DE3409017A1 - Patronierte munition fuer rohrwaffen - Google Patents
Patronierte munition fuer rohrwaffenInfo
- Publication number
- DE3409017A1 DE3409017A1 DE19843409017 DE3409017A DE3409017A1 DE 3409017 A1 DE3409017 A1 DE 3409017A1 DE 19843409017 DE19843409017 DE 19843409017 DE 3409017 A DE3409017 A DE 3409017A DE 3409017 A1 DE3409017 A1 DE 3409017A1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- projectile
- propellant charge
- ignition
- projectile body
- case
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Withdrawn
Links
- 239000003380 propellant Substances 0.000 claims description 46
- 230000000087 stabilizing effect Effects 0.000 claims description 12
- 239000000843 powder Substances 0.000 claims description 11
- 230000006641 stabilisation Effects 0.000 claims description 8
- 238000011105 stabilization Methods 0.000 claims description 8
- 239000000700 radioactive tracer Substances 0.000 claims description 4
- 238000000926 separation method Methods 0.000 claims description 4
- 229910052751 metal Inorganic materials 0.000 claims description 3
- 239000002184 metal Substances 0.000 claims description 3
- 230000003068 static effect Effects 0.000 claims description 3
- 238000002485 combustion reaction Methods 0.000 description 2
- 230000035515 penetration Effects 0.000 description 2
- 239000007787 solid Substances 0.000 description 2
- OLRXHZHVFRYMHO-UHFFFAOYSA-N [N+](=O)([O-])[O-].[K+].[B+3].[N+](=O)([O-])[O-].[N+](=O)([O-])[O-].[N+](=O)([O-])[O-] Chemical compound [N+](=O)([O-])[O-].[K+].[B+3].[N+](=O)([O-])[O-].[N+](=O)([O-])[O-].[N+](=O)([O-])[O-] OLRXHZHVFRYMHO-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 230000001133 acceleration Effects 0.000 description 1
- 239000002131 composite material Substances 0.000 description 1
- 238000007599 discharging Methods 0.000 description 1
- 239000000463 material Substances 0.000 description 1
- 229910001092 metal group alloy Inorganic materials 0.000 description 1
- 239000000203 mixture Substances 0.000 description 1
- 230000001960 triggered effect Effects 0.000 description 1
Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F42—AMMUNITION; BLASTING
- F42B—EXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
- F42B5/00—Cartridge ammunition, e.g. separately-loaded propellant charges
- F42B5/02—Cartridges, i.e. cases with charge and missile
- F42B5/18—Caseless ammunition; Cartridges having combustible cases
- F42B5/181—Caseless ammunition; Cartridges having combustible cases consisting of a combustible casing wall and a metal base; Connectors therefor
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F42—AMMUNITION; BLASTING
- F42B—EXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
- F42B5/00—Cartridge ammunition, e.g. separately-loaded propellant charges
- F42B5/02—Cartridges, i.e. cases with charge and missile
- F42B5/067—Mounting or locking missiles in cartridge cases
- F42B5/073—Mounting or locking missiles in cartridge cases using an auxiliary locking element
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F42—AMMUNITION; BLASTING
- F42C—AMMUNITION FUZES; ARMING OR SAFETY MEANS THEREFOR
- F42C19/00—Details of fuzes
- F42C19/08—Primers; Detonators
- F42C19/0823—Primers or igniters for the initiation or the propellant charge in a cartridged ammunition
- F42C19/0826—Primers or igniters for the initiation or the propellant charge in a cartridged ammunition comprising an elongated perforated tube, i.e. flame tube, for the transmission of the initial energy to the propellant charge, e.g. used for artillery shells and kinetic energy penetrators
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Aiming, Guidance, Guns With A Light Source, Armor, Camouflage, And Targets (AREA)
- Vibration Dampers (AREA)
Description
RHEINMETALL GMBH U Düsseldorf, den 21.02.1984
We/Zi
Akte R 905
Patronierte Munition für Rohrwaffen
Aus der DE-PS 10 13 202 ist eine Patrone mit einem Leitwerk-Geschoß
bekannt, dessen Geschoßkörper bis zum Abschuß über ein vergleichsweise langes Anzündrohr mit
dem Hülsenboden verbunden ist, wobei über das Anzündrohr eine am Geschoßheck angeordnete Anzündladung initiierbar
ist. Lange Anzündrohre werden aber auch bei Treibkäfigmunition, insbesondere zur gleichmäßigen Anzündung von
Schüttpulverladungen eingesetzt. Derartig lange Anzündrohre haben jedoch den Nachteil, daß bei gleicher Patronenlänge
die Länge und somit die zielwirksame Masse des Geschosses durch das Anzündrohr begrenzt ist.
Aufgabe der Erfindung ist es, die zielwirksame Masse des Geschosses unter Wahrung gleicher Patronenlängen zu erhöhen.
Gelöst wird diese Aufgabe durch die im Patentanspruch 1 angegebene Erfindung. Die Unteransprüche nennen- vorteilhafte
Ausgestaltungen und Weiterbildungen.
Die Erfindung zeichnet sich vorteilhaft dadurch aus, daß die gesamte Innenraumlänge der Patrone als zielwirksam
nutzbare Geschoßverlängerung zur Verfügung steht. Der Geschoßkörper reicht, unter wesentlicher Erhöhung der
zielwirksamen Masse, nunmehr mit seinem das Stabilisierungsleitwerk tragenden Geschoßheck bis in unmittelbare Bodennähe
der Treibladungshülse, wobei er als fester Bestandteil des Geschoßkörpers einen über das Leitwerk hinausreichenden
und von der Treibladungshülse beim Abschuß trennbaren massiven Ansatz enthält.
— 2 —
34090^7
Besonders vorteilhaft dabei ist, daß die Masse des die Treibladungshiilse mit dem Geschoßheck verbindenden Ansatzes
nach dem Abschuß als Bestandteil des Geschoßkörpers ebenfalls für eine Erhöhung der Wirksamkeit im
Ziel zur Verfügung steht. In Abhängigkeit von der Geschoßgeometrie und der Geschwindigkeit wird vor allem,
ohne die Patrone äußerlich verlängern zu müssen, eine Geschoßverlängerung mit einem die Durchschlagsleistung
verbessernden Verhältnis der Geschoßlänge zum Geschoßdurchmesser 1-,/d- erzielt.
Neben dieser Verlängerung des Geschoßkörpers bis in die Nähe des Hülsenbodens wird die zielwirksame Masse durch
den massiv ausgeführten heckseitigen Ansatz des Geschoßkörpers erhöht, der mit seinem größten Längenanteil bis
zu einer in der unmittelbaren Nähe einer Zündeinrichtung angeordneten Sollbruchstelle homogen mit dem Geschoß
körper verbunden bleibt.
Durch den Einsatz eines Metalles mit definierter hoher Zugfestigkeit ermöglicht der Ansatz eine gute statische
Forcierung mit einem vergleichsweise hohen Druckaufbau, der nach dem Trennvorgang an der Sollbruchstelle, auch
bei nachfolgenden Geschossen, gleichbleibend wiederholbar ist.
Die Ausgestaltung der Sollbruchstelle mit einer Spitzkerbe und einer Zerreißbruchfläche ermöglicht dabei, unter
einer vergleichsweise hohen axialen vorgebbaren Mindestzugfestigkeit, eine exakte reproduzierbare Trennung
eines in der Wandung des Hülsenbodens bzw. der Zündeinrichtung befestigten Ansatzteiles von dem die■
zielwirksame Leistung erhöhenden Ansatzteil.
Eine hohe Zerreißfestigkeit gestattet darüber hinaus die Anordnung der Sollbruchstelle in die unmittelbare Nähe
— 3 —
der Zündeinrichtung, wobei durch die stabile mechanische Verbindung unter Erzielung einer gesteigerten Transportsicherheit
unterschiedliche Schwingungsbedingungen der Massen des Geschoßkörpers und der Treibladungshülse vor
dem Abschuß vermieden werden. Unter Verringerung der im Ziel unwirksamen Masse enthält das Geschoßleitwerk heckseitig
einen geöffneten Leuchtspurringkanal, der einen Geschoßkörperansatz umschließend in der Befestigungshülse
der Stabilisierungsflügel angeordnet ist. 10
In weiter vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung wird durch ein die Geschoßlänge nicht beeinflussendes vom Boden
bis wenigstens zur Mitte der Treibladungshülse reichendes den Geschoßkörper mantelförmig umhüllendes Anzündelement,
neben einem gleichmäßigen, reproduzierbaren Abbrand ein hoher Gasdruckaufbau für eine kurzzeitige Verbrennung
und Erzeugung einer hohen Beschleunigungskraft gewährleistet.
Das Anzündelement besteht einerseits aus einem verbrennbaren Treibladungsanzündrohr mit einer eingehüllten Aufladung
und andererseits aus wenigstens einer den Geschoßkörper ringförmig umhüllenden Lage Röhrenpulverstangen.
Eine gleichmäßige Anzündung der Treibladung wird weiter vorteilhaft durch eine schnelle Flammenleitung entweder
durch einen zwischen dem Geschoßkörper und der innerhalb des Anzündrohres befindlichen Aufladung angeordneten
freien Ringraum, oder durch die parallel zur Geschoßachse verlaufenden Freiräume zwischen und in den Röhrenpulverstangen
erzeugt. Beide Anzündarten gewährleisten insbesondere eine gleichmäßige Anzündung von Schüttpulverladungen,
'welche sich gegenüber bekannten Röhrenpulververladungen durch eine leichte Losabmischung, Dosierung und
Einbringung in die Treibladungshülse auszeichnen.
Die Erfindung wird anhand der in den Zeichnungen unter weitgehendem Verzicht auf erfindungsunwesentliche Einzelheiten
dargestellten Ausführungsbeispiele des näheren erläutert.
Es zeigt:
Fig. 1 in einem Längsschnitt ein Treibkäfiggeschoß mit einem bis zum Hülsenboden
reichenden Geschoßheck;
Fig. 2 in einer gegenüber Fig. 1 vergrößerten Schnittdarstellung den heckseitigen Bereich
der Treibladungshülse und ein mit der Treibladungshülse verbundenes Geschoßheck sowie die Anordnung eines den
Geschoßkörper mantelförmig umhüllenden Anzündelementes;
Fig. 3 in einer Schnittdarstellung eine gegenüber Fig. 2 andere Ausführungsvariante
des Anzündelementes.
Gemäß Fig. 1 ist der Geschoßkörper 2 im vorderen Geschoßbereich mit einem bekannten Treibkäfig 38 ausgerüstet und
mit hoher kinetischer Energie aus einem Waffenrohr 39 einer nicht dargestellten Rohrwaffe durch eine innerhalb einer
Treibladungshülse angeordnete Treibladung 30 verschießbar. Der Geschoßkörper 2 reicht mit seinem das Stabilisierungsleitwerk 3 tragenden Geschoßheck 4 bis in immittelbare
Bodennähe der Treibladungshülse 6 und enthält als festen Bestandteil des Geschoßkörpers 2 einen über das Leitwerk
hinausreichenden und von der Treibladungshülse 6 beim Ab-
schuß trennbaren massiven Ansatz 5. Der Geschoßkörper 2 ist ausgehend vom Boden der Treibladungshülse 6 bis wenigstens
zu einem bis zur Mitte der Treibladungshülse 6 reichenden Längenbereich 1„ von einem mantelförmigen
Anzündelement 1 für die Treibladung 30 umhüllt, wobei in einer nicht dargestellten Weise das Geschoßheck 4 bis
zum Treibkäfig 38 von dem Anzündelement 1 umhüllt sein kann. Durch die im wesentlichen der maximalen Patronenlänge
entsprechende Länge 1. des Geschoßkörpers wird ein die Durchschlagsleistung vergleichsweise erheblich verbessertes
Verhältnis der Geschoßlänge 1- zum Geschoßdurchmesser
d1 erzielt.
Fig. 2 verdeutlicht die heckseitige Befestigung des Geschoßkörpers
2 an der Treibladungshülse 6 und die Anordnung eines den Geschoßkörper 2 mantelförmig umhüllenden
Anzündelementes 1.
Der Geschoßkörper 2 ist heckseitig mehrfach im Durchmesser abgestuft, wobei ein Ansatz 20 ein Gewinde 21 zur Befestigung
des Stabilisierungsleitwerkes 3 enthält. Ein im Durchmesser do gegenüber dem Geschoßdurchmesser d^ abgestufter
Teil 16 des Geschoßkörperansatzes 5 ragt am Geschoßheck 4 aus dem Stabilisierungsleitwerk 3 axial heraus
und stellt vor dem Abschuß als Verbindungselement eine stabile Verbindung zwischen einem Anzünder 7 der Treibladungshülse
6 und dem Geschoßkörper 2 dar. Der Ansatz 5 ist massiv ausgebildet und besteht aus einer Metallegierung
mit einem definierten Gefüge und einem vergleichsweise hohen Zugfestigkeit.Er enthält in unmittelbarer Nähe der
geringfügig hohlzylinderartig in den Treibladungsraum 22 hineinragenden und den Anzünder 7 aufnehmenden Bodenwandung
12 der Treiblädungshülse 6 eine Sollbruchstelle 8, die eine auf dem Umfang 9 umlaufende Spitzkerbe 10 und
eine Zerreißbruchfläche 11 aufweist, wodurch eine statische
Forcierung mit einer vergleichsweise hohen axial gerichteten vorgebbaren
Mindestzugkraft und eine exakte Trennung eines in der V/an-
dung 12 der Treibladungshülse 6 bzw. eines nicht dargestellten Anzünders 7 befestigten Ansatzendes 13 von einem
die zielwirksame Masse des Geschoßkörpers 2 erhöhenden Ansatzteil 14 gewährleistet ist.
5
Die Trennung des Ansatzes 5 erfolgt nach Zündung der im Raum 22 innerhalb der Treibladungshülse 6 angeordneten
Treibladung 30 bei einem die Mindestzugkraft
der Sollbruchstelle 8 überschreitenden und auf das Geschoß wirkenden Druckaufbau.
Ausgelöst wird die Zündung durch einen im Boden der Treibladungshülse
6 angeordneten elektrisch oder mechanisch auslösbaren Anzünder 7, durch dessen schräg in Geschoßrichtung
angeordnete. Bohrungen 24 entweder die in einem als Anzündelement 1 ausgebildeten Treibladungsanzündrohr 31 befindliche
Aufladung 32 oder entsprechend Fig. 3 eine am Boden der Treibladungshülse 6 angeordnete Beiladung 34
anzündbar ist.
Das in Fig. 2 als Anzündelement 1 dargestellte Anzündrohr 31 besteht aus verbrennbarem Werkstoff, wodurch vorteilhaft
Hindernisse für das Leitwerk 3 ausgeräumt werden. Die von dem Anzündrohr 31 umhüllte Aufladung 32 ist. in
Form von Ringtabletten 36 oder Stangen angeordnet und besteht aus einer Anzündmischung, vorzugsweise aus Borkaliumnitrat
(BKNO3). Die Ringtabletten 36 oder Stangen werden durch die Rohrinnenwand des Anzündrohres 31 geführt und
bilden zwischen sich und dem Geschoßkörper 2 einen freien Ringraum 35 für eine schnelle Flammenleitung. Durch das
Zünden der Anzündladung 32 werden die Austrittsöffnungen 40 des Anzündrohres 31 geöffnet, so daß eine gleichmäßige
Anzündung der Treibladung 30, vorzugsweise Schüttpulvertreibladung,
erfolgen kann.
Um eine leichte Montage vor allem im Bereich der Stabilisierungsflügel
19 durchführen zu können, ist das Anzünd-
rohr 31 entweder ganz parallel zur Geschoßachse 37 segmentartig aufgeteilt und in einer nicht dargestellten Weise
zentriert oder im Bereich der Stabilisierungsflügel 19 geschlitzt ausgeführt. Dementsprechend bestehen die
Ringtabletten 36 im Bereich des Stabilisierungsleitwerkes 3 ebenfalls aus zusammengesetzten Ringsegmenten.
Die Treibladungshülse 6 besteht aus einem verbrennbaren Hülsenmantel 25 und einem aus Metall bestehenden Hülsenstummel
26. Der Hülsenmantel 25 kann entweder durch den lidernden Hülsenstummel 26 oder durch eine Dichtung 27
gegenüber der Wand 23 des Treibladungsraumes 22 abgedichtet werden.
Das Stabilisierungsleitwerk 3 besteht aus einer Befestigungshülse 18 und Stabilisierungsflügeln 19, welche auf
dem Außenmantel 17 der Hülse 18 angeordnet sind und derartig in ihrer Breite klein bemessen sind, daß sie ggf. die Wand
des Waffenrohres 39 (Fig. 1) nicht berühren . Der Außenmantel 17 der Befestigungshülse 18 entspricht dabei dem Geschoßdurchmesser
d-, so daß durch das mehrfach abgesetzte Geschoßheck
aerodynamisch keine Nachteile entstehen.
Die Befestigungshülse 18 des Stabilisierungsleitwerkes 3 enthält im Bereich zwischen den Durchmessern d- und d2
einen Ringkanal 15 zur Aufnahme eines hohlzylinderfÖrmigen
Leuchtspursatzes 28, der heckseitig über mehrfach angeordnete Bohrungen 29 geöffnet ist. Durch die Anordnung
des Ringkanals 15 wird die zielunwirksame Masse des Stabilisierungsleitwerkes 3 weiter herabgesetzt, so daß ein Geschoßkörper
2 entsteht, dessen Durchschlagskraft einerseits durch Reduzierung der zielunwirksamen Masse und
andererseits durch Erhöhung der zielwirksamen Masse aufgrund der Verbesserung des Verhältnisses Geschoßlänge I1
zum Geschoßdurchmesser d1 erhöht wird.
Fig. 3 verdeutlicht eine weitere Ausführungsvariante des den Geschoßkörper 2 mantelförmig umhüllenden Anzündelementes
1. Letzteres besteht wenigstens aus einer den Geschoßkörper 2 rohrförmig umhüllenden Lage Röhrenpulverstangen
33, die am Geschoßheck 4 von dem am Boden der Treibladungshülse 6 angeordneten Anzünder 7 mit einer aus Schwarzpulver
bestehenden Beiladung 34 stirnseitig anzündbar sind. Durch die zwischen und in den Röhrenpulverstangen vorhandenen Freiräume
wird gleichfalls eine schnelle axial verlaufende Flammenleitung und eine gleichmäßige Anzündung der Treibladung 30
erreicht.
RHEINMETALL GMBH
Akte R 905 Düsseldorf, den 21.02.1984 We/Zi
Bezugszeichenliste
1 Anzündelement
2 Geschoßkörper
3 Stabilisierungsleitwerk
4 Geschoßheck
5 Ansatz
6 Treibladungshülse
7 Anzünder
8 Sollbruchstelle
9 Umfang
10 Spitzkerbe
11 Zerreißbruchfläche
12 Wandung
13 Ansatzende
14 Ansatzteil
15 Ringkanal
16 Teil
17 Außenmantel
18 Befestigungshülse
19 Stabilisierungsflügel
20 Ansatz
21 Gewinde
22 Treibladungsraum
23 Wand
24 Bohrung
25 Hülsenmantel
26 Hülsenstummel
27 Dichtung
28 Leuchtspursatz
29 Bohrung
30 Treibladung
31 Treibladungsanzündrohr
32 Aufladung
33 Röhrenpulverstange
34 Beiladung
35 Ringraum
36 Ringtabletten
37 Geschoßachse
38 Treibkäfig
39 Waffenrohr
40 Austrittsöffnung d- Durchmesser
do Durchmesser 1 Geschoßlänge I9 Längenbereich
Claims (7)
1. Patronierte Munition für Rohrwaffen, mit einem ein Stabilisierungsleitwerk aufweisenden Geschoß, dadurch gekennzeichnet, daß der Geschoßkörper
(2) mit seinem das Stabilisierungsleitwerk
(3) tragenden Geschoßheck (4) bis in unmittelbare Bodennähe der Treibladungshülse (6) reicht und als festen
Bestandteil des Geschoßkörpers (2) einen über das Leitwerk (3) hinausreichenden und von der Treibladungshülse
(6) beim Abschuß trennbaren massiven Ansatz (5) enthält. 10
2. Patronierte Munition nach Anspruch I1 dadurch
gekennzeichnet, daß der Ansatz (5) aus Metall mit definierter hoher Zugfestigkeit besteht und
in unmittelbarer Nähe einer in der Treibladungshülse (6) angeordneten Zündeinrichtung (7) eine Sollbruchstelle
(8) enthält, die eine auf dem Umfang umlaufende Spitzkerbe (10) und eine Zerreißbruchfläche (11) aufweist,
wodurch eine statische Forcierung mit einer vergleichsweise hohen axialen vorgebbaren Mindestzugkraft und eine
exakte Trennung eines die Wandung (12) der Zündein-
— 2 —
richtung (7) bildenden Ansatzendes (13) von einem die zielwirksame Masse erhöhenden Ansatzteil (14) gewährleistet
ist.
3. Patronierte Munition nach Anspruch 1 und 2, gekennzeichnet durch folgende
Merkmale:
a) der in das Stabilisierungsleitwerk (3) heckseitig
hineinragende Teil (16) des Geschoßkörpersansatzes
(5) weist einen gegenüber dem Geschoßdurchmesser (d-) reduzierten Durchmesser (d„) auf;
b) das Stabilisierungsleitwerk (3) enthält eine im Außenmantel (17) dem Geschoßdurchmesser (d-) entsprechende
Befestigungshülse (18) für die Stabilisierungsflügel
(19);
c) die Befestigungshülse (18) des Stabilisierungsleitwerks (3) enthält einen zwischen dem Durchmesserbereich (d.) und (d2) angeordneten die zielunwirksame
Masse reduzierenden und heckseitig geöffnetenLeuchtspurringkanal
(15).
4. Patronierte Munition nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß
der Geschoßkörper (2) ausgehend vom Boden der Treibladungshülse (6) bis wenigstens zu einem bis zur Mitte
der Treibladungshülse (6) reichenden Längenbereich (-"-9-^ von e:*-nem mantelförmigen Anzündelement (1) für
die Treibladung (30) umhüllt ist.
5. Patronierte Munition nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß
das den Geschoßkörper (2) mantelförmig umhüllende Anzündelement (1) aus einem verbrennbaren Treibladungsanzündrohr
(31) mit einer eingehüllten Aufladung (32) besteht.
6. Patronierte Munition nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
a) die vom Treibladungsanzündrohr (31) eingehüllte
Aufladung (32) besteht aus Ringtabletten (36) oder Stangen;
b) die Ringtabletten (36) oder Stangen sind im Treibladungsanzündrohr
(31) derartig angeordnet, daß
zwischen ihnen und dem Geschoßkörper (2) ein freier Ringraum (35) vorhanden ist.
7. Patronierte Munition nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß
das den Geschoßkörper (2) mantelförmig umhüllende Anzündelement (1) wenigstens aus einer den Geschoßkörper
(2) ringförmig umhüllenden Lage Röhrenpulverstangen (33) besteht, welche am Geschoßheck (4) von einem am
Boden der Treibladungshülse (6) angeordneten Anzünder (7) mit Beiladung (34) stirnseitig anzündbar sind,
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19843409017 DE3409017A1 (de) | 1984-03-13 | 1984-03-13 | Patronierte munition fuer rohrwaffen |
| EP85102547A EP0158121A3 (de) | 1984-03-13 | 1985-03-06 | Patronierte Munition für Rohrwaffen |
| US06/711,395 US4671179A (en) | 1984-03-13 | 1985-03-13 | Cartridged ammunition for gun barrel weapons |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19843409017 DE3409017A1 (de) | 1984-03-13 | 1984-03-13 | Patronierte munition fuer rohrwaffen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3409017A1 true DE3409017A1 (de) | 1985-09-26 |
Family
ID=6230241
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19843409017 Withdrawn DE3409017A1 (de) | 1984-03-13 | 1984-03-13 | Patronierte munition fuer rohrwaffen |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US4671179A (de) |
| EP (1) | EP0158121A3 (de) |
| DE (1) | DE3409017A1 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4007103A1 (de) * | 1990-03-07 | 1991-09-12 | Rheinmetall Gmbh | Treibkaefig |
| DE4318740A1 (de) * | 1993-06-05 | 1994-12-08 | Rheinmetall Gmbh | Ladungsanordnung für patronierte Munition |
| EP1674817A1 (de) | 2004-12-22 | 2006-06-28 | Rheinmetall Waffe Munition GmbH | Patrone |
Families Citing this family (16)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0294405A1 (de) * | 1986-11-28 | 1988-12-14 | Royal Ordnance plc | Rohrförmiges projektil |
| US4823699A (en) * | 1987-04-14 | 1989-04-25 | Aai Corporation | Back-actuated forward ignition ammunition and method |
| US4887534A (en) * | 1988-06-10 | 1989-12-19 | Honeywell Inc. | Ignition system for high intrusion projectile |
| FR2663730B1 (fr) * | 1990-06-25 | 1992-09-11 | Poudres & Explosifs Ste Nale | Element de douille a tube combustible, munition a douille semi-combustible incorporant cet element et procede de chargement de cette munition. |
| DE4020691A1 (de) * | 1990-06-29 | 1992-01-02 | Dynamit Nobel Ag | Fluegelstabilisiertes geschoss |
| JPH04198695A (ja) * | 1990-11-29 | 1992-07-20 | Tech Res & Dev Inst Of Japan Def Agency | 翼安定弾薬の伝火方法 |
| DE4105255A1 (de) * | 1991-02-20 | 1992-08-27 | Diehl Gmbh & Co | Patronierte munition mit einem pfeilgeschoss |
| DE4445990C2 (de) * | 1994-12-22 | 1997-08-21 | Rheinmetall Ind Ag | Patrone mit einer Patronenhülse und einem Pfeilgeschoß |
| DE4445989C2 (de) * | 1994-12-22 | 1997-12-18 | Rheinmetall Ind Ag | Patrone mit einer Patronenhülse und einem Pfeilgeschoß |
| DE19604655C2 (de) * | 1996-02-09 | 1999-08-19 | Diehl Stiftung & Co | Anzündeinheit für eine Treibladung |
| RU2256145C2 (ru) * | 2002-11-20 | 2005-07-10 | Радченко Михаил Юрьевич | Способ изготовления пули, пуля, изготовленная по способу, и боеприпас с пулей |
| RU2276768C2 (ru) * | 2004-08-12 | 2006-05-20 | Государственное унитарное предприятие "Конструкторское бюро приборостроения" | Артиллерийский выстрел унитарного заряжания |
| US8887641B1 (en) * | 2012-02-16 | 2014-11-18 | The United States Of America As Represented By The Secretary Of The Army | 40 mm low drag extended range projectile |
| ITRM20130707A1 (it) * | 2013-12-20 | 2015-06-21 | Salvatore Tedde | Cartuccia per armi di grosso calibro |
| US11378369B1 (en) * | 2019-08-30 | 2022-07-05 | The United States Of America As Represented By The Secretary Of The Army | Modular test vehicle |
| FR3115358B1 (fr) * | 2020-10-19 | 2023-11-24 | Nexter Munitions | Projectile perforant et explosif dote d'un empennage de stabilisation |
Family Cites Families (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US421307A (en) * | 1890-02-11 | reynolds | ||
| US3547030A (en) * | 1954-01-27 | 1970-12-15 | Us Army | Rocket and cartridge case therefor |
| US3680484A (en) * | 1968-08-03 | 1972-08-01 | Messerschmitt Boelkow Blohm | Pyrotechnic emitter |
| DE2828251C1 (de) * | 1978-06-28 | 1985-10-03 | Rheinmetall GmbH, 4000 Düsseldorf | Patronierte Munition mit Geschoss und verbrennbarer oder teilverbrennbarer Huelse |
| DE3033923A1 (de) * | 1980-09-10 | 1982-04-15 | Rheinmetall GmbH, 4000 Düsseldorf | Patronierte munition fuer rohrwaffen mit einer wenigstens teilverbrennbaren treibladungshuelse |
| DE3226269C2 (de) * | 1982-07-14 | 1986-04-17 | Dynamit Nobel Ag, 5210 Troisdorf | Teilverbrennbarer Treibladungsanzünder |
-
1984
- 1984-03-13 DE DE19843409017 patent/DE3409017A1/de not_active Withdrawn
-
1985
- 1985-03-06 EP EP85102547A patent/EP0158121A3/de not_active Withdrawn
- 1985-03-13 US US06/711,395 patent/US4671179A/en not_active Expired - Fee Related
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4007103A1 (de) * | 1990-03-07 | 1991-09-12 | Rheinmetall Gmbh | Treibkaefig |
| DE4318740A1 (de) * | 1993-06-05 | 1994-12-08 | Rheinmetall Gmbh | Ladungsanordnung für patronierte Munition |
| DE4318740C2 (de) * | 1993-06-05 | 1998-03-12 | Rheinmetall Ind Ag | Munitionseinheit |
| EP1674817A1 (de) | 2004-12-22 | 2006-06-28 | Rheinmetall Waffe Munition GmbH | Patrone |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| US4671179A (en) | 1987-06-09 |
| EP0158121A2 (de) | 1985-10-16 |
| EP0158121A3 (de) | 1988-11-30 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE3409017A1 (de) | Patronierte munition fuer rohrwaffen | |
| DE864527C (de) | Hohlladungsgeschoss | |
| DE2756420A1 (de) | Geschoss mit selbsttaetiger zerlegerwirkung | |
| DE2752946B2 (de) | Verwendung einer Brandmasse für Brandgeschosse | |
| DE3301381C2 (de) | Sprenggeschoß | |
| DE3048617A1 (de) | Gefechtskopf mit sekundaerkoerpern als nutzlast | |
| DE1918046A1 (de) | Zuender | |
| DE2637848A1 (de) | Zuender fuer einen raketenmotor | |
| DE2414310C2 (de) | ||
| DE2552950A1 (de) | Brandmunition | |
| DE3918005C2 (de) | ||
| DE2547528C2 (de) | Artilleriegeschoß mit erhöhter Reichweite | |
| DE4445990C2 (de) | Patrone mit einer Patronenhülse und einem Pfeilgeschoß | |
| DE4445989C2 (de) | Patrone mit einer Patronenhülse und einem Pfeilgeschoß | |
| DE2336904C2 (de) | Treibkäfiggeschoß | |
| DE2329665A1 (de) | Nichttoedliches geschoss | |
| DE69109982T2 (de) | Anzündeinlage für die Haupttreibladung einer teleskopischen Munition. | |
| DE1703747A1 (de) | Munition mit Panzergranate | |
| DE3442741C2 (de) | ||
| DE2912874A1 (de) | Feststoff-treibsatz fuer extreme beschleunigungen | |
| DE3821276C1 (de) | ||
| DE3048595A1 (de) | "gefechtskopf fuer tarn- und/oder taeuschzwecke" | |
| WO1993018364A1 (de) | Verfahren und vorrichtung zum verschiessen von hülsenloser munition | |
| DE1238824B (de) | Zuendsystem zum grossflaechigen Zuenden von Treibsaetzen und/oder Triebladungen | |
| DE19648668B4 (de) | Langstrecken-Artilleriegeschoß |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8141 | Disposal/no request for examination |