-
Einrichtung zur Aufbereitung von bituminösem Mischgut, insbe-
-
sondere Straßenbauasphalt.
-
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Aufbereitung von bituminösem
Mischgut, insbesondere Straßenbauasphalt, mit einer Trocken-Drehtrommel, welche
mittels einer Brenneranordnung beheizbar und in welche mittels einer Fördervorrichtunq
ein Gesteinsgemenge als Zuschlagstoffe von einem Ende her einbringbar ist, welche
ferner so ausgebildet ist, daß das Gesteinsgemenge bei Trommelumlauf in Richtung
auf das jeweils andere Ende der Trocken-Drehtrommel wandert und welche über einen
Abgaskanal mittels eines Sauggebläses entlüftbar ist1 sowie mit einer Mischvorrichtung
zur Beigabe von Bitumen zum getrockneten Gesteinsgemenge.
-
Bei bekannten Einrichtungen dieser Art wird das in der Trokken-Drehtrommel
getrocknete und.erhitzte Gesteinsgemenge aus der Trocken-Drehtrommel ausgetragen
und mittels eines Heißelevators hochgefördert, um nach Durchfallen einer Siebvorrichtung
nach Korngrößen sortiert in eine Dosier- und Mischvorrichtung zu gelangen, in welcher
charqenweise Zuschlaqstoffmengen der jeweils gewünschten Korngröße aus Vorratsfächern
entnommen und mit dosiert eingesprühtem Bitumen in einem Mischer. gemischt werden.
-
Eine nach diesem bekannten Prinzip aufgebaute Einrichtung hat einen
beträchtlichen Raumbedarf, ist technisch aufwendig und verursacht Energieverluste.
-
Andere bekannte Einrichtungen zur Aufbereitung von bituminösem Mischgut
sehen ein Einbringen des Gesteinsgemenges in die Trocken-Drehtrommel bereits in
der gewünschten Zusammensetzung bezüglich der Korngrößenanteile vor, so daß nach
Entnehmen des Gesteinsgemenges aus der Trocken-Drehtrommel und Hochfördern über
einen Heißelevator in einer Mischtrommel die Beigabe des Bitumen erfolgen'kann,
welches in die rotierende Mischtrommel eingespritzt wird. Das Mischgut kann aus
dem von der Trocken-Drehtrommel abliegenden Ende der Mischtrommel entnommen und
in einen Vorratssilo abgegeben werden.
-
Auch diese bekannte Anlage hat in Richtung der Trommelachse beträchtlichen
Platzbedarf und macht aufwendige Maßnahmen zur Isolierung der Anlageteile gegen
Wärmeverluste erforderlich.
-
Ebenfalls bekannte Einrichtungen zur Aufbereitung von bituminösem
Mischgut sind so ausgebildet; daß die Trocken-Drehtrommel zugleich die Mischvorrichtung
bildet, wobei das Bitumen unmittelbar in die Trocken-Drehtrommel längs einer bestimmten
axialen Länge derselben in einem Bereich eingespritzt wird,- in welchem das in die
Trocken-Drehtrommel in der gewünschten Zusammensetzung eingebrachte Gesteinsgemenge
bereits in ausreichendem Maße durch die Beheizung der Trokken-Drehtrommel getrocknet
ist. Einrichtungen solcher Art haben den Vorteil eines geringen Raumbedarfes und
eines vergleichsweise einfachen Aufbaus, doch ergeben sich beträchtliche Schwierigkeiten
der Einstellung eines stabilen Betriebes in solcher Weise, daß ein überhitzen des
Bitumens aufgrund einer zu starken Beheizung der Trocken-Drehtrommel durch die in
sie hinein gerichtete Brennerflamme einerseits vermieden wird und andererseits eine
ausreichende Trocknung
des Gesteinsgemenges vor der Vereinigung
mit dem eingesprühten Bitumen erzielt wird. damit das Bitumen an den Oberflächen
der Gesteinskörner zufriedenstellend haftet. Weiter hat sich bei Einrichtungen der
zuletzt erwähnten Art das Problem ergeben daß die Abgase aus der Trocken-Drehtrommel
insbesondere während der Inbetriebsetzung der Anlage mit Bitumennebel oder daraus
entstehenden Verbrennungsprodukten versetzt sein können, wodurch in Abgaskanal angeordnete
Entstaubungseinrichtungen sich zusetzen und unwirksam werden. Eine Abgabe ungereinigter
Abgase aus der Trocken-Drehtrommel der zuletzt erwähnten bekannten Einrichtung in
die Umgebung ist zumindest in bewohnten Gebieten unzuträglich und in vielen Ländern.
insbesondere Europas streng verboten.
-
Durch die Erfindung soll die Aufgabe gelöst werden, eine Einrichtung
mit den Merkmalen des Oberbegriffes von Anspruch 1 in solcher Weise auszugestalten
daß ein geringer Raumbedarf der gesamten Anlage sowie eine Verringerung der Energieverluste
und eine Vereinfachung des Aufbaus erzielt werden und gleichzeitig eine Einstellung
des Trocknungsergebnisses bzw. der Erwärmung des in die Trocken-Drehtrommel eingegebenen
Gesteinsgemenges einerseits und der Beigabe und Dosierung des Bindemittels andererseits
im wesentlichen unabhängig voneinander möglich ist.
-
Diese Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale von Anspruch
1 gelöst.
-
Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildunqen sind Gegenstand der
anliegenden Ansprüche 2 bis 15. deren Inhalt hierdurch ausdrücklich zum Bestandteil
der Beschreibung gemacht wird; ohne an dieser Stelle den Wortlaut zu wiederholen.
-
Es sei darauf hingewiesen, daß es aus der deutschen Patentschrift
1 217 992 an sich bekannt ist, einen sich an die Trocknung des Gesteinsgemenges
anschließenden Verfahrensschritt
bei der Aufbereitung von bituminösem
Mischgut, nämlich das Klassifizieren in Gesteinsgemengeanteile bestimmter Korngröße,
in eine die Trocken-Drehtrommel koaxial umgebende Siebtrommel zu verlegen und dadurch
eine vorteilhafte gedrängte Bauweise der gesamten Einrichtung ohne einen der Trocken-Drehtrommel
nachgeschalteten Heißelevator und eine daran sich anschließede Siebvorrichtung zu
erhalten. Die Siebtrommel der bekannten Einrichtung bietet jedoch nicht die Möglichkeit,
andere Verfahrensschritte außer dem Siebvorgang in ihr durchzuführen.
-
Vor einer detaillierten Beschreibung der Ausführungsbeispiele sei
an dieser Stelle auf eine bevorzugte Ausführungsform kurz eingegangen.
-
Wird gemäß dieser bevorzugten Ausführungsform der Ringraum zwischen
Trocken-Drehtrommel und der sie umgebenden weiteren Trommel über einen gesonderten
Abgaskanal entlüftet, der in den Abgaskanal für die Trocken-Drehtrommel einmündet
und ein Drosselorgan enthält, so kann die von der Brenneranordnung in die Trocken-Drehtrommel
eingebrachte Wärmeenergie durch entsprechende Einstellung des Drosselorganes zwischen
den beiden Arbeitsräumen der Einrichtung, nämlich dem Innenraum der Trocken-Drehtrommel
und dem Ringraum zwischen der Trokken-Drehtrommel und der sie umgebenden weiteren
Trommel beliebig aufgeteilt werden.
-
Die Einstellung des Drosselorgans kann so vorgenommen werden, daß
bereits in der Anlaufphase der Einrichtung, in welcher sich noch nicht sämtliche
Anlageteile in einem thermischen Gleichgewicht befinden, ein optimales Trocknungsergebnis
des Gesteinsgemenges und gleichzeitig eine ausreichende Beheizung des das Mischgut
enthaltenden Ringraumes zwischen Trocken-Drehtrommel und der weiteren Trommel erreicht
werden, da das Sauggebläse einen Teil der heißen Abluft und der Verbrennungsgase
aus der Trocken-Drehtrommel unmittelbar über
den daran angeschlossenen
Abgaskanal absaugt, einen weiteren Teil dieser heißen Abluft und der Verbrennungsgase
aber über Wandbrüche der Trocken-Drehtrommel und den genannten Ringraum entsprechend
der Einstellung des Drosselorganes über den das Drosselorgan enthaltenden weiteren
Abgaskanal abzieht. Ein Überhitzen oder Verbrennen des Bitumens durch zu starke
Beheizung des Mischgutes kann sicher vermieden werden. Gleichzeitig ergibt sich
der wesentliche Vorteil einer guten Ausnützung der Wärmeenergie, welche aufgrund
der hohen Temperaturen im Innenraum der Trocken-Dreh trommel von deren Mantel abgestrahlt
wird und bei der hier angegebenen Einrichtung in dem die Trocken-Drehtrommel umgebenden
Ringraum zu dessen Beheizung zusätzlich nutzbar gemacht wird.
-
Nachfolgend werden einige Ausführungsbeispiele anhand der Zeichnung
beschrieben. Es zeigen Fig. 1 eine schematische Ansicht eines Axialschnittes durch
eine mit Gegenstromtrocknung arbeitende Einrichtung zur Aufbereitung von bituminösem
Mischgut der hier angegebenen Art Fig. 2 eine gegenüber Figur 1 abgewandelte mit
Gleichstromtrocknung arbeitende Ausführungsform einer Einrichtung zur Aufbereitung
von bituminösem Mischgut, ebenfalls in einem Axialschnitt dargestellt, Fig. 3 einen
Axialschnitt durch eine der Einrichtung nach Figur 1 ähnliche Einrichtung mit einer
Beimisch-Zufördervorrichtung zur Beigabe von Altasphalt, Fig. 4 einen Axialschnitt
durch eine der Einrichtung nach Figur 2 ähnliche Einrichtung mit einer Beimisch-Zufördervorrichtung
zur Beigabe von Altasphalt und
Fig. 5 einen Axialschnitt durch
eine der Einrichtung nach Figur 1 ähnliche Einrichtung mit jeweils gesonderten Lager-
und Antriebsvorrichtungen für die Trocken-Drehtrommel und die sie umgebende weitere
Trommel sowie mit einer weiteren Brenneranordnung zur zusätzlichen Beheizung des
die Trocken-Drehtrommel umgebenden Rinraumes.
-
Zunächst sei darauf hingewiesen, daß in den Zeichnungsfiguren 1 bis
5 die im Axialschnitt dargestellten Einrichtungen zur Aufbereitung von bituminösem
Mischgut in Axialrichtung verkürzt abgebildet sind, um eine Gesamtansicht der wesentlichen
Anlageteile in einer Darstellung wiedergeben zu können.
-
Praktisch haben jedoch die Trocken-Dreh trommel und die sie umgebende
weitere Trommel gegenüber der dargestellten axialen Abmessung etwa doppelte Länge.
Allerdings können auch andere Verhältnisse der Abmessungen vom Fachmann jederzeit
bei Bedarf vorgesehen werden.
-
Die in Figur 1 gezeigte Einrichtung enthält eine Trocken-Drehtrommel
1, welche an ihrem Vorderende durch eine Abschlußwand 2 verschlossen ist, die über
einen eine Trommeldrehung zulassenden Dichtungsspalt 3 an die Trocken-Drehtrommel
angrenzt. Durch eine Öffnung 4 der Abschlußwand 2 reicht ein Förderband 5 in den
Innenraum der Trocken-Drehtrommel hinein.
-
Das Förderband 5 dient zur Eingabe eines vorbereiteten Gesteinsgemenges
mit den jeweils gewünschten Körnungsanteilen in den Innenraum der Trocken-Drehtrommel.
-
An ihrem hinteren, in Figur 1 rechts liegenden Ende ist die Trocken-Drehtrommel
1 durch eine Abschlußwand 6 abgeschlossen, welche über einen eine Trommeldrehung
zulassenden Dichtungsspalt 7 an die Trocken-Drehtrommel 1 angrenzt. Wird die Trocken-Drehtrommel
1 in Umdrehung versetzt, so wandert das
zu trocknende Gesteinsgemenge,
welches über das Förderband 5 in den Innenraum der Trocken-Drehtrommel eingegeben
worden ist, in Richtung des Pfeiles P allmählich in der Trocken-Drehtrommel von
links nach rechts, wobei das Gesteinsgemenge aufgrund der Trommeldrehung mit Hilfe
von in den Zeichnungen nicht gezeigten Einbauten, etwa in Gestalt einer Beschaufelung
der Trommelinnenwand. an dieser hochtransportiert wird und dann in der Trommel niederfällt,
wobei in der Trocken-Drehtrommel von rechts nach links strömende heiße Verbrennungsgase
eine intensive Trocknung des Gesteinsgemenges bewirken.
-
Die heißen Verbrennungsgase werden durch einen Brenner 8 erzeugt,
welcher über eine Öffnung der Abschlußwand 6 in den Innenraum der Trocken-Drehtrommel
1 hineinreicht und eine axial in die Trocken-Drehtrommel 1 gerichtete Brennerflamme
9 erzeugt. Der Brenner 8 kann mit den üblichen Brennstoffen gespeist werden.
-
Die Abschlußwand 2 ist mit einer Öffnung versehen, von welcher ein
Abgaskanal 10 wegführt, der an ein Sauggebläse angeschlossen ist. Dieses in den
Zeichnungen nicht gezeigte Sauggebläse saugt aus der Trocken-Drehtrommel Verbrennungsprodukte,
Abgas und Wasserdampf ab.
-
Nahe dem brennerseitigen Ende der Trocken-Drehtrommel 1 ist deren
Wand mit Durchbxmchen 11 versehen, welche solche axiale und umfangsmäßige Abmessung
aufweisen, daß das getrocknete Gesteinsgemenge, wenn es auf seinem Wege durch die
Trocken-Drehtrommel von links nach rechts in den Bereich der Durchbrüche gelangt,
durch diese vollständig hindurch in einen Ringraum 12 fällt, welcher zwischen der
Außenwand der Trokken-Drehtrommel 1 und einer diese umgebenden weiteren Trommel
13 gebildet ist.
-
Die weitere Trommel 13 ist gegen die Trocken-Drehtrommel 1
über
in Figur 1 nur schematisch angegebene Speichen 14 abgestützt. Es sei jedoch bemerkt:
daß die Abstützung der Trocken-Drehtrommel gegenüber der weiteren Trommel auch mittels
einer den Ringraum 12 überspannenden Beschaufelung erfolgen kann.
-
Die Speichen 14 dienen auch zur Abstützung von Laufringen 15 gegen
die Trocken-Drehtrommel 1 unter Uberbrückung des Ringraumes 12, so daß die Trocken-Drehtrommel
1 mittels der Laufringe 15 und mit diesen zusammenwirkenden Spurkranzrollen 16 drehbar
gelagert ist, wobei in der Zeichnung nicht im einzelnen gezeigte Lager- und Antriebsmittel
sowie Antriebsmotoren die Trommeldrehung herbeiführen.
-
Die weitere Trommel 13 hat bei dem Ausführungsbeispiel nach Figur
1 solche axiale Länge, daß sie sich nicht nur in dem Abschnitt zwischen den beiden
gezeigten Laufringen 15 erstreckt, sondern auch links von dem linken Laufring 15
und rechts von dem rechten Laufring 15 gelegene Trommelabschnitte aufweist.
-
Dabei ist bedeutsam, daß die Trocken-Drehtrommel 1 das kragende, durch
die Speichen 14 und die Laufrinqe 15 abgestützte Konstruktionsteil der Trommelanordnung
bildet, welches seinerseits zur Abstützung der weiteren Trommel 13 dient, die aus
einer Anzahl bogenförmiger Wandelemente in solcher Weise zusammengesetzt ist, daß
der Ringraum 12 zur Durchführung von Wartungs- oder Reparaturarbeiten durch Abnahme
einzelner oder sämtlicher Wandelemente der weiteren Trommel 13 zugänglich gemacht
werden kann.
-
Die beschriebene Konstruktion gestattet es, abweichend von der in
Figur 1 gezeigten Ausbildung die weitere Trommel 13 lediglich im axialen Bereich
zwischen den Laufringen 14 vorzusehen oder aber mit solcher axialer Länge auszustatten,
daß die weitere Trommel 13 auf der linken Seite nicht über den Laufring 15 hinausreicht.
Gemäß einer wiederum anderen Ausgestaltung kann die weitere Trommel 13 auch nur
im Bereich eines frei auskragenden Teiles der Trocken-Drehtrommel 1 ausserhalb
des
Bereiches der Laufringe 15 der Trocken-Drehtrommel vorgesehen werden.
-
Ferner besteht die Möglichkeit1 die Trocken-Drehtrommel 1 am in Figur
1 rechts liegenden Ende mit geringerer axialer Länge auszustatten, so daß die Trocken-Drehtrommel
1 in bestimmtem axialem Abstand vor dem Ende der weiteren Trommel 13 endet und das
getrocknete Gesteinsgemenge von der Trocken-Drehtrommel 1 aus deren rechts liegender
Trommelöffnung unmittelbar auf die Innenwand der weiteren Trommel 13 fällt, wobei
auf Durchbrüche 11 bei dieser abgewandelten Ausführungsform verzichtet werden kann.
-
Eine in Figur 1 aus Gründen der Übersichtlichkeit nicht eingezeichnete
Innenbeschaufelung der weiteren Trommel 13 bewirkt, daß das über die Durchbrüche
11 im Bereich 17 in den Ringraum 12 fallende Material von dem Bereich 17 aus allmählich
entgegen der Wanderungsrichtung innerhalb der Trokken-Drehtrommel mit Bezug auf
die Darstellung von Figur 1 wieder nach links wandert, wobei das Material aufgrund
der Trommeldrehung an der Innenwand der weiteren Trommel 13 hochgeführt wird und
ständig innerhalb des Ringraumes 12 wieder zu dem unteren Bereich der weiteren Trommel
13 teilsweise niederfällt und teilweise hinabrutscht.
-
Eine Bitumendosiervorrichtung 18 enthält einen Getriebemotor 19 und
eine Bitumenpumpe 20, von welcher aus eine Einspritzleitung 21 durch eine Öffnung
der Abschlußwand 6 in den Ringraum zwischen der Trocken-Drehtrommel 1 und der weiteren
Trommel 13 hineinreicht und nahe dem Bereich 17 in einer Einspritzdüse endet. Die
Beigabe des Bitumens zu dem getrockneten Gesteinsgemenge erfolgt also durch Einsprühen
des Bitumens vorzugsweise dort, wo das getrocknete Gerste in gemenge durch die Durchbrüche
1 hindurch auf die Innenwand der weiteren Trommel 13 fällt.
-
Es sei noch bemerkt, daß die Abschlußwand 6 über einen die Trommeldrehung
zulassenden Dichtungsspalt 22 an die weitere Trommel 13 angrenzt.
-
Auf der von den Durchbrüchen 11 abliegenden Seite der weiteren Trommel
13 reicht diese in ein Sammlergehäuse 23 hinein, welches an die Trommel 13 über
einen die Trommeldrehung zulassenden Dichtungsspalt 24 angrenzt. Ein weiterer, die
Trommeldrehung zulassender Ringspalt 25 ist zwischen dem Sammlergehäuse 23 und der
Trocken-Drehtrommel 1 vorgesehen, wie aus Figur 1 ohne weiteres hervorgeht. Von
dem Sammlergehäuse 23 führt in dessen oberem Bereich ein gesonderter Abgaskanal
26 weg, der ein mittels eines Stelltriebs 27 einstellbares Drosselorgan 28 enthält.
-
Im unteren Bereich ist das Sammlergehäuse 23 mit einer Austragsöffnung
29 zur Entnahme des bituminösen Mischgutes aus dem Ringraum 12 versehen. Die Austragsöffnung
29 ist mit einem Entnahmekanal 30 verbunden, der zu einem Entnahmesilo 31 führt,
und zur Vermeidung des Ansaugens von Falschluft als Doppelschleuse ausgebildet ist.
-
Wird die Wanderung des Gesteinsgemenges in der Trocken-Drehtrommel
1 durch eine Neigung ihrer Achse zur Bildung eines Gefälles von links nach rechts
erzeugt, so muß die weitere Trommel 13 auf ihrer Innenwand mit einer Beschaufelung
versehen werden, welche die Wanderung des im Bereich 17 erzeugten Mischgutes in
der weiteren Trommel 13 von rechts nach links erzwingt. In entsprechender Weise
muß dann, wenn die Wanderung des Mischgutes in der weiteren Trommel durch ein Gefälle
von rechts nach links erzeugt wird, die Trocken-Drehtrommel auf ihrer Innenwand
mit einer Beschaufelung versehen werden, welche die allmähliche Wanderung des Gesteinsgemenges
in der Trocken-Drehtrommel von links nach rechts erzwingt. Liegt die Drehachse der
Trocken-Drehtrommel 1 und der sie umgebenden weiteren Trommel 13 horizontal, so
müssen
zur Erzeugung der gewünschten Wanderungsrichtung des Materials
beide Trommeln mit einer entsprechenden Beschaufelung ihrer Innenwand ausgestattet
werden. Die Erzeugung der Wanderung des Materials in den Trommeln nur durch Neigung
der jeweiligen Trommeldrehachse ist dann möglich, wenn die Trocken-Drehtrommel und
die weitere Trommel jeweils gesondert gelagert und angetrieben sind. Auf eine derartige
Konstruktion sei weiter unten noch näher eingegangen.
-
In der Zeichnung nicht gezeigte Steuerleitungen können von dem Stelltrieb
27, dem Antrieb für das Förderband 5, dem Antrieb für das an den Abgaskanal 10 angeschlossene
Sauggebläse, den Steuermitteln für den Brenner 8 und für den Getriebemotor 19 zu
einer zentralen Steuereinheit geführt werden, um die gesamte Einrichtung automatisch
steuern zu können wobei sich zeigt, daß die Einstellbarkeit des Drosselorganes 28
eine Aufteilung der vom Brenner 8 erzeugten Wärmeenergie auf den Innenraum der Trocken-Drehtrommel
1 und den Ringraum 12 ermöglicht, so daß das Trocknungsergebnis bezüglich des Gesteinsgemenges
einerseits und das Ergebnis der Bereitung des bituminösen Mischgutes andererseits
optimiert werden können.
-
Die Ausführungsform nach Figur 2 unterscheidet sich von der Einrichtung
gemäß Figur 1 dadurch, daß bei der Ausführungsfotm nach Figur 2 im Gegensatz zu
der Konstruktion gemäß Figur 1 der Brenner 8 über eine Öffnung der Abschlußwand
2 in den Innenraum der Trocken-Drehtrommel 1 hineinreicht, während der Abgaskanal
10 von einer Öffnung der Abschlußwand 6 auf der rechten Seite der Einrichtung wegführt,
derart, daß die Strömung der heißen Abluft und der Verbrennungsgase in der Trocken-Drehtrommel
1 von links nach rechts orientiert ist und eine Gleichstromtrocknung des Gesteinsgemenges
durchgeführt wird.
-
Ähnlich der Ausführungsform nach Figur 1 wird der gesonderte,
das
einstellbare Drosselorgan enthaltende AbJgasEka**alv26 an das Sammlergehäuse 23
angeschlossen, wie in Figur 2 bei 26a, 27a und 28a für den Fachmann in ausreichendem
Maße deutlich gemacht ist. Durch eine solche Konstruktion wird erreicht, daß die
für den Ringraum 12 abzuzweigenden heißen Verbrennungsgase über die Durchbrüche
11 in den Ringraum 12 gelangen und dort mit Bezug auf die Darstellung von Figur
2 von rechts nach links den Ringraum durchströmen und eine beträchtliche Einwirkdauer
innerhalb des Ringraumes 12 erzielt wird.
-
Die Ausführungsform nach Figur 3 entspricht in ihrem grundsätzlichen
Aufbau in allen Einzelheiten der Konstruktion gemäß Figur 1. Zusätzlich ist jedoch
die in Figur 3 gezeigte Einrichtung mit einer Beimisch-Zufördervorrichtung 33 versehen,
welche eine Förderschnecke 34 enthält, die von einem Eingabetrichter 35 über einen
Durchbruch der Abschlußwand 6 in den Innenraum der Trocken-Drehtrommel 1 hineinreicht.
Das vordere Ende der Förderschnecke 34 und des sie umgebenden Mantels befindet sich
nahe den Durchbrüchen 11. Mittels der Beimisch-Zufördervorrichtung 33 können Altasphaltstücke
zusammen mit dem in der Trocken-Drehtrommel getrockneten Gesteinsgemenge in den
Bereich 17 eingegeben und nach zusätzlicher Beigabe von Bitumen mittels der Bitumendosiervorrichtung
18 durch den Ringraum 12 geführt und in diesem Ringraum erhitzt werden. Die Einstellbarkeit
des Drosselorgans 28 in dem gesonderten Abgaskanal 26 gewährleistet im wesentlichen
unabhängig von dem Trocknungsvorgang innerhalb der Trocken-Drehtrommel 1 eine Einstellung
der Wärmezufuhr zu dem mit Altasphalt versetzten Mischgut innerhalb des Ringraumes
12.
-
Gemäß einer abgewandelten Ausführungsform kann die Beimisch-Zufördervorrichtung
33 auch in die Trocken-Drehtrommel 1 hineinreichend und hineinfördernd ausgebildet
sein.
-
Das in Figur 4 dargestellte Ausführungsbeispiel entspricht in seinem
prinzipellen Aufbau der Ausführungsform gemäß Figur 2. Zusätzlich enthält die Ausführungsform
gemäß Figur 4 in entsprechender Weise, wie im Zusammenhang mit Figur 3 beschrieben,
eine Beimisch-Zufördervorrichtung 33 mit einer Förderschnecke 34 und dem Eingabetrichter
35 zur Zuführung
von Altasphalt. Der weitere Abgaskanal 26, welcher
das Drosselorgan enthält, ist wiederum an das Sammlergehäuse 23 angeschlossen.
-
Die Ausführungsform nach Figur 5 schließlich enthält einige bemerkenswerte
Abwandlungen gegenüber den bisher beschriebenen Ausführungsbeispielen.
-
Bei der Einrichtung nach Figur 5 mündet der Ringraum 12 an seinem
rechts liegenden, dem Brenner 8 benachbarten Ende in ein Eingangs-Sammlergehäuse
36 ein, welches über die Trommeldrehung zulassende Ringspalte 37 und 38 an die weitere
Trommel 13 bzw. die Trocken-Drehtrommel 1 angrenzt. Eine weitere Brenneranordnung
39 reicht durch eine Öffnung im Eingangs-Sammlergehäuse 36 hindurch und vermag eine
Brennerflamme 40 in den Ringraum 12 hinein zu richten. Die im Ringraum 12 verfügbare
Wärmeenergie wird also bei der Ausführungsform nach Figur 5 durch Regulieren des
Drosselorgans 28 und durch die Wärmezufuhr durch den Brenner 39 im wesentlichen
unabhängig von den Verhältnissen im Innenraum der Trocken-Drehtrommel 1 reguliert.
-
Weiter erkennt man aus Figur 5, daß die Trocken-Drehtrommel 1 und
die sie umgebende weitere Trommel 13 jeweils gesonderte Lager- und Antriebsmittel
mit jeweils gesonderten Laufringen, Spurkranzrollen und Antriebsmotoren aufweisen.
-
Die jeweils getrennte Lagerung für die Trocken-Drehtrommel 1 und die
weitere Trommel 13 ermöglicht es, die beiden Trommeln relativ zueinander exzentrisch
zu lagern, um auf einer Trommelseite größere Abmessungen des Ringraumes 12 für die
Bearbeitung des'Mischgutes zur Verfügung zu haben. Weiter können die Trommeln entgegengesetzt
zueinander und/oder mit unterschiedlicher Geschwindigkeit in Umdrehung versetzt
werden. Schließlich besteht aufgrund des grundsätzlichen, in Figur 5 gezeigten Aufbaus
die Möglichkeit, eine jeweils unterschiedliche
Neigung der Trommeldrehachsen
vorzusehen, um die Wanderung des Materials innerhalb der Trommeln entsprechend zu
beeinflussen.
-
Aufgrund der unterschiedlichen Art der Abgase, welche aus dem Innenraum
der Trocken-Drehtrommel einerseits und dem Ringraum 12 andererseits entweichen,
wird bei einer in der Zeichnung nicht gezeigten, vorteilhaften Weiterbildung eine
bessere Entstaubung und Filterung dann erreicht, wenn im Abgaskanal 10 und im gesonderten
Abgaskanal 26 jeweils getrennte, unterschiedliche Entstaubungseinrichtungen bzw.
Filter vorgesehen werden.
-
Schließlich ist in den Figuren 1 bis 4 bei 41 durch strichpunktierte
Linien ein die wesentlichen Teile der Einrichtung umgebendes Gehäuse angedeutet,
welches zur weiteren Verminderung der Wärmeverluste mit einer Isolierung versehen
sein kann.