DE3418059C2 - Betätigungsvorrichtung für automatische Notbremsen bei handbedienten Motorwerkzeugen - Google Patents
Betätigungsvorrichtung für automatische Notbremsen bei handbedienten MotorwerkzeugenInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Betätigungsvorrichtung für automatische Notbremsen bei handbedienten Motorwerkzeugen, wie Motorsägen, mit einer Antriebswelle für das Werkzeug. Solche Notbremsen bestehen aus einem Bremsmechanismus (4-7), der mit Hilfe von gespeicherter Energie ausgelöst wird. Ein Betätigungsglied (14) hat einen drehbaren und ausgewuchteten Körper mit geringer Reibung auf einer Achse (15), die im wesentlichen parallel zu der Antriebswelle angeordnet ist. Das Betätigungsglied (14) besteht aus magnetisch leitendem Material und besitzt eine Masse, die eine eigenständige Trägheit gegen ein Mitdrehen auf der Achse (15) aufweist. Es wirkt zunächst mit einem Magneten (16), der das Betätigungsglied (14) mit vorher festgelegter magnetischer Kraft gegen ein Mitdrehen in einer Winkelstellung des Betätigungsgliedes (14) festhält, und sodann mit einem Sensor (17; 21, 22) zusammen, der einen Impuls zur Auslösung des Bremsmechanismus (4-7) abgibt, sobald das Betätigungsglied (14) die Winkelstellung verläßt.
Description
Die Erfindung betrifft eine Betätigungsvorrichtung nach dem Oberbegriff des Patentanspruches 1 und insbesondere
eine Betätigungsvorrichtung von automatisehen Notbremsen bei handbetriebenen Motorwerkzeugen
mit einer sich drehenden Antriebswelle, wie z. B. bei motorbetriebenen Kettensägen, bei der die Notbremse
an der Antriebswelle aus einem Bremsmechanismus besteht, der mit Hufe von gespeicherter Energie ω
ausgelöst wird.
Motorkettensiigcn sind Werkzeuge, die unter unglücklichen
Umständen dem Sägenden oder Personen in dessen Nähe schwere Verletzungen zufügen können.
Das Unfallrisiko ist während des Entfernens von Baummästen am größten. Es kann vorkommen, daß die Sägekette
sich an der oberen Kante des Sägeschwertes vom Körper löst, sich dann an der Spitze des Sägeschwertes
A. Die I land des Sägenden betätigt einen Hebel bzw.
Bügel, der mechanisch mit der Verriegelung verbunden ist, wenn das Sägegehäusc um seine Achse
bzw. seinen Drehpunkt schwingt,
B. Der Hebel bzw. Bügel löst die Verriegelung mechanisch durch seine eigene Trägheit, ohne jeglichen
Kontakt mit dem Sägenden,
C. Eine festgelegte Relativbewegung zwischen dem Sägegehäuse und dem Sägeschwert bewirkt die gcwünschte
Auslösung oder Entriegelung über eine Gelenkverbindung zwischen diesen beiden Teilen,
D. ein elektrischer Schalter an dem Hebel bzw. Bügel löst die Verriegelung durch Kontaktgabc,
E. ein elektrischer Schalter, der den Trägheitskräften ausgesetzt ist, löst die Verriegelung direkt, ohne
daß die Betätigung irgendeines Hebels oder Bügels durch den Rückstoß nötig wäre, oder
F. ein Überdruckventil einer Druckkammer, das über eine Druckfeder mit der Bremse verbunden ist, ist
Trägheitskräften ausgesetzt und löst die Verriegelung.
Alle diese Lösungen hüben einen oder mehrere Nachteile.
Eine mechanische Einrichtung nach A, B und C mit unterschiedlichen Reaklionsgraden ist empfindlich hinsichtlich
Bruch bzw. Ausfall durch Schwingungen, Verunreinigung und Korrosion. Ferner ist die Reaktionszeit
oft nicht kurz genug, wie es auch bei D der Fall ist. Es
muß möglich sein, einen üblichen Rückschlag innerhalb von einer Zehntel Sekunde zu unterbrechen, damit der
Sägende nicht von der laufenden Kette getroffen wird.
Die Lösung nach E ist aus der DE-OS 30 18 952 beknnnt.
Bei dieser bekannten BeiäligungsvnTichtung ist
in dem Griff einer Motorsäge ein Trägheitsschalter vorgesehen,
der bei einer entsprechenden Beschleunigung die Verriegelung unmittelbar auslöst. Dieser Trägheitsschalter
verursacht oft ein sogenanntes Abwürgen aus dem Grund, weil die Handgriffe moderner Motorsägen
elastisch befestigt sind, wodurch Schwingbewegungen des Sägegehäuses möglich sind, die wiederum die Verriegelung
lösen können, wenn die elastischen Elemente zerstört sind oder infolge kalten Wetters nicht die richtige
Elastizität haben. Ein Beispiel für das Prinzip einer Ausführung nach E ist in der US-PS 39 74 566 angegeben.
Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Betätigungsvorrirhtung
für die Verriegelung in bekannten Bandbremsen bei handbedienten Motorwerkzeugen, -vie z. B. Motorsägen,
zu schaffen, die unempfindlich gegen übliche Schwingungen und Stöße ist und die eine sehr kurze
Reaktionszeit auf einen Rückstoß aufweist.
Diese Aufgabe wird bei einer Vorrichtung nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 erfindungsgemäß
durch die in dessen kennzeichnendem Teil enthaltenen Merkmale gelöst
Die Vorrichtung gemäß der Erfindung hat den Vorteil, daß sie es ermöglicht, zuverlässig eine Notbremse
auf eine billige und einfache Weise auszulösen. Weiterhin hat die Vorrichtung gemäß der Erfindung den Vorteil,
daß die Empfindlichkeit des Betätigungsgliedes leicht durch die Stärke des Magnetfeldes oder durch die
Größe der Luftspalte zwischen dem Magnet und dem Betätigungsglied geändert werden kann.
Vorteilhafte Weiterbildungen und Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigt
F i g. I schemaiisch in vergrößertem Maßstab das Sägegehäuse
in einer Seitenansicht mit gelöstem Betätigungsglied nach einem Ausführungsbeispiel der Erfindung,
[-'ig. 2 eine entsprechende Ansicht mit dem Betätigungsglied
nach einem Rückstoß,
F i g. 3 ein Betätigungsglied entsprechend einem /weiten Ausführungsbeispiel der Erfindung,
I- i g. 4 einen Schnitt IV-IV von F i g. 3,
F i g. 5 und 6 entsprechend F i g. 3 und F i g. 4 mit dem
Belätigungsglied nach einem Rückstoß und
Fig. 7 ein weiteres Ausführungsbeispiel des Bremsmechanismus.
In Fig. 1 ist in Seitenansicht ein Teil einer mit einer
Brennkraftmaschine angetriebenen Kettensäge zu sehen mit einem Sägegehäuse 1 und diesem vorgelagert
einem Sägeschwert 2 für eine Sägekette, die selbst nicht dargestellt ist. Die Sägekette ist um ein Kettenrad gespannt,
das an einem Kupplungszylinder 3 befestigt ist, welcher durch eine Fliehkraftkupplung mit der Kurbelwelle
der hier nicht sichtbaren antreibenden Maschine im Eingriff steht.
Im Sägegehäuse 1 ist ein an sich bekannter Bremsmeehanismus
angebracht, bestehend aus einem Band 4, das um den Kupplungszylinder 3 gelegt ist. Ein Ende 4' des
Bandes 4 ist am Sägegehäuse 1, das andere Ende 4" auf der einen Seite eines Hakens 5 befestigt, dessen andere
Seile mit einem Federelemenl 6 verbunden ist. Dieses wiederum ist am Sägegehäuse 1 gespannt befestigt und
versucht das Bremsband 4 in Kontakt mit dem Zylinder 3 zu bringen.
Der Haken 5 steht in Verbindung mit einer Klinke 7 (Fig. 1), die um die Achse T drehbar gelagert und mit
r> einem weiteren Federclement 8 ausgestattet ist, das die
Klinke 7 gegen den Uhrzeigersinn zu drehen versucht (F i g. 1 und 2). Die Kraft des Federeiementes 8 auf die
Klinke 7 kann durch einen Elektromagneten 9 überwunden werden, der im Sägegehäuse 1 über der Klinke 7
ίο angeordnet ist Dieser Magnet 9 ist über Leitungen bzw.
Anschlußdrähte 10 mit einer elektronischen Einheit 11 verbunden, die wiederum einerseits mit einer Stromquelle
Ί2 im Sägegehäuse 1 und andererseits mit einem Meßfühler bzw. Sensor 13 zur Erfassung bzw. Meldung
des Rückstoßes verbunden ist
Zum Meßfühler gehört ein Betätigungsglied 14, das mit einem geringen Reibungswiderstand auf einer Achse
15 in einem gesonderten, vorzugsweise hermetisch abgeschlossenen Teil des Sägegehäuses 1 gelagert ist
Das Betätigungsglied 14 hat die Form eines Rades und besteht aus magnetisch leitendem bzw. permeablem
Material mit radial vorspringenden Zähnen 14', die gleichmäßig am Umfang des Betätigungsgliedes 14 verteilt
sind. Er ist ausgewuchtet und kann nicht durch Schwingungen oder Stöße auf das Sägegehäuse 1 in
Drehung versetzt werden. Er hat gleichwohl eine eigenständige Trägheit, die einen Widerstand gegen eine
Drehbewegung verursacht, auch wenn das Sägegehäuse sich um eine Drehachse parallel zur Achse 15 verdrehen
oder verdrillen will. Wie oben beschrieben wurde, erzeugt der Rückstoß eine schwingende Bewegung der
Säge. Das Betätigungsglied 14 ist an einer geschützten Stelle im Sägegehäuse 1 untergebracht, wobei seine
Achse 15 parallel zu dieser Drehachse angeordnet ist.
Unter dem Betätigungsglied 14 befindet sich ein Dauermagnet 16 mit in Richtung zum Betätigungsglied 14
gebogenen Polschuhen 16'. In bestimmten Winkelpositionen des Betätigungsgliedes 14 befindet sich ein Paar
der vorgelagerten Zähne 14' genau gegenüber den entsprechenden Polschuhen 16'(Fig. 1).
An jedem der magnetischen Pole befindet sich ein ab- und einwärts gerichteter Arm 16" und diese Arme 16"
bilden einen Zwischenraum, der wesentlich breiter ist als die Spalte zwischen den Polschuhen 16' des Dauermagneten
16 und den benachbarten Zähnen 14' des Eetätigungsgliedes 14. In diesem breiteren Zwischenraum
ist ein Hall-Generator 17 montiert und mit Drähten oder Leitungen 18 mit der elektronischen Einheit 11 und
der Stromquelle 12 verbunden.
Befindet sich das Betätigungsglied 14 in der Normalstellung (F i g. 1), so wird von einem Pol des Dauermagneten
16 ein magnetischer Fluß aufrechterhalten, der, wie es die Pfeile in Fig. 1 zeigen, über den Spalt bei
Zahn 14' durch das Betätigungsglied 14 zum nächsten Zahn 14' und dann über den entsprechenden Spalt zum
anderen Magnetpol fließt. Das Betätigungsglied 14 wird vom magnetischen Fluß mit vorbestimmter Stärke in
seiner Lage festgehalten. Wenn diese Flußstärke durch einen Rückstoß überschritten wird, wie F i g. 2 zeigt, so
wird das Sägegehäuse 1 kurzzeitig gegenüber dem Betätigungsglied 14 etwas in Schwingung versetzt bzw.
verdreht. Die Spalte zwischen dem Bctätigungsglied 14 und den Polschuhen 16' des Dauermagneten 16 werden
merklich vergrößert. Der magnetische Fluß durch das Betätigungsglied 14 wird dadurch unterbrochen und
über einen der Arme 16" durch den Hall-Generator 17, wie es die Pfeile in F i g. 2 zeigen, und zurück durch den
anderen Arm 16" umgeleitet. Der maenefisnhe FInR
durch den Hall-Generator 17 verursacht ein Signal über die Leitung 18 zur elektronischen Einheit 11, die über
die Leitung 10 den Magneten 9 betätigt. Der Motorzündkreis kann möglicherweise gleichzeitig unterbrochen
werden. Die Klinke 7 wird dann vom Haken 5 freigegeben, und das Bremsband 4 spannt sich durch das
Federelement 6 um den Zylinder 3, so daß der Zylinder 3 zum Stehen kommt. Dieser Vorgang läuft im Bruchteil
einer Sekunde ab.
Nach erfolgtem Rückstoß wird das Betätigungsglied 14 vom magnetischen Fluß eingefangen und in seine
erste Lage zurückgesetzt, wodurch der Strom zum betätigten Magneten 9 durch einen Schaltvorgang in der
elektronischen Einheit 11 über den Hall-Generator 17 unterbrochen wird. Dann übernimmt die Klinke 7 wieder
ihre Arbeitsstellung und hält den Bremsmechanismus in Bereitschaftsstellung. Die Verriegelung kann nun
in ihre normale Lage, wie sie in F i g. 1 zu sehen ist, mit Hilfe eines Hebelarms 19 zurückgesetzt werden, der in
an sich bekannter Weise als Schutzhebel oder -bügel ausgebildet werden kann. Der Hebelarm 19 ist mit einer
Achse 19' im Sägegehäuse 1 drehbar gelagert und über ein Gelenk 20 mit dem Haken 5 verbunden.
Wenn ein Rückstoß durch die Notbremse in der Weise verhindert wurde, daß die Motorzündung unterbrochen
und der Kupplungszylinder 3 angehalten wurde, dann wird das Betätigungsglied 14 automatisch vom magnetischen
Fluß eingefangen und in seine Bereitschaftsstellung zurückgesetzt Zuerst wird dann der Zündstromkreis
wieder geschlossen. Bevor der Motor gestartet werden kann, muß der Hebelarm 19 in die Arbeitsstellung
bewegt werden. Die Klinke 7 fällt infolge der Wirkung von der Feder 8 bereits, wenn der Motor infolge
der Auslösung des Mechanismus anhält, da nämlich die Stromversorgung für den Magneten 9 aus dem Versorgungssystem
des Motors unterbrochen wurde. Deshalb kann die Verriegelung sofort betätigt werden, sobald
der Motor angehalten hat; der Kurzschluß des Zündsystems über die elektronische Einheit 11 bleibt
jedoch erhalten, bis das Betätigungsglied 14 wieder seine Bereitschaftsstellung im Magnetfeld eingenommen
hat
Die Fig. 3 bis 6 zeigen das Betätigungsglied 14 entsprechend
einer anderen Ausführungsform der Erfindung. Der Dauermagnet 16 ist nicht mit Armen ausgestattet,
und der Hall-Generator ist durch einen optischen Sensor ersetzt, und zwar durch eine Leuchtdiode
(LED) 21 und einen lichtempfindlichen Phototransistor 22, die an beiden Seiten des Betätigungsgliedes 14 angeordnet
sind. Der Lichtstrahl der LED 21 ist normalerweise durch das Betätigungsglied 14 unterbrochen,
wenn dieses sich mit einem Zähnepaar 14' im Magnetfeld, wie es F i g. 3 zeigt, befindet Beim Auftreten eines
Rückstoßes schwingt bzw. dreht sich das Sägegehäuse 1 relativ zum Betätigungsglied 14, und eine oder mehrere
öffnungen 23 in diesem lassen den Lichtstrahl von der LED 21 auf den Phototransistor 22 fallen. Dadurch wird
ein Signal zur elektronischen Einheit 11 gesendet die mit Hilfe des Magneten 9 die Klinke 7 löst
Das Betätigungsglied 14 ermöglicht es erfindungsgemäß,
schnell zu reagieren und zuverlässig eine Notbremse auf eine billige und einfache Weise auszulösen.
Die Empfindlichkeit des Betätigungsgliedes 14 kann leicht durch die Stärke des Magnetfeldes oder die Luftspalte
zwischen dem Magnet 16 und dem Betätigungsglied 14 geändert werden. Die Ausführung des Betätigungsgliedes
14 macht dieses gegenüber Schwingungen und üblichen direkten Stößen gegen das Sägegehäuse 1
gänzlich unempfindlich.
F i g. 7 zeigt ein alternatives Ausführungsbcispicl des
Bremsmechanismus. Das Bremsrad 4 ist an einem Ende 4' am Sägegehäuse 1 befestigl, umschlingt den Kupplungszylinder
3, durchdringt eine Druckfeder 24 und ist am anderen Ende 4" schwing- bzw. drehbar mit einem
Ende einer Kniegelenkverriegclung verbunden. Diese besteht aus zwei einen Drehpunkt 25 bildenden Gelenkgliedern
26 und 27. Das andere Ende der Kniegclenkverriegelung ist schwenkbar am Sägegehäuse 1 befestigt.
Die Druckfeder 24 befindet sich gespannt in einem Loch 28 im Sägegehäuse 1, und sie wird an einem Ende
durch eine Wand und am anderen Ende durch eine geschlitzte Unterlegscheibe 29 abgestützt. Das Ende des
Gelenkgliedes 26 stützt die Unterlegscheibe 29.
Die Kraftwirkung der Feder 24 ist über die Unterlegscheibe 29 zur Kniegelenkverriegelung gerichtet und
versucht das Ende 4" des Bandes 4 in F i g. 7 nach rechts zu ziehen. Aber die Gelenkglieder 26 und 27 halten es in
der dargestellten Lage, da sich deren gemeinsamer Drehpunkt 25 etwas oberhalb der verlängerten Federachse
befindet, die mit einer gedachten Linie zwischen den Befestigungspunkten der Kniegelenkverriegelung
am Bandende 4" bzw. am Sägegehäuse 1 zusammenfällt In dieser Lage liegt das Gelenkglied 27 an einer Nase
30 am Sägegehäuse 1. Eine Magnetspule 9' sitzt im Sägegehäuse 1 über dem Gelenkglied 26 in der Nähe des
Drehpunktes 25. Ein axial beweglicher Kern 31 in der Magnetspule 9' bewegt sich abwärts zum Gelenkglied
26, wenn die Magnetspule erregt wird, um dieses Glied bis zu einem Punkt unterhalb der verlängerten Federachse
zu stoßen. Dann kann die Feder 24 so wirksam werden, daß der Kniegelenkmechanismus nach unten
nachgibt und das Band 4 um den Kupplungszylinder 3 gespannt wird.
Der Kniegelenkmechanismus ist aufwärts in seine Verriegelungslage mit Hilfe eines Schutzhebels 32 verschwenkbar
bzw. drehbar, der wiederum um eine Achse 33 im Sägegehäuse 1 verschwenkbar bzw. drehbar gelagert
ist und einen Mitnehmer 34 trägt, der bei einer Bewegung gegen den Uhrzeigersinn in F i g. 7 auf das
Gelenkglied 27 einwirkt. Nach dieser Rückstellung des Verriegelungsmechanismus wird der Schutzhebel 32 im
Uhrzeigersinn zurück in die in Fig.7 gezeigte Lage bewegt.
Die Erfindung kann auch für andere handbedientc Werkzeuge mit sich drehenden Teilen angewendet werden,
die bei einem Blockieren gefährliche Drehbewegungen ausführen können. Andere Bremsmechanismen
sind denkbar, und die Verriegelung der Bremse kann anders entworfen sein. Das Betätigungsglied 14 kann ein
oder mehrere Magnetglieder aufweisen, die in jeder beliebigen Winkellage auf ein magnetisch leitendes Stück
im Sägegehäuse wirken. Auch der optische Sensor nach Fig.3 bis 5 kann anders aufgebaut sein, z.B. als eine
kombinierte Licht-Sende- und Empfangseinheit, die mit reflektierenden Teilen auf dem Betätigungsglied 14 zusammenwirkt.
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Betätigungsvorrichtung zur Auslösung von automatischen Notbremsen bei handbedienten Motorwerkzeugen,
wie Motorsägen mit einer Antriebswelle für das Werkzeug, bei der die Notbremse an
der Antriebswelle aus einem Bremsmechanismus besteht,
der mit Hilfe von gespeicherter Energie auslösbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß
ein Betätigungsglied (14) als ein drehbarer, ausgewuchteter Körper mit geringer Reibung auf einer im
wesentlichen parallel zur Antriebswelle verlaufenden Achse (15) vorgesehen ist und aus magnetisch
leitendem Material besteht, das eine Masse mit großer Trägheit gegen ein Mitdrehen auf der Achse (15)
aufweist, das Betätigungsglied (14) sowohl mit einem Magneten (16), der das Betätigungsglied (14) mit einer
vorher festgelegten magnetischen Kraft gegen Verdrehen in einer Winkelstellung des Betätigungsgliedes
(14) festhält, als auch mit einem Sensor (17; 21,22) in Wirkverbindung steht, der als Auslöser für
den Bremsmechanismus (4 bis 7) dient.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Magnet (16) mit zwei Polschuhen
(16') zum Betätigungsglied (14) gerichtet ist und mit je einem von jeden von diesen vorspringenden Arm
(16") einen Zwischenraum bildet, in dem sich der Sensor (17) befindet, das Betätigungsglied (14) mit
mindestens zwei Zähnen (14') ausgestattet ist, die in einer Winkelposition des Betätigungsgliedes (14) zusammen
min den entsprechenden Polschuhen (16') einen Spalt bilden, der schmaler als der Zwischenraum
zwischen den Armen (16") ist und durch den in der Winkelstellung der magnetische Fluß fließt, die
jedoch in anderer Winkelstellung einen Abstand zwischen dem Betätigungsglied (14) und den Polschuhen
(16') bilden, der größer als der Zwischenraum zwischen den Armen (Ϊ6") ist, durch den dann
der magnetische Fluß fließt, der den Sensor (17) zur
Abgabe von Impulsen zur Auslösung des Brcmsmechanismus
(4 bis 7) veranlaßt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Betätigungsglied (14) so ausgerüstet
ist, daß der Lichtstrahl einer lichlaussendenden Einrichtung (21) auf eine lichtempfindliche Einrichtung
(22) fällt, wenn das Betätigungsglied (14) aus der Winkelstellung kommt.
in Ästen verklemmt und dadurch kurzzeitig stoppt Dieses kurzzeitige Stoppen der Sägekette wird über die
Kettenglieder zur Antriebswelle der Kette weitergelcitet, wo ein beachtliches Drehmoment aufirilL Dieses
Drehmoment kann bei kurzzeitiger Blockierung der Kette eine schnelle Drehbewegung der Motorsäge bewirken,
einen sogenannten Rückstoß, der aufwärts um eine Achse oder einen Drehpunkt aufgrund von Rückschlag-
und Trägheitskräflen wirkt. Für den Sägenden ist es sehr schwierig, einen gerade beginnenden Rückstoß
zu verhindern, da eine Motorsäge an Handgriffen gehalten wird, die in der Nähe oder unmittelbar über
dem Schwerpunkt der Säge liegen.
Es sinJ einige Notbremsen bekannt, die von einem Rückstoß ausgelöst werden und das Kettenrad abbremsen,
wodurch das Drehmoment abgebaut und das Risiko gemindert wird, durch die Kette verletzt zu werden,
wenn der gegen den Sägenden gerichtete Rückstoß aufgetreten ist.
Diese Notbremsen sind üblicherweise mit einer Bandbremse ausgestattet, die um einen Kupplungszylinder
mit einem Kettenrad gespannt ist und die wiederum über eine Zentrifugalkupplung mit der Antriebswelle
des Sägemotors verbunden ist. Die Bandbremse besitzt eine Verriegelung, und in der verriegelten Stellung ist
die Bremse gegen ein gespanntes Federelement gelöst. Ist die Verriegelung gelöst, dann bringt das Federelement
die Bandbremse in Kontakt mit dem Kupplungszylinder und schaltet beispielsweise gleichzeitig die
Zündung des Motors aus.
In Verbindung hiermit war es schwierig, ein Betätigungsglied
bzw. einen Auslöser für das Auslösen der Verriegelung zu entwickeln, das bzw. der genügend
schnell reagiert und bei dem nicht das Risiko besteht, einem Bruch, Verschmutzung, Korrosion oder Schwingungen
und Stoßen ausgesetzt zu sein, wie sie üblicherweise beim Gebrauch von Motorsägen auftreten.
Die Verriegelung kann z. B. bei einem Rückstoß auf folgende Weise ausgelöst werden:
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