DE3244772C2 - - Google Patents
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B27—WORKING OR PRESERVING WOOD OR SIMILAR MATERIAL; NAILING OR STAPLING MACHINES IN GENERAL
- B27B—SAWS FOR WOOD OR SIMILAR MATERIAL; COMPONENTS OR ACCESSORIES THEREFOR
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- B27B17/08—Drives or gearings; Devices for swivelling or tilting the chain saw
- B27B17/083—Devices for arresting movement of the saw chain
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Description
Die Erfindung betrifft eine Kettensäge nach dem Oberbegriff
des Anspruches 1.
Aus der DE-OS 24 50 387 ist eine Kettensäge bekannt, bei der
das Kettenrad drehfest mit einem Hohlrad der Getriebestufe
verbunden ist. In die Innenverzahnung des Hohlrades greift
das Motorritzel ein. Trifft die Kettensäge bei einem
Schnittvorgang plötzlich auf einen erhöhten Schnittwider
stand, kann die Kettensäge zurückschlagen, was als
Kick-back-Effekt bezeichnet wird. Dieses Rückschlagen der
Kettensäge birgt eine erhebliche Unfallgefahr für die Bedie
nungsperson.
Um die Gefährdung der Bedienungsperson beim Kick-back-Effekt
zu senken, ist es bekannt, an der Kettensäge eine beim Rück
schlag auslösende Bremsvorrichtung anzuordnen, die das Ket
tenritzel abbremst und so die Sägekette in Sekundenbruchtei
len stillsetzt. Bei einer verbrennungsmotorisch angetriebe
nen Kettensäge nach der DE-OS 30 18 952 wirkt die Bremsvor
richtung auf die auf der Abtriebsseite angeordnete Kupp
lungstrommel, die damit zugleich eine Bremstrommel für ein
Bremsband bildet.
Auch bei elektromotorisch angetriebenen Kettensägen ist die
Anordnung einer bei Rückschlag auslösenden Bremsvorrichtung
bekannt (AT-PS 3 40 122). Die Motorwelle des Antriebsmotors
treibt über ein Ritzel ein Zahnrad an, welches über eine Ab
triebswelle drehfest mit einem Kettenrad verbunden ist. Die
Bremsvorrichtung besteht aus einer mit der Abtriebswelle um
laufenden Bremsscheibe, die axial an einer Bremsgegenfläche
zur Anlage gebracht werden kann. Bei ausgelöster Bremsvor
richtung wird diese über die Abtriebswelle, das Zahnrad und
das Motorritzel auch die Motorwelle stillsetzen, wobei die
Bremsvorrichtung die rotierenden Massen des Elektromotors
über die Getriebeübersetzung abbremsen muß. Das wirkende
Trägheitsmoment der rotierenden Massen führt zu einer ent
sprechenden Nachlaufzeit des Kettenrades und damit der Sä
gekette. Je größer jedoch die Nachlaufzeit der Sägekette
nach Aktivierung der Bremsvorrichtung ist, desto größer ist
die Gefährdung der die Kettensäge bedienenden Person.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, unter Vermeidung
einer Gefährdung der Bedienungsperson beim Rückschlag der
Kettensäge eine kleinbauende Bremsvorrichtung anzugeben, die
ein rasches Stillsetzen der Sägekette gewährleistet.
Diese Aufgabe wird nach den kennzeichnenden Merkmalen des
Anspruches 1 gelöst.
Die Anordnung der Bremsvorrichtung auf der Motorwelle hat
zur Folge, daß die beim Bremsvorgang zu vernichtenden Träg
heitskräfte der rotierenden Massen unmittelbar in der Brems
vorrichtung abgebaut werden können, ohne daß eine Getriebe
unter- bzw. -übersetzung die Wirkung der Bremsvorrichtung
beeinflußt. Die auf der Abtriebsseite der Motorwelle liegen
den Massen sind um Faktoren kleiner als die auf der Motor
seite rotierenden Massen, so daß deren Abbremsung über die
Getriebeübersetzung keine Schwierigkeiten bereitet. Die
Bremsvorrichtung kann daher kleiner gebaut werden als bei
einer Anordnung auf der Abtriebsseite und gewährleistet den
noch, daß die Sägekette in Sekundenbruchteilen stillgesetzt
werden kann.
Mit der erfindungsgemäßen Anordnung der Bremsvorrichtung auf
der Motorwelle des Antriebsmotors ist der Fachmann von der
bekannten Anordnung abgewichen, nach der sowohl bei elektro
motorisch angetriebenen Kettensägen als auch bei verbren
nungsmotorisch angetriebenen Kettensägen die Bremsvorrich
tung auf der Abtriebsseite, unmittelbar am Kettenrad an
greifend, angeordnet ist.
Eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung ist im An
spruch 2 angegeben.
Anhand des in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbei
spiels sind die Merkmale der Erfindung im einzelnen näher
erläutert. Es zeigt
Fig. 1 in schematischer Darstellung eine
Kettensäge in Seitenansicht, deren Brems
vorrichtung in Ruhestellung liegt,
Fig. 2 eine Darstellung gemäß Fig. 1 mit in Bremsstel
lung liegender Bremsvorrichtung,
Fig. 3 in vergrößerter Darstellung einen Schnitt durch
die Antriebsverbindung vom Antriebsmotor zum Ket
tenrad der Kettensäge,
Fig. 4 eine schematische Darstellung der beim Zurückschlagen der Kettensäge und beim
Abbremsen der Sägekette auftretenden Auslenkwinkel.
Die Kettensäge hat als Antriebsmotor 1 (Fig. 3)
einen Elektromotor, der in einem
Gehäuse 2 untergebracht (Fig. 1) ist. Das Gehäuse 2 hat einen rückwärtigen
Tragegriff 3 und ein vorderen Tragegriff 4,
an denen die Kettensäge getragen werden kann. Auf einem
Sägeschwert 5 läuft eine Sägekette 6 um, die derart ange
trieben wird, daß sich ihr Untertrum 7 in Richtung auf das
Gehäuse 2 in Richtung des Pfeiles 8 bewegt. Am rückwärtigen
Tragegriff 3 ist ein Schalter 9 zum Ein- und Ausschalten des
Elektromotors vorgesehen.
Im Bereich vor dem vorderen Tragegriff 4 ist ein Schutzbügel
10 angeordnet, der als Betätigungsteil eine Bremsvorrichtung 11 zum Abbremsen
der Sägekette 6 auslöst.
Der Elektromotor hat eine Motorwelle 12 (Fig. 3), auf der
ein Lüfterrad 13 und ein Ritzel 14 einer Getriebestufe 15
drehfest sitzen. Im Bereich zwischen dem Lüfterrad 13 und dem
Ritzel 14 ist auf der Ankerwelle 12 mittels einer Buchse 16
eine Bremstrommel 17 der Bremsvorrichtung 11 drehfest gelagert.
Die Motorwelle 12 ist mittels eines Lagers 18, beispielsweise eines
Kugellagers, im Gehäuse 2 drehbar abgestützt. Das Ritzel 14
greift in eine Innenverzahnung 19 eines Hohlrades 20 der Ge
triebestufe 15 ein. Das Hohlrad 20 sitzt drehfest auf einer Abtriebs
welle 21, die parallel zur Motorwelle 12 verläuft und drehbar
im Gehäuse 2 gelagert ist. Auf dem freien Ende der Abtriebswelle
21 sitzt ein Kettenrad 22, über das die Sägekette 6 geführt
wird.
Die Bremstrommel 17 hat eine Bremsfläche 23, die durch den
Trommelmantel gebildet ist. Die Bremsvorrichtung 11 weist
ferner ein Bremsband 24 (Fig. 1) auf, das mit einem (nicht darge
stellten) Ende am Gehäuse 2 und mit dem anderen Ende an einem
schwenkbaren Hebel 25 befestigt ist. Der Hebel 25 ist ein zweiarmiger
Hebel und am Gehäuse 2 schwenkbar gelagert. An
einem Hebelarm ist das Bremsband 24 und am anderen Hebelarm das eine
Ende einer Zugfeder 26 befestigt, deren anderes Ende am
Gehäuse 2 befestigt ist. An dem mit dem Bremsband 24 verbundenen
Hebelarm greift ein Zwischenhebel 27 gelenkig an, dessen anderes Ende gelenkig
mit einem Bremshebel 28 verbunden ist. Die beiden Hebel 27, 28 bilden
ein Kniegelenk, mit dem der Hebel 25 in seiner Ruhestellung
(Fig. 1) gegen die Vorspannkraft der Zugfeder 26 gehalten
wird. Der Bremshebel 28 ist an seinem anderen Ende an einem Steuer
teil 29 angelenkt, das am freien Ende des Schutzbügels 10 im
Gehäuse 2 vorgesehen ist. Der Steuerteil 29 weist zwei An
schläge 30, 31 auf, die Mitnehmer für den Bremshebel 28 bilden. In
der in Fig. 1 dargestellten Ruhestellung nehmen die Hebel 27,
28 eine Strecklage ein. Außerdem liegt der Bremshebel 28 am Anschlag
30 des Steuerteiles 29 an. In dieser Lage wird der Schutz
bügel 10 durch einen Halteteil 32 gehalten, der in eine Ver
tiefung 33 des Steuerteiles 29 unter der Kraft einer Zugfeder
34 eingreift. Der Halteteil 32 ist schwenkbar am Gehäuse 2 ge
lagert und als einarmiger Hebel ausgebildet, an dessen freiem
Ende das eine Ende der Zugfeder 34 angreift, die mit ihrem
anderen Ende am Gehäuse 2 befestigt ist.
Wenn die den vorderen Griff 4 umfassende Hand der Bedienungs
person vom Griff der Kettensäge abrutscht oder beim Zurück
schlagen der Kettensäge verlagert wird, wird der Schutz
bügel 10 von dem Handrücken in Richtung 35 in die
Lage nach Fig. 2 verschwenkt. Hierbei wird auch der
Steuerteil 29 verschwenkt, wobei dessen Anschlag 30 den Bremshebel
28 im Uhrzeigersinn verschwenkt. Die Vorspannkraft der Zug
feder 34 ist so abgestimmt, daß die von der
Hand auf den Schutzbügel 10 ausgeübte Kraft
die Vorspannkraft der Zugfeder 34 überwinden kann.
Der Halteteil 32 wird beim Verschwenken des Steuerteiles 29
aus dessen Vertiefung 33 gedrückt,
wodurch der Hebel 25 von der
sehr stark vorgespannten Zugfeder 26 entgegen Uhrzeigersinn
verschwenkt und das Bremsband 24 an die Bremstrommel 17
angelegt wird. Da die Bremstrommel 17 drehfest mit der Motorwelle 12 ver
bunden ist, wird die Motorwelle 12 und über die Getriebestufe 15
auch das Kettenrad 22 abgebremst. Die Sägekette 6 wird
in Sekundenbruchteilen stillgesetzt.
Zum Lösen der Bremsvorrichtung 10 wird der
Schutzbügel 10 in Schwenkrichtung 36 (Fig. 2) zurückge
schwenkt. Der Anschlag 31 nimmt dabei den Bremshebel 28
entgegen dem Uhrzeigersinn mit. Über den Zwischen
hebel 27 wird hierbei der Hebel 25 im Uhrzeigersinn gegen die Kraft
der Zugfeder 26 zurückgeschwenkt, bis der Halteteil 32 unter
der Kraft der Zugfeder 34 in die Vertiefung 33 des Steuer
teiles 29 eingreift und dadurch die Hebel 27, 28 gegen die
Kraft der Zugfeder 26 in der in Fig. 1 dargestellten Streck
lage hält. Das Bremsband 24 liegt dann in geringem Abstand zur
Bremstrommel 17, so daß die Motorwelle 12 wieder drehen
und das Kettenrad 22 antreiben kann.
Im Ausführungsbeispiel wird der Schutzbügel 10 manuell ver
schwenkt. Der Schutzbügel 10 kann aber auch so ausgebildet
sein, daß er z. B. durch beim
Zurückschlagen der Kettensäge auftretende Trägheitskräfte,
verschwenkt wird und die Bremsvorrichtung 11 auslöst.
Die Motorwelle 12 und das Kettenrad 22 werden, in Achsrich
tung gesehen, im Uhrzeigersinn entsprechend der in Fig. 1
eingezeichneten Pfeile angetrieben. Dadurch wird das Unter
trum 7 der Sägekette 6 in Richtung des Pfeiles 8, also in
Richtung auf das Gehäuse 2, umlaufend angetrieben.
Tritt ein Kick-back-Effekt auf,
schlägt die Kettensäge in Richtung des Pfeiles 38 zurück. Bei
bekannten Kettensägen beschreibt die Spitze 37 des Sägeschwertes 5 infolge des Rückschlag
momentes einen Auslenkwinkel d K , wie er in Fig. 4 einge
zeichnet ist. Da bei der erfindungsgemäßen Kettensäge das Kettenrad
22 über wenigstens eine Getriebestufe 15 von dem Elektro
motor 1 angetrieben ist und auf dessen Motorwelle 12 die Brems
trommel 17 sitzt und die Motorwelle 12 und das Kettenrad 22
derart angetrieben werden, daß das Untertrum 7 der Sägekette
6 in Richtung auf das Gehäuse 2 läuft, führt das
beim Abbremsen der Sägekette 6 auftretende Bremsmoment zu einem
Reaktionsmoment der Kettensäge, das dem Rückschlagmoment
entgegenwirkt. Der durch das Bremsmoment bewirkte Auslenk
winkel ist in Fig. 4 mit ϕ B bezeichnet. Aus der Darstellung
gemäß Fig. 4 ergibt sich, daß infolge der einander entgegen
wirkenden Momente der Kettensäge ihr Rückschlagwinkel ver
ringert wird. Der aus dem Reaktionsmoment und dem Rückschlag
moment der Kettensäge entstehende resultierende Auslenkwinkel
d R ergibt sich aus der Beziehung ϕ R = ϕ K -ϕ B . Im Vergleich
zu den bekannten Kettensägen, bei denen der Auslenkwinkel gleich
ϕ K ist, wird also bei der erfindungsgemäßen Kettensäge der
Auslenkwinkel beim Rückschlag verringert.
Dadurch wird die Gefahr verringert, daß die Bedienungsperson
durch die rückschlagende Kettensäge verletzt wird.
Claims (2)
1. Kettensäge mit einem in einem Gehäuse (2) untergebrachten
Elektromotor als Antriebsmotor (1), mit einem auf der Motor
welle (12) sitzenden Ritzel (14), das in eine Innenver
zahnung (19) eines Hohlrades (20) eingreift, welches dreh
fest auf einer Abtriebswelle (21) sitzt, auf der ein
Kettenrad (22) drehfest gelagert ist, mit dem eine
Sägekette (6) angetrieben ist,
gekennzeichnet durch eine bei einem Rückschlag der
Kettensäge auslösende Bremsvorrichtung (11) mit einer
Bremstrommel (17), die im Bereich zwischen dem Ritzel
(14) und dem Antriebsmotor (1) angeordnet ist und durch
ein Bremsband (24) abbremsbar ist.
2. Kettensäge nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß das Bremsband (24) mit
einem Betätigungsteil (Schutzbügel 10) verbunden ist, der unter
Vorspannung steht und das Bremsband (24) in einer
Ruhestellung im Abstand zur Bremstrommel (17) hält.
Priority Applications (5)
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