenn das
andere Druckglied sich in seiner Ausgangslage befindet.
3. Handextruder nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckglieder aus zwei Gliedern bestehen, die so angeordnet
sind, daß das eine der beiden Glieder, das zunächst anzutreiben ist, an seiner Umfangsflache teilweise durch
das andere Glied umschlossen ist, das an zweiter Stelle anzutreiben ist.
4. Handextruder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Einrichtung zum Verhindern des Verschiebens als·Feder
(15) ausgebildet ist, die der Zahnstange (32) des nicht zuerst
anzutreibenden Druckglieds zugeordnet ist.
5. Handextruder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebseinrichtung außerdem umfaßt:
eine Feststellvorrichtung (38), die in eine Ausnehmung (42) an einem vorangehenden Druckglied einlegbar ist und
die in einem nachfolgenden Druckglied so angeordnet ist, daß sie um eine senkrecht zu der Druckausübungsrichtung stehende
Achse (49) schwenkbar ist.
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