-
Mehrlagige Wärmedämmung für ein Unterdach
-
Die Erfindung betrifft eine mehrlagige Wärmedämmung für ein mit Eindeckungsplatten
gedecktes Unterdach nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
-
Für den Aufbau eines wärmedämmenden Unterdaches verwendbare Wärmedämmelemente
sind in unterschiedlichster Ausgestaltung bekannt, wobei entsprechend den verschiedenartigen
Eindeckungssystemen und Eindeckungsplatten die Wärmedämmelemente unterschiedlich
aufgebaut sind. Dadurch wird es notwendig, für die Herstellung eine entsprechende
Vielzahl von Formen zur Verfügung zu haben, um den verschiedenen Verbraucherwünschen
nachkommen zu können. Da gleichzeitig auch noch unterschiedliche Anforderungen an
die Wärmedämmung gestellt werden, ergibt sich, daß selbst für gleichartige Elemente
unterschiedliche Formen für verschiedene Elementstärken benötigt werden. Daraus
ergibt sich, daß für die Produktion verhältnismäßig lange Rüstzeiten unvermeidlich
sind, um einerseits die Lagerhaltung klein halten und andererseits den vielgestaltigen
Verbraucherwünschen gerecht werden zu können.
-
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Maßnahmen zu schaffen, mit
welcher die Produktion von Wärmedämmelementen erheblich rationalisiert und insbesondere
die Zeit für die Umrüstung wesentlich verkürzt werden kann, wobei gleichzeitig Wärmedämmelemente
geschaffen werden, die für
für unterschiedlichste Eindeckungssysteme
und Eindeckungsplatten verwendbar sind.
-
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Kennzeichnungsteils
des Anspruchs 1 gelöst.
-
Durch die Erfindung wird eine mehrlagige Wärmedämmung geschaffen,
bei der das untere Wärmedämmelement unabhängig von dem Eindeckungssystem und den
Eindeckungsplatten ist und damit in sehr großer Stückzahl hergestellt werden kann.
Das gleiche gilt für das obere Wärmedämmelement, soweit von einer gleichbleibenden
Dicke der Wärmedämmung ausgegangen wird. Wenn die Wärmedämmung unterschiedlich dick
sein soll, so läßt sich dies in einfacher Weise durch die Dicke des oberen Wärmedämmelementes
einstellen, wobei für die Umrüstung für unterschiedlich dicke Wärmedämmelemente
nur wenig Zeit benötigt wird und dies auch mit geringen Formkosten durchführbar
ist.
-
Durch die DEOS 31 18 139 ist an sich die mehrlagige Wärmedämmung nach
dem Oberbegriff bekannt, wobei für die untere und die obere Lage jeweils Wärmedämmelemente
Verwendung finden, wie sie für den einlagigen Aufbau einer Wärmedämmung vorgesehen
sind. Diese bekannte Maßnahme ist von Vorteil, wenn über einem vorhandenen wärmedämmenden
Unterdach eine zweite Lage von serienmäßig vorhandenen Wärmedämmelementen aufgebaut
werden soll. Für eine Rationalisierung und Verbilligung der Herstellung der Wärmedämmelemente
ist diese bekannte Maßnahme nicht geeignet, da sie von der Verwendung der bekannten
teuren, vielgestaltigen Formen ausgeht.
-
Ein besonderer Vorteil der Erfindung wird auch darin gesehen, daß
durch die Vielzahl der in regelmäßigen Abständen zueinander verlaufenden komplementären
Nuten auf der Oberseite des unteren Wärmedämmelementes und der Unterseite des oberen
Wärmedämmelementes die Möglichkeit geschaffen wird, die streifenförmigen oberen
Wärmedämmelemente in einem solchen Abstand übereinander zu verlegen, daß eine Vielzahl
von Einhängabständen entsprechend dem Nutenraster möglich sind und damit z.B. zwischen
der Einfachdeckung und der Doppeldeckung mit Biberschwänzen mehrere
mehrere
Zwischenstufen wählbar sind. Dadurch passen sich eine Vielzahl von i:.indeeRsystemen
mit den selben Wärmedålllmelenuenten verwirklichen.
-
\usgetlend von einem immer gleichbleibenden und damit sehr preiswert
herstellbaren unteren Wärmedämmelement lassen sich auch unterschiedlich Dicke Warmedämui'.gen
dadurch verwirklichen. daß lediglich das obere Wärmedämmelement dicker oder dünner
ausgeführt wird, das mit geringen zusätzlichen Formkosten möglich ist.
-
Die mehrlagige Wärmedämmung gemäß der Erfindung ist unabhängig von
der Befestigung oder Abstutzung der Wärmedämmeiemente auf den Dachsparren verwendbar
und ist auch nicht auf zwischen Dachlatten eingreifende Wärmedämmelenlente begrenzt.
-
Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, daß die komplementären
Nuten am unteren Wärmedammelement eine großere Tiefe als an dem oberen Wärmedämmelement
haben. Dadurch entstehen luftgefüllte hohlräume, die eine Materialeinsparung ohne
einen nennenswerten Verlust der Wärmedämmung möglich machen. Durch die DE4S 31 19
520 sind wohl zweiteilig aufgebaute Wärmedämmelemente bekannt, die in ihrem Inneren
mit luftgefüllten Hohlräumen zum Zwecke der Materialeinsparung versehen sind. Diese
Elemente erfordern jedoch einen noch höheren Formenaufwand als die herkömmlichen
bekannten Wärmedämmelemente und sind daher sehr unwirtschaftlich. Eine spezielle
Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, daß in die U- oder rechteckförmigen Nuten
der unteren Wärmedämnlelenlente sägezahnförmige Nuten der oberen Wärmedämmelemente
eingreifen, wobei der auf der Rechteckdachfläche aufliegende AS schnitt der sägezahnförmigen
Nuten deren Verlauf angepaßt ist. Durch diese Ausgestaltung lassen sich noch größere
Hohlräume und damit eine größere Materialeinsparung erzielen.
-
Die oberen streifenförmigen Wärmedämmelemente haben vorzugsweise eine
Länge von etwa 40 cm bis etwa 200 cm, wobei sie an der traufseitigen oder der firstseitigen
Kante eine durchlaufende absatzförmige Ausnehmung haben können, in welche die Nasen
bzw. Halterungsvorsprünge der Eindekkungsplatten bei dichter Verlegung eingreifen,
Damit
Damit sich in den luftgefüllten Hohlräumen keine die Wärmedämmung
beeinträchtigende Feuchtigkeit ansammelt, ist ferner vorgesehen, daß sich von der
firstseitigen zur traufseitigen Kante des unteren Wärmedämmelementes verlaufende
Wasserführungskanäle mindestens bis zur Bodenfläehe der Nuten und gegebenfalls vom
firstseitigen bis zum traufseitigen Stufenfalz erstrecken.
-
Die Vortelle und Merkmale der Erfindung ergeben sich auch aus der
nach folgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen in Verbindung mit den Ansprüchen
und der Zeichnung. Es zeigen: Fig. 1 einen Schnitt durch einen Dachaufbau gemäß
der Erfindung; Fig. 2 eine weitere Ausführungsform der Erfindung.
-
In Fig. 1 ist ein Dachaufbau gezeigt, bei welchem auf Sparren 11 Dachlatten
12 befestigt sind, die der Abstützung von unteren Wärmedämmelementen dienen. Die
Unterseite dieser Wärmedämmelemente 14 greift in den Zwischenraum zwischen den Dachlatten
ein und liegt auf der Oberfläche der Dachsparren 11 auf. Obwohl nicht dargestellt,
können diese Wärmedämmelemente in an sich bekannten Folienschalen verlegt sein.
Das untere Wärmedämmelement ist plattenförmig aufgebaut und trägt an seiner Oberseite
sägezahnförmige Nute 16, welche sich in regelmäßigen Abständen über die gesamte
Oberfläehe des Wärmedämmelementes 14 erstrecken. Im Bereich der Dachlatten greifen
die unteren Wärmedämmelemente mit einem Stufenfalz übereinander.
-
Die obere Lage der Wärmedämmung wird von oberen streifenförmigen Wärmedämmelementen
18 gebildet, die auf der Unterseite mit einer entsprechenden Vielzahl von komplementären
sägezahnförmigen Nuten 20 versehen sind. Das obere Wärmedämmelement 18 wird derart
auf dem unteren verlegt, daß die sägezahnförmigen Nuten ineinandergreifen und sich
schubaufnehmend an diesen verrasten. Die in der Zeichnung dargestellte vorzugsweise
Ausführungsform zeigt für die komplementären Nuten an dem unteren Wärmedämmelement
eine größere Tiefe als am oberen Wärmedämmelement, sodaß dazwischen ein Luftvolumen
22 entsteht. Dieses Luftvolumen dient zur Materialeinsparung ohne Verringerung der
Wärmedämmung.
-
Die streifenförmigen
Die streifenförmigen oberen
Wärmedämmelemente 18 können jeweils mit ihren horizontal verlaufenden Kanten aneinander
anliegend auf den unteren verlegt sein, wobei vorgesehen ist, daß an der traufseitigen
Kante eine durchlaufende absatzförmige Ausnehmung 26 ausgebildet ist, in welche
die Nasen der Eindeckungsplatten 24 eingreifen.
-
Die unteren Wärmedämmelemente können m herkömmlicher Weise an den
vertikal verlaufenden Stößen mit einem Stufenfalz versehen sein, der schräg von
der Firstselte zur Traufseite nach oben verläuft, um das Eindringen von Feuchtigkeit
in diesen Bereich sicher zu verhindern. Im übrigen ist vorgesehen, daß die oberen
streifenförmigen Wärmedämmelemente 18 länger als die unteren Wärmedämmelemente 14
sind, sodaß sie über ein oder zwei oder auch mehrere Wärmedämmelemente übergreifen.
Zweckmäßigerweise können die oberen Wärmedämmelemente eine Länge von etwa 40 cm
bis etwa 200 cm haben.
-
Um sicherzustellen, daß in den Nuten 16 der unteren Wärmedämmelemente
14 eine Feuchtigkeitsansam mlung vermieden wird, sind im unteren Wärmedämmelement
14 ein oder mehrere Wasserführungskanäle 30 ausgebildet, die sich von der firstseitigen
zur traufseitigen Kante bzw. vom firstseitigen zum traufseitigen Stufenfalz und
bis zur Bodenfläche der Nuten erstrecken.
-
In Fig. 2 ist eine weitere Ausführungsform der Erfindung dargestellt,
bei der gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen versehen sind. Die unteren Wärmedämmelemente
114 unterscheiden sich durch die oberseitige Profilierung, die bei dieser Ausführungsform
aus rechteckförmigen Nuten 116 besteht, die ebenfalls in einer Vielzahl mit regelmäßigem
Abstand parallel zur Traufe über die gesamte Breite des Wärmedämmelementes verlaufen.
-
Die komplementären Nuten des oberen Wärmedämmelementes 118 sind als
Sägezahn 120 ausgebildet, wobei der auf der Rechteckdachfläche aufliegende Abschnitt
der sägezahnförmigen Nut dem Verlauf dieser Rechteckdachfläche angepaßt ist. Der
Sägezahn erstreckt sich nicht über die gesamte Tiefe der reehteckförmigen Nut, so
daß zwischen dem oberen und dem unteren Wärmedämmelement im Nutenbereieh ein freies
Luftvolumen 122 entsteht,
entsteht, was der M aterialeinsparung
ohne nennenswerte Beeinträchtigung der Wärmedämmung dient. Die Rechteckdachfläche
kann auch schräg verlaufend ausgebildet sein, so daß die koniplenientäre sägezahnförmige
Nut am oberen Wärmedämmelement eine gleichmäßig ansteigende Flanke hat.
-
Wie aus der Zeichnung erkennbar, sind die streifenförmigen oberen
Wärme dämmelemente 118 um eine sägezahnförmige Nut versetzt übereinander angeordnet,
so daß sich ein freier Raum 32 ergibt, in welchen die Nasen bzw. Halterungsvorsprünge
der Eindeckplatten 24 eingreifen können.
-
Wenn das Eindeckungssystem durch eine größere oder geringere Überdeckung
geändert werden soll, ist dies entsprechend dem Nutenraster in sehr einfacher Weise
möglich, indem die streifenförmigen oberen Wärmedämmelemente entsprechend weiter
auseinandergesetzt werden. Wenn .alaun davon ausgeht, daß der Ziegelnasenabstand
bei einer Doppeideckung mit Biberschwänzen 16 cm beträgt, ist hierfür ein streifenförmiges
Wärmedämmelement mit einer Abmessung von 16 cm in First-Traufrichtung erforderlich.
Soll jedoch nur eine Einfachdeckung vorgesehen sein, so können die gleichen Elemente
Verwendung finden, welche jedoch in einem Abstand von 16 cm voneinander zu verlegen
sind. Aus diesem Beispiel ist erkennbar, daß die Mehrfachwärmedämmung gemäß der
Erfindung in einfacher Weise an das Eindeckungssystem anpaßbar ist.
-
Wenn an die Wärmedämmung eine höhere Anforderung gestellt wird, so
ist diese in einfacher Weise dadurch zu erfüllen, daß die Dicke des oberen Wärmedäm
m elementes entsprechend geändert wird und gegebenenfalls dieses ohne Zwischenabstände
zu verlegen ist.
-
Unabhängig von der dargestellten Ausführungsform können die Nuten
beliebig gestaltet sein, solange sie eine Verzahnung zwischen dem unteren und dem
oberen Wärmedämmelement sowie eine Schubabtragung zulassen.
-
Das Raster der parallel zueinander verlaufenden Nuten ist den Materialeigenschaften
entsprechend zu dimensionieren, wobei es auch möglich ist, daß der Abstand der einzelnen
Nuten unregelmäßig ist.